Archiv der Kategorie: Hörspiele / Hörbücher

Dorian Hunter – Das Dämonenauge (Folge 17)

_Die Handlung:_

Durch das Videoband mit den letzten Aufzeichnungen des Dämonen-Killers hat der Secrect Service erfahren, dass Hunter nach Haiti aufgebrochen ist, wo Asmodi auf dem „Feld der Toten“ ein Pfand versteckt haben soll – ein magisches Artefakt, mit dessen Hilfe es möglich sein könnte, das Oberhaupt der Schwarzen Familie zu vernichten!
Nur das Mädchen Valiora weiß, wo genau sich das Pfand befindet … Aber kann Dorian einer Frau, die jahrhundertelang die Geliebte Asmodis war, wirklich vertrauen …? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Als Vorlage für dieses Hörspiel diente der Vampir-Horror-Roman Nr. 87 aus dem Jahr 1974. Dieser letzte Teil der „Asmodi-Trilogie“ soll nun endlich auf Haiti den großen Bosskampf zwischen Dorian Hunter und Asmodi bringen.

Zeitsprünge zurück zu Mama-Loi (die auch sehr oben-ohnig das Cover des zugrunde liegenden Romans ziert) und Mackandal bringen immer mehr Licht in die vergangenen Ereignisse und erklären Zusammenhänge. Valiora reist mit Hunter, aber auf welcher Seite steht sie wirklich? Und was sind die Beweggründe von Olivaro, der plötzlich auftaucht?

Wer hier nicht aufpasst, der verliert schnell den Überblick … im Zweifel, einfach die Folge noch mal von vorn hören, aber nicht aus Frust, sondern weil das Erlebnis einfach zu packend ist. Infos ohne Ende, viele Sprecher, jeder hat etwas zu erzählen in Vergangenheit und Gegenwart, auf Haiti und zu Hause. Die hohe Anzahl an Tracks kommt hier nicht von ungefähr, es gibt Szenenwechsel ohne Ende.

Da dies nicht die letzte Folge von „Dorian Hunter“ ist, aber der letzte Teil der „Asmodi“-Reihe, kann man schon abschätzen, wie wohl die finale Konfrontation verläuft. Und dennoch mach das Hören Spaß und lässt den Hörer sich auf viele weitere Hörspiele vorfreuen.

|Geräusche und Musik|:

Die Geräuschkulisse ist aufwendig und abwechslungsreich gestaltet, mit vielen Effekten, die die Szenen sehr lebendig wirken lassen. Auch die Soundeffekte bei den Übergängen der Handlungen und Tracks sind … interessant.

Die Musik wird hier nicht als Lückenfüller verwendet, sondern dezent wenig und auch nur aus dramaturgischen Gründen … zum Beispiel wenns zur Sache geht.

Viel Liebe zum Detail haben wiedermal die Effekte erfahren. Da gibt es keinen einfachen Zeitsprung durch einen Schnitt, da wird ein immer schneller werdendes Uhrenticken eingespielt, das sofort verdeutlicht, dass jemand an der Uhr gedreht hat. Selbst die Hintergrundgeräusche haben hollywoodtechnisches Breitband-Kopfkinoformat. Über Schallplatten flitzende Nadeln, hin- und herspulende Bandaufnahmen und hinter jeder Rück- und Umblende lauert ein neuer Effekt … Hut ab vor solcher Hingabe.

|Die Sprecher und ihre Rollen:|

Dorian Hunter: Thomas Schmuckert
Jeff Parker: Andreas von der Meden
Asmodi: K. Dieter Klebsch
Valiora: Daniela Hoffmann
Mama-Loi Jorubinia: Luise Lunow
Phillip Hayward: Tim Kreuer
Coco Zamis: Claudia Urbschat-Mingues
Martha Pickford: Regina Lemnitz
Donald Chapman: Frank Felicetti
Trevor Sullivan: Konrad Halver
Olivaro: Stefan Krause
Mackandal: Bernd Vollbrecht
Creeper: Thomas Nicolai
Dembu: Romanus Fuhrmann
Pater Pierre: Peter Weis
Lilian Hunter: Iris Artajo
in weiteren Rollen: Philipp Draeger, Dagmar Dreke, Dennis Ehrhardt, Leonhard Mahlich, Karlheinz Tafel, Helmut Zierl

|Technik-Credits:|

Produktion: Dennis Ehrhardt, Zaubermond Verlag
Skript, Regie, Tonproduktion: Marco Göllner
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
Gary Stack im Studio Konterfei, Berlin
Musik: MoorlandMusic
Titelmusik: Joachim Witt
Illustrationen: Mark Freier
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

|Die Ausstattung:|

Das Cover des Booklets zeigt einen bemalten, kapuzten und mit Büffelhörnern geschmückten Stammesangehörigen im Stil der „Dorian Hunter“-Serie. Die CD, die mit dem gleichen Motiv bedruckt ist, steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen und eine freudige Erklärung des Regisseurs, dass in dieser Folge alle Fragen ihre Antwort finden und wie wichtig das „Wie“ für diese Gruselserie ist. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits. Und dann gibts noch ein paar Infos zu den eBook-Ausgaben von „Dorian Hunter“.

_Mein Fazit:_

Das Warten auf den letzten Teil hat sich gelohnt, denn die „Asmodi-Trilogie“ findet hier einen fulminanten Abschluss. Nicht nur der Showdown hat es in sich, auch die schaurige Reise dahin bietet eine Dimension des Kopfkinos, die Maßstäbe setzt. Das geht nicht nur unter die Haut, das zieht sie anschließend auch noch ab.

|1 Audio-CD
Spieldauer: 74 Min.
Tracks: 29
Empfohlen ab 16 Jahren
UPC: 0602527908571|
[www.folgenreich.de]http://www.folgenreich.de/dorianhunter
[www.marcogoellner.de]http://www.marcogoellner.de
[www.dorianhunter.net]http://www.dorianhunter.net

Die Elfen: Der Fluch des Schicksalswebers (Folge 4)

Die Handlung:

Die Festung Phylangan ist gefallen! Die Trolle haben ihren ehemaligen Königssitz zurückerobert und die Elfenkönigin Emerelle wurde von ihren Getreuen in Sicherheit gebracht. Um der Königin habhaft zu werden, schickt die Trollschamanin Skanga ihre Späher, die geisterhaften Yingiz, die Emerelles Fährte bis ins Fjordland zur Menschensiedlung Firnstayn folgen. Herzog Dumgar und der Rudelführer Orgrim erhalten den Auftrag, die Elfenherrscherin zu stellen – koste es, was es wolle … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Mit von der Serie mittlerweile gewohnter Liebe zum Geräuschdetail gibt es hier wieder Hollywood-Kopfkino vom Feinsten zu hören. Nicht nur die Effekte, auch die Sprecher und die immer zur Szene passende Musikuntermalung bieten Unterhaltung, die den Standard für Fantasy-Hörspiele darstellen sollten. Mehr geht nicht, alles passt perfekt zusammen.

Alle Mitwirkenden legen sich richtig ins Zeug und füllen ihre Rollen sehr lebendig aus. Egal welche Rassen wir zu hören bekommen, jeder Charakter bekommt durch den Einsatz seines Sprechers seinen Platz im opulenten Fantasy-Kopfkino des Hörers. Selbst der junge Ulric, der von Philip Draeger gesprochen wird, entwickelt für sein Alter eine Menge Schauspiel vor dem Mikro und erinnerte mich irgendwie immer an Wickie.

Auch wenn es hier keine Hauptereignisse zu erleben gibt, sorgen die Musikuntermalung und die Effekte dafür, dass sich der Hörer über eine Stunde spannend unterhalten fühlt. Das Gefühl der Kälte und die der Angst der Menschen ist ebenso spürbar, wie die Boshaftigkeit und Rücksichtslosigkeit der Trolle.

Die Reihenfolge der Hörspielumsetzung:

Am Anfang war die Entwirrung. Der „Elfen“-Zyklus von Bernhard Hennen umfasst fünf Bände. |Die Elfen| als Hörspielausgabe beginnt aber nicht beim ersten, sondern beim zweiten Band, ist also die Umsetzung von |Elfenwinter|. Diese Hörspielumsetzung wird aus fünf Teilen bestehen. Die Hörspielumsetzung der Folgebände „Elfenlicht“ und „Elfenkönigin“ sind laut Verlag bereits in Planung.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Elfen
Meister Alvias (Erzähler): Helmut Zierl
Silvyna: Cathlen Gawlich
Vahelmin: Tim Kreuer
Ollowain: Bernd Rumpf

Trolle
Orgrim: Tilo Schmitz
Dumgar: Jan-David Rönfeldt
Boltan: Frank Felicetti
Birga: Simona Pahl

Menschen
Asla: Dagmar Dreke
Ole Ragnarsson: Andreas Mannkopf
Kalf: Martin May
Gundar: Christian Schult
Ulric: Philipp Draeger
Alfadas: Sascha Rotermund
Lambi: Dirk Hardegen
Halgard: Carla Sachse
Sigvald: Helmut Winkelmann
Godlip: Gordon Piedesack
Anda: Evelyn Gressmann
Reiter: Uli Krohm
Horsa Starkschild: Eckart Dux
Thorfinn: Andreas Bruckner

Weitere Bewohner von Albenmark:
Mia Diekow, Benjamin Dittrich, Dennis Ehrhardt, Janis Grossmann, Frank Gustavus, Christopher Hamann, Günter Lach, Christian Langmann, Regina Lemnitz Alexander Rieß, Martin Sabel, Marco Sand, Erik Schäffler, Thomas Schmuckert, Hans Teuscher sowie der ehrenamtliche 15-köpfige Trollchor unter Regie von Sebastian Breidbach.

Technik-Credits:

Skript, Regie und Produktion: Dennis Ehrhardt
Aufnahmen: Alexander Rieß, CSC Studio, Hamburg
The one & only Gran und Urs Hauck im Studio Konterfei, Berlin
Christoph Bette, Mango Studios, Köln
Schnitt & Sounddesign & Mischung ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Illustrationen: Sandobal
Layout: Sebastian Hopf
Product Management: dp

Die Ausstattung:

Die in einfachem Schwarz gehaltene CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet ist eine Augenweide und trägt auf der Vorderseite das in warmen Farbtönen gezeichnete Bild eines Elfenkriegers. Innen finden wir eine ausführliche Erklärung des Autors dazu, wovon er sich für die Flucht der Firnstayner über den zugefrorenen Fjord hat inspirieren lassen.

Auch die Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen ist besonders ansprechend gestaltet. Übersichtlich wurde hier nach Rassen getrennt: Elfen, Trolle, Menschen und den restlichen Bewohnern von Albenmark. Zusätzlich gibt es noch die oben erwähnten Technik-Credits nachzulesen und etwas Werbung in eigener Autorensache.

Die Elfen:
Band 1: „Die Elfen“
Band 2: „Elfenwinter“
Band 3: „Elfenlicht“
Band 4: „Elfenkönigin“
Band 5: „Elfenlied“

Elfenwinter als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Der Untergang von Vahan Calyd“
Folge 2: „Firnstayns Kinder“
Folge 3: „Königstein“
Folge 4: „Der Fluch des Schicksalswebers“
Folge 5: „Elfenwinter“

Elfenlicht als Hörspielumsetzung:
Folge 1: „Die goldenen Pfade“
Folgen 2-6: – angekündigt –

Mein Fazit:

Auch ohne spektakuläre Schlachten oder dramatische Veränderungen ist diese „Flucht-Folge“ ein weiteres Fantasy-Highlight. Musik, Effekte, Sprecher, hier passt einfach alles zusammen. Ob die Flucht gelingt, werden wir wohl im nächsten Teil erfahren. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

1 Audio-CD
Spieldauer: ca. 68 Min.
Tracks: 19
Empfohlen ab 12 Jahren
UPC: 0602527772905

www.folgenreich.de

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (4 Stimmen, Durchschnitt: 1,50 von 5)

Perry Rhodan – Pakt der Galaxien (Silber Edition 31)

_Die Handlung:_

Die Auseinandersetzung zwischen der Milchstraße und Andromeda ist in ihre entscheidende Phase getreten. Um der Gefahr einer Invasion der Heimatgalaxis durch die Meister der Insel zu begegnen, entschließt sich Perry Rhodan zu einem Bündnis mit den Maahks. Atlan, der Arkonide, macht sich auf den Weg zu dieser schwierigen Mission. Rhodans Pläne gehen aber noch weiter. Um den MdI den Weg in die Galaxis zu versperren, muß der Sonnentransmitter Andromedas zerstört werden. Und selbst dann bleiben den gefährlichsten Gegnern der Menschheit noch die uralten Weltraumbahnhöfe der Maahks. Dieses Buch schildert die dramatischen Ereignisse des Jahres 2405 und die Schicksale, die damit verbunden sind. Es sind die Schicksale einzelner – und die Schicksale ganzer Völker … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Diese |Silber Edition| läutet die vorletzte Runde des Zyklus und des Kampfes gegen die „Meister der Insel“ ein. Perry Rhodan hat schon einige Siege davontragen können, aber die verbliebenen Meister geben noch lange nicht auf und haben noch ein paar vielversprechende Pläne, um den Kampf doch noch zu gewinnen … denn, sie sind es gewohnt zu gewinnen.

Und dafür haben sie „Hilfsvölker“, die sie mehr oder weniger freiwillig unterstützen wie die Tefroder, auf die Perry Rhodan ja schon mal gestoßen ist. Um die MDI nun entscheidend zu treffen und entscheidend zu behindern, will Rhodan nach Verhandlungen mit den Maakhs den Sonnentransmitter in Andromeda vernichten.

Ein Wiederhören gibt es auch mit den Sonneningenieuren, jenen Kugelwesen, die für die Meister der Insel die Sonnentransmitter gebaut haben und nach dem Willen der MDI auch wieder bauen sollen. Und dann lernen wir noch ein neues Volk kennen, die walrossartigen Forrils, die einen Weltraumbahnhof bewachen, von dem die Maakhs zu berichten wissen. Aber so einfach ist der Kontakt zu ihnen nicht, genauso wenig, wie das Aufeinandertreffen mit den Tefrodern. Auch die verbliebenen Meister haben einen großen Schlag gegen Perry und seine Verbündeten vor, dessen Aussicht auf Erfolg ziemlich gut zu sein scheint …

_Das Hörerlebnis:_

Josef Tratnik liefert gewohnt souverän ab. Das klingt abgedroschen, aber er tuts nun mal. Es macht einfach Spaß ihm zuzuhören, wenn er von den Abenteuern Perry Rhodans im Kampf gegen die Meister der Insel erzählt. Er legt sich richtig ins Zeug und bietet dem Hörer ein spannendes SciFi-Kopfkino. Und die Vorlage bietet ihm einen Haufen Charaktere, in die er schlüpfen kann.

Seine Maakhs klingen … irgendwie grantig, haben aber dadurch ihre eigene Note, sind schnell zu erkennen und unterscheiden sich für den Hörer leicht von den anderen Figuren. Noch grantiger und zerknirschter spricht er die Forrils. Den kugelförmigen Sonneningenieuren gibt Tratnik eine hohe, vorsichtig zurückhaltende Stimme. Der Teleporter Ras Tschubai klingt bei ihm wie ein 200-Jähriger, der keinen Zellaktivator abbekommen hat, aber auch das ist eine Nuance, die ihn sich von den anderen abheben lässt. Der umweltangepasste Melbar Kasomm klingt gewohnt laut und eindringlich. Dass Gucky wie gewohnt quakt, erwähne ich hier nur der Vollständigkeit halber. Auch all die anderen Haupt- und Nebencharaktere sind für den Hörer schnell und leicht auszumachen und so kann man ihnen bei ihren Abenteuern noch besser beistehen.

_Der Sprecher:_

Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ |Silber Edtionen|. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Quelle: wikipedia)

_Die Ausstattung:_

Die 13 CDs sind mit dem Titelbild der |Silber Edition| bedruckt, die das Cover des entsprechenden Silberbandes zeigt und der Front von Heft 287 „Die Halle der Unbesiegbaren“ entspricht. Die CDs sind einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst. Die Rückseiten der Papphüllen (1-12) ergeben zusammengesetzt das Cover von Heft 288 „Das Sonneninferno“. Für die Rückseite der Klappbox ist als Hintergrundbild ein Ausschnitt des Covers von Heft 289 „Das System der blauen Riesen“ gewählt worden. Auch die aneinandergereihten Rücken der Klappboxen bilden mit jeder weiteren Ausgabe ein sich zusammensetzendes schickes Gesamtbild.

Zusätzlich ist wieder ein Booklet enthalten, mit Tracklisting und Kapitelnummern, einem Vorwort von Horst Hoffmann, einer Risszeichnung einer terranischen Transformkanone und den Titelbildern der in dieser |Silber Editon| zusammengefassten Hefte (Nr. 287, 288, 289, 290, 292 und 293) der Erstauflage. Außerdem gibt es noch ein wenig Werbung für die Hörbuchversion der LEMURIA-Reihe, die |Silber Editionen| ab Nummer 74 und der „Zeitabenteuer“ von Atlan sowie eine Aufstellung mit Kurzzusammenfassungen der bereits erschienenen |Silber Editonen| aus dem |Meister der Insel|-Zyklus.

