Shi Zilin, der Schicksale lenkende Jian, nähert sich dem Tod und setzt seinen Sohn Jake Maroc als Nachfolger, als Zhuan, ein. Als Kopf des Inneren Zirkels soll Jake zusammen mit 3 Tai-Pans allen Handel in Hong Kong kontrollieren. Doch ein sowjetischer KGB-Agent namens John Bluestone macht ihm ebenso das Leben schwer wie Jakes ehemaliger CIA-Führungszirkel.
Und in Peking ruhen die Feinde Shi Zilins weiterhin nicht, um die „Fremden Teufel“ in Hongkong aus dem Land zu werfen, indem sie die Handelsstadt erobern und unterwerfen. Unterdessen gerät sein japanischer Freund, der Oyabun Mikio Komoto in Lebensgefahr, denn er befindet sich in einem Bandenkrieg der Yakuza…
Ist ihre Mandantin nun vergewaltigt worden oder nicht? Das fragt sich die New Yorker Bezirksstaatsanwältin Alex Cooper. Jedenfalls so lange, bis diese Mandantin eines Morgens mausetot aufgefunden und auf ihren potenziellen Vergewaltiger ein Anschlag verübt wird.
Die Zeichen stehen also nicht günstig für Alex‘ neuesten Fall, als aus einer ganz anderen Richtung wertvolle, wenn auch merkwürdige Hinweise die Ereignisse in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen. Die Spur führt zurück ins Jahr 1944, ins Märchenreich des ägyptischen Königs Faruk …
_Die Autorin_
Linda Fairstein, Jahrgang 1947, ist Absolventin des Vassar Colleges und promovierte an der University School of Law. Sie leitete über zwei Jahrzehnte die Abteilung für Sexualverbrechen der Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan und wird in der Fachliteraur für ihre bahnbrechende Arbeit in den Gerichten New Yorks gelobt. Sie lebt mit ihrem Mann in New York City und auf der Insel Martha’s Vineyard. (Verlagsinfo) Beide Orte kommen im Buch mehrmals vor.
Von Fairstein sind folgende weitere Krimis erschienen: „Tod in Seide“ (Blanvalet 35372); „Das Totenhaus“ (35591); „Die Knochenkammer“ (35989).
Zum deutschen Titel: Eine wahrer „Geniestreich“ zur Irreführung des Käufers! Von einem Leichenkeller ist nämlich weit und breit nichts zu finden. Aber der Titel passt zu den oben genannten Titeln, die vermutlich einfach nur an die Krimis von Kathy Reichs und Patricia Cornwell erinnern sollen.
_Handlung_
Alexandra Cooper, Anwältin in der Abteilung für Sexualverbrechen der Bezirksstaatsanwaltschaft in Manhattan (wie die Autorin), ist Teil einer kleinen Clique von Gesetzeshütern, die in dem neuesten Fall eng zusammenarbeiten muss. Der Fall ist komplex.
Sie verteidigt Paige Vallis, eine junge Geschäftsfrau in Alex‘ Alter, Anfang 30. Vallis behauptet, von dem ehemaligen CIA-Agenten Andrew Tripping vergewaltigt worden zu sein. An Tripping wurden Paranoia und Schizophrenie festgestellt, aber das Besondere an dem Verbrechen ist, dass Vallis nicht selbst bedroht wurde, um sie gefügig zu machen. Vielmehr drohte Tripping damit, seinen Sohn Dulles, der ohnehin schon zahlreiche Verletzungen aufwies, noch stärker zu „bestrafen“.
Leider ist Alexandras wertvollster Zeuge, nämlich Dulles Tripping, seit Tagen verschwunden, wahrscheinlich ausgebüchst in seinen alten Heimatort. Mit Tripping selbst darf aber nur der Verteidiger Peter Robelon reden. Seltsam ist auch das Auftauchen von CIA-Agenten im Gerichtssaal. Einer davon, ein gewisser Harry Strait, legt Vallis am Tag vor ihrer Zeugenaussage nahe, zu schweigen. Das findet Alex Cooper nicht mehr witzig. Bei ihren Nachforschungen zeigt sich, dass der Name „Harry Strait“ einem Agenten gehörte, der schon lange tot ist …
Hat die CIA Interesse daran, den Prozess zu verhindern? Offenbar hat auch die Klägerin Paige Vallis einiges zu verbergen. Diese Frage erledigt sich aber von selbst, als sie ermordet wird. Die Verteidigung freut sich schon: Damit wäre Coopers Verhandlung wohl gescheitert.
Von ganz anderer Seite taucht aber der Name „Harry Strait“ wieder auf. In Harlem wurde eine 82-jährige ehemalige Tänzerin ermordet. McQueen Ransome hatte eine schillernde Vergangenheit: Sie spionierte während des 2. Weltkriegs nicht nur für die Aliierten, sondern war auch die Geliebte des sagenhaft reichen Königs Faruk von Ägypten. In dieser Zeit hatte sie wohl Kontakt zum Vater von Paige Vallis Victor, der als Privatlehrer für Faruk, aber wohl auch für den amerikanischen Geheimdienst arbeitete …
Ihre Wohnung ist verwüstet, doch ein paar Sammlermünzen findet Alex Cooper in Queenies Schrank. Was hatte die zurückgezogen lebende, alte Dame in ihrem Besitz, dass sie dafür ihr Leben lassen musste? Und was hatte ihr Harry Strait mit jenem „Harry Strait“ zu schaffen, der Paige Vallis unter Druck setzte? Viele Spuren führen zum Geheimdienst …
_Mein Eindruck_
Der Krimi lässt sich leicht in drei Abschnitte einteilen. Das erste Drittel vermittelt den irrigen Eindruck, hier handle es sich um ein „courtroom drama“ nach TV-Zuschnitt. Zwar werden auch menschliche Schicksale verhandelt, aber der Wahrheit kommt unsere Heldin Alex Cooper (nicht zu verwechseln mit dem Musiker Alice Cooper!) kein Stückchen näher.
Nachdem sie dann ihre Mandantin verloren hat und auch der Angeklagte stark beeinträchtigt ist, ja, auch der Hauptzeuge nicht herbeizuschaffen ist, da gerät Alex‘ Fall auf interessante Abwege. Im zweiten Drittel entwickelt sich der geschichtliche Hintergrund zur eigentlichen Triebkraft der Handlung. Was erfahren wir da nicht schöne und wundersame Dinge! Der Playboyprinz Faruk ließ sich zum Taschendieb ausbilden und stibitzte Churchill die Uhr aus dem Jackett, und sein Palast enthielt einige hundert Zimmer, die nur mit Reichtümern angefüllt waren. Blöd, dass nach dem Kriegsende die Dinge schlecht für den König liefen und er anno 55 von Nasser vertrieben wurde. Ohne seine heißgeliebte „Pornographiesammlung“ – in Europa würde man „Erotica“ sagen – musste er nach Italien ins Exil reisen, wo er ein schmähliches Ende fand.
