Schlagwort-Archive: Erotik

John Norman – The King. Night of the Vandals (The Telnarian Histories 3)

Action und Erotik in Balance – aber unvollendet

Im dritten Band des Telnarian Histories Zyklus wird die Handlung aus Band 2 direkt fortgesetzt, allerdings nur, was den aufmüpfigen Anführer Abrogastes anbelangt. Die Wege von Otto, dem Wolfungen-Häuptling und Hauptmann in spe, führen ihn zurück auf seine Heimatwelt, wo er König wird – allerdings nicht ohne Widerstand. Ein Plan, ihn abzuservieren, ist bereits in Gang gesetzt worden.

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John Norman – The Captain. Hour of the Wolf (The Telnarian Histories 2)

Science Fiction trifft Fantasy trifft Erotik

Im 2. Band des Zyklus „The Telnarian Histories“ wird die Handlung aus „The Chieftain“ nahtlos fortgesetzt. Die feindlichen Otungen nehmen die Herausforderung des Wolfungen-Häuptlings Otto, vormals der Gladiator Dog, an, um eine Schmach zu tilgen. Es kommt zu einem merkwürdigen Zweikampf, der jedoch abrupt endet, als die Truppen von Ortogs Vater Abrogastes auftauchen. Verschiedene Dinge werden daraufhin geklärt. Auf der Sommerwelt des Imperiums soll Otto ein Hauptmannspatent erhalten – daher der Buchtitel „The Captain“ – doch man stellt ihm eine tödliche Falle, um dies zu vereiteln. Wer jetzt an den Germanen Arminius denkt, der es im römischen Heer zum Offizier und Ritter gebracht hat, denkt, liegt ziemlich richtig.
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John Norman – The Chieftain. Day of the Dog (The Telnarian Histories 1)

Alternative Geschichte? Germanen und Vandalen attackieren das Römische Reich

Die Trilogie der Telnariarischen Historien wird von einem Historiker erzählt, der auf ungezählte Quellen zurückgreift, um einen großen Wendepunkt in der Geschichte des intergalaktischen Imperiums von Telnaria zu beschreiben. Dabei will er sich eines Urteils und einer Meinung strikt enthalten.

Die Story dreht sich um den Aufstieg eines zunächst namenlosen Barbaren, der erst Gladiator („Dog“) und dann Häuptling eines Stammes wird: Otto. Allerdings wird er bei seinem Aufstieg erst von einer Frau verraten und dann von einem anderen Häuptling, der unter der Fuchtel einer anderen Frau steht.
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Sophie Andresky – Feucht. Erotische Verführungen

Heiße Sessions

Mit diesem Band von erotischen Stories ist der deutschen Schriftstellerin Sophie Andresky ein großer Publikumserfolg gelungen. Damals gerade mal 27 Jahre alt (vielleicht sogar das beste Alter dafür), konnte die Autorin für ihre erotische Kurzprosa mehrere Preise einheimsen. ‚Feucht‘ war anno 2000 ihr dritter Erzählband.
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Fabienne Pakleppa – Mein unverschämter Liebhaber. Erotische Kurzgeschichten

Ein erotischer Reigen

„Sie haben sich in der Lebensmittelabteilung kennen gelernt, als sie sich beide gleichzeitig bückten, um nach der letzten Flasche Milch zu greifen. Er hatte blaue Augen, sie auch. Er hatte sinnliche Lippen. Sie wollte geküsst werden.“
Erotische Short Storys über Liebe, Phantasie und Leidenschaft. In ihrem erotischen Geschichtenbuch »Mein unverschämter Liebhaber« aus dem Jahr 2000 verknüpft die Wahlmünchnerin Fabienne Pakleppa prickelnde Erotik mit süddeutscher Lebenslust.
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Joachim Zelter – Die Lieb-Haberin. Roman

Der Zauberlehrling und seine Geliebte

Dies ist die Geschichte eines eitlen Mannes, der die Geister, die er rief, nun nicht mehr los wird. Er hat sich eine nette Geliebte für nebenher gewünscht, doch bekommt er weitaus mehr: Sie liebt und ihn hält ihn, bis ihre Vorstellung von der Realität seine bezwingt. Der Verlag DVA würde diese Story gerne als Variation auf „Romeo und Julia“ verkaufen, doch ich sehe das Buch als frivole Variante des „Zauberlehrlings“.
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Georges Bataille – Story of the Eye (Modern Classics)

