Archiv der Kategorie: Thriller & Krimis

Charlotte Link – Ohne Schuld (Kate-Linville-Reihe 3)

Kate Linville hat Scotland Yard den Rücken gekehrt und will künftig für Detective Chief Inspector Caleb Hale arbeiten. Doch bevor es dazu kommt, überschlagen sich die Ereignisse: Caleb Hale wird hilflos Zeuge, wie ein Familienvater seine Frau und seine beiden Kinder erschießt. Hale hat sich nichts vorzuwerfen. Eigentlich. Doch als er den verzweifelten Familienvater auf seine finanziellen Probleme angesprochen hat, ist dieser ausgerastet. Und Caleb Hale war zu diesem Zeitpunkt nicht nüchtern.

Bevor Kate Linville die neue Stelle antritt, fährt sie mit ihrem besten Freund zu einem Wellnesswochenende. Doch im Zug kommt ihr eine verzweifelte Frau entgegen, die von einem fremden Mann bedroht wird. Es fallen Schüsse, und Kate rettet sich in letzter Sekunde mit der Frau auf die Zugtoilette. Am nächsten Bahnhof ist der bewaffnete Mann verschwunden.

Zwei Tage später stürzt eine junge Frau auf ihrer morgendlichen Radrunde, weil jemand einen dünnen Draht über die Straße gespannt hat. Sie verletzt sich schwer und ist sofort bewusstlos. Den darauffolgenden Schuss kann sie nicht mehr hören.

Zwei Frauen, die keine Verbindung zueinander haben. Und doch wurden die Schüsse aus der gleichen Waffe abgefeuert. Was verbindet die beiden Frauen? Nach welchem Schützen sucht die Polizei? Kate Linville wird noch vor ihrem offiziellen Amtsantritt in Scarborough in die Ermittlungen hineingerissen und muss mit ansehen, wie Caleb Hales Nachfolger aus Unerfahrenheit falsche Entscheidungen trifft…
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Allie Reynolds – Frostgrab

Inhalt

Die Snowboarderin Milla trifft auf einer einsamen Lodge in den französischen Alpen ihre Clique von früher wieder. An diesem Ort haben sie vor zehn Jahren gemeinsam trainiert, bis eine Tragödie alles zunichtemachte. Doch was Milla als harmloses Wiedersehen ansah, entwickelt sich schnell zum gnadenlosen Psychospiel. Plötzlich sind die Handys verschwunden, und die Seilbahn steht still. Dann ist der Erste von ihnen tot. Die eisige Bergspitze droht zum Grab für sie alle zu werden, wenn sie nicht ihr düsterstes Geheimnis offenbaren. Und jeder hat etwas zu verbergen. Besonders Milla. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Fünf ehemalige Profi-Snowboarder*innen werden inmitten von Schnee und Eis abgeschottet und zermürbt – was beziehungsweise wer steckt dahinter? Vor zehn Jahren waren sie schon einmal in diesen Unterkünften, allerdings waren sie damals zu siebt… Allie Reynolds – Frostgrab weiterlesen

Thomas Harris – Cari Mora. Thriller

Der Goldschatz des Verderbens

In Pablo Escobars Haus in Miami Beach müssen sich 25 Millionen Dollar in Kartellgold befinden. Viele Männer haben danach gesucht, aber keiner ist so skrupellos und furchterregend wie der Drogen- und Menschenhändler Hans-Peter Schneider. Er hat sich darauf spezialisiert, die gewalttätigen Phantasien anderer, wohlhabenderer Männer zu erfüllen.

Das Haus der leider inzwischen verblichenen Drogenbarons wird von Caridad Mora, der Haushälterin, in Schuss gehalten. Die Kolumbianerin ist der Terrormiliz FARC entflohen und lebt in Miami Beach zusammen mit Tante und Cousine, geduldet mit einer zeitweiligen Aufenthaltsgenehmigung. Sie bekommt es nicht nur mit Schneider zu tun, der ein Auge auf sie geworfen hat, sondern mit weiteren Dieben, die alle hinter dem Gold her sind. Bald müssen alle ihre Gegner feststellen, dass Cari über überraschend viele Überlebenstechniken verfügt – und sie zögert keine Sekunde, sie einzusetzen…
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Nicci French – Eine bittere Wahrheit

Inhalt

Erst seit Kurzem lebt Tabitha wieder im Ort ihrer Kindheit, einem idyllischen Dorf an der englischen Küste. Doch der Wunsch, dort Ruhe zu finden, verwandelt sich in einen Alptraum, als sie des Mordes an ihrem Nachbarn beschuldigt wird. Alle Indizien sprechen gegen sie. Und sie kann sich nicht erinnern, was an jenem 21. Dezember geschehen ist, als im Schuppen hinter ihrem Haus die schlimm zugerichtete Leiche gefunden wurde. Nun sitzt sie in Untersuchungshaft und wartet auf ihren Prozess. Ihre Anwältin rät ihr, sich schuldig zu bekennen. Doch Tabitha spürt, dass sie nicht die Mörderin ist. Und nur sie selbst kann das beweisen. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Es fällt mir sehr schwer, objektiv beziehungsweise unvoreingenommen über „Eine bittere Wahrheit“ zu schreiben, denn anhand der drei Stand-alone-Romane von Nicci French, die ich in den vergangenen Monaten gelesen hatte, hatte ich eine bestimmte Erwartungshaltung…

