Arleston, Christophe (Autor) / Floch, Adrien (Zeichner) – letzte Geheimnis, Das (Die Schiffbrüchigen von Ythaq 5)

Band 1: [„Terra Incognita“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3722
Band 2: [„Die falsche Ophyde“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3744
Band 3: [„Seufzer der Sterne“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3777

_Story_

Die Schiffbrüchigen haben wieder zusammengefunden, dies jedoch unter höchst unglücklichen Umständen. Der brutale Khengis und seine Söldnerarmee haben das Schiff nämlich umstellt und warten nur darauf, bis die Energiereserven der Überlebenden aufgebraucht sind, um endlich zuschlagen zu können.

Unterdessen suchen der Kommandant und sein Gefolge händeringend nach einer Lösung, um das Energieproblem in den Griff zu bekommen. Der Bordtechniker Narvarth scheint tatsächlich eine Lösung in petto zu haben, die der Mannschaft neue Hoffnung schenkt.

Zur gleichen Zeit zeigt sich der anrüchige Präsident Dhokas bestens regeneriert und genießt an Bord der |Kometenstaub| Narrenfreiheit. Granit äußert öffentlich ihr Misstrauen und greift den einst Gejagten an. Doch ihre Folter ist nicht von langer Dauer; Granit wird als Deserteurin eingesperrt, während Dhokas still und heimlich die Infiltration seines eigenen Schiffes inszeniert …

_Persönlicher Eindruck_

Die Serie geht in die entscheidende Phase, das spürt man sowohl in der atemberaubenden Erzählatmosphäre als auch in der noch einmal deutlichen Verschärfung des Tempos innerhalb der Handlung. Gleichzeitig erreicht auch die Action in „Das letzte Geheimnis“ ihren vorläufigen Höhepunkt, zeigt sich in ihrer Darstellung allerdings auch ungleich brutaler, als man dies von „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“ bislang gewohnt ist. Im wahrsten Sinne des Wortes rollen in der fünften Ausgabe einige Köpfe, während Zeichner Adrien Floch auch mit der blutroten Farbe kaum spart.

Andererseits schwelt im Vorläufer zum endgültigen Finale tatsächlich ein kleiner Krieg vor sich hin, dessen Ernsthaftigkeit hier passend inszeniert wird, und in dem der Humor vorheriger Episoden einfach nicht mehr angebracht ist. Dies betont Autor Arleston einerseits in den erneut sehr deutlichen Charakterentwicklungen, andererseits aber auch im harten Ton, den die Protagonisten mitunter anzuschlagen gedenken. Insbesondere Hauptakteurin Granit zeigt sich von ihrer bis dato heftigsten Seite und ist in manchen Passagen kaum wiederzuerkennen.

Unterdessen verändert sich auch das inhaltliche Gesamtbild wieder beträchtlich. Endlich werden erste Details über die Geheimnisse von Ythaq preisgegeben, und endlich wird auch die Rolle des abtrünnigen Präsidenten Dhokas ein bisschen klarer. Dennoch gewinnt die Story aufgrund der sich überschlagenden Ereignisse noch einmal an Komplexität, da sich die Rollenverteilung doch noch einmal entscheidend verändert und damit auch die Ausgangslage noch einmal grob verschoben wird. Außerdem schließt sich der Kreis zu manchen Mysterien aus der Vergangenheit, die aufgrund der gestaffelten Veröffentlichungen der einzelnen Kapitel womöglich aus dem Fokus geraten sind, an dieser Stelle aber wieder präsent werden. Konsequent also, wie Arleston sämtliche Inhalte seiner Geschichte miteinander verknüpft und dabei trotzdem die Überraschungen auf seiner Seite hat.

Dementsprechend ist auch Band fünf eines der vielen Highlights in der Biografie des französischen Autors und trotz der offenkundigen Brutalität der Handlung auch eine der besten Ausgaben dieser Serie. Einmal mehr sieht man sich deshalb bestätigt, eine ganz klare Empfehlung für „Die Schiffbrüchigen von Ythaq“ und in diesem Fall für „Das letzte Geheimnis“ auszusprechen.

|Originaltitel: Les Naufrages d‘ Ythaq – L‘ ultime arcane
56 Seiten, farbig
ISBN-13: 978-3-939823-10-0|
http://www.splitter-verlag.de/

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