_Fazit:_

Pläne, Kämpfe, Auseinandersetzungen und ein Erstkontakt. Das und mehr hält diese |Silber Edtion| für den Hörer bereit, alles gewohnt souverän ins Ohr des Hörers transportiert von Josef Tratnik. Alles dreht sich um Transportwege und die Sonnentransmitter und Weltraumbahnhöfe, deren Besitz das Leben, Reisen und Kämpfen erheblich erleichtern kann … für die eine oder die andere Partei. 16 Stunden „Perry“ sind zwar eine ordentlich Menge, dennoch hat der Hörer am Ende das Gefühl, mitten aus der spannenden Handlung gerissen zu werden und wartet nun auf die finale Konfrontation mit den MDI, die in drei Monaten in die Kopfkinos einziehen wird.

|13 Audio-CDs in Papp-Klappbox
Spieldauer: 16:02 Std.
Tracks insgesamt: 179
Gelesen von Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3943393101|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

|Auch erhältlich als Download-Version mit PDF-Booklet und Cover als JPG-Datei
Größe: 1.31 GB|

Perry Rhodan – Spur des Molkex (Silber Edition 79)

Die Handlung:

Man schreibt den Mai des Jahres 3460. Die Milchstraße ist von den technisch überlegenen Laren und ihren Helfershelfern, den Überschweren, unterjocht. Die wenigen Menschen, die den Invasoren entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da verfällt Leticron, der Führer der Überschweren, auf einen teuflischen Plan: Er bringt das Bewusstsein eines Mutanten in seine Gewalt. Es soll ihm den Weg zum letzten Versteck der Menschheit weisen … Erde und Mond sind derweil verschollen. Der Sprung durch den Hyperraum, der die Heimat der Menschheit in die Sicherheit der Dunkelwolke hatte bringen sollen, endete im unendlich weit entfernten Mahlstrom der Sterne. Aber die Zuflucht im Mahlstrom erweist sich bald als brüchig. Seine Herrscher, das Insektenvolk der Ploohns, fassen die Neuankömmlinge als Bedrohung auf – und ihre Königin schickt eine gewaltige Flotte aus, um die Erde und ihren Trabanten in einen Glutball zu verwandeln … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Nachdem wir in der letzten |Silber Edition| eine Menge Abenteuer mit Perry und dem sonnentransmitterversetzten Sol-System erlebt haben, blendet die Handlung wieder zu den in der Milchstraße Verbliebenen. Hier lernen wir zunächst Thomas Kantenberg kennen, der auf der Gefangenenwelt Zabrijina festsitzt und vom aktuellen Ersten Hetran der Milchstraße LETICRON manipuliert werden soll. Dass das nicht so klappt, wie der sich das vorstellt, bringt dem Hörer eine neue Erfahrung ins Ohr. Der gute LETICRON ist nicht übermächtig, denn er bekommt mit den Laren richtig ärger und muss kuschen.

Perry und seine Flotte haben derweil in ihrem eigenen Handlungsfaden weit weit weg von der Milchstraße ihre ganz eigenen Probleme. Die Flotte wird von „goldenen Fäden“ eingesponnen, die alles zu zersetzen scheinen, bis auf den Kunststoff terranischer Raumanzüge. Das kostet mal eben 12.000 Raumschiffe und lässt den Hörer weiterhin aufmerksam zuhören, wie Perry sich da wohl wieder rauswindet.

Und das wird spektakulär mit einer Raumschlacht gegen die Ploohns und ihre herrische Königin Jaymadahr Conzentryn zelebriert, die ihresgleichen sucht. Military-SciFi-Fans kommen hier lang und satt auf ihre Kosten. Und Perry wäre nicht Perry, wenn er für die finale Begegnung nicht noch ein Ass im Ärmel hätte.

Das Hör-Erlebnis:

Andreas Laurenz Maier macht einen engagierten Job, indem er viel Einsatz vor dem Mikro zeigt. Sein Leticron klingt mächtig und wichtig, nachdem er sich Kakuta einverleibt hat noch stärker. Aber auch emotionaler, gegen Ende gar ängstlich, verzweifelt und heulend, als er von den Laren verhört wird.

Maiers Gucky lispelt wie immer als „Bugs Bunny“, was gerade bei Wörtern wie „Psalta“ vor dem geistigen Auge des Hörers einen wahren Regen auf das Mikro des Sprechers entstehen lässt. Ansonsten trifft er immer einen angenehmen Tonfall, wenn er den verschiedenen Charakteren und Rassen sprachlich ihre individuellen Merkmale zuteilt. Auch die Trost- und Hoffnungslosigkeit der vielen Besatzungsmitglieder der 12.000 gestrandeten und zerstörten Raumer bringt Maier sehr gut ins Ohr des Hörers.

Rhodans Hauptgegnerin, die aggressive Ploohn-Königin Jaymadahr Conzentryn, klingt stellenweise wie eine originale Hitler-Persiflage (besonders beim Wort „Terraner“), das tun die Ploohns eigentlich immer, wenn sie zu Wort kommen. Aber diese Art der Interpretation passt zum aggressiven Auftreten der großen Insektenwesen.

Maier trennt die Charaktere wiedererkennbar für den Hörer voneinander und verleiht jeder Figur Leben. Dabei legt er sich zur jeweiligen Situation passend richtig ins Zeug und bringt spannende Unterhaltung ins Ohr. Es gelingt ihm prima, die Spannung der Handlung zu transportieren und den Hörer als Kriegsberichterstatter durch die finale Konfrontation zwischen Perry und den Insektenwesen zu führen.

Die MP3s und das Booklet:

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal zieren verschiedene Fronten die ID3-Tags. Da die viergeteilte Downloadversion alle drei Wochen ein neues Cover in iPod-verwandten Playern anzeigt, wollte der Verlag das hier mit voranschreitenden Tracknummern auch tun. Allerdings hat man dabei das Cover für den vierten Teil vergessen und zeigt „nur“ die Teile eins bis drei.

Das Titelbild der |Silber Edition 79| liegt dem Hörbuch zusätzlich auf jeder CD als JPG-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei. Außerdem bekommen wir noch das Cover von Heft 689, „Die Irrfahrt des Mutanten“, als JPG-Datei in der Auflösung 2000 x 2958 zum Ausdrucken als Poster mit dazu.

Im Booklet finden wir ein Tracklisting mit den Kapitelnamen, ein Vorwort von Horst Hoffmann, eine Risszeichnung eines Vier-Mann-Zerstörers der Ploohns, eine Zeitleiste und die Cover der in dieser |Silber Edition| enthaltenen Heftromane Nr. 689, 690, 691, 692, 693 und 694. Außerdem gibts auf der Rückseite noch mal die schicke CD-Cover-Version von Band 691 zu sehen. Und

Mein Fazit:

Wir sind wieder in der Milchstraße angekommen und treffen auf Leticron und die Laren. Aber auch von Perry Rhodan und der verschwundenen Erde wird berichtet. Seine Leute haben einen Erstkontakt zu verzeichnen, müssen sich aus einer scheinbar unmöglichen Situation befreien und bieten Military-SciFi-Fans höchste Unterhaltungswerte.

„Die Spur des Molkex“ führt nämlich zu den Ploohns und die sind keine einfachen Gegner, sondern mehr als ebenbürtig. All das wird unterhaltsam, fesselnd, dauerhaft spannend und lebendig von Andreas Laurenz Maier für die geneigten Hörerohren aufbereitet und bietet gewohnt gute und kurzweilige Unterhaltung.

2 MP3-CDs
Spieldauer der Lesung: 16:28 h
Anzahl der Tracks: 191
Gesamtgröße der Dateien: 1,35 GB
Sprecher: Andreas Laurenz Maier
ISBN-13: 978-3943393163
www.perry-rhodan.net
www.einamedien.de

Perry Rhodan NEO – Flucht aus Terrania / Die Terraner (Folgen 7 + 8)

_NEO 7: „Flucht aus Terrania“_

Im Hochsommer 2036 ist Terrania ein Zukunftstraum für Millionen von Menschen: Auf diesem öden Fleck mitten in der Wüste Gobi verwirklicht Perry Rhodan mit einer Handvoll Gefährten seine Vision. Roboter erbauen eine Stadt, die einmal das Zentrum der geeinten Menschheit werden soll. Geschützt wird die Stadt durch eine Energiekuppel.

Doch dann droht das Inferno: Die chinesische Armee zündet eine Atombombe in direkter Nähe der Stadt. Zehntausende von Menschen, die rings um die Kuppel lagern, weil sie sich Rhodan anschließen wollen, geraten in Panik. Ihr einziges Ziel und ihre Hoffnung ist Terrania, die Stadt unter der strahlenden Kuppel.

Perry Rhodan steht vor einer fürchterlichen Entscheidung: Lässt er den Schutzschirm geschlossen, rennen die Flüchtenden gegen die tödliche Energie und sterben. Öffnet er den Schirm, dringt die chinesische Armee ein. Die Stadt Terrania, die unter dem Schutzschirm entstehen soll, wäre damit verloren …
(Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Immer weiter entfernt sich NEO von der Ur-Serie … das ist auch nötig und gut so. Denn so bekommen sowohl Alt-Fans als auch Neuleser immer wieder Unerwartetes geboten und können mit Perry und seinen Freunden mitfiebern. Die NEO-Autoren werfen Perry mehr Steine in den Weg, als es die Ur-Väter damals getan haben und das macht die Sache spannend.

Denn nicht alles läuft glatt, nur weil man Außerirdische getroffen und deren Technologie übernommen hat. Im Gegenteil. Perry und Bully müssen die schützende Energiekuppel nach der Atomexplosion abschalten und aus Terrania flüchten. Die Idee aber, die beiden von religiösen Fanatikern auf den Scheiterhaufen stellen zu lassen, fand ich allerdings ein wenig pseudo-dramatisch.

Auch die beiden Arkoniden bekommen Handlungsfäden spendiert. Thora ist unfreiwillig länger auf der Venus als erwartet und Crest soll vor Gericht gestellt werden. Es passiert also an einigen Fronten so einiges.

Und Hanno Dinger versteht es von Lesung zu Lesung gefälliger darin zu werden, dies alles zu transportieren. Ab und zu klingt sein Vortrag zwar energisch, aber energisch abgelesen. Dennoch gibt er sich hörbar Mühe, seine angenehme Stimmfarbe bei wörtlicher Rede, bei hektischer Betriebsamkeit oder beschreibenden Szenen abwechslungsreich einzusetzen. Dabei muss er sich an den anderen Perry-Rhodan-Sprechern messen lassen, holt aber auf und schafft es, eine gute Portion Dramatik ins Ohr des Hörers zu schieben, was den wiederum 5 1/2 Stunden gut unterhält.

_NEO 8: „Die Terraner“_

Sommer 2036: Terrania ist ein Zukunftstraum, der Millionen von Menschen fasziniert. Diese Vision entsteht mitten in der Wüste Gobi, weitab von den Zentren der Ziviliation. Mithilfe von Robotern, die ihm Außerirdische zur Verfügung gestellt haben, erbauen Perry Rhodan und seine Gefährten eine Stadt, die einmal das Zentrum der geeinten Menschheit werden soll.

Derzeit hält sich aber nur ein Außerirdischer auf der Erde auf. Es ist Crest, der arkonidische Wissenschaftler, und er steht vor dem höchsten amerikanischen Gericht in Washington, DC. Die Justiz betrachtet ihn als Staatsfeind, die aufgehetzte Öffentlichkeit will seinen Tod.

Perry Rhodan entwickelt einen tollkühnen Plan, mit dem er Crest befreien will. Dabei setzt er auf Menschen mit ungewöhnlichen Fähigkeiten, es sind die Mutanten. Aber noch jemand schmiedet Pläne: die Arkonidin Thora. Sie hat auf der Venus eine uralte Station gefunden. Mit ihren mächtigen Waffen zieht sie in den Kampf …
(Verlagsinfo)

|Mein Eindruck:|

Zum Glück wird hier die Befürchtung des Hörers, es könnte sich in dieser Folge um ein langes und eher fades Gerichts-Drama handeln nicht bestätigt. Was als Gerichtsprozess beginnt, endet in einer turbulenten Action-Story, an der auch die allseits beliebten Mutanten beteiligt sind.

Und so erleben wir nicht nur Rhodans spektakulären Plan, Crest aus den Händen seiner amerikanischen Gefängniswärter zu befreien, sondern auch noch einen erneuten Stolperstein der Autoren für Perry. Crest wird nämlich nicht von Rhodans Leuten aus dem Gerichtsgebäude geschafft, sondern von altbekannten Gegnern des ersten Terraners.

Gegen Ende taucht dann auch noch die im Klappentext erwähnte zweite Arkonidin Thora auf, die auf der Venus ein „kleines“ Beiboot gefunden und die Bekanntschaft eines weiteren Arkoniden gemacht hat, der aber nicht das ist, wonach er aussieht.

Auch in dieser Folge ist also wieder für Abwechslung gesorgt, allerdings wäre es langsam mal Zeit, die Erde zu verlassen und ad astra zu starten, was Perry und seine Leute dann auch im folgenden Roman tun, der zugleich die zweite Staffel einläutet.

Dass Axel Gottschick aus der Radio-Hörspielecke stammt, hört man mit dem ersten Satz. Er hat diese für Radioproduktionen und Dokumentations-Off-Sprecher ganz eigene Sprachmelodie. Mit zusammengebissenen Zähnen lässt er sich manchmal sehr viel Zeit bei der überdeutlichen, wohl seiner Theaterausbildung geschuldeten Betonung, um den Hörer noch mehr in seinen Bann zu ziehen … das resultiert dann auch in einer halben Stunde mehr Hörzeit, im Gegensatz zur anderen Lesung dieser Doppel-MP3-CD-Version von |Perry Rhodan NEO|.

Auch verstellt er seine Stimme nicht oder legt neue Modulationen auf, um die Charaktere unterscheidbar zu machen, wenn es Dialoge zu hören gibt. Vielmehr legt er an dieser Stelle noch längere Sprachpausen ein. Auch ein Stilmittel … aber eines, das die Geduld des Hörers ein wenig mehr fordert als üblich.

Wenn man aber Fan von Radiohörspielen ist und/oder sich auf diese Vortragsweise einlässt, so weiß auch Gottschick zu unterhalten. Er ist alles andere als talentlos und schafft es, die angesprochenen Voraussetzungen mal als erfüllt angesehen, durchaus gut zu unterhalten. Was er vorliest, ist spannend und er vermittelt dabei auch den Eindruck, als würde er selbst das auch so sehen.

|Musik und Effekte|

Jedes Hörbuch beginnt mit einer kleinen neuen NEO-Melodie, sonst sind keine weiteren Effekte oder Musiken zu hören.

_Die Sprecher:_

|Hanno Dinger| (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

|Axel Gottschick| kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei.

_Die Ausstattung:_

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einer Klappbox auf dessen Front das Titelbild von |Perry Rhodan NEO 7| zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

_Fazit:_

Perry Rhodan NEO entfernt sich immer weiter von den Anfängen der Erstauflage und das ist prima. Die Entwicklungen auf der Erde sind interessant und für alle Hörer neu. Die Autoren freuen sich hörbar über den Spielraum, der ihnen gelassen wird und die beiden Sprecher verstehen ihr Handwerk.

|2 MP3-CDs in Klappbox
NEO 7 – Flucht aus Terrania: 5:21 Std. Spieldauer, 58 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 8 – Die Terraner: 5:54 Std. Spieldauer, 75 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-943393-03-3|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist auch als Download-Version erhältlich.

Perry Rhodan – Die letzten Tage Lemurias (Lemuria 5)

_Perry Rhodan: |Lemuria| – Die Lesungen:_

Band 1: [„Die Sternenarche“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
Band 2: [„Der Schläfer der Zeiten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
Band 3: [„Exodus der Generationen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
Band 4: [„Der erste Unsterbliche“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7506
Band 5: _“Die letzten Tage Lemurias“_
Band 6: „Die längste Nacht“ (April 2012)

_Die Handlung:_

Durch einen Zufall stößt Rhodan auf ein riesiges Raumschiff, das mit nahezu Lichtgeschwindigkeit durch das All rast. Es ist eine Sternenarche, bewohnt von Menschen, die vor über 55.000 Jahren ihre Reise angetreten haben. Bald erweist es sich als Teil einer ganzen Flotte von Schiffen. Eine mentale Reise Perry Rhodans in die Vergangenheit enthüllt den Zweck der Archen: Sie sind der verzweifelte Versuch, wenigstens ein Saatkorn der Ersten Menschheit vor dem Bestiensturm zu retten, der sie eines Tages auslöschen wird. Doch die Bestien der Vergangenheit haben den Plan erkannt und setzen in der Gegenwart an, ihn zu durchkreuzen. Perry Rhodans Freund Icho Tolot sieht sich gezwungen einzugeifen – und wird zurückgeschleudert in eine Zeit des Untergangs? (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

In diesem vorletzten LEMURIA-Teil steht der Haluter Icho Tolot im Mittelpunkt. Am Ende des letzten Teils war er durch einen Zeittransmitter gegangen … weil er musste, aus für ihn und uns zeitparadoxisch logischen Gründen.

Hier trifft er auf den Wissenschaftler Levian Paronn, dessen Mitlemurer sich in den letzten Zügen des Kampfes gegen die Bestien, Tolots halutische Vorfahren, befinden. Und auch der bekannte Zeittransmitter spielt eine wichtige Rolle, denn der Haluter will nicht nur dessen Zerstörung verhindern (sonst hätte er ja nicht durch ihn gegangen sein können …), sondern auch Paronn davon abhalten, in die Vorkriegsvergangenheit zu reisen, um die Haluter vernichtend zu schlagen und den Krieg zu verhindern. Dabei pflanzt er ganz nebenbei die Idee mit den Sternenarchen, auf denen die Lemurer zu den Sternen flüchten sollen, bevor die Bestien überhaupt kommen, in Paronns Kopf. Aber die Idee mit der Haluter-Vernichtung ist auch immer noch dort vorhanden, wie wir am Ende des letzten Teils erfahren konnten.

Und so ist dieser Teil der LEMURIA-Reihe geprägt von Tolots Reise durch die Vergangenheit, seinem Aufeinandertreffen mit Paronn (für den es das Erste ist), der Entstehung des Mythos des „Hüters“ und dem Versuch des Haluters, die Bestien davon abzuhalten, den Zeitreisetransmitter zu zerstören.

Das Ganze wird durchweg interessant erzählt und bleibt nicht zuletzt deshalb spannend, weil der Hörer wie auch Tolot nicht weiß, ob sich der Haluter an das hält, von dem er weiß, was bereits passiert ist und deshalb auch wieder passieren muss … müsste … sollte. Wenn er nämlich in der Vergangenheit doch etwas verändern würde, gewollt oder ungewollt, könnte sich eine komplett neue Zukunftsentwicklung anbahnen … nicht nur für Icho Tolot.

|Das Hörerlebnis|

Bevor Josef Tratnik seine laaaaaaaaaangsaaaaaaaame Version des Haluters Icho Tolot gibt, bringt er erstmal den lemurischen Kommandanten Thore Bardon in das Ohr des Hörers. Hörbar erschöpft auf der einen, aber auch aufgeregt erwartungsvoll auf der anderen Seite wird der Lemurer lebendig ins Sci-Fi-Kopfkino geholt, während er einen aussichtslos scheinenden Kampf gegen die Bestien führt.

Auch Levian Paronn wirkt authentisch und voller Tatendrang, wenn der Hörer mit ihm zusammen Hoffnung schöpft, durch den Zeittransmitter alles zum Wohle der Lemurer verändern zu können.

