Schlagwort-Archive: Lübbe Audio

John Sinclair – 172 – Das Erbe der Templer

Die Handlung:

Unterhalb des jüdischen Friedhofs in Jerusalem war eine uralte Schriftrolle mit einer Abbildung meines Silberkreuzes aufgetaucht! Die Schriftrolle enthielt außerdem einen Hinweis auf Hector de Valois – jenen Tempelritter, dessen Grab ich in Frankreich entdeckt hatte. Ich folgte den Spuren de Valois‘ … und erlebte das Grauen der Templer am eigenen Leib! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 62 gemacht, das erstmalig am 13. Mai 1986 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

John Sinclair – 172 – Das Erbe der Templer weiterlesen

John Sinclair – 171 – Kalis tödlicher Spiegel

Die Handlung:

Ein anonymer Anruf führte meinen Partner Suko mitten in der Nacht in ein Waldstück in der Nähe von London … etwa eine Falle? Was Suko dort erlebte, war allerdings nur der Auftakt zu einem Abenteuer, das uns direkt in die Fänge der Todesgöttin Kali trieb! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 476 gemacht, der erstmalig am 17. August 1987 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

John Sinclair – 171 – Kalis tödlicher Spiegel weiterlesen

Promis lesen GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR (Komplett-Box)

Mein Eindruck:

Fünf prominente Menschen lesen laut Klappentext in dieser Hörbuchbox ihre Lieblingsromane aus der beliebtesten Gruselserie ever, „John Sinclair“, vor. Leider steht nirgendwo, warum gerade dieser Roman der Favorit der vorlesenden Person ist oder was
er oder sie damit verbindet.

Ein Intro der Sprecher dazu gibt es auf den CDs leider auch nicht. Und so beginnen alle fünf nach einer kurzen, musikuntermalten Ankündigung durch eine unbekannte weibliche Stimme direkt mit dem Vorlesen des jeweiligen Heftromans.

Hennes Bender – „Der Zombie-Bus“

Die Heftomanvorlage mit der Nummer 183 zu dieser Lesung war erstmalig am 17. August 1981 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen.

Promis lesen GEISTERJÄGER JOHN SINCLAIR (Komplett-Box) weiterlesen

John Sinclair – 170 – Ein Grab aus der Vergangenheit

Die Handlung:

Aus dem Nichts war mir der Geist meiner alten Freundin Nadine Berger erschienen! Gebannt in den Körper einer Wölfin musste sie dem Ruf einer gewissen Manon Medoque folgen. Doch wer oder was war Manon Medoque? Ich machte mich auf die Suche nach der Antwort – und erlebte eine böse Überraschung. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 412 gemacht, der erstmalig am 26. Mai 1986 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

John Sinclair – 170 – Ein Grab aus der Vergangenheit weiterlesen

Cody McFadyen – Der Todeskünstler (Lesung)

Blutige Wände, blutende Herzen

Das Leben der FBI-Agentin Smoky Barrett scheint völlig zerstört zu sein: Seit sechs Monaten verbringt sie die meiste Zeit in ihrem Zimmer, starrt die Wände an oder lässt sich von ihrem FBI-Psychiater behandeln. Der grausame Doppelmord an ihrem Mann und ihrer Tochter hat die ehemals beste und erfolgreichste Agentin derart geprägt, dass an die Fortsetzung ihrer Polizeikarriere nicht zu denken ist. Bis zum nächsten Fall …

Barrett riecht den Tod bereits, als sie die Tür zum Schlafzimmer des stillen Hauses öffnet. Der Boden ist mit Blut getränkt; auf der Decke und an den Wänden prangen Blutgemälde. Neben den beiden entstellten und geschändeten Opfern kauert ein Mädchen. Sie hält sich eine Pistole an die Schläfe. Der Todeskünstler hat sie besucht, und das nicht zum ersten Mal.
Cody McFadyen – Der Todeskünstler (Lesung) weiterlesen

John Sinclair – 169 – Lupina gegen Mandragoro (Teil 2 von 2)

Die Handlung:

Eine Umweltkatastrophe hatte in den Wäldern rund um den walisischen Bala Lake viele Leben ausgelöscht. Auch die Einwohner der umliegenden Dörfer blieben nicht verschont – und kehrten als lebende Tote zurück! Der Kampf gegen die Horror-Kreaturen wurde für Bill und mich zum Albtraum, denn am Bala Lake rüsteten sich dämonische Mächte zur alles entscheidenden Schlacht! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 461 gemacht, der erstmalig am 4. Mai 1987 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

John Sinclair – 169 – Lupina gegen Mandragoro (Teil 2 von 2) weiterlesen

Andreas Eschbach – Ausgebrannt (Lesung)

Positive Utopie: durch Wandel und Läuterung

Markus Westermann aus Stuttgart will es in den USA schaffen. Der aufsteigende Softwareingenieur kreuzt den Weg eines spinnerten Österreichers, der über eine ungewöhnliche, weil nicht-akademische Ölsuchmethode verfügt. Sagt er. Mit seinem Erbe gründet Westermann mit Block eine Firma und bekommt sogar Risikokapital. Doch dann funken Saudis und CIA mit einem zwielichtigen Intrigenspiel dazwischen. Die attraktive Amy Lee Wang hängt sich an ihn – plötzlich scheint er es geschafft zu haben. Dann beginnen die Dinge schiefzugehen, und Westermann sieht sich in einem Ringen der Supermächte USA, Saudi-Arabien (Ölmonopol) und China als Zünglein an der Waage.

