Schlagwort-Archive: Fantasy

Elizabeth Hand – Die Mondgöttin erwacht

Wenn die Göttin herniedersteigt

Washington DC, die Universität der Erzengel und des Heiligen Johannes des Göttlichen. Für die junge Anthropologiestudentin Katherine Sweeney Cassidy der Eintritt in ein verheißungsvolles neues Leben. Bis sie der uralten Bruderschaft der Benandanti auf die Spur kommt – einem Geheimbund gelehrter Magier, die die Geschicke der patriarchalischen westlichen Kultur seit Jahrtausenden beherrschen – und in einen Strudel aus Grauen und Lust gerät. Denn die Ära der Benandanti ist vorüber, und die Wiederkunft der göttlichen Mondmutter Othiym steht unmittelbar bevor.

Doch Othiym ist alles andere als eine gütig Nährende, und je mehr rituelle Morde in ihrem Namen geschehen, umso stärker wird die Macht ihres grausamen Matriarchats, das die Welt wieder in Besitz nehmen will… (Verlagsinfo)

„Waking the Moon“ wurde mit dem Otherwise Award (vormals Tiptree Award) und dem Mythopoeic Award ausgezeichnet.

Elizabeth Hand – Die Mondgöttin erwacht weiterlesen

Terry Carr (Hrsg.) – Jenseits aller Träume. Sieben moderne Fantasy-Stories

Der Komponist des Teufels und andere schräge Gestalten

In dieser Anthologie sind 7 Fantasy-Erzählungen amerikanischer und englischer AutorInnen vereinigt:

– Die Story des Mannes, für den die zeit rückwärts läuft;
– Die Story vom Wanderer in Schwarz;
– Die Story von der Stadt der Unsterblichen;
– Die Story vom verhexten Land;
– Die Story des vergessenen Komponisten;
– Die Story von der Stimme des anderen;
– Und die Story von der Ersatzmutter.

Vertreten sind Roger Zelazny, John Brunner, Jorge Luis Borges, Katherine MacLean und andere.
Terry Carr (Hrsg.) – Jenseits aller Träume. Sieben moderne Fantasy-Stories weiterlesen

Abraham Merritt – Das Volk der Fata Morgana. Fantasy-Klassiker

Kampf gegen den Krakengott

Der junge Bergwerksingenieur Leif Langdon hat auf einer Expedition nach Zentralasien erlebt, dass ihn das aussterbende Volk der hellen Uiguren, wikingerartiger Krieger, für die Reinkarnation eines uralten Helden ihres Stammes hält – des unbesiegbaren Dwayanu. Für sie ruft er den furchtbaren Krakengott Khalk’ru und flieht entsetzt, als er seine Tat begreift.

Aber wer Khalk’ru gerufen hat, der muss auch seinem Ruf folgen – und Monate später ruft der Gott Leif, im äußersten Alaska, in einem Tal, das unter einer ewigen Fata Morgana verborgen liegt. Mit der Herrin der weißen Wölfe und dem gewaltigen Schmied Tibur kämpft Leif um die Macht und um das Leben der schönen Evalie, die zum Opfer für Khalk’ru bestimmt ist. Aber der heißeste Kampf tobt in ihm selbst, als Dwayanu, der grausame Krieger der Vorzeit, Macht über seine Seele zu gewinnen beginnt … (Verlagsinfo)
Abraham Merritt – Das Volk der Fata Morgana. Fantasy-Klassiker weiterlesen

Abraham Merritt – Das Gesicht im Abgrund. Fantasy-Klassiker

Im Reich der Schlangenfrau

Von der Hoffnung erfüllt, mit Hilfe einer seltsamen Landkarte einen Schatz der alten Inkas zu finden, macht sich Nicholas Graydon, ein Bergbauingenieur, gemeinsam mit drei Abenteurern auf den Weg in ein Gebiet der Kordilleren, das bisher noch kein Weißer betreten hat. Habgier, Goldfieber und Hass lassen die Expedition zu einem Fiasko werden. Nur Graydon überlebt – und er gelangt nach Yu-Atlanchi, dem verbotenen Land. Dort – unter Geschöpfen, die zeitlos sind und für die der Tod unbekannt ist – lernt Graydon, der Mann des 20. Jahrhunderts, die Wunder und Schrecken eines Volkes kennen, das viel älter als die Menschheit ist… (Apex-Verlag)
Abraham Merritt – Das Gesicht im Abgrund. Fantasy-Klassiker weiterlesen

Eric Van Lustbader – Moichi (Dai-San-Zyklus 4)

Fernost-Fantasy: Schwerter, Sex und Zauberei

Die Mächte der Finsternis sind besiegt (vgl. „Dai-San“), aber das Leben auf der Erde ist alles andere als friedlich. Moichi, ehemaliger Begleiter Ronins, versucht den Mord an einem Freund sowie einen Doppelmord aufzuklären und eine entführte Frau wiederzufinden. Zusammen mit der Tochter des Anführers der Bujun-Samurai bricht er in den unerforschten Nordwesten auf.

Zusammen mit der Frau, die ihm den entscheidenden Hinweis gibt, macht er sich auf die Suche nach dem Mörder. Von dem Wunsch nach Rache beseelt, gerät er immer wieder in tödliche Gefahren, bevor es ihm endlich gelingt, die Macht jener schrecklichen Hexe zu brechen, die soviel Unheil angerichtet hat. (abgewandelte Verlagsinfo)

Hinweis: „Ronin“ bedeutet im Japanischen „herrenloser Krieger“.

Eric Van Lustbader – Moichi (Dai-San-Zyklus 4) weiterlesen

Eric Van Lustbader – Ronin (Dai-San-Zyklus 1)

Science Fantasy: Helden zwischen Zauber und Sex

In ferner Zukunft dämmert die Menschheit ihrem Ende entgegen. Die Mächte der Finsternis sammeln sich gegen die letzen Menschen auf einer sterbenden Erde. Nur ein einsamer Kämpfer kann die Katastrophe abwenden: Ronin, der Bewohner eines unterirdischen Imperiums. Seine Welt ist eine Welt des Kampfes. Das Militär ist allgegenwärtig. Eines Tages hört Ronin zufällig, dass es noch anderes Leben auf der Erdoberfläche gibt. Aber bevor er seine lebensgefährliche Reise in die verbotene Welt unter der Sonne antreten kann, muss er noch eine Schriftrolle finden, die das Geheimnis zur Rettung der Menschheit birgt…

Hinweis: „Ronin“ bedeutet im Japanischen „herrenloser Krieger“.
Eric Van Lustbader – Ronin (Dai-San-Zyklus 1) weiterlesen

Katherine Kurtz & Deborah Turner Harris – Der Schatz der Templer (Der Adept 3)

Wehe, wenn sie losgelassen!

Die Tempelritter waren bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts, bevor sie verboten wurden, einer der wichtigsten Orden, der sich der Eroberung und Bewahrung des Heiligen Landes sowie seiner Heiligtümer verschrieben hatte. Sie waren Krieger und besaßen eine festgefügte Hierarchie. Nicht jeder konnte Mitglied werden, und als der französische König Philipp der Schöne abgewiesen wurde, ließ er die Templer gnadenlos verfolgen. Viele flohen ins katholische Schottland.
Katherine Kurtz & Deborah Turner Harris – Der Schatz der Templer (Der Adept 3) weiterlesen

Kay, Guy Gavriel – Komplott, Das (Sarantium 1)

Der vierteilige Doppelroman entführt den Leser in eine spätantike Zeit mit anderen Namen und anderem Geschichtsverlauf, doch es ist deutlich, dass Sarantium dem alten Byzanz (Ost-Rom) entspricht: Den Bänden sind Zitate aus dem Gedicht „Sailing to Byzantium“ des irischen Dichters W. B. Yeats vorangestellt.