_Der Sprecher:_

Josef Tratnik ist der Sprecher der „klassischen“ |Silber Edtionen|. Er studierte Theaterwissenschaften, Philosophie und Germanistik in Köln und absolvierte er dort eine Schauspielausbildung am Theater „Der Keller“. Neben der Sprechertätigkeit für Hörfunk und Fernsehen, hauptsächlich bei den Sendern DLF, DW und WDR mit Hörspiel-/ und Feature-Produktionen, ist er freischaffender Schauspieler, Synchronsprecher und Sprecher in Köln. (Wikipedia)

_Die Ausstattung:_

Wie vom Verlag gewohnt sind die 8 CDs mit dem eigens für die Hörversion dieses LEMURIA-Teils erstellten Titelbild bedruckt, einzeln in Papphüllen verpackt und in einer stabilen Papp-Klappbox zusammengefasst.

Das vierseitige Booklet enthält die Trackliste der einzelnen CDs mit den Kapitel-Nummern des Buches und den Gesamtspieldauern der Scheiben. Auf der Rückseite gibt es eine Inhaltsgabe zu diesem Teil und ein Bild des kommenden und abschließenden Hörbuchs der Reihe „Die längste Nacht“.

Als Extra gibt es ein entfaltbares Poster in der Größe 36 x 48cm mit dem Cover-Motiv der Box.

_Mein Fazit:_

Im fünften Teil der Reihe erfahren wir, spannend beschrieben und lebendig von Josef Tratnik erzählt, wie es Icho Tolot in der Vergangenheit bei seinen Hilfsbemühungen für die Lemurer ergeht und was Levian Paronn so treibt, um sein Volk vor den Bestien zu retten … wenn möglich mit einem Eingriff in die Vergangenheit mittels des Zeittransmitters. Und am Ende wissen wir dann, ob Icho es schafft, die Zeit-Paradoxa zu umschiffen und wie und warum aus den kriegerischen Bestien im Laufe der Zeit die friedfertig forschenden Haluter vom Schlag Icho Tolots geworden sind. Ganz ohne Cliffhanger diesmal, dennoch ist die Geschichte um Levian Paronn noch nicht zu Ende erzählt. Einen Teil hat die Reihe noch zu bieten.

|8 CDs in Papp-Klappbox, einzeln in Papphüllen verpackt
Spieldauer: 8:23 Stunden
Tracks: 83
Gelesen von Josef Tratnik
ISBN-13: 978-3943393088|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[Hörprobe auf der Verlagsseite]https://www.einsamedien.de/index.php?id=16&productID=38611

Auch erhältlich als Download-Version mit ca. 702 MB.

_Perry Rhodan bei |Buchwurm.info|:_
|LEMURIA|:
[„Die Sternenarche“ 769 (Perry Rhodan – Lemuria 1)
[„Der Schläfer der Zeiten“ 871 (Perry Rhodan – Lemuria 2)
[„Exodus der Generationen“ 886 (Perry Rhodan – Lemuria 3)
[„Der erste Unsterbliche“ 949 (Perry Rhodan – Lemuria 4)
[„Die letzten Tage Lemurias“ 1021 (Perry Rhodan – Lemuria 5)
[„Die längste Nacht“ 1137 (Perry Rhodan Lemuria 6)

|LEMURIA|-Hörbücher:
[„Die Sternenarche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 1) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6935
[„Der Schläfer der Zeiten (Perry Rhodan – LEMURIA 2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7093
[„Exodus der Generationen“ (Perry Rhodan – LEMURIA 3) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7297
[„Der erste Unsterbliche“ (Perry Rhodan – LEMURIA 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7506
[„Die letzten Tage Lemurias“ (Perry Rhodan – LEMURIA 5) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7739

|PAN-THAU-RA|:
[„Die Lebenskrieger“ 2189 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 1)
[„Die Trümmersphäre“ 2468 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 2)
[„Die Quantenfestung“ 3050 (Perry Rhodan PAN-THAU-RA 3)

|Silber Edition|:
[„Die Para-Sprinter“ (Perry Rhodan – Silber Edition 24) (Lesung)“ (Hörbuch) 6330
[„Brennpunkt Andro-Beta (Perry Rhodan – Silber Edition 25) (Lesung) „]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6492
[„Kontrollstation Modul“ (Perry Rhodan – Silber Edition 26) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6738
[„Andromeda“ (Perry Rhodan – Silber Edition 27) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6945
[„Lemuria“ (Perry Rhodan – Silber Edition 28) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Der Zeitagent“ (Perry Rhodan – Silber Edition 29) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7094
[„Bezwinger der Zeit“ (Perry Rhodan – Silber Edition 30) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7560
[„Pakt der Galaxien“ (Perry Rhodan – Silber Edition 31) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7738
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6743
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6936
[„Raumschiff Erde (Perry Rhodan – Silber Edition 76) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=7092
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=7092
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=7504
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id_book=7737

|Silber Edition|-Downloadversion:
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 1 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6560
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 2 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6614
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 3 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6666
[„Konzil der Sieben“ (Perry Rhodan – Silber Edition 74, Teil 4 von 4)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6721
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6775
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6824
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6880
[„Die Laren“ (Perry Rhodan – Silber Edition 75, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6916
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6950
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6990
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7027
[„Raumschiff Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 76, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7052
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7091
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7108
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7142
[„Im Mahlstrom der Sterne“ (Perry Rhodan – Silber Edition 77, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7196
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7270
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7329
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7377
[„Suche nach der Erde“ (Perry Rhodan – Silber Edition 78, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7425
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7486
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7539
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 3 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7588
[„Spur des Molkex“ (Perry Rhodan – Silber Edition 79, Teil 4 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7622
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 1 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7685
[„Menschheit am Scheideweg“ (Perry Rhodan – Silber Edition 80, Teil 2 von 4) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7712

[„PERRY RHODAN: Odyssee“ 3240
[„Die Kaiserin von Therm“ 3241 (Perry Rhodan Silberband 94)
[„Die Rückkehr“ 1611 (Perry-Rhodan-Roman 2295)
[„Das Antares-Riff“ 1706 (Perry Rhodan Extra 2)
[„Perry Rhodan – Das Rollenspiel“ 2925 (Grundregelwerk)
[„Sternenozean“ 5831 (Hörspielserie, Teil 1-25)
[„Das gestrandete Imperium“ (Perry Rhodan – Der Posbi-Krieg 1)“ 6081
[„Perry Rhodan: Der Posbi-Krieg“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6394
[„Die Zeitstadt“ (Perry Rhodan – Andromeda 6) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6740
[„Geisterschiff CREST IV“ (Perry Rhodan – Taschenheft 10)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6925
[„Söldner für Rom“ (Atlan Zeitabenteuer 7) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7505
[„Sternenstaub“ + „Utopie Terrania“ (Perry Rhodan – NEO 1-2) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7559
[„Flucht aus Terrania“ + „Die Terraner“ (Perry Rhodan – NEO 7-8) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7736
[„Stardust 1 – Episode 1-20 (Perry Rhodan 2500-2519) (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7558

John Sinclair Classics – Die Insel der Skelette (Folge 10)

Die Handlung:

Angst und Schrecken gehen um auf der kleinen Insel St. Kilda: Knochenfinger krallen sich in die Reling des Fischerbootes und das Skelett holt sich einen neuen Untertan. Auch in London hinterlassen die Skelette ihre blutige Spur. John Sinclair, Spezialist des Yard in Sachen Geister und Dämonen, zieht in den Kampf gegen die knöchernen Untoten. Doch erst auf der kleinen Insel Coony Island steht er dem Bösen gegenüber … und befindet sich plötzlich in einer fast ausweglosen Situation. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Dieses CLASSICS-Gruselabenteuer ist die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 74, der erstmalig im Jahr 1975 an den Kiosken unter dem Serientitel „Gespenster-Krimi“ zu kaufen war. Somit springt diese CLASSIC-Edition im Vergleich zum Vorgänger knapp 100 Heftromane zurück.

Vorwärts gehts allerdings auch hier in Sachen „Veränderungen“. Den Wechsel des Teams hat der Fan ja bereits in der Folge 71 der regulären „Sinclair“-Hörspielserie vernehmen dürfen und bei den CLASSICS setzt sich dieser Trend fort. Hier wurde nicht nur der Erzähler durch Alexandrea Lange-Baehr ersetzt, sondern auch der Titelheld John Sinclair selbst. Dietmar Wunder spricht ihn jetzt … aber laut Ankündigung nur in der CLASSICS-Version. Das tut er auch wirklich gut, auch wenn er mir als Höbuchsprecher wesentlich besser gefällt … denn in den Dialogszenen klingt er mir ein wenig zu steif und abgelesen. Aber da nimmt er sich nichts mit dem alten Sinclair-Sprecher Frank Glaubrecht, der mich auch nie wirklich komplett überzeugen konnte.

Die samtig rauchige Stimme und die Sprachmelodie der Erzählerin zwischen den Zähnen hindurch, die herrlich zu verruchten Liebesromanen, aber leider nicht zu einem Horror-Hörspiel passen, nimmt uns gleich mit auf die Insel, um die es hier geht. Zum Glück erzählt sie nicht so viel und die Effektschmiede zeigen, was sie können. Schnell entsteht ein stürmisches und sehr lebendiges Horrorszenario auf See im Kopf des Hörers. Dann gibt die Titelmusik ihr Crossover zwischen Gabriel Burns und Kinderhörspiel-Pop zum Besten.

Die mit Abstand beste Sprecherleistung des Ensembles dieser Folge bietet Simone Brahmann, die glaubwürdig die gesamte Palette der Gefühle von Mary Cassidy auf die Kopfkinoleinwand projiziert. Auch Tim Kreuer als irrer Patrick McIntosh klingt authentisch.

Auch wenn man annehmen könnte, dass es bei einem Hörspiel, in dem Skelette die Hauptgegner sind, blutloser zugeht, ist dem nicht so. Im Gegenteil werden alle „Metzelszenen“ entweder sehr detailliert beschrieben oder aber zusätzlich mit sehr plastisch wirkenden Effekten untermalt.

Spannungstechnisch hat diese Folge allerdings nicht wirklich viel zu bieten und gehört zu einer der langweiligeren Geschichten, die John Sinclair zu erzählen hat. Dennoch ist die Hörspielaufarbeitung des Stoffes um Einiges interessanter als der zugrunde liegende Heftroman.

Nachdem man sich mit John dem Endgegner gestellt hat, wird sich der Sinclair-Hörspiel-Fan denken: „Tja, waren halt mal Skelette … na ja … wann kommt noch mal die nächste Folge?“ Dennoch ist dies keine schlechte Folge, aber der Fan hat halt schon eine Menge Stoff, mit dem er die Story vergleichen kann.

Die Sprecher und ihre Rollen:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange-Baehr
Michnael Douglas – Volker Brand
Gerald Coony – Hans Teuscher
Inspector Bulmer – Joürgen Holdorf
Sir James Powell – Karlheinz Tafel
Patrick McIntosh – Tim Kreuer
Mary Cassidy – Simone Brahmann
Paul Cassidy – Frank Felicetti
Clint McIntosh – Johannes Steck
Sir Cunningham – Bernd Rumpf

sowie, Romanus Fuhrmann, Thimas Nicolai, Sven Plate, Michael Wiesner, Robert Missler, Marco Göllner, Frank Gustavus, Julia Fölster, Alexandra Rieß, Hohannes Semm und Nils Wulkop

Technik-Credits:

Hörspielskript: Michael Koglin
Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John-Sinclair-Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

Die Ausstattung:

Die CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt, das mit neuen gruseligen Skelettschädeln bedruckt wurde, anstatt das alte „Gespenster-Krimi“-Cover zu übernehmen, enthält eine Aufstellung nebst Cover der bereits veröffentlichten CLASSICS-Folgen sowie der kommenden Folge „Der Blutgraf“. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

Skelette, die mehr Blut verspritzen, als man denken könnte kämpfen gegen einen neuen Sinclair-Sprecher, der einen guten Job macht. Trotz wirklich guter Horror-Kopfkino-Effekte vermag diese Folge den Fan nicht so recht zu packen, weil die Story einfach nicht interessant genug ist. Da hat John schon fesselndere Kämpfe gegen namhaftere Gegner ausgetragen.

1 Audio-CD
Spieldauer: 62 Min.
Tracks: 11
ISBN-13: 978-3-7857-4376-8
www.luebbe-audio.de

Viele weitere Rezensionen rund um den beliebten Geisterjäger John Sinclair findet ihr in unserer Datenbank.

Franziscowsky, Hans Gerhard (als H.G. Francis) – Sternentor: Der verbotene Stern (Folge 3) (Hörspiel)

_|Das Sternentor:|_

01 [„Der rote Nebel“ (2002)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7705
02 [„Planet der Seelenlosen“ (2003)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7707
_03 Der verbotene Stern“ (2003)_
04 „Im Land der grünen Sonne“ (2004)
05 „Verloren in der Unendlichkeit“ (2006)
06 „Im Bann der glühenden Augen“ (2006)
07 „Der dritte Mond“ (2008)
08 „Das Rätsel der sieben Säulen“ (2008)
09 „Die Zeitfalle“ (2009)

_Zur Story_

Der Planet Lightfire ist ein Paradies und überaus geeignet von der Menschheit kolonisiert zu werden, deren Heimatplanet Terra immer mehr unter Überbevölkerung und Ressourcenknappheit zu leiden hat. Dank Professor Commons Dimensionsbrecher auf der Mondbasis Delta 4 sind auch schon die ersten Siedlungen dort entstanden. Sein vierzehnjähriger Sohn Ralph hat schon mehrere Exkursionen mit dem Dimensionsbrecher hinter sich gebracht, was ihm sein gleichaltriger Freund George Croden bislang stets etwas neidete – nun darf George erstmalig zusammen mit ihm und Commander Randy Perkins eine Art Abenteuerurlaub auf dem fremden Planeten verbringen. Gleich nach ihrer Ankunft werden die drei zunächst von einem uralten Kampfroboter angegriffen, was vergleichsweise glimpflich abgeht. Kurz darauf beginnt George, rapide zu altern. Die Siedler, welche sie entdecken, sind dem unerklärlichen Effekt ebenfalls unterworfen und nur wenig später erwischt es auch noch Ralph.

Commander Perkins organisiert eine Evakuierung der Siedlungen. Hier hat wohl jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht und den Planeten zu voreilig als geeignet deklariert. Zurück in der Mondbasis stehen die Ärzte vor einem Rätsel, sie können den Alterungsprozess der Betroffenen lediglich ein wenig verlangsamen, aber ihn nicht stoppen oder gar umkehren. Weitere Recherchen ergeben, dass Lightfire ist ein heiliger Planet des haushoch überlegenen Copaner-Volkes ist. Allein schon das Eindringen in seine Atmosphäre gilt bei diesen als tödliche Beleidigung und wird mit der Auslöschung des gesamten Volkes der Frevler bestraft. Damit diese die Koordinaten der Erde nicht in die Hände bekommen, müssen alle Hinweise auf die galaktische Position Terras getilgt werden. Der Wächter des Planeten ist den Erdlingen aber bereits auf der Spur und nur seine Neugier den Terranern gegenüber verschafft diesen ein wenig Zeit. Und die wird immer knapper, denn eine riesige Flotte copanischer Pilger befindet sich im Anflug.

_Eindrücke_

Anders als seine beiden Vorgänger, hat „Der verbotene Stern“ keine in sich abgeschlossene Geschichte zu erzählen, sondern bildet den Auftakt zu dem, was als „Copaner-Zyklus“ in die Annalen der (Jugend-)Serie einging. Dieser umfasst insgesamt vier Bände, welche selbstverständlich in der Folge auch von MARITIM ab 2003 nach und nach vertont wurden. Es ist nicht nur der Vollständigkeit halber also höchst ratsam, sich auch die anderen drei („Im Land der grünen Sonne“, „Verloren in der Unendlichkeit“ sowie „Im Bann der glühenden Augen“) zu Gemüte zu führen, die den Faden rund um das copanische Imperium weiter spinnen. Ein diesbezüglich fester Ankerpunkt zu den bereits etablierten Figuren, ist in diesem Zyklus ist der copanische Priester/Wächter Arentes, der allerdings – entgegen der Buchfassung – bereits von Anfang an schon (zu) sehr menschenfreundlich ausgestaltet wurde.

Frank Straass als Arentes‘ Stimme will auch nicht so recht überzeugen, sie wirkt zu dünn, glatt und irgendwie abgelesen. Etwas Soundengineering (Vocoder, Hall oder etwas in dieser Art) hätte dort bestimmt gut getan, allein um seine außerirdische Herkunft zu unterstreichen. Damit befindet er sich aber in „guter“ Gesellschaft, denn auch für Michael Pans Part („Camiel“) wäre Gleiches zu sagen – er klingt viel zu sehr nach Mr. Data, dem Androiden der „Next Generation“-Enterprise. Dem Buch nach hat er eine „dunkle, angenehm modulierte Stimme“ (vgl. „Planet der Seelenlosen“, 1979 / Franz Schneider Verlag). Mal abgesehen davon, dass die ständigen Wortgefechte zwischen ihm und Major Peter Hoffmann (sprecherischer Lichtblick: Nicolas Böll – u. a. die deutsche Stimme von Joaqin Phoenix), in der Menge und der Ausgestaltung/Betonung zuweilen nervig werden, wogegen sie in der Vorlage als Running Gag einen feinen, trockenen Humor transportieren. Hier wirkt das viel zu aufgesetzt.

Sehr zurückhaltend dagegen Ernst Meincke (u. a. Patrick „Jean-Luc Picard“ Steward), der als Randy Perkins etwas untergeht, unter anderem da seine bedächtige Sprechweise für den hemdsärmeligen, aktiven Commander ein wenig zu verhalten – um nicht zu sagen: langsam – daherkommt. Vielleicht täuscht der Eindruck aber auch nur für jemanden, der mit den „Perkins“-Hörspielen von EUROPA aufwuchs, bei welchen Horst Stark einen weitaus forscheren Ton für die Figur anschlug. Was allerdings kein solch subjektiver Eindruck ist, betrifft die in dieser Folge eher bescheidene Soundkulisse. Vieles wird verbal erklärt, als das man es wirklich hören könnte und so manches (Hintergrund-)Geräusch sowie einige Dialoge klingen unglaubwürdig – zum Beispiel die wie durch Funk verrauschte Kommunikation (warum?) der Protagonisten im Inneren des Gleiters. Dass das auch durchaus besser geht, hat man bei MARITIM in den vorhergehenden beiden Folgen bereits bewiesen. Die Atmosphäre leidet diesmal nicht unbeträchtlich.

