Schlagwort-Archive: Ullstein

Cajus Bekker – Verdammte See. Ein Kriegstagebuch der deutschen Marine

Tragödien und Possenspiele

In diesem »Kriegstagebuch der deutschen Marine«, das 1971 viele Monate lang an der Spitze der Bestsellerlisten stand, werden die Höhepunkte des Marine-Kampfes im Zweiten Weltkrieg geschildert. Dabei stützt der Autor sich auf die amtlichen Kriegstagebücher, von denen viele erst in jüngerer Zeit an deutsche Stellen zurückgegeben wurden… (Verlagsinfo)

Der Autor

Cajus Bekker (* 12. August 1924 in Düsseldorf; † 10. März 1975; eigentlich Hans Dieter Berenbrok) war ein deutscher Journalist und Marine-Schriftsteller. (Quelle: Wikipedia.de)

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Régine Deforges – Die Reisende

Das Leben in vollen Zügen: Erotische Phantasien einer Reisenden

Eine Frau auf Reisen – allein, in einem Zug, einer Wartehalle oder in einem Bahnhofscafé. Sie beobachtet das Geschehen um sich herum, ihre Gedanken schweifen ab… Sind ihre erotischen Begegnungen Traum oder Realität? Hat der attraktive dunkelhäutige Mann in ihrem Abteil wirklich seine Hand in ihre Bluse gleiten lassen? Und was passierte an jenem verregneten Vormittag am Gare Saint-Lazare?
… (Verlagsinfo)
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[NEWS] J. P. Monninger – Liebe findet uns

Es ist der eine letzte Sommer nach der Uni, bevor das echte Leben beginnt. Heather reist mit ihren zwei besten Freundinnen durch Europa. Sie liest Hemingway, lässt sich durch die Gassen der Altstädte treiben. Dass sie Jack begegnet, hätte sie nicht erwartet. Und schon gar nicht, dass sie sich unsterblich in ihn verliebt. Er folgt Stationen aus dem alten Reisetagebuch seines Großvaters. Es ist sein Ein und Alles, und Jack beginnt die Schätze daraus mit Heather zu teilen. Die beiden besuchen die unglaublichsten Orte und verbringen die schönste Zeit ihres Lebens. Bis Jack völlig unerwartet verschwindet. Heather ist verzweifelt, wütend. Was ist sein Geheimnis? Sie weiß: Sie muss ihn wiederfinden. (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 416 Seiten
Ullstein

Kerley, Jack – Einer von hundert

_Explosiver Showdown in Mobile, Alabama_

Man muss ein Dieb sein, um einen Dieb zu überführen. Und wie fasst man einen Serienmörder? Detective Carson Ryder hat auch hierfür gute Voraussetzungen: Sein Bruder sitzt als Frauenkiller hinter Gittern und versorgt ihn immer wieder mit wertvollem Insiderwissen. Doch diesmal scheint der Mörder schneller zu sein … (Verlagsinfo)

_Der Autor_

Jack A. Kerley lebt in Newport, Kentucky, seine Hauptfigur Carson Ryder arbeitet jedoch bei der Polizei von Mobile, Alabama. Der frühere Werbetexter ist verheiratet und hat mehrere Kinder.

Romane aus der |Carson Ryder|-Reihe:

1) „Einer von hundert“ (The Hundredth Man, 2004)
2) „Der letzte Moment“ (The Death Collectors, 2005)
3) [„Den Wölfen zum Fraß“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7064 (A Garden of Vipers, 2006)
4) [„Bestialisch“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7063 (Blood Brother, 2008)
5) [„Buried Alive“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6817 (2010)
6) „Little Girls Lost“
7) „In the Blood“
8) „The Broken Souls“