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Raymond Chandler – Das hohe Fenster (Philip Marlowe 3)

Viele Leichen, wenig Klarheit

Mrs. Elizabeth Bright Murdock beauftragt PHILIP MARLOWE damit, eine gestohlene seltene Goldmünze, die wertvolle Brasher-Dublone aus dem 18. Jahrhundert, wieder zu finden. Sie ist fest davon überzeugt, dass sie von Linda Murdock – ihrer verhassten Schwiegertochter – gestohlen worden ist. Mrs. Murdock will keine Täterüberführung mit Verhaftung; vielmehr soll MARLOWE eine – möglichst kostenlose – Scheidung Lindas von ihrem Sohn Leslie erzwingen. Eigentlich nicht sein Ding. Doch MARLOWE nimmt an und konzentriert sich auf die Suche nach der Brasher-Dublone. Relativ schnell wird klar, wer die Münze genommen hat.

Der Fall bekommt aber eine weitere Dimension, als MARLOWE schon bald über ein paar Leichen „stolpert“ und merkwürdigerweise auf ein paar verschrobene Typen und die ermittelnden Polizeibeamten eine scheinbar anziehende Faszination ausübt…. (Amazon.de)
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Tom Wood – Die Besucher

Inhalt

»Ihr Mann ist nicht der, der er zu sein vorgibt«. Das behaupten die zwei FBI-Ermittler, die vor der Tür von Jemima Talhoffer stehen. Sie bitten die junge Frau, sie zu begleiten, um ihr ein paar Fragen zu Leo zu stellen. Angeblich ist er in dunkle Geschäfte verwickelt. Da klingelt plötzlich das Telefon. »Vertrau den beiden Besuchern nicht«, sagt die Stimme. »Flieh, so schnell du kannst.« Wem soll Jem glauben? Und wie kann sie diesem Albtraum entkommen? Eine tödliche Jagd nimmt ihren Anfang … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Jem, eine Teilzeit-Yoga Lehrerin mit einer Angststörung, sieht sich plötzlich gezwungen an Leo, ihrem Ehemann, zu zweifeln und um ihr Leben zu laufen – im wahrsten Sinne des Wortes! Nach dem warnenden Anruf rennt sie barfuss durch den Wald und bringt schließlich einen gutmütigen Rentner dazu, sie zur Polizei zu fahren.

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Sebastian Fitzek – Der Heimweg

Jules Tannberg übernimmt von seinem Freund „Caesar“ die Nachtschicht beim Begleittelefon – einem Service, den Frauen anrufen können, wenn sie alleine auf dem nächtlichen Heimweg sind und sich unwohl fühlen. Während er auf den ersten Anruf wartet, läuft im Hintergrund im Fernsehen eine Folge von „Aktenzeichen XY … ungelöst!“, in der sie nach dem sogenannten Kalender-Killer suchen – einem Mörder, der seinen Opfern mit Blut ihr Sterbedatum an die Wand schreibt. Dann klickt es in der Leitung und Jules nimmt einen Anruf entgegen, der zur folgenschwersten Unterhaltung seines Lebens wird.

Am anderen Ende der Leitung ist Klara, eine verheiratete Frau und Mutter einer kleinen Tochter, die ihrem Leben ein Ende setzen möchte. Denn Klara hat Schlimmes erlebt: Ihr Ehemann quält und misshandelt sie regelmäßig und verschachert seine Frau bei Sadistenpartys an den Meistbietenden, der fortan mit ihr machen darf, was immer er möchte. Klara ist eine gebrochene Frau, die eigentlich nichts mehr fürchtet und deswegen in dieser Nacht ihren Selbstmord plant. Das Begleittelefon hat sie offenbar nur aus Versehen angewählt, denn eigentlich ist sie auf der Flucht vor einem Mann, der sie am 30. November umbringen möchte. Denn Klara ist das nächste Opfer des Kalender-Killers und fürchtet nun, dass Jules ebenfalls in Lebensgefahr schwebt, wenn er mit ihr telefoniert und der Kalender-Killer dies später bemerkt.

Zwischen Jules und Klara entspinnt sich ein intensives Gespräch, in dem sie sich gegenseitig von ihren Seelenqualen berichten, denn auch Jules hat in seinem Leben Schreckliches erlebt, und er bemerkt im Laufe des Gesprächs viele Gemeinsamkeiten und auch Berührungspunkte, die ihn immer mehr vermuten lassen, dass dieses Gespräch kein Zufall ist.