_Sprecher und Figuren_

Jürgen Neumann (Erzähler), Ernst Meincke (Commander Randy Perkins), Nicolas Böll (Major Peter Hoffmann), Wolfgang Bahro (Ralph Common), Thomas Kästner (Oberst G. Camiel Jason), Karin Eckholt (Cindy Common), Rolf Jülich (Professor Arthur Common), Sascha Draeger (George Croden), Michael Pan (Camiel der Roboter), Claus Wilcke (Dr. John Lightfire), Reent Reins (Brody Croden), Frank Straass (Arentes), Peer Augustinski (Symbiont)

_Fazit_

Folge 3 kann seinen beiden Vorgängern nicht ganz das Wasser reichen. Die Kürzungen gegenüber der Vorlage sind dabei nicht einmal ganz so schlimm, wiewohl dadurch schon einiges an interessanten (und im späteren Verlauf des Zyklus wichtigen) Details verloren geht. Dabei ist das Hörspiel mit knapp 80 Minuten schon recht umfangreich und bewegt sich ziemlich nah am Original. Leider gilt das weder für die Figuren noch für das Flair der Vorlage. Vieles wirkt zu sehr gekünstelt, konstruiert und rasch zusammengedengelt, was in der Summe der Glaubwürdigkeit abträglicher ist, als es dem Hörspiel gut tut. Dennoch kann sich „Der verbotene Stern“ im stabilen Mittelfeld halten und der altgediente Fan ist froh, dass die ollen Schmöker noch einmal zu Ehren kommen. Es sei aber jedem Interessierten dringend angeraten sich eben diese zu besorgen oder – wenn (noch) vorhanden – zur Gedächtnisauffrischung erneut aus dem Regal zu fischen.

|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 78 Minuten
Nach der „Commander Perkins“-Reihe von H. G. Francis
Erstveröffentlichung: Franz Schneider Verlag, 1980
Erhältlich als:
CD (Maritim 2003)
Download – Ungekürztes Audiobook (Audible 2005 / 72,5 MB – AAX-Format)|
Direktlink zu Audible: [„Das Sternentor 3 – Der verbotene Stern“]http://www.audible.de/pd/B004UVB62G?ref__=sr__1__1
[Maritim Hörspiele]http://www.maritim-produktionen.de

Sonnleitner, Marco (Autor) / Minniger, André – Die drei ??? – Schwarze Sonne (Folge 151) (Hörspiel)

Noch gar nicht so lange her, da übersprang auch die |EUROPA|-Hörspielserie die 150er Marke, welche die Bücher aus dem |KOSMOS|-Verlag schon lange gerissen haben. Doch bekanntlich hecheln die Hörspieladaptionen den Romanvorlagen – fast schon traditionell – ohnehin ein gutes Stück hinterher. Derzeit beträgt die Lücke etwas mehr als zwei Jahre. Marco Sonnleitners „Schwarze Sonne“ debütierte Ende 2009 in gedruckter Form und wurde Anfang 2012 nun auch als Fall Nummer 151 auf die, wie immer bereits gespannt wartende, zumeist treue Hörerschaft losgelassen.

_Zur Story_

Bobs künstlerische Ader hat ihn in den Mal-Workshop von Mr Seinfeld geführt, aus welchem der hünenhafte, schwarzhäutige Denzel Hopkins quasi vom Fleck weg verhaftet wird. Der überaus talentierte Denzel soll ein teures „Mendelstein“-Gemälde aus einer nahen Kunstgalerie entwendet haben. Zumindest hat man das gute Stück bei ihm zu Hause gefunden. Seine Tochter Goldie bittet die drei Fragezeichen verzweifelt um Hilfe, denn sie ist von der Unschuld ihres Vaters (natürlich) absolut überzeugt – und auch Bob ist sich sicher, dass der inzwischen in U-Haft befindliche Denzel nichts mit dem Diebstahl zu tun hat. Wobei allerdings die Indizien stark gegen ihn sprechen, mal abgesehen davon, dass er als beschuldigter Schwarzer ohnehin einen schweren Stand hat. Doch welche Verbindung besteht zwischen ihm und dem berühmten Maler, der bereits vor über 40 Jahren starb? Immer wieder taucht das Motiv der „Schwarze Sonne“ bei den Ermittlungen auf. Nicht ungefährliche Anschläge verdeutlichen, dass es jemand Wissendem sehr ernst sein muss, dass das Geheimnis weiterhin ein solches bleibt.

_Eindrücke_

Kunst als Treibsatz für einen Drei-???-Fall hatten wir im Laufe der Serie ja schon häufiger, allerdings nicht in Kombination mit einem latenten Rassismusthema. Der Serien-Klassiker „… und der Doppelgänger“ dürfte das letzte Mal gewesen sein, als man sich damit eingehender auseinandersetzte. Damals aber noch in Anspielung auf das Gott sei Dank längst abgelöste Apartheit-Regime in Südafrika. Es ist allerdings bemerkenswert, dass grundsätzlich so wenig Figuren aus dem ???-Universum dunkler Hautfarbe sind, obwohl die Serie ja in Kalifornien spielt, wo Afro-Amerikaner doch zum normalen Gesellschaftsbild zählen. Das liegt wohl nicht zuletzt daran, dass die Serie seit Mitte der Neunziger fest in deutscher Hand ist – und natürlich an der Zielgruppe. Löblich, dass Marco Sonnleitner auch die Problematik Schwarz/Weiß einmal aufgreift und pädagogisch wie storytechnisch gut verpackt, ohne gleich die große Moralkeule zu schwingen.

Nicht weniger schlecht ist André Minningers Umsetzung ins Hörspiel, ganz im Gegenteil. Dank Straffung durch Weglassung einiger eher bremsenden – und prinzipiell unnötigen – Nebenhandlungen, erscheint das Hörspiel sogar um einiges flotter, als die Vorlage. Heikedine Körting hat ihr Scherflein selbstverständlich auch wieder dazu beigetragen und aus dem Regiestuhl heraus alle(s) im Griff gehabt. Patzer sind bis dato keine aufgefallen. Gewohnt professionell produziert erreicht die Geschichte dann auch das Ohr. Die Geräuschkulisse ist, wie man lobenderweise in letzter Zeit durchweg vermerken darf, stimmig und nicht nur das aufeinander eingespielte Team absolviert die Aufgabe souverän. Bis in die zahlreichen Nebenrollen hinein findet man schließlich gestandene Sprecher, wie etwa Jürgen Thormann (gelegentlich Synchronstimme von Sir Ian McKellen u. a.). Besonders passend und launisch umgesetzt ist hier jedoch die Figur des Mr Brooks (Martin May), der eine wunderschön tuntige Darbietung des schrägen Galeristen hinlegt.

_Die Produktion_

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Musik: Hagitte & Bertling (STIL), Morgenstern, George, Conrad

|Sprecher und Figuren|

Oliver Rohrbeck (Justus Jonas), Jens Wawrczeck (Peter Shaw), Andreas Fröhlich (Bob Andrews), Thomas Fritsch (Erzähler), Wolf Frass (Laurence Seinfeld), Tilo Schmitz (Denzel Hopkins), Madeleine Weingarten (Goldie Hopkins), Wanja Mues (Neil Rockwell), Holger Mahlich (Inspector Cotta), Regina Lemnitz (Mrs Summer Hopkins), Martin May (Brooks), Stefan Schwartz (Mr Elroy Follister), Hanna Reisch (Martha), Gregor Reisch (Dillon), Woody Mues (Wayne), Gosta Liptow (Gefängniswärter), Klaus Dittmann (Wirt), Jürgen Thormann (Greis), Monty Arnold (Beamter), Harald Dietl (Taxifahrer)

_Fazit_

Ob die Bücher neuerdings speziell darauf ausgerichtet werden, dass ihnen die fürs Hörspiel nötigen Kürzungen nichts anhaben können? Man ist manchmal geneigt, das zu glauben, denn schon wieder haben wir hier eins, welchem in der zusammengestrichenen Hörspielfassung nicht nur nicht die Luft ausgeht, es läuft sogar glatter als das literarische Original. Es ist nicht das Erste in letzter Zeit, bei dem dieser kuriose Effekt zutage tritt. Wie dem auch sei: „Schwarze Sonne“ ist eine gelungene Umsetzung einer gelungenen Story. Einziger Wermutstropfen ist, dass das Publikum sich die Lösung nicht wirklich selbst erarbeiten kann, allerdings können aufmerksame Naturen – und welcher ???-Fan wäre das nicht? – durch genaues Hinhören doch zumindest Lunte riechen. Alle anderen müssen bis zu Justus‘ üblichen Finalschlag ausharren. Daumen hoch.

|Audio-CD mit einer Laufzeit von ca. 65 Minuten
Erzählt von Marco Sonnleitner nach Figuren von Robert Arthur
EAN: 88697923212
EUROPA/Sony Music Entertainment, Januar 2012|
[www.natuerlichvoneuropa.de]http://www.natuerlichvoneuropa.de

Mehr als 90 weitere Rezensionen zu den „Drei ???“ findet ihr in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

TKKG – Verbrechen im Rampenlicht (Folge 176)

Die Handlung:

Als Gaby entdeckt, dass ihre Mitschülerin Celine heimlich bei einem Casting für die neue Action-Show „Try Hard – Kids ohne Gnade“ mitmacht, wittern TKKG sofort, dass hier etwas faul ist. Um hinter das Geheimnis der Show zu kommen, bewirbt sich auch Tim als Teilnehmer. Doch schon die erste Aufgabe ist mehr als heikel: Die Casting-Teilnehmer sollen nachts in die Lagerhalle eines Outdoor – Ausrüsters einsteigen und bestimmte Gegenstände stehlen! TKKG ermitteln und kommen einem fiesen Betrug auf die Spur … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Das Erscheinen dieser Folge wird von einem traurigen Ereignis überschattet. „Verbrechen im Rampenlicht“ wird wohl die letzte Folge mit Edgar Bessen als Komissar Glockner sein, falls nicht bereits weitere Abenteuer der Junior-Detektive vorproduziert wurden. Der Schauspieler, der seit 1984 Gabys Papa gesprochen hat, verstarb am 02.02.2012.

In dieser Folge wird der Straftatbestand des Einbruchdiebstahls mal mit einem anderen Ansatz verfolgt. Diesmal stehlen nicht die anderen und werden am Ende von TKKG zur Strecke gebracht, in dieser Folge sind die vier selbst beteiligt. Wobei es sich hier eher um eine „Solo für Tim“-Folge handelt, denn der athletische Einbruchsteil wird von ihm allein absolviert.

Doku- und Reality-Shows sind sehr beliebt und so dreht sich „Verbrecken im Rampenlicht“ ganz um dieses Thema … oder auch nicht. Denn die Produzenten der Show nutzen ahnungslose und (in meinen Augen ein wenig zu) naive Jugendliche aus, um ihre kriminellen Machenschaften in die Tat umzusetzen.

Die gesamte Folge ist durchweg spannend und hat keine Längen. Dass es nicht nur um den einen Einbruch geht, der schon auf dem Klappentext erwähnt wird, ist prima und sorgt für eine knappe Stunde spannende Unterhaltung. Denn, auch wenn nur TKKG und der Hörer von Anfang an den vollen Durchblick haben … oder das zumindest glauben … so gibts gegen Ende noch eine interessante Wendung, bei der auch aufgeklärt wird, warum die beiden Casting-Leute „Tina“ und „Gerd“ nicht in der Sprecherliste dieser Folge auftauchen.

Unrealistisch hingegen fand ich, dass das Lagerhaus des Outdoor-Ausrüsters keine Alarmanlage hat … und … als die Polizei dann mit Martinshorn ankommt, Tim noch in aller Ruhe seine Flucht aus den Räumen planen, vorbereiten und schließlich auch unbehelligt durchführen kann.

Dennoch ist dies eine der besseren Folgen von „TKKG“, nicht zuletzt, weil die gesamte Sprechermannschaft eine lebendig und authentisch gute Leistung bietet.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler: Wolfgang Kaven
Tim: Sascha Draeger
Karl: Niki Nowotny
Klößchen: Manou Lubowski
Gaby: Rhea Harder
Celine: Julia Fölster
Max: Jannik Schümann
Ricky: Linda Fölster
Michael: Anton Sprick
Babette: Aleyna Tekin
Natalie: Manuela Bäcker
Lars Öckeltorf: Leonhard Mahlich
Jessica Jensen: Gabriele Libbach
Scarlett: Undine Ullmer
Uwe: Joachim Kappl
Manni: Patrick Bach
Hotte: Frank Meyer-Brockmann
Haushälterin: Anja Topf
Kommissar Glockner: Edgar Bessen
Ettel: André Minninger
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

Trackliste:

1. TRY HARD – Kids ohne Gnade!
2. In letzter Sekunde
3. Nützliche Beziehungen
4. Carsten beim Casting
5. Nichts Konkretes
6. Einbruch mit Hindernissen
7. Ein kreatives Team
8. Da waren es nur noch drei!
9. Eine Brille für den Häuptling
10. Kleinholz
11. Einbruch hoch drei
12. Gefährlicher Showdown
13. Showkolade

Technik-Credits:

Buch: Bernd Adelholzer nach Motiven von Stefan Wolf
Hörspielbearbeitung und Effekte: André Minninger
Redaktion und Geräusche: Wanda Osten
Produktion und Regie: Heikedine Körting
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Cover Illustration: Comicon S.L. – nach Artwork-Vorlagen von Reiner Stolte Rahmendesign: KB&B
Gestaltung: Atelier Schoedsack

Die Ausstattung:

Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und sind in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt, das in der gleichen Farbe daherkommt, enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen, die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

Eine „Solo für Tim“-Folge, bei der der sportliche Junior-Detektiv wissentlich Verbrechern hilft. Eine spannende Hintergrundgeschichte um eine Reality-Doku-Show und ein interessanter Twist am Ende sorgen für eine Stunde bester Unterhaltung.

1 Audio-CD mit 57 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren
EAN: 0886919066326
www.natuerlichvoneuropa.de
www.tkkg.de

Fünf Freunde in der Höhle des Urmenschen (Folge 95)

Die Handlung:

Diesmal verschlägt es die Fünf Freunde an die Jurassic-Coast nach Südengland. In den Kreidefelsen am Meer haben Tiere und Pflanzen aus der Urzeit ihre Spuren hinterlassen. Schon bald scheinen die Fünf Freunde einer wissenschaftlichen Sensation auf der Spur zu sein. Doch niemand glaubt ihnen. So verfolgen sie ihre Entdeckung auf eigene Faust und geraten dabei in ein wildes Abenteuer. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Fünf Freunde in der Höhle des Urmenschen (Folge 95) weiterlesen

Gier, Kerstin – Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner (Lesung)

_Inhalt:_

Kati ist mit Felix glücklich, aber nach fünf Jahren hat sich der Alltag in ihr Liebesleben geschlichen – und damit die Zweifel: Ist es überhaupt eine gute Idee, mit ihm alt werden zu wollen? Als sie Mathias kennen lernt und sich in ihn verliebt, wird Katis Leben plötzlich kompliziert. Und turbulent. Besonders, als sie von einer Straßenbahn erfasst wird und im Krankenhaus wieder zu sich kommt. Exakt einen Tag, bevor sie Felix das erste Mal begegnet ist – fünf Jahre zuvor. Würden Sie alles genauso machen, wenn Sie die
letzten fünf Jahre noch einmal leben könnten? Was würden Sie ändern? Dieses Mal möchte Kati alles richtig machen – und sich für den richtigen Mann entscheiden. Ein Roman über die große Liebe und das kleine Glück. Und über die Schwierigkeiten, das Schicksal zu überlisten. (Quelle: Audible.de)

_Meine Meinung:_

Kati, eine glückliche Frau mit kleinen Macken, lernt bei einem Seminar Mathias kennen. Nun beschäftigt sie sich immer mehr mit ihm. In ihrem Eheleben mit dem Arzt Felix hat sich mittlerweile die Alltagsroutine eingeschlichen. Auf der Fahrt nach Hause verschickt sie ein Haufen SMS, die alle fehlgeleitet werden. So erfährt Mathias, dass Kati seinen Arsch knackig findet, natürlich muss er sofort darauf antworten. Kati denkt sich nichts dabei, da sie sich eh nie wieder sehen. Falsch gedacht. Dann kommt es zu einem Unfall. Als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, stellt sie fest, dass die letzten fünf Jahre verschwunden sind und sie ihr Leben wieder da anfangen kann, wo sie ihren Ehemann kennengelernt hat. Soll sie den gleichen Weg wie damals gehen oder eine andere Richtung einschlagen? Den ruhigen, fürsorglichen Felix oder doch den Partygänger mit den blauen Augen? Natürlich kommt es zu Komplikationen, die es Kati schwer machen zu entscheiden, wer den nur der Mann an ihrer Seite sein soll.

|Zur Sprecherin|:

Hier zeigt sich Kerstin Gier mal ein bisschen anders. In ihren Büchern immer spritzig, aber in dem Hörbuch leider ein bisschen zu viel des Guten. Die langgezogenen Wörter, die in dem Buch so wichtig sind, werden hier in dem Hörbuch etwas zu sehr in die Länge gezogen. Aber sonst macht sie ihren Job sehr gut.

