Ein Tischtuch, Keramik, das Meer. Schon das Cover von Lene Damontes Roman „PS. Über Apulien leuchtet die Liebe“ verrät, was den Leser erwartet: ein bisschen Liebe und Süditalien als Sehnsuchtsort, sorgfältig inszeniert.
Trotzdem beginnt das Buch, das sowohl mit seinem Cover als auch dem Titel auf einen Wohlfühlroman hinweist, zunächst überraschend traurig. Die Leser erleben die Protagonistin Rosa dabei, wie sie in einem raschen Auftakt ihre große Liebe Lenni findet. Doch kaum hat man Lenni kennengelernt, ist er auch schon tot. Der plötzliche Tod ihres Partners im Leben wie bei der Arbeit stürzt Rosa in eine tiefe Depression, aus der sie erst mit Hilfe ihrer Freundin Petti herausfinden kann, die sie überzeugt, komplett aus ihrem bisherigen Leben auszubrechen und auf unbestimmte Zeit auf Reisen zu gehen. Ihr Ziel findet sie mit Hilfe einer Postkarte aus dem Jahr 1999, die aus Apulien gesendet wurde und mit einem „PS. Über Apulien leuchtet die Liebe“ versehen ist — womit sich der Kreis zum Romantitel schließt.
In „Gentlemen“ erzählt Patricia Jozef die Geschichte von Marieke und Vik, die seit vielen Jahren ein Paar sind und gemeinsam zwei Kinder haben. Nach außen wirkt ihr Leben geordnet und stabil, doch in ihrer Beziehung ist längst eine emotionale und körperliche Distanz entstanden. Um einen Neuanfang zu wagen, zieht die Familie von der Stadt auf einen abgelegenen Hof in Frankreich. Während Vik sich schnell im neuen Leben zurechtfindet, fühlt sich Marieke zunehmend isoliert und innerlich leer.
Auf der Suche nach etwas, das ihr verloren gegangen ist, beginnt sie heimlich Kontakte zu Escort-Männern zu suchen. Besonders die Begegnung mit John beziehungsweise Rocco verändert ihren Blick auf Nähe, Sexualität und ihr eigenes Leben. Der Roman beschäftigt sich dabei weniger mit Romantik als mit Entfremdung, Sehnsucht und dem Versuch, sich selbst wieder zu spüren.
Devlin, Mitarbeiter der Gepäckabfertigung des Flughafens Heathrow, nimmt eine Geige aus dem Fundbüro mit, die er seiner Freundin schenken möchte. Die hätte jedoch lieber einen Heiratsantrag statt einer Geige bekommen und setzt ihn vor die Tür. Als er erkennen muss, dass das Instrument eigentlich gestohlen worden war, sind ihm die Diebe schon auf den Fersen. Deshalb steht er wenig später samt der Violine vor der Tür seines alten Geschichtslehrers, denn er braucht dringend eine neue Bleibe. Und obwohl der ehemalige Lehrer Walter gerade dabei war, sich das Leben zu nehmen, zieht ihn die mysteriöse Geige ebenso wie Devlin in seinen Bann.
Dieser Spannungsroman erschien 2012 unter dem Titel “Die Landkarte der Liebe” bei Piper.
Inhalt
Das Leben der Engländerin Katie bricht zusammen, als sie erfährt, dass ihre jüngere Schwester Mia auf Bali tot aufgefunden wurde: Laut Zeugenaussagen war es Selbstmord. Doch Katie kann das nicht glauben und als ihr Mias Sachen geschickt werden, trifft sie eine Entscheidung, die alles nachhaltig verändern wird: Sie liest Mias Reisetagebuch, während sie den Spuren ihrer Schwester folgt; Kalifornien, Hawaii, Australien, Bali …
Mein Eindruck:
Seite für Seite entdeckt sie, was Mia entdeckte: gut gemeinte Lügen, dunkle Geheimnisse und schuldiges Schweigen um Familie, Freundschaft, romantische Liebe sowie die Schatten der Vergangenheit … Lucy Clarke – The Sea Sisters weiterlesen →
„Schwesternland“ ist ein feinfühliger, vielschichtiger Roman über Familie, Herkunft und die unsichtbaren Fäden, die Menschen über Generationen hinweg miteinander verbinden. Im Zentrum steht die Frage, wie sehr unsere Vergangenheit – selbst die, die wir nicht bewusst kennen – unser Leben beeinflusst.
Vier Schwestern treffen sich an einem Ort, der für sie alle eine besondere Bedeutung hat. Doch dieses Wiedersehen ist mehr als ein nostalgischer Rückblick: Es wird zu einer Auseinandersetzung mit alten Verletzungen, unausgesprochenen Konflikten und der eigenen Identität. Parallel dazu entfaltet sich eine historische Spurensuche, die tief in die europäische Vergangenheit führt und zeigt, wie eng persönliche Schicksale mit großen historischen Umbrüchen verwoben sein können.
