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Hoeye, Michael – Hermux Tantamoq: Das Geheimnis der verbotenen Zeit

In einer Welt voller Mäuse verursacht die Kunde von einer untergegangenen Kultur der Katzen erheblichen Aufruhr. Mehrere Gruppen machen sich auf die Socken, das Geheimnis der im Sandmeer versunkenen Katzenstadt zu ergründen. Der Held Hermux Tantamoq muss mit seinen Gefährten etliche Abenteuer bestehen, die durchaus spannend zu lesen sind. Für Kinder ab 10 Jahren.

_Der Autor_

Michael Hoeye wohnt mit seiner Frau Martha in einem Cottage in Oregon im Nordwesten der USA. „Umgeben von hohen Bäumen und freundlichen Eichhörnchen arbeitet er dort als freier Schriftsteller“, säuselt der Klappentext. Da juchzt das Mutterherz, das dieses Buch kaufen soll.

Hoeyes erstes Buch „Hermux Tantamoq – Im Wettlauf mit der Zeit“ wurde in über 20 Sprachen übersetzt und ist 2002 bei |OMNIBUS| – jetzt |cbj| bei |Random House/Bertelsmann| – erschienen. „Hermux Tantamoq – Das Geheimnis der verbotenen Zeit“ ist der zweite Band einer Trilogie, deren letzter Band „Vorhang auf – die Zeit läuft“ noch in diesem Jahr (2004) erscheinen wird.

Band 1: Im Wettlauf mit der Zeit
Band 2: Das Geheimnis der verbotenen Zeit
Band 3: Vorhang auf – die Zeit läuft (Oktober 2004)

Wie die Lektüre von Band 2 zeigte, ist es nicht erforderlich, auch schon Band 1 zu kennen, um das Buch zu verstehen. Aber der Autor verweist am Anfang einige Male auf das, was in Band 1 an Aufregendem passierte. Es ist also vielleicht befriedigender, die Bände in ihrer Reihenfolge zu lesen.

_Handlung_

In der sonst so ruhigen und gesitteten Mäusestadt Pinchester sind die Gemüter der maßgeblichen Bürger in Wallung geraten. Die Bilder, die die Malerin Mirrin Stentrill im Museum ausstellt, sind einfach, nunja, schockierend! Auf dem schrecklichsten davon ist ein riesiges haariges Monster mit spitzen Zähnen und riesigen Augen zu sehen, das den Betrachter geradezu anspringt, meine Güte! Kein Wunder, dass nationalistisch gesinnte Mäusepatrioten, sozusagen „Herrenmäuse“, solche Bilder verunstalten und die Schließung der Ausstellung verlangen.

All der Aufruhr ficht unseren Helden nicht an. Hermux Tantamoq ist ein friedliebender Uhrmacher, der wie schon sein Vater am liebsten mechanische Wunderwerke herstellt und repariert. Nachdem er seinem Marienkäfer Terfle sein Abendessen gegeben hat, geht Hermux allein zu Bett. Die Damen seines Herzens haben ihm noch nicht ihre Gunst gewährt oder sich anderweitig entschieden.

Da taucht Birch Tentintrotter in Hermux‘ Werkstatt auf. Der alte Professor für Alt-Mäusisch war einst Studienkollege von Hermux‘ Eltern. Man hielt ihn für tot, denn nach einem Skandal an der Pinchester Uni von Hinkum Stepfitchler wanderte Birch aus. Seine Freundin ließ er mit gebrochenem Herzen zurück. Man kann sich Mirrin Stentrills Wiedersehensfreude vorstellen, als Birch wieder auftaucht, heissa!

Und in seinem Gepäck hat Birch ein Zahnrad, eine Karte, einen entschlüsselten uralten Brief – und einen Plan: Er will die sagenumwobene Hauptstadt des versunkenen Katzenreiches suchen, um die Katzenbibliothek zu durchsuchen: Kann es jemals Katzen gegeben haben? Mirrins Gemälde waren doch bloß Phantasien! Oder?

Des Rätsels Lösung liegt sicher nicht bei Hinkum Stepfitchler III, denn der würde Birch, Karte und Plan am liebsten in den Keller seiner Villa verbannen, um ihnen nicht den Ruhm gönnen zu müssen. Also machen sich Hermux und Birch selbst auf die Socken. Sie werden geflogen – von Linka Perflinger, einer couragierten „Abenteurerin, Draufgängerin und Fliegerin“, so steht’s auf ihrer Visitenkarte. Und, wie Hermux findet, hat sie wunderschöne Augen.

Doch dieses Trio ist nicht das einzige Team, das sich auf den Weg zur versunkenen Katzenbibliothek macht. Tucka Mertslin, die unumschränkte (und raffgierige) Herrscherin eines Kosmetikimperiums, will die Riesenstatue des Katzenkönigs haben. Sie hat einen Dampfer gechartert, um über die Flüsse zur Wüste zu gelangen. Ihre Fahrt tarnt sie als Werbetour inklusive Kaberett-Show. Dabei hat auch Linka während eines Zwischenhaltes zwecks Spionage Gelegenheit, das Tanzbein zu schwingen und depperte Werbesprüche von sich zu geben. Tucka plant, demnächst den Heiratsantrag von Hinkum Stepfitchler III anzunehmen.

Kurz vor der Konkurrenz treffen Hermux, Birch und Linka an den Canyons ein, in denen laut Katzenbrief die versunkene Hauptstadt liegen soll. Als sie den Eingang entdeckt haben, erleben sie in der Bibliothek ihr blaues Wunder.

Erst recht dann, als die ruchlose Konkurrenz sie elend darin umkommen lassen will, meine Güte!

_Mein Eindruck_

Der Originaltitel „The sands of time“ ist ganz wörtlich zu nehmen. Schließlich gibt es ja auch Sanduhren. Und genau das findet der Uhrmacher Hermux Tantamoq unglaublich faszinierend. Insbesondere dann, als er herausfindet, dass die gesamte Bibliothek eine riesige Sanduhr darstellt, in der die Mäuse von vor 3000 Jahren eine ganz spezielle Rolle spielten. Geradezu rasend spannend findet er die Entdeckung eines mechanischen Wesens, das vor der Statue des Katzenkönigs einen anmutigen Tanz aufführt.

|Fürs Auge: Bilder und Karten|

Kleine Kinder dürften also ebenso wie große nicht mehr aus dem Staunen herauskommen, wenn sie von den Wundern der Katzenbibliothek erfahren. Und sie können sehr schnell lesen, denn die Kapitel sind wirklich kurz, maximal sieben Seiten. Am Anfang jedes Kapitels lädt ein kleines Piktogramm dazu ein, das Geheimnis zu lüften. Eine Landkarte am Schluss des Buches lädt zum Erkunden ein und gewährt einen groben Überblick über die Geografie der Mäuselande. Ganz besonders gefielen mir die Ratzfatz-Fälle und die Schlappohr-Berge. Ein Personenverzeichnis liefert der deutsche Klappentext im Schutzumschlag (also nicht verlieren!).

|Keine Disney-World|

So mancher erwachsene Leser ist vielleicht an gewisse Mickey-Mouse-Abenteuer in Entenhausen erinnert, die ja oft auch mit Expeditionen zu tun hatten. Doch Hermux Tantamoq in Pinchester hat sehr wenig mit dem Mäuse-Imperium aus Kalifornien zu tun. Vielmehr scheinen er und seine mal mehr, mal weniger braven Mitbürgermäuse direkt einem viktorianischen Nimmerland entstiegen zu sein, das dem von Harry Potter in mancher Hinsicht ähnelt. Allerdings gibt es hier weit und breit keine Magie. (Außer der der Liebe.)

