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Lloyd Alexander – Taran – Das Buch der Drei

Dies ist der erste Roman eines fünfbändigen Fantasy-Zyklus, der es vielleicht nicht mit Tolkiens „Herr der Ringe“ aufnehmen kann, der aber ebenso stark auf Mythen und Fantasythemen zurückgreift. Und die Hauptfigur Taran, die im Laufe des Zyklus eindrucksvoll heranreift, lieferte wie Tolkiens „Herr der Ringe“ die Vorlage zu einem Zeichentrickfilm.

Die vorliegende Audio-CD ist das erste Hörspiel zu einem der fünf-Taran-Romane überhaupt und verdient deshalb wohl besondere Aufmerksamkeit.

Der Autor

Lloyd Alexander, geboren 1924, ist der Autor der „Chroniken von Prydain“ (= Britannien). Ähnlich wie bei Tolkien, der mit „The Hobbit“ (1937) zunächst eine Fantasy für Kinder schrieb, beginnt auch Alexander mit einer leichtfüßigen Kinder-Fantasy, um dann jedoch schnell auf tiefere, dunklere Themen zu sprechen zu kommen. Der erste und Teile des zweiten Bandes fanden Eingang in einen gleichnamigen Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1985: „Taran und der Zauberkessel“.

Der |Taran|-Zyklus „Chroniken von Prydain“:

1. „Taran und das Zauberschwein“ bzw. „Das Buch der Drei“ (engl. The Book of Three) (1964)
2. „Taran und der Zauberkessel“ bzw. „Der schwarze Kessel“ (engl. The Black Cauldron) (1965)
3. „Taran und die Zauberkatze“ bzw. „Die Prinzessin von Llyr“ (engl. The Castle of Llyr) (1966)
4. „Taran und der Zauberspiegel“ bzw. „Der Spiegel von Llunet“ (engl. Taran Wanderer) (1967)
5. „Taran und das Zauberschwert“ bzw. „Der Fürst des Todes“ (engl. The High King) (1968) – Gewinner der Newbery Medal, 1969
6. „Der Findling und andere Geschichten aus Prydain“ (engl. The Foundling) (1973) – Sammlung von Kurzgeschichten, die in Tarans Welt Prydain spielen

Die Sprecher, die Produktion

„Das Buch der Drei“ ist eine Produktion des Südwestrundfunks Baden-Baden aus dem Jahr 2004. Die Hörspielbearbeitung besorgte Andrea Otte, die Musik trug „der deutung und das ro“ bei, Regie führte Robert Schoen.

»Jürgen Hentsch gab schon mal den Herbert Wehner in einem Doku-Drama. Tim Sander spielte bei GZSZ den Lover der Figur, die Jeanette Biedermann spielt. Natalie Spinell ist die Lolita in einem Nabokov-Hörspiel. Michael Habeck spricht Ernie, Barnie Geröllheimer, Harry Potters Dobby, aber auch Danny de Vito. Und Tommi Piper ist besser als die Stimme von ALF bekannt.« (Informationen von |Ciao|-Mitgliedern – danke!)

Erzähler: Jürgen Hentsch

Taran (Waisenjunge): Tim Sander

Eilonwy (Prinzessin): Natalie Spinell (Aussprache: e’lónwi)

Dallben (Zauberer): Rolf Schult (Aussprache: da[stimmloses th]ben)

Coll (Kämpfer): Heinrich Giskes

Fflewdur Fflam (Barde): Jens Harzer (Aussprache: flodjir flam)

Fürst Gwydion (einer der Könige von Prydain): Tommi Piper

Gurgi (Waldwesen): Joachim Kaps

Doli (Zwerg): Michael Habeck (Aussprache: dolí)

Eiddileg (Zwergenkönig): Franz Josef Steffes (Aussprache (e[stimmhaftes th]íleg)

Achren (Zauberin): Anja Klein

Handlung

Der Junge Taran lebt als Hilfsschweinehirt beim Schmied Coll und einem Magier namens Dallben. Der Magier hütet das titelgebende „Buch der Drei“, das Taran nicht anfassen darf, selbst wenn der Zauberer, wie so oft, mal wieder schlafend meditiert.

Der Findling Taran kennt seine Eltern nicht, was schon mal ein gutes Zeichen ist: So fangen Heldengeschichten an. Er denkt sich aber nichts dabei. Doch seine Aufgabe als Hilfshirt der Schweine stellt sich plötzlich als ziemlich wichtig heraus, denn Hen Wen, das weiße Hauptschwein, ist ein Orakel, wie er zu seiner größten Verblüffung erfährt. Auf seiner Jagd hinter dem ausgebrochenen Schwein her gerät er tief in den Wald, stößt auf den bösen gehörnten König, wird aber von einem unscheinbaren Waldläufer vor dem Tod bewahrt.

Der Waldläufer entpuppt sich als Fürst Gwydion, der mindestens so berühmt ist wie der Hochkönig und der böse König der Anderswelt Annuvis, Arawn. Und der freundliche Gwydion klärt Taran auf, was es mit dem Orakelschwein Hen Wen auf sich hat und was er selbst, so fern von seiner heimatlichen Burg, im Wald zu suchen hat. Im schönen Prydain (= Britannien) sind die Zeiten rau geworden und es braut sich etwas zusammen.

Ein kleines Waldwesen namens Gurgi weist ihnen den weiteren Weg. Sie stoßen zwar nicht auf das Schwein, doch auch der Anblick des Heerlagers des Gehörnten Königs verschlägt ihnen den Atem: Hier sammelt sich eine Armee, um Prydain zu überfallen und alle zu unterjochen. Sogar untote „Kesselkrieger“ sind zu sehen, und von denen werden die beiden Neugierigen gefangen genommen.

Wider Erwarten landen sie nicht bei dem beobachteten Heer, sondern in Spiral Castle, dem Schloss der Zauberin Achren, deren verführerische Schönheit Taran zunächst betört, aber Gwydion keineswegs. Wenig später findet er sich eingesperrt in einer Kerkerzelle wieder. Er hat schon mit dem Leben abgeschlossen, als ihm eine goldene Kugel durchs Fenster vor die Füße fällt und eine Mädchenstimme ihn auffordert, ihr den leuchtenden Ball zurückzugeben. Es ist die geschwätzige und aufgeweckte Eilonwy, die ehrliche Nichte der bösen Zauberin. Sie kennt nicht nur den Weg aus Tarans Gefängnis, sondern auch den zu seinem Herzen.

Aber das ahnen beide noch nicht, doch es wird ihnen rechtzeitig auffallen, dass sie füreinander bestimmt sind. Doch was wird aus Prydain, das von der Bedrohung nichts ahnt?

Mein Eindruck

Der erfundene Schauplatz ähnelt jenem mythischen Wales, das dem Fantasykenner aus der Geschichtensammlung des „Mabinogion“ aus dem 14. Jahrhundert bekannt ist. Doch die Legenden beruhen auf mündlich überlieferten Erzählungen, die weit älter sind und noch aus der keltischen Kultur kommen.