Doch der amerikanische, der britische und der italienische Geheimdienst, womöglich sogar die Nazis waren hinter etwas ganz anderem und weitaus Wertvollerem her, das Queenie hatte mitgehen lassen – oder war’s Victor Vallis? Das soll hier nicht verraten werden, um die Spannung nicht zu zerstören.
Im letzten Drittel verschlingen sich die ausgelegten Fährten zu einem spannenden, actionreichen Finale. Nachdem sie einen Hurrikan auf ihrer Wohninsel und einen Einbruch in ihr Haus überlebt hat, sieht sich Alex in den mörderischen Klauen eines Größenwahnsinnigen … Leider ist dies genau der Bursche, der mir schon zu Beginn des zweiten Drittels so verdächtig vorkam, als ich dachte, der Typ müsse mindestens zwei Sparren im Oberstübchen locker haben. Man könnte also behaupten, dass der Plot in gewissem Sinne recht vorhersehbar sei.
|Der Stil|
Dies ist ein Krimi von einer gestandenen älteren Dame, die schon fast alles von der Welt gesehen hat. Abgeklärt erscheint uns ihre Heldin, aber nicht zu burschikos, als dass sich nicht Alex an die Brust eines tröstenden und befreundeten Mannes werfen bzw. kuscheln würde. Bei Mrs. Fairstein haben Lesben keine Chance. Die Welt der Miss Cooper ist die des Gesetzes. Und dieses gibt klare Grenzen legalen Verhaltens vor sowie deutliche Handlungsanweisungen. Schade, dass dies nicht auch für die Gegenseite gilt, denn so kommt es ständig zu interessanten Konflikten.
Dies wächst sich zu einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen den drei tapferen Gesetzeshütern Cooper, Chapman & Wallace und diversen Finsterlingen aus. So ist ständig für Action und witzige Dialoge mit typischem New Yorker Humor gesorgt, und es vergeht kaum eine Seite, auf der Alex nicht einen Anruf bekommt, der eine überraschende Wende herbeiführt oder eine hilfreiche Enthüllung bedeutet – meist genau zum Ende eines Kapitels, so dass man unweigerlich neugierig wird und weiterlesen möchte. Sehr geschickt, Mrs. Fairstein.
Die Beschreibungen der Insel Martha’s Vineyard (ausgesprochen: winjahd) belegen, dass sich die Autorin hier genaustens auskennt. Sie weiß, wie sich die Einheimischen verhalten, wenn man mal knapp bei Kasse ist, wenn mal wieder ein Sturm zugeschlagen hat oder wenn mal eine imposante Luxusjacht in den Hafen reinschippert. In vielerlei Hinsicht erscheint dadurch die Insel wirklicher als das nebulöse Manhattan, die andere Insel.
|Die Übersetzung|
Manuela Thurner verfügt nicht nur über eine sehr gute Kenntnis des US-amerikanischen Englisch und der Gerichtssprache, sondern weiß auch das Deutsche stilistisch so einzusetzen, dass sich ein sehr lesbarer Text ergibt. Viele Romantexte leben ja von der Farbigkeit der Anspielungen und erzeugen witzige Effekte durch Wortspiele und dergleichen. Damit hat Thurner keine Probleme. Und auch wenn ich gewisse Wendungen anders übertragen hätte, so kann man sich doch immer über Varianten streiten. Thurners Version ist ebenso gültig, wie es meine gewesen wäre. Für einen Übersetzer ist letztendlich immer die Verständlichkeit oberstes Gebot. Dieses Gebot befolgt Thurner durchweg. Von Setzfehlern ist der Text fast völlig frei.
_Unterm Strich_
Wer sich trotz des irreführenden Titels (siehe oben) keinen bluttriefenden Thriller à la „Schweigen der Lämmer“ erwartet hat, der wird mit einem leidlich spannenden und solide gemachten Krimi aus dem Gerichtsmilieu Manhattans belohnt. Ich fühlte mich nicht gelangweilt oder genervt, sondern die humorvoll-ironische Intelligenz, die die Autorin an den Tag legt, unterhielt mich ausgezeichnet, so dass ich nach wenigen Tagen das actionreiche Finale genießen konnte.
Zudem habe ich das Gefühl, eine Menge über US-Münzen des Jahres 1933 und über den Märchenkönig Faruk erfahren zu haben. Dass eine europäische Autorin diesen Krimi ganz anders geschrieben hätte, dürfte klar sein. Aber so ist er auch ganz gut gelungen. Die Autorin hat ihr Buch Patricia Cornwell gewidmet. Das kann ich sehr gut verstehen: Sie will zeigen, dass sie a) bei einer Meisterin gelernt hat und b) dass weibliche Amis auch gute Gerichtskrimis zustande bringen.
|Originaltitel: The Kills, 2004
Aus dem US-Englischen übersetzt von Manuela Thurner|
Das beim letzten Überfall erbeutete Geld, gut versteckt in einer verlassenen Kirche, musst schleunigst gewaschen werden. Partner holt seine alten Partner und eine ehemalige Kopfgeldjägerin mit ins Boot, damit ihn die Geldwäscher nicht über den Tisch ziehen. Noch dazu wimmelt es an jeder Straßenecke von Polizisten…. (Verlagsinfo) Richard Stark – Das Geld war schmutzig (Parker 24) weiterlesen →
„Das Ikarus-Gen“ ist die Fortsetzung des Genetikthrillers „Der Tag, an dem der Wind dich trägt“. Zur Vorgeschichte: siehe weiter unten. Wieder einmal gelingt es Patterson, aus einer recht unplausiblen Grundidee, die an Science-Fiction erinnert, eine spannende und anrührende Geschichte zu machen. Diesmal kommt noch eine zweite – und weitaus gruseligere – Grundidee hinzu: Organhandel in großem Maßstab. Man wartet gar nicht mehr, bis die Spender zu Tode gekommen sind, sondern sorgt gleich aktiv für ihr Ableben …
_Der Autor_
James Patterson, ehemaliger Besitzer einer Werbeagentur, ist der Autor zahlreicher Nummer-1-Bestseller. Allerdings sind es vor allem seine Alex-Cross-Thriller, die den Leser berühren. Folglich war Alex Cross bereits zweimal im Film zu sehen: „Im Netz der Spinne“ und „… denn zum Küssen sind sie da“ wurden beide erfolgreich mit Morgan Freeman in der Hauptrolle verfilmt. Für Einsteiger sei gesagt, dass Alex Cross ein sympathischer schwarzer Polizeipsychologe ist, der mit seiner Familie in Washington, D.C., lebt.