Die Zeit verrinnt, und der Tag, an dem Klara sterben soll, rückt immer näher. Da bemerkt Jules, dass auch er in seiner Wohnung offenbar nicht allein ist, denn in der Küche ist das Brotmesser verschwunden und die Abstellkammer kurioserweise verschlossen…

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Eve Lambert – Mord beim Diamantendinner (Jackie-Dupont-Reihe 2)

London 1920: Während einer rauschenden Party im Buckingham Palace wird eine kostbare Krone gestohlen. Um den Diebstahl im Verborgenen aufzuklären, ruft das Königshaus die gewitzte Privatdetektivin Jackie Dupont zu Hilfe. Diese ist auf Juwelendiebstähle spezialisiert und besitzt einen eigens auf Edelsteine spezialisierten Suchhund. Jackie Dupont ist aber auch für ihre eigenwilligen Ermittlungsmethoden bekannt, und so lädt sie kurzerhand alle Verdächtigen – nämlich sämtliche Partygäste – für ein Wochenende in ein kleines Jagdschlösschen ein, um sie „ganz unauffällig“ nacheinander befragen zu können. Doch schon am ersten Abend wird einer der Gäste vergiftet. Und kurz darauf kann auch Jackie Dupont nur in allerletzter Sekunde einem Mordanschlag entgehen…
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Veit Etzold – Final Control

Tom Bayne sucht einen Investor für sein Start-up-Unternehmen CUMO, das eine App entwickelt hat, um die Körperwerte eines Menschen zu erfassen. Der charismatische Milliardär Dairon Arakis besitzt die nötigen Mittel, doch verfolgt er ganz eigene Ziele mit einer Unterstützung. Gezielt hat er italienische Banken in den Bankrott getrieben, um am Ende als einziger Retter dazustehen. Und so findet sich Europa schlussendlich vor der fatalen Wahl zwischen totalem Chaos und totaler Überwachung.

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Don Winslow – Kings of Cool. Drogen-Thriller

Surfer-Dudes und Drogenbarone

Der Aufstieg von Ben, Chon und Ophelia zum erfolgreichsten Marihuana-Start-up Kaliforniens verläuft alles andere als geradlinig. Korrupte Cops und rivalisierende Dealer stehen ihnen im Weg – und die Sünden ihrer Eltern. Ihre geschichte reicht weit zurück, bis in die Sechziger, als in Lagina Beach Surfer und Hippies zusammentrafen und einen pakt mit dem Teufel schlossen. „Ein episches Panorama voller, Sonne, Surfer und Sex. Eine Version des Höllensturzes. California dreaming? Vergiss.“ DIE WELT
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Jenny Blackhurst – Das Gift deiner Lügen

Inhalt

Im englischen Villenviertel Severn Oaks fühlen sich die Menschen sicher. Wäre da nicht der rätselhafte Tod von Erica Spencer, einer allseits geschätzten Nachbarin, die letzten Herbst bei einer Halloweenparty ums Leben kam. Ein Jahr später ist der Fall längst als tragischer Unfall zu den Akten gelegt, als ein rätselhafter Podcast die Runde macht: Der Mord an Erica Spencer. Wöchentlich postet ein anonymer Absender neue Folgen seiner makabren Sendung, in der er hinter die scheinbar makellosen Fassaden des Ortes blickt und so manches dunkle Geheimnis seiner Bewohner enthüllt. Seine Absicht: Er will den Mörder von Erica entlarven – und ruft ihn damit erneut auf den Plan …(Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Das Gift deiner Lügen“ ist eine ausgeklügelte Mischung aus Psychothriller und Gesellschaftssatire über privilegierte Menschen. Der Schreibstil ist ganz wunderbar; flüssig, lebendig und der schwarzhumorige beziehungsweise selbstironische Unterton ist sehr unterhaltsam!

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Lars Schütz – Rache, auf ewig

Inhalt

Ein Mann wird in einem Gewächshaus festgehalten. Unter ihm wächst der Bambus, Zentimeter für Zentimeter. Bis ihn die spitzen Sprossen stechen. Bis sie ihn durchbohren. Bis sie ihn qualvoll töten.
Profiler Jan Grall und Rabea Wyler haben schon viele verstörende Fälle bearbeitet, doch was sie an diesem Tatort vorfinden, treibt sie an ihre Grenzen. Ein albtraumhaftes Spiel gegen die Zeit beginnt, denn „der Erlöser“, wie der Täter sich nennt, wird nicht ruhen, bis seine Rache vollkommen ist. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Was haben ein Regenwald-Zerstörer, ein Mineralölkonzern-Chef, eine Großwildjägerin und Wustbaron gemeinsam? Sie verdienen es, die eigene bittere Medizin zu schmecken – das findet jedenfalls Der Erlöser

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Craig Russell – Walküre. Ein Fall für Jan Fabel

Der Kommissar zwischen DDR-Vermächtnis und Ninja-Killern

Im Hamburger Rotlichtviertel wird ein britischer Popstar schwerverletzt aufgefunden, von einem gezielten Messerstich tödlich verwundet. Hat der Engel von St. Pauli wieder zugeschlagen, ein Serienmörder, der bereits vor zehn Jahre eine blutige Spur zog und nie gefasst wurde?