Simones obszöne Akte

Georges Bataille veröffentlichte seinen Roman „Histoire de l’Oeil“ unter dem Pseudonym „Lord Auch“ 1928. Es erlebte drei weitere Auflagen bis 1967, doch diese Ausgaben weichen von der Urform erheblich ab. Die vorgestellte englischsprachige Ausgabe beruht auf der Erstausgabe von 1928 und umfasst die dazugehörige biographische Notiz, in der der Autor Parallelen zu seinem eigenen Leben zieht.

Mit Essays von Susan Sontag – „The Pornographic Imagination“ (1967) – und Roland Barthes – „The Metaphor of the eye“ (1963) – hat der nicht genannte Herausgeber diesen Band sinnvoll ergänzt und abgerundet mit Aspekten, die weit über das Werk hinausweisen.
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Marion Zimmer Bradley – Das Schwert der Amazone

Billig-Fantasy für junge Kriegerinnen

„Sie hat alles vergessen: ihre Herkunft, ihre Familie, ihren Namen, nur nicht die Fähigkeit, mit Schwert und Schild zu kämpfen wie die besten Gladiatoren der Arena. Und etwas weiß sie tief in ihrem Inneren – dass kein Mann sie je berühren darf.“ (Verlagsinfo)

Nein das ist nicht der Beginn von „Wonder Woman“ mit der wunderbaren Gal Gadot! „Das Schwert der Amazone“ ist ein „feministischer“ Fantasyroman der bekannten Autorin von „Die Nebel von Avalon“, eine Art „Gladiator“ der weiblichen Art soll das sein. Leider ist dieser als Entgegnung auf John Normans Gor-Fantasyromane gedachte Sklavenroman noch schlechter geschrieben als Normans Werke – und das will schon was heißen.
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Holly Cartwright – Marie’s Masters

Wie man seine Hemmungen verliert

Die schöne, aber emotional gehemmte Marie tritt eine Stelle in einer anderen Stadt an. Es ist das De Sade Museum, und es macht seinem Namen alle Ehre. Der Leiter des Museums hat Marie offenbar zu einem ganz bestimmten Zweck eingestellt. Um diesen zu erreichen, unterwirft er sie etlichen BDSM-mäßigen Übungen. Schon bald steigt Maries Selbstvertrauen. Sie entdeckt auch in dem Vermieter ihres Zimmers einen höchst dominanten und lehrreichen Gebieter. Aber welche Rolle spielt dessen Gattin, die renitente Isabelle?
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Margit Hahn – Hautnah. Erotische Erzählungen

Erotische Fantasien vor 22 Jahren

Hautnah“ bietet Erzählungen über die moderne Liebe anno 1997 und ihre unverhofften Glücks- und Schattenseiten, kaum eine mehr als zehn Seiten lang: Es sind konzentrierte Bestandsaufnahmen des facettenreichen Themas, getränkt in bitteren, zuweilen grausamen Realismus, wie er einer Wiener Autorin gut zu Gesicht steht.

Die Österreicherin Margit Hahn ist Jahrgang 1960, also bereits knapp sechzig Jahre alt. Sie lebte anno 2001 in Wien und Klosterneuburg. Zuletzt erschien von ihr „Der männliche Blick“ (1999). Sie lebt in Klosterneuburg. 2001 ist der Roman „Tarot Suite“ im Deuticke Verlag erschienen. (Quelle: https://www.hanser-literaturverlage.de/autor/margit-hahn/)
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Nagula & Armer (Hrsg.) – Zärtlich war die Zukunft. Liebesgeschichten aus der Welt von morgen

Die Körperlotterie und andere Geschichten um Liebe, Sex, Erotik und Gender

Die Liebe verändert die Welt. Aber die Welt verändert auch die Liebe. Was also wird Zärtlichkeit in der Welt von morgen sein: ein elektronischer Impuls in einem Computerprogramm? Ein antikes Laster? Eine technische Disziplin durchtrainierter Hochleistungserotiker? Acht Autoren [schreiben] über Zukunft in Sachen Liebe. (Verlagsinfo)
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Susie Bright (Hrsg.) – The Best American Erotica 2001. Erzählungen

Werfen Sie Ihre Hemmungen über Bord. Um die sinnlichste, provokativste Literatur lesen zu können, brauchen Sie nur einen Blick „The Best American Erotica 2001“ zu werfen, Susie Brights neue Jahresanthologie. , Marge Piercy, die Autorin von „Vida“ und „Die Frau am Abgrund der Zeit“ (dt. bei Heyne), stellt uns den Nerd Kid Sex Club vor, Nathan Englander erforscht die süchtigmachende Anziehungskraft einer (antiken) Peep Show.