Andreas Eschbach – Ausgebrannt (Lesung) weiterlesen

Andreas Eschbach – Herr aller Dinge (Lesung)

Der Fluch der Allmacht: philosophischer SF-Roman

Als Kinder begegnen sie sich zum ersten Mal: Charlotte, die Tochter des französischen Botschafters und Hiroshi, der Sohn einer Hausangestellten. Von Anfang an steht der soziale Unterschied spürbar zwischen ihnen. Doch Hiroshi hat eine Idee. Eine Idee, wie er den Unterschied zwischen Arm und Reich aus der Welt schaffen könnte. Um Charlottes Liebe zu gewinnen, tritt er an, seine Idee in die Tat umzusetzen – und die Welt damit in einem nie gekannten Ausmaß zu verändern. Was mit einer bahnbrechenden Erfindung beginnt, führt ihn allerdings bald auf die Spur eines uralten Geheimnisses – und des schrecklichsten aller Verbrechen … (Verlagsinfo)
Andreas Eschbach – Herr aller Dinge (Lesung) weiterlesen

John Sinclair – 168 – Der grausame Wald (Teil 1 von 2)

Die Handlung:

In einem Waldgebiet am walisischen Bala Lake regnete es Säure vom Himmel! Eine furchtbare Umweltkatastrophe oder ein grausiger Plan teuflischer Mächte, der viele Menschen das Leben kostete? Bald kehrten die Toten zurück und mein alter Freund Bill Conolly und ich gerieten in ein wahrhaft höllisches Abenteuer! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 460 gemacht, der erstmalig am 27. April 1987 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

Moment … ist der Klimawandel jetzt auch schon bei John Sinclair angekommen? Aber, die Romanvorlage ist doch aus den 1980ern!? Da gabs den auch schon, hat nur niemanden so gestört wie heute … aus offensichtlichen Gründen. Das Waldsterben ist jetzt allerdings schon eine Ecke heftiger geworden als damals … aber … (Un-)Tote, die im Forst unterwegs sind … das wäre noch mal eine ganz andere Nummer.

John Sinclair – 168 – Der grausame Wald (Teil 1 von 2) weiterlesen

Andreas Eschbach – Quest (Lesung)

Eschbachs ‚Moby Dick‘: Pilgerfahrt zu Gottes Wohnsitz

Das Reich Gheera steht vor dem Untergang. Die Verteidigungskräfte haben keine Chance gegen die übermächtigen Legionen des sagenhaften Sternenkaisers, dessen Machtgier keine grenzen kennt. Der endgültige Fall ist nur noch eine Frage der Zeit. In dieser Situation begibt sich der Kommandant Eftalan Quest, ein ehrgeiziger Mann, der sein Schiff mit harter Hand führt, auf eine schier aussichtslose Expedition: Er will den sagenhaften Planeten des Ursprungs finden – die Welt, von der angeblich alles Leben im Universum stammt. Doch es gibt noch andere Legenden um diese Welt … (Verlagsinfo)
Andreas Eschbach – Quest (Lesung) weiterlesen

Perry-Rhodan-Team / Böhmert, Frank / Effenberger, S. A. / Sieper, Marc – Die Mascantin (Perry Rhodan – Sternenozean 2)

Gute Fortsetzung: überraschende Wendungen

Lübbe Audio vertont die Abenteuer eines jungen Kadetten namens Kantiran, die in der Unterserie „Sternenozean“ im Perry-Rhodan-Universum spielen. Bislang sind sechs Hörspiele veröffentlicht, doch will |Lübbe| offenbar vierzig Hörspiele produzieren.

Die Reihe

„Perry Rhodan“ ist die größte SF-Heftchen- und Roman-Reihe der Welt. Eine Vielzahl von Autoren schreibt seit Jahrzehnten für die Reihe, und koordiniert wird dieser Aufwand vom |Pabel|-Verlag in Rastatt. Auch Andreas Eschbach fühlte sich geehrt, mehrere Bände und auch Perrys Vorgeschichte beitragen zu dürfen.

Perry-Rhodan-Team / Böhmert, Frank / Effenberger, S. A. / Sieper, Marc – Die Mascantin (Perry Rhodan – Sternenozean 2) weiterlesen

Perry-Rhodan-Team / Böhmert, Frank / Effenberger, S. A. / Sieper, Marc – Der Sternenbastard (Perry Rhodan – Sternenozean 1)

Serienauftakt: Luke Skywalker lässt schön grüßen

Lübbe Audio vertont die Abenteuer eines jungen Kadetten namens Kantiran, die in der Unterserie „Sternenozean“ im Perry-Rhodan-Universum spielen. Bislang sind sechs Hörspiele veröffentlicht, doch will |Lübbe| offenbar vierzig Hörspiele produzieren.

Die Reihe

„Perry Rhodan“ ist die größte SF-Heftchen- und Roman-Reihe der Welt. Eine Vielzahl von Autoren schreibt seit Jahrzehnten für die Reihe, und koordiniert wird dieser Aufwand vom |Pabel|-Verlag in Rastatt. Auch Andreas Eschbach fühlte sich geehrt, einen oder zwei Bände beitragen zu dürfen.

Perry-Rhodan-Team / Böhmert, Frank / Effenberger, S. A. / Sieper, Marc – Der Sternenbastard (Perry Rhodan – Sternenozean 1) weiterlesen

Michael Peinkofer – Die Erben der schwarzen Flagge (Lesung mit Musik)

Aye, Maties – Piratengarn vom Feinsten!

Die Karibik im späten 17. Jahrhundert: Nick Flanagan, der als Sklave ein elendes Dasein fristet, erfährt vom Geheimnis seiner Herkunft. Auf der Suche nach seiner Bestimmung flieht er und wird Pirat – nicht ahnend, dass eine ungeheure Bedrohung die karibische Sonne verfinstert. Ein unheilvoller Plan, ein tragisches Schicksal und der geheimnisvolle Zauber des Voodoo reißen den jungen Flanagan in ein aufregendes Abenteuer. (Verlagsinfo)

Empfohlen ab 12 Jahren.
Michael Peinkofer – Die Erben der schwarzen Flagge (Lesung mit Musik) weiterlesen

Douglas Preston & Lincoln Child – Burn Case – Geruch des Teufels

Ermittlungen unter dem Zeichen des Teufels

Hinter den Mauern eines prunkvollen Anwesens auf Long Island stößt Special Agent Pendergast auf ein grausames Verbrechen. Ein bekannter Kunstkritiker ist ermordet worden. Genauer gesagt: Er wurde verbrannt. Von innen nach außen. Aber wie soll so etwas möglich sein? Pendergast beginnt zu ermitteln. Dabei stößt er auf eine Spur, die weit in die Vergangenheit des Toten führt – und zu einem erschreckenden Geheimnis … (Verlagsinfo)