Der 2001 bei Heyne veröffentlichte Zyklus besteht aus folgenden Bänden:

1) Das Komplott (06/9141)
2) Das Mosaik (06/9142)
3) Der neunte Wagenlenker (06/9165)
4) Herr aller Herrscher (06/9166)

Der Autor

Der kanadische Autor Guy Gavriel Kay, geboren 1954, erlangte frühe Verdienste, indem er Christopher Tolkien half, den Nachlass J.R.R. Tolkiens so aufzubereiten, dass die riesige Vorgeschichte des „Herrn der Ringe“ in einem Band namens „The Silmarillion“ 1977 veröffentlicht werden konnte. Ein schönes Stück Arbeit, aber eigentlich nur etwas für Tolkien-Fanatiker.

Acht Jahre später begann Kay, selbst eine Fantasy-Trilogie zu veröffentlichen „The Fionavar Tapestry“: Fünf amerikanische Studenten geraten in eine Anderwelt, die zwischen einem Patriarchat und einem Matriarchat zerrissen ist. Die mythischen Gestalten, auf die sie stoßen, erweisen sich als Vorbilder für unsere eigenen Götter und Mythen, quasi die Vorlagen. (Dies erinnert an Robert Holdstocks Mythago-Gestalten in „Mythenwald“ und den nachfolgenden Romanen.)

Auch seine späteren Romane erkunden Konflikte zwischen unterschiedlichen Kulturen, ebenfalls in Welten, die von unserer leicht abweichen, allerdings in neuzeitlichen Dimensionen. Fantasy und historischer Roman vermischen sich in den Büchern „Tigana“, „Das Lied von Arbonne“, [„Die Löwen von Al-Rassan“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=558 und zuletzt „Die Reise nach Sarantium“.

Dies sind keine eskapistischen Fantasien, sondern realistische Spekulationen, in die sich fantastische Elemente ebenso mischen wie die dunkleren Aspekte des Lebens. Der Leser muss darauf gefasst sein, dass die eine oder andere seiner Lieblingsfiguren den Ausgang nicht erlebt.

Handlung

Kaiser Valerius II. von Sarantium hat den Bau eines gewaltigen Tempels zu Ehren des Sonnengottes Jad beschlossen. Das Bauwerk soll sein Lebenswerk krönen. Natürlich muss die große Kuppel mit einem entsprechend prächtigen und kunstvollen Mosaik geschmückt werden. Seinem Obersten Kämmerer Gesius ist der Name Martinian genannt worden: Er sei der beste Mosaikmeister des sarantinischen Reiches.

Und so macht sich ein trotteliger kaiserlicher Kurier auf den langen Weg nach Batiara zu Meister Martinian. Er braucht viel länger als vorgesehen, und als er endlich ankommt, tritt er so ungeduldig und hochnäsig auf, dass sich der wahre Martinian verleugnen lässt und ihn weiterschickt zu Caius Crispus, kurz Crispin. Und Crispin aus Varena ist die Hauptfigur der Geschichte.

Crispin ist ein ernster und rechtschaffener Mann. Er hat seinen Vater in den Kriegen gegen die nördlichen Barbaren verloren, seine Frau und seine zwei geliebten Töchter aber an die Pest im vorigen Sommer. Dennoch sind seine Mosaiken die besten, die man in Batiara kaufen kann. Martinian sieht im Auftrag des Kaisers die Chance, Crispin zur ruhmreichen Krönung seines Lebens, ja, vielleicht sogar zu neuer Lebenshoffnung zu verhelfen.

Doch bevor er abreisen kann, muss Crispin noch zwei wichtige Menschen treffen. Der eine ist die Königin Gisel. Ihr Auftrag besteht in einer Top-Secret-Botschaft an den Kaiser im Osten: Sie könne seine Frau werden, wenn er beschließe, Batiara vom Vasallenstaat zur Provinz zu machen. Dadurch hofft sie, ihr Leben, das verschiedene Adelige und Stammesführer bedrohen, zu bewahren. Sie versiegelt Crispins Lippen mit der Androhung der Todesstrafe.

Der zweite Mensch ist der Alchimist Zoticus. Der Magier beherrscht den Transfer von Seelen in künstliche Körper, und einen solchen beseelten Vogel namens Linon gibt er Crispin mit auf die Reise, nebst einer Straßenkarte und einer Liste von Kontakten in Sarantium. Ein äußerst hilfreicher Mann, der alte Zoticus, wie sich zeigt. Mit Linon spricht Crispin per Gedankenübertragung: Telepathie.

Auf seiner Reise heuert Crispin einen Diener namens Vagros an und kehrt in der Nähe des Alten Waldes von Sauradia in einer kaiserlichen Poststation ein. Dort fleht ihn die Sklavin Kasia an, sie vor dem Geopfertwerden am Fest der Toten, das am folgenden Tag stattfindet, zu retten. Eine knifflige Sache, denn mit einheimischen Sitten ist bekanntlich nicht zu spaßen. So eine Einmischung kann übel enden. Doch Kasia erinnert Crispin an seine Töchter und so versucht er sein Bestes, sie davor zu bewahren, dem barbarischen Waldgott Ludon geopfert zu werden. Götter wie Ludon stammen aus der real existierenden „Zwischenwelt“, mit der sich Zoticus gut auskennt.

Die Rettung gelingt zwar zunächst aufgrund von Crispins Listen, doch Gott Ludon besteht auf einem Opfer. Und mit seiner riesigen Gestalt eines Bisons sieht er eindrucksvoll genug aus, dass selbst einem Mann wie Crispin das Herz schier stehen bleibt. Da erhält Crispin Hilfe von unerwarteter Seite.

Mein Eindruck

Der erste Band des umfangreichen Doppelromans „Die Reise nach Sarantium“ besteht also, nach einem umfangreichen Prolog, vor allem aus einer Reise und der Bewältigung ihrer Gefahren. Dabei erfährt Crispin, was in ihm steckt und stellt überrascht fest, dass ihm doch etwas am Leben liegt. Aber auch er hat nicht mit einem solchen Wesen wie Ludon gerechnet. Auch nicht damit, dass er imstande sein würde, wieder eine Frau zu lieben oder einen Offizier des sarantinischen Heeres herumzukommandieren.

Die Reise nach Sarantium ist also für Crispin nicht nur eine Erkundung seiner Welt, sondern vor allem auch eine Erfahrung dessen, was in ihm steckt. An seinen Erfahrungen wächst er. Und erstaunt stellt er fest, dass ihm sowohl sein Diener als auch die Sklavin Kasia, nachdem er sie freigelassen hat, freiwillig in die Metropole folgen wollen. Was mag wohl an ihm sein, das solche Loyalität weckt?