Viktorianisch ist das beschauliche, noch nicht von Autos und Telefonen beschleunigte Leben in Pinchester, wo selbst die Postbotin noch eine strategisch wichtige Rolle in der Gesellschaft zu spielen vermag. Viktorianisch sind die gediegenen Einladungen, die Hermux erhält, und die uralten Uhren in seinem Laden – allesamt mechanisch, versteht sich. (Der Soundtrack dazu wird vom Anfang von Pink Floyds Stück „Time“ geliefert.) Viktorianisch sind die Gelehrsamkeit der Professoren und die soziale Dynamik der Bürgergruppierungen. Die Entrüstung über die Katzen-Bilder Mirrin Stentrills kann man sich heute kaum mehr vorstellen.

|Es gibt keine Evolution, oder?|

Doch das Katzenproblem, das Mirrin anschneidet und dem Birch & Hermux auf den Grund gehen, weist auf das ernste Thema des Buches hin: Es hat nicht immer Mäuse gegeben, und schon gar nicht so freie wie die in Pinchester. Davor gab es eine Katzenhochkultur, während der die grauen Nager keineswegs die „Kröne der Schöpfung“ darstellten. Und was ist in den 3000 Jahren seit dem Untergang der Katzen geschehen? Wohl doch so etwas wie eine Evolution der Mäuse und anderer Nager. Und das widerspricht dem Glauben der Kreationisten (besonders in den USA), die, an das Bibelwort geklammert, die Vorstellung einer Evolution weit von sich weisen.

Daher verwundert es auch nicht, wenn Hermux & Co. in der Katzenbibliothek den Status ihrer Vorväter keineswegs als einer „Krone der Schöpfung“ angemessen empfinden. Es stellt ihr bisheriges Weltbild auf den Kopf und verunsichert sie dementsprechend. Leider kneift der Autor an diesem Punkt. Er verlässt sich lieber (erfolgreich) auf die Wirkung von Spannung, Abenteuer, Action, statt sich der Vertiefung der Folgen dieser Entdeckung zu widmen. Vielleicht kommt das ja im dritten Band.

_Unterm Strich_

Ich habe dieses „Hermux Tantamoq“-Abenteuer mit großem Spaß gelesen. Die Lektüre ist völlig entspannt zu bewältigen, wartet stets mit netten Überraschungen auf und wird zum Finale hin zunehmend spannender. Etliche Seitenhiebe auf menschlich-allzumenschliche Phänomene gibt es zu belächeln, vielleicht sogar zu bedenken: Emporkömmlinge, Nationalisten, Kosmetikimperialistinnen, romantische Liebespaare – und ein Geheimnis in der Wüste, das das Herz jedes Ägyptologen höher schlagen lässt.

Daher habe ich das Buch in wenigen Tagen ausgelesen. Ich kann es Freunden von Tierabenteuern nur wärmstens ans Herz legen. Kleine und große Kinder ab 10 oder 12 Jahren dürften damit keinerlei Schwierigkeiten haben – Mütter seien gewarnt, dass ihre Schützlinge die komplette Trilogie werden haben wollen. Jetzt werd‘ ich noch Band 1 und 3 lesen und euch bald davon berichten.

Stroud, Jonathan – Bartimäus – Das Amulett von Samarkand

Ist dieser Jugendroman ein weiterer „Harry Schotter“-Klon? Zum Glück nicht, denn „Bartimäus“ ist weitaus respektloser, tiefgründiger und einfallsreicher als die Rowling-Blockbuster. Dennoch – oder gerade deswegen – wird die anstehende Verfilmung wohl nicht zu umgehen sein.

_Der Autor_

Jonathan Stroud wurde im englischen Bedford geboren. Laut Verlag schreibt er bereits seit seinem siebenten Lebensjahr Geschichten. Während er als Lektor für Kindersachbücher arbeitete, verfasste er seine ersten eigenen Kinderbücher. Nach der Publikation seiner ersten beiden Jugendbücher widmete er sich ganz dem Schreiben. Er wohnt mit seiner Frau Gina, einer Grafikerin und Kinderbuchillustratorin, und der gemeinsamen Tochter Isabelle in St. Albans nördlich von London.

„Das Amulett von Samarkand “ ist der erste Band in der „Bartimäus“-Trilogie.

_Handlung_

Zauberlehrling Nathanael macht das, was alle übermütigen Zauberlehrlinge tun und unter allen Umständen unterlassen sollten: Er hext einen Dämon herbei. Dies ist der 5000 Jahre Bartimäus, der schon bei Ägyptern und Assyrern Unruhe stiftete und in der glorreichen Schlacht von El Arisch das Dämonenheer Pharao Thutmosis III. verstärkte. Doch Bartimäus, so viel muss man über die Hierarchie der Dämonen wissen, ist nur ein Dschinn der 14. Ebene, also nur von mittlerer Stärke. Er kann es keineswegs mit den mächtigen Afrits und Mariden aufnehmen, die mächtigeren Magiern zu Gebote stehen.

Es ist ein Wunder, dass der zwölfjährige Nathanael die Beschwörung überlebt, doch er hat sich gut geschützt. Das Pentagramm, in dem er steht, gehört zum Standard, er ist ja nicht blöd. Für sein Alter ist er schon ganz schön weit in seinen Fähigkeiten. Sein Meister, der Minister Arthur Underwood – alle 300 Minister der Regierung in London sind Magier – unterschätzt ihn jedenfalls beträchtlich. Nathanael hat nicht mal einen offiziellen Magiernamen und muss sich gegenüber Bartimäus hüten, ihm nicht seinen wahren Namen, Nathanael, zu verraten, denn dieses Wissen verliehe dem Dämon Macht über ihn. Merke: In der Magie dreht sich alles um Macht.

Der Dschinn Bartimäus, der uns seine Sicht der Dinge erzählt, erhält einen schwierigen Auftrag: dem Magier-Minister Simon Lovelace das Amulett von Samarkand stehlen und herbringen. Leichter gesagt als getan, seufzt Bartimäus, der uns nun von seinem Versuch erzählt, das Amulett wohlbehalten und lebendig bei seinem Herrn abzuliefern. Schließlich gebietet Lovelace über zwei große Dämonen, ein mächtiges Schutzfeld und Dutzende von Suchkugeln, die nach dem Dieb Ausschau halten. Zu guter Letzt wollen Barti sogar gewöhnliche Menschen das Amulett entreißen, aber er belehrt sie eines Besseren. Nachdem der große Diebstahl gelungen ist, fängt jedoch der Ärger für Nathanael und Bartimäus erst richtig an.

