Schlagwort-Archive: S. Fischer

[NEWS] Gerhard Roth – Die Irrfahrt des Michael Aldrian

Michael Aldrian, der lange bei der Oper als Souffleur gearbeitet hat, reist im Winter nach Venedig, um seinen dort lebenden Bruder zu besuchen. Der aber scheint mitsamt seiner Frau spurlos verschwunden zu sein. Aldrian, der eigentlich vorhatte, einen Reiseführer über Venedig zu schreiben, macht sich in der vom Hochwasser heimgesuchten Stadt auf die Suche. Aber irgendjemand will ihn offenbar davon abhalten. Nacheinander erhält er eine Morddrohung, ein Paket mit Falschgeld und eines, in dem sich eine abgeschnittene Hand befindet. Unaufhaltsam und fast ohne sein Zutun wird er in eine Geschichte hineingezogen, in der er immer mehr vom Zuschauer zum Täter wird. Wie in einem Albtraum bewegt er sich durch die Stadt und erledigt fast nebenbei mehrere Menschen, die sich ihm in den Weg stellen. Ist er selbst wahnsinnig geworden oder ist es die Welt? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Arundhati Roy – Das Ministerium des äußeren Glücks

Auf einem Friedhof in der Altstadt von Delhi wird ein handgeknüpfter Teppich ausgerollt. Auf einem Bürgersteig taucht unverhofft ein Baby auf. In einem verschneiten Tal schreibt ein Vater einen Brief an seine 5-jährige Tochter über dei vielen Menschen, die zu ihrer Beerdigung kamen. In einem Zimmer im ersten Stock liest eine einsame Frau die Notizbücher ihres Geliebten. Im Jannat Guest House umarmen sich im Schlaf fest zwei Menschen, als hätten sie sich eben erst getroffen – dabei kennen sie einander schon ein Leben lang. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 560 Seiten
S. Fischer

Carlos Ruiz Zafón – Das Labyrinth der Lichter

Endlich findet Carlos Ruiz Zafóns Erzählung rund um den Friedhof der vergessenen Bücher, seiner fantastischen Barcelona-Saga, seinen Abschluss. Auf nochmals fast tausend Seiten verstrickt der Autor viele bereits bekannte Figuren sowie ein paar neue in ein weiteres Abenteuer, in dem einige noch offene Fragen aus den ersten drei Büchern („Der Schatten des Windes“, „Das Spiel des Engels“ und „Der Gefangene des Himmels“) geklärt werden.

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[NEWS] Güner Yasemin Balci – Das Mädchen und der Gotteskrieger

Nimet aus Berlin ist 16, als sie über WhatsApp eines Tages eine Nachricht von Saed erhält, einem jungen Mann aus der Türkei. Übers Internet sind die beiden bald in ständigem Austausch, Saed ist immer für sie da, und irgendwann nennt er sie seine »Frau«. Er ist so anders als die Männer, die Nimet bisher kennt. Sie lässt sich ganz auf ihn und seine Welt ein, ihre Freundschaften zerbrechen. Sie weiß nicht, dass Saed für den IS kämpft. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 320 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Thomas Glavinic – Der Jonas-Komplex

Die Summe eines Jahres, der Querschnitt eines Lebens, das Abenteuer der Liebe.

Ein Jahr im Leben eines Wiener Schriftstellers, zwischen Drogen, Alkohol und Frauen. Ein Abenteuer, das Jonas und seine große Liebe Marie bis zum Südpol führen soll. Und ein dreizehnjähriger Junge, der leidenschaftlich Schach spielt, um seinem Alltag zu entfliehen. Dazu Nebenfiguren wie aus einem Tarantino-Film: Ein Anwalt der Hells Angels, ein WingTsun-Großmeister und eine Mörderin, die die Leichen ihrer Liebhaber mit einer Kettensäge zerlegt. Die wirkliche Welt trifft auf die Sehnsucht nach einem anderen Leben. Und Thomas Glavinic gelingt das große Kunststück, all das in einen mitreißenden Roman über die entscheidenden Fragen zu verwandeln: Wer will ich sein? Und habe ich den Mut, die richtigen Entscheidungen dafür zu treffen? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 752 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Garth Risk Hallberg – City on Fire