Crispin ist anders als alle Männer, die seine Gefährten sonst kennen gelernt haben. Die Welt dieser Spätantike mit ihrer erfundenen Historie ist eine Welt, die ständig von Barbaren und ihren unmenschlichen Sitten bedroht ist. Was nicht heißen soll, dass auch Sarantiner gegen barbarisches Verhalten gefeit seien. Und dann kommt auf einmal ein gebildeter Mann daher, der sich als einfacher Handwerker ausgibt, aber einen kaiserlichen Geleitbrief vorweisen und Philosophen zitieren kann. Kein Wunder, dass es etliche Leute gibt, die mit ihm nicht einer Meinung sind. Er handhabt die Dinge auf eine neuartige, ungewöhnliche Weise. Und wer weiß, was er in der Metropole verändern wird.

Diese Metropole ist, wie der siebzigseitige Prolog veranschaulicht, das reinste Haifischbecken, in dem Volksaufstände, Auftragsmord und Intrigenspiele an der Tagesordnung sind. Kaiser Valerius II. selbst ist durch einen inszenierten Putsch an die Macht gelangt, seine Gattin Alixana war früher mal, obwohl man das nur zu munkeln wagt, eine Prostituierte. Valerius zahlt den Barbaren an seinen Grenzen lieber hohe Bestechungssumen statt sie zu unterwerfen. Kein Wunder, dass die Truppen mit ihm keineswegs zufrieden sind: Sie haben deswegen seit einem halben Jahr keinen Sold mehr gezahlt bekommen.

Es brodelt an allen Ecken und Ecken – der Normalzustand für die Hauptstadt eines Weltreiches. Ob Crispins Botschaft der Königin des fernen Batiara wohl auf offene Ohren stoßen wird? Zweifel sind berechtigt.

Unterm Strich

Der erste Band stellt die Hauptfigur Crispin vor: ein ungewöhnlicher Mann für diese spätantike Zeit. Wir lernen seine Vergangenheit und sein offensichtliches wie auch verborgenes Innenleben kennen. Er erhält zwei Aufträge, einer so gefährlich wie der andere, lernt zwei Gefährten kennen und begegnet zwei Göttern. Seine Reise ins ferne Sarantium scheint nicht nur sein Leben umzukrempeln, sondern auch seine Umgebung zu verändern. Das könnte ziemlich spannend werden.

Dabei ist Kays Roman durchaus nicht auf die gewohnte Action ausgerichtet, obwohl er es an Tempo nicht vermissen lässt. Religion, Philosophie, Kunst, Lebensbedingungen – alles findet hier seinen Platz und bildet den reichhaltigen Hintergrund eines fiktionalen Mosaiks, das sich mit jedem Band detailreicher und faszinierender ausbreitet. Die Landkarte erweist sich als hilfreich, um Crispins Reiseweg, der über Land führt, zu verfolgen.

Originaltitel: Sailing to Sarantium, Part 1, 1998
Aus dem US-Englischen übersetzt von Irene Holicki

www.heyne.de

Patricia McKillip – Das Lied des Basilisken

Poetische Fantasy: Ein Lied von Rache und Erlösung

Diese Fantasy ist die wunderbar erzählte Geschichte einer Vergeltung für erlittenes Unrecht, eine Geschichte von Erlösung und Befreiung. Der Stil ist literarisch, die Bilder poetisch und komisch, der Schauplatz erinnert an die italienische Renaissance und den hohen Norden.

Dieses Buch sowie „Schatten über Ombria“ werden der amerikanischen Autorin hoffentlich endlich den deutschen Durchbruch als eine der bedeutendsten Fantasyautorinnen bescheren.
Patricia McKillip – Das Lied des Basilisken weiterlesen

Christina Henry – Die Chroniken von Alice. Finsternis im Wunderland (Chroniken von Alice 01)

Alice-Abenteuer für Slasher-Fans

Seit zehn Jahren ist Alice in einem düsteren Hospital gefangen. Alle halten sie für verrückt, während sie vor sich hindämmert auf der Suche nach ihrer Erinnerung. Wer ist sie? Warum befindet sie sich an diesem grausamen Ort? Und warum quälen sie jede Nacht Albträume von einem Mann mit Kaninchenohren?

Als ein Feuer im Hospital ausbricht, gelingt Alice endlich die Flucht – an der Seite des geisteskranken Axtmörders Hatcher. Doch nicht nur Alice ist frei. Ein dunkles Wesen, das in den Tiefen des Irrenhauses eingesperrt war, ist ebenfalls entkommen und auf der Jagd nach Blut. Erst wenn Alice dieses Ungeheuer besiegt, wird sie die Wahrheit über sich herausfinden – und was das weiße Kaninchen ihr angetan hat… (Verlagsinfo) Alle sagen, sie sei eine Zauberin, aber worin, zum Kuckuck, soll diese Magie bestehen, fragt sie sich. Sie wird es auf die harte Tour herausfinden.

»Christina Henry nutzt die düstere Seite von Lewis Carrolls Werk, durchtränkt es mit Tim Burtons cineastischer Bildwelt und fügt ihm ihre eigene alarmierend groteske Vorstellungskraft hinzu. Daraus entsteht ein Roman, halb Rachetragödie, halb Slasherfilm.« The Guardian (04. Juni 2019)
Christina Henry – Die Chroniken von Alice. Finsternis im Wunderland (Chroniken von Alice 01) weiterlesen

Katherine Kurtz & Deborah Turner Harris – Der Adept (Adept-Zyklus 1)

Feensturm in den Highlands

Die Tempelritter waren, bevor sie verboten wurden, bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts einer der wichtigsten Orden, der sich der Eroberung und Bewahrung des Heiligen Landes sowie seiner Heiligtümer verschrieben hatte. Sie waren Krieger und besaßen eine festgefügte Hierarchie. Nicht jeder konnte Mitglied werden, und als der französische König Philipp der Schöne abgewiesen wurde, ließ er die Templer gnadenlos verfolgen. Viele flohen ins katholische Schottland. In „Der Adept“ gibt sich auch Sir Adam Sinclair als Abkömmling von Templern, nämlich derer von Saint Clair, zu erkennen und gehört selbst dem Geheimbund an…
Katherine Kurtz & Deborah Turner Harris – Der Adept (Adept-Zyklus 1) weiterlesen

Greg Bear – Der Schlangenmagier (Songs of Earth and Power 2)

Der Wissenschaftler als Magier – eine gute Idee?

Dies ist der zweite Teil einer Dilogie, die später überarbeitet als „Songs of Earth and Power“ (1994) erschien. Der erste Teil, „The Infinity Concerto“ (1984, dt. als „Das Lied der Macht“, Heyne 06/4382), führte das Konzept ein, dass man durch Dimensionstore in ein Fantasyland namens „Das Reich“ gelangen könne, ein schönes Land mit leider reichlich rauen Sitten.
Greg Bear – Der Schlangenmagier (Songs of Earth and Power 2) weiterlesen

John Norman – The Captain. Hour of the Wolf (The Telnarian Histories 2)

Science Fiction trifft Fantasy trifft Erotik

Im 2. Band des Zyklus „The Telnarian Histories“ wird die Handlung aus „The Chieftain“ nahtlos fortgesetzt. Die feindlichen Otungen nehmen die Herausforderung des Wolfungen-Häuptlings Otto, vormals der Gladiator Dog, an, um eine Schmach zu tilgen. Es kommt zu einem merkwürdigen Zweikampf, der jedoch abrupt endet, als die Truppen von Ortogs Vater Abrogastes auftauchen. Verschiedene Dinge werden daraufhin geklärt. Auf der Sommerwelt des Imperiums soll Otto ein Hauptmannspatent erhalten – daher der Buchtitel „The Captain“ – doch man stellt ihm eine tödliche Falle, um dies zu vereiteln. Wer jetzt an den Germanen Arminius denkt, der es im römischen Heer zum Offizier und Ritter gebracht hat, denkt, liegt ziemlich richtig.
John Norman – The Captain. Hour of the Wolf (The Telnarian Histories 2) weiterlesen

Patricia McKillip – Harfner im Wind (Erdzauber 3)

Showdown im Turm der Winde

Im Reich des Erhabenen ist die Zeit des Friedens zu Ende durch Morgons Kampf mit dem teuflischen Magier Ohm, durch die Machenschaften der rätselhaften Gestaltwandler. Morgon muss Antworten auf all die ungelösten Fragen in seinem Leben finden: Wer war Ohm wirklich? Welche Rolle spielte Thod, der geheimnisvolle Harfner, der ihn an den dunklen Magier verraten hatte?