Denn Simon Lovelace will nicht mehr nur stellvertretender Handelsminister sein. Sein Ehrgeiz gilt Höherem: dem Posten des Premierministers. Er lässt diverse magische Objekte von seinen Schergen stehlen, darunter das Amulett, über dessen Eigenschaften Nathanael noch nicht Bescheid weiß. Die ihres magischen Schutzes beraubten Ministerkollegen fallen unerklärlichen Anschlägen zum Opfer. Der schlimmste davon findet allerdings direkt unter Nathanaels Augen statt: Im Londoner Parlament von Westminster lässt der Premierminister gerade eine Regierungserklärung zum Krieg vom Stapel, als ein junger Mann von der Terrasse hereinstürmt und eine Elementenkugel auf den Regierungschef schleudert. Während sich der Obermagier schützen kann, sind viele seiner Begleiter und Gäste nicht so glücklich dran.

Worauf hat sich Nathanael da nur eingelassen? Er wollte eigentlich nur seinem allzu gestrengen Meister Underwood und dem fiesen Lovelace eins auswischen. Nun wächst ihm die Sache allmählich über den Kopf. Schon bald gerät Bartimäus, der sich nach den Eigenschaften des Amuletts erkundigen soll, in Gefangenschaft der Polizei – diese verflixten Afriten!

Nach seiner unverhofften Befreiung lässt sich seine Spur, die direkt zu Nathanaels Heim führt, leicht verfolgen. Simon Lovelace taucht daher schließlich bei Arthur Underwood auf, der aus allen Wolken fällt. Dreimal darf man raten, was Lovelace zurückhaben will. Und was er mit dem Dieb machen wird…

Doch dann ist natürlich noch lange nicht aller Tage Feierabend. Nach einer längeren Durststrecke, auf der Nathanael gar nicht gut aussieht, schlägt das dynamische Duo zurück – und versucht, die Herrschaft von Simon Lovelace, dem Unbarmherzigen, zu verhindern…

_Mein Eindruck_

Mit „Bartimäus 1“ etabliert Jonathan Stroud eine ausgetüftelte Alternativwelt, in der es zwar keine Hogwarts-Zauberschule gibt, aber viel fehlt nicht. Doch diese Welt ist grimmiger, weniger verspielt. Zauberer haben ständig mit Macht und Herrschaft zu tun. Dämonen und sämtliche sonstigen dienstbaren Geister, so glaubt Nathanael zunächst, sind alle hinter ihm her. Kein Wunder, dass er sich verfolgt glaubt, sich übernimmt und nur bei Mrs. Underwood Trost und Verständnis findet.

Dennoch bietet diese Welt jungen Lesern ab 12 Jahren mit Nathanael eine ideale Identifikationsfigur, denn sicherlich wollen auch sie die Welt zu einem besseren Ort machen, als sie selbst vorfinden. Dass das nicht so einfach ist, wie ihre wilden Träume ihnen vorgaukeln, demonstriert ihnen Nathanael anschaulich. Dieser Held muss einiges durchmachen, um schließlich Erfolg haben zu können.

Wofür er am längsten braucht und was am wichtigsten ist: Er kann einen Dämon zum Freund haben. Das stellt alles, was er aus Underwoods Büchern gelernt hat – und von der Welt hat er praktisch nichts gesehen – komplett auf den Kopf. Es widerspricht allen Lehrsätzen und natürlich auch Underwoods Lehren. Die anderen Instruktoren sind relativ unwichtig, lediglich eine Lehrerin, eine „Gewöhnliche“ zumal, vermag ihm etwas über die Welt der normalen Menschen beizubringen. Leider verschwindet sie sofort, sobald Underwood Nathanaels „Verrat“ aufgedeckt hat.

Es geht also um die Paranoia der Macht. Und ihr steht der Triumph gegenüber, den das Vertrauen bringt, das aus der Zusammenarbeit mit Bartimäus erwächst. Quod erat demonstrandum: Die Zaubererkaste und ihre Herrschaft sind menschenfeindlich und dem Untergang geweiht. Doch welche Alternative bieten der Gesellschaft dann individuelle Bündnisse wie zwischen Nathanael und Bartimäus? Wir wissen es noch nicht, werden es aber hoffentlich bald erfahren.

Neben jener der Zauberer gibt es in „Bartimäus“ noch eine zweite Gegenwelt, und das ist natürlich die der Geister. Die Zauberer betrachten sie sozusagen als herrenlose Sklaven, die es sich gefügig zu machen gilt. Ihre Bücher und Hilfsmittel liefern ihnen das Wissen über die Geisterwelt, aber ist das etwa schon alles, was es über Geister zu wissen gibt? Die Befehle, die ihnen ihr Wissen verleiht, vermögen alle möglichen Geister zu bannen und herbeizurufen, aber die resultierende Machtbeziehung ist von Angst geprägt – siehe oben.

Bartimäus ist der erste Geist, der uns demonstrieren kann, wie es ist, ein Dämon aus der Anderswelt zu sein. Wenn ihn beispielsweise ein magischer Ruf erreicht, dann fühlt es sich an, als würden ihm die Eingeweide rückwärts herausgezogen. Sicher nicht angenehm. Und der Aufenthalt in einer körperlichen Hülle scheint ebenfalls sehr unbequem zu sein. Schließlich sind Geister aus anderem Stoff gemacht. Geister wollen bekanntlich frei sein.

Dieser Dämon ist eine famose Erfindung des Autors. Damit ist er in der Lage, Zauberer und ihr Verhalten ebenso süffisant zu kommentieren wie andere Geister, und mit denen kennt sich ein so alter Dämon wie Barti hervorragend aus. Seine Fußnoten sind oftmals eine Freude, triefen sie doch vor Ironie. Und dass er dabei immer gut wegkommt, erklärt sich von selbst.

Was werden wohl die nächsten Bände bringen? Eine recht interessante Perspektive bietet der „Widerstand“ der Gewöhnlichen. Die Untergrundkämpfer haben sich ja schon als schlagkräftig erwiesen. Und sie erkennen etwas Magisches, wenn sie es sehen, beispielsweise Bartimäus in harmloserer Verkörperung. Außerdem wird es höchste Zeit, dass sich Nathanael verliebt.

_Unterm Strich_

„Das Amulett von Samarkand“ etabliert als Startband einer Zauberer-Trilogie mehrere Gegenwelten, die sich von Universen wie dem eines gewissen Harry Schotter deutlich unterscheiden. Während Schotters Magiewelt von Angst dominiert ist, entwickelt der Zauberlehrling Nathanael bei Stroud etwas Revolutionäres: Freundschaft zu einem Dämon. Das kann ja heiter werden!

Bis es soweit ist, vergehen aber etliche Seiten spanennder und vergnüglicher Lektüre. Nathanael und Bartimäus stehen abwechselnd im Blickpunkt des Geschehens, so dass für Variation gesorgt ist. Das Treiben dieses dynamischen Duos betrifft nicht nur ihren Privatbereich, sondern hat, wie sich allmählich zeigt, direkten Einfluss auf das Schicksal des Reiches und der Regierung. Na, wenn das keine hilfreiche Nutzanwendung von Magie ist!

Meine Leseerlebnis war zunächst von leichter Skepsis geprägt: Schon wieder ein Roman über einen Zauberlehrling? Doch wenn der Auftaktband der Trilogie schon so unterhaltsam mit einem grandiosen Finale endet, was mögen dann erst die Folgebände bieten? Doch wem all dies noch zu ernst ist, der greife einfach zu Terry Pratchetts Zauberer-Parodien, insbesondere zu dem wundervollen „Eric“.