New York City, Neujahr 1977. Ein Schneesturm zieht über die Stadt, Feuerwerk erleuchtet den Himmel und im Central Park fallen Schüsse. Die Ereignisse der Nacht bringen eine Gruppe unvergesslicher Figuren zusammen: Die schwerreichen Erben William und Regan Hamilton-Sweeney, Mercer, der am großen amerikanischen Roman schreibt, die Punk-Kids Sam und Charlie aus der Vorstadt, den besessenen Magazin-Reporter Richard und den Cop Larry. Sie alle leben und lieben hier, in der großen Stadt, die bankrott und gefährlich ist und zugleich vor Energie platzt. Als dann am 13. Juli 1977 die Lichter ausgehen, gerät New York City in den Ausnahmezustand – und nach dem Stromausfall ist kein Leben wie zuvor. Ein großer Roman über Liebe, Betrug und Vergebung, über Kunst, Wahrheit und Rock’n’Roll mitten in New York City – kunstvoll, überbordend, außergewöhnlich. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 1080 Seiten
Originaltitel: City on Fire
S. Fischer

[NEWS] Sarah Kuttner – 180 Grad Meer

Nachdem ihr Vater die Familie verlassen hat, ist Jule mit ihrem Bruder und ihrer selbstmordgefährdeten Mutter aufgewachsen. Als Erwachsene hat sie sich einen Alltag geschaffen, in dem sie alles nur noch irgendwie erträgt: ihren Job als Sängerin, die unzähligen Anrufe ihrer Mutter, den ganzen Hass in ihr, der sie fast verschwinden lässt. Als auch ihre Beziehung zu bröckeln beginnt, flieht sie zu ihrem Bruder nach England, auf der Suche nach Ruhe und Anonymität.
Doch dort trifft sie auf ihren Vater, der im Sterben liegt. Zaghaft beginnt Jule einen letzten Versuch, sich dem Mann anzunähern, von dem sie sich ihr Leben lang im Stich gelassen gefühlt hat. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Javier Marías – So fängt das Schlimme an

Liebe, Leidenschaft und ein rätselhafter Todesfall – der große spanische Erzähler und Bestseller-Autor JAVIER MARÍAS in Höchstform

Welches Geheimnis verbirgt sich hinter der unglücklichen Ehe von Eduardo und Beatriz? Auch Juan, Freund und engster Vertrauter, kennt die Wahrheit nicht. Als er Beatriz‘ Geliebter wird, überstürzen sich erschütternde Ereignisse. Jahre später erkennt Juan: Wenn wir uns der Vergangenheit nicht stellen, wird alles Leben aus der Lüge kommen. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 640 Seiten
Originaltitel: Así empieza lo malo
S. Fischer

[NEWS] Katharina Hacker – Skip

In der Mitte seines Lebens macht der israelische Architekt Skip Landau eine Erfahrung, die er mit niemandem teilen kann: Eine innere Stimme ruft ihn an Orte, wo wenig später eine Katastrophe geschieht – ein Zugunglück in Paris, ein Flugzeugabsturz in Amsterdam. Offenbar soll er einzelne Sterbende auf ihrem schwierigen Weg in den Tod begleiten. Aber was soll, was kann er tun? Nicht viel mehr, als da zu sein und ihnen ein wenig Gesellschaft leisten, stellt er ernüchtert fest. Die Aufgabe, die er sich nicht ausgesucht hat, belastet seine Ehe und lässt die Familie in Tel Aviv fast auseinanderbrechen. Spät versteht er, dass er nicht nur die Sterbenden in den Tod, sondern auch seine Söhne ins Leben führen muss – und sich dazu.
Katharina Hackers großer und seit langem erwarteter Roman steht nicht in Beziehung zum Figurenkosmos der vorausgegangenen Romane ›Alix, Anton und die anderen‹ und ›Die Erdbeeren von Antons Mutter‹, sondern erschafft eine eigene Welt. Seine Schauplätze sind Paris, Tel Aviv, Amsterdam und Berlin, sein Thema aber ist universal: Wo ist unser Ort auf der Welt, wo ist unser Ort im Leben? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Mirna Funk – Winternähe