_Fazit:_

Die männlichen Protagonisten werden zwar beschrieben, aber sind immer nur Randfiguren. Trotzdem spielen sie in diesem Buch eine große Rolle. Aber Kati, für sich eigentlich sympathisch, stellt sich ab und zu ein bisschen naiv an. Aber trotzdem ist es ein großer Spaß, dieses Buch zu anhören. Für alle Kerstin-Gier-Fans ein absolutes Muss.

|Spieldauer: 7:21 Std.
1 Track
Gelesen von Kerstin Gier
Format: AAX+ mit DRM-Kopierschutz (für das
Abspielen wird ein kompatibler Player benötigt)
Download mit 407 MB
Aufnahme: 128 kbit / 44 kHz|
http://www.audible.de

_Kerstin Gier bei |Buchwurm.info|:_
[„Die Mütter-Mafia“ 4328
[„Die Patin“ 4344
[„Für jede Lösung ein Problem“ 4374
|Liebe geht durch alle Zeiten|:
Band 1: [„Rubinrot“ 5664
Band 2: [„Saphirblau“ 6266

Ward, J. R. – Ankunft, Die (Fallen Angels 1) (Lesung)

_|Fallen Angels|:_

Teil 1: [„Die Ankunft“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6483
Teil 2: „Der Dämon“
Teil 3: „Der Rebell“

_Inhalt:_

Gelegenheitskiller und Rumtreiber Jim Heron wird nach seinem nicht ganz zufälligen Tod als Engel auserwählt, die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Er muss die Seelen von sieben Menschen retten, in denen sich Gut und Böse gleich stark gegenüberstehen, die jedoch jeweils eine der sieben Todsünden begangen haben. Dass die erste Seele seinem eiskalten Chef gehört, der ohne selbst daran zu glauben einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat, macht den Start für Heron nicht unbedingt leichter. (Quelle: Audible.de)

_Meine Meinung:_

Bei einem Unfall auf seiner Baustelle stirbt Jim. Er wird auf die Erde zurückgeschickt und hat einen Auftrag. Sieben Seelen muss er retten, damit die Welt nicht untergeht. Jim ist sehr weit weg vom Idealbild des himmlischen Gesandten und Krieger. Der erste Fall ist sein Chef, Vin dePietro. Im Laufe des Buches werden die beiden enge Freunde und müssen miteinander kämpfen. Alte Feinde und himmlische und höllische Überraschungen warten auf die beiden. Marie-Therese, eine gläubige Prostituierte, trifft auf Vin und zusammen müssen sie eine starke Entwicklung durchmachen. Sie weg von der Prostitution, er weg von seinem ausschweifenden Lebensstil. Aber trotzdem finden sie zueinander und beginnen eine aufregende Affäre miteinander. Nun, müssen beide Jim unterstützen, im finalen Kampf gegen Dämonen. Ob nun das Licht oder Dunkelheit siegen wird, liegt nun in Jims Händen.

|Zum Sprecher:|

Uwe Büschken hat hier seine großartige Stimme benutzt und ein wunderbares Hörbuch vertont. Er schafft es, dass man in eine andere Welt eintaucht und nicht mehr darauf raus will. Er passt seine Stimme immer der Situation an. Eine tolle Leistung für ein noch besseres Hörbuch.

Uwe Büschken (*1953 in Oberhausen) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Er verleiht vielen Schauspielern seine Stimme, z. B. Matthew Broderick, Hugh Grant, Colin Firth, Matthew Perry, Will Ferrell, Woody Harrelson, Luke Wilson und Bob Saget in der Sitcom Full House (1987 – 1995). vollen Touren.

_Fazit:_

Bei diesem Buch wird das Hauptaugenmerk eher auf den Bereich Fantasy gelegt, ähnelt nicht sehr den „Black Dagger“-Büchern. Aber hier zeigt sich J. R. Wards literarisches Können. Sie geht auf jeden Protagonisten ein und lässt sie alle nacheinander sich kennen lernen. Für alle ein Muss, die J. R. Wards Bücher lieben, aber auch damit rechnen müssen, dass es sich ein kleines bisschen zieht mit der Geschichte.

|Spieldauer: 15:48 Std.
1 Track
Format: AAX+ mit DRM-Kopierschutz (für das
Abspielen wird ein kompatibler Player benötigt)
Download mit 426 MB
Aufnahme: 128 kbit / 44 kHz
Originaltitel: Covet: A Novel of the Fallen Angels
Gelesen von Uwe Büschken|
http://www.audible.de

Perry Rhodan – Menschheit am Scheideweg (Silber Edition 80, Teil 2 von 4)

_|Menschheit am Scheideweg|:_

Teil 1: 351 MB, 4:09 h, 47 Tracks
_Teil 2: 370 MB, 4:22 h, 53 Tracks_
Teil 3: – erscheint am 28.02.2012 –
Teil 4: – erscheint am 20.03.2012 –

_Die Handlung:_

Das Jahr 3460. Die Milchstraße steht unter der Herrschaft des technisch überlegenen Konzils der Sieben. Leticron, der oberste Helfershelfer der Invasoren, erstickt jeden Widerstand mit eiserner Faust. Die wenigen Menschen, die seinen Truppen entkommen konnten, haben sich in den Schutz einer Dunkelwolke geflüchtet. Da keimt unerwartet neue Hoffnung. Kroiterfahrn, der todkranke Angehörige des bislang unbekannten Konzilvolks Greikos, trifft in der Galaxis ein. Er glaubt, eine Insel des Friedens und des Wohlstands vorzufinden, geschaffen von der gütigen, gerechten Hand des Konzils. Wird es den Menschen gelingen, ihm die Augen für die Wahrheit zu öffnen? Erde und Mond treiben währenddessen nach der misslungenen Flucht durch den Hyperraum weiter im »Mahlstrom der Sterne«, einer unendlich weit entfernten Region des Alls. Noch wärmt das Licht hunderter Atomsonnen die Urheimat der Menschen – doch Perry Rhodan weiß, dass er eine neue Sonne für sie finden muss. Rhodans einzige Hoffnung sind die erklärten Feinde der Terraner.
(Verlagsinfo für die komplette |Silber Edition 80|)

|Dieser Teil|:

Auf Etrus bekämpfen sich zwei Parteien und der Hörer bekommt Einblicke in die Geschichte zweier weiterer Konzils-Völker. Beide sind für die Laren sehr wichtig und eines davon wird nachhaltig von ihnen manipuliert. Dies soll sich aber nun ändern, wenn es nach einem USO-Agenten geht …

_Mein Eindruck:_

Sehr zur Freude der Fans der |Silber Editionen| beglückt uns der Verlag mit diesem Teil bereits eine Woche früher als erwartet. Das löst die Spannung darüber schneller auf, was sich denn nun in der schwarzen Pyramide auf Ertrus befindet, die wir am Ende des ersten Teils gerade betreten hatten.

Trotzdem müssen wir uns anfangs noch etwas gedulden, denn mit diesem Handlungsstrang gehts nicht los. Stattdessen erleben wir erstmal den Laren Hotrenor-Taak, der mit einer Portion Widerwillen dem Planeten Ertrus einen Besuch abstattet. Dabei wird sein Raumschiff von der dort gelandeten Pyramide aufgeladen und die darin eingedrungenen Ertruser werden mit Gefühlen überladen und haben eine außerkörperliche Erfahrung, die ihnen ein dem Leser unbekanntes neues Volk und deren Verbindung mit dem Konzil erklärt. Die |Mastibekks| haben ihre Körperlichkeit hinter sich gelassen und helfen den Laren im Austausch für Gefühle, die sie mit ihren Pyramidenschiffen aufsaugen. Dann erfahren wir, was mit unseren „Eindringlingen“ passiert und erleben noch eine Auseinandersetzung auf Ertrus.

Nun verlassen Hotrenor-Taak und wir den Planeten wieder … aber nicht zusammen … und lernen ein weiteres neues Hilfsvolk des Konzils kennen … die vier Meter großen und extrem friedfertigen, vogelartigen |Greikos|. Die bei Laune zu halten, ist für die Laren sehr wichtig, sind sie doch durch ihre Psi-Begabung für das reibungslose Miteinander der Konzilsvölker unabdingbar.

Hier zeigt sich dann auch, dass nicht alle Mitglieds- und Hilfsvölker die Laren aus freiem Willen unterstützen. Die Laren spielen den Greikos etwas vor und manipulieren sie. Das zu beweisen und die Laren vor den Vogelartigen bloßzustellen, schickt sich der USO-Agent Braunter „Goethe“ Schulz an, der gegen seinen Willen aber nun selbst mit in den Plan der Laren eingebaut wird.

|Das Hör-Erlebnis:|

Die Ertruser von Tom Jacobs werden nicht gebrüllt wie beim Kollegen Tratnik, vielmehr hebt er sie durch Sprechgeschwindigkeit und damit verbundenen Hektik und Tatendrang von den anderen Charakteren ab, aber laut wird er dabei auch gern mal, wenn es der Dramatik zuträglich ist. Sein Hotrenor-Taak wirkt ruhig und souverän.

Die körperlosen Mastibekks werden von Jacobs eindringlich geflüstert, das könnte bei dem einen oder anderen Hörer in eventuellen Nebengeräuschen untergehen. Beim Joggen, Putzen oder im Auto zum Beispiel.

Für den Greik Kroiterfahrn hat Tom Jacobs eine hohe, leicht krächzige und manchmal schmatzende Stimmfarbe anzubieten. Dies, gepaart mit einer eigenen Sprechmelodie, führt wieder dazu, dass auch dieser neue Charakter schnell auszumachen ist, sobald er etwas zu erählen hat.

Je nachdem wie es die Stimmung der Charaktere und die Dramatik der Situation verlangen, variiert Jacobs seine Sprechgeschwindigkeit und steigert dadurch schnell die Spannung. Gehetzt, genervt, aufsässig, kämpferisch, verängstigt oder verwirrt … alle Gefühle werden dem Hörer glaubhaft und authentisch vermittelt.

|Die Effekte – Der Hintergrund|

Jedes Kapitel beginnt mit einer kleinen Melodie oder ein paar Sound-Effekten. Danach folgt bei einigen Kapiteln noch ein Ambient-Teppich als Untermalung für den Hintergrund. Dieser Teppich fällt aber kaum auf, weil er so leise und unscheinbar klingt, als wären es Nebengeräusche.

|Die MP3s|

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch sämtliche Namen der an der kompletten |Silber Edition| beteiligten Autoren wurden mit in das ID3-Tag der Dateien geschrieben. Dies macht den Eintrag in der Playlist einiger Abspielgeräte so lang, dass nur noch die Autorennamen zu sehen sind und der Titel am Ende abgeschnitten wird.

Diesmal ziert die grafisch aufpolierte Front von Band 695 „Die Unantastbaren“ die ID3-Tags. Das Bild liegt dem Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 1448 x 1444 bei und ist auch das Titelmotiv des |Silberbandes 80|.

Der Download ist auch als One-Track-Version erhältlich.

_Mein Fazit:_

Manipulationen von Hilfsvölkern, neue Erstkontakte mit Geschichtsunterricht, Ertruser, die gern Erster Hetran wären und schon wieder ein fieser Cliffhanger. Das sind die Zutaten dieses Teils, der abwechslungsreich unterhält und die Kopfkino-Kamera noch ein wenig weiter aufzieht, sodass das Gesamtbild immer größer wird, das sich dem Hörer bietet.

|MP3-Download mit ca. 370 MB Größe
Spieldauer der Lesung: 4:22 h
Anzahl der Tracks: 53
Sprecher: Tom Jacobs
ISBN-13: 978-3943393170|
[www.einsamedien.de]http://www.einsamedien.de
[www.perry-rhodan.net]http://www.perry-rhodan.net

|Hinweis:| Die |Silber Edition 80| wird zusammen mit dem letzten Download-Teil ab dem 20. März 2012 auch komplett auf zwei MP3-CDs im Handel erhältlich sein.

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Zappa, Ahmet – fabelhaften Monsterakten der furchtlosen Minerva McFearless, Die (Lesung)

_Enzyklopädisch: Monsterjäger gegen den König des Bösen_

„Mein Name ist Minerva McFearless. Ich bin die Tochter des weltberühmten Monsterjägers Manfred McFearless und ständig in Lebensgefahr. Vor allem jetzt, denn die Monster haben Rache geschworen: Der Zarmaglorg, die abscheulichste, grausamste Gruselbestie höchstpersönlich, hat meinen Vater entführt! Und nun sind mein kleiner Bruder Max und ich unterwegs zu den finsteren Verliesen seiner Festung, um unseren Vater zu befreien. Unsere einzige Waffe: Miss Monstroklopädia – das klügste, bissigste und gefährlichste Buch der Welt …“ (Verlagsinfo)

_Der Autor_

Ahmet Emuukha Rodan Zappa (* 15. Mai 1974 in Los Angeles, Kalifornien) ist ein US-amerikanischer Musiker, Schauspieler und Buchautor. Ahmet Zappa ist das dritte von vier Kindern des Künstlers Frank Zappa. Er wurde nach dem Produzenten Ahmet Ertegün benannt, dem Gründer und Besitzer des Plattenlabels Atlantic Records.

Zusammen mit seinem Bruder Dweezil Zappa spielte er in der Band „Z“ und auf Alben mit Musikern wie Steve Vai oder Mike Keneally. Zappa hatte in den 1990er-Jahren mehrere kleine Fernsehrollen und trat unter anderem in der Fernsehserie „Roseanne“ auf. In der Bildungsserie Robotica war er drei Jahre lang Fernsehmoderator. (Wikipedia)

Zappas erstes Buch enthält Zeichnungen des Autors und Fotos von Clay Sparks. Zum Buchschreiben kam er erst, als er aus Spaß Aquarelle von Monstern malte und sie an seine Freunde verschickte. Zappa gibt an, mit dem Buch Kindern helfen wolle, die Angst vor Ungeheuern, unter der er als Kind selbst litt, zu überwinden.

Bevor das erste Exemplar des Buches in den USA veröffentlicht wurde, hatten sich Disney und Jerry Bruckheimer Films, die Produzenten von „Fluch der Karibik“, für 1,5 Millionen US-Dollar die Filmrechte gesichert. Zurzeit schreibt Ahmet Zappa an die Fortsetzung seines Buches, in dem Max McFearless der Ich-Erzähler ist. (Wikipedia)

Mehr Info: http://www.mightymcfearless.com

_Die Sprecherin_

Sylvie Nogler, geboren 1958 in Innsbruck, absolvierte ihr Schauspielstudium von 1983 bis 1986 am Tiroler Landestheater Konservatorium Innsbruck. Es folgten Theaterauftritte am Kampnagel in Hamburg, am Altstadt-Theater Berlin und mehrere Tourneen in Deutschland und Österreich. Seit den 1990er Jahren spielt sie in TV-Serien wie „Großstadtrevier“ und ist Sprecherin für Film, Fernsehen und Hörspiele. Sylvie Nogler lebt in Hamburg. (Verlagsinfo)

Musik: Ulrich Maske

Ulrich Maske, geboren in Hannover, ist Text- und Musikautor, Musiker und Produzent. Nach seinem Studienabschluss als Diplompsychologe arbeitete er als Musikproduzent mit Hannes Wader, Zupfgeigenhansel, vielen international namhaften Folk- und Jazzmusikern und produzierte Hörbücher und Hörspiele für Kinder und Erwachsene. Seit Mitte der 1970er Jahre entwickelt er ein innovatives Repertoire für Kinder und Erwachsene, seine Produktionen erhielten diverse Auszeichnungen. Er schreibt Bücher, Kinderlieder, Reime und Gedichte. Bei JUMBO erscheinen seine Hörspiel-, Hörbuch- und Musikproduktionen. Ulrich Maske lebt in Hamburg und verantwortet die Programme JUMBO und Goya. (Verlagsinfo)

Regie: Uticha Marmon, Inga Richter
Tonmeister: Joszi Sorokowski im WunderWeltStudio, Hamburg

_Handlung_

|Prolog|

Die elfjährige Minerva McFearless und ihr Bruder Maxwell sitzen in einem großen Käfig, der sich in der finsteren Festung des Zarmaglorg befindet, der abscheulichsten, grausamsten Gruselbestie, die man sich nur vorstellen kann. Der Käfig hängt über einer Grube, an deren Grund brodelnde Lava glüht. In einem Käfig sitzt leider auch ihrer beider Vater Manfred McFearless, seines Zeichens Monsterjägers. Eigentlich wollten sie ihn ja befreien, doch nun muss er sich bemühen, sie zu befreien. Denn alle drei werden vom schrecklichsten aller Monster bewacht, dem Schnurgelschnöselsaurus.

Doch wie konnten sie nur in diese missliche Lage geraten? Alles begann vor etwa zwei Jahren.

|Haupthandlung|

An diesem Tag haben alle drei den Todestag von Mami McFearless gefeiert, doch spät abends muss Dad, wie so häufig, noch mal weg. Daher machen es sich Minerva und Maxwell in der großen, vollgestopften und mit einem Sternenhimmel bemalten Bibliothek gemütlich. An deren Wand hängt ein Gemälde, das ihren Ururgroßvater Maximilius McFearless zeigt; er trägt eine Augenklappe über einem Auge. Minerva holt gerade ein Glas Wasser, als sie ihren jüngeren Bruder schreien hört. Hoffentlich nicht wieder einer seiner Streiche! Doch nein, diesmal treibt er keinen Schabernack, sondern zeigt bloß auf den Kamin.

|Das Labor|

Dort befindet sich auf einmal eine Geheimtür, die sie nie zuvor bemerkt haben. Sie treten hindurch, folgen einem düsteren Tunnel und gelangen durch eine zweite Tür in ein verborgenes Laboratorium, mit Büchern, Schränken, Waffen und Proben von unbekannten Tieren. Während Max, der Waffennarr, es schafft, ein Schwert auf seinen Fuß fallen zu lassen, fasst Minerva ein geheimnisvolles Buch an, das sie unversehens beißt. Und dieser Biss lässt sie in Ohnmacht fallen, denn er ist giftig.

Dads Warnung ist zu spät gekommen. Jetzt verarztet er Minervas geschwollene Hand mit den Bisswunden und gibt ihr eine Medizin zu trinken, die den Schmerz abklingen lässt. Natürlich will sie wissen, was es mit dem Labor und dem Buch auf sich hat. Bei dem Labor handle es sich um sein Arbeitszimmer, denn er sei ein „MonsTerminator“, genau wie seine Vorväter. Das Buch sei ein lebendiges, intelligentes Ungeheuer: Miss Monstroklopädia. Es tue ihr sehr leid, dass sie Minerva gebissen habe. Aber wäre Minerva keine McFearless, wäre sie bereits tot.

Miss Monstroklopädia ist ein lebendiges und sprechendes Buch, das alle Informationen der McFearless über Monster enthält und darüber, wie man sie bekämpfen kann. Um darin lesen zu können, muss man von ihr gebissen werden, allerdings sei ihr Biss giftig. Manfred erzählt, dass alle Mitglieder der Familie McFearless Monster jagen, um die Menschheit vor dem Bösen zu beschützen. Und Monster gibt es bekanntlich jede Menge, besonders in letzter Zeit.