Nur die Antworten auf diese Fragen werden dem Reich des Erhabenen den Frieden bringen, doch erst der letzte, verzweifelte Augenblick des Kampfes bringt Kunde vom Anbrechen eines neuen Zeitalters. (Verlagsinfo)
Patricia McKillip – Harfner im Wind (Erdzauber 3) weiterlesen

Jack Vance – Staub ferner Sonnen. Phantastische Erzählungen

Satirische SF-Unterhaltung mit Action und Ironie

Diese vier Erzählungen stammen aus den fünfziger und frühen sechziger Jahren, sind also ebenso angestaubt wie die titelgebenden Sonnen. Durchgehend handelt es sich um echte Science-Fiction, obwohl Vance als Meister der Science-Fantasy gilt.

„Ullwards Zuflucht“ und „Die Gabe der Sprache“ („The gift of gab“) sind keine echten deutschen Erstveröffentlichungen, denn sie wurden zuvor in Utopia-Bänden abgedruckt, wie mir der SF-Kritiker Hermann Urbanek mitteilte: „‚Ullward’s Retreat‘ erschien bereits Anfang der 60er Jahre als „Der Massenmensch“ in UTOPIA 430 und ‚The Gift of Gab‘ als ‚Die Dekabrache‘ in UTOPIA 432.“

Die Erzählungen

1) „Raumsegler Fünfundzwanzig“

… ist die Geschichte des trinkfesten Rauhbeins Henry Belt, der eine spezielle Methode entwickelt hat, Raumkadetten auszubilden. Die Besonderheit der Story liegt in dem Vehikel, auf dem die Raumkadetten ihren Dienst absolvieren müssen. Wie der Titel schon verrät, handelt es sich um ein leichtes Gefährt, das vom solaren Partikelstrom angetrieben wird, der einen Druck auf das mehrere Quadratkilometer große Segel ausübt.

Binnen weniger Wochen sausen die sieben Kadetten zum Mars. Doch jemand hat das Funkgerät zerstört wie auch den Navigationscomputer beschädigt, so dass der Segler die richtige Umlaufbahn verfehlt und weiter zum Jupiter saust. Henry Belt weigert sich, den verzweifelten Kadetten zu helfen. Einer von ihnen stürzt sich sogar aus der Frachtluke in das große Nichts. Wird es dem Rest der Truppe gelingen, das Problem allein zu meistern?

2) „Dodkins Job“

Luke Grogatch ist in der voll durchorganisierten Welt der Zukunft auf der zweituntersten gesellschaftlichen Stufe angekommen. Darunter kommen nur noch Kinder, Verrückte und unqualifizierte Hilfsarbeiter. Sein aggressiver „Nonkonformismus“, wie man ihm vorwirft, hindern ihn daran, einfach die Klappe zu halten und zu tun, was man ihm aufträgt. Mittlerweile ist er beim Kanalbau angelangt. Als eine neue Verordnung von ihm verlangt, drei Stunden seiner Freizeit zu opfern, um sein Werkzeug, eine Schaufel, in die Ausgabestelle zurückzubringen und dort wieder abzuholen, platzt ihm der Kragen.

Er will herausfinden, wer letzten Endes für diese unsinnige Anordnung der Bürokratie verantwortlich ist. Auf seinem Weg durch die Verwaltungshierarchie gelangt er nur zu Befehlsempfängern, bis er beim Minister ankommt. Aber auch dieser hat eine gute Entschuldigung parat: Er stützte seine Entscheidung auf die Informationen über Metallverknappung, die aus den Planstellen und Registraturen kommen. Grogatch folgt der Informationslieferkette bis zu ihrem Ursprung. Und erlebt dort eine Überraschung. Der alte Hilfsarbeiter Dodkin schreibt ab und zu eine kleine „Interpolation“, wie er das nennt, und freut sich dann, wenn wenige Tage später seine „kleine Anregung“ in die Tat umgesetzt wird. Toll, nicht?

Grogatch weiß genau, was er jetzt zu tun hat. Die Frage ist nur, was genau er eigentlich erreichen will.

3) „Ullwards Zuflucht“

… ist die Story von einem Mann, der die Chance erhält, der Enge einer hoffnungslos übervölkerten Welt zu entrinnen und in einem Paradies zu leben – doch am Ende gern wieder zurückkehrt …

Auf der übervölkerten Erde betrachten seine Besucher Bruward Ullward als unglaublich reich: Er hat tatsächlich mehrere Quadratmeter seiner Wohnung für einen Steingarten und einen Froschteich reserviert, mit der Illusionsscheibe kann er sogar einen Wald erscheinen und die Sonne pünktlich aufgehen lassen. Unvorstellbar. Andere Leute haben lediglich Wohnklos – für drei Personen! Trotzdem ist Ullward nicht zufrieden: Er ist allein und darf keine Kinder haben, obwohl er schon 300 Jahre alt ist. Man kann eben nicht alles haben.

Da erfährt Ullward von einem Bekannten, dass der Raumfahrer Kenneth Mail einen erdähnlichen und jungfräulichen Planeten besitzt und dafür Investoren sucht. Sofort fasst Ullward einen Plan, dort Kinder großzuziehen, doch einer nach dem anderen seiner Geschäftspartner macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Vielleicht war es am Ende auf der Erde doch nicht gar so schlecht …

4) „Die Gabe der Sprache“

Der Planet Sabria ist von einem großen Ozean bedeckt, dessen Bewohner – darunter Korallen und Muscheln – von Menschen für die Gewinnung von Metallsalzen ausgebeutet werden. Sam Fletcher stellt eines Tages fest, dass sein Kompagnon Raight spurlos auf dem Meer verschwunden ist. Als er zu der Stelle fährt, greift ihn ein starker Greifarm an, der ihn ins Wasser zerren will. Er kann sich in letzter Sekunde befreien. Im Wasser bemerkt er eine Lebensform, die Dekabrachen – Zehnarmer – genannt wird. Sie sehen aus wie dreigliedrige Fische mit einem Medusenhaupt. Die Deks selbst verfügen aber über keine Tentakel.