Das Mabinogi

Insbesondere der vierte Zweig des Mabinogi mit dem Titel „Math Son of Mathonwy“ bietet zahlreiche Referenzen, die der Autor verwendet. Dazu gehört der gesamte Komplex, der mit dem Recken Gwydion und seinem Onkel Math in Caer Dathyl zu tun hat. Math herrscht als Hochkönig über einen Großteil von Prydain. Sein Widersacher ist Arawn, der Fürst der Unterwelt Annuvis. Leider macht der Autor aus den vielschichtigen Vorlagen zu den Figuren Gwydion und Arawn nur ein schwarz-weißes Paar aus Gut und Böse. Der Autor vereinfacht, vielleicht zu Gunsten der kindlichen Verständnismöglichkeiten. Allerdings muss der junge Hörer auch den gehörnten König dem Fürsten der Unterwelt als Vasallen zuordnen.

Achterbahnfahrt

Die Handlung hat etwas von einer Achterbahnfahrt an sich. Der Held, der zunächst als „hässliches Entlein“ vorgestellt und zwei mächtigen Gestalten, einem Schmied und einem Merlin-ähnlichen Zauberer, beschützt wird, erwirbt sich diverse Gefährten, die ihm helfen, wenn er sich mal wieder überschätzt hat. Insbesondere Eilonwy ist mit ihrer spitzen Zunge eine ständige Quelle von Freude und Witz, auch wenn sie einen Mann damit schnell in den Wahnsinn treiben könnte.

Auch Fflewdur Fflam, ein ehemaliger König, der jetzt als Barde durch die Lande zieht, ist interessant. Er hat vom Ober-Barden von Wales, dem berühmten Taliessin, eine magische Harfe erhalten, doch ihre Saiten reißen, sobald ihr Besitzer auch nur die geringste „Verschönerung der Wahrheit und Wirklichkeit“ erzählt – wozu Barden und Dichter von Natur aus neigen. Fflam hat also immer gut zu tun, seine Harfe in Schuss zu halten.

Das Waldwesen Gurgi weiß ebenfalls zu faszinieren. Dieser keltische Charakter, der auch in C. J. Cherryhs Kelten-Fantasien wie etwa „Der Baum der Träume und Juwelen“ sowie „Faery in Shadow“ zu finden ist, erweist sich im Laufe der Zeit als treuer und anhänglicher Gefährte, auch wenn er bisweilen ein wenig aufdringlich und in hygienischer Hinsicht abstoßend erscheint.

Die Feinde

Die Feinde sind nicht weniger einfallsreich gezeichnet. So verfügt der gehörnte König über einen schwarzen Kessel (der der Fortsetzung den Titel gibt), aus dem Zombiekrieger erzeugt werden können. Da sich diese nicht töten lassen, bilden sie für jeden einen Furcht einflößenden Feind. Zum Glück ist ihr Aktionsradius abhängig von der Entfernung vom Kessel, so dass es eine Chance gibt, ihnen zu entkommen.

Auch die Lüfte sind nicht sicher. Ähnlich wie die schrecklichen Reittiere, die Tolkiens Ringgeister durch die schwarzen Lüfte von Mordor tragen, suchen gefräßige Vögel, die Gwythaint, wehrlose Wanderer wie Taran heim. Doch die Gwythaint sind nicht von Geburt an so, sondern werden von ihrem Herrn Arawn dazu erzogen und ausgebildet, Fleisch zu begehren und für ihn zu spionieren. Dass Taran einen jungen Gwythaint aus einer Dornenhecke befreit und sich der Gerettete revanchiert, wurde im Hörspiel gestrichen.

Aber auch die Zwerge, das Kleine Volk, dürfen nicht fehlen. Durch einen Zauber lockt König Eiddileg ahnungslose Wanderer in sein unterirdisches Reich. Doch bei Taran & Co. gerät er an die Falschen. Er muss ihn ziehen lassen und gibt ihm einen Führer, Doli, mit. Denn Doli taugt in Zwergenaugen nicht: Er vermag sich nicht unsichtbar zu machen, zumindest nicht auf Kommando.

Die böse Zauberin, die Taran und den Recken Gwydion gefangennimmt, heißt Achren und ähnelt einer weiteren Figur aus dem Mabinogion: Arianrhod, was „Silberrad“ (= Mond) bedeutet. Leider setzt sie sich kaum mit dem jungen Taran auseinander. Doch im Hörspiel wird ihre verführerische Konfrontation Gwydions ganz direkt geschildert. Sie ist offensichtlich ganz schön durchgeknallt.

Der Auftritt Eilonwys entschädigt dafür mehr als reichlich. Sie ist nicht nur selbst eine Schülerin der Magie – weshalb sie ja ihre Tante Achren besucht -, sondern findet in den Felsenhallen unter dem Spiral Castle ein superwichtiges Zauber- und Königsschwert, Durinwyn. Selbstverständlich wird es eine entscheidende Rolle spielen.

Die Sprecher, die Produktion

Zur Einstimmung beginnt das Hörspiel mit einem keltisch anmutenden, möglicherweise walisischen Volkslied. Es wird noch des Öfteren im Hintergrund angespielt und stammt von einem Duo mit einem bemerkenswerten Namen: „der deutung und das ro“. Dabei handelt es sich um Tobias Unterberg und Robert Beckmann, die bereits die Hörspielproduktion „Schloss Draußendrin“ unterstützten und bei alternativen Bands wie |The Inchtabokatables|, |Milar Mar| oder |Deine Lakaien| mitmischen. Der Zuhörer mit ein wenig Erfahrung in keltisch inspirierter Folk-Musik fühlt sich sofort in selige Zeiten von |Clannad|-Konzerten zurückversetzt. Wo immer man in Irland, Schottland oder Wales als Tourist hingelangt, kann man diese Art von Musik finden. Denn diese ist nicht einfach Touristenattraktion, sondern ein integraler Teil der Identität der keltischen Völker.

Wir sind also schon mal auf der richtigen Baustelle. Dann erklingt das helle „Ping!“ aus der Schmiede von Coll. Sofort entspinnt sich der erste Dialog zwischen Taran, Coll und dem Magier Dallben. Wenig später tragen die Abenteuer Taran hinfort, bis zum glücklichen Ausgang. Mehr darf nicht verraten werden. Doch bei den walisischen Namen sollte man die Ohren spitzen. Sie sind für unsere Hörgewohnheiten doch recht ungewöhnlich. Siehe dazu meine Aussprachehinweise oben.

Die Stimmen der Sprecher finde ich sehr passend und angemessen. Es gibt kein Zögern, keine falschen Töne, so dass die Sätze ganz natürlich klingen und nicht, als hätte man sie ein Dutzend mal geübt. Ich war erstaunt, dass Tommi Piper, der mit einer Fernsehserie in den 70ern oder 80ern bekannt wurde, inzwischen eine derart tiefe und raue Stimme hat, dass er ohne weiteres die Autorität ausstrahlt, die einem Fürsten wie Gwydion gebührt. Am lustigsten ist sicher die Stimme der quicklebendigen Prinzessin Eilonwy, die Taran in Grund und Boden plappert.