Hauptkommissar Jan Fabel hat seine Zweifel. Denn der Mord scheint mit anderen im In- und Asuland in Zusammenhang zu stehen. Dem Tod eines serbischen Gangsters. Der Ermordung eines Journalisten in Norwegen. Und mit einer Legende aus der Zeit des Kalten Krieges: drei junge Frauen, die zu Profi-Killern ausgebildet wurden. Man nannte sie die Walküren, nach den Kriegsmaiden der nordischen Sage. Hat eine von ihnen überlebt? Tötet sie heute für Geld – oder aus Rache? (abgewandelte Verlagsinfo)

Das altnordische Wort „valkyria“ bezeichnet in der Mythologie die „Erwählerin der in der Schlacht Erschlagenen“, um sie dann in Odins Festhalle Valhalla zu bringen.

Der Autor

Craig Russell, geboren 1956 im „Kingdom of Fife“, Schottland, war zunächst in der Werbebranche tätig. Anschließend arbeitete er mehrere Jahre im Polizeidienst, bevor er sich selbständig machte, um Marketingkonzepte für große britische Firmen zu entwickeln. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. „Blutadler“ war sein erster Roman und der Beginn einer mehrteiligen Thriller-Reihe um den Kommissar Jan Fabel aus Hamburg, die mit „Wolfsfährte“ und „Brandmal“ fortgesetzt wurde. Russell erhielt den Hamburger Polizeistern und den Silver Dagger Award für seine Romane.

Handlung

Der Sterbende wird in einer kleinen Seitenstraße der Hamburger Reeperbahn entdeckt, nicht weit von der Herbertstraße, mit im Rotlichtbezirk. Als Hauptkommissar Jan Fabel eintrifft, ist der Sterbende bereits ins Krankenhaus gebracht worden. Jemand hat ihm fachmännisch den Unterbauch aufgeschlitzt, so dass er wahrscheinlich am Blutverlust sterben wird. Dies ist ein Profimord, denkt Fabel. Interessant ist aber auch die Identität des Sterbenden. Es handelt sich um Jake Westland, einen alternden britischen Popsänger, der kurz zuvor auf einem Benefizkonzert aufgetreten ist.

Aber Westland sollte eigentlich durch Leibwächter geschützt werden. Fabel befragt seine Ex Martina Schilmann, eine Polizistin, die jetzt ein privates Bewachungsunternehmen leitet. Martina sagt, dass Westland ihre Leibwächter absichtlich ausgetrickst habe, indem er erst in die Herbertstraße ging – die bekanntlich keine Frau betreten darf – und dann in eine abgelegene Seitenstraße. Westland suchte etwas oder jemanden, aber das bleibt ein Rätsel. Jedenfalls soll der Überfall wie ein Diebstahl aussehen – Brieftasche und Handy sind weg.

Sogleich wittert die Presse ein gefundenes Fressen. Ist der Killer vom Kiez wieder zurück, fragt sie Blut witternd und erinnert damit an die unaufgeklärte Mordserie, die vor zehn Jahren den Kiez in Angst und Schrecken versetzte. Fabel ist nicht überzeugt. Nicht nur die Professionalität der Tat lässt auf einen kaltblütigen Profi schließen, es gibt auch keinen Hinweis auf ein Rachemotiv. Die Freier wurden damals alle im Auto getötet, Westland jedoch praktisch auf offener Straße. Fabelk wimmelt auch Sylvie Achtenhagen ab, die TV-Reporterin, die mit ihrer Berichterstattung von damals ganz groß rauskam und jetzt natürlich Morgenluft wittert, um ihrer vor sich hindümpelnden Karriere beim Privatsender HansaSat Aufwind zu verleihen.

Wenige Tage später wird Armin Lensch, ein Mitarbeiter der NeuHansa Group, auf einem Brachgelände tot aufgefunden, ebenfalls mit einem professionellen Schnitt dort, wo es am meisten wehtut. Fabels Kollegin Anna Wolff erinnert sich erschüttert, dass sie den Toten kennt: Das war einer jener Angetrunkenen, die ihr auf der Reeperbahn bei einer Festnahme Schwierigkeiten machen wollten. Dabei hatte sie ihm das Knie in den Schritt gerammt, was ihn zur Vernunft brachte. Fabel empfiehlt ihr dringend ein Antiaggressions-Training.