Patterson ist extrem fleißig. Sein letzter Solo-Roman ist „Das Ikarus-Gen“, davor wurde auch „Sam’s Letter to Jennifer“ veröffentlicht, das ähnlich aufgebaut ist wie der „tearjerker“ „Briefe an Nicholas“.
Im Frühjahr 2003 (deutsch Mitte 2005) erschien eine Kollaboration mit dem Titel „Die Rache des Kreuzfahrers“ (The Jester), deren Story im Mittelalter spielt. Der neueste Alex-Cross-Roman trägt den Titel „Ave Maria“ (2005).
Nähere Infos finden sich unter www.twbookmark.com und www.jamespatterson.com. Regelmäßig wird aus dem Buch auch ein Audiobook oder E-Book gemacht: Patterson kann überall dabei sein.
_Die Vorgeschichte_
Die Tierärztin Frances O’Neill entdeckt eines Tages in Colorados Wäldern ein genmanipuliertes Wesen, das aussieht wie ein Mädchen mit Engelsflügeln. Tatsächlich kann Maximum, so nennt sich diese Kombination aus Mensch und Vogel, fliegen, wie man sich das von Engeln vorstellt. Der Haken dabei ist natürlich, dass es sich bei Max um das Ergebnis verbotener Experimente eines illegalen Genlabors handelt, das den Decknamen „Die Schule“ trägt. Und dass Max und ihresgleichen enorm wertvolle Organismen darstellen, die entsprechend gejagt werden. Frances gewährt Max und ihren Freunden Unterschlupf und Schutz, wodurch sie selbst in die Schusslinie gerät.
_Handlung von „Das Ikarus-Gen“_
Nachdem Frances O’Neill und ihr FBI-Freund Kit Brennan mit ihren sechs Schützlingen, den engelsgleichen Wesen aus den illegalen Versuchslabors der „Schule“ vier unbeschwerte Monate in einem Refugium namens „Lake House“ verbracht haben, nimmt man ihnen die lieb gewonnenen Kinder wieder weg. Schließlich haben diese ja auch leibliche Eltern. Das Gericht in Denver gibt deren Antrag auf Überstellung ihrer Kinder in einem Aufsehen erregenden Prozess statt. Frannie und Kit bricht’s das Herz, aber ist es auch gut für die Kinder?
Unterdessen arbeitet in geheimen Labors unter dem Krankenhaus, das schlicht und ergreifend „Das Hospital“ genannt wird, Doktor Ethan Kane (= Kain, aber auch Krücke), an einem aufwändigen Geheimprojekt namens „Resurrection“, das ihn stinkreich macht. Scheibchenweise wird uns enthüllt, dass Kane Organhandel in großem Maßstab betreibt. Allerdings wartet er gar nicht mehr wie sonst üblich, bis die Spender zu Tode gekommen sind, sondern sorgt gleich aktiv für ihr Ableben. Das erhöht die „Produktivität“ erheblich.
Das Verfahren dafür könnte direkt aus „The Matrix“ stammen. Durch Nerveninduktion spiegelt er den Spendern ihre schönste Wunscherfüllung vor. Die Spender meinen, freiwillig an einem der Medizin dienlichen Versuch teilzunehmen. Sie wähnen sich schließlich auch tatsächlich im siebten Himmel, doch dieser Zustand wird abrupt beendet, als eine Todesspritze in sie injiziert wird, die sie kaum spüren. Ihre inneren Organe werden auf raffinierte Weise entnommen, das ausgeweidete „Kanu“ – so lautet der medizinische Ausdruck für einen ausgeweideten Körper wirklich – anschließlich im Hochofen eingeäschert. Doch für wen sind die Organe aus dem Geheimprojekt „Resurrection“ bestimmt?
Die Handlung kommt in Bewegung, als Dr. Ethan Kane sein Augenmerk auf die bemerkenswerten inneren Organe von Max und ihren fünf Freunden richtet. Und er findet es überhaupt nicht witzig, dass eine Journalistin inzwischen das Projekt „Resurrection“ mit den Vogelkindern in Zusammenhang gebracht hat. Julie Schein stirbt eines raschen Todes, doch vor ihrem Tod musste sie ihm verraten, von wem sie noch mehr darüber erfahren hat: von Max.
Max hat ein schlechtes Gefühl, seit die Reporterin verschwunden ist. Als die Jäger, angeführt von Dr. Kane, in ihr Haus eindringen, sieht sie keine andere Wahl als die Flucht. Sie warnt auch alle andere Vogelkinder und gemeinsam fliehen sie in die Sicherheit. Doch wo ist diese zu finden?
Die inzwischen eröffnete Jagdsaison auf Frannies ehemaligen Schützlinge kann die Tierärztin nicht unberührt lassen, und tatsächlich muss sie ihr bisheriges Leben opfern, um das der Kinder zu schützen. Sie ruft Kit Brennan zu Hilfe. Was Frannie nicht ahnt: Dr. Ethan Kane ist hartnäckig und hat mächtige Freunde …
_Mein Eindruck_
Patterson ist bislang vor allem als Thrillerautor bekannt geworden. Seine Helden sind der durch die Verfilmungen bekannt gewordene Polizeipsychologe Dr. Alex Cross in Washington, D.C., und Detective Lindsay Boxer in San Francisco. Das andere Extrem sind seine zwei Liebesromane, von denen ich „Tagebuch für Nikolas“ als Hörbuch kennen gelernt habe: sehr bewegend, wenn man sich auf diese Emotionalität einlässt.
Irgendwo in der Mitte zwischen diesen beiden Polen war „Der Tag, an dem der Wind dich trägt“ angesiedelt: ein Thriller mit „human touch“, aber einem starken Interesse an den Folgen der Biotechnologie. Im Vorwort zu „Das Ikarus-Gen“ verrät der Autor, dass dies sein bestverkaufter Roman sei, und das finde ich einigermaßen erstaunlich. Er auch. „Das Ikarus-Gen“ verstärkt den „human touch“ bis zum maximal Möglichen. Man kann sich also auf einige herzerweichende Szenen gefasst machen. Die Story lässt aber auch die Biotechnik keineswegs außer Acht.