Da dies ein Hörspiel ist, gibt es nicht nur Stimmen, sondern auch Geräusche. Dazu gehören grunzende, quiekende Schweine ebenso wie reißende Harfensaiten. Am eindrucksvollsten sind jedoch das Erdbeben unter dem Spiral Castle und die finale Schlacht gegen den Gehörnten König: Blitz und Donner kommen hier in einer beeindruckenden Kombination zusammen. Die Tonregie hat saubere Arbeit geleistet.

Unterm Strich

Insgesamt bietet dieser erste Band von Tarans Abenteuern ein enorm hohes Maß an kuriosen Einfällen und sehr viel Kurzweil für junge Leser. Die Action ist nicht zu brutal und keiner der Gefährten Tarans muss sterben oder ein größeres Opfer bringen. (Das ändert sich in den Folgebänden.) Vielmehr scheint Taran hier auf einer Art Einkaufstour für nette und hilfreiche Gefährten zu sein, mit denen er sämtliche Fährnisse überwinden und den gehörnten König besiegen kann.

Das Hörspiel, das vom Sender SWR selbst als „Taran und das Zauberschwein“ (der frühere Buchtitel) angekündigt wird, ist eine professionelle Produktion ohne irgendwelche Ausfälle oder Mängel. Vielmehr bereitet die schnelle Abfolge der Begegnungen und Abenteuer unterhaltsame Kurzweil für junge Hörer. Es mag sich aber als hilfreich erweisen, das Buch zu lesen, um die Zusammenhänge ein wenig besser zu durchschauen. Man kann aber alternativ das Hörspiel mehr als einmal anhören und sich so die Zusammenhänge selbst erarbeiten. Denn was dafür nötig ist, ist vollständig vorhanden.

Mein Fazit daher: eine hundertprozentige Empfehlung für „Das Buch der Drei“. Auch die Fortsetzung mit dem Titel „Der schwarze Kessel“ ist bereits als Hörbuch-CD erhältlich.
www.luebbe-audio.de

McKillip, Patricia – Schatten über Ombria

Sprachgewaltige Fantasy

Der König ist tot, lang lebe der König – doch wie lange noch? Unter dem wachsenden Schatten der zaubermächtigen Regentin muss der junge Thronerbe überleben, oder die Stadt wird untergehen. Die Freunde, die Kyel lieben, beschließen ihn unter Lebensgefahr zu retten, doch sie haben nicht mit der Macht der Regentin gerechnet.

Die Autorin

Patricia McKillip zählt mittlerweile zu den wichtigsten Fantasyautorinnen der Gegenwart, sie wird bereits auf eine Stufe mit Ursula K. Le Guin (Erdsee-Zyklus) gestellt.

Die am 29.2.1948, einem Schaltjahr, geborene Patricia McKillip hat 1975 den |World Fantasy Award| für ihren wundervollen Roman „Die vergessenen Tiere von Eld“ (dt. bei Heyne) erhalten, 1980 den |Locus Award| für „Der Harfner im Wind“ (Band 3 der Erdzauber-Trilogie).

Neben der Erdzauber-Trilogie sind noch „Die Königin der Träume“ (Heyne), „Winterrose“ und „Das Lied des Basilisken“ (Klett-Cotta) auf deutsch erschienen. Bei Bastei-Lübbe erschienen zwei schmale Romane, die Duologie „Das Herz des Schwans“: „Die Zauberin und der Schwan“ (1991; Nr. 20282) sowie „Der Prinz und der Feuervogel“ (1993; Nr. 20294). Im November 2005 erscheint „Im Drachenturm“ bei Blanvalet.

McKillip lebt in Roxbury im US-Bundesstaat New York.

Handlung

Die Handlung hat keine Hauptfigur, mit der sich der Leser identifizieren könnte – das ist eines der Mankos dieses Buches. In „Das Lied des Basilisken“ gab es einen Musiker, dessen Kunst zugleich Magie war, und wir folgten seinem Werdegang und schlussendlichen Erfolg. In „Schatten über Ombria“ entwickeln sich mehrere Figuren, und wir sind gezwungen, uns ihre Erlebnisse und ihr Zusammenspiel einzuprägen. Aber auch die Stadt Ombria selbst spielt eine eminent wichtige Rolle. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Monate.

Da alle positiven wie negativen Wechselwirkungen in diesem Buch auf gegensätzlichen Paaren aufgebaut sind, versuche ich die Figuren in zwei Lager einzuordnen.

Die Geschichte beginnt zünftig mit einer Verstoßung aus dem Stand der Unschuld und des Wohlbefindens: Lydea, die Tochter eines Schankwirts, war jahrelang die geliebte Konkubine des nun sterbenden Fürsten von Ombria, Royce. Noch während während Royce Greve auf dem Sterbelager liegt, verstößt die boshafte neue Regentin Domina Perle, genannt die Schwarze Perle, Lydea aus dem Palast. Man sagt, die Regentin wisse mit Gift und schwarzer Magie umzugehen …

Lydea muss in ihrer schönen Kleidung, in ihren teuren Schuhen durch die verkommenen Gassen des düsteren Hafenviertels außerhalb des Palastes fliehen. Nur weil ihr jemand hilft, sich zu verstecken, entkommt sie Banditen und Dieben, um sich schließlich bei ihrem Vater als Scheuermagd und Schankmädchen zu verdingen. So schnell kann’s gehen.

Doch geholfen wurde ihr von einem ganz besonderen Mädchen: Mag ist der „Wachsling“, das möglicherweise aus Wachs geformte Dienstmädchen einer weiteren mächtigen Zauberin, Faey. Doch Faey ist wie Domina Perle keineswegs menschlich. Die heilkundige Hexe scheint in einer anderen Dimension Ombrias zu leben, zumindest in der Unterstadt. Hier gibt es Geister, viele Schatten und nutzbare Magie. Faey lässt sich die Nutzung ihrer Magie gut bezahlen. Und so kommt es, dass sie eines Tages einen Auftrag Domina Perles annimmt: Sie soll den unerwünschten Neffen des mittlerweile verstorbenen Fürsten vergiften. Sie muss sich also in die Staatsangelegenheiten einmischen.

Dieser Neffe, Ducon, ist ein Bastard, der wie ein Albino aussieht und offenbar, wie Mag, die Fähigkeit besitzt, beide Seiten Ombrias zu sehen: die des Lichts und die der Schatten, die des Palasts und die der Unterstadt, wo die Geister leben (darunter auch sein verstorbener Vater). Ursprünglich als Erzieher des Nachfolgers des Fürsten, des neunjährigen Kyel Greve, angestellt, streunt Ducon Greve zunehmend durch die Gassen und Schänken des düsteren Hafenviertels, um den Zugang zu Unterstadt zu finden. Dabei zeichnet er unablässig, was er sieht. Diese Zeichenkohle ist es, die Faey vergiftet. Ducon gerät ins Delirium, bis er schließlich zusammenbricht und in die Unterstadt stürzt.