Als er in dem Index der Lebensformen nachschaut, bemerkt er, dass der Eintrag über Dekabrachen teilweise gelöscht wurde. Das kann eigentlich nur Chrystal, sein Konkurrent in der Biomineral-Branche, getan haben, denn Chrystal ist zu den Deks getaucht und hat sie beschrieben. Als ein weiterer Mann, Agostino, spurlos verschwindet und auch noch der Mast des Verarbeitungsfloßes umgestürzt wird, wird Fletcher klar, dass er und sein Team angegriffen werden. Aber von wem oder was? Und aus welchem Grund jetzt, nachdem schon jahrelang hier gearbeitet worden ist?

Bei zwei Tauchfahrten mit dem Mini-U-Boot stellt Fletcher fest, dass die Dekabrachen über so etwas wie eine Zivilisation verfügen, in Gruppen leben und mit anderen Meeresbewohnern kooperieren. Sie scheinen also intelligent zu sein. Wenn sie hinter den Angriffen stecken, so muss jemand oder etwas sie dazu herausgefordert haben. Vielleicht hilft es, sich mit ihnen zu verständigen. Fletcher wagt einen Versuch, doch er hat nicht mit dem Widerstand durch Chrystal gerechnet.

Mein Eindruck

Die drei ersten Storys sind ironisch formulierte Satiren. „Raumsegler Fünfundzwanzig“ könnte ein weiteres heroisch-nostalgisches Ausbildungsabenteuer sein, erweist sich aber bei näherem Hinsehen als Parodie auf eben solche Geschichten. Ausbilder Henry Belt ist ja nicht gerade ein Vorbild und tut einiges, um den Erfolg der Fahrt zu vereiteln. Am interessantesten ist das Konzept des durch den solaren Partikelstrom angetriebenen Raumseglers. In späteren SF-Storys werden mit solchen Gefährten ganze Rennen gefahren. Nur die Konstruktion an sich ist für Nichttechniker etwas unanschaulich, so dass ein Konstruktionsplan oder eine der zahlreichen Illustrationen Hubert Schweizers hilfreich gewesen wären.

Kafkaeske Bürokratie

„Dodkins Job“ ist eine bissige und kenntnisreiche Satire auf die Bürokratie in einer durchorganisierten Welt. Bürokratie, so zeigt es der Autor, beruht auf der hierarchischen Ordnung von Verantwortung und Unterordnung, aber auch auf dem Streben nach Höherem. Die Krux der Bürokratie besteht nun darin, bei einem Fehler oder bei Widerstand – wie im Falle von Luke Grogatch – keine persönliche Verantwortung übernehmen zu wollen und zudem den Höhergestellten am Stuhl zu sägen. So weit, so schlecht. Aber sie erweist sich auch noch als inhärent inkompetent, indem sie sich für Entscheidungen auf Informationen stützt, von denen sie nicht weiß, woher sie letzten Endes stammen – und es auch gar nicht wissen will. Das ist die letzte Konsequenz der Verantwortungsabwälzung auf andere. (Franz Kafka wusste ein Lied davon zu singen, vgl. dazu „Das Schloss“.) Diesen Aspekt nutzt Luke Grogatch aus.

Der bequeme Mensch

„Ullwards Zuflucht“ überzeugt nicht so hundertprozentig. Der Autor will zeigen, dass letzten Endes die Bequemlichkeit des Menschen siegt, selbst wenn gewisse Vorteile wie großes Territorium und individuelle Lebensgestaltung winken. Doch die Story zeigt auch, dass sich die eingeübten Verhaltensweisen nicht ablegen lassen. Die Kinder von der Erde spielen, kaum dass sie da sind, dem einzigen Nachbarn Ullwards, den er auf dem gesamten Planeten hat, einen fiesen Streich. Ganz so, als befänden sie sich daheim in ihrem Wohnviertel in der Metropolis.

Auch haben die Bewohner dieser Zukunft schon längst den Umgang mit echten Dingen wie echten Wellen und naturbelassenem Essen verlernt. Tatsächlich hat sich Ullward in der ersten Woche den Magen verdorben, als er einheimische Nahrung zu sich nahm. Dann schon lieber echte synthetische Algen von der Erde.

Die Botschaft dieser Satire ist im Grunde traurig: Die selbstgemachte Umwelt prägt den Einzelnen derartig stark, dass er nach einer gewissen Zeit der körperlichen und seelischen Anpassung für eine andere Umwelt ungeeignet ist. Der Einzige, der dies noch bewältigen kann, ist der Streuner und Außenseiter: der Raumfahrer Kenneth Mail. Sollte das zivilisatorische System also eines Tages zusammenbrechen, so bilden solche Typen die einzige Hoffnung für den Fortbestand der Spezies. Das war schon in den Tagen der Frontier so, als Scouts und Trapper in die amerikanische Wildnis zogen, um sich dort zu verwirklichen – auch sie waren zum Teil Zivilisationsflüchtlinge.

Abenteuer der Linguistik

„Die Gabe der Sprache“ (1955) ist eine andere Art von Erzählung, aber nicht weniger spannend und interessant. Es geht darum, den Massenmord an einer einheimischen Lebensform aufzuklären, die sich als intelligent erweist, und so ihre Angriffe zu erklären. Wie aber diese Intelligenz beweisen, wenn der Inspektor kommt?

Nun war Jack Vance ein weit gereister Angehöriger der amerikanischen Handelsmarine, der im II. Weltkrieg sogar zweimal torpediert wurde. Er hatte ständig mit fremden Sprachen zu tun und kannte das Problem der Verständigung in allen Aspekten. Außerdem war er ein enger Freund des Weltenbauers Frank Herbert, dem Schöpfer des Wüstenplaneten. (In der Herbert-Biografie findet sich ein Foto der beiden.) Von Herbert wusste Vance, wie Sprache Denken und Wirklichkeit widerspiegelt. Aber auch die entsprechende Theorie von Benjamin Whorf kannte er und wandte sie in seinen Romanen „Krieg der Gehirne“ und „Die Kriegssprachen von Pao“ (1958) an.

Also bringen die Biochemiker und Ingenieure der intelligenten Lebensform, den Dekabrachen, ein Zeichensystem bei, das auf den zehn Kopfarmen der Deks beruht. Eine im Grunde ziemlich clevere Sache. Dass sie auch kompliziert ist, zeigt das abgedruckte Schema der Zeichen für Buchstaben und Zahlen. Interessant ist auch, dass Sam Fletcher sein Zeichensystem möglichst einfach hält: Es gibt daher keine Eigenschaftswörter (Adjektive), sondern nur Hauptwörter (Substantive), die durch ein Tunwort (Verb) qualifiziert werden, so dass das Äquivalent eines Adjektivs erzeugt wird. Das hat mich von der Effektivität dieses Zeichensystems überzeugt.

Natürlich hat jemand etwas gegen die Intelligenz der Dekabrachen, und deshalb kommt es zu einem actionreichen Showdown. Die Illustrationen von Hubert Schweizer geben dieses packende Geschehen angemessen wieder.

Unterm Strich

Diese Sammlung bietet empfehlenswerte traditionelle Science-Fiction, die Jack Vance von einer weniger vertrauten Seite zeigt, nämlich als unterhaltenden Satiriker. „Die Sprache der Gabe“ ist da schon vertrauter, denn hier zeichnet der Autor in bewährter Weise eine fremde Welt mit glaubwürdigen Lebensformen nach und lässt darin eine spannende Handlung ablaufen. Natürlich könnte diese Handlung auch irgendwo in der Südsee des 19. Jahrhunderts ablaufen, etwa in einem Roman von Joseph Conrad oder Jack London, aber sie funktioniert auch im SF-Genre ausgezeichnet.