Die Autoren

Douglas Preston & Lincoln Child – Burn Case – Geruch des Teufels weiterlesen

John Sinclair – 167 – Teufelsspuk und Killer-Strigen

Die Handlung:

Jane war verschwunden! War sie von höllischen Mächten entführt worden? Kurz darauf erschien ein zwielichtiger Privatdetektiv beim Yard und lockte mich auf die Spur meines Erzfeindes Strigus – denn der Strigenherrscher hatte mit dem Teufel einen Bund geschlossen! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Heftromans mit der Nummer 495 gemacht, der erstmalig am 28. Dezember 1987 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

John Sinclair – 167 – Teufelsspuk und Killer-Strigen weiterlesen

Ken Follett – Die Tore der Welt. (Kingsbridge 2) Lesung)

Höhen und Tiefen des Schicksals: Mittelalter-Seifenoper in guter Lesung

England im Jahre 1327. Es ist der Tag nach Allerheiligen. In der Stadt Kingsbridge trifft sich im Schatten der Kathedrale das Volk. Vier Kinder flüchten vor dem Trubel in den nahe gelegenen Wald. Dort werden sie Zeugen eines Kampfes – und eines tödlichen Geheimnisses. Merthin, ein Nachfahre von Jack Builder, dem Erbauer der Kathedrale, hat dessen Genie und rebellische Natur geerbt. Sein starker Bruder Ralph strebt den Aufstieg in die Ritterschaft an. Caris, Tochter eines Wollhändlers, hat den Traum, Arzt zu werden. Gwenda, Kind eines Taglöhners, will nur ihrer Liebe folgen.

Ken Follett – Die Tore der Welt. (Kingsbridge 2) Lesung) weiterlesen

Falck, Kristin / Seibel, Antje / Nickels, Stefan – Hüter der Wolken, Die

_Romantisch: Geistreisen mit dem Himmelsstein_

Der Fürstentochter Lärka steht eine arrangierte Hochzeit bevor. Als Vasall eines machtgierigen Umstürzlers, der den rechtmäßigen Thronfolger Jaduins vertrieben hat, muss ihr Vater die Tochter umsichtig verheiraten. Als Lärka der geheimnisvolle Arild begegnet, der mit den Wolken zu sprechen scheint, ahnt sie noch nicht, wie ihr Schicksal mit seinem verbunden ist und dass das Land Jaduin vor einem Wendepunkt steht, an dem nur sie beide das Schlimmste abwenden können. (Verlagsinfo)

_Die Autorin_

Kristin Falck wurde 1966 in Gelnhausen geboren, wo das Mittelalter lebendig ist. Die promovierte Informatikerin lebt heute mit ihrer Familie in Heidelberg. Schreiben bedeutet für sie „… dem nachspüren, was sich im Innersten bewegt, und es mit feinen Strichen so auf einen kräftig bunt grundierten Hintergrund zu bringen, dass andere dasselbe empfinden.“ „Die Hüter der Wolken“ ist ihr Romandebüt. (Verlagsinfo) Mehr Info: http://www.kristinfalck.de/.

_Die Sprecherin_

Tanja Geke war nach ihrer Schauspielausbildung in Berlin in verschiedenen Film- und Fernsehrollen zu sehen, u. a. in „Rosa Roth“ und „Praxis Dr. Sommerfeld – Neues von Bülowbogen“. Neben ihren TV-Auftritten ist von ihr so manches zu hören. Sie lieh ihre Stimme bereits Kate Hudson („Almost Famous“), Scarlett Johannson („The Prestige“) und Beyoncé Knowles.

Geke liest eine bearbeitete Fassung vor – Redaktion: Antje Seibel. Für die Aufnahme zeichnete Lars Ullrich verantwortlich, Regie führte Stefan Nickels, die Musik trug Andy Matern bei.

_Handlung_

Die siebzehnjährige Lärka lebt auf dem Gehöft ihres Vaters, des Thans von Ribehof. Da ihre leibliche Mutter Audhild zehn Jahr zuvor starb, führt ihre strenge Tante Asa das Regiment auf dem Anwesen. Das Mädchen will wie ihre Mutter ein „grünes Weib“ werden, eine heilende Kräuterfrau, aber Asa und ihr Vater haben andere Pläne mit ihr. Lärkas bester Freund ist ihr sechzehnjähriger Vetter Jörn, Asas Sohn.

Heute geht es zum Markt. Lärka sieht, dass die Gelegenheit abzuhauen, günstig ist. Doch leider wird sie von Valgrim abgefangen, einem älteren Mann, und vom jungen Arild, Jörns Vetter. Der schweigsame Arild wird von Lärka „Wolkenkopf“ genannt, weil er ständig gen Himmel schaut, als könne er die Sprache der Wolken verstehen. Arild erzählt, er sei mit Valgrim unterwegs zum Thanshof von Orlyg, Lärkas Vater.

Am Abend feiert Orlyg mit ausgewählten Ehrengästen – Geestleuten und Küstenländern – den Geburtstag Lärkas und überreicht ihr ein wertvolles Kästchen aus dem Erbe ihrer Mutter, das wie sie aus Osgund stamme. Im Kästchen befindet sich eine Silberkette, die einen bemerkenswerten Anhänger aufweist: einen schwarzen Sternstein. In ihrer Kammer entdeckt Lärka im doppelten Boden des Kästchens ein Geheimfach und darin ein Pergament. Aber sie hat nie lesen lernen dürfen und muss erst noch jemanden finden, der ihr die schwarzen Zeichen auf dem Dokument deutet.