Seinen beiden Kinder allerdings verbietet er zwar, je wieder in das Labor hineinzugehen oder in Miss Monstroklopädia zu lesen, denn wenn Miss Monstroklopädia jemals wieder zu den Monstern zurückkehrt, könnten furchtbare Dinge passieren. Der König des Bösen, dem sie einst von Ururgroßvater Maximilius gestohlen wurde, will sie nämlich dringend zurückhaben, zusammen mit einem Kleinod: dem magischen Diamanten Enotslived.

|Selbstausbildung|

Doch die beiden Kinder überlisten ihr männliches Kindermädchen Randolph und schleichen sich immer wieder in das Laboratorium, um heimlich alles über Monster zu lernen. Ihr Ziel ist es, echte McFearless zu werden, um eines Tages die Familientradition fortzuführen. Nur blöd, dass sich der Schisser Maxwell weigert, sich von Miss Monstroklopädia beißen zu lassen. Wie soll da aus ihm ein echter Monsterjäger werden? Sie muss ihm alles aus dem Lexikon vorlesen, weil er erst durch den Biss Monströsisch lesen könnte.

Eines Tages bekommt Dad eine geheimnisvolle Kiste vor die Haustür gelegt. Minerva weiß Bescheid: Es muss sich um eine von diesen Täuschertrixtruhen handeln, die sich nur von Eingeweihten öffnen lassen. Als Dad von der Monsterjagd zurückkehrt und die Kiste zu sehen bekommt, tut er so, als wäre das nichts Besonderes. Er ist der schlechteste Lügner der Welt, findet Minerva. Er schickt sie natürlich ins Bett, aber kaum ist in sein Arbeitszimmer verschwunden, folgen ihm die beiden Kinder, um ihn zu beobachten.

|Der Überfall|

Tatsächlich gelingt es ihm, die Täuschertrixtruhe zu öffnen. Er entnimmt ihr einen scharlachroten Edelstein. „Der Enotslived! Das ist nicht gut“, murmelt er. In der Tat! Noch in derselben Nacht stürzt er ins Zimmer seiner Kinder, um sie rasch ins Labor in Sicherheit zu bringen. Drei Monster sind gekommen, um den Enotslived und Miss Monstroklopädia zu rauben! Sie verbarrikadieren die Tür. In dem gewonnenen Moment zeigt Dad ihnen, dass sie sich in einer Geheimkammer unter dem Schreibtisch verstecken sollen, natürlich mit den zwei gesuchten Objekten. Und sie dürfen auf keinen Fall vor Sonnenaufgang wieder hervorkommen. Denn wie jeder weiß, können Monster das Licht der Sonne nicht ertragen.

Kaum sind sie durch die Falltür gekrochen, ertönt ein Krachen und ein viertes Monster stürzt durchs Fenster ins Arbeitszimmer: ein Gräuelheuler! Minerva hört schreckliches Krachen, Brüllen, Schlagen und Knirschen, doch dann herrscht ominöse Stille. Minerva fällt in Schlaf. Als sie wieder erwacht, steht die Falltür ihrer Geheimkammer offen, das Buch ist ebenso weg wie der Samtbeutel mit dem Diamanten. War alles umsonst?

|Ein unerwarteter Besucher|

Als sie herauskabbelt, entdeckt sie eine merkwürdige Gestalt im Sonnenlicht: ein aufrecht stehender Kojote, der einen Spazierstock benutzt, einen Zylinder und eine Augenklappe trägt. Er nennt sich Mr. Devilstone. Dieser Schlaufuchs erklärt den beiden perplexen Geschwistern, dass sich ihr Vater in der Gewalt vom Zarmaglorg, dem schrecklichsten aller Monster, dem König des Bösen, befindet.

|Die Mission|

Nach anfänglichem Misstrauen machen sich Minerva und Max, zusammen mit Miss Monstroklopädia und Mr Devilstone auf eine gefahrvolle Reise, um ihren Vater zu retten. Dabei müssen sie eines der vier Monster, die ihn entführten, nach dem anderen bezwingen. Und dann ist da schließlich Zarmaglorg. Von diesem empfängt Minerva neuerdings schauerliche Visionen, wie er ihren Vater foltert, um die Kombination der Täuschertrixtruhe zu erfahren. Und ein grausiger Suzzler macht Anstalten, ihm diese Erinnerung aus dem Gehirn zu saugen …

_Mein Eindruck_

Es gibt also jede Menge Gründe, sich in diesem Hörbuch vor Monstern zu fürchten. Das ist genau der Sinn und Zweck der Geschichte: Jedes Kind macht eine Phase durch, in der sich seine Ängste (von denen es meist jede Menge besitzt) als Ungeheuer manifestieren können. Da ist das allseits bekannte Monster unter dem Bett, das in den Schatten lauert, es gibt aber auch Monster, die sich einen Spaß daraus machen, einen legasthenischen Jungen das Buchstabieren beibringen zu wollen … So erging es dem Autor, der eine Leseschwäche hatte und viel lieber Monster malte, als Aufsätze zu schreiben.

Der Sinn der Geschichte besteht also darin, die Monster materialisieren zu lassen, was sie schon mal halb so furchterregend macht. In der Monstroklopädia steht sogar ganz genau, worin ihre Eigenschaften und Stärken bestehen. Zum Glück haben MonsTerminatoren wie die McFearless auch Informationen über die Schwächen der Monster zusammengetragen. Sie geben jeweils ein Rezept zur Herstellung eines ABWEHRMITTELS an.

Jeder der zwölf Einträge sieht etwa so aus:
1) „Der Klogo: (Stärken/Schwächen); Echsenpastillentee“ (= Abwehrmittel)
2) „Der Grumpelmies: Überraschungseier des Verderbens nach Art des Grauses“
3) „Das Debilion: Die Katzenpfote des Verderbens“ usw.

Es folgen:

4) Der Urks: dreimal so groß wie ein Elefant, aber nicht mal ein tausendstel so intelligent; darf nichts essen, was er schon mal gegessen hat, sonst ist es sein Verderben.
5) Der Suzzler (der im Finale eine Hauptrolle spielen wird)
6) Der Gräuelheuler
7) Der Moderan: ein kein ganz schlechtes Monster, das als Undercover-Agent für die Guten arbeitet! Telepathische Telekineten – sehr praktisch für das Kontaktieren von Informanten!
8) Der Medighul
9) Der Schnurgelschnöselsaurus (siehe Abbildung im Booklet)
10) Das Krallummerdon
11) Der Dreckschlecker (Vorsicht: besonders hinterhältig da allgegenwärtig!)
12) Das Einhörnige Pupswampit

Da jedes Monster seine Schwäche aufweist, lässt es sich auch besiegen. Zumindest theoretisch. Voraussetzung ist natürlich, dass der Monsterjäger, etwa Minerva, genügend Mut, Kaltblütigkeit und Einfallsreichtum aufbringt, um diese Schwäche auszunützen. Etwas Glück wäre auch nicht schlecht. Indem Minerva und Maxwell ihre Antipathie überwinden, gelingt es ihnen, das eine oder andere Monster zu erledigen. Ganz ohne die Konsultation von Mr Devilstone.

Bei Minerva hapert es jedoch gewaltig an der Kaltblütigkeit. Der Grund dafür besteht darin, dass sie als „gutes amerikanisches Mädchen“ sehr reinlich erzogen wurde und auf maximale Hygiene bedacht ist. Nun, Monster sind das genaue Gegenteil von Hygiene, wie man sich leicht vorstellen kann. Und alle Abwehrmittel sind so etwas von unhygienisch, dass Minerva sich anschließend am liebsten zwei Jahre lang mit Bürste und Seife abschrubben würde. Wir lernen hier eine ganze Menge darüber, wovor sich reinliche American Girls am meisten fürchten.

Und Maxwell ist auch etwas gehandicappt: Ihm fehlt es an Besonnenheit. In jede Situation stolpert er zwar mutig hinein, doch unversehens verliert er die Kontrolle darüber. Dann ist es Minervas Geschick oder purem Glück überlassen, ihn wieder aus der Patsche zu holen. Im Finale hat er sogar einen genialen Plan – den ihm ausgerechnet Minerva wieder zunichte macht! Wenigstens sind beide mutig genug für fünf, weil sie ihren Daddy wiederhaben wollen.

|Die Story|

Soweit der originelle Teil, der für die Verfilmung (s. o.) den Ausschlag gegeben haben muss. Der Rest, den das gekürzte Hörbuch bietet, kommt dem Kenner doch recht vertraut vor: Alles nur geklaut. Da ist das Objekt der Macht, das der Oberböse haben will. Hier heißt er nicht Sauron, sondern Zarmaglorg und stammt aus der Dämonenwelt. Dieser trifft à la Darth Vader auf den besten Kämpfer der Guten, nämlich eben jenen Ururgroßvater Maximilius, der auf so mysteriöse Weise verschwand. Sie fechten mit Energiestrahlen gegeneinander, gegen die Laserschwerter ein Mumpitz sind.

Dass Max und Minnie, die Nachwuchs-Monsterjäger, erst einmal lernen müssen, versteht sich von selbst. Wer jetzt an „Harry Schotter“ denkt, liegt genau richtig. Allerdings läuft der Unterricht sehr irregulär ab, und Lehrer gibt es auch keine. Deren Stelle nimmt die liebenswürdige Miss Monstroklopädia ein, ein romantisches Frauenzimmer mit einer Reptilienhaut, welches nur zu gern eine Menschin wäre, um Maximilius, der sie einst vor Zarmaglorg rettete, ihre Liebe beweisen zu können.

Dass es diverse überraschende Wendungen in diesem Plot gibt, ist zu erwarten, doch davon soll kein Sterbenswörtchen erwähnt werden. Auch nicht, was aus dem gefressenen Mr. Devilstone wird, dessen Name eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Diamanten Enotslived aufweist … ja, und ob sie ihren Vater retten können, hängt ganz vom Gelingen von Maxwells Plan ab. Wer hätte das von diesem übereifrigen Möchtegern-Piraten erwartet? Minerva jedenfalls als Allerletzte.

_Der Sprecher_

Sylvie Nogler ist eine ausgebildete und vielfach erprobte Schauspielerin, die sich nicht scheut, die ulkigsten Stimmen nachzumachen. Sie weiß, dass man in eine Rolle entweder ganz oder gar nicht schlüpfen muss. Deswegen legt sie sich auch energisch ins zeug, um den grässlichen Monstren ebenso wie den liebevollen Monsterjägern und ihren Verbündeten charakteristische Stimmen und Ausdrucksweisen zu verleihen.

Der Urks beispielsweise spricht, aufgrund seiner mega-elefantösen Größe, sehr tief, was die Sprecherin doch einigermaßen hinbekommt. Denn auch das andere Extrem muss sie überzeugend beherrschen: Miss Monstroklopädias Stimme ist so mädchenhaft kieksig, dass es schon fast wehtut. Und Minervas Stimme ist nur eine halbe Haaresbreite tiefer.

Irgendwo in der Mitte sind die menschlichen Figuren und die zwielichtigen Monster angesiedelt. Vater Manfred McFearless soll zwar autoritär tief klingen, doch er erscheint nur sehr angestrengt, ohne die natürliche Autorität einer sonoren Stimme. Auch einen Schnurgelschnöselsaurus hätte ich mir etwas eindrucksvoller vorgestellt; stattdessen versucht Nogler das Wesen mit einer kaum verständlichen radebrechenden Sprechweise als völlig unterbelichtet zu kennzeichnen. Die Handicaps Noglers sind vielfältig.

Wenigstens gelingen ihr bei Mr Devilstone, den drei Moderanen und bei Zarmaglorg ausgezeichnete Stimmporträts. Devilstone ist nicht der, als der er sich ausgibt, die moderanischen Undercover-Agenten und was können wir von einem „König des Bösen“ schon Gutes erwarten? Nur Scheinheiligkeit. Diese macht sich in einer verdächtig sanften Sprechweise gegenüber den Kindern bemerkbar.

|Geräusche und Musik|

Geräusche gibt es keine, aber sie werden so zahlreich beschrieben, dass man sie sich leicht hinzu vorstellen kann. Ein gutes Beispiel dafür ist die Offscreen-Szene des Kampfes im Laboratorium, als Daddy Manfred vergeblich gegen die vier Monster streitet – und schließlich unterliegt.

An Musik gibt es zwei Stücke von Ulrich Maske, die als Intro und Outro fungieren. Die etwas angejazzte Instrumentierung intoniert Melodien und Kadenzen, die sowohl leicht bedrohlich à la Monster, aber auch recht schräg à la Komödie klingen sollen. Das Outro ist ein viereinhalb Minuten langer Rausschmeißer, der der turbulenten Geschichte noch die entsprechende Abrundung verleiht.

_Unterm Strich_

|Faktoren|

Ob einem die Geschichte gefällt, hängt von zahlreichen Faktoren ab. Ein Rezensent fand beispielsweise die zahlreichen ekligen Ausdrücke wie „Rotz“ und „Kotze“ höchst unappetitlich. Naja, Erwachsene! Was kann man da schon erwarten? Dabei sind es genau diese ekligen Sachen, die dem jungen Antihelden die Geschichte so versüßen. So etwa die Sache mit den Pythonlederstiefeln: Nur wenn sie so richtig nach Stinkefuß stinken, wirken sie gegen eine ganz bestimmte Monsterart. Mindestens 300 Tage lang und im Umkreis eines Vorortblocks. Sagt jedenfalls die Monstroklopädia.

Neben diesem hohen Ekelfaktor sind es die Lexikonartikel der Monstroklopädia, die einem gefallen müssen. (Deren Aufbau habe ich oben beschrieben.) Sie unterbrechen den Verlauf der Geschichte doch nicht unerheblich. Obwohl sie diesen Verlauf bremsen und so die Spannung darauf erhöhen, wie es weitergeht, können sie bei geballtem Auftreten, etwa auf CD 4, die Geschichte so stark unterbrechen, dass man kaum wieder hineinfindet. Das ist etwas kontraproduktiv.

|Antipoden|

Immerhin dürften die beiden kindlichen Hauptfiguren jedem Leser / Hörer unter zehn Jahren recht vertraut vorkommen. (Mein eigenes Paar aus Neffe & Nichte ist ein Paradebeispiel dafür.) Die beiden sind so unterschiedlich, dass sie sich ohne zu wissen wie prächtig ergänzen, wenn es um die Monsterbekämpfung geht. Schließlich lassen sie sich sogar dazu hinreißen, einander ob ihres Erfolges zu loben.

|Schwächen|

Aber die Geschichte hat auch ein paar Löcher, die es zu stopfen gilt. So ist die Abwesenheit der Mutter doch recht auffällig. Nie ist die Rede davon, wie sie zu Tode kam und wie man sie vielleicht retten könnte – außer ganz am Schluss, als Ururgroßvater Maximilius den Vorschlag macht, sie zu retten. Das verblüfft einerseits, andererseits macht es gespannt auf die Fortsetzung.

Das zweite Loch ist die Vorgeschichte eben dieses Maximilius: Sie muss in einem langen Monolog nachgeliefert werden, den er den Kindern in Zarmaglorgs Höhle vorträgt. Nicht sonderlich elegant. Und von Randolph, dem Kindermädchen, ist nach einer flüchtigen Erwähnung am Anfang eh nie mehr die Rede. Was mag nur aus ihm geworden sein?

|Das Hörbuch|

Die Sprecherin bemüht sich mit allen verfügbaren Kräften, die Monster zum Leben zu erwecken, doch das gelingt ihr nur bedingt. Immerhin legt sie sich so ins Zeug, dass die Szenen mit den Figuren wirklich zum Leben erweckt werden, und mehr kann man kaum verlangen, wenn es weder Hintergrundmusik noch Geräusche gibt. Für junge Hörer bis max. zehn Jahre ist das völlig ausreichend, denke ich. Alle, die älter sind, finden den Ekelaspekt wahrscheinlich doch viel zu eklig, um sich daran freuen zu können.

Das Booklet liefert nicht nur viele Informationen über die Sprecherin, den Autor (Frank Zappas drittes Kind) und die Enzyklopädieeinträge über Monster, sondern enthält auch viel Illustrationen. Sie zeigen den Urks, den Moderan, den fiesen Suzzler und den Schnurgelschnöselsaurus, der so genauso dämlich aussieht, wie er redet. Der Rest des Booklet besteht aus Werbung für das Jumbo-Medien-Programm.

Für junge Hörer zwischen sechs und zehn Jahren könnte das Hörbuch recht lustig wirken. Alle anderen sollten sich nach etwas mit geringerem Ekelfaktor umsehen. Ich habe jedenfalls stellenweise mehrfach lachen müssen.

|4 Audio-CDs
Spieldauer: 316 Minuten
Originaltitel: The Memoirs of a Mighty McFearless (2006)
Aus dem US-Englischen übersetzt von Vanessa Walder
ISBN-13: 978-3833717994|
[www.jumboverlag.de]http://www.jumboverlag.de

Franziscowsky, Hans Gerhard (als H.G. Francis) – Sternentor: Planet der Seelenlosen (Folge 2) (Hörspiel)

_|Das Sternentor:|_

01 [„Der rote Nebel“ (2002)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7705
_02 „Planet der Seelenlosen“ (2003)_
03 [„Der verbotene Stern“ (2003)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=8255
04 „Im Land der grünen Sonne“ (2004)
05 „Verloren in der Unendlichkeit“ (2006)
06 „Im Bann der glühenden Augen“ (2006)
07 „Der dritte Mond“ (2008)
08 „Das Rätsel der sieben Säulen“ (2008)
09 „Die Zeitfalle“ (2009)

Hans Gerhard Franciskowsky (1936 – 2011) hatte stets ein breites Tätigkeitsfeld, so war er als langjähriger „Perry Rhodan“-Autor ebenso erfolgreich wie als Verfasser diverser Hörspieladaptionen, die unter seinem Pseudonym H. G. Francis erschienen. Die Namens- und Vertonungsrechte seiner (Jugend-)Sci-Fi-Reihe „Commander Perkins“, welche seinerzeit im |Franz Schneider Verlag| unter dem Alias „H. G. Francisco“ in Buchform veröffentlicht wurde, liegen immer noch bei den EUROPA-Studios, welche den Commander in den Siebzigern bereits erfolgreich auf die Hörerschaft losließen. Die neuere, nun stark an die späteren Romane angelehnte Hörspielserie durfte daher bei ihrer Vertonung durch MARITIM den Namen nicht tragen. Unter dem Label „Das Sternentor“ können Randy Perkins, Peter Hoffmann und Ralph Common seit 2002 aber dennoch werkgetreuer denn je akustisch durch die Dimensionen jetten.