Der Roman erzählt eine besondere, fast poetische Geschichte: Im Mittelpunkt steht keine einzelne Hauptfigur, sondern eine Mundharmonika, die über Jahrzehnte hinweg von Mensch zu Mensch wandert. Dabei verbindet sie unterschiedliche Schicksale in verschiedenen Ländern und Zeiten.
Die Handlung beginnt gegen Ende des Zweiten Weltkriegs und verfolgt die Reise des Instruments bis in die 1990er Jahre. Auf diesem Weg begegnet der Leser Menschen, die mit Verlust, Hoffnung, Liebe und Identität kämpfen. Die Mundharmonika wird dabei zum Symbol für Erinnerung, Trost und die verbindende Kraft der Musik.
Der Roman Das Spiel von Aisling Rawle erzählt von einer Gruppe junger Menschen, die unfreiwillig Teil einer abgeschotteten Reality-Show werden. In einer künstlichen Umgebung, fernab der Außenwelt, sind sie gezwungen, Beziehungen einzugehen, Aufgaben zu erfüllen und sich einem System zu unterwerfen, das sie permanent beobachtet und bewertet.
Im Zentrum steht die Idee eines sozialen Experiments: Wie verhalten sich Menschen, wenn sie unter Druck stehen, ständig beobachtet werden und ihr Weiterkommen davon abhängt, wie gut sie sich anpassen, manipulieren oder durchsetzen können?
Der Roman „Solange ein Streichholz brennt“ von Christian Huber ist weit mehr als eine klassische Liebesgeschichte. Im Kern erzählt er von zwei Menschen, die auf völlig unterschiedlichen Seiten der Gesellschaft stehen – und davon, was passiert, wenn sich ihre Wege kreuzen.
Dabei verhandelt das Buch große Themen wie soziale Ungleichheit, Ausgrenzung, Schuld und die Sehnsucht nach Nähe. Es geht um die Frage, ob Menschen einander wirklich verstehen können, wenn ihre Lebensrealitäten kaum gegensätzlicher sein könnten – und ob Liebe unter solchen Voraussetzungen überhaupt eine Chance hat.
Der Roman „Wenn die Kraniche nach Süden ziehen“ ist eine stille, eindringliche Geschichte über das Älterwerden, über Einsamkeit und über die Frage, was am Ende eines Lebens wirklich zählt. Im Mittelpunkt steht ein Mensch, der zunehmend aus der Welt herausfällt – nicht plötzlich, sondern ganz langsam, fast unmerklich. Es geht um Abschiede, die sich ankündigen, lange bevor sie tatsächlich stattfinden, und um die kleinen Dinge, die einem dennoch Halt geben: Erinnerungen, Gewohnheiten und die bedingungslose Nähe eines Tieres.
In „Das kleine Café der magischen Minuten“ von Shiori Ota dreht sich alles um ein unscheinbares Café, das seinen Gästen eine ungewöhnliche Erfahrung ermöglicht: Für einen kurzen Moment können sie in ihre Vergangenheit zurückkehren. Doch diese Reise dient nicht dazu, Ereignisse zu verändern, sondern vielmehr dazu, sich mit eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen und inneren Frieden zu finden.
„Das kleine Café der zweiten Chancen“ von Shiori Ota erzählt von einem besonderen Ort, an dem Menschen für einen kurzen Moment in ihre Vergangenheit zurückkehren können. In nur 4 Minuten und 33 Sekunden – so lange wie die Zubereitung eines Kaffees dauert – erhalten sie die Möglichkeit, verpasste Chancen noch einmal zu erleben und vielleicht anders zu handeln. Im Zentrum stehen dabei Themen wie Reue, Verlust, Versöhnung und die Frage, ob sich die Vergangenheit wirklich verändern lässt.
Die Geschichte folgt Nora, einer talentierten Tänzerin aus Chicago, deren Leben plötzlich aus den Fugen gerät. Nach der tragischen Geburt ihres Kindes, das stirbt, und der anschließenden Trennung von ihrem Ehemann Christopher, ist Nora emotional am Boden zerstört. Um Abstand zu gewinnen und sich selbst neu zu finden, zieht sie in das kleine Küstenstädtchen Avon an den Outer Banks. Dort begegnet sie Rose, ihrer herzlichen Vermieterin, und wird von der rauen Küstenlandschaft, den wilden Pferden und dem majestätischen Leuchtturm inspiriert. Langsam beginnt sie, durch Tanz, Natur und neue Begegnungen ihr Vertrauen in das Leben zurückzugewinnen.
Das Buch „Die Insel meiner Schwester“ erzählt die Geschichte zweier Schwestern, deren Beziehung durch gemeinsame Erinnerungen, unausgesprochene Konflikte und unterschiedliche Lebenswege geprägt ist. Die Handlung spielt größtenteils auf einer abgelegenen Insel in den schwedischen Schären, wohin eine der Schwestern die andere zu einem Besuch einlädt.
Was zunächst wie ein Wiedersehen nach längerer Zeit wirkt, entwickelt sich jedoch schnell zu einer angespannten und zunehmend bedrohlichen Situation. Die Vergangenheit der beiden spielt dabei eine wichtige Rolle und beeinflusst stark, wie sie miteinander umgehen und welche Entscheidungen sie treffen.