In dieser Nacht hat Lärka den ersten von mehreren Träumen, die ihren Geist auf eine Reise mitnehmen. Darin sieht sie einen traurigen Kranich, einen sorgenvollen Steinbock und einen stolzen, unruhigen Adler – dies sind ihr Vater mit Valgrim und Arild. Erstaunlich, dass sie die Gedanken dieser Menschen sehen und lesen kann. Aber sie verrät keinem, dass sie diesen Traum gehabt hat, der ihr durchaus ein wenig Angst einjagt. In einem zweiten Traum fliegt ihr Geist übers Eis, bis er zu Hirten an einem Bach gelangt. Hier verwandelt sich ein Stein zu einem Schwert, Ritter erscheinen und ein Heer. Lärka fragt sich, ob sie das Zweite Gesicht hat und ob es an der Silberkette ihrer Mutter liegt.

|Nach Norden|

Am nächsten Tag ziehen Valgrim und Arild mit Lärka und Jörn Richtung Norden nach Osgund, damit Lärka bei ihrer Tante Rudlindis, Audhilds Schwester, einmal andere Leute kennenlernt und etwas über das harte Leben in den Bergen erfährt. Ein Quacksalber namens Bolverk schließt sich ihnen ebenso an wie zwei Krieger aus dem Volk Feodras‘, die sich Olvir und Daryn nennen. Daryn trägt ein bemerkenswertes Amulett, das einen Adler mit einem Blitzbündel in den Klauen zeigt.

Als Arild beim Schwimmen im Fluss verunglückt und unauffindbar ist, gelingt es nur Lärka mit ihrer Geistsuche, den Verschollenen ausfindig zu machen. Sie vertraut sich nur ihrem Vetter Jörn an, und er muss lügen, er habe eine Art Eingebung gehabt. Niemand soll etwas von Lärkas besonderen Kräften erfahren, bevor sie nicht selbst darüber mehr weiß. Der wiedergefundene Arild ist verletzt und muss genesen. Lärka ist froh, ihn gerettet zu haben.

Am nächsten Morgen gelingt es Lärka, die Feodriner Ritter in ihrer Diskussion mit Arild, Valgrim und Bolverk zu belauschen. Sie drängen Arild, sich als König zu erkennen zu geben, denn er habe schließlich DEN STEIN gefunden, das Herz der Berge. Arild weigert sich standhaft gegen Valgrims Drängen, den thronräuberischen König von Osgund herauszufordern und den geraubten Herzstein wieder an sich zu nehmen. Lärka rätselt über diese Ausdrücke, aber ihr ist jetzt klar, dass es mit dem jungen Arild eine besondere Bewandtnis haben muss. Ist ihr Schicksal mit seinem verknüpft?

|Im Blutwald|

Sie reiten gemächlich weiter, bis sie in die Ebene vor Osgund gelangen, von wo aus sie den ersten Blick auf das Panorama der Frostberge werfen können. Da ist der hohe Goldfang, dort die Zehn Brüder und schließlich droht neben ihnen der finstere Grimhorn. Unter den Zehn Brüdern liegt der Blutwald, in den sich seit vielen Jahren kein sterblicher Mensch mehr gewagt hat – ein tödlicher „Zauberwald“, raunt Bolverk. Lärka erinnert sich an Onkel Tiernan, den Bruder ihrer Mutter Audhild, der eines Tages verschwand. Kam er hier um?

Ein Braunbär versetzt das Packpferd in Panik, so dass es davonläuft. Darauf ist Lärkas Festkleid und darin eingenäht ihre Silberkette! Nichts kann sie davon abhalten, dem Packpferd zu folgen, selbst dann nicht, als es in den Blutwald rennt. Bis das dumme Pferd stürzt und sich verletzt. Lärka findet ihren Schatz und ist erleichtert, doch als sie aufschaut, befindet sie sich mitten im unheimlichen Dämonenwald. Alles hier ist eklig und tot.

Arild, der Lärka gefolgt ist, findet den Weg ebenfalls nicht mehr heraus. Sie reiten im Kreis und stoßen wieder auf das sterbende Pferd. Sie müssen offensichtlich die Nacht hier verbringen. Hier fand einst eine Schlacht statt, in der viele Krieger starben, erzählt Arild. Die Leichen der „Baumgeborenen“ wurden aufgespießt und an die Bäume gehängt, die seitdem verflucht sind.

Es wird eine Nacht voller Schrecken. Doch da holt Arild einen Mondstein aus seiner Tasche. Ein Lichtlein in der Dunkelheit, und in Lärka erwachen die Träume …

_Mein Eindruck_

Dies ist der vielversprechende Auftakt zu einem Zyklus um Lärka, die Seherin, die einen künftigen König liebt und heiraten wird. Das besondere Merkmal der Geschichte liegt im Thema des Exils und der Enteignung. Die Welt ist für Lärka und Arild falsch und sie unternehmen alles, um sie wieder ins Lot zu bringen. Lärka ist bei den Geestländern fern von Osgund aufgewachsen und kehrt nun zumindest geografisch an den Ursprung der mütterlichen Sippe zurück – und zu den Wurzeln ihrer magischen Kräfte.

Arild hingegen hat viel mit Aragorn gemeinsam, den die Autorin wohl auch ziemlich sexy findet. Wie Aragorn lebt der Königssohn im Exil und hat seinem rechtmäßigen Thron entsagt, auf dem ein Thronräuber namens Hakon sitzt. Doch die Feodriner wie Arild sind durch eine besondere Magie mit dem Land und den Bergen verbunden. Sie herrschen über den Herzstein und sorgen so für den Frieden mit den drohend aufragenden Bergen rings um Osgund. Doch seitdem der Ursurpator in der Festung von Osgund sitzt, hat der Berg namens Grimhorn seinen böswilligen Einfluss ausgebreitet und das Bergplateau ringsum mit Staub und Asche überzogen.