Jerry Stahl berichtet von einer Herausforderung durch eine sehr anspruchsvolle Freundin, und Dani Shapiro beweist, dass es einen Unterschied zwischen Phantasie und Realität gibt, wenn es um den Verlust der Jungfräulichkeit geht. Die 22 amerikanischen AutorInnen in „The Best American Erotica 2001“ bieten jedem etwas. (Verlagsinfo)
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Adam Zutzel & Eva Zausel (Hrsg.) – Die allerneueste klassische Sau. Das Handbuch der literarischen Hocherotik. Folge 3

Hochliterarische Ferkeleien

Sie suchen die Stellen in der erotischen Literatur? Suchen Sie nicht weiter, denn in diesem Buch bekommen Sie die „schweinösesten“ Stellen komplett in einem Band: „Auf diese Schweine können Sie bauen!“ Diese dritte Folge der „Klassischen Sau“ bringt Ihnen in sechs Positionen die Delikatessen der erotischen Literatur „des Morgen- wie des Abendlandes und aus der Neuen Welt dazu“. Mit Bildern von Wolfgang Herrndorf und einem Vorspiel von Robert Gernhardt.
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Lisette Allen – Normannenliebe


Eroberungen im Namen der Liebe

Elena, ein 22jähriges Sachsenmädchen, erlebt anno 1070 in einem Kloster den Angriff der Normannen und wird in die Festung des Normannenkriegers Aimery verschleppt. Sie ist ausgewählt, um seine Gespielin zu werden, doch dies bringt den Zorn der Lady Isobel mit sich, welche die kleine Elena von nun an schikaniert und los werden will.

„Normannenliebe“ ist ein erotischer Roman aus der bekannten englischen Black-Lace-Reihe des Virgin-Verlags, in der seit Jahren erfolgreich sinnliche Fantasien für Frauen verlegt werden. Lisette Allen ist wahrscheinlich ein Pseudonym seitens des Verlags.
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Dieter Wellershoff – Der Liebeswunsch (Hörbuch)

Im Viereck der Begierden: Liebeswahn und Liebestod

Wellershof erzählt in seinem Roman die dramatische Geschichte eines Ehebruchs und dessen Folgen. Marlene hat vor Jahren ihren Mann Leonhard verlassen, um mit dessen bestem Freund Paul zusammenzuleben. Nur mühsam gelang es ihnen, den Freundschaftsbund wieder in Balance zu bringen. Als Leonhard die junge Anja heiratet, scheint das Glück wiederhergestellt. Aber Leonhard kann Anjas verzweifelten Wunsch nach Liebe nicht erfüllen. Und so wiederholt sich die Geschichte. Anja betrügt ihren Mann mit Paul – und zahlt dafür einen hohen Preis…

Der Autor erzählt die subtile Dramatik des Geschehens aus den wechselnden Perspektiven seiner Figuren. Man erlebt sie in ihren privaten und beruflichen Lebenswelten uns blickt in die Intimität ihrer heimlichen Gedanken und Gefühle. Jeder versucht die anderen zu durchschauen und zu beeinflussen, während sich etwas vollzieht, das ihnen allen aus der Hand gleitet. (Verlagsinfo)
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Anton G. Leitner (Hg.) – Das Gedicht Nr. 8: Vom Minnesang zum Cybersex

Erotische Zeilensprünge

„Gedichte sind plötzlich hip und sogar ziemlich sexy“, schreibt die Süddeutsche Zeitung anno 2000 erstaunt zu diesem „Erotik-Special“ von „Das Gedicht“. Der Schreiber hält den 160-Seiten-Band aus dem Anton G. Leitner Verlag für „ein freches Meisterstück, zuweilen anstößig und ungewöhnlich authentisch“. Wer sich „angestoßen“ fühlt, greife sofort zur hilfreichen Collection von schwarzen Zensurbalken, die sich in passender Größe über die Seite schieben lassen.