Michelle Paver – Wolfsbruder (Chronik der dunklen Wälder 1)

Die Wälder vor 6000 Jahren erstrecken sich von einem Ende der Welt zum anderen, voller lebendiger Seelen – außer einer … Der zwölfjährige Torak erhält von seinem sterbenden Vater den Auftrag, den Berg des Weltgeistes zu suchen. Nur so kann die böse Macht aufgehalten werden, die in den Wäldern für Angst und Schrecken sorgt.

Zusammen mit einem jungen Wolf macht sich Torak auf den Weg, um seine gefahrvolle Aufgabe zu erfüllen. Er stößt auf Feinde, doch zum Glück findet er in Renn auch eine verlässliche Freundin. Nur gemeinsam kann es ihnen gelingen, die Prophezeiung vom Auftrag des „Lauschers“ erfüllen.

Die Autorin

Michelle Paver – Wolfsbruder (Chronik der dunklen Wälder 1) weiterlesen

Black, Holly / DiTerlizzi, Tony – eiserne Baum, Der (Die Spiderwick-Geheimnisse 4)

In diesem Buch werden die spannenden und kuriosen Abenteuer dreier Geschwister fortgesetzt. Sie kommen aus der Stadt, müssen sich aber mit den Wundern und Gefahren des Landlebens herumschlagen. Und natürlich mit Elfen und Kobolden, nicht zu vergessen!

Diesmal verschlägt es das Trio in die Höhlen der Zwerge, gar nicht weit von ihrer Schule.

_Die Autoren_

Tony DiTerlizzi ist ein mehrfach ausgezeichneter amerikanischer Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern sowie Rollenspielbänden. Zu seinen Werken gehören Arbeiten für Bücher von Tolkien, Anne McCaffrey, Peter S. Beagle sowie für das Kartenspiel „Magic the Gathering“ und „Dungeons & Dragons“. Er lebt mit seiner Frau Angela und seinem Mops Goblin (= Kobold!) in Amherst, Massachusetts, einem recht malerischen Städtchen in Neuengland. Lebte nicht auch die Dichterin Emily Dickinson dort? Mehr Infos: http://www.diterlizzi.com.

Holly Black wuchs laut Verlag in einem „alten viktorianischen Haus auf, wo ihre Mutter dafür sorgte, dass ihr die Geister- und Elfengeschichten nie ausgingen“. Ihr erster Jugendroman „Die Zehnte“ (2002) entwirft ein „schauriges Porträt der Elfenwelt“. Es wird von der American Library Association als „Best Book for Young Adults“ bezeichnet, eine gute Empfehlung für politisch korrekte Fantasy.

Holly lebt mit ihrem Mann Theo und einem „beeindruckenden Zoo“ in New Jersey. Mehr Infos: http://www.blackholly.com.

Die bisherigen Bände heißen:

1) Eine unglaubliche Entdeckung
2) Gefährliche Suche
3) Im Bann der Elfen
4) Der eiserne Baum

_Die Vorgeschichte_

Die Zwillinge Simon und Jared ziehen mit ihrer älteren Schwester Mallory von New York City aufs Land, nachdem sich ihre Eltern haben scheiden lassen. Sie leben jetzt bei ihrer Mutter, die sich nun keine New Yorker Wohnung mehr leisten kann, aber zum Glück noch ein Domizil von ihrer Großtante Lucinda überlassen bekommt: Haus Spiderwick. Es sieht wie eine Ansammlung übereinander gestapelter Hütten aus, findet Jared. Und ist mindestens hundert Jahre alt.

Als Jared erkundet, wohin der Speisenaufzug führt, landet er in einem geheimnisvollen Zimmer, aus dem keine Tür hinausführt. An der Wand hängt ein Porträt seines ehrwürdigen Ahnen Arthur Spiderwick, und auf dem Sekretär liegt ein altes, vergilbtes Blatt Papier. Darauf steht ein Rätsel, und obwohl Jared eigentlich nicht der Bücherwurm der Familie ist, muss er sofort das Rätsel lösen.

Hoch oben im obersten Kämmerchen des Hauses landet er endlich vor einer großen Truhe. Er strengt seinen Grips an und findet darin ein Buch. Es ist das allerseltsamste Buch, das er jemals gesehen hat. Es handelt von Elfen: „Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum“. Das Wichtelmännchen Thimbletack, quasi der Hausgeist von Spiderwick, hat Jared ermahnt, das Buch schnellstens loszuwerden, doch der wollte nicht hören. Nun müssen alle die Folgen tragen.

_Handlung_

Mallory, die 13-jährige Tochter der Rumpffamilie Grace, hat einen großen Tag: Sie feiert beim Schulturnier im Florettfechten einen Sieg und erringt eine Medaille. Ihre Brüder Jared und Simon beobachten das Geschehen und bemerken erstaunt, wie sich ein anderes Mädchen an Mallorys Sporttasche zu schaffen macht. Und gleich darauf auch noch ein Junge.

Jared war noch nie ein Grübler und ergreift die Initiative. Er will die beiden zur Rede stellen, doch das gelingt ihm nur mit dem Jungen. Draußen auf dem Gang scheint sich dieser zu verwandeln und Jared zückt vorsichtshalber sein Messer. Da ergreift sein Gegner die Flucht, und es klingt, als lache er. Leider sind die Zeugen, darunter Jareds betrübte Mutter, keineswegs erbaut von Jareds geschickter Handhabung einer illegalen Stichwaffe auf dem Schulgelände und erteilen ihm einen zehntägigen Verweis. Das Messer kann er natürlich vergessen.

Vergeblich suchen Jared und Simon nach ihrer Schwester auf dem Schulgelände. Mallory erscheint wie vom Erdboden verschluckt. Nur ihre Medaille finden sie, in einem Kreis von Steinen. Auf einem der Steine steht „HANDEL“.

Hm, in der Nähe befindet sich ein Steinbruch, fällt ihnen ein. Mit einer Taschenlampe ausgerüstet, explorieren sie das Gelände und landen vor einem Steintor mit der rätselhaften Inschrift: „RÜDE ALM TOPF NUR ELF KAI“. Die Inschrift besteht aus selbst leuchtenden Pilzen. Ulkig, und was bedeutet das?

Nachdem es Simon, dem Schlaukopf, gelungen ist, das Rätsel zu lösen, werden sie am Tor von drei Zwergen mit langen Bärten begrüßt – und sogleich gefangen genommen! Eingesperrt in einen Käfig auf Rädern, stehen sie bald dem Zwergenkönig, dem Korting, gegenüber. Es geht – wie könnte es anders sein – um einen HANDEL: Mallory gegen das „Handbuch für die fantastische Welt um dich herum“.

Damit hat Jared gerechnet und ein Buch mitgebracht, natürlich nicht das „Handbuch“. Womit er hingegen ganz und gar nicht gerechnet hat, ist, seine Schwester in einem gläsernen Sarg wiederzufinden. Sie ist gekleidet in ein weißes Gewand, hält ein Schwert und ist scheinbar – kann es sein? – tot! Schneewittchen lässt grüßen.

_Mein Eindruck_

Anders als der Vorgängerband ist „Der eiserne Baum“ geradezu prallvoll mit Action und unerwarteten Wendungen. Schon im ersten Drittel der Geschichte kommt es zu einer ersten Auseinandersetzung, doch der Gegner verhält sich anders als erwartet, und Jared hat keine Chance herauszufinden, um wen es sich handelt. Es würde ihm sowieso keiner glauben, was er gesehen hat.