Man kann über eine genetische Kombination von Mensch und Vogel denken, wie man will. Der Autor führt im Vorwort zu „Das Ikarus-Gen“ Experten an, die glauben, dass die Chimären, also Mischwesen, in absehbarer Zeit, also noch in diesem Jahrhundert, geschaffen werden.
Patterson führt uns diese geflügelten Wesen so vor, als gäbe es sie bereits in irgendeinem Labor, zeigt sie als junge Menschen und lässt sie als Menschen von einem menschlichen Gericht aburteilen – zweimal. Die Person, die den engsten Kontakt zu ihnen hat, ist Frannie O’Neill. Sie erzählt immer aus der Ich-Perspektive, so dass der Leser ihre tiefen Gefühle, die denen einer (Ersatz-)Mutter wohlanstehen, ungefiltert mitbekommt. Alle anderen Figuren werden aus der Er-Perspektive gezeigt. Frauen spricht dieser Aspekt des Buches wohl am meisten an. Ironischerweise nützt der Autor die Ich-Perspektive auch aus, um den Leser zu täuschen, als wolle er sagen, man solle dem subjektiven Eindruck nicht allzu sehr trauen.
Männer interessiert hingegen mehr die Thriller-Seite der Geschichte. Ist Ethan Kane der „verrückte Wissenschaftler“, wie er im Buch steht? Oder ist er doch nicht so verrückt, sondern nur das Gegenstück zu dem steinreichen Replikanten-Erfinder Tyrell in Ridley Scotts Kultklassiker „Blade Runner“? Jedenfalls hat auch Ethan Kane eine Replikantin à la Rachel geschaffen: Juliette. Bei einem so skrupellosen Mann kann sich leicht denken, wozu.
Und Dr. Kane sorgt sich ach so sehr um die Zukunft der Menschheit. Daher sein Projekt „Resurrection“: die Wiederbelebung von Schlüsselstellen der Macht in allen Ländern der Welt. Natürlich ist ein kleiner Haken dabei, und für Dr. Kane springt auch etwas dabei heraus.
Sein Interesse an der künftigen biologischen Ausstattung des Menschen führt ihn zu den Vogelkindern. Er muss sie haben, um jeden Preis. Selbst wenn ein oder zwei von ihnen dabei draufgehen. Und Frannie und Kit sind bei dieser Jagd nur hinderlich. Leider hat er unterschätzt, wie überlegen ihm ein Geschöpf wie die fliegende Maximum ist. Das wird ihm zum Verhängnis.
_Unterm Strich_
Patterson kombiniert einen spannenden Thriller mit einer bewegenden Human-Interest-Story, um eine effektvolle Story zu liefern. Dabei hält er nach meinem Empfinden die Spannung mindestens auf einem Mittelmaß, bis sich die Action im Finale zu höchster Spannung steigert. Nach einem versöhnlichen Schluss gibt es dann nochmal einen überraschenden Schlenker, genau wie in „Wer sich umdreht oder lacht“. Da gefriert einem glatt noch einmal das Blut in den Adern.
Zum Titel: Das „Lake House“ sucht man im Großteil des Romans vergebens. Es bildet eine positive Erinnerung als Refugium für die Vogelkinder. Und in dem vorliegenden Roman sehnen sie sich dorthin zurück, um endlich eine richtige Familie zu bilden, mit Frannie & Kit als Elternpaar. Es ist das Utopia, nach dem sie die ganze Handlung hindurch streben. Ob sie es wohl erreichen? Selber lesen!
Was den Roman und seinen Vorgänger so sympathisch macht, ist das beachtliche Einfühlungsvermögen, mit dem der Autor sowohl die Tierärztin als auch die Kinder beschreibt. Alle mögen moderne Pop- und Rockmusik und TV-Serien, daher fallen ständig Namen von bekannten Songs und Interpreten. Auf diese Weise vermittelt er eine glaubwürdigen Eindruck von der Welt, in der sie leben.
Die Vogelkinder wachsen sehr schnell, und binnen weniger Monate werden aus pubertierenden Teenies junge Erwachsene. Das bringt natürlich auch jede Menge interessanter Probleme mit sich, zum Beispiel Sexualität. Ein Normalo-Junge begrabscht Max’ Brust und ist enttäuscht, dass sie keine Brüste hat. Braucht sie nämlich genauso wenig wie ein Schwan Ohrmuscheln. Bei Vogelkindern funktionieren Sex und Aufzucht der Jungen halt wie bei den Vögeln statt wie bei den Menschen. Dafür können sie aber nichts: Sie wurden so gemacht. Das Ergebnis ist fremdartig und höchst interessant. Insofern bietet der Roman auch gewisse SF-Elemente, was ihn mir umso sympathischer gemacht hat.
_Hinweise_
Die Reihe um die Vogelkinder hat Patterson letztes Jahr mit dem Roman „Maximum Ride“ fortgesetzt. Er dürfte wohl in ein, zwei Jahren auch bei uns erscheinen. Und wie uns die Pressemitteilung des Verlags verrät, planen die Filmemacher bereits die „Verfilmung der Geschichten um Max und ihre Geschwister“. „Das Ikarus-Gen“ gibt es auch bereits als Hörbuch.
|Originaltitel: The Lake House, 2003
287 Seiten
Aus dem US-Englischen von Axel Merz|
_James Patterson auf |Buchwurm.info|:_
[„Das Pandora-Projekt“ 3905 (Maximum Ride 1)
[„Der Zerberus-Faktor“ 4026 (Maximum Ride 2)
[„Das Ikarus-Gen“ 2389
[„Honeymoon“ 3919
[„Ave Maria“ 2398
[„Wer hat Angst vorm Schattenmann“ 1683
[„Mauer des Schweigens“ 1394
[„Stunde der Rache“ 1392
[„Wenn er fällt, dann stirbt er“ 1391
[„Wer sich umdreht oder lacht“ 1390
[„Die Rache des Kreuzfahrers“ 1149
[„Vor aller Augen“ 1087
[„Tagebuch für Nikolas“ 854
[„Sonne, Mord und Sterne“ 537
[„Rosenrot Mausetot“ 429
[„Die Wiege des Bösen“ 47
[„Der 1. Mord“ 1361
[„Die 2. Chance“ 1362
[„Der 3. Grad“ 1370
[„4th of July“ 1565
[„Die 5. Plage“ 3915
„Gehn wir zu Ihnen oder zu mir?“ fragte Jill. „Zu Ihnen“, sagte ich. „Aber vergessen Sie nicht, ich hab einen Ballermann.“
Dass Blondinen ihre Zicken haben, wusste schon Philip Marlowe. Privatdetektiv Spenser macht jedenfalls keine sonderlich guten Erfahrungen, als er der Schauspielerin Jill Joyce, die von einem anonymen Anrufer bedroht wird, als Bodyguard zur Seite steht. Ihre Launen sind ein echter Härtetest – und dass sie permanent auf seine Hose schielt, macht die Sache auch nicht einfacher.