Die Illustrationen von Hubert Schweizer sind meine Sache nicht, denn sie zeigen Menschen, die irgendwie die falschen Proportionen besitzen: Die Köpfe sind zu groß, ebenso die Lippen, und die Männer stets übertrieben muskulös. Dieser Stil ist mir schon in den Heyne-Ausgaben der Vance-Romane „Das Gesicht“ und „Das Buch der Träume“ negativ aufgefallen. Zum Glück hat Schweizer nur wenige Bücher illustrieren dürfen.

Der Autor

Jack Holbrook Vance wurde 1916 in San Francisco geboren und wuchs im idyllischen San Joaquin Valley auf. Das prägte seine Liebe für das Land, die selbst in abgewandelten Polizeithrillern wie der „Dämonenprinz“-Serie immer wieder aufscheint.

Vance studierte Bergbau, Physik und schließlich Journalismus. Im 2. Weltkrieg war er Matrose bei der Handelsmarine und befuhr den Pazifik. Er wurde auf zwei Schiffen Opfer von Torpedoangriffen. Ansonsten weiß man wenig über ihn: Er lebt in Oakland, liebt alten Jazz, spielt Banjo und bereist unermüdlich die Welt.

Seine Karriere begann 1945 mit der Story „The World Thinker“ in dem Magazin „Thrilling Wonder Stories“. Bis 1955 schrieb er abenteuerliche Science-Fiction, die bereits durch farbig geschilderte Schauplätze und spannende Handlungsbögen auffiel. Es war das Goldene Zeitalter der Magazin-Science-Fiction. 1950 wurde sein erstes und berühmtestes Buch publiziert, der Episodenroman „The Dying Earth“. Die Episoden spielen in einer fernen Zukunft, in der die Wissenschaft durch Magie abgelöst wurde. Dadurch spannt sich die Handlung zwischen reiner Science-Fiction und einer Spielart der Fantasy, die nicht ganz von der Logik aufzulösen ist. Hervorstechende Stilmerkmale sind bereits die Ironie in Sprache, Handlungsverlauf und Figurenbeschreibung, aber auch schon der Detailreichtum darin. In der Science-Fiction wurde Vance selbst zu einem „world thinker“, der exotische Kulturen mit ulkigen Bräuchen und Sitten erfand, so etwa in der wunderbaren Novelle „Die Mondmotte“ (Musik als eine Form der Kommunikation).

Vance schrieb ab 1957 etwa ein Dutzend Kriminalromane, darunter auch unter dem bekannten Pseudonym Ellery Queen. Er bekam sogar für einen Roman, „The Man in the Cage“, einen Edgar verliehen. Dieser kriminalistische Einschlag findet sich in mehreren von Vances Hauptfiguren wieder, darunter bei den galaktischen Spürhunden Magnus Ridolph, Miro Hetzel und Kirth Gersen. Gersen ist der Held der Dämonenprinz-Serie, der Rache an fünf grausamen Sternkönig-Aliens nimmt.

Vances Stärke ist sein Prosastil. Er baut in wenigen beschreibenden Details eine Atmosphäre, eine Stimmung auf, die er dann immer wieder mit wenigen Schlüsselwörtern aufrufen kann. Insofern ist Vance, fernab von jeglicher Hard SF, der farbigste und barockeste Autor im Genre, dessen charakteristische Sprache in jedem beliebigen Absatz erkennbar ist. Leider verstand er es in seinen Werken bis in die Achtzigerjahre nicht, eine Geschichte durch eine Konstruktion zu stützen, die wenigstens eine kompletten Roman getragen hätte: Er schrieb meistens Episodenromane oder Fix-up-Novels. In ähnlicher Weise ließ auch sein Interesse an Fortsetzungen nach, so dass spätere Romane in einer Serie in der Regel schwächer ausfielen als der Anfangsband.

Vance hat die Kunst der Namensgebung zu wahrer Meisterschaft getrieben: Seine Namen sind phantasievoll und haben stets den richtigen Klang. Ich weiß nicht, woher er seine Einfälle nimmt: aus dem Mittelalter, aus exotischen Kulturen der Erde oder sonstwo her. Im 1. Band der Dämonenprinz-Serie sind dies beispielsweise die Namen „Attel Malagate“, „Lugo Teehalt“ und „Hildemar Dasce“, im 3. Band „Jheral Tinzy“ und „Viole Falushe“ bzw. „Vogel Filschner“.

Da Vance aber kein einziges Buch geschrieben hat, das ihn durch seine Thematik weltberühmt gemacht hätte – so wie es George Orwell mit „1984“ gelang –, ist er immer ein Geheimtipp, ja ein Kultautor der Science-Fiction-Szene geblieben. Das bedeutet nicht, dass Vance unkritisch oder unaktuell gewesen sei: Er griff Themen wie Religion, Sprachwissenschaft, Social Engineering und Ökologie auf, um nur ein paar zu nennen.

Weitere Jack-Vance-Besprechungen auf |Buchwurm.info|:

[Grüne Magie]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=696
[Durdane]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=740
[Freibeuter des Alls]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1369
[Der Palast der Liebe]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2181 (Die Dämonenprinzen #3)
[Das Buch der Träume]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2197 (Die Dämonenprinzen #5)
[Das Weltraum-Monopol]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2188

Originaltitel: Dust of far suns, 1964
207 Seiten
Aus dem US-Englischen übertragen von Lore Strassl

www.heyne.de

Vance, Jack – Grüne Magie. Fantasy-Erzählungen

Dieser Autor (* 1916!) gehört zum unentbehrlichen Repertoire sowohl der Fantasy als auch der Science-Fiction. Die Fantasy, zu der auch die Storysammlung „Grüne Magie“ gezählt werden könnte, bereicherte er um die Romane „The Dying World“ (1950) und die des Lyonesse-Zyklus. Für den Lyonesse-Roman „Madouc“ (1989) erhielt Vance den |World Fantasy Award|.

_Einzel-Storys_

Viele Erzählungen der Sammlung „Grüne Magie“ können sowohl als Fantasy – mit dem Wirkungsprinzip Magie – oder als Science-Fiction – mit dem Wirkungsprinzip Naturgesetz und Rationalität – gelesen werden.

Die Titelstory ist selbst ein Beispiel dafür. Der Protagonist sucht die Dimension, in der Grüne Magie wirksam ist, im Gegensatz zu den Dimensionen, wo z. B. weiße, schwarze und blaue Magie wirken. Er erschafft einen Golem, dem er als Auge eine Filmkamera eingepflanzt hat, und empfängt so Bilder aus einer elfischen Dimension. Leider zertrampelt der Golem auf seinem Weg etliche wertvolle Konstruktionen der Bewohner dieser Dimension.