Im zweiten Drittel stehen die Zwerge im Vordergrund. Es ist eine recht interessante Kultur, auf die Jared und Simon treffen. Da Zwerge bekanntlich Meister im Verarbeiten von Metallen und Edelsteinen sind, glänzen und funkeln ihre unterirdischen Hallen nur so davon. Aber sie können noch mehr: Sie sind auch unübertroffen im Herstellen von künstlichen Organismen. Ihre Wachhunde bestehen komplett aus Metall und erscheinen beinahe lebendig. (Wie lebendig sie sind, erfahren die Geschwister auf ihrer Flucht.)

Höchst interessant ist die Überzeugung der Zwerge, den Tod durch ihren Erfindungsreichtum besiegt zu haben. Von Blumen über Vögeln bis hin zu einem ganzen (titelgebenden) Baum besteht alles aus Metall. In merkwürdigem Gegensatz zu dieser Überzeugung steht hingegen, dass die Gesichter aller Zwerge runzlig vor Alter sind. Nichtsdestotrotz glauben sie, dass sie Mallory, ihrem Schneewittchen, einen Gefallen getan haben: Sie sei nun nicht mehr sterblich wie ihre beiden bedauernswerten Brüder.

Allerdings sehen diese die Angelegenheit ganz anders und denken fortan nur noch an Flucht – mit ihrer Schwester, versteht sich …

Mulgarath – ein Name, den man sich merken sollte. Der Name fiel bereits am Rande der Handlung in Band 3, doch hier hat das Wesen mit dem düsteren Namen einen eindrucksvollen und – besonders für die Zwerge – verhängnisvollen Auftritt. Ich fürchte, die Geschwister werden noch enge Bekanntschaft mit ihm schließen müssen.

|Illustrationen und Übersetzung|

Diese Abenteuer erstrecken sich über mindestens sechs Bände, alle davon sehr schön illustriert und buchbinderisch wertvoll gestaltet (Fadenbindung – wo gibt’s das heute noch?). Der Illustrator Tony DiTerlizzi bedankt sich für die Inspiration dazu bei Arthur Rackham, einem der berühmtesten Zeichner für Kinderbücher aus der viktorianischen Ära. Rackham illustrierte beide Bücher über „Alice im Wunderland“ und natürlich auch „Grimms Märchen“ (sehr schön in der |Heyne|-Ausgabe).

Das klingt nach einem netten Bilderbuch, und das ist es auch. Es eignet sich wohl ab acht bis zehn Jahren – leider fehlt hier ein Hinweis vom Verlag. Mallory ist jedenfalls schon 13 und kann immer noch etwas mit dem Elfenbuch anfangen. Ältere Leser finden die Bilder vielleicht hübsch, aber die Handlung ist für sie wohl nicht so der Hit. Kinderkram, oder?

Schade nur, dass die Abenteuer jeweils nur 128 Seiten lang sind. Davon entfallen rund 20 Seiten auf Vor- und Abspann, und vom Rest wiederum etwa die Hälfte auf Illustrationen. Kein Wunder also, dass ein Erwachsener solch ein Buch binnen einer Stunde gelesen hat. Die Sprache ist relativ einfach gehalten (aber nicht mehr so einfach wie am Anfang), und die Übersetzerin Anne Brauner hat das Original angemessen übertragen.

_Unterm Strich_

Der vierte Band der „Spiderwick-Geheimnisse“ führt zu einem dramatischen Höhepunkt im Leben der Geschwister. Nicht nur, dass ihre Mutter Jared nun zu seinem Vater Richard weggeben will, nein, da wird auch noch Mallory entführt und muss unter Lebensgefahr befreit (wiederbelebt?) werden. Am Schluss stehen sie ihrem größten Widersacher gegenüber. Man darf gespannt sein, wie es weitergeht.

Ich fand Band 4 daher zufrieden stellender als das etwas handlungsarme „Im Bann der Elfen“. Wieder einmal gilt es, die solide und schöne Gestaltung des Buches hervorzuheben. Erstaunlich ist die detailgetreue Wiedergabe des Dokumentes, auf dem die Schulrektorin Jared der Schule verweist. Diese Wiedergabe erfolgt nicht auf dem normalen Buchpapier, sondern auf Hochglanzpapier, so dass man bestmögliche Qualität genießen kann. Gut fürs Kleingedruckte.

Der nächste Band trägt den nicht ganz unerwarteten Titel „Der Zorn des Mulgarath“.

|Originaltitel: The Spiderwick Chronicles 4: The Ironwood Tree, 2003
Aus dem US-Englischen übersetzt von Anne Brauner|
Englische Webseite der Serie: http://www.spiderwick.com

http://www.spiderwick.de

Black, Holly / DiTerlizzi, Tony – Im Bann der Elfen (Die Spiderwick-Geheimnisse 3)

In diesem Buch werden die spannenden und kuriosen Abenteuer dreier Geschwister fortgesetzt. Sie kommen aus der Stadt, müssen sich aber mit den Wundern und Gefahren des Landlebens herumschlagen. Und natürlich mit Elfen und Kobolden, nicht zu vergessen! Im vorhergehenden Band wurde einer von ihnen von grässlichen Kobolden entführt.

In diesem Band treten ein Waldelf auf sowie ein Phooka. Ein Phooka (ausgesprochen: púka) ist ein schwarzes Pferd, das der irischen Sage nach denjenigen in die Irre und den Untergang führt, der es reiten will oder ihm folgt. (Es kommt deshalb sogar in Stephen Kings [„Dreamcatcher“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=45 vor.) Na, und wie ein Waldelf aussieht, kann man sich ja (fast) denken – jedenfalls nicht wie Orlando Bloom.

_Die Autoren_

Tony DiTerlizzi ist ein mehrfach ausgezeichneter amerikanischer Illustrator von Kinder- und Jugendbüchern sowie Rollenspielbänden. Zu seinen Werken gehören Arbeiten für Bücher von Tolkien, Anne McCaffrey, Peter S. Beagle sowie für das Kartenspiel „Magic the Gathering“ und „Dungeons & Dragons“. Er lebt mit seiner Frau Angela und seinem Mops Goblin (= Kobold!) in Amherst, Massachusetts, einem recht malerischen Städtchen in Neuengland. Lebte nicht auch die Dichterin Emily Dickinson dort? Mehr Infos: http://www.diterlizzi.com.

Holly Black wuchs laut Verlag in einem „alten viktorianischen Haus auf, wo ihre Mutter dafür sorgte, dass ihr die Geister- und Elfengeschichten nie ausgingen“. Ihr erster Jugendroman „Die Zehnte“ (2002) entwirft ein „schauriges Porträt der Elfenwelt“. Es wird von der American Library Association als „Best Book for Young Adults“ bezeichnet, eine gute Empfehlung für politisch korrekte Fantasy.

Holly lebt mit ihrem Mann Theo und einem „beeindruckenden Zoo“ in New Jersey. Mehr Infos: http://www.blackholly.com.

_Die Vorgeschichte_

Die Zwillinge Simon und Jared ziehen mit ihrer älteren Schwester Mallory von New York City aufs Land, nachdem sich ihre Eltern haben scheiden lassen. Sie leben jetzt bei ihrer Mutter, die sich nun keine New Yorker Wohnung mehr leisten kann, aber zum Glück noch ein Domizil von ihrer Großtante Lucinda überlassen bekommt: Haus Spiderwick. Es sieht wie eine Ansammlung übereinander gestapelter Hütten aus, findet Jared. Und ist mindestens hundert Jahre alt.