Als kurz darauf der dänische Kommissar Jens Jespersen ebenfalls professionell ermordet in seinem Hotelzimmer in der Innenstadt aufgefunden wird, nimmt die Reihe der Todesfälle internationale Dimensionen an. Fabel fragt sich allmählich, mit wem es zu tun hat – mit einer Auftragsmörderin etwa? Denn um eine Frau muss es sich wohl handeln. Nicht nur fiel niemandem beim Westland-Mord ein Mann in der Gegend auf, auch der Fahrer, in dessen „Taxi“ Armin Lensch einstieg, war weiblich. Und das Taxi war gar keines, sondern wirkte wegen seiner typischen Elfenbein-Farbe nur so.

Jespersens unzeitiger Tod ruft die Dänen auf den Plan, und zwar in Gestalt der blonden hochgewachsenen Polizeidirektorin Karin Vestergaard. Sie zeigt eine viel weiter gespannte Dimension der Fälle auf, an denen der Eigenbrötler Jespersen dran war. Ein serbischer Kriegsverbrecher und Drogenhändler wurde kürzlich in Kopenhagen getötet auf einer Parkbank aufgefunden. Er war davor von Jespersens Spezialeinheit verhaftet worden, musste aber wegen eines Formfehlers wieder freigelassen werden. Wer hat ihn umgelegt? Und da ist auch ein norwegischer Journalist, der in Oslo ein vorzeitiges Ende gefunden habe. Alles deute auf eine eiskalte Profikillerin hin. Und nun hat sie offenbar auch Jespersen erwischt.

Was wollte Jespersen überhaupt in Hamburg, fragt Fabel zu Recht. Vestergaard sagt, er suchte nach einem Ex-Stasi-Offizier namens Drescher, der zu DDR-Zeiten drei solcher Profikillerinnen ausgebildet und geführt habe: die „Walküren“. Gut möglich, dass er sich jetzt als Privatunternehmer für Auftragsmorde dingen lässt. Das Problem sei aber, dass keiner wisse, wie sich Drescher jetzt nenne. Die einzige Spur, die es gebe, sei eine aus der Psychiatrie ausgebrochene „Walküre“, eine gewisse Margarethe Paulus, geboren in Mecklenburg, nur 70 km entfernt von Hamburg.

Doch als Fabel und Vestergaard endlich auf Margarethe Paulus treffen, ist es bereits zu spät, um Drescher, den Ex-Stasi-Offizier, noch zu retten. Aber haben sie jetzt die Auftragsmörderin erwischt, oder läuft noch eine der zwei anderen in Hamburg herum, fragt sich Fabel bang. Er soll schon bald eine Antwort auf diese Frage bekommen.

Mein Eindruck

Dieser Roman dreht sich nicht zufällig genau 20 Jahre nach dem Fall der Mauer um die letzten Tage von DDR und Stasi. Das historische Interesse an diesen Ereignissen wächst zusehends. Am 1. Oktober strahlt die ARD eine Dokumentation über die sogenannte Erstürmung der Stasi-Zentrale am 15. Januar 1990 aus. Dieser mysteriöse Tag spielt auch in Russellls Roman eine Schlüsselrolle. Denn die Stasi-Mitarbeiter waren vor und nach dem 15. Januar, als die Bürgerrechtler angeblich das Hauptgebäude stürmten (tatsächlich war es nur ein unwichtiges Nebengebäude) eifrig mit der Vernichtung von Akten beschäftigt. Um diese Akten geht es in weiten Teilen des letzten Drittels dieses Thrillers.

Das Projekt Walküre

Denn in ihrem Erfassungswahn hatte die Stasi nicht bloß sechs Millionen Bürger erfasst, sondern natürlich auch festgehalten, wie das Hauptamt für Auslandsaufklärung (HVA), dem Georg Drescher vorstand, zuerst zwölf Frauen für ein Spezialprogramm auswählte, dann aber nur drei davon vollständig ausbildete. Diese drei Frauen sollten zu weiblichen Ninjas werden: unbesiegbar, skrupellos, unsichtbare Tötungsagenten.

Aus diesem „Projekt Walküre“ (auf das sich der Titel teilweise bezieht) wurde nur ein Teilerfolg. Margarethe Paulus wurde bekanntlich wahnsinnig, und Liane Kayser setzte sich in den Westen ab und tauchte unter, weil sie nur für sich arbeiten wollte. Doch Anke Wollner, sie wurde ein voller Erfolg, der Liebling ihres „Onkels Georg“. Bis sie Jan Fabel und Karin Vestergaard in die Quere kommt.

Was ist aus all den Stasi-Mitarbeitern von 1990 geworden, fragt Sylvie Achtenhagen wiederholt und macht sich auf die Suche. Denn sie ist – wie etwa zur gleichen Zeit, aber unabhängig, auch Jan Fabel auf eine heiße Spur gestoßen: Die „Walküre“ alias Anke Wollner wird per Zeitungsinserat gesteuert und angesprochen. Diese Zeitung wird von einer Frauenaktion herausgegeben, die u. a. von Jake Westland unterstützt wurde: „Muliebritas“ nennt sie sich, was so viel wie „Fraulichkeit“ bedeuten soll, erklärt die Vorsitzende des Vereins.