Dem Protagonisten gelingt es, Zutritt zu erlangen und bei den Bewohnern etwa 200 lokale Jahre lang zu lernen. Nach der Rückkehr – zwei hiesige Stunden später – erscheint ihm alles schal und abstoßend: Essen, Trinken, Sex usw. Er besucht schließlich seinen Vorgänger, dem er ursprünglich gefolgt war. Der hat sich als Tankstellenbesitzer im Nirgendwo des amerikanischen Mittelwestens niedergelassen und neckt die Reisenden mit seinen magischen Stückchen Grüner Magie. – Vance betrachtet die Magie wie ein Stück angewandte Wissenschaft.

|“Die Wundermacher“| gibt es in dieser langen Novelle (ca. 110 Seiten) eigentlich noch gar nicht. Vor langer Zeit landeten Sternenfahrer mit ihren wundersamen Fahrzeugen auf diesem fremden Planeten und verdrängten das Erste Volk, bis es sich im Wald verstecken mußte. Das war vor 1600 Jahren. Nun üben die Unheilsbringer ihre höchst wissenschaftliche und rationale Tätigkeit mit Hilfe von Voodoo-Puppen und Dämonenbeschwörung aus. Sie verhelfen Lord Faide zum entscheidenden Sieg über die restlichen Festungslords.

Leider können sie gegen den Widerstand des Ersten Volkes überhaupt nichts ausrichten, wie der Oberste Unheilbringer gestehen muss: Das Erste Volk ist nicht menschlich und somit nicht für Dämonen etc. empfänglich, vielmehr benutzt es die Methoden der Wundermacher von anno dunnemals, um Lord Faides Burg zu umzingeln, seine Ritter zu töten und ihm mit einem hohen Wall plus Deckel die Luft abzuschneiden. Kurz vor dem Erstickungstod aller Burginsassen gelingt es dem bislang als Nichtsnutz betrachteten Novizen Sam Salazar, den harten Schaum des Walls der Aliens mit Hilfe von Essig aufzulösen. Man schließt ein Abkommen zur friedlichen Koexistenz ab. Sam wird der erste der „Wundermacher“ – natürlich ein Wissenschaftler aufgrund seiner Methode – und nimmt sofort neue Anhänger in seine Gilde auf. Die alten Unheilsbringer aber haben ausgedient.

In |“Die Mondmotte“| (1961), einer der ausgefeiltesten Kurzgeschichten Vances, dient Musik auf einem fremden Planeten als zweite Form der Kommunikation. Die Etikette verlangt, dass man die korrekte Maske trägt – die des Protagonisten ist die der einheimischen Mondmotte. Die Story ist eine spannende Detektivgeschichte mit überraschendem Ausgang. Sie wurde häufig in Anthologien aufgenommen, auch in der SF.

|“Mitr“|, möglicherweise die letzte Menschenfrau auf dieser Welt, lebt zurückgezogen am Strand eines Meeres. Sie entdeckt eines Tages, wie Astronauten landen und willkürlich Jagd auf die Wesen am Strand machen. Kaum, dass sie sich aus ihrem Versteck hervorgewagt hat, wird sie selbst gejagt, entkommt aber. Eine Sterbende-Welt-Szenerie mit SF-Hintergrund.

In der seltsamen Story |“Die Menschen kehren zurück“| ist ein Planet in eine Dimensionstasche des Chaos geraten, so dass alle Naturgesetze außer Kraft gesetzt wurden: Luft wurde essbar, Wasser floss nach oben. Der letzte Mann und die letzten zwei Frauen kämpfen mit verschiedenen Strategien ums Überleben, die nicht selten den Tod eines Artgenossen fordern. Die alten Männer sind schon draufgegangen. Da endet das Zeitalter des Chaos, die Menschen werden wieder das, was sie mal waren. Eigentlich eine SF-Story.

|“Das Schmale Land“| ist die Zone zwischen den Watten eines Meeres und den Klippen bzw. einer hohen Mauer. In dieser Zone gibt es menschenähnliche Wesen, bei denen die weiblichen Eier in den Schlamm legen. Je nachdem, wie sich die verschiedengeschlechtlichen Eier miteinander verbinden, entstehen Wesen mit einem Knochenkamm auf dem Schädel oder mit zweien.

Als Ern erwachsen wird, wird er von den Einern an die Zweier verkauft und genießt eine Ausbildung. Sein Einer-Wesen wird entdeckt – man jagt den „Grotesken“, der inzwischen drei Kämme entwickelt hat. Er trifft den letzten Dreier auf der Erde (?) in dessen Festung. Ern beschließt, genetische Experimente vorzunehmen und sich ein Weibchen zu erschaffen. – Ein Beispiel für eine geradezu wissenschaftliche Beobachtungsweise.

Die Story |“Die Pilger“| präsentiert einmal mehr die Figur von Cugel dem Schlauen, einem Trickster, der anderen Pilgern etc. Streiche spielt, die stets zu Cugels Vorteil sind, die aber auch nach hinten losgehen können. Die Pilgerfahrt führt 59 Pilger durch gefährliche Länder bis zum Wallfahrtsort Erze Damath, wo man das Standbild Gilfigs verehren will. Cugel verleitet seine Mitpilger zum Durchqueren der Silbernen Wüste, denn er will die jenseits davon gelegene See überqueren und nach Ameryl weiter.

Diese Reise ist ein Beispiel dafür, wie unangepasstes Verhalten zum Tode führen kann: Als Einziger bleibt Cugel übrig. – Interessant, wie die Pilger die Glaubensfragen diskutieren: Warum sie wen anbeten und wie sie ihr Leben dementsprechend ausgerichtet haben. Da schimmert viel Ironie durch. (Cugel ist eine Figur aus Vances wichtigstem Roman, „Die sterbende Erde“.)

|“Das Geheimnis“|, das die Südsee-Insulaner entdecken, wenn sie ihre Insel des ewigen Lebens verlassen und – jeweils alleine – nach Westen segeln, ist der Tod.

|“Liane der Wanderer“| ist einer der Protagonisten des Episodenromans „Die sterbende Erde“ („The Dying Earth“, 1950). Vance hat den melancholischen Ton von Clark Ashton Smiths „Zothique“-Erzählungen übernommen, aber ironisch gewendet. Seitdem haben sich alle „Sterbende-Erde“-Storys an diesen Ton zu halten, z. B. bei Michael Moorcock. Die sterbende Erde ist bevölkert von Ungeheuern und Dämonen, mit denen sich die Protagonisten auseinandersetzen müssen. Viele Themen der Fantasy werden aufgenommen und mit einer neuen Pointe versehen.

Liane der Wanderer ist sehr von sich selbst überzeugt: mutig, gut aussehend und mit einem unsichtbar machenden Bronzereif ausgestattet – so muss ihm auch die neu zugewanderte „Goldene Hexe“ Lith sozusagen in den Schoss fallen. Mitnichten! Das Frauenzimmer besteht darauf, dass er (!) ihr (!) einen Dienst erweist, bevor sie ihn erhört. Er soll ihr die andere Hälfte ihres magischen Gobelins bringen, die ein Dämon namens „Chun der Unvermeidliche“ geraubt haben soll.

Mutig, wie Liane ist, macht er sich auf die Socken und kann schließlich sogar den Gobelin Chuns von der Wand reißen – doch dahinter kommt der Dämon zum Vorschein. Als Liane sich unsichtbar macht, glaubt er sich in Sicherheit. Doch der unvermeidliche Chun ist bereits da! Wenig später bringt Chun der goldenen Hexe zwei Fäden, mit denen sie ihre Häfte des Gobelins erweitern kann. Die Fäden haben die goldene Farbe von Lianes Augen. Eines Tages wird Liths Gobelin fertig sein, und sie kann in ihre Heimat zurückkehren …

_Unterm Strich_

Diese Storysammlung macht den Leser mit einigen der wichtigsten Storys und Figuren in der Fantasy bekannt – Cugel, die Mondmotte, die sterbende Erde – , gehört also in die Bibliothek. Zudem sind fast alle Erzählungen sehr unterhaltsam.