Als Jared erkundet, wohin der Speisenaufzug führt, landet er in einem geheimnisvollen Zimmer, aus dem keine Tür hinausführt. An der Wand hängt ein Porträt seines ehrwürdigen Ahnen Arthur Spiderwick, und auf dem Sekretär liegt ein altes, vergilbtes Blatt Papier. Darauf steht ein Rätsel, und obwohl Jared eigentlich nicht der Bücherwurm der Familie ist, muss er sofort das Rätsel lösen.

Hoch oben im obersten Kämmerchen des Hauses landet er endlich vor einer großen Truhe. Er strengt seinen Grips an und findet darin ein Buch. Es ist das allerseltsamste Buch, das er jemals gesehen hat. Es handelt von Elfen: „Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum“. Das Wichtelmännchen Thimbletack, quasi der Hausgeist von Spiderwick, hat Jared ermahnt, das Buch schnellstens loszuwerden, doch der wollte nicht hören. Nun müssen alle die Folgen tragen.

_Handlung_

Wer weiß am besten über die Geheimnisse hinter dem Buch Bescheid?, fragen sich die Kinder. Thimbletack setzt ihnen mit üblen Streichen zu. Ihnen fällt nur Grotante Lucinda ein. Sie besuchen sie im Altenheim, das eher einem Herrenhaus gleicht. Als sie mit der weißhaarigen Dame allein sind, erzählt sie ihnen, wie sie die Elfen kennen gelernt hat. Die kleinen Wesen besuchen sie immer noch.

Als Jared entdeckt, dass jemand sein kostbares Handbuch vertauscht hat, fällt ihm zunächst seine Schwester Mallory ein, aber das ist unfair. Dann enthüllt ein Zettel, dass Thimbletack zugeschlagen hat. Vielleicht befindet es sich nun in Onkel Arthurs riesiger Bibliothek? Dort finden sie zwar nicht das Buch, aber immerhin die Landkarte, die vorne im vorliegenden Band abgedruckt ist.

Durch einen Trick entgehen sie dem Versuch des Irrgrases, sie in die Irre zu führen, und landen im Wald. Auf einem Ast sitzt ein seltsames Wesen, das ihnen lediglich mit rätselhaften Sprüchen antwortet: ein schwarzes, affenartiges Wesen mit Pferdegesicht und Hasenohren (4 Stück!). Sie schlagen seine Warnungen in den Wind und geraten auf eine Lichtung mitten im Wald, die offenbar magisch bewacht wird. Sie sind gefangen.

Drei Waldelfen begrüßen sie, um das Handbuch zurückzuverlangen. Unterdessen macht Mallory die Bekanntschaft mit einem kleinen Einhorn. Jared zermartert sein Hirn, wie er die Elfen reinlegen kann, um wieder in die Freiheit zu gelangen, ohne den Elfen das Buch, das er ja nicht hat, geben zu müssen. Da kommt ihm die Erleuchtung.

_Mein Eindruck_

In diesem Abenteuer lernen wir drei weitere Fabelwesen kennen: das Einhorn, das Phooka und die Herrscher des Waldes, Herrn Lorengorm und seine zwei Gefährten. Alle Begegnungen sind recht kurz und bis auf eine mit nur wenig Erkenntis belohnt. Mit dem Einhorn nämlich kann Mallory telepathischen Kontakt aufnehmen. So erfährt sie, dass die Einhörner vom Aussterben bedroht sind, weil man sie seit Jahrhunderten wegen ihres schönen gewundenen Horns gejagt hat.

Ansonsten aber dreht sich alles um den Besitz von „Arthur Spiderwicks Handbuch für die fantastische Welt um dich herum“. Onkel Arthur war wohl an allem schuld! Was den Kindern aber neue Hoffnung gibt, ist die Information, die ihnen Großtante Lucinda verrät: Dass Arthur eines Tages verschwunden sei. Und was, wenn er in das Land der Elfen gegangen ist, wo bekanntlich die Zeit ganz anders vergeht? Dann könnte er sogar noch am Leben sein und ihnen ein paar Tipps geben, wie sie das Handbuch wiederbekommen können. Oder wenigstens, wie sie klüger damit umgehen. Denn es scheint unter den Fabelwesen ein wahrer Zankapfel zu sein. Es verrät den Menschen zu viel über sie und verleiht ihnen Macht. Und dies stellt eine Gefahr dar – wie man am halb verhungerten Greif Byron (aus Band 2) und dem Einhorn ablesen kann.

Wie man sieht, erlernen die Spiderwick-Kinder Schritt für Schritt, dass die Macht, die das Handbuch verleiht, auch Verantwortung mit sich bringt – und jede Menge Ärger mit den Fabelwesen. Das erinnert an die einfache Lehre, die wir aus Spider-Mans Abenteuern ziehen: „Mit großer Macht geht große Verantwortung einher.“ Die kleinen Leser der Spiderwick-Abenteuer können diese Lektion nicht früh genug lernen.

|Illustrationen und Übersetzung|

Diese Abenteuer erstrecken sich über mindestens sechs Bände, alle davon sehr schön illustriert und buchbinderisch wertvoll gestaltet (Fadenbindung – wo gibt’s das heute noch?). Der Illustrator Tony DiTerlizzi bedankt sich für die Inspiration dazu bei Arthur Rackham, einem der berühmtesten Zeichner für Kinderbücher aus der viktorianischen Ära. Rackham illustrierte beide Bücher über „Alice im Wunderland“ und natürlich auch „Grimms Märchen“ (sehr schön in der |Heyne|-Ausgabe).

Das klingt nach einem netten Bilderbuch, und das ist es auch. Es eignet sich wohl ab sechs bis acht Jahren – leider fehlt hier ein Hinweis vom Verlag. Mallory ist jedenfalls schon 13 und kann immer noch etwas mit dem Elfenbuch anfangen. Ältere Leser finden die Bilder vielleicht hübsch, aber die Handlung ist für sie wohl nicht so der Hit.

Schade nur, dass die schön illustrierten Abenteuer jeweils nur 128 Seiten lang sind. Davon entfallen rund 20 Seiten auf Vor- und Abspann, und vom Rest wiederum etwa die Hälfte auf Illustrationen. Kein Wunder also, dass ein Erwachsener solch ein Buch binnen einer Stunde gelesen hat. Die Sprache ist einfach genug, und die Übersetzerin Anne Brauner hat das Original angemessen übertragen.

_Unterm Strich_

Für Leseratten zwischen sechs und acht Jahren sind die Abenteuer der Spiderwick-Kinder optimal geeignet, um mit Fabelwesen wie Elfen (in allen Größen), Greifen, Phookas, Kobolden und anderen Bekanntschaft zu machen.

Doch das Buch ist keine trockene Enzyklopädie der Fabelwelt, sondern erzählt eine humorvoll gestaltete Geschichte um den Besitz des „Handbuchs für die fantastische Welt um dich herum“. Dabei fehlt es auch an Spannung nicht, denn wieder einmal geraten die Kinder in eine ausweglos scheinende Lage.