Die Lage spitzt sich zu, als das Stunt-Double der Schauspielerin erschossen im Umkleideraum aufgefunden wird. Spensers Nachforschungen führen nach Los Angeles und weit zurück in die Vergangenheit Jills. Dort ist nicht nur die Ursache für ihre probleme zu suchen, sondern auch derjenige, der sie tot sehen will. Und Spenser gerät an Leute, die noch weit größere Plagegeister als die Diva sind – und ganz erheblich aggressiver. (Verlagsinfo) Robert B. Parker – Starallüren. Ein Spenser-Krimi (Spenser 17) weiterlesen →
Hosteen Tso ist ein alter Mann, der immer versucht hat, den Weg der Harmonie zu gehen, wie es auch seine Navajo-Vorfahren getan haben. Aber nun sind die Dinge aus dem Gleichgewicht geraten, und er braucht Hilfe von Listening Woman. Sie ist eine Lauscherin, eine weise, blinde Frau, die die Stimmen der Götter und Geister hören und verstehen kann. Sie weiß, was zu tun ist, wenn jemand von der Geisterkrankheit befallen ist. Sie versetzt sich in Trance, um zu lauschen, während ihre junge Helferin Anna Atcitty und Tso beim Hogan des Alten warten.
Als Margaret Cigaret, wie Listening Woman mit bürgerlichem, weißem Namen heißt, zum Hogan zurückkehrt, findet sie die beiden (durch Tasten) erschlagen vor. Der Mörder hat jedoch sie selbst übersehen. Das ist aber auch der einzige Fehler, den der unbekannte Täter begeht. Sein Plan, bald ein reicher Mann zu sein, ist perfekt. Bis Lt. Joe Leaphorn sich an die Fahndung macht. (abgewandelte Verlagsinfo) Tony Hillerman – Listening Woman / Das Labyrinth der Geister (Navajo Tribal Police 03) weiterlesen →
Spenser bekommt einen Anruf von seiner alten Bekannten April Kyle, einer Edelhure, die in Schwierigkeiten steckt. Sie wird von einem anonymen Anrufer erpresst. Was zunächst nach einem einfachen Job aussieht, erweist sich als höchst brisanter und gefährlicher Fall, denn niemand sagt die Wahrheit. Angefangen bei April, die tief in ein dubioses „Dreamgirl-Hotel“-Projekt verstrickt ist. April will endlich unabhängig und auf eigene Rechnung arbeiten. Dafür geht sie auch über Leichen. (Verlagsinfo)
Eigentlich soll Spenser in Port City nur herausfinden, wer der Stalker ist, der dem Direktor des einzigen Theaters nachstellt. Doch als Spenser die aufführung eines politisch umstrittenen Stücks besucht, wird ein Schauspieler auf offener Bühne erschossen. Nun hat er noch einen Auftrag. Allerdings bekommt er von Lonnie Wu, dem Anführer einer chinesischen Gang, unmissverständlich klargemacht, dass er sich von Port City fernhalten soll, sonst… Natürlich tut Spenser genau das Gegenteil. Und so kommt eine verhängnisvolle Kette von Ereignissen in Gang, die drei Menschenleben fordert.
Eine gnadenlose Verkaufsidee: Um die Nachfrage auf einen 2500 Dollar teuren Turnschuh weiter anzuheizen, sollen zehn Kunden im Einkaufstrubel erschossen werden. Doch in der Welt von morgen ist alles käuflich, und so wandert der Mordauftrag in immer neue Hände. Ein bitterböser Globalisierungsthriller – eine Mischung aus „Fight Club“ und „Minority Report“ für die neue Weltordnung. (Verlagsinfo)
Im Miami des Nordens: Spenser gegen den Drogenbaron
Eric Valdez war ein guter Reporter. Vielleicht zu gut. Kurz nachdem er Recherchen über einen Kokainschmuggelring anstellte, wurde er am Straßenrand gefunden. Tot und kastriert. Doch sein verleger lässt nicht locker. Nun schickt er Privatdetektiv Spenser nach Wheaton, Massachusetts, um den Tod seines Angestellten untersuchen und die Schuldigen zu finden. Kaum in dem Provinznest angekommen, merkt Bostons bester Privatdetektiv: erwünscht ist er hier nicht, zu allerletzt von der örtlichen Polizei… (erweiterte Verlagsinfo) Robert B. Parker – Bleiche Schatten im Schnee. Ein Spenser-Krimi (Spenser 14) weiterlesen →
Im morgendlichen Schneegestöber an der Berliner Siegessäule steht ein verlassener Kleinlaster. Auf der Ladefläche findet die Polizei eine halbnackte tote Frau. Jemand hat ihr mit roter Farbe etwas auf den Körper geschrieben – die Privatadresse des Bundeskanzlers. Am Tatort trifft die unerfahrene und ehrgeizige Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski auf den berüchtigten Ermittler Artur Mayer. Was sie nicht wissen: Das ist kein Zufall. Kurz darauf tauchen im Netz Videos von der Toten auf, und der Fall nimmt eine dramatische Wende. (Verlagsinfo)
Mein Eindruck:
“Der Morgen“ ist der 1. Teil der neuen Reihe rund um das ermittelnde Duo, Art Mayer und Nele Tschaikowski. Beide sind interessante Figuren und die Dynamik zwischen ihnen ist typisch für konträre Charaktere: Sie geraten ständig einander! Marc Raabe – Der Morgen weiterlesen →
Die junge April Kyle zieht es vor, auf den Strich zu gehen, statt in die Schule. Für ihren verständnislosen Vater ist sie nur eine Hure, die er längst abgeschrieben hat. Für die Mutter ist diese Sache aber nicht so einfach. Deswegen wendet sie sich an Spenser. Der Bostoner Privatdetektiv nimmt den Auftrag an und versucht dem Mädchen zu helfen – gegen den Willen des Vaters! Spenser dringt in die Sex-Hölle der Bostoner Combat Zone ein und erlebt einige der härtesten Tage seines Lebens… (Ullstein-Verlagsinfo) Robert B. Parker – Einen Dollar für die Unschuld. Ein Spenser-Krimi (April Kyle 1) weiterlesen →