Die Steinmagie durchdringt das Buch – keine üble Idee, denn sie lässt sich durchaus anschaulich und überzeugend umsetzen. So gelangen Arild & Co. auf ihrer Flucht vor Hakons Häschern in das Dorf von Corydon, in dem Menschen zunehmend zu versteinern drohen. Sie sind umgeben von Steinstaub, kennen weder Sonnenschein noch frische Luft noch Lachen. Eine wahrlich traurige Gemeinde. Die überdies noch gefährlich ist, als sich herausstellt, dass die Feodriner dort selbst durch Grimhorns Macht zu Stein verwandelt werden können. Es dürfte klar sein, dass die Versteinerung von Menschen symbolisch zu verstehen ist und sich auf Gefühle bezieht.

Doch die Steinmagie hat noch weitere Konsequenzen und Erscheinungsformen. So gibt es beispielsweise Himmelssteine, von deren Splittern Lärka selbst einen in ihrer Silberkette trägt. Der Himmelsstein fiel vom Himmel, es handelt sich also um einen Meteoriten. Kein Wunder, dass sie Träume hat, in denen ihr Geist auf Reisen geht und sie Visionen wie aus Galadriels Spiegel erhält. (In SF-Romanen werden dazu immer Monitore und Hologramme benötigt – ist in der Fantasy völlig unnötig, weil die Projektionsfläche sich im Kopf des Betrachters befindet.) Wie auch immer: Himmelssteine sind mit dem Herzstein verbunden. Nur geübte Seher können die Träume steuern, doch Lärka hat in dieser Hinsicht noch viele Lehrjahre vor sich.

Die oberste Lehrherrin ist Althea, die Ahnin, die jenseits von Corydons Dorf in den Höhlen der Berge lebt. Hier hat die Ahnin ihre Jüngerinnen um sich versammelt, ein Frauenorden, der gelinde an Frank Herberts Bene Gesserit erinnert. Auch aus dem Grunde, dass die geistigen Inhalt der verstorbenen Ordensmitglieder nicht verloren gehen, sondern im Geist der Ahnin gespeichert werden. Diese verfügt über besondere Lebenskräfte und ist potentiell unsterblich. (Man erinnere sich an [„DUNE“: 1662 Dort überträgt die Bene-Gesserit-Mutter Ramallo ihren Geist an Lady Jessica Atreides, und zwar in jener Zeremonie, bei der das „Wasser des Lebens“ eingesetzt wird.)

Diese Geistesübertragung und -bewahrung hat für Lärka eine erstaunliche Konsequenz: Ihre Mutter Audhild meldet sich aus der Vergangenheit, denn auch Audhild war eine Angehörige dieses Ordens (der offenbar kein Keuschheitsgelübde kennt). Und zusammen mit dem Pergament, das endlich von einer Gelehrten namens Melva entziffert wird, erkennt Lärka, in welcher Tradition des Blutes und des Geistes sie ihren Platz finden kann. Diese Einordnung in die Welt ist der wesentlichste Aspekt für jedes Jugendbuch.

Allerdings befindet sich Arild immer noch im Exil, und als er sie zu seiner Geliebten und Verbündeten macht, muss sie an seinem Widerstandskampf gegen den Thronräuber teilnehmen. Erst wenn die Festung von Osgund gestürmt ist und der Gerzstein wieder in den rechtmäßigen liegt, wird die Welt wieder so sein, wie es die Tradition der Feodriner und der Ahnin vorsieht. Dieser Kampf, der sowohl mit Waffen aus Stahl wie auch denen des Geistes ausgefochten wird, muss jedoch in einem weiteren Band erzählt werden.

Der Roman bietet besonders für Leserinnen zahlreiche Identitifikationsmöglichkeiten: mit der jungen Lärka, mit der alten Ahnin, mit Audhild und vielen anderen. Auch Jungs bekommen ein paar Kämpfe geboten, denn was wäre ein Widerstandskampf wie dieser ohne ein paar ordentliche Kämpfe? Arild hat eine magische Fähigkeit, die hier aber nicht verraten werden soll. Und wenn er sich mit Lärka und den magischen „Wolkenfürsten“ zusammentut, so kann er es sogar mit dem boshaften Grimhorn aufnehmen und dessen Einfluss zurückdrängen.

Diese „Wolkenfürsten“ allerdings erinnern an nichts so sehr wie an chinesische Magier, die durch die Lüfte sausen, oder an frühmittelalterliche Engel, die dem Bedürftigen in Not erscheinen, um ihm Rat zu geben. Das ist keine sonderlich gute Konstruktion, die der Autorin hier einfiel. Die bildhaften Assoziationen sind allzu sehr an die mittelalterliche Bildsprache geknüpft und somit historisch vorbelastet. Tolkien hätte sie rundweg als „Allegorien“ in Grund und Boden verdammt. Sei’s drum, es ist schließlich nicht mein Roman.

|Die Sprecherin|

Tanja Geke lässt die sanfte Stimme von Scarlett Johannson erklingen. Das macht das Zuhören für einen männlichen Hörer fast schon zu einem sinnlichen Vergnügen, und für weibliche Hörer mag sie die angemessene Stimme sein, um die Gedanken und Empfindungen der Hauptfigur Lärka wiederzugeben.

Allerdings tut sich die Sprecherin etwas schwer mit tiefen männlichen Stimmen. Bolverk beispielsweise klingt nur unwesentlich tiefer als etwa der junge Arild und Lärka nur unmerklich höher als Arild. Etwas mehr liegt ihr der Ausdruck von Gefühlen in bestimmten Situationen, so etwa Strenge, Ängstlichkeit, Zorn, stockendes und zaghaftes Sprechen und dergleichen. Am natürlichsten klingen stets die Frauenstimmen, besonders die von älteren Frauen wie der Ahnin. Dass die Stimme eines Wolkenfürsten mit ordentlich Hall unterlegt ist, finde ich nur angemessen, schließlich soll es sich um ein majestätisches, himmlisches Wesen handeln.

|Der richtige Atem|

Jeder Sprecher muss eine Ausbildung gehabt haben, um nicht nur die richtige Intonierung von Sätzen und die hochdeutsche Aussprache zu erlernen, sondern vor allem auch die Atemtechnik zu beherrschen. Manche Sätze sind ja mitunter recht lang, und es wäre ein Unding, mittendrin abzusetzen und wieder anzufangen, wenn die Unterbrechung nicht sinnvoll für den Inhalt ist.