Ihr Name ist Lola. Sie ist Deutsche. Sie ist Jüdin. Und die einzige, der ihr ein Hitlerbärtchen ins Gesicht malen darf, ist sie selbst. Sie hat genug davon, dass andere darüber bestimmen wollen, wer sie ist und wer nicht. Sie entscheidet, wovon sie sich verletzt fühlt und wovon nicht.
Wer bestimmt darüber, wer wir sind? Unsere Herkunft, falsche Freunde, orthodoxe Rabbiner?
Lola ist in Ost-Berlin geboren, ihr Vater macht rüber und geht in den australischen Dschungel. Sie wächst auf bei ihren jüdischen Großeltern und ist doch keine Jüdin im strengen Sinne. Ihre Großeltern haben den Holocaust überlebt, sie selber soll cool bleiben bei antisemitischen Sprüchen. Dagegen wehrt sie sich.
Sie lebt in Berlin, sie reist nach Tel Aviv, wo im Sommer 2014 Krieg herrscht. Sie besucht ihren Großvater und ihren Geliebten, Shlomo, der vom Soldaten zum Linksradikalen wurde und seine wahre Geschichte vor ihr verbirgt. Lola verbringt Tage voller Angst und Glück, Traurigkeit und Euphorie. Dann wird sie weiterziehen müssen. Hartnäckig und eigenwillig, widersprüchlich und voller Enthusiasmus sucht Lola ihre Identität und ihr eigenes Leben. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Ulrich Peltzer – Das bessere Leben

Im 20. Jahrhundert diskutierten, lebten und kämpften junge Menschen an amerikanischen Universitäten, in Frankfurt und Moskau für eine gerechte Ordnung, für eine bessere Zukunft. Doch die Utopien sind in Terror umgeschlagen. Wir leben in einer radikal kapitalistischen Welt, unsere Gegenwart scheint undurchschaubar. Was ist aus unseren Utopien, Sehnsüchten und Träumen geworden?
Aus ehemaligen Revolutionären sind Manager geworden, Akteure der Wirtschaft. Sie sind involviert in globale Geschäfte zwischen Mailand, Südamerika und China, ihre Deals sind dubios. Haben sie alles verraten? Was heißt es heute in dieser Welt, gut zu leben? Was wäre das bessere Leben?
Jochen Brockmann ist erfolgreicher Sales Manager, doch er verstrickt sich in ein abstürzendes System. Die Bank gibt keinen Kredit mehr, Indonesien investiert nicht, es bieten sich die Chinesen an. Sylvester Lee Fleming ist ein skrupelloser Geschäftemacher, Finanz-Investor und Risiko-Berater. Er erscheint, als Retter, Verführer und Versucher. Ist er ein Abgesandter des Teufels oder nur ein Psycho? Er kreuzt Brockmanns Weg. Ist das Zufall oder Plan?
Ein philosophischer Roman, ein metaphysischer Thriller über das 21. Jahrhundert und die Gespenster der Vergangenheit. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
S. Fischer