Es ist nur Mag zu verdanken, dass Ducon nicht getötet wird. Denn sie hat inzwischen von ihrer Freundin Lydea erfahren, dass Ducon die letzte Hoffnung Ombrias auf Rettung ist, denn die Hexe im Palast will Kyel Greve ebenso töten wie Ducon, um danach Alleinherrscherin (und Piratin) zu sein.

Nun kann Mag, die an Tochterstelle adoptierte Dienstmagd, Faey (die eigentlich unparteiisch bleiben will) davon abhalten, Ducon zu töten. Vielmehr beschließen Mag, Lydea und Ducon, unter Lebensgefahr in den Palast zurückzukehren, um den kleinen Kyel Greve zu retten und die Regentin zu stürzen. (Man sieht, sie alle haben sich mittlerweile gewaltig verändert.) Von der mächtigen Zauberin maskiert, wagen sie es, direkt unter der Nase der Schwarzen Perle gegen sie zu intrigieren und Kyel Mut zu machen.

Das kann natürlich nicht lange gutgehen. Als Mag der Regentin in die Hände fällt, muss Faey reagieren. Ihr Gegenangriff erschüttert die Grundmauern des Palastes und verändert die gespaltene Stadt für immer. Was mit einer Verstoßung begann, endet mit einer Wiedergeburt.

Mein Eindruck

Drei Symbole

McKillip ist viel zu sehr Künstlerin, um es für nötig zu halten, irgendetwas davon logisch zu erklären. Stattdessen beobachtet sie lediglich, dringt dabei aber in eine Tiefe vor, die anderen AutorInnen des Fantasy-Genres verwehrt zu sein scheint (eine Ausnahme gibt es: Ursula K. Le Guin). Das bedeutet, dass sich der junge oder erwachsene Leser seinen eigenen Reim auf die Gründe des Geschehens machen muss. Hier spielt Logik des Verstandes keine Rolle, sondern vielmehr ein Ursache-Wirkung-Prinzip, das auf der Wechselwirkung von Emotionen beruht.

Wie schon angedeutet, spielen Dualismen eine große Rolle. Die zentralen Metaphern dafür sind der Spiegel, das Zeichnen und Passagen.

A) Spiegel

Wie mit Monitoren überwacht Domina („die Herrin“) Perle mit Hilfe zahlreicher Zauberspiegel ihr Herrschaftsgebiet. Statt Schönheit zu reflektieren, dienen ihre Spiegel nur ihrer Machtausübung. Domina und die Spiegel sind Teil des Schattens, der über Ombria liegt. Doch ihr Blick reicht nicht bis in die Unterstadt der Geister, wo die Zauberin Faey herrscht und Mag sich versteckt. Hier, im Zwielicht der Geister und der Magie, erwächst eine Gegenkraft zu Dominas Herrschaft. (McKillip beschreibt Ombria, als handelte es sich um eine menschliche Figur, mit allen Schichten und Aspekten.)

B) Zeichnungen

Ducons Zeichnungen sind eine weitere wichtige Metapher. Wie der Fotograf in Antonionis „Blow-up“ ist er besessen vom Gesehenen, denn sein Blick dringt tiefer als das Auge gewöhnlicher Menschen. Ducon gelingt der Durchbruch zur Geisterdimension. Schließlich sind seine Zeichnungen nicht mehr tot, sondern können auf magische Weise – im Zwischenreich des Möglichen – das Gezeichnete zum Leben erwecken, so etwa seinen Vater. Dieser ist eine Verbindung mit der Vergangenheit, die Ombria einen weiteren Aspekt hinzufügt: Die Stadt entwickelt sich in wiederkehrenden Zyklen, die Untergang und Wiedergeburt durchlaufen. Das Herrschergeschlecht Greve pflanzt sich daher nicht linear und ungebrochen fort, sondern weitverzweigt in obskuren Verästelungen: Ducon ist eine davon, doch die vielversprechendste.

C) Passagen

Durchgänge sind das dritte zentrale Symbol. Neben dem Durchbruch zur Unterstadt sind hier vor allem Lydeas Verstoßung aus der Palasttür aufzuführen und die unzähligen Geheimtüren im ausgedehnten Palast. Wie in einem italienischen Renaissancepalast gehen Diener und Intriganten durch unsichtbare Tapetentüren ein und aus, um ihre Herrschaft oder ihre Mitverschwörer zu treffen. Es handelt sich um einen Palast im Palast, eine Schachtel in einer größeren Schachtel und so weiter. Das erinnerte mich an Mervyn Peakes Schloss Gormenghast.

Nach Royces Tod machen sich auch die Ex-Minister und Ducons Vettern Hoffnungen auf den Thron, doch zuvor muss der junge Erbe sterben. Daher spielt Ducon (und später Lydea und Mag) ein riskantes Doppelspiel mit Kyles Gegnern: Prompt werden Attentate auf ihn verübt.

Kurz vor Schluss führt eine Tür in das verhängnisvolle Schlafzimmer der Schwarzen Perle. In diesem Zentrum der Schwarzen Magie erwartet die angekettete Mag und Ducon Greve ihr Schicksal.

Dieser Raum hat sein Gegenstück in Faeys Haus. Hier wird betäubender Tee serviert und Gift gebraut, Geister sprechen, und magische Amulette finden sich in seinen Winkeln. Es es wichtig, daran zu denken, dass die Bewohnerin dieses Hauses kein Mensch ist, sondern ein Wesen, das älter ist als Ombria selbst. Wir erfahren nicht, was Faey ist, genau wie so vieles andere der Erforschung durch die Vorstellungskraft überlassen bleibt.

Dass diese dualen Konflikte sich am Schluss nicht alle in Wohlgefallen auflösen, dürfte einleuchten. Der Sieg des Guten ist wieder einmal bittersüß und überschattet von Opfern.

Die Sprache

Der Ton dieser Handlung und für diese Art von zwielichtiger Welt ist nicht der von Allerwelts-Fantasy à la Raymond Feist oder Robert Jordan (obwohl die auch ihre Qualitäten haben). Die Sprache nähert sich vielmehr dem Gothic Horror eines Edgar Allan Poe an, nur dass dessen Melodramatik fehlt. Wer „The Cask of Amontillado“ oder „Morella“ und „Ligeia“ gelesen hat, weiß, wovon ich rede.

McKillips Prosa ist an Poesie geschult und führt so zuweilen zu ungewöhnlichen Fügungen, um eine Empfindung oder eine Figur zu beschreiben. Sie ermöglicht sogar leise Ironie. Dies ist keine anspruchslose Sprache, wie man sich denken kann. Tatsächlich konnte ich daher immer nur wenige Kapitel (alle sind zwischen 9 und 12 Seiten lang) auf einmal lesen. Ich brauchte zwei Monate für das 300-Seiten-Buch.