Um die optimale Atemtechnik ist es zwar bei Geke recht gut bestellt, doch ich konnte mich nicht mit ihrer Eigenart anfreunden, vor jedem Satz erst einmal hörbar tief Luft zu holen. Das ist zwar nötig, doch sollte man es nicht in der Aufnahme hören. Bei anderen Profisprechern wie Kerzel, Glaubrecht oder Pigulla sind solche Atemgeräusche kaum je zu hören. Offensichtlich hat die Aufnahmeleitung es unterlassen, dieses Geräusch herauszuschneiden. Vielleicht glaubte Lars Ullrich, das Atemgeräusch würde bei einem Hörbuch für Jugendliche nicht stören. Das tut es aber.

|Geräusche|

Zu meinem nicht geringen Vergnügen wurden dem Vortrag eine ganze Reihe verschiedenster Geräusche beigemischt. Wiederholt poltern Steine herab, Geröll prasselt, und ein Rauschen wie von einem Bergbach ist zu hören. In Actionszenen ist Schwerterklirren im Hintergrund zu vernehmen, und ab und zu Stimmengewirr und Pferdewiehern. Die Geräusche sind höchst dezent eingesetzt und haben nichts mit der detaillierten Ausarbeitung zu tun, die man von einem dramatisch ausgestalteten Hörspiel erwartet. Seltsamerweise fehlen aber Geräusche von Windbewegungen, wie man sie mit einem Mann assoziieren würde, der den Wolken nachschaut, um deren Botschaften zu lesen.

|Die Musik|

Nach dem |Wellenreiter|-Reihen-Jingle erklingt die Intro-Musik, die aus einer Drum-Linie mit darübergelegten Synthi-Streichern besteht, die eine relativ romantische Kadenz spielen. Das Ganze ist natürlich ziemlich nichtssagend, aber es soll ja auch bloß die Stimmung andeuten. Im Outro wiederholt sich dieses musikalische Motiv. Die Hintergrundmusik, die bestimmte bedeutsame Szenen unterlegt, steuert die Emotionen des Hörers.

|Das „Booklet“|

In die Einstecktaschen der Verpackung hat der Verlag die Familienbeziehungen der verschiedenen Gruppen gedruckt, so etwa die der Feodriner, der Leute von Osgund und die der Leute aus Ribehof. Ob diese ausformulierten Familienbeziehungen hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln. Manchmal ist ein Stammbaum eben anschaulicher.

_Unterm Strich_

„Die Hüter der Wolken“ bietet eine eigenständige Welt mit den Magien von Stein und Pflanze, erinnert streckenweise aber auch an den [„Herrn der Ringe“. 1330 Die Story liefert jungen Leserinnen zahlreiche schöne Szenen, ganz besonders mit dem feschen Exilkönig Arild, der große Ähnlichkeit mit Aragorn aufweist. (Einen Legolas-Ersatz sucht man vergeblich.) Die Fantasyszenen wechseln sich mit Action und mit Einblicken in die detailliert beschriebene Vorgeschichte ab.

Durch Einsatz ihrer Magie gelangt die jugendliche Heldin zunehmend in den Mittelpunkt einer ihr bis dato verschlossenen Welt, in der sie an der Seite der dortigen Hauptperson, eben Arild, eine Schlüsselrolle einnehmen darf. Das dürfte für jede Leserin eine ziemlich befriedigende Erfahrung sein, wünscht sich doch jede(r) Jugendliche, ihren Ort in der Welt zu finden und dort eine Aufgabe zu erhalten, die ihr oder sein Leben wert ist.

Zudem ist Lärka total in Arild verliebt, obwohl sie es nie zugeben würde. Dass die beiden am Schluss zueinander finden – er hat natürlich ihr den Antrag zu machen -, erfüllt sämtliche Wünsche von Romantikerinnen. Wer sich mit Lärka identifiziert, darf hier also gerne einmal die Arwen Abendstern spielen.

Die Schwäche des Buches liegt in der unzureichenden Charakterisierung von Lärka und Arild. Sie sind noch zu sehr Projektionsflächen für die Wünsche der Leserinnen, um ein Eigenleben entwickeln zu können, und wirken wie Erfüllungsgehilfen für die Fantasien der Autorin. Dieser Eindruck mag zwar von der Kürzung für das Hörbuch herrühren, wurde aber auch schon von einer Leserin des ungekürzten Buches negativ vermerkt. Hieran sollte die Autorin noch arbeiten.

|Das Hörbuch|

Das Hörbuch wurde mit Geräuschen ausgestattet, was der Vorstellungswelt des jungen Zuhörers sicherlich entgegenkommt und seine bzw. ihre Vorstellungskraft unterstützt. Musik gibt es im Hintergrund sowie an Anfang und Ende. Ob die in die Verpackung gedruckten Familienbeziehungen hilfreich sind, wage ich zu bezweifeln. Manchmal ist ein Stammbaum anschaulicher. Die Sprecherin bemüht sich um einen einfühlsamen und vielseitigen Vortrag, doch ihre Ausdrucksfähigkeit ist begrenzt. Besonders hat mich ihr Atemgeräusch gestört.

|315 Minuten auf 4 CDs|
http://www.wellenreiter.la

Willkommen


http://www.luebbe-audio.de

Indridason, Arnaldur – Kältezone (Lesung)

_Opfer des Kalten Kriegs: Der tote Spion im See_

Ein Toter wird im Kleifarsee bei der isländischen Hauptstadt Reykjavik entdeckt. Nach einem Erdbeben hatte sich der Wasserspiegel gesenkt und ein menschliches Skelett sichtbar werden lassen. Es ist an ein russisches Sendegerät aus dem Jahr 1961 angekettet. Dass es Mord war, belegt ein Loch in der Schläfe des Schädels. Wer ist der Mann?