Dieser Band ist, wie alle Bücher der Reihe, sehr schön gestaltet, so dass er sich auch als Geschenk zum Geburtstag gut eignet. Die Schrift ist augenfreundlich gesetzt: nicht schwarz, sondern dunkelbraun und so groß, dass man sich bestimmt nicht die Augen verdirbt, selbst wenn man schon Oma ist und aus dem Buch vorliest.

|Hinweis:|

Im nächsten Band machen die Kinder nähere Bekanntschaft mit dem König der Zwerge. Wir sind bereits gespannt.

|Originaltitel: The Spiderwick Chronicles 3: Lucinda’s Secret, 2003
Aus dem US-Englischen übersetzt von Anne Brauner|
Englische Webseite der Serie: http://www.spiderwick.com

http://www.spiderwick.de

Jean-Jacques Greif – Marilyn. Eine Biografie

Leben einer Filmgöttin, Leben eines Waisenkinds

Als Marilyn Monroe am 5. August 1962 tot aufgefunden wurde, starb ein Weltstar. Doch ob ihr Namen nun Norma Jeane Mortensen oder Norma Jean (ohne E) Baker war, darüber streiten sich die Gelehrten (wie schon damals die Standesbeamten) noch heute. Verschwörungstheorien ranken sich um ihre letzten Tage, als Geliebte des US-Präsidenten und des Justizministers soll sie Staatsgeheimnisse gekannt und vom FBI beseitigt worden sein.

Die tagebuchartige Auto-Biografie Marilyns enthüllt uns einen Menschen, der Glück suchte und es nur selten fand. Dabei nimmt die Erzählerin Marilyn kein Blatt vor den Mund, wenn es um Gott und Sex geht.
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Philip Ardagh – Furcht erregende Darbietungen (Eddie Dickens 2)

Keine Fisimatenten!

In der Fortsetzung von „Schlimmes Ende“ erlebt Eddie Dickens noch wildere Abenteuer: Er überlebt um Haaresbreite eine Explosion, einen Heißluftballon-Ausflug, trifft ein Mädchen mit einem Kamelgesicht und wird von einer Schurkenbande zu einem „kleinen Auftrag“ überredet. Alles in allem würdige Abenteuer für ein Buch, das zwischen Charles Dickens und Monty Python ganz neue Maßstäbe gesetzt hat – schon allein, weil Harry Rowohlt für die Übersetzung verantwortlich zeichnet. (Verlagsinfo)
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John Flanagan – Der Krieger der Nacht (Chroniken von Araluen 5)

Abenteuer im Norden: Geister und Zauberer

Ein fantastisch-mittelalterliches Königreich, bedroht von bösen Kräften und ungeheuerlichen Kreaturen, verteidigt von einem jungen Waldläufer und seinen Freunden – willkommen in Araluen!

Band 5: Kaum hat er seine Ausbildung abgeschlossen, bekommt es Will Hallas mit übernatürlichen Mächten zu tun. Zunächst hält er die Gerüchte über Hexerei für blanken Unsinn. Doch dann erblickt er im Wald die unwirkliche Gestalt eines dunklen Kriegers. Will muss sich einem Kampf stellen, auf den ihn keine Ausbildung der Welt vorbereiten konnte… (Verlagsinfo)

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Mike Maurus – Mittelsturm (Fantasmania 1)

Auftakt zu einer phantastischen Fußball-Zaubertrilogie

Alles beginnt mit einer Wette. Lorenzo und William, Wunderstürmer und Torwart der Verdammten Rotznasen, entfachen bei einem verrückten Fußballspiel ein magisches Gewitter, das sie selbst und die gesamte Welt in Gefahr bringt. Im Strudel der Ereignisse geraten sie ins legendäre Königreich Fantasmanien, mitten in einen mystischen Krieg, der dort seit Jahrhunderten tobt… (Verlagsinfo)

Der Verlag empfiehlt das Buch ab elf bis 13 Jahren.

Der Autor

Mike Maurus führt Regie bei Zeichentrickserien und animierten Kinofilmen. Er lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern im Süden von München.

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Jonathan Stroud – Das grauenvolle Grab (Lockwood & Co. 5)

Lockwood & Co.

Band 1: Die seufzende Wendeltreppe“
Band 2: Der wispernde Schädel“
Band 3: Die raunende Maske“
Band 4:  „Das flammende Phantom“
Band 5: „„Das grauenvolle Grab““

Nachdem Lockwood & Co. die geheimen Machenschaften der Firma Rotwell aufgedeckt haben, sind sie ins Visier von Penelope Fittes geraten. Dass Lockwood einen Zusammenschluss seiner Agentur mit Fittes abgelehnt hat, hat Penelope gar nicht gefallen. Und Lockwood und seine Freunde, zu denen seit den letzten Ereignissen auch ihr einstiger Erzrivale Quill Kipps gehört, glauben keinen Moment lang, es ginge der mächtigen Frau dabei lediglich um unliebsame Konkurrenz!
Allerdings schützt Miss Fittes ihre Geheimnisse gut! Doch um das Rätsel der Geisterplage zu lösen, sind die jungen Leute bereit, bis zum Äußersten zu gehen …!

Obwohl das Buch gleich mal mit einem Paukenschlag beginnt, einem Einbruch in Marissa Fittes Gruft, dauert es ein wenig, bis das Duell tatsächlich Fahrt aufnimmt. Denn nach den dramatischen Ereignissen in der Gruft bekommen Lockwood & Co. erst einmal einen anderen Auftrag, der eher Entwicklung der Charaktere dient als der Lösung des Rätsels. Jonathan Stroud – Das grauenvolle Grab (Lockwood & Co. 5) weiterlesen

Wir warten auf den Weihnachtsmann. Das große Weihnachtswimmelbuch

Wie kommen eigentlich all die Geschenke zu uns ins Haus?

Im Kindergarten bastelt Max mit seinen Freunden den Wunschzettel für den Weihnachtsmann. Er hoffe, dass sich sein größter Wunsch erfüllen wird. Aber Max fragt sich auch, wie die ganzen Wunschzettel eigentlich zum Weihnachtsmann gelangen und wie dieser es schafft, all die Wünsche zu erfüllen, ohne etwas zu vergessen und ob er sich auch einmal ausruhen darf.

Diese und noch einige Fragen werden auf den humorvollen, bunten Bildern in dem Weihnachtswimmelbuch beantwortet.

Wir warten auf den Weihnachtsmann. Das große Weihnachtswimmelbuch weiterlesen

[NEWS] Almut Schmidt – Pferde verstehen mit Ostwind

Pferde richtig verstehen – reiten lernen wie Mika!

Wer möchte nicht reiten können wie Mika aus dem Film Ostwind? Frei und ungebunden sein und sein Pferd verstehen? Hier bekommen Ostwind-Fans Tipps zum Umgang mit dem Pferd und reiten lernen – inklusive Interview mit Kenzie Dysli, bekannte Pferdetrainerin für den Film Ostwind. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 112 Seiten
cbj

[NEWS] Patrick Ness – Sieben Minuten nach Mitternacht. Filmausgabe

Exklusive Filmausgabe des Romans mit Set-Fotogalerie-Bonusmaterial und original Filmplakatmotiv als Cover.