Privatdetektiv Spenser sucht eine junge Prostituierte namens April Kyle. Doch kaum hat er sie in New York City gefunden, verschwindet sie bereits wieder spurlos. Ihr Zuhälter hat Angst davor, mit Spenser gesehen zu werden und weist Spuren eines Kampfes auf. Mit wem? Und eine von dessen Huren, mit der Spenser einen Tag lang verbracht hat, wird ermordet aufgefunden. Nachdem alle Stricke gerissen sind, bleibt Spenser nichts anderes übrig, als die Spur dieser jungen Frau aufzunehmen, in Portland, Maine…
Der Originaltitel geht auf ein Gedicht des Engländers Robert Browning zurück. Man darf nicht vergessen, dass der Autor mehrere Jahre Dozent für Amerikanische Literatur war. Allenthalben tauchen auch in diesem Roman literarische Referenzen auf, so etwa zu Nathaniel Hawthorne, einem frühen Pionier der Schauerliteratur. (Verlagsinfo) Robert B. Parker – Wer zähmt April Kyle? Ein Spenser-Krimi (April-Kyle 2) weiterlesen →
01 „Frucht der Sünde“
02 [„Mittwinternacht“ (Rezension)
03 [„Die fünfte Kirche“ (Rezension)
04 [„Der Turm der Seelen“ (Rezension)
05 _“Der Himmel über dem Bösen„_
06 „Die Nacht der Jägerin“ (erscheint am 01.04.2011)
07 „The Smile of a Ghost“ (noch ohne dt. Titel)
08 „Remains of an Altar“ (noch ohne dt. Titel)
09 „The Fabric of Sin“ (noch ohne dt. Titel)
10 „To Dream of the Dead“ (noch ohne dt. Titel)
11 „The Secrets of Pain“ (noch ohne dt. Titel)
Inhalt
Gomer Parry hat sein Leben lang in Herefordshire Landwirtschaftsdienste angeboten. Er ist eine Art Mädchen für alles, wofür man Bagger oder anderes großes Gerät braucht, und unermüdlich im Einsatz. Die letzten Jahre haben es nicht gut mit ihm gemeint: Viel zu früh hat er seine große, späte Liebe Minnie verloren, und jetzt kommt auch noch so ein Schnösel aus der Stadt und macht ihm Konkurrenz bei seinen rundum wohl funktionierenden Sickergruben. Und der Junge pfuscht. Aber es ist mehr als das, etwas stimmt mit ihm nicht. Gomer horcht auf, als eine Londonerin ihn völlig verängstigt um Hilfe bittet bei dem Abwassersystem, das der andere installiert hat. Doch noch ehe er Nachforschungen anstellen kann, überschlagen sich die Ereignisse: Sein Lager brennt aus, in den Flammen kommt sein Neffe ums Leben. Das war Brandstiftung, da ist sich Gomer sicher. Einwände, dass sein Neffe immer wieder zu viel getrunken hat und das Feuer selbst ausgelöst haben könnte, wischt er beiseite.
Da die Polizei ihm nicht glaubt, bittet er Merrily Watkins um Hilfe, seine Freundin, die gleichzeitig Beraterin für spirituelle Grenzfragen im Bistum Hereforfshire ist. Auf sein Drängen hin begleitet sie ihn und findet zu ihrem Entsetzen bei dem undurchsichtigen Unternehmer eine verweste Frauenleiche. Nun gerät alles vollkommen außer Kontrolle: Verbindungen zu einem der scheußlichsten Serienmörder der Geschichte Englands tun sich auf. Was hat all diese schrecklichen Ereignisse ausgelöst? War es reine menschliche Bosheit? Steckt eine andere Macht dahinter? Welche Rolle spielt Roddys mysteriöse vermisste Freundin? Was ist dran an den Gerüchten, dass die Hochspannungsleitungen in der Gegend einigen Menschen den Geist verwirren? Was hat die wunderschöne Jenny Box mit den unheimlichen Vorfällen zu tun, dieses ehemalige Model, das offenbar eine Wandlung durchgemacht hat und so tief spirituell ist, dass sie übergeschnappt wirkt?
Und mal völlig abgesehen von den beängstigenden Begebenheiten: Wie soll Merrily sich Lol gegenüber verhalten, mit dem die Beziehung nicht ganz einfach ist? Und was um alles in der Welt ist in ihre Tochter Jane gefahren, die Zeit ihres jungen Lebens nach der richtigen Glaubensform gesucht hat und nun deutlich atheistische Züge aufweist? Wird sie die noch frische Liebe zu dem freundlichen Waliser Eirion zerstören? Merrily hat einmal mehr alle Hände voll zu tun, um die Fäden zu entwirren, während etwas Altes, Böses über ihr schwebt und ihr Leben zu vergiften droht …
Kritik
„Der Himmel über dem Bösen“ ist ein ausgesprochen komplexer Roman mit so vielen verschiedenen Ansätzen und Nuancen, dass man den Überblick verlieren könnte, wenn Phil Rickman kein so hervorragender Autor wäre.
Mit beneidenswerter Geschicklichkeit verknüpft er die vielen einzelnen Fäden zu einem dichten Gewebe fantastischer Erzählkunst. Kirchenpolitik findet ebenso ihren Platz wie menschliche Niedertracht, zarte Bande, Freundlichkeit, das Böse an sich – und darüber hinaus wird ein realer Fall mit in das Geschehen mit eingebunden.
Rickman hat sorgfältige Recherche betrieben, sich mit Phänomenen auseinandergesetzt, die (noch) nicht zu den anerkannten Wissenschaften gehören, und daraus ein buntes Potpourri gemischt. Seine wahre Stärke aber war immer und sind auch hier die Charaktere seiner Protagonisten: Der grimmige, unglückliche, aber gutmütige Gomer geht ans Herz, man hofft mit Eirion und Lol, grummelt sich durch die Veranstaltungen der großartig gezeichneten Dorfgemeinschaften.
Merrily und Jane aber sind im vorliegenden fünften Band der Reihe schon zu Freundinnen des Lesers geworden. Bei den ganzen schrecklichen Ereignissen atmet man schon fast erleichtert auf, wenn Merrily die Zeit hat, sich eine Zigarette anzustecken, und ihr schwieriger Balanceakt zwischen der Notwendigkeit der Repräsentation und dem Wunsch nach Nähe zu ihrem sanften Musikerfreund zerrt an den Nerven.
Jane hingegen, der naseweise Fratz, macht die Pubertät durch und leidet so, wie man es nur in diesem Alter kann. Sie gibt Anlass zu den schlimmsten Befürchtungen, und neben dem wirklich spannenden Fall ist es auch ihre Geschichte, die den Leser das Buch nicht weglegen lässt: Fängt sie sich, oder dauert ihre Zerrissenheit durch die nächsten Bände an?