Die Sprache lebt in der deutschen Fassung natürlich von den Qualitäten des Übersetzers. Hans J. Schütz hat Tad Williams, H. P. Lovecraft und Peter S. Beagle übersetzt (neben vielen anderen). Er macht seine Sache sehr gut. Nur an manchen Stellen erschienen mir seine Fügungen und Wortwahl als zu gestelzt, zu geschraubt und mitunter antiquiert, aber das trifft wohl auch auf McKillips Sprache zu. Genervt haben mich lediglich viele Tippfehler. Offenbar spart Klett-Cotta nun auch am Korrektor, um den Preis niedrig halten zu können: Dieses Buch kostet 2 Euro weniger als das bessere „Das Lied des Basilisken“. (Beide Romane sind bei Klett-Cotta vergriffen.)

Unterm Strich

Für diesen Fantasyroman mit Gothic-Horror-Elementen sollte man sich Zeit nehmen und ihn notfalls zweimal lesen. McKillip gelingt es, aus einer bedrückenden Atmosphäre heraus Gefühle der Hoffnung entstehen zu lassen, die zu Aktionen werden. Die Geschichte Ombrias ist eine zyklische Geschichte von Verstoßung, ständiger Bedrohung und Wiedergeburt. Die (anspruchsvolle) Sprache ist der Magie der Handlung ebenbürtig, ermöglicht sie im Grunde erst. Doch dass der Handlung eine Hauptfigur fehlt und sie auf drei bis fünf Figuren verteilt ist, macht es nicht einfach, ihr zu folgen. Auch auf die Druckfehler hätte ich verzichten können.

Das Buch eignet sich für Freunde guter phantasievoller Geschichten ab etwa 14 Jahren, die durchaus mal auf Action verzichten können.


Originaltitel: Ombria in shadow, 2002
Aus dem US-Englischen übertragen von Hans J. Schütz
Deutsch bei Klett-Cottas Hobbit-Presse.

Larry Niven – Wenn der Zauber vergeht… Fantasyroman

Sword & Sorcery-Roman als Comicbook-Ersatz

Einst war die Magie allgegenwärtig. Zauberei beherrschte die junge Erde, eine Welt der Illusionen, Phantasmen und Wunder. Aber die Magier der Vorzeit gingen zu verschwenderisch mit dem MANA um, der Zauberkraft, und der Zauber verschwand. Barbaren konnten die nunmehr schutzlosen Mauern der Städte und Burgen stürmen, und die Griechen eroberten das prächtige Atlantis.

Nun macht DER MAGIER mit seinem Gefährten, dem indianischen Amerikaner Klumpfuß auf, um die Magie wieder zurückzubringen. Dazu bedient er sich des Wissens des ältesten und bösesten aller Zauberer, der in einem Totenschädel eingeschlossen ist, und der Kraft eines jungen Griechen, der sich aus dem Untergang Atlantis’ retten konnte.

„Über 50 Illustrationen von Esteban Maroto machen das Buch zu einem kleinen Schatz für jeden Fantasy-Freund.“ (Verlagsinfo)
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Kevin Hearne – Tinte & Siegel. Die Chronik des Siegelmagiers 1

Feen in Glasgow: Der Siegelagent ermittelt

Al MacBharrais ist gesegnet. Gesegnet mit einem ungewöhnlichen schönen Schnurrbart, einem Sinn für kunstvoll gemixte Cocktails – vor allem aber mit einem einzigartigen magischen Talent. Er schreibt mit Geheimtinte kraftvolle Zaubersprüche. Und als ehrbarer Schotte setzt er alles daran, unsere Welt vor den schurkischen Knechten verschiedener Pantheons zu schützen, im Besonderen vor Feenwesen, die alles andere als nett sind. (Verlagsinfo)

Der Autor
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Jack Vance – Drachenbrut. Vier Romane

Geschichten von Menschen, Bäumen und Drachen

In diesem Band sind vier Novellen und Kurzromane gesammelt, die sich um das Thema Menschen und Drachen ranken.

1) Die letzte Festung (The Last Castle, 1966)
2) Die Drachenreiter (The Dragon Masters, 1963)
3) Der Baum des Lebens (Son of the Tree, 1964)
4) Die Häuser von Iszm (The Houses of Iszm)

In einer fernen Zukunft, irgendwo auf von Menschen besiedelten Welten, ist die Wissenschaft so weit fortgeschritten, dass sie nach einer Weile nicht mehr von Magie zu unterscheiden ist – gemäß dem Clarke’schen Axiom, das genau dies besagt. An diesen Orten hat die Menschheit andere gesellschaftliche Verhaltensweisen entwickelt, um zu überleben. Von Menschen und Drachen und von Drachen und Menschen berichten Vances abenteuerliche Erzählungen.
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Peter S. Beagle – Das Volk der Lüfte

Ein Volk von Hexen und Göttinnen

Die „Liga für archaische Vergnügungen“ unternimmt aufregende Zeitreisen ins Mittelalter. Dort versucht Nicolas, der Sohn einer Göttin, sich vom Fluch der Unsterblichkeit zu lösen. (Verlagsinfo) Sicherlich kein leichtes Unterfangen.

Der Autor

Peter S. Beagle wurde 1939 in Manhattan geboren und wuchs in der New Yorker Bronx auf. Während seiner Zeit auf der Highschool nahm er an einem Autorenwettbewerb teil und erhielt als ersten Preis ein College-Stipendium. So verbrachte er die folgenden vier Jahre auf der Pittsburgh University.
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Harald Braem – Der König von Tara

Magisches Irland an der Zeitenwende

Der „historische“ Fantasyroman beschreibt Geschehnisse an einer Zeitenwende, als sich die vorchristliche irische Gesellschaft an einem Wendepunkt befand. Die Magie schwindet, neue Ideen lösen sie ab. Und mittendrin spielt sich eine klassische Dreiecksgeschichte ab, die einer historisch verbürgten Legende entnommen ist: der Sage um die Liebe zwischen dem Helden Diarmaid und der zauberkundigen Königstochter Grainne, die aber schon dem finsteren Feldherrn Finn versprochen ist.

Der Autor
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Tanith Lee – Im Herzen des Vulkans (Birthgrave-Trilogie 1)

Frühe feministische Fantasy

Die Angehörige einer beinahe verschwundenen Rasse von Superwesen erwacht im Herzen eines Vulkans. Draußen wird sie aufgrund ihrer übermenschlichen Kräfte als Göttin verehrt. Sie stellt erstaunt fest, dass nicht nur ihre Berührung, sondern allein ihr Name heilen können. Denn ein Dämon im Vulkan hat ihr vorausgesagt, dass sie überall das Böse verbreiten werde.