Tief in der Ex-DDR

Wenn aber noch heute Botschaften ausgetauscht werden, muss noch mindestens eine Agentin für irgendjemanden tätig sein. Was die Journalistin tief in die alte DDR-Geschichte führt. Und dort stößt sie noch auf Verantwortliche und findet brisante Dinge heraus. Die DDR mag Geschichte sein, doch ihr Vermächtnis ist leider noch sehr lebendig – und tödlich. Das findet Jan Fabel zu seinem Leidwesen heraus: Nachdem er eine fingierte Zeitungsannonce hat veröffentlichen lassen, erscheint die Walküre am vereinbarten treffpunkt, um dort „Onkel Georg“ zu treffen. Was folgt, ist ein Albtraum der terroristischen Sorte. Ein Ninja verfügt eben über viele Methoden, um sich nicht fangen zu lassen. Dieses Finale bestimmt mit Action und Tempo den Schluss des Romans. Kein Wort mehr darüber!

Dreck am Stecken

Denn die Kardinalfrage, die sich Fabel und Vestergaard stellen, ist die: Wer hat denn diesmal die Walküre eingesetzt und entsprechend viele Morde auf seinem Gewissen? Nach einem halben Dutzend Toten und einem Sprengstoffattentat sind sich die Ermittler ziemlich sicher, dass die NeuHansa Group in Sachen Umweltschutz ziemlich viel Dreck am Stecken hat und etwas zu vertuschen versucht. Ganz besonders dringend wird dieses Vertuschen aufgrund der Tatsache, dass die Vorstandsvorsitzende Gina Brönstad, eine Deutschdänin, sich zur Wahl des Ersten Bürgermeisters hat aufstellen lassen. Jede Frage, die Fabel ihr stellt, ist wie das Stochern in einem Wespennest. Gut, dass er gute Nerven und den besten Rückhalt hat.

Die Reporterin

Regelmäßig kommen in Russells Thrillern Journalisten vor, so etwa in „Brandmal“. Leider ereilt sie meist wegen ihrer Schnüffelei ein vorzeitiges Ableben: Der oder die Täter können offenbar keine Schnüffler leider. Weil ich dies wusste, erwartete ich jederzeit, dass auch die TV-Reporterin Sylvie Achtenhagen ein solch trauriges Schicksal ereilt. Pustekuchen! Sie kommt diesmal davon – so viel kann ich verraten – und sorgt am Schluss für eine handfeste Überraschung.

Humor

Auch diesmal gibt es ein paar humorvolle Szenen von ironischem Charakter. Die beiden Clowns der Fabel-Truppe sind Anna Wolff, die Rebellin, und Wegner, der den „Onkel Georg“ spielen darf. Leider die Scherze dieser beiden meist auf Kosten von „Lord Gentleman“ Fabel, der so genannt wird, weil er nicht nur seine Kleider in London kauft, sondern auch britische Manieren an den Tag legt. Und als seine Tochter Gaby auch noch daran denkt, Polizistin zu werden, kommt es zu einem denkwürdigen Dialog zwischen den Generationen. Auch Ausdrücke wie „Verkehrsmittel“ (s. u.) gehören mit zum Witz des Buches.

Eine Schwäche?

Das einzige Thema, das der Autor ein wenig penetrant und unausgegoren aufgreift, ist Jan Fabels Verhältnis zu Frauen. Da es sich um eine weibliche Ninja handelt, mit der er es zu tun bekommt, muss er sein Frauenbild ein wenig hinterfragen. Das geschieht aber meist dergestalt, dass ihm die Frauen, die sein Leben bestimmen – was er neidlos anerkennt – Bescheid geben, er solle sich mal an die eigene Nase fassen und darüber nachdenken. Mehr läuft da aber nicht. Fabel wird deshalb Gott sei Dank nicht zum Transvestiten. Das hätte uns gerade noch gefehlt.

Die Übersetzung

Bernd Rullkötters Übersetzung – ach, was sag ich? Übertragung! – der englischsprachigen Vorlage ins Deutsche ist ein wahrer Lichtblick im Einerlei der Eins-zu-eins-Übersetzungen hierzulande. Und ein Labsal noch dazu. Rullkötter begnügt sich nicht nur damit, am Wort des Originals kleben zu bleiben, sondern geht einen (gewagten) Schritt weiter, indem er auch den entsprechenden umgangssprachlichen Ausdruck im Deutsch verwendet.

Gerade so idiomatische Ausdrücke wie „jemanden übers Ohr hauen“, „das geht mir am Arsch vorbei“ lassen die Sätze erst richtig heimisch klingen. Sehr witzig sind aber auch die typisch zweideutigen Ausdrücke aus dem Kiezmilieu. Auf Seite 49 heißt es beispielsweise „Verkehrsmittel“ (Plural). Damit ist kein Auto gemeint, sondern das männliche Geschlechtsteil mit allem Drum und Dran.