_Der Autor_

Jack Holbrook Vance wurde 1916 in San Francisco geboren und wuchs im idyllischen San Joaquin Valley auf. Das prägte seine Liebe für das Land, die selbst in abgewandelten Polizeithrillern wie der „Dämonenprinz“-Serie immer wieder aufscheint.

Vance studierte Bergbau, Physik und schließlich Journalismus. Im 2. Weltkrieg war er Matrose bei der Handelsmarine und befuhr den Pazifik. Er wurde auf zwei Schiffen Opfer von Torpedoangriffen. Ansonsten weiß man wenig über ihn: Er lebt in Oakland, liebt alten Jazz, spielt Banjo und bereist unermüdlich die Welt.

Seine Karriere begann 1945 mit der Story „The World Thinker“ in dem Magazin „Thrilling Wonder Stories“. Bis 1955 schrieb er abenteuerliche Science-Fiction, die bereits durch farbig geschilderte Schauplätze und spannende Handlungsbögen auffiel. Es war das Goldene Zeitalter der Magazin-Science-Fiction. 1950 wurde sein erstes und berühmtestes Buch publiziert, der Episodenroman „The Dying Earth“. Die Episoden spielen in einer fernen Zukunft, in der die Wissenschaft durch Magie abgelöst wurde. Dadurch spannt sich die Handlung zwischen reiner Science-Fiction und einer Spielart der Fantasy, die nicht ganz von der Logik aufzulösen ist. Herausstechende Stilmerkmale sind bereits die Ironie in Sprache, Handlungsverlauf und Figurenbeschreibung, aber auch schon der Detailreichtum darin. In der Science-Fiction wurde Vance selbst zu einem „world thinker“, der exotische Kulturen mit ulkigen Bräuchen und Sitten erfand, so etwa in der wunderbaren Novelle „Die Mondmotte“ (Musik als eine Form der Kommunikation).

Vance schrieb ab 1957 etwa ein Dutzend Kriminalromane, darunter auch unter dem bekannten Pseudonym Ellery Queen. Er bekam sogar für einen Roman, „The Man in the Cage“, einen Edgar verliehen. Dieser kriminalistische Einschlag findet sich in mehreren von Vances Hauptfiguren wieder, darunter bei den galaktischen Spürhunden Magnus Ridolph, Miro Hetzel und Kirth Gersen. Gersen ist der Held der Dämonenprinz-Serie, der Rache an fünf grausamen Sternkönig-Aliens nimmt.

Vances Stärke ist sein Prosastil. Er baut in wenigen beschreibenden Detail eine Atmosphäre, eine Stimmung auf, die er dann immer wieder mit wenigen Schlüsselwörtern aufrufen kann. Insofern ist Vance, fernab von jeglicher Hard SF, der farbigste und barockeste Autor im Genre, dessen charakteristische Sprache in jedem beliebigen Absatz erkennbar ist. Leider verstand er es in seinen Werken bis in die 80er Jahre nicht, eine Geschichte durch eine Konstruktion zu stützen, die wenigstens einen kompletten Roman getragen hätte: Er schrieb meistens Episodenromane oder Fix-up-Novels. In ähnlicher Weise ließ auch sein Interesse an Fortsetzungen nach, so dass spätere Romane in einer Serie in der Regel schwächer ausfielen als der Anfangsband.

Vance hat die Kunst der Namensgebung zu wahrer Meisterschaft getrieben: Seine Namen sind phantasievoll und haben stets den richtigen Klang. Ich weiß, woher er seine Einfälle nimmt: aus dem Mittelalter, aus exotischen Kulturen der Erde oder sonstwoher. Im ersten Band der Dämonenprinz-Serie sind dies beispielsweise die Namen „Attel Malagate“, „Lugo Teehalt“ und „Hildemar Dasce“.

Da Vance aber kein einziges Buch geschrieben hat, das ihn durch seine Thematik weltberühmt gemacht hätte – so wie es George Orwell mit „1984“ gelang -, ist er immer ein Geheimtipp, ja ein Kultautor der Science-Fiction-Szene geblieben. Das bedeutet nicht, dass Vance unkritisch oder unaktuell gewesen sei: Er griff Themen wie Religion, Sprachwissenschaft, Social Engineering und Ökologie auf, um nur ein paar zu nennen.

|The Jack Vance Archive|: http://www.jackvance.com

Andreas Eschbach – SUBmarin (Saha-Trilogie 2)

Flüchtlingsdrama: Der Kampf der Mittlerin

Die Fortsetzung von „Aquamarin“. – Noch immer kann es Saha kaum glauben: Sie ist ein Submarine, halb Mensch, halb Meermädchen. Gemeinsam mit ihrem Schwarm erkundet sie den Ozean. Als Saha auf den mysteriösen Prinzen des Graureiter-Schwarms trifft und mit ihm auf seinem Wal reitet, ist sie wie verzaubert. Sie ist entschlossen, von nun an selbst über ihr Schicksal zu bestimmen. Doch der König der Graureiter hegt finstere Pläne für die Submarines, in denen ausgerechnet Saha als Mittlerin zwischen den Welten eine wichtige Rolle spielt. Saha gerät in große Gefahr und muss eine folgenschwere Entscheidung treffen … (Verlagsinfo)

Andreas Eschbach – SUBmarin (Saha-Trilogie 2) weiterlesen

C. J. Cherryh – The Dreaming Tree (Ealdwood 1+2)

Bewegende Elben-Fantasy: Kampf gegen den Dunkelelf

Der Fantasy-Roman „The Dreaming Tree“ stellt die zusammengefasste und geänderte Ealdwood-Duologie dar. In dieser Ausgabe wurden Unstimmigkeiten beseitigt und ein neuer Schluss angefügt. Bei uns erschien der Doppelroman in folgenden Ausgaben:

– „Der Stein der Träume“ (The Dreamstone, 1983, dt. 1985)
– „Der Baum der Schwerter und Juwelen“ (The Tree of Swords and Jewels, 1983, dt. 1988)
C. J. Cherryh – The Dreaming Tree (Ealdwood 1+2) weiterlesen

Charles de Lint – Moonheart. Urban Fantasy Roman

Schauplatz Ottawa: Schlacht gegen das Böse

Als Sara Kendell und Jamie Tamson im Nachlass eines Historikers scheinbar gewöhnliche Artefakte entdecken, spüren sie die Anziehungskraft eines fernen Ortes: eine Welt aus Nebel und Wäldern, uralter Magie, legendären Wesen – und eines rastlosen Bösen.

Sie ziehen ihrerseits Gefährten und Feinde in Kanadas Hauptstadt Ottawa an: Blue, den Biker; Kieran, den Folk-Musiker; einen Inspektor von der Royal Mounted Canadian Police; und den geheimnisvollen Tom Hengyr. Zusammen mit ihnen werden Sara und Jamie durch die Portale in Tamson House in die Anderwelt gezogen, wo sich ihr Schicksal entscheidet…

1984 veröffentlicht, wurde dieser Klassiker der Urban Fantasy erst 1994 neu wieder aufgelegt und ist bei uns nie übersetzt worden.
Charles de Lint – Moonheart. Urban Fantasy Roman weiterlesen