Sie entdeckt, dass es noch weitere Abkömmlinge der alten Rasse auf der Welt gibt. Doch sie wird von ihnen nur benutzt, als Frau wie als Zauberin. Sie wird versklavt und gedemütigt, aber sie nicht auf bei ihrer Suche nach ihrem Ursprung und ihrer Bestimmung. (aus der Verlagsinfo)

Mit dieser Trilogie hat sich die Engländerin Tanith Lee (geb. 1947, gest. 2015) auf Anhieb den Ruf erworben, neben C. J. Cherryh und Katherine Kurtz die wichtigste Vertreterin der gehobenen epischen Fantasy zu sein. (ergänzte Verlagsinfo)

Die Autorin
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Michael Moorcock – Gloriana oder Die unerfüllte Königin (revidierte Fassung)

Preisgekrönte Fantasykomödie

In einem England des 16. Jahrhunderts, das es nie gab, lebt die unerfüllte Königin Gloriana. Obwohl ihr Reich sich bis nach Asien erstreckt und die Wissenschaft floriert, ist sie unglücklich: Sie kommt nie zum Höhepunkt. Das will Quire ändern, einer der zahllosen Geheimagenten des Lordkanzlers Montfallcon. Quire verbündet sich mit dem ärgsten Feind des Kanzlers und verführt die Königin, um das Reich zum Einsturz zu bringen. Doch er hat nicht mit Glorianas Reaktion gerechnet…

Der Roman wurde mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet.

Der Autor

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Elizabeth A. Lynn – Die Tänzer von Arun (Die Chroniken von Tornor 2)

Chearas in Arun: Konfliktlösung im Geist der Harmonie

Im Galbareth, der fruchtbaren Ebene von Arun, haben sich im Laufe der Jahrzehnte Menschen, die über besondere mentale Gaben verfügen, über Telepathie, die Kunst des Gedankenlesens und der Telekinese, zu einer Gemeinschaft zusammengefunden. Sie nennen sich „cheari“, die „Tänzer“, weil sie sich blitzschnell durch Gedankenkontakt verständigen und die Absichten ihrer Feinde rechtzeitig durchschauen können – bis auch in den Reihen ihrer Gegner, den räuberischen Bewohnern der Asech-Steppe, mental begabte Krieger auftauchen.

Dies ist die Geschichte von Kerris, dem verwaisten Sohn eines berühmten Kriegsherrn, der als Kind durch einen Schwerthieb einen Arm verlor. Als Krieger ungeeignet, weiß er seinem Leben keinen Sinn zu geben, bis ihn sein Bruder Kel in die Gemeinschaft der „cheari“ einführt und er einen Meister findet, der eine mentale Gabe in ihm weckt, die mächtiger ist als jedes Schwert und die keines starken Arms bedarf, um einen Gegner zu überwinden. Doch im einst friedlichen Elath lauern erbarmungslose Gegner – und jetzt ist es an Kerris, dem Tod ins kalte Auge zu sehen… (KNAUR-Verlagsinfo)
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Julian May – Der Widersacher (Pliozän-Saga 4)

Die Schlacht der Könige

Der Pliozän-Zyklus ist die vierbändige Saga um das Schicksal einer Handvoll Menschen, die im Jahr 2110 freiwillig ins Zeit-Exil des Pliozäns vor ca. sechs Millionen Jahren gehen, um der Verfolgung von Psi-Begabten zu entgehen. Gegen vor Ort herrschende Aliens müssen sie zahlreiche Kämpfe bestehen, entwickeln aber auch ungeahnte Fähigkeiten.

Diesem Band ist eine Zusammenfassung der drei ersten Bände der Saga vorangestellt. Man verpasst also kaum etwas, wenn man diese Bände nicht kennen sollte.

Die Autorin
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Terry Goodkind – Die Seelen der Toten. Die Legende von Richard und Kahlan (Band 3)

Kahlan und Richard Rahl: Heilung vom Tod?

Zwei unerbittliche Generäle, Bischof Hannis Arc und der Geisterkönig Sulachan, führen eine riesige Totenarmee aus den hintersten Winkeln des D’Haranischen Reiches bis in dessen Zentrum. Doch ihr Ziel ist nicht die Zerstörung des Reiches, sie wollen die Welt der Lebenden vernichten.

Richard und Kahlan sind von einer Hexe mit der Essenz des Todes, dem „Todeshauch“, infiziert worden, was ihnen ihre Kräfte raubt und sie schließlich das Leben kosten wird. Sie müssen um jeden Preis den Palast des Volkes erreichen, um sich und das Reich zu retten. Doch die tödliche Bedrohung lauert überall… (erweiterte Verlagsinfo)

Viel näher, sagt die sie begleitende Hexe Irena, sei die Festung Saavedra, die von Bischof Hannis Arc verlassen worden sei. Dort gebe es ein Dämmfeld, um sie bei dem magischen Vorgang zu schützen – und ihre Umgebung. Doch niemand ahnt, dass die Festung in eine Falle umgewandelt worden ist, um Kahlan udn Richard darin zu fangen…

Der Autor
Terry Goodkind – Die Seelen der Toten. Die Legende von Richard und Kahlan (Band 3) weiterlesen

Ian McDonald – König der Dämmerung, Königin des Lichts

Drei Frauen im Kampf mit der irischen Vergangenheit

Eines der überraschendsten und schönsten Leseerlebnisse der neunziger Jahre hat mir der phantastische Roman des Nord-Iren Ian McDonald beschert. Es ist eine rätselhafte, poetische Geschichte von drei wunderbaren Frauen. Sie beginnt 1913, als die junge Emily mythische Figuren zum Leben erweckt, die fortan sie und ihre Nachkommen Jessica und Enye begleiten. Die drei Frauen dringen in das dunkle, lebendig gewordene Reich ihres Unterbewusstseins ein, das ihre reale, hektische Welt des 20. und 21. Jahrhunderts überlagert und verändert.

Auf unterschiedliche Weise versuchen Emily und ihre Nachfahren sich der Mächte der eigenen Traumzeit zu erwehren. Während die eine den mythischen Wesen nachgibt, versucht die andere, ihnen zu entkommen. Die dritte, Enye, hingegen bekämpft sie mit Drogen, Wut und einem Samurai-Schwert.

Der Autor
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Michael Moorcock – Die Kriegsmeute (Von Bek 1)

Der Teufel holt den heiligen Gral

In Deutschland tobt der Dreißigjährige Krieg. Nach der Zerstörung Magdeburgs ist Ulrich von Bek, der Kriegshund, des Mordens müde. Auf einem geheimnisvollen Schloss verliebt er sich in eine bezaubernde Frau… und Dienerin Luzifers. Erstaunt erfährt Ulrich von Bek, dass Luzifer zu Gott in den Himmel zurückkehren will. Um seinen guten Willen zu beweisen, will er die Welt vom Leid befreien. Dazu braucht er die Hilfe des unerschrockenen Hauptmanns.