Unterm Strich
Phil Rickman ist ein extrem talentierter Autor und seine Mystery-Krimi-Reihe um Merrily Watkins absolut großartig. Er weiß um Spannungsbögen, um den perfekten Rhythmuswechsel zwischen herb und zart, zwischen schrecklich und lieblich, zwischen Gut und Böse – was nicht heißen soll, dass ihm Ambivalenz fremd wäre, keinesfalls. Wäre dem so, wären seine Charaktere kaum so überragend gezeichnet, dass sie fast real erscheinen.
Wer noch nicht begonnen hat, diese Reihe zu lesen, sollte das dringend nachholen. Es lohnt sich!
Taschenbuch: 688 Seiten
Originaltitel: The Lamp of the Wicked
Aus dem Englischen von Karolina Fell und Nicole Seifert
ISBN-13: 9783499253348 http://www.rowohlt.de
„Das scurrilste Ermittlerduo vor Sherlock Holmes und Dr. Watson!
Der Großherzog von N. ist zutiefst beunruhigt. Er hat einen Brief erhalten, in dem behauptet wird, dass ein Smaragdring, der sich in seinem Besitz befindet, mit einem alten Fluch beladen sey. Dieser soll unfehlbar den Tod seines Besitzers herbeiführen. Goethe und Schiller werden zur Hülfe gerufen…“ (Verlagsinfo)
Der Autor
Stefan Lehnberg, geboren 1964, ist Autor der Radio-Comedy „Küss mich, Kanzler!“, die seit 2008 ununterbrochen gesendet wird. Seit Jahren ist er in der Berliner Comedy-Szene aktiv und hat als Autor für Harald Schmidt, Anke Engelke, 7 Tage 7 Köpfe, „Titanic“ u.v.a.m. gearbeitet. Sein Roman „Mein Meisterwerk“ wurde mit dem Ephraim-Kishon-Literaturpreis ausgezeichnet. Er lebt in Berlin. (abgewandelte Verlagsinfo)
Actionreich & mit Köpfchen: Hawk und Spenser auf Rachefeldzug
Nachdem sein bester Freund Hawk in den Rücken geschossen wurde, während der einen Buchmacher beschützte, begibt sich Spenser mit dem genesenen Hawk auf einen Rachefeldzug gegen die Hintermänner dieses feigen Anschlags. Wie sich herausstellt, handelt es sich um Ukrainer, die von Marshport aus operieren. Aber wieso lässt Tony Marcus, der Gangsterboss von Boston, sie das überhaupt tun?
Der Autor
Der US-Autor Robert B. Parker, 1932-2010, gehörte zu den Topverdienern im Krimigeschäft, aber auch zu den fleißigsten Autoren – er hat bis zum seinem unerwarteten Tod im Januar 2010 über 50 Romane veröffentlicht. Am bekanntesten sind neben der „Spenser“-Reihe wohl seine neun „Jesse Stone“-Krimis, denn deren Verfilmung mit Tom Selleck in der Titelrolle wird gerade vom ZDF gezeigt. Parker lebte in Boston, Massachusetts, und dort oder in der Nähe spielen fast alle seine Krimis.
„Jesse Stone“-Krimis:
1) [„Night Passage“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6811
2) [„Trouble in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6816
3) [„Death in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6815
4) [„Stone Cold“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6810
5) [„Sea Change“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6812
6) [„High Profile“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6813
7) [„Stranger in Paradise“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6814
8) „Night and Day“
9) „Split Image“
Unter anderem in der „Spenser„-Reihe, die derzeit 50 Romane umfasst, erschienen:
[„Paper Doll“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6818
[„Stardust“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6819
[„Potshot“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6821
[„Walking Shadow“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6820
[„Widow’s Walk“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6826
[„Chasing the Bear“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6837
[„Hundred Dollar Baby“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6838
[„Taming a Sea-Horse“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6839
„Hugger Mugger“, „Small Vices“, „Bad Business“, „Back Story“ …
Und viele Weitere.
Außerdem schrieb Parker ein Sequel zu Raymond Chandlers verfilmtem Klassiker „The Big Sleep“ (mit Bogart und Bacall) „und mit „Poodle Springs“ einen unvollendeten „Chandler“-Krimi zu Ende. „Gunman’s Rhapsody“ ist seine Nacherzählung der Schießerei am O.K. Corral mit Wyatt Earp und Doc Holliday, ein klassischer Western.
Handlung
Als er einen Buchmacher in Boston als Leibwächter beschützt, wird Spensers bester Freund Hawk von hinten niedergeschossen. Zudem wird die Familie des Buchmachers ebenfalls fast komplett ausgelöscht. Die Genesung des harten Burschen Hawk dauert viele Wochen. Wochen, in denen Spenser bereits nach den Tätern Ausschau hält. Der schwarze Gangsterboss Tony Marcus war es offenbar nicht: Die Täter waren Weiße. Von seinen Kontakten bei der Polizei bekommt Spenser eine Liste mit fünf Namen: Allesamt Ukrainer. Nur einer von ihnen, der ihm Knast sitzt, hat etwas zu verlieren und singt. Wenig später wird er im Knast abgestochen.
Spenser und Hawk fragen sich, wer in der Unterwelt Anwälte kaufen kann, die solche Anschläge ermöglichen. Es ist einfach, die Anwälte zu finden. Hawk fackelt nicht lange und Husak spuckt einen Namen aus: Boots Polodak in Marshport, dem Nachbarort von Paradise (siehe Jesse Stone). Spenser hat die Hafenstadt in schlechter Erinnerung: Hier regieren nur Banden. Polodak ist obendrein der Bürgermeister und beherrscht die Polizei und Justiz. Mit einem Trick verschaffen sich Spenser und Hawk schwer bewaffnet Zutritt zu Polodaks Büro und setzen ihn unter Druck, während vier Cops tatenlos zusehen müssen. Polodak spuckt es aus: Es gehe um Tony Marcus‘ Tochter Jolene. Was soll das schon wieder heißen?
Spenser und Hawk wundern sich schon die ganze Zeit, wieso Marcus es zulässt, dass ihm die Ukrainer sein Bostoner Terrotorium streitig machen und er keine Hand dagegen erhebt. Der Grund ist kompliziert: Seine Tochter lebt mit einem Mann zusammen, der sein eigenes Gebiet haben will. Um diesen Brock Rimbaud sein Ansehen zu verschaffen, lässt Marcus ihm freie Hand. Leider schafft es der Typ nicht, den Ukrainern Einhalt zu gebieten, obwohl er sich bemüht. Also haben diese leichtes Spiel.