Außerdem scheint sich Rullkötter in Hamburg, die ja ein riesiges Areal bedeckt, bestens auszukennen. Namen wie Harvestehude, Pöseldorf oder Blankenese kennt er wie seine Westentasche. Nützlich ist auch, wenn er weiß, wie neue Namen wie SpeicherCity oder Elbharmonie korrekt geschrieben werden. Hilfreich sind für den Leser auch die beide Landkarten, die auf den Innenseiten der Buchdeckel zu finden sind.

Unterm Strich

Ich habe den Thriller in nur drei Tagen verschlungen, denn der Roman ist nicht nur der beste in der Jan-Fabel-Serie, sondern auch noch bestmöglich übersetzt. Das macht die Lektüre zu einem Vergnügen. Dass die Handlung spannend ist, versteht sich von selbst. Rechtzeitig zum Jubiläum des Mauerfalls und zur „Erstürmung“ der Stasi-Zentrale befasst sich Craig Russell mit dem Vermächtnis der Spezialprogramme des Honecker-Staates. Das Symbol der Walküre dient dabei nur der mythologischen Überformung der drei Agentinnen. Das nordische Ideengut der Stasi-Ausbilder, das sich auch in einem Zitat aus der isländischen Njal-Saga manifestiert, erinnert an üble Arier-Ideologie aus braunen Zeiten.

Die Walküren sind jedoch angeheuert worden, um ein sehr modernes Verbrechen in der Gegenwart der Hansestadt Hamburg zu vertuschen: hochgiftiger Müll, der irgendwo in West-China und Mazedonien auftaucht. Und wer hat den Dreck am Stecken? Keine andere als eine Bürgermeisterkandidatin! Das erinnert ein wenig an Russells anderen guten Fabel-Krimi, der den Titel „Brandmal“ trägt und sich seinerzeit mit der RAF und ihren Splittergruppen befasste. Dabei ging es ebenfalls um honorige Hamburger mit zwielichtiger Vergangenheit.

Das Finale ist packende Action reinsten Wassers und hält mehrere Überraschungen für denjenigen Leser bereit, der bis zum Schluss durchhält.

Taschenbuch: 448 Seiten
Originaltitel: Valkyrie Song (2009)
Aus dem Englischen von Bernd Rullkötter
ISBN-13: 978-3431037951

http://www.luebbe.de

_Craig Russell bei |Buchwurm.info|:_
[„Blutadler“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2271
[„Blutadler“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2815
[„Wolfsfährte“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3622

Don Winslow – London Underground. Neal Careys erster Fall

Suchaktion mit Tücken

Der beste Privatdetektiv New Yorks in Londons Untergrund. – Die Tochter eines US-Senators ist in London abgetaucht. Privatdetektiv Neal Carey hat neun Wochen Zeit, sie aufzuspüren – unter acht Mio. Einwohnern, mit so gut wie keinem Anhaltspunkt, wo sie stecken könnte. Neal hat auf den Straßen New Yorks gelernt, wie man Menschen ausfindig macht. Doch nichts und niemand konnte ihn auf das vorbereiten, was ihn in London erwartet… (Verlagsinfo)

Der Roman war für den EDGAR Award nominiert und erhielt den „MALTESE FALCON Award“ (benannt nach Dashiell Hammetts verfilmtem Krimiklassiker). Er ist der erste von fünf Neal-Carey-Krimis.
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Sharon Bolton – Dein kaltes Herz

Inhalt

Die Angst vor ihrem Ehemann Freddie hat Felicity bis ans Ende der Welt getrieben: auf die kleine antarktische Insel Südgeorgien, kurz vor dem Südpol. Jedes Mal, wenn sich ein Schiff nähert, sucht Felicity ein Versteck auf und beobachtet die Passagiere durch ihr Fernglas. Sehnsüchtig wartet sie darauf, dass der Winter kommt und das Eis die Insel für ein paar Monate von der Außenwelt abschneidet. Schließlich trifft das letzte Schiff der Saison ein – und Felicitys Albtraum wird wahr: Freddie ist an Bord. Und er wird nicht ruhen, bis er ihr Auge in Auge gegenübersteht … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Dein kaltes Herz“ bietet Nervenkitzel von Anfang an – zum einen wegen der düsteren Atmosphäre des anschaulich beschriebenen Lokalkolorits, zum anderen wegen der beklemmenden Notlage der Protagonistin. Das Rätsel um Felicitys Vergangenheit ist äußerst ominös gestaltet und macht wirklich neugierig.

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Ross Macdonald – Unterwegs im Leichenwagen (Lew Archer 10)

Eigentlich hatte man Privatdetektiv Lew Archer nur auf Colonel Mark Blackwells ungeliebten Schwiegersohn in spe angesetzt. Doch kaum beginnt er zu ermitteln, stößt er auf eine heiße Spur, welche über verschiedene Leichen bis nach Mexiko und zurück nach Malibu führt. Dabei kreuzt ein als Fun Cruiser genutzter Leichenwagen immer wieder Archers Weg. Sixties, Surfkultur und Generationenkonflikt sorgen für Spannungen und für Spannung.