Der Kriegshund erhält einen seltsamen Auftrag: Er soll den Heiligen Gral finden und ihn Luzifer bringen. Doch die anderen Fürsten der Finsternis haben sich gegen Luzifer erhoben, um die Aussöhnung mit dem Himmel zu verhindern. (Verlagsinfo)

Der Autor

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Anne McCaffrey – Die Weyr von Pern (Pern 11)

Die Welt Pern ist in Gefahr

Im neunten Band ihrer langen Serie über die Drachenreiter von Pern (der den Titel »Drachendämmerung« trug) teilte uns Anne McCaffrey mit, dass Pern vor etwa 2500 Jahren von Kolonisten der Erde besiedelt wurde, die in drei Raumschiffen gekommen waren. In »Die Weyr von Pern« , dem elften Band der Serie, spielen nun diese drei Schiffe eine gewichtige Rolle bei der Befreiung Perns von der Bedrohung durch die periodisch wiederkehrenden Fädenschwärme, die ganze Landstriche verwüsten können. Hüte dich vor dem Erscheinen des roten Sterns!

Die Autorin
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Dan Simmons – Die Feuer von Eden

Magische Inseln, exzellenter Schmöker

„Die Feuer von Eden“ – damit sind die mächtigsten und aktivsten Vulkane der Welt gemeint, die auf Hawaii, besonders Mauna Loa und der benachbarte Kilauea. 9670 Meter ragt der Mauna Loa vom Meeresboden des Pazifiks auf – der höchste Berg der Welt. Ereignet sich in dieser Gegend ein Seebeben, verwüstet wenig später eine Tsunami von ungeheurer Wucht die Küstenstriche.

In dieser von Elementarkräften der Natur beherrschten Welt hat sich bis in unsere Zeit eine vielfältige Mythologie erhalten. In ihr beherrscht die Göttin Pele die Kräfte des Vulkanfeuers und des Erdbebens. Sie hat zahlreiche Feinde, darunter Kamapua, der mit Sturm und Regen ihre Feuer zu ersticken versucht. Er erscheint seinen Opfern, deren Seelen er frisst, als riesiger Eber. Um die Gebete, um diese beiden Naturgottheiten zu beschwören, wissen nur noch die kahunas, die weisen Männer auf Hawaii. Doch wie sich herausstellt, gibt es auch noch die Schwesternschaft Peles, die im Verborgenen wirkt … Optimale Voraussetzungen für einen horrormäßigen Zombie-Roman.

Der Autor

Dan Simmons ist bekannt geworden mit dem Horror-Roman „Sommer der Nacht“, der auch für „A Winter Haunting“ den Hintergrund bildet. Beide Romane sind in dem Buch „Elm Haven“ vereint. Noch erfolgreicher wurde er allerdings mit Science Fiction-Romanen: „Hyperion“ und Hyperions Sturz“ sowie „Endymion“ und „Endymion – Die Auferstehung“ fanden ein großes Publikum. Diese Tradition setzte er im Herbst 2003 mit seinem Roman „Ilium“ fort, in dem griechische Götter eine wichtige Rolle spielen. (Die Fortsetzung trägt den Titel „Olympos“.)

Außerdem ist Dan Simmons ein Verfasser exzellenter Kriminalthriller (z.B. „Darwin’s Blade/Schlangenhaupt“) und Kurzgeschichten (z.B. „Styx“ bei Heyne oder „Lovedeath“ bei Festa). Mit „Eiskalt erwischt“ hat er eine Krimireihe um den „gefallenen“ Privatdetektiv Joe Kurtz gestartet, die mit „Bitterkalt“ und „Kalt wie Stahl“ fortgesetzt wurde.

Dan Simmons‘ erster Roman „Göttin des Todes“ (Song of Kali) wurde mit dem World Fantasy Award ausgezeichnet (siehe dazu meinen Bericht). Weitere Horror-Romane und zahlreiche –Stories folgten. Für seine Science Fiction-Romane um die Welten Hyperion und Endymion wurden er mit Preisen überhäuft.

In den letzten Jahren hat sich Simmons dem Mainstream angenähert. „Fiesta in Havanna“ erzählt von Hemingways Spionageabenteuern auf Kuba, und „Darwin’s Blade“ ist ein waschechter Kriminalthriller. Sein Bestseller „Terror“ wurde zu einer erfolgreichen TV-Serie verarbeitet.

Simmons lebt in Colorado in dem Ort Windwalker in einem Haus namens „Shrike Hill“. „Shrike“ heißt das Monster in den „Hyperion“-Romanen…

Handlung (deren zwei)

Der amerikanische Milliardär Byron Trumbo hat drei Frauen und ein teures Hotel. Zwei der Frauen will er loswerden, zugleich mit dem Luxushotel, das auf Big Island, der größten Insel von Hawaii, liegt. Als er es baute, zog er sich den Zorn der Insulaner zu, weil er in einer heiligen Gegend baute, gar nicht weit weg von Mauna Loa. Inzwischen häuft sich das mysteriöse Verschwinden von Hotelgästen.

Als er einfliegt, um das Hotel samt riesigem Areal mit zwei Golfplätzen an Japaner zu verscherbeln und sich damit zu sanieren, sind bereits neue Opfer zu beklagen. Die Gäste werden unruhig. Kurz nach seinem Eintreffen finden sich auch seine drei Frauen ein: seine Ex, seine Ex-Geliebte und seine aktuelle Loverin, eine Minderjährige. Damit beginnt für Byron Trumbo eine Kette von mittleren bis größeren Katastrophen – er bewältigt sie allerdings mit bewunderswerter Dickschädeligkeit. Trumbo ist ein richtiges New Yorker Arschloch, das seine Untergebenen opfert, wenn es ihm nur die eigene Haut rettet oder ihm einen Vorteil verschafft.

Eleanor Perry

Dr. Eleanor Perry ist Doktor der Philosophie in Ohio. Sie stellt Nachforschungen auf der Insel an, die auf Informationen aus dem Tagebuch ihrer Urururugroßtante Lorena Kidder beruhen, die im Jahr 1866 Big Island besuchte, zu einer Zeit, als Missionare versuchten, die Heiden zu bekehren und dabei manchmal Opfer von Pogromen der Einheimischen wurden. In Kidders Begleitung befand sich der junge Korrespondent Samuel Langhorne Clemens, besser bekannt unter seinem Schriftstellerpseudonym „Mark Twain“. Tante Kidders Tagebuch stellt eine parallel geschaltete Handlungsebene dar, die die unheimlichen Geschehnisse im Mauna Pele Hotel von Byron Trumbo auflockern, antizipieren und in ein neues Licht rücken. Tante Kidder steig nämlich mit Mr. Clemens in die Unterwelt hinab, um eine vom Gott Kamapua geraubte Seele zurückzuholen …

Cordie Stumpf

Begleitet wird Eleanor bei ihren Forschungen ins Unheimliche von Cordie Stumpf, einer pummelig und weich erscheinenden Geschäftsfrau aus Illinois, die sich jedoch als ein gestandenes Weibsbild herausstellt, das ebenso mit ihrer spitzen Zunge wie mit ihrem 38er-Revolver umgehen kann. Und das am Schluss für eine ziemliche Überraschung gut ist. Eleanor hat Cordie das Tagebuch von Tante Kidder zu lesen gegeben, und so weiß Cordie, womit sie es zu tun haben, als ihnen ein schwarzer Hund mit Menschen- statt Hundezähnen über den Weg läuft und als Cordie auf dem Wasser von einem Haifisch mit Menschenbeinen attackiert wird. Es sind Dämonen, die von Kamapua angeführt werden. Sie wurden von kahunas herbeibeschwört, die Trumbo vertreiben wollen. Das Tor zur Unterwelt ist geöffnet, und die kahunas können es nicht mehr schließen …

Ein Mitarbeiter Trumbos nach dem anderen wird ein Opfer der Dämonen. Krampfhaft versucht der Milliardär, nichts davon merken zu lassen, aber es nützt ihm nichts, als eines Nachts auch einer der Japaner verschwindet. Nachdem auch Eleanor das Opfer von Kamapua geworden ist, wird er schließlich von Cordie gezwungen, mit ihr zusammen – wie weiland Tante Kidder und Mark Twain – in die Unterwelt zu steigen. – Mehr soll nicht verraten werden.