_Zur Story_

Eine fremde Macht hat offenbar die Möglichkeit gefunden, den von Professsor Common gebauten Dimensionsbrecher auf der Mondbasis Delta 4 zu manipulieren. Nach Erkundung des auf den Namen „Psion“ getauften, 120 Lichtjahre entfernten, Planeten macht sich das Gerät plötzlich selbstständig und spuckt einen Haufen Metallteile aus, die ursprünglich offenbar zu einem Roboter gehörten. Kurz darauf bricht Commons telepathisch begabter Sohn Ralph plötzlich zusammen. Der Vierzehnjährige ist dem Tode nah, bis es kurz vor knapp gelingt, ihn gegen den psionischen Angriff abzuschirmen. Commander Perkins und Major Peter Hoffmann sollen auf den Planeten reisen, um die Quelle des Übels auszumachen – und natürlich neutralisieren. Ralph will und soll sie dabei begleiten, denn seine parapsychischen Fähigkeiten dürften sich bei der Suche wieder einmal als nützlich erweisen. Dort angelangt erwartet das Expeditionsteam eine Zivilisation, die nur aus abgestumpften und teilnahmslosen Bewohnern zu bestehen scheint. Doch es gibt noch andere Gruppierungen auf Psion. Und die sind den Terranern nicht unbedingt freundlich gesonnen.

_Eindrücke_

„Planet der Seelenlosen“ ist der zweite Roman der insgesamt 9 Bände umfassenden Reihe, den MARITIM vertonte und nimmt wie schon sein Vorgänger einen kleinen Sonderstatus ein. Beide haben nämlich gemein, dass sie in sich abgeschlossenen Storys präsentieren, während die nachfolgenden Geschichten stärker aufeinander aufbauen, sodass man dort von Zyklen sprechen kann. Zudem betritt in Folge 2 ein weiterer Hauptcharakter die Bühne: „Camiel“. Der Roboter wird das Team ab sofort bei jedem Abenteuer verstärken und zumeist als cooler Counterpart zum flapsigen Major Hoffmann fungieren. Camiel wird von Michael Pan gesprochen, dessen Stimme kennen vor allem Trekkies als die von Lt. Com. Data aus der „Next Generation“-Crew des Raumschiffs Enterprise. Damit befindet er sich in guter Gesellschaft, denn Ernst Meincke (Commander Perkins) ist die spätere Synchronstimme seines dortigen Captains: Jean-Luc Picard.

Das Zusammenspiel der Figuren funktioniert leider nicht so gut wie im Buch, obwohl zumeist routinierte Synchronsprecher-Profis am Werk sind. Gerade die Kabbeleien zwischen Camiel und Major Hoffmann zünden nicht so recht. Zum einen mags daran liegen, dass einige der besten humorigen Szenen der beiden gestrichen wurden, zum anderen daran, dass Camiels Stimme nicht nach Roboter klingt bzw. seine Kommentare nicht so süffisant-trocken ausfallen, wie es der Roman vorgibt. Seine Betonung ist auch etwas gewöhnungsbedürftig. In puncto „seltsame Sprechweise“ fällt aber doch eher Michael Harck (Talvoran) ins Ohr. Bei ihm entsteht zuweilen der Eindruck, als würden auf Psion stark sedierende Drogen angebaut – und auch reichlich konsumiert. Gut hingegen, dass Urgestein Peer Augustinski in der Gastrolle des Psion-Wissenschaftlers Arkary mitmischt, das hebt den Performance-Durchschnitt dann wieder.

Bei einer Laufzeit von knapp einer Stunde, dürfte klar sein, dass auch dieses Hörspiel nicht ohne Kürzungen gegenüber der Vorlage auskommt – wiewohl die zugrundeliegenden Schneider-Bücher auch nicht grade mit vielen Seiten protzen. Es fehlen dennoch eine ganze Reihe – mehr oder weniger kleiner – Passagen, die allerdings für das Verständnis der Geschichte an sich nicht ganz so von Belang sind. Man kann dem Plot trotzdem problemlos folgen und er geht dabei sogar, ohne in Konflikte mit der Logik zu geraten, schlüssig auf. Wie schon beim Vorgänger „Der rote Nebel“ zu bemerken, wurden die Hörspieladaptionen ohnehin grundsätzlich etwas mehr auf Action gebürstet.

_Sprecher und Figuren_

Jürgen Neumann (Erzähler), Ernst Meincke (Commander Randy Perkins), Nicolas Böll (Major Peter Hoffmann), Wolfgang Bahro (Ralph Common), Thomas Kästner (Oberst G. Camiel Jason), Karin Eckholt (Cindy Common), Rolf Jülich (Professor Arthur Common), Sascha Draeger (George Croden), Michael Pan (Camiel der Roboter), Michael Harck (Talvoran), Peer Augustinski (Arkary), Sabine Hahn (Wahrsagerin/Talvorans Mutter – uncredited)

_Fazit_

Eine gut durchdachte wie spannende Story. Das Buch hat gegenüber dem Hörspiel jedoch mehr Feinheiten zu bieten und geht dementsprechend in vielerlei Hinsicht etwas smoother über die Bühne. Und was die herzerfrischenden Zankereien zwischen Hoffmann und Camiel angeht, auch um einiges witziger. Dafür kann das Hörspiel mit einer straffen, aufs Wesentliche beschränkten, Gangart punkten und natürlich mit Stimmen und Geräuschen. Ob Micheal Pan für den vorlauten Roboter ohne unterstützendes Soundengineering die richtige Wahl war, obliegt sicherlich dem persönlichen Geschmack. Altgediente „Perkins“-Fans hätten sicherlich eine dunklere und gelassenere Stimme erwartet. Summa summarum gibt es aber sonst eigentlich nichts wirklich Gravierendes zu bemängeln. Schön, dass sich MARITIM der Vertonung der kultigen Romane annahm.

|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 60 Minuten
Nach der „Commander Perkins“-Reihe von H. G. Francis
Maritim, April 2003
Erstveröffentlichung: Franz Schneider Verlag, 1979|

[Audible]http://www.audible.de

[Maritim Hörspiele]http://www.maritim-produktionen.de

Franziscowsky, Hans Gerhard (als H.G. Francis) – Sternentor: Der rote Nebel (Folge 1) (Hörspiel)

_|Das Sternentor|:_

01 _“Der rote Nebel“_ (2002)
02 „Planet der Seelenlosen“ (2003)
03 „Der verbotene Stern“ (2003)
04 „Im Land der grünen Sonne“ (2004)
05 „Verloren in der Unendlichkeit“ (2006)
06 „Im Bann der glühenden Augen“ (2006)
07 „Der dritte Mond“ (2008)
08 „Das Rätsel der sieben Säulen“ (2008)
09 „Die Zeitfalle“ (2009)

Hans Gerhard Franciskowsky (1936 – 2011) hatte stets ein breites Tätigkeitsfeld, so war er als langjähriger „Perry Rhodan“-Autor ebenso erfolgreich wie als Verfasser diverser Hörspieladaptionen (u. a. für „Die drei ???“ uvm.), die unter seinem Pseudonym H. G. Francis erschienen – für gewöhnlich bei den EUROPA-Studios. Eben diese haben aber auch die Namens- und Vertonungsrechte an seiner von ihm selbst erdachten (Jugend-)Sci-Fi-Reihe, welche seinerzeit im |Franz Schneider Verlag| (hier übrigens unter dem Alias „H. G. Francisco“) veröffentlicht wurde: „Commander Perkins“. Die stark an die Romane angelehnte Hörspielreihe durfte daher bei ihrer Vertonung durch MARITIM nicht so benannt werden, wie die (inhaltlich eigenständige) EUROPA-Produktion aus den Siebzigern. Unter dem Label „Das Sternentor“ können Randy Perkins, Peter Hoffmann und Ralph Common seit 2002 aber nun werkgetreuer denn je durch die Dimensionen jetten. „Der rote Nebel“ bildet dabei den Auftakt.

_Zur Story_

Professor Arthur Common und seiner Tochter Cindy ist es gelungen, eine revolutionäre Maschine zu konstruieren: den Dimensionsbrecher. Mit diesem ist man in der Lage quasi in Nullzeit an jeden beliebigen Punkt der Galaxis zu gelangen – ganz ohne Raumschiff. Doch dieses Tor zu einer anderen Welt, welches Commander Randy Perkins und sein Freund und Kollege Major Peter Hoffmann zusammen mit Commons telepathisch veranlagten Sohn Ralph, bereits häufiger durchschritten, ist nicht ohne Nebenwirkungen. Und keine Einbahnstraße. Als sich die drei nach ihrem letzten Ausflug auf der Erde einfinden müssen, wo sie auf etwaige Veränderungen in ihren Gehirnen gecheckt werden, manifestiert sich über der nördlichen Hemisphäre ein seltsamer roter Nebel, der alles und jeden zu verschlingen droht, was mit ihm in Kontakt kommt. Ausgespuckt hat dieses Etwas der Dimensionsbrecher auf der Mondbasis „Delta 4“, als man einen neu entdeckten Planeten mittels Robotern auskundschaftete. Man taufte den, von seiner offenbar früher einmal vorhandenen Zivilisation leer gefegten, Planeten scherzhaft „Empty“ und ahnt dabei nicht, dass dieses Attribut ironischerweise auch bald auf die Erde zutreffen könnte.

_Eindrücke_

Der Stoff mag in die Jahre gekommen sein, doch er verfängt noch immer. Dabei ist das Konzept bzw. der Aufbau der Geschichte recht einfach, was auch darin begründet sein mag, dass es sich bei der Vorlage um einen Jugendroman handelt. Noch dazu einen nicht sonderlich umfangreichen dazu – wer die altehrwürdigen „Schneider-Bücher“ noch kennt, weiß, dass die nie besonders dick ausfielen und dementsprechend fix von der damaligen Zielgruppe konsumiert waren, zu welcher sich auch der Rezensent stolz zählen darf. Hinzu kommt, dass die Story recht flott gestrickt ist, langweilig wird es in der knapp einstündigen Laufzeit des Hörspiels also nicht, welches sich übrigens recht nah an der Vorlage bewegt, wobei leider aber so manch wichtiger Handlungsstrang entweder ausgelassen oder umgebogen wurde.

Diese Kürzungen der Adaption strapazieren nicht nur das Verständnis von Nichtkennern der Serie. Die Protagonisten werden zum Beispiel nicht erst groß vorgestellt, es geht direkt in die Vollen. Figuren und die hiesigen Begleitumstände kriegt man sozusagen on-the-fly präsentiert. Das reicht prinzipiell auch vollkommen aus um Perkins, Hoffmann & Co. kennen zu lernen. Vielleicht einen Tick zu stereotyp das Ganze, doch wie gesagt: Es ist ursprünglich ein Kinder-/Jugendbuch gewesen. Schlimmer wirkt jedoch, dass im Finale sehr plötzlich und ohne wirklich logisch nachvollziehbare Begründung Commander Perkins ebenso pathetisch wie ratzfatz Schluss mit dem Nebel macht. Der Roman war diesbezüglich wesentlich runder und bemühte sich um eine plausible Begründung, die dem Hörspiel bedauerlicherweise abgeht.

Technik wird nicht als Mittel zum Zweck missbraucht. Natürlich muss man sich grundsätzlich darauf einlassen, dass es möglich ist, Materie zu desintegrieren und anderenorts wieder materialisieren zu lassen. Das dürfte für das vermutlich Sci-Fi gestählte Klientel sicher kein Problem sein: Transporterstrahl („Star Trek“) respektive Fiktiv-Transmiter („Perry Rhodan“) lassen schön grüßen. Auch „Stargate“ könnte von dieser Idee des interdimensionalen Reisens inspiriert worden sein. Insbesondere zu „Perry Rhodan“ weist die Reihe ohnehin eine gewisse Nähe auf, die sich allein schon dadurch erklären lässt, dass H. G. Francis halt zum dortigen Autorenteam gehörte und sich praktischerweise von PR einige Elemente nutzbar machen konnte.

Allerdings gibt sich das technologische Umfeld aber eher konventionell und nicht ganz so weit hergeholt. Die Reise zum Mond erfolgt per Raumgleiter innerhalb einiger Stunden, Aufzeichnungen finden mittels „Magnetband“ statt (heute sicher schon ein Anachronismus), Faustfeuerwaffen sind bei Expeditionen Usus – die so genannten „MiniRaks“ verschießen, wie der Name bereits richtig vermuten lässt, Sprengprojektile. Gewalt ist übrigens auch ein Thema, richtet sich allerdings seitens der Protagonisten gegen leblose Ziele, wie Gebäudeteile oder Roboter und wird obendrein später als „Fehler“ eingestanden. Wie man aber festhalten muss, gegenüber der Vorlage in einem ziemlich anderen Kontext. Die entsprechende Schlüssel-Passage wurde komplett geändert, was der Geschichte eine andere Färbung verleiht: Mehr Action, weniger Sinn.

_Sprecher und Figuren_

Jürgen Neumann (Erzähler), Ernst Meincke (Commander Randy Perkins), Nicolas Böll (Major Peter Hoffmann), Wolfgang Bahro (Ralph Common), Thomas Kästner (Oberst G. Camiel Jason), Karin Eckholt (Cindy Common), Rolf Jülich (Professor Arthur Common), Sascha Draeger (George Croden), Pia Werfel (Professor Ester Breadshaw), Günter Lüdke (Alter)

_Fazit_

Selbstverständlich lebt ein Hörspiel von der Kulisse, sprich: dem passenden Arrangement von Sprechern, Geräuschen und Musik. MARITIM bewies mit dieser Produktion ein gutes Händchen und zeigt, dass man sich hinter der von EUROPA eigentlich nicht verstecken braucht. Die Atmosphäre ist so dicht, wie es sich für einen todbringenden Nebel geziemt. Die Sprecher-Riege agiert durch die Bank glaubhaft und engagiert. Alles zusammen trägt dazu bei, ein durchweg spannendes Flair zu erzeugen, was dieses Hörspiel zu einem kurzweiligen Vergnügen werden lässt, das bestimmt nicht nur jungen (oder wenigstens jung gebliebenen Sci-Fi-Fans) gut gefällt. Aufgrund der Einschnitte gegenüber der letztendlich deutlich schlüssigeren und runderen Romanvorlage gibt es allerdings Punktabzug.

|Hörspiel mit einer Laufzeit von ca. 53 Minuten
Nach der „Commander Perkins“-Reihe von H. G. Francis
Erstveröffentlichung: Franz Schneider Verlag, 1979|

[Audible]http://www.audible.de

[Maritim Hörspiele]http://www.maritim-produktionen.de

Jussi Adler-Olsen – Das Alphabethaus

Die Handlung:

Deutschland zur Zeit des Zweiten Weltkriegs: Nach einem Flugzeugabsturz über feindlichem Territorium retten sich die britischen Fliegerpiloten Bryan und James in einen Krankentransport. Um nicht entdeckt zu werden, nehmen sie die Identität von zwei deutschen Soldaten an und gelangen so in ein Lazarett für Geisteskranke. Hier müssen sie ihre Rolle spielen und sind der Willkür und dem Sadismus des Personals hilflos ausgeliefert. Bryan gelingt schließlich die Flucht, doch das Schicksal von James bleibt ungewiss. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Nachdem wir in Deutschland erst das Sonderdezernat Q und seinen leicht verschrobenen Carl Mørck kennenlernen durften, erscheint nun der 1997 erstmalig auf Dänisch veröffentlichte Roman „Alfabethuset“ von Jussi Adler-Olsen auch bei uns. Ganz anderes Setting, ganz andere Zeit. Und man merkt, dass Adler-Olsen sich hier auf einem Terrain bewegt, auf dem er sich auskennt. Als Sohn eines Mannes, der mit psychisch kranken Menschen zu tun hatte, bekam er als Kind eine Menge mit und verarbeitete dies auch in seinem „Alphabethaus“. Gut recherchiert und authentisch beschrieben wirken seine „Heilanstalt“ und die Grausamkeiten, die dort an den Patienten vorgenommen werden.

Leider nicht ganz so spannend, wie man aufgrund des Klappentextes erwarten könnte, gestaltet sich dieser erste von zwei Handlungssträngen, es ist eher eine Erzählung. Die beiden britischen Soldaten, die über kleinere Umwege in eine deutsche Anstalt gelangen, in der an Menschen experimentiert wird, entdecken noch weitere „Simulanten“. Einem der Soldaten gelingt die Flucht und sein schlechtes Gewissen darüber, den Kameraden und Freund zurückgelassen zu haben, bringt ihn gute 30 Jahre später im zweiten Handlungsfaden dazu, sich auf die Suche nach ihm zu machen. Deutschland hat den Zweiten Weltkrieg mittlerweile überstanden und wir befinden uns am Anfang der 1970er. Hier wird es dann auch interessanter, weil sich die Suche als schwieriger und komplizierter gestaltet, als es der Hörer angenommen hat. Und auch das Ende wird sicher nicht jeder so erwarten, wie es sich gestaltet.

Das Hörerlebnis:

Wolfram Koch ist bemüht, die Stimmungen und Gefühle der Charaktere lebendig ins Ohr des Hörers zu transportieren. Leider gelingt ihm das nicht wirklich. Es ist ein ambitioniertes Vorlesen, kein lebendiges Erzählen, kein echtes Hör-Erlebnis. Zu sehr und zu oft wird der Hörer durch seine oftmals gleichmäßige Erzählweise daran erinnert, dass hier jemand im Studio ein Skript abliest. Außerdem baut er in fast jeden Satz zu lange Sprechpausen ein, um die Dramatik künstlich zu steigern oder das gerade Berichtete sacken zu lassen, das dämpft aber recht schnell den Hörspaß wie eine Stotterbremse das entspannte Autofahren. Vielleicht ist das ja auch seinem Theater-Sprachtraining anzulasten.