Kommissar Erlendur Sveinssons Ermittlungen führen ihn in längst vergangene Zeiten von vor 30 und 40 Jahren. Isländer, die von einer gerechteren und besseren, sprich: sozialistischen Welt träumten, gingen in den fünfziger Jahren oft zum Studium in die ehemalige DDR. Einer von ihnen gerät unter Verdacht.

_Der Autor_

Arnaldur Indriðason, Jahrgang 1961, war Journalist und Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung. Heute lebt er als freier Autor bei Reykjavik und veröffentlicht mit großem Erfolg seine Romane. Sein Kriminalroman „Nordermoor“ hat den „Nordic Crime Novel’s Award 2002“ erhalten, wurde also zum besten nordeuropäischen Kriminalroman gewählt, und das bei Konkurrenz durch Håkan Nesser und Henning Mankell!

_Der Sprecher_

Frank Glaubrecht ist einer der erfolgreichsten Synchronsprecher Deutschlands. Er leiht beispielsweise so bekannten Filmstars wie Al Pacino, Pierce Brosnan, Jeremy Irons und Richard Gere seine markante Stimme. Er hat u.a. Indriðasons Hörbücher „Nordermoor“ und „Engelsstimme“ gelesen.

Der Romantext wurde von Sabine Bode gekürzt. Für Regie und Produktion zeichnete Marc Sieper verantwortlich. Die akustischen Motive an Anfang und Schluss des Hörbuchs stammen von Michael Marianetti.

_Handlung_

Es ist Mai, als nach einem Erdbeben der Kleifarvatn-See trockenfällt und eine Spaziergängerin darin ein Skelett findet. Die Knochen sind an ein altes russisches Sendegerät aus dem Kalten Krieg gekettet. Ein klarer Hinweis auf Mord. Kommissar Erlendur Sveinsson und sein Assistent Sigurdur Oli werden eingeschaltet. Erlendur lässt Vermisste aus dem Zeitraum zwischen 1965 und 1975 suchen. Bei den Eltern eines der Vermissten aus dem Jahr 1970 liest Oli Briefe: Ist ihr Sohn Jakob der Tote aus dem See?

Oli findet heraus, dass in jenem See mehrmals Abhörsender aus Russland gefunden worden waren. Sie hatten eine Reichweite, mit der Spione den Funkverkehr des amerikanischen Luftwaffenstützpunktes in Keflavik nahe der Hauptstadt Reykjavik belauschen konnten. Da meldet eine siebzigjährige Frau, dass ihr Verlobter vor 30 Jahren verschwand. Er war Vertreter für Baumaschinen und kam daher ganz schön was rum. Die Maschinen stammten allesamt aus der DDR und der Sowjetunion. Eines Tages erschien er nicht mehr bei einem Kunden und verschwand spurlos.

Dieser Hinweis führt zu den Russen. Der Sekretär der Botschaft jedoch gibt sich freundlich, aber völlig ahnungslos. Dabei war Island ein lohnendes Ziel für sowjetische Agenten: Überall auf der Insel hielten sich Amerikaner auf. Erlendur folgt der Spur des Ford Falcon, den der verschwundene Baumaschinenvertreter unter falschem Namen gefahren hatte. Er besucht den letzten Kunden dieses „Leopolds“, bei dem er angeblich nie auftauchte: den mittlerweile 84-jährigen Bauern Haraldur. Der redet unwirsch und abweisend, gibt aber zu, „Leopold“ vor 30 Jahren in der Hauptstadt getroffen zu haben.

Endlich meldet sich auch die amerikanische Botschaft: Etwa 1967 kam ein DDR-Vertreter nach Island, verließ es aber nicht wieder, sondern verschwand im Herbst 1968 spurlos. Der Mann nannte sich Lothar Weiser, geboren in Bonn, lange Zeit wohnhaft in Leipzig, DDR. Bei der deutschen Botschaft erfahren Erlendur und Oli, dass Weiser ein Stasi-Mann war, der 1953 bis 1958 in Leipzig zwecks Observierung der Ausländer arbeitete. Dazu gehörten auch Isländer. Und „Leopolds“ Chef Benedikt Jonsson erklärt, die Baumaschinenhersteller aus der DDR hätten ihn praktisch erpresst, den Mann schwarz einzustellen. Dieser „Leopold“ rekrutierte Leute für die Stasi auf Island, damit sie die Amis abhörten. War Lothar Weiser also „Leopold“? Das ist nicht sicher.

Jetzt sieht Erlendur einigermaßen klar. Aber wer ist der Mörder Lothar Weisers – falls dieser das Skelett im See ist? War es ein Mann aus seiner Vergangenheit oder jemand aus Island? Wird der Täter erneut zuschlagen?

Höchste Zeit, dem alten Haraldur noch mal einen Besuch abzustatten …

_Mein Eindruck_

Meine Inhaltsangabe enthält nur die eine Hälfte des Romans, sozusagen den Krimi an sich. Die andere Hälfte besteht aus einem Handlungsstrang, der 45 Jahre vorher einsetzt, im Jahr 1953. Damals geht der isländische Jungsozialist Thomas nach Leipzig, um dort Ingenieurswissenschaften in einem aufstrebenden sozialistischen Staat zu studieren. Aber als er 1956 zurückkehrt, ist er total verändert und verkriecht sich als gebrochener Mann ohne Hoffnung in seinem Haus. Erst 1998, als der Tote im See gefunden worden ist, beginnt er mit der Niederschrift seiner Erlebnisse in Leipzig. Und dieses Manuskript bildet die andere Hälfte des Romans.

In der Schilderung dieser Erlebnisse legt der Autor eine große Detailkenntnis an den Tag. In der Porträtierung der einzelnen Vertreter der verschiedenen Interessensgruppen an der Universität Leipzig lässt sich die sorgfältige Recherche und der Realitätssinn des Autors ablesen. Thomas, der Ausländer, verliebt sich in eine andere Ausländerin, Ilona aus Ungarn. Obwohl sich das Misstrauen gegen die aufmüpfigen Ungarn, deren Aufstand ja 1956 blutig niedergewalzt wurde, auch in Leipzig bemerkbar macht, verschließt der verliebte Thomas die Augen vor der Realität. Er vertraut den falschen Leuten. Und selbst dann noch, als die Stasi zuschlägt und Ilona spurlos verschwinden lässt, kann er nicht glauben, dass ein „sozialistisches Bruderland“ zu so etwas fähig sein könnte.