Mein Eindruck

Der Roman bietet hochgradig spannenden und unterhaltsamen Lesestoff. Die letzten 50 Seiten sind einfach un-put-down-able! Die unheimliche Atmosphäre des Buches wird nicht vom Autor behauptet, sondern entsteht aus dem Zauber des Ortes, der in aller gebotenen Tiefe erklärten Mythologie und Kultur sowie durch die zeitliche Spannen zwischen 1866 und der Gegenwart der Erzählung. Was damals galt, gilt nun auch weiterhin. Und wer sich, wie Trumbo, diesen Gesetzen widersetzt, muss büßen. Da nützt auch Trumbo all seine Kaltschnäuzigkeit nicht, die ihn selbst in der Unterwelt zu einer frechen Antwort an Kamapua veranlasst…

So erscheint das Geschehen ebenso plausibel wie spannend. Simmons zieht den Leser unmerklich tiefer in den Bann der Story. Doch nicht allein Horror ist darin das treibende Element, sondern auch die keimende Liebe zwischen Tante Kidder und Samuel Clemens, einem höchst gegensätzlichen Paar, das dennoch in einer Unternehmung des blanken Wahnsinns – wer steigt schon freiwillig in die Welt der Toten und Dämonen? – zueinander finden. Allerdings gibt sie ihm nicht das Ja-Wort, was zwar ein Jammer ist, aber verhindert, dass ihre Geschichte in einem kitschigen, aufgesetzten Happyend ihren Abschluss findet. (Mark Twain fand wenig später die Frau seines Lebens.)

Fazit

Am Schluss hat man etwas fürs Leben gelernt: Die Inseln von Hawaii gehören gewiss zu den magischsten Orten der Welt! Empfehlung: uneingeschränkt lesenswert!

Taschenbuch: 450 Seiten
Originaltitel: Fires of Eden, 1994
Aus dem Englischen von Ute Thiemann
ISBN-13: 9783442415977

www.randomhouse.de

Der Autor vergibt: (5.0/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Lyon Sprague de Camp & Fletcher Pratt – Die Kunst der Mathemagie (Mathemagie 2)

Zwei Yankees an Ritter Campbells Hof

Harold Shea ist Psychologe. Seine wissenschaftlichen Forschungen gelten einer uralten Kunst, die dem Menschen von heute verloren gegangen ist: der Magie. Er hat die Funktion der alten Beschwörungsformeln neu entdeckt, mit denen man sich in andere Welten versetzen kann. Und natürlich spricht er nicht von zauberei, wenn er sich dorthin begibt, sondern er benutzt als Wissenschaftler sein „Syllogismobil“, um die keltischen Mythen mit ihren phantastischen Göttern, die finnische Sagenwelt des „Kalevala“-Epos oder gar den „Orlando Furioso“ zu bereisen und mit den Helden unmittelbaren Kontakt aufzunehmen. Das Reisen in erfundene Welten hält für Shea manche Überraschung und noch mehr Abenteuer bereit.

„Die Kunst der Mathemagie“ ist sein zweites Abenteuer und führt ihn in die Welt der „Faerie Queene“ des elisabethanischen Dichters Edmund Spenser. Hier geben sich etliche Ritter und Zauberer ein Stelldichein.
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Ursula K. Le Guin – Rückkehr nach Erdsee (Erdsee 5)

Erdsee 5: Zwei neue Drachen

„Tehanu“ (Erdsee 4) sollte eigentlich „Das letzte Buch über Erdsee“ werden. Dann hat es sich die Autorin anders überlegt und auf „Tehanu“ diesen Roman sowie mehrere Erzählungen folgen lassen. Die beiden ersten Romane des Erdsee-Zyklus wurden mit „Das ferne Ufer“ fortgesetzt, einem eigenständigen Roman, in dem Ged die Hauptrolle spielt. Der dritte Roman ist eher angespannt statt spannend, eher weise und nachdenklich machend statt emotional berührend. Der vierte Band „Tehanu“ beschäftigt sich mit Geds und Tenars Adoptivkind Therru, das eine ganz besondere Eigenschaft aufweist. Nun kommt eine weitere Perspektive zur Geltung.

Im Universum der Erdsee entwickelt sich eine Krise: Die Drachen verbrennen die westlichen Inseln, und die Seelen der Verstorbenen werden nicht mehr erlöst. Die Magier sind wieder gefragt, doch diesmal sind sie auf besondere Hilfe angewiesen: zwei neue Drachen. Dieser bewegende Fantasyroman wurde mit dem World Fantasy Award 2002 ausgezeichnet.

„Die Geschichten sind maßgeblich von der Philosophie des Daoismus beeinflusst. Das Gleichgewicht der Dinge und das Prinzip des Nicht-Handelns spielen in den Romanen eine wesentliche Rolle.“ (Wikipedia)

Die Autorin
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Ursula K. Le Guin – Das Vermächtnis von Erdsee (Erdsee 6)

Zaubere Geschichten von der Erdsee

Was geschah in den Jahren, als Ged Erzmagier an der Zauberschule von Rok war? Welches Geheimnis barg das vergangene finstere Zeitalter? Und wie werden der Sperber, Tenar und Tehanu, die Tochter der Drachen, ihre Welt retten können? Mit diesem Band spinnt Ursula K. Le Guin ihren weltberühmten »Erdsee«-Zyklus weiter – eine faszinierende Reise in die Vergangenheit und Zukunft des Insel-Kontinents, die durch einen umfassenden Anhang über die Geschichte, Völker und Magie Erdsees komplettiert wird. (Verlagsinfo)

Im Erdsee-Zyklus hat Ursula Le Guin eines der schönsten und interessanten Fantasy-Universen geschaffen: eine Welt, die nur aus meerumspülten Inseln besteht und in der Magie funktioniert – Magie, die Urmächte der Welt und des Lebens beherrscht. Doch nicht nur ihre fünf bisherigen Fantasy-Romane lässt Ursula Le Guin in der Erdsee spielen, sondern auch die im vorliegenden Band gesammelten fünf Erzählungen. Beigefügt sind noch mehrere Beschreibungen von Eigenarten Erdsees. Demnächst sollen weitere Romane entstehen, die in diesem Universum spielen.

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