Der Autor:

Jussi Adler-Olsen (*2. August 1950), geboren in Kopenhagen. Er studierte Medizin, Soziologie, Politische Geschichte und Film. Bevor er 1995 mit dem Schreiben begann, arbeitete er in verschiedenen Berufen, u. a. als Redakteur für Magazine und Comics und als Koordinator der dänischen Friedensbewegung. 1997 erschien sein erster Roman »Alfabethuset«. Weitere Kriminalromane folgten, bevor Adler-Olsen 2007 mit »Erbarmen«, das den ersten Fall von Carl Mørck vom Sonderdezernat Q schildert, einen Riesenerfolg hatte. 2008 stürmte er mit dem zweiten Roman über Kommissar Carl Mørck die Bestsellerlisten. Seither gilt er als bestverkaufter dänischer Krimiautor. (Verlagsinfo)

Der Sprecher:

Wolfram Koch hat an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste in Frankfurt studiert. 1995 bis 2000 war er festes Ensemblemitglied am Schauspielhaus Bochum, seitdem arbeitet er frei unter anderem am Schauspiel Frankfurt, an der Volksbühne und am Deutschen Theater in Berlin. Außerdem tritt er oft in Film und Fernsehen auf. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Adler-Olsen beschreibt, was er kennt. Seine Jugenderfahrungen in der Psychiatrie seines Vaters hat er hier geschickt eingearbeitet und mit einer interessanten Grundidee gekoppelt. Lässt sich der erste Teil, der während des Zweiten Weltkriegs spielt, noch recht schleppend an, so wird es 1972 in Freiburg interessanter und spannender. Leider hat mich die Sprecherleistung nicht wirklich überzeugen können und somit war mein Kopfkino nicht mit 3D-Technik und auch nicht mit Surround-Sound ausgestattet.

Spieldauer: 8:27 Std.
1 Track
Format: AAX+ mit DRM-Kopierschutz (für das Abspielen wird ein kompatibler Player benötigt)
Download mit 467 MB
Aufnahme: 128 kbit / 44 kHz
Originaltitel: Alfabethuset
Gelesen von Wolfram Koch
www.audible.de

Stephen King – Der Anschlag

Die Handlung:

Am 22. November 1963 fielen in Dallas, Texas, drei Schüsse. John F. Kennedy starb, und die Welt veränderte sich für immer. Wenn man das Geschehene ungeschehen machen könnte – wären die Folgen es wert? Jake Epping kann in die Vergangenheit zurückkehren und will den Anschlag verhindern. Aber je näher er seinem Ziel kommt, umso vehementer wehrt sich die Vergangenheit gegen jede Änderung. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Dass Stephen King aus einer einfachen Prämisse einen über tausend Seiten starken Ziegel fertigen kann, das weiß man nicht erst, seitdem er in seinem letzten Türstopper „Die Arena“ eine Energieglocke über eine Stadt gestülpt hat.

Genauso verhält es sich auch bei dieser Geschichte. Natürlich hätte er seinen Protagonisten auch direkt dahin schicken können, wos für alle interessant ist, damit er das tun kann, was ihm wichtig erscheint. Das wäre dann in ein paar Hör-Minuten getan und es wäre eine schöne Kurzgeschichte entstanden. Aber Stephen King ist der Meister des Zurücklehnens und des Betrachtens jeder Einzelheit und er lässt die Dinge sich gern entwickeln.

Und so hat auch Jake Epping einen Anlauf von fünf Jahren bis zu dem Mordanschlag, den er verhindern will, führt die Treppe doch nach 1958 und nicht ins Jahr 1963, in dem das Kennedy-Attentat stattfand. Und natürlich hätte King seinen Protagonisten Oswald auch 1958 schon aus dem Weg räumen lassen können, aber dann wäre zum einen das Buch 1000 Seiten zu früh zu Ende und die Lesung nach einer halben Stunde gegessen gewesen und zum anderen soll und will Jake herausfinden, ob Oswald wirklich nur der Sündenbock war, für den er sich nach dem Attentat ausgab. Aufgeklärt werden konnte die Sache ja bekanntlich nicht, denn Oswald wurde selbst von Ruby erschossen. Außerdem ist dies kein Roman, der eine alternative Geschichte darüber erzählt, was ohne ein Attentat auf Kennedy mit der Welt passiert wäre, das war auch nicht die Absicht von Stephen King, wenngleich er sich diesem Gedanken dennoch kurz hingibt.

Und so macht Jake bei der ausführlichen Recherche über Oswald eine Entwicklung durch, mit der er nicht gerechnet hätte, in einer Zeit, die für ihn anders verläuft, als er es sich vor seinem Portaldurchgang gedacht hatte. Dass er gerade hier die große Liebe finden würde, das hätte er nicht erwartet … und das macht alles für ihn komplizierter.

Der Hörer kann sich von David Nathan eine Geschichte erzählen lassen, die aufgrund ihrer Länge und geschilderten Ausführlichkeit jeder dem Autor wichtigen Einzelheit, ein echtes Eigenleben im Kopf des Hörers entwickelt und ihn magisch anzieht, um noch ein Stündchen und noch ein Stündchen zu verweilen. Schon vom ersten Erlebnis Jakes an, als er die Treppe ins Jahr 1958 nimmt, fühlt der Hörer die Sonne, riecht den Schwefel und ist völlig in der Zeit gefangen. Jeder Charakter, jede Szene, jede Situation, jeder Geruch, jeder Geschmack und jeder Ort wird so lebendig beschrieben, dass er bunt und authentisch im Kopfkino über die Leinwand flimmert.

David Nathan gehört nicht zu Unrecht zu den beliebtesten Sprechern im deutschsprachigen Raum. Und weil er auch in dieser Produktion wieder ein spannendes Szenario für den Hörer entstehen lässt, ist es umso schöner, dass es sich hier um eine ungekürzte Lesung handelt. Trotz aller Länge lässt die Sprecherleistung nie nach, lässt Nathan den Hörer nie abdriften, behält ihn immer dicht am Geschehen und lässt ihn durch seine Interpretation des Skripts und der verschiedenen Charaktere am Leben der Menschen im Jahr 1958 teilhaben.

Durch Variation in der Sprechgeschwindigkeit und Modulation der Stimme bietet David Nathan immer wieder ein lebendig authentisches Schauspiel hinter dem Mikro. Und den Einsatz hört man, weil er sich richtig ins Zeug.

Wir bekommen es mit bekannten und unbekannten Figuren aus der US-amerikanischen Geschichte zu tun, erfundenen und realen. Und wir erfahren, zu welchem Schluss Stephen King gekommen ist bei der Frage: Hat Oswald nun allein gehandelt oder war er wirklich nur ein Sündenbock? Und, kann Jake ihn aufhalten und wenn ja, was passiert danach? Und was wird dann aus der Bibliothekarin Sadie, der großen Liebe von Jake? Am Ende der (Zeit-)Reise bekommen wir die Antworten. Aber bis dahin sind es satte 32 Stunden mit David Nathan, die dem Hörer viele Tage im Amerika Ende der 1950er bescheren und viele Tage des Hörens Anfang 2012. Und auch das Ende der Geschichte ist absolut gelungen und hinterlässt keinen bitteren Nachgeschmack, sondern ein Lächeln. Stephen King, wie er besser nie war. Er kann es immer noch und das ist toll.

Dass die Filmrechte an dieser Story schon vor dem Verkaufsstart des Buchs verkauft wurden, das wundert kaum jemanden. Stephen King wird den ausführenden Produzenten bei den Dreharbeiten geben, die im Herbst 2012 beginnen sollen.

Die Ausstattung:

Random House Audio folgt dem Trend hin zu ungekürzten Hörbüchern und will den Mitbewerben von der Download-Shop-Fraktion nicht den gesamten Markt überlassen. Das Problem, so viel Story unterzubringen, ist auch keins mehr, dank MP3. So bleibts bei der Produktion bei nur wenigen CDs, die aber wirtschaftlicher gefüllt sind.

Gespart hat der Verlag auch an anderen Stellen. So stecken die vier mit einem roten Münz-Konterfei bedruckten CDs in Einschüben einer Papp-Klappbox, deren Einschübe zwar schick und rot sind, die aber ansonsten keinerlei weitere Informationen enthalten. Die Box steckt in einem Pappschuber, der rundum im gleichen roten Design gestaltet ist. Neben kurzen Infos zu Sprecher und Autor gibts eine im Gegensatz zur Schuberrückseite erweiterte Inhaltsangabe auf der CD-Klappbox zu lesen.

Die MP3s liegen in der Qualität 192 Kbps und 44.1 kHz vor und enthalten in den ID3-Tags den Titel und die Namen des Autors und des Sprechers. Ein Cover gibts hier leider nicht zu sehen, sodass das Display einiger MP3-Player leer bleibt, wenn man dies nicht von Hand ändert. Die Dateinamen bestehen lediglich aus der Tracknummer und gehen von „001“ bis „391“, aufgeteilt auf die vier CDs.

Der Autor:

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, „Carrie“, erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Millionen Bücher in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk. (Verlagsinfo)

Der Sprecher:

David Nathan, die deutsche Stimme von Christian Bale, Johnny Depp u. a., gehört zu den gefragtesten Hörbuchsprechern Deutschlands. Für Random House Audio hat er zuletzt die Hörbücher zu Guillermo del Toros „Die Saat“ und „Das Blut“ und Ryan David Jahns „Ein Akt der Gewalt“ gesprochen. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Stephen King hats nicht eilig mit dem Vorankommen seiner Geschichte. Wer sich darauf einlässt, der erlebt eine Zeit, die so lebendig und intensiv beschrieben wird, dass sich selbst Nicht-Amerikaner gern die Stufen hinab und durch das Zeitportal mitnehmen lassen, um herauszufinden ob der Kennedy-Attentäter wirklich allein gehandelt hat oder ob er Teil einer Verschwörung war. Und bei King ist auch oftmals der Weg das Ziel. Dieser hier führt nach 1958 … und Dank David Nathan, der eine wunderbar lebendige Vorstellung vor dem Mikro bietet und ein fesselndes Kopfkino-Abenteuer entstehen lässt, habe ich jede Minute dieser Reise genossen … Hey-ho, Daddy-O.

4 MP3-CDs
Spieldauer: 32:02 Std.
Tracks: 391
Originaltitel: 11/22/63
Gelesen von David Nathan
ISBN: 978-3-8371-1107-1

www.randomhouse.de

Binding, Tim – Fischnapping (Lesung)

Es war einmal ein sehr frustrierter Mann, der an seiner Ehefrau nichts Gutes mehr finden konnte und daher beschloss, sie eines Abends von einer Klippe in die Tiefe zu stürzen, um fortan als freier und glücklicher Mann zu leben. Und so geschah es: Nach einem heftigen Ehestreit verließ das ungeliebte Weib in einer gelben Öljacke das Haus, der Mann – nennen wir ihn einfach Al Greenwood – folgte ihr, versteckte sich an der Klippe in einem Busch und als dann eine Frau in gelber Öljacke auf der Klippe ankam, schubste er sie in die Tiefe. Glücklich und zufrieden kehrte Al nach Hause, um dort – man ahnt es bereits – seine Ehefrau, lebend und putzmunter, anzutreffen. Soweit die Geschichte des Vorgängerromans „Cliffhanger“, den ich einst mit Begeisterung gelesen habe.

In „Fischnapping“ nun kehrt Al Greenwood nach vier Jahren aus dem Gefängnis, wo er nicht etwa gesessen hat, weil er jemanden von der Klippe geschubst hat, sondern weil er im Verdacht stand, seine eigene (uneheliche) Tochter Miranda getötet zu haben. Nun aber ist Als Frau Audrey zurückgekehrt – wundersam erschlankt und glücklich mit einer Frau zusammenlebend -, um sich der Polizei zu stellen. Denn sie war es, die Als uneheliche Tochter in besagter Schicksalsnacht um die Ecke gebracht hat.

So darf Al sein altes Leben aufnehmen, doch wohnen bereits andere Leute in seinem alten Haus, der geliebte Fischteich ist zugeschüttet und seine herzallerliebsten Karpfen hatte seine verhasste Frau ja bereits im ersten Buch ermordet, sodass sie Al fortan nur noch in ausgestopfter Form – man höre und staune! – begleiten. Ein Gedanke aber lässt ihn nicht los: Wen um Himmels Willen hat er damals von den Klippen gestoßen? Denn eins ist klar: Eine Frau musste in der Nacht dran glauben und es war weder Audrey noch seine eigene Tochter oder etwa die Frau des Inspectors, wie er ebenfalls vermutet hatte. Denn die Frau des Inspectors ist inzwischen Audreys Geliebte. Diese aber hat immer noch nicht mit ihrer eigenen Ehe abgeschlossen und beschließt daher, Al zu ihrem Geliebten und Komplizen zu machen, damit dieser für sie den kostbaren und preisgekrönten Koi aus dem Teich ihres Mannes stiehlt. Und so dreht sich das Beziehungskarussell in diesem Buch immer schneller und schneller.

Außerdem erfahren wir, dass Al gar nicht so unschuldig ist, wie er immer gerne tut und einen glauben machen möchte, denn er hat nicht nur eine Frau auf dem Gewissen, sondern auch bereits den Verlobten seiner ehelichen Tochter Carol, der ihm stets ein Dorn im Auge war, weil dieser besser Scrabble spielen konnte als er selbst. Für diese Tat möchte seine Tochter ihn immer noch hinter Gittern bringen – man darf also gespannt sein, wie sich Al Greenwood aus etlichen brenzligen Situationen befreit …

_Der mit dem Blub_

Tim Binding ist mir dank „Cliffhanger“ als Autor mit wunderbar schwarzem britischem Humor im Gedächtnis geblieben, der schräge Charaktere zeichnet und ziemlich bitterböse Geschichten schreiben, einen gleichzeitig zum Lachen bringen kann. Eine wunderbare Mischung, die mich natürlich auch zu „Fischnapping“ hat greifen lassen – dieses Mal in Form einer Lesung durch Bernd Stephan.

Genau diese Tradition setzt Binding auch in „Fischnapping“ fort: Die Geschichte ist wieder einmal kurios: Während Al vier Jahre „unschuldig“ im Gefängnis gesessen hat, hat seine Frau Audrey den Sport für sich entdeckt und auch die gleichgeschlechtliche Liebe. Doch eines Nachts plagt ein Albtraum sie, sodass sie beschließt, ihren Teil der Schuld zu tragen und sich der Polizei zu stellen. Das wiederum macht den Weg für Al frei, der seine Freiheit natürlich gleich dazu nutzt, um neues Chaos zu stiften. Er gedenkt seines ersten Todesopfers, nämlich des Verlobten seiner eigenen Tochter, den er – was Wunder! – ebenfalls von einer Klippe gestoßen hat. Neue Verwicklungen sind vorprogrammiert, als er ein Auge auf Audreys Geliebte wirft, mit ihr im Bett landet und sich von ihr dazu anstiften lässt, einen wertvollen Koi zu stehlen. Denn natürlich soll alles darauf hinauslaufen, dass Al für diese Tat geradestehen muss.

Doch wieder einmal gelingt es Al Greenwood in zahlreichen Szenen, seinen Kopf im allerletzten Moment aus der Schlinge zu ziehen. Viel Glück gehört dazu, aber vor allem auch eine Portion Kreativität, denn er ist definitiv nie um eine Ausrede verlegen. Und so wendet sich für ihn alles zum Guten – egal, wie viel Mist er eigentlich baut. Das mag den Gerechtigkeitssinn so manchen Lesers stören, aber Tim Binding neigt ja grundsätzlich zu Überspitzungen und dazu, durch allerlei Übertreibungen besondere Charakteristika noch stärker in den Vordergrund zu stellen. Wäre Al bereits für den ersten Mord hinter Gitter gekommen, hätte Binding immerhin nicht an seinem Beispiel aufzeigen können, zu welch schrägen Szenen und verzweifelten Taten kommen kann, wenn ein frustriertes Ehepaar nicht in der Lage ist, über Probleme offen zu sprechen, sondern direkt beschließt, allerletzte Konsequenzen zu ziehen. Denn Bindings Werke sind zwar vordergründig einfach nur zum Lachen, doch wenn man genauer hinsieht, stimmt einen das doch nachdenklich.

Dieses Mal legt Binding vielleicht eine kleine Schippe zu viel auf, manchmal dreht die Geschichte ein wenig zu sehr ab, aber irgendwie bekommt Binding dann doch immer wieder den richtigen Dreh und fängt seine Leser (bzw. in diesem Fall Zuhörer) wieder ein. Die Geschichte überzeugte mich zwar nicht auf ganzer Linie wie Cliffhanger, ist aber dennoch so schräg, unterhaltsam und einfach nur komisch, dass man dennoch unbedingt dazu greifen sollte.

_Phlegma_

Vorgetragen wird Bindings Geschichte von Bernd Stephan, dessen Name mir zwar nichts sagte, der aber bekannt ist als Synchronstimme von John Cleese. Beim Zuhören ist mir das ehrlich gesagt aber nicht aufgefallen, ich habe die Stimme nicht wieder erkannt. Stephan trägt mir sehr ruhiger Stimme vor, betont nie zu sehr und versucht auch gar nicht erst, verschiedenen Charakteren unterschiedliche Stimmen zu verleihen, wie es beispielsweise Rufus Beck oder gar Harry Rowohlt machen. Im Prinzip klingen alle Personen gleich, ob nun Frau oder Mann. Einzig Al Greenwood, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt ist, kommt noch etwas phlegmatischer rüber als alle anderen Figuren. Spricht Bernd Stephan Gedanken oder Sätze von Al Greenwood aus, so tut er sich fast ohne jede Betonung, manchmal verwaschen dadurch die Wörter sogar. Sicher gehört das zu Stephans Interpretation der Figur Al Greendwoods und es mag auch tatsächlich passen, mir persönlich war Stephans Tonfall allerdings zu fad. Manch ein Gag geht so fast verloren. Ich kann mir schon gut vorstellen, dass viele Hörer von dieser Lesung begeistert sein werden, ich persönlich hätte mir dennoch ein klein bisschen mehr Enthusiasmus vom Sprecher gewünscht, daher ein kleines Manko. Eventuell sollte man bei „Fischnapping“ also eher zum Buch greifen.

_Fisch sucht Karpfen_

„Fischnapping“ hat mich ausgesprochen gut unterhalten. Tim Bindung spielt hier in puncto Charakterzeichnung und Wortwitz wieder all seine Trümpfe gekonnt aus. Vielleicht bleibt die Geschichte ein klein wenig hinter dem Vorgängerroman zurück, aber verstecken muss sich dieses Buch ganz sicher nicht. Vom Sprecher war ich nicht ganz so begeistert, da Bernd Stephan ein bisschen zu wenig mit seiner Stimme spielt. Unter dem Strich ist das Hörbuch aber definitiv sehr hörens- und empfehlenswert!

|Download-Version mit 6:12 h Spieldauer|
[www.audible.de]http://www.audible.de

auch erschienen als:

|5 Audio-CDs mit 372 Minuten Spieldauer
Sprecher: Bernd Stephan
ISBN-13: 978-3-8337-2750-4|
[www.jumboverlag.de/Verlag]http://www.jumboverlag.de/Verlag

_Tim Binding bei |Buchwurm.info|:_
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