„Der Millionär und der Mönch – Die Reise geht weiter“ von Julian Hermsen ist die Fortsetzung der Geschichte von Andreas, einem erfolgreichen Unternehmer und Millionär, und seiner besonderen Verbindung zu einem buddhistischen Mönch. Das Buch ist eine auf wahren Begebenheiten beruhende Geschichte und verbindet persönliche Entwicklung, Spiritualität und die Suche nach einem erfüllten Leben mit den Herausforderungen des Unternehmertums.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob materieller Erfolg und ein erfülltes Leben tatsächlich dasselbe bedeuten. Andreas hat finanziell vieles erreicht, beginnt aber zunehmend, seine bisherigen Vorstellungen von Erfolg und Glück zu hinterfragen. Der Mönch zeigt ihm dabei eine völlig andere Sicht auf das Leben und gibt ihm immer wieder Denkanstöße, die Andreas auch außerhalb des Klosters beschäftigen.
Inhalt
Andreas’ Reise geht weiter. Die Erfahrungen und Erkenntnisse aus seiner Begegnung mit dem Mönch wirken in seinem Leben nach und stellen ihn vor neue Herausforderungen. Besonders interessant ist dabei, dass er versucht, die Gedanken und Lehren des Mönchs nicht nur als schöne philosophische Ideen zu betrachten, sondern sie tatsächlich in seinen Alltag und in sein berufliches Leben einzubringen.
Damit entstehen für Andreas ganz konkrete Fragen: Wie kann man ein Unternehmen erfolgreich führen und dabei trotzdem menschlich und verantwortungsvoll handeln? Wie viel Bedeutung darf Geld im eigenen Leben haben? Und was passiert, wenn die eigenen Vorstellungen von Erfolg plötzlich nicht mehr zu den persönlichen Werten passen?
Der Mönch nimmt dabei erneut eine wichtige Rolle ein. Durch seine Gespräche und Geschichten vermittelt er Andreas immer wieder neue Perspektiven. Die kleinen Weisheitsgeschichten lockern die Handlung auf und beschäftigen sich mit Themen wie Glück, Verantwortung, innerer Zufriedenheit und dem Umgang mit anderen Menschen.
Gleichzeitig wird Andreas vor die Frage gestellt, wo er eigentlich hingehört. Auf der einen Seite steht sein bisheriges Leben mit beruflichem Erfolg, Wohlstand und den Annehmlichkeiten der westlichen Welt. Auf der anderen Seite steht die Welt des buddhistischen Klosters in Thailand, die für Ruhe, Einfachheit und eine andere Form von Erfüllung steht.
Besonders spannend fand ich, dass Andreas nicht einfach von heute auf morgen ein völlig anderer Mensch wird. Seine Entwicklung ist ein Prozess. Er muss immer wieder feststellen, dass es wesentlich schwieriger ist, bestimmte Erkenntnisse tatsächlich zu leben, als sie nur zu verstehen. Genau dadurch wirkt seine Geschichte glaubwürdig und menschlich.
Mein Eindruck
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Besonders angesprochen hat mich die Entwicklung von Andreas. Er ist kein Mensch, der plötzlich alles hinter sich lässt und ein vollkommen neues Leben beginnt. Stattdessen setzt er sich Schritt für Schritt mit seinen bisherigen Überzeugungen auseinander. Dadurch konnte ich seine Gedanken und seine inneren Konflikte gut nachvollziehen.
Sehr interessant fand ich den Gegensatz zwischen seinem äußeren Reichtum und der Frage nach seinem inneren Glück. Andreas besitzt vieles, was für andere Menschen ein Zeichen von Erfolg wäre. Trotzdem merkt er, dass Geld, berufliche Anerkennung und materieller Wohlstand nicht automatisch dafür sorgen, dass man zufrieden ist.