Man sollte meinen, dass 1990 nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und der Öffnung der Stasi-Archive Ilonas Spur verfolgbar sein müsste. Dem ist nicht so, wie Thomas bitter feststellen muss. Die Geheimdienste haben 1956 zu gründliche Arbeit geleistet. Wahrscheinlich wurde sie, gebrochen von Folter und Misshandlung, irgendwo in einem Internierungslager zwischen der DDR und der Sowjetunion verscharrt.

Aber wer waren die Verräter? Thomas muss es unbedingt wissen, bevor seine Seele Ruhe finden kann. Und er folgt dem Weg bis zum bitteren Ende. Dort erkennt er, dass er nie einen Freund in Leipzig hatte. Als die Kripo 1998 in sein Haus eindringt, ist er froh, sich erlösen zu können. Denn das Manuskript seiner Geschichte ist nun fertig. Ein trauriges Kapitel in der Geschichte von Isländern, die ihr Glück im Ostblock suchten.

Man sieht also, dass der reinen Krimihandlung eine ergreifende Geschichte zugrunde liegt, ja, dass der Krimi im Grunde nur eine Fußnote darstellt, in der die losen Fäden zusammengeführt werden. Deshalb hat der Autor noch einmal die persönliche Seite seines Kommissars hervorgehoben. Erlendur ist schon lange geschieden, doch seine Tochter hat wieder Kontakt zu ihm, und nun taucht auch noch sein Sohn Sindri bei ihm auf. Wieder werden alte Geschichten aufgewärmt und neu eingeordnet. Das bringt aber dramaturgisch gesehen nichts Neues.

_Der Sprecher_

Frank Glaubrechts sonore Stimme – man stelle sich den Klang von Al Pacino in „The Insider“ vor – trägt die Geschichte, die Indriðason spinnt, ausgezeichnet und ohne je die für die Geschichte und den Ermittler notwendige Autorität und Ruhe zu verlieren. Dennoch entwickelt sein Vortrag zusammen mit der Handlung eine tiefere psychologische Dimension, die sich in der zunehmenden Emotionalität in Glaubrechts Stimme äußert – ein gewisses zusätzliches Vibrato, das ich vernommen zu haben glaube. Das wird besonders dann hörbar, als Thomas verzweifelt nach der verschwundenen Ilona sucht und zum ersten Mal auch die Leipziger Stasi-Zentrale von innen sieht: die Stahltüren, die abgewrackten Beamten, das penetrante Misstrauen und die Arroganz der Macht. Da läuft es einem kalt den Rücken runter.

_Unterm Strich_

Dass Island ein Brennpunkt des Kalten Krieges war, hätte ich nicht erwartet, obwohl es doch die Logik nahe legt: Hier eine Luftwaffenstützpunkt der Amis, dort, nur wenige Kilometer entfernt, die Russen in Murmansk in der Arktis. Es war eine Atmosphäre der gegenseitigen Bespitzelung und des Misstrauens. Dies ist die negative Seite des Sozialismus, den die Isländer kennen lernten.

Dabei gab es offenbar 1953 allen Anlass, den Sozialismus von seiner positiven Seite kennen zu lernen: offene Universitäten, preisgünstige Agrarmaschinen, Knowhow-Transfer. Diese Seite wollte Thomas, die Hauptfigur des zweiten Erzählstrangs, kennen lernen und nutzen. Doch der Traum wurde zum Albtraum, der nie zu enden schien. Dann aber bekam er Hinweise auf DDR-Spione auf Island – eine neue Chance, mit den alten Geschichten reinen Tisch zu machen. Hier findet die Handlung zu einem abschließenden Finale voller Spannung und unerwarteter Enthüllungen.

Kommissar Sveinsson wird quasi zum Nachlassverwalter dieses Dramas, das aus dem Kalten Krieg erwuchs und etliche Opfer forderte. Aber als praktisch denkender Gemütsmensch sieht er auch die positive Seite des abgeschlossenen Kapitels: Er kauft den Ford Falcon, den jener verschwundene „Leopold“ zurückgelassen hatte.

|Originaltitel: Kleifarvatn, 2004
251 Minuten auf 4 CDs
Aus dem Isländischen übersetzt von Coletta Bürling|

Werner Köhler – Das Mädchen vom Wehr (Lesung)

Aufregender Köln-Krimi

Jerry Crinelli, Hauptkommissar bei der Mordkommission in Köln, zieht mit seiner Frau ins Bergische Land. Kurz nach seinem Umzug findet man am Wehr die Leiche eines Mädchens. Crinelli entdeckt bald, dass sich dahinter mehr verbirgt: Menschenhandel, Schleuserbanden und korrupte Polizisten.

Je mehr er alles durchschaut, je näher er dem Mörder kommt, desto mehr vermischt sich das Schicksal seiner Familie mit dem Mordfall. Der Preis, den er am Ende zahlen wird, um den Mörder zu finden, ist hoch. (Verlagsinfo)

Der Autor
Werner Köhler – Das Mädchen vom Wehr (Lesung) weiterlesen

Philip Ardagh – Schlechte Nachrichten (Eddie Dickens 3)

Diese Geschichte ist der dritte und damit leider schon letzte Teil der Eddie-Dickens-Trilogie, die in „Schlimmes Ende“ ihren schlimmen Anfang nahm und in „Furcht erregende Darbietungen“ so grässlich fortgesetzt wurde. Klarer Fall: Wir sollten uns auf das Schlimmste gefasst machen!

Das drei CDs umfassende Hörbuch dauert 215 Minuten, also etwa dreieinhalb Stunden. Altersempfehlung des Verlags: ab 10 Jahren.

Der Autor
Philip Ardagh – Schlechte Nachrichten (Eddie Dickens 3) weiterlesen