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Klaus Bädekerl – Die Frau der Träume

Mystischer Krimi: Ermittlung gegen Göttin und Mutter

Sechs Männer sterben eines „natürlichen“ Todes innerhalb nur weniger Monate auf gleiche Weise, und keiner findet das merkwürdig? Nicht so Staatsanwalt Thomas Zorski, der über den neuesten Todesfall stolpert und von seinem Amtsvorgänger eine dicke Akte mit den übrigen fünf Fällen bekommt. Immer war Vollmond, wenn man einen der sechs fand. Und alle lagen friedlich da – und völlig nackt, als ob sie träumten…
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Anne-Marie Villefranche – Der Liebesapfel. Erotischer Roman

Geschmackvoll-amüsante Erotik

Als seine Geliebte, die hinreißende Alette Lamartine, plötzlich ihre Beziehung beendet, erhält Marcs Selbstwertgefühl einen empfindlichen Dämpfer. Schließlich gilt er bei den Damen der feinen Gesellschaft seit jeher als ein Mann von äußerster erotischer Finessse: Marc taucht ein in Erinnerungen an leidenschaftliche Affären mit den schönsten Frauen der Welt … Eine prickelnd erotische Liebesgeschichte aus dem Paris der 20er Jahre. (Verlagsinfo)

Die Autorin

Anne-Marie Villefranche ist eine elegante und geschmackvolle Erzählerin erotischer Schlüpfrigkeiten. Ihre Darstellung lassen dennoch nichts an Deutlichkeit zu wünschen übrig. Sie erlebte das Paris der 20er Jahre und heiratete 1928 einen englischen Diplomaten. Nach ausgedehnten Reisen starb sie 1980. Erst danach stieß man auf ihre intimen Erzählungen, denen offenbar eigene erotische Erlebnisse aus ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zugrundelagen. Es ist bemerkenswert, dass zur Autorin kein Wikipedia-Artikel existiert, noch nicht einmal in der französischen. „Der Liebesapfel“ ist angeblich ein kurz vor der Jahrtausendwende entdecktes Manuskript.

Weitere Werke

1) Folies d’Amour
2) Plaisirs d’Amour
3) Die Venusblüte
4) Die Zaubermuschel
5) Die Purpurrose

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Pierre Assouline – Dessous. Roman

Wider den Eros: das Verschwinden der Intimsphäre

Rémi hat seit zwei Jahren ein Verhältnis mit Victoria, von der seine Frau, eine Scheidungsanwältin, offenbar nichts ahnt. Doch eines Tages ist Victoria ohne ersichtlichen Grund verschwunden. Er ahnt lange Zeit nicht, dass er bei seiner Suche nach der Geliebten auf Schritt und Tritt überwacht wird. Aufgrund dieser erschütternden Entdeckung dreht er den Spieß jedoch kurzerhand um.

„Ein fulminanter Auftakt, gefolgt von Bravourstücken. Amüsant und unbarmherzig. Assouline liebt die spöttische Unverblümtheit. Er nimmt en passant alles aufs Korn, was sich bewegt, eine Konstante des Buchs, das sehr pikante Szenen liefert und damit entfernt an Philip Roth erinnert.“ Quelle: Le Figaro Magazine

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Francoise Rey – Die Papierfrau

Erotische Phantasien

Eine Frau, deren Liebesleben eher von bescheidener Natur ist, beginnt schreibend ihre sexuellen und erotschen Phantasien und Träume auszuleben. Die sexuellen Obsessionen, die auf dem Papier entstehen, ergreifen jedoch zunehmend Besitz von ihr… (Verlagsinfo)

Mit Klassikern wie der „Geschichte der O“ und „Emmanuelle“ vergleicht der Verlag diesen 1989 veröffentlichten Roman. Das soll dieses Buch wohl in die Nähe des moralischen und gesellschaftlichen Skandals rücken. Und wirklich gemahnt die Erzählung zuweilen an de Sades „Justine“, denn das Bauprinzip ist ähnlich: möglichst viele „anstößige“ Szenen aneinanderzureihen, um den Leser anzutörnen.

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