Auch die Beziehung zwischen Andreas und dem Mönch hat mir wieder besonders gut gefallen. Die beiden könnten unterschiedlicher kaum sein, und gerade deshalb funktionieren ihre Gespräche so gut. Der Mönch gibt Andreas nicht einfach fertige Antworten. Vielmehr bringt er ihn dazu, selbst über bestimmte Dinge nachzudenken.
Die Geschichten und Weisheiten des Mönchs haben für mich einen besonderen Reiz. Sie sind einfach gehalten, beschäftigen sich aber mit Fragen, die eigentlich jeden Menschen betreffen. Dadurch hatte ich beim Lesen immer wieder das Gefühl, kurz innehalten und über mein eigenes Leben nachdenken zu wollen.
Dass die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, hat für mich zusätzlich eine besondere Wirkung. Es macht Andreas’ Entwicklung greifbarer und verleiht der Geschichte eine andere Authentizität. Man liest sie nicht nur als erfundene Begegnung zwischen einem Millionär und einem Mönch, sondern als Geschichte über Menschen und Erfahrungen, die tatsächlich einen realen Hintergrund haben.
Besonders gelungen finde ich außerdem, dass das Buch nicht ausschließlich spirituell ausgerichtet ist. Auch die Themen Unternehmertum, Verantwortung und die Frage nach einem nachhaltigen Umgang mit Erfolg spielen eine wichtige Rolle. Dadurch bekommt die Geschichte eine zusätzliche Ebene.
An manchen Stellen waren mir die Botschaften etwas zu offensichtlich und einzelne Gedanken hätten für meinen Geschmack etwas subtiler vermittelt werden können. Trotzdem hat mich das nicht wesentlich gestört. Gerade die einfachen und klaren Gedanken sind es teilweise, die nach dem Lesen noch im Kopf bleiben.
Was ich aus dem Buch besonders mitgenommen habe, ist die Frage, was man selbst eigentlich unter Erfolg versteht. Muss ein erfolgreiches Leben zwangsläufig mit Geld, Karriere und Besitz verbunden sein? Oder kann Erfolg auch bedeuten, mit sich selbst im Reinen zu sein, gute Beziehungen zu führen und etwas Sinnvolles zu tun?
Über den Autor
Julian Hermsen ist Psychologe, SPIEGEL-Bestsellerautor und Coach. Er lebte mehrfach als Mönch auf Zeit in buddhistischen Tempeln in Südthailand. Daraus entstand die Tempel-Methode – ein Ansatz, der Neuropsychologie mit buddhistischer Praxis verbindet. Ohne Esoterik. Dafür mit dem, was wirklich wirkt. (Verlagsinfo)
Fazit
„Der Millionär und der Mönch – Die Reise geht weiter“ ist für mich eine inspirierende und nachdenkliche Fortsetzung, die nicht nur die Geschichte von Andreas weitererzählt, sondern viele Fragen über das eigene Leben aufwirft.
Besonders gefallen haben mir Andreas’ persönliche Entwicklung, seine Gespräche mit dem Mönch und die kleinen Geschichten, die immer wieder neue Denkanstöße geben. Die Kombination aus einer realitätsnahen Lebensgeschichte, Unternehmertum und buddhistischer Philosophie macht das Buch zu einer besonderen Lektüre.
Ich finde außerdem schön, dass das Buch nicht versucht, dem Leser eine einzige richtige Lebensweise vorzuschreiben. Stattdessen regt es dazu an, die eigenen Vorstellungen von Glück, Erfolg und Zufriedenheit zu hinterfragen.
Für mich ist es ein Buch, das man nicht unbedingt nur liest, um zu erfahren, wie die Geschichte von Andreas weitergeht, sondern auch, um sich selbst ein paar Fragen zu stellen.
Eine authentische, inspirierende Geschichte über die Suche nach dem, was im Leben wirklich wichtig ist – mit vielen Gedanken, die noch über das Ende des Buches hinaus nachwirken.
E-Book: 6.0 MB
ISBN: 978-3641338770
www.penguin.de
Der Autor vergibt: 