Spenser und Hawk lassen sich von Marcus freie Hand zusichern, um gegen Polodak und seine Bande vorgehen zu können. Zuvor ist noch eine kleine Frage zu klären: Woher hat Polodak überhaupt das Geld für seine Invasion in Boston? Spensers Kontakt zur Staatspolizei von Massachusetts und zum FBI sagt: Das Geld aus dem Heroin, das ein afghanischer Kriegsherr liefert. Und dessen Statthalter bei Polodak passt auf, dass alles im Sinne des Afghanen verläuft.
Mit einem detailliert ausgeheckten Plan machen sich Spenser und Hawk zusammen mit dem Leibwächter Vinnie Morris an die Arbeit, um das Wespennest von Polodak auszuräuchern – und zugleich dafür zu sorgen, dass das letzte überlebende Mitglied der Buchmacherfamilie eine ordentliche Entschädigung erhält …
Mein Eindruck
Wer nun denkt, er habe es mit einem simplen Rachefeldzug zu tun, wie er schon zigmal verfilmt wurde, der irrt gewaltig. Denn erstens stehen lediglich zwei Mann gegen eine ganze Organisation – ein Frontalangriff wäre also Selbstmord. Zweitens steht Tony Marcus im Hintergrund bereit, hilfreich einzugreifen, sobald sich ihm der richtige Grund und Anlass bietet. Drittens steht hinter Polodak eine afghanische Organisation von unbekanntem Ausmaß. Und viertens braucht man bloß den richtigen Auslöser, um das ganze Pulverfass in die Luft zu jagen. Diesen Auslöser stellt der Gatte von Marcus‘ Tochter Jolene dar: Brock Rimbaud.
Marcus gibt Rimbaud ein neues Gebiet, mitten in Marshport. Nun brauchen Spenser und Hawk den Angriff darauf nur Polodak in die Schuhe zu schieben und Marcus hat seinen Anlass, um Polodak anzugreifen. Der schickt seine Revolvermänner. Alles klar? Eben nicht. Denn Hawk hat es nicht auf das Rathaus, sondern auf Boots Polodak persönlich abgesehen. Von ihm will er das Geld für den kleinen Jungen aus der Buchmacherfamilie erpressen. Leichter gesagt als getan: Denn ein so wichtiger Mann wie Polodak hat natürlich überall Verstecke und Leibwächter.
Hawk und Spenser sichern sich nach allen Seiten ab. Sie wollen ja nicht eingelocht werden. Auch die Staatspolizei, das FBI und sogar die CIA werden einbezogen. Diese liefern – maßvoll – wertvolle Informationen über Polodak und seine Hintermänner. Außerdem geben sie den beiden selbsternannten Rächern freie Hand, denn mit halb- oder gar illegalen Aktionen dürfen sich Behörden bekanntlich nicht abgeben.
Aber es gibt noch eine Seite von Interessenten, an die Hawk und Spenser denken müssen: an ihre Freundinnen. Denn die beiden lassen ihre Girls natürlich nicht im Unklaren darüber, was sie tun und vorhaben. Alles andere wäre Verrat. Spensers Susan reagiert zwar besorgt, aber mit Verständnis: Sie kann ihn nicht so haben, wie er ist, wenn er etwas auf andere Weise täte, wie er es eben zu tun pflegt. Ganz einfach, oder?
Nicht so Cecile, Hawks Freund. Die einzige schwarze Chirurgin an einem Bostoner Krankenhaus weiß sich durchzusetzen. Aber mit Hawks aktueller Tätigkeit kommt sie echt nicht klar. Es verursacht zuviel Angst in ihr. Sie kann das Risiko, in das er sich ständig begibt, nicht hinnehmen. Und ändern kann sie ihn erst recht nicht, denn er ist ein ebenso introvertierter Typ wie Spenser. Also akzeptiert sie ein Stellenangebot in Cleveland – und weg ist sie. Tja, so ist die Liebe.
Ob die ganze Sache gut ausgeht oder ein Freund von Spenser ins Gras beißen muss, wird hier nicht verraten. Aber selten hat man einen derart kompliziert angelegten Rachefeldzug gelesen.
Unterm Strich
Ich habe „Cold Service“ an nur zwei Tagen gelesen.Das Buch ist actionreich, sehr sarkastisch, einfühlsam und mit einer recht spannenden Ermittlung versehen. Hawks komplex angelegter Rachefeldzug gegen die ukrainische Verbrecherbande wird von langer Hand eingefädelt und vorbereitet. Erst als alle Informationen vorliegen und sich Hawks einen funktionierenden Plan ausgedacht hat, trauen sich die beiden Rächer, die ja nicht lebensmüde sind, gegen Polodak und seine Bande vorzugehen. Es wird eine denkwürdige Nacht für Marshport, voller Action, aber auch mit dem für Hawk und Spenser typischen sarkastischen Humor.
Das globalisierte Verbrechen hat die Ostküste der USA erreicht. In dem Krimi „Pale Kings and Princes /Bleiche Schatten im Schnee“ (1987) schilderte Parker die Drogenhauptstadt der Ostküste, Wheaton. Diesmal ist Marshport dran, das wir schon aus „Stranger in Paradise“ (2008) kennen. Anders als das benachbarte Paradise ist Marshport eine arme, verlotterte Stadt, beherrscht von Banden und Verbrechen. Kein Wunder, dass die Bürger von Paradise alles unternehmen, um dieses Gesindel von ihrer Stadt fernzuhalten.
Aber man kommt mit bürokratischen Maßnahmen und Stadtplanung nicht gegen brutale Banden wie die von Polodak an, scheint uns der Autor zu erklären. Das rechtfertigt den Vigilanteneinsatz von Spenser und Hawk. Seltsam, dass ihr Vorgehen von FBI, Polizei und den Regierungsbehörden (Ives) gedeckt wird. Offenbar ist es in den USA ganz okay (zumindest in einem Krimi), wenn ein paar Privatbürger alias Vigilanten etwas gegen das Verbrechen unternehmen. Eigeninitiative, ein hoher Wert im Bewusstsein der amerikanischen Bürger. Bei uns würde solche Eigeninitiative jedoch auf heftigen Protest stoßen. (Hoffe ich zumindest.)
Hinweis
Der Titel bezieht sich übrigens auf das klingonische Sprichwort, dass Rache ein Gericht sei, das kalt serviert werden müsse. Ich bin aber nicht sicher, ob die Klingonen schon von diesem Sprichwort gehört haben.
_Robert B. Parker bei |Buchwurm.info|:_
[„Der stille Schüler“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4066
[„Gunman’s Rapsody“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6836
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Mein Eindruck:
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