[NEWS] Sjón – Der Junge, den es nicht gab

BJÖRK: »Niemand verbindet Herz und Verstand poetischer als SJÓN.«

Island 1918: Die Spanische Grippe versehrt das Land, Vulkan Katla verdunkelt den Himmel und Island erhält endlich seine Unabhängigkeit. Zeiten des Aufruhrs und Aufbruchs. Mittendrin Máni Steinn: ohne Eltern, ohne Arbeit und zu allem Übel kann er weder lesen noch schreiben. Schlechte Voraussetzungen für einen jungen Mann in dieser Zeit. Aber Máni liebt das Kino und findet Rettung bei den Stummfilmen – und bei der schönen Sóla. Auf ihrem Motorrad entführt sie ihn aus der Dunkelheit und zeigt ihm, dass sich der Kampf lohnt, wenn man sich treu bleibt. In einer lyrischen, bildgewaltigen Sprache verwebt Sjón Historisches mit Phantastischem. Auch sein neuer Roman ist Weltliteratur. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
Originaltitel: Mánasteinn: The Boy Who Never Was
S. Fischer

[NEWS] Yrsa Sigurdardottir: Nebelmord. Island-Thriller


Sie ist Ingenieurin. Sie ist Schriftstellerin. Sie ist Isländerin.
Yrsa Sigurdardóttir ist Islands Nummer1 – Bestsellerautorin.

Plötzlich fiel ihm wieder ein, wie der Traum endete. Sie waren ursprünglich vier Reisende gewesen. Aber nur zwei kehrten an Land zurück. Nur dumm, dass er sich nicht erinnern konnte, ob er selbst einer von ihnen gewesen war.

Die Leuchtturminsel war ein winziger Punkt in den eiskalten und aufgewühlten Wellen des Atlantiks. Hier, auf dieser winzigen Schäre vor Islands Südküste, würden sie einen Tag und eine Nacht verbringen. Doch in dieser ersten Nacht tobt ein Unwetter, und am nächsten Morgen ist einer von ihnen verschwunden. Zur gleichen Zeit verschwindet in Reykjavík eine Familie…

Der neue Island-Thriller von Yrsa Sigurdardóttir hat alles, was eine nervenzerreißende Lektüre braucht: typisches Island-Flair, spektakuläre Kulisse und eine aufwühlende Geschichte. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 400 Seiten
Originaltitel: Lygi
S. Fischer

[NEWS] Joyce Carol Oates: Die Verfluchten. Roman

VAMPIRE UND DÄMONEN IN PRINCETON – Joyce Carol Oates überrascht als Meisterin des Schauerromans!

Princeton 1905 – das Jahr des Fluches. Die beschauliche Universitätsstadt wird in ihren Grundfesten erschüttert, als Annabel auf der Schwelle zum Altar von einer dämonischen Gestalt entführt wird. Ihr Bruder Josiah macht sich auf die Suche und entdeckt das Grauen. Vampire treiben ihr Unwesen und reißen Princetons intellektueller Elite die Maske herunter. Woodrow Wilson, der Präsident der Universität, entpuppt sich als bekennender Rassist mit beachtlichem Drogenkonsum, und der Sozialist Upton Sinclair predigt die Gleichheit der Menschen, erniedrigt aber seine eigene Frau.

Rassismus, Frauenfeindlichkeit, Gewalt gegen jeden, der anders ist: Das ist das wahre Gesicht der Dichter und Denker. Joyce Carol Oates zeigt sich in Höchstform, scharfzüngig und witzig.(Verlagsinfo)

Gebunden: 752 Seiten
Originaltitel: The Accursed
S. Fischer

[NEWS] Silke Scheuermann: Die Häuser der anderen. Roman


Silke Scheuermanns Roman über zerbrechliche Wünsche und darüber, was geschieht, wenn das im Leben Erreichte ins Wanken gerät.

Christopher und Luisa haben geheiratet und sich im Leben eingerichtet. Er ist angehender Professor für Biologie, sie erfolgreiche Kunsthistorikerin. Die Altbauwohnung ihrer Studentenzeit haben sie gegen ein Haus am Stadtrand getauscht, als sichtbares Zeichen ihrer Ambitionen. Nun muss sich das Glück bewähren, darf das Erreichte nicht verlorengehen. Doch nicht alles lässt sich mit Willenskraft und Selbstinszenierung herbeiführen, das müssen die beiden ebenso erfahren wie die anderen Bewohner des Viertels.