Besonderes Schmankerl dieser Neuübersetzung ist ein Nachwort der Krimiautorin Donna Leon, die ihren Commissario Guido Brunetti schon fast 30 Fälle hat lösen lassen.
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John Grisham – Das Manuskript

Die Handlung:

Hurrikan Leo steuert mit vernichtender Gewalt auf Camino Island zu. Die Insel wird evakuiert, doch der Buchhändler Bruce Cable bleibt trotz der Gefahr vor Ort. Leos Folgen sind verheerend: Mehr als zehn Menschen sterben. Eines der Opfer ist Nelson Kerr, ein Thrillerautor und Freund von Bruce. Aber stammen Nelsons tödliche Kopfverletzungen wirklich vom Sturm? In Bruce keimt der Verdacht, dass die zwielichtigen Figuren in Nelsons neuem Roman realer sind, als er bisher annahm. Er beginnt zu ermitteln und entdeckt etwas, was weit grausamer ist als Nelsons Geschichten. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Nach drei Jahren (Echtzeit-)Pause sind wir wieder zurück auf Camino Island. Das letzte Mal gings noch um einen raffinierten Diebstahl, diesmal um Mord … mutmaßlich. Ob das wohl wieder so eine entspannt-spannende Strandlektüre wird, wie der erste Inseltrip?

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Brian Freeman – Robert Ludlum’s The Bourne Evolution (Jason Bourne 15)

Codename Cain: Stilechte Fortsetzung der Jason-Bourne-Reihe

Nach der Ermordung seiner Frau in einer Massenschießerei ist Geheimagent Jason Bourne davon überzeugt, dass hinter dem Mord mehr steckt. Er glaubt, dass Treadstone, die Behörde, die ihn ausgebildet hat, dahintersteckt. Bourne – Deckname „Cain“ – verlässt Treadstone und macht sich daran, eine anarchistische Geheimorganisation namens Medusa zu infiltrieren und auffliegen zu lassen.

Doch als eine Kongressabgeordnete in New York City ermordet wird, wird der Mord Bourne angehängt, und schon bald sieht er sich verfolgt. In dem Bemühen, den Verfolgern einen Schritt vorauszubleiben, tut er sich mit der kanadischen Journalistin Abby Laurent zusammen, um herauszufinden, wer hinter der falschen Anschuldigung steckt. Ebenso will er so viel wie möglich über die stetig wachsende Bedrohung durch die geheimnisvolle Medusa-Gruppe herausfinden.

Als immer mehr Gegner anfangen, Bourne zu jagen, entwickelt sich ein Rennen gegen die Zeit, um aufzudecken, wer ihn in eine Falle gelockt hat – und worin deren nächster Schachzug bestehen mag…“ (Verlagsinfo) Anmerkung: Bourne war nie verheiratet.
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Haylen Beck – Lost You – Ich werde dich finden

Inhalt

Die alleinerziehende Libby und ihr dreijähriger Sohn Ethan machen zum ersten Mal Urlaub in einem Luxus-Resort, um sich für die vergangenen schwierigen Jahre zu belohnen. Doch Libby kann sich nur schlecht entspannen: Sobald Ethan aus ihrem Blickfeld verschwindet, gerät sie in Panik. Ihre Sorge ist berechtigt – denn sie hat ein Geheimnis, das sie mit niemandem teilen kann. Als Ethan eines Abends in einem Fahrstuhl spielt und sich die Türen zu Libbys Entsetzen plötzlich schließen, beginnt der Kampf einer Mutter um das geliebte Kind. Ethan verschwindet spurlos. Und die Gespenster der Vergangenheit tauchen wieder auf. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Der Autor (Haylen Beck ist das Pseudonym des Schriftstellers Stuart Neville) führt die Leser*innen während des ersten Drittels meisterhaft auf eine falsche Fährte – ohne Kniffe oder gar billige Tricks. Er schildert einfach die Gefühle der unsicheren Mutter Libby in der Gegenwart, die versucht ihren Urlaub zu genießen. Die vermeintlich einzige Hauptfigur lügt nicht einmal, wenn sie sagt, ihr Mann habe sie verlassen, weil ihm alles zu viel wurde – sie erzählt lediglich nicht die ganze Wahrheit…

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Stephen King – Blutige Nachrichten

Die Handlung:

In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht nährende Kreatur wiedererwacht?

Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, wer den „Outsider“ von Stephen King noch nicht gelesen oder die HBO-Fernsehverfilmung noch nicht gesehen hat, brauchts nun nicht mehr zu tun, der Klappentext spoilert mehr oder weniger schon das Wichtigste. Wer das Buch aber gelesen hat, wird sich über ein Wieder-Wiedersehen mit Holly Gibney freuen, die wir vor dem „Outsider“ schon bei „Mr. Mercedes“ getroffen haben.

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