Der Roman beschäftigt sich mit Themen wie familiärer Loyalität, Abhängigkeiten in Beziehungen und moralischen Grenzsituationen. Gleichzeitig entsteht eine düstere Atmosphäre, in der sich persönliche Konflikte immer weiter zuspitzen.
Der Roman erzählt die Geschichte von Lucy Hart, einer jungen Lehrerin mit einer schwierigen Vergangenheit, die sich nichts sehnlicher wünscht als eine Familie. Besonders wichtig ist ihr der Waisenjunge Christopher, den sie gerne adoptieren würde. Als sie von einem geheimnisvollen Wettbewerb des berühmten Autors Jack Masterson erfährt, sieht sie darin die Chance, ihr Leben zu verändern und ihren größten Wunsch vielleicht doch wahr werden zu lassen.
Im Mittelpunkt von „Die Kryptografin“ steht Margot, eine junge Frau mit einer außergewöhnlichen Begabung für Mathematik. In der Nachkriegszeit, in der klare Vorstellungen davon herrschen, wie ein „angemessenes“ Leben für Frauen auszusehen hat, träumt sie von einem selbstbestimmten Berufsweg. Der Roman begleitet Margot dabei, wie sie versucht, ihren Platz in einer Gesellschaft zu finden, die für Frauen wie sie kaum vorgesehen ist – weder an der Universität noch in der geheimnisvollen Arbeitswelt, in die sie später gerät. Es geht vor allem um ihren inneren Konflikt zwischen Anpassung und Aufbegehren sowie um die Frage, wie viel Mut es braucht, den eigenen Weg wirklich zu gehen.
„Der andere Arthur“ von Liz Moore erzählt die Geschichte zweier junger Menschen, die auf unterschiedliche Weise am Rand der Gesellschaft stehen: Arthur und Kel. Beide Figuren nehmen eine zentrale Rolle im Roman ein und ergänzen sich in ihrer Bedeutung für die Gesamtgeschichte. Während Arthur stark nach innen gekehrt ist und mit Unsicherheit, Einsamkeit und Identitätsfragen kämpft, bildet Kel einen wichtigen Gegenpol, der das Geschehen aus einer anderen Perspektive beleuchtet.
Das Buch setzt sich intensiv mit Themen wie sozialer Ausgrenzung, psychischer Belastung, Freundschaft und dem Bedürfnis nach Zugehörigkeit auseinander. Durch die Gegenüberstellung von Arthur und Kel wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen mit ähnlichen schwierigen Lebensumständen umgehen können und wie sehr sie sich gegenseitig beeinflussen.
Das Klassentreffen des Elite-Internats Rosenberg findet im Luxuszug Mireille statt, doch Lara Thomas ist nur ungern da: Nicht nur weil sie den Schlafwagen ausgerechnet mit ihrem ehemaligen Schul-Rivalen Aaròn Juez teilen muss, sondern auch weil auf der Fahrt alte Streitereien hochkochen. Und Erinnerungen. Und Gefühle. Doch dann wird das Event durch eine schockierende anonyme Beichte unterbrochen: »Ich habe getötet«. Ein Mörder ist im Zug! Lara und Aaròn tun sich zusammen, um der Wahrheit auf den Grund zu kommen. Doch sie wissen nicht einmal, ob sie einander trauen können …
Knisternde Gefühle treffen auf explosiven Thrill – mit den Tropes Forced Proximity, Only One Bed und Rivals-to-Lovers! (Klappentext)
„Wie Risse in der Erde“ ist ein tief emotionaler Roman über die Macht der Vergangenheit und darüber, wie sehr frühe Entscheidungen ein ganzes Leben prägen können. Im Zentrum steht eine Frau, deren erste große Liebe, ein schmerzhafter Verlust und unausgesprochene Wahrheiten auch Jahre später noch nachwirken. Das Buch erzählt von Liebe und Trauer, von Schuld und Verantwortung – und von der Frage, ob man Vergangenes jemals wirklich hinter sich lassen kann.
„Heartbeats on the run“ erzählt die Geschichte von Maya, einer jungen Frau, die versucht, ihrer belastenden Vergangenheit zu entkommen und in einer neuen Stadt neu anzufangen. Zwischen Studium, neuen Freundschaften und einer sich entwickelnden Liebesgeschichte kämpft sie jedoch vor allem mit sich selbst. Der Roman setzt sich intensiv mit mentaler Gesundheit auseinander und zeigt, wie schmal der Grat zwischen Bewältigung und Selbstzerstörung sein kann.
„Out of Line“ von Rabia Doğan ist ein zeitgenössischer Roman, der sich mit den Spannungsfeldern zwischen Herkunft, Familie und individueller Freiheit auseinandersetzt. Im Zentrum steht eine junge Frau, die versucht, ihren eigenen Weg zu finden, ohne die Menschen zu verlieren, die sie geprägt haben. Neben einer Liebesgeschichte thematisiert das Buch Flucht- und Migrationserfahrungen, familiäre Verantwortung sowie die Suche nach Identität.