In kunstvollen Szenen, mit Abstechern nach Venedig und New York, erzählt Silke Scheuermann von Träumen, Ängsten und Hoffnungen. Unsentimental und einfühlsam schildert sie, was geschieht, wenn Menschen ihr Leben nach anderen ausrichten und ihre vermeintliche Überlegenheit ins Wanken gerät oder wenn sie vom Glück überrascht werden.(Verlagsinfo)

Taschenbuch: 272 Seiten
FISCHER Taschenbuch

[NEWS] Ricarda Junge – Die letzten warmen Tage

Ein kluger Liebes- und Familienroman, der zugleich ein Buch über das geteilte Deutschland ist

Die neunundzwanzigjährige Anna sucht ihren verschollenen Großvater, dessen Geschichte wie ein Schatten über dem Leben ihrer Familie liegt: Er ist im August 1961 aus der DDR geflohen und wenige Wochen später spurlos verschwunden.
Während ihrer Recherchen lernt Anna Constantin kennen, Manager eines Internet-Unternehmens und zwanzig Jahre älter als sie. Zwischen den beiden entwickelt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung, die eine jähe Wende erfährt, als Constantin Anna vor eine furchtbare Wahl stellt.
Plötzlich zeigt sich die Geschichte des Großvaters in Annas Leben, erzählt sich in ihrer Gegenwart fort: eine Geschichte von Heimat und Flucht, Liebe und Verrat und von der Wahl, vor die einen die Freiheit stellt: Soll man gehen oder bleiben? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
S. Fischer

Marisha Pessl – Die amerikanische Nacht

Das geschieht:

Scott McGrath war vorgewarnt: Der einst erfolgreiche Journalist ist zur persona non grata herabgesunken, seit er vor Jahren versucht hatte, einen Enthüllungsbericht über den Filmregisseur Stanislas Cordova zu schreiben. Dieser ist ebenso berühmt wie berüchtigt für seine Psychothriller, die tief in den dunklen Seiten der menschlichen Seele wurzeln. Schon lange meidet Cordova die Öffentlichkeit; hündisch verehrt von seinen Anhängern, den „Cordoviten“, hat er sich auf seinen einsam gelegenen und hermetisch von der Außenwelt abgeriegelten Landsitz „The Peak“ im Hinterland des US-Staates New York zurückgezogen. Hier dreht er seine der breiten Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich gemachten Filme und überschreitet dabei womöglich nicht nur die Grenzen der Moral, sondern auch des Gesetzes.

Genau dies meinte McGrath Cordova einst nachweisen zu können. Doch der anonyme Zeuge entpuppte sich als Lügner, und Cordovas Anwälte zerstörten McGrathes Reputation und Karriere. Seine Ehe ging in die Brüche, seine Tochter ist ihm fremd geworden. Nie wäre ihm eingefallen seine Nachforschungen neu aufzunehmen, hätte man nicht Cordovas Tochter tot aufgefunden. Erst 24 Jahre war Ashley alt; ein frühreifes Wunderkind mit psychischen Problemen. Vor ihrem Selbstmord hat sie McGrath beobachtet, sodass dieser nun der Versuchung nicht widerstehen kann.

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Chinua Achebe – Alles zerfällt

Als „Alles zerfällt“ im Jahre 1958 veröffentlicht wurde, rückte es den jungen Schriftsteller Chinua Achebe schnell in den Fokus aller Fans von Afrika-Literatur, da es zu den wenigen Werken zählte, die nicht über Afrika, sondern sozusagen aus Afrika erzählt wurde. Von einem Nigerianer, der über die jüngste Geschichte seines eigenen Volkes, dem in Nigeria beheimateten Igbo-Stamm, erzählt. Nicht umsonst entwickelte sich das Werk zu einem Klassiker der afrikanischen Literatur, das heute mehr als zehn Millionen Mal verkauft und in 45 Sprachen übersetzt wurde.

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