Das Monster erscheint sieben Minuten nach Mitternacht. Aber das jagt Conor keine Angst ein. Was er eigentlich fürchtet, ist jener monströse Albtraum, der ihn jede Nacht quält, seit seine Mutter so schwer krank ist. Das wilde und weise Monster aber wird Connor in seinen Albtraum begleiten und ihm das Gefährlichste überhaupt abverlangen: die ganze Wahrheit hinter seinem Schmerz! (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 224 Seiten
Originaltitel: Monster Calls
cbj

George R. R. Martin – Das Lied des Eisdrachen

Klappentext:

Adara wusste nicht mehr, wann sie ihn zum ersten Mal gesehen hatte. Ihr schien, dass er schon immer ein Teil ihres Lebens war, ein Traum im tiefsten Winter, der auf durchscheinenden blauen Flügeln über den kalten Himmel schwebte. Eisdrachen waren selten, selbst in jenen Zeiten …(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ein eigenes Haustier ist schon etwas Besonderes für jedes Kind. Ein eigener Drache ist wahrscheinlich das tollste überhaupt. Die kleine Adara hat noch dazu einen sehr seltenen Drachen.

George R. R. Martin – Das Lied des Eisdrachen weiterlesen

Scott Westerfeld – Behemoth. Im Labyrinth der Macht (Leviathan 2)

Geheime Missionen und eine Revolution am Bosporus

August 1914. Der österreichische Thronfolger und seine Frau werden von Serben ermordet, die Alte Welt droht aufgrund der Bündnisse in den Weltkrieg zu stürzen. Prinz Aleksandar wird halb entführt, halb vor deutschen Verfolgern gerettet, entkommt zunächst in die neutrale Schweiz.

Band 1: Leviathan:

Plötzlich landet dort das britische Luftlenkschiff „Leviathan“, eine walförmige Mischung aus Tier und Maschine, und Aleksandar lernt die junge Deryn kennen, die sich als Junge verkleidet in die britische Luftmarine geschmuggelt hat, um hier ihren Lebenstraum vom Fliegen zu verwirklichen. Können sie gemeinsam den Verfolgern entgehen und die drohende Kriegskatastrophe abwenden?

Band 2: Behemoth

Scott Westerfeld – Behemoth. Im Labyrinth der Macht (Leviathan 2) weiterlesen

Jonathan Strout – Die raunende Maske (Lockwood & Co. 3)

Lockwood & Co.

Band 1: Die seufzende Wendeltreppe „
Band 2: Der wispernde Schädel“
Band 3: „Die raunende Maske“

Nach den beiden aufsehenerregenden Fällen der ersten beiden Bände haben Lockwood und seine Kollegen George und Lucy sich bereits einen recht guten Namen gemacht. Trotzdem wird ihre Agentur nicht gebeten, bei der Bekämpfung des jüngsten Ausbruchs in Chelsea zu helfen. Da dieser jedoch fast sämtliche Kräfte der übrigen Agenturen bindet, werden die drei von einer Welle an Kleinkram überschwemmt. Die Sache droht ihnen derart über den Kopf zu wachen, dass Lockwood beschließt, eine weitere Kraft einzustellen …

Noch immer hält sich die Charakterentwicklung der Hauptfiguren eher in Grenzen. Nur bei Lucy ist in dieser Richtung etwas spürbar, weil aus ihrer Sicht erzählt wird. Jonathan Strout – Die raunende Maske (Lockwood & Co. 3) weiterlesen

Alexandra Monir – Lilienfeuer

Die junge Imogen lebt zusammen mit ihrer Pflegefamilie in New York, nachdem ihre Eltern vor Jahren bei einem Unfall ums Leben kamen. Ihr Leben ist das eines ganz normalen Mädchen am Ende seiner Teens; Schule, Jungs und was das Leben so hergibt.
Doch als sie von dem tragischen Tod ihrer Cousine Lucia hört, die das Erbe ihrer Familie in Großbritannien angetreten hatte, erfährt, reist sie nach England, um dort als Herzogin von Rockford den Familienbesitz weiterzuführen. Jedoch gehen auf Rockford Manor einige merkwürdige Dinge vor sich, denen Imogen auf den Grund gehen will. Bald fragt sie sich, ob all die Geschehnisse wirklich Zufall waren. Alexandra Monir – Lilienfeuer weiterlesen

Ingo Siegner – Der kleine Drache Kokosnuss – Vorlesebuch zum Film: Feuerfeste Freunde

Inhalt

Kokosnuss ist ein junger Feuerdrache, der trotz Flügeln nicht fliegen kann und Oskar ein vegetarischer Fressdrache – beide verbindet neben ihrer Einzigartigkeit auch eine tiefe Freundschaft und zudem ein weiteres Problem: Ihre Eltern nehmen sie einfach nicht ernst. Als plötzlich das für die Feuerdrachen lebensnotwendige Feuergras gestohlen und Oskar des Diebstahls verdächtigt wird, kommt es zum Streit zwischen Feuer- und Fressdrachen. Zusammen mit ihrer besten Freundin, Stachelschwein Matilda, machen sich Kokosnuss und Oskar auf die Suche. Können die drei Freunde das Gras wiederfinden und somit die Dracheninsel retten? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Erfahrt schon vor dem Kinostart von „Der kleine Drache Kokosnuss: Feuerfeste Freunde“ welches neue Abenteuer die beliebte Kinderfigur von Erzähler Ingo Siegner zusammen mit seinen Freunden erleben wird.

Ingo Siegner – Der kleine Drache Kokosnuss – Vorlesebuch zum Film: Feuerfeste Freunde weiterlesen

Annette Roeder – Die Krumpflinge: Egon wird erwischt! (Band 2)

Inhalt

Nachdem Krumpfling Egon sich dem Menschenjungen Albert aus Versehen gezeigt hat, sind die beiden allerbeste Freunde geworden und verbringen sehr viel Zeit miteinander. Doch dann funkt Lulu, das Nachbarsmädchen, dazwischen und lädt Albert zu sich nach Hause ein – natürlich ohne Egon! Der Krumpfling wird rasend eifersüchtig. Er schmiedet finstere Pläne und lässt nichts unversucht, seinen Spielkameraden wieder für sich allein zu haben. Doch natürlich kommt es auch diesmal anders, als Egon das geplant hat … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Weiter geht es mit einem neuen Abenteuer von Egon Krumpfling, dem kleinen grünen Wesen mit dem herzförmigen Fleck auf der Brust.

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Annette Roeder – Die Krumpflinge: Egon zieht ein! (Band 1)

Inhalt

Die junge dreiköpfige Familie, die in die alte Villa gezogen ist, geht viel zu freundlich miteinander um. Denn genau das wird für die Krumpflinge bald zum Riesenproblem: Innerhalb kürzester Zeit ist der kostbare Krumpftee aufgebraucht! Um den Vorrat wieder aufzufüllen, soll jetzt Egon nach oben zu Familie Artich ziehen und dort mit allerhand Streichen dafür sorgen, dass ordentlich gestritten, geschimpft und geflucht wird. Egon nimmt die Herausforderung an, aber nicht alles läuft so, wie die Sippenchefin sich das vorgestellt hat … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Was ist grün, genauer gesagt „babyspinatgrün“, kleiner als eine Suppenkelle und trägt das Herz am rechten Fleck? Es ist Egon Krumpfling. Eine wunderbare Figur, welche von Annette Roeder erschaffen wurde und die die Kinder lieben werden.

Annette Roeder – Die Krumpflinge: Egon zieht ein! (Band 1) weiterlesen