_Handlung_

Als der obduzierende Gerichtsmediziner Alexander Caulfield im Dickdarm einer männlichen Leiche eine Bombe, ist er zu überrascht, um schnell genug zu reagieren. Die Explosion reißt ihm die Finger ab. Seine Laufbahn, kaum begonnen, ist schon wieder zu Ende. Aber seine Chefin Clair Peltier, die ihn kurz zuvor eingestellt hat, sieht eine günstige Gelegenheit, das Institut für Rechtsmedizin von Mobile, Alabama, einmal gründlich renovieren zu lassen. Doch es warten bereits weitere unangenehme Entdeckungen auf sie …

Als Carson Ryder und sein Partner bei der PSET-Arbeitsgruppe, Harry Nautilus, zu der Leiche im Park von Mobile gerufen werden, bemerken sie erst einmal den Menschenauflauf. Und das mitten in der Nacht. Was die Aufmerksamkeit auf sich zieht, ist der Umstand, dass die Leiche des Mannes geköpft wurde. Aber wo ist das edle Haupt? Der frühere Polizeisprecher jetzige Ermittlungsleiter Captain Squill und sein schleimender Schatten Brewley haben schnell eine Theorie bei der Hand: ein Racheakt. Ryder kauft ihm dieses lächerliche Ermittlungsvorgehen nicht ab und sucht ein wenig: Schnell wird man im Gebüsch fündig. Squill schäumt ob dieser Bloßstellung und schwört seinerseits Rache. Es soll nicht bei diesem Zusammenstoß bleiben. Squill will die PSET demontieren, das psychopathologische und soziopathologische Ermittlungsteam.

Allerdings bleibt es nicht bei dieser ersten geköpften Leiche. Nachdem es sich bei der Ersten um einen jungen Tunichtgut handelte, ist diesmal ein Grafikdesigner an der Reihe. Nichts scheint die beiden Männer zu verbinden. Doch beide verfügen über einen auffallend guten Körperbau und makellose Haut. Eine ganze Weile tappen Carson und Harry im Dunkeln und klopfen den Hintergrund der beiden Opfer ab. Wie sich herausstellt, haben beide Bekanntschaftsanzeigen in einem bestimmten Magazin der alternativen Szene von Mobile geschaltet oder beantwortet. Ist es wirklich reiner Zufall, dass das Gebäude genau dieser Redaktion wenig später bis auf die Grundmauern niederbrennt?

Ryder verbirgt ein schlimmes Geheimnis vor den Behörden und seinem Arbeitgeber. Sein Bruder Jeremy Ridgefield sitzt als psychopathischer Frauenmörder in einer psychiatrischen Anstalt mit Hochsicherheitstrakt ein. Aber Jeremy Hat seinem Bruderherz schon einmal im Fall eines Pyromanen und Serienmörders geholfen, was Carson den Aufstieg in die PSET-Spezialeinheit einbrachte. Nun besucht er ihn wieder. Doch Jeremy macht ihm schnell klar, dass es keine Leistung ohne Gegenleistung gibt …

Der unglückselige Alexander Caulfield hat in der Gerichtsmedizin eine Nachfolgerin: Ava Davanelle. Carson interessiert sich für die am Operationstisch so strenge Frau. Doch als er zufällig ihr Gespräch mit Dr. Peltier, ihrer Chefin, belauscht, macht Davanelle einen ganz anderen Eindruck: niedergeschlagen, wütend, kurzum: völlig außer Fassung. Carson hat dieses Syndrom schon einmal beobachtet: bei einem Alkoholiker. Als es ihm gelingt, Ava zu einem Abendessen einzuladen, bestätigt sich sein Verdacht. Ihr Alkoholkonsum kennt keine Grenzen. Wenige Tage sieht er sich vor der Aufgabe, der haltlos gewordenen Geliebten unter die Arme greifen zu müssen, bevor sie in die Hände von Vergewaltigern und Mädchenhändlern fällt. Doch plötzlich verschwindet sie spurlos.

Zusammen mit Harry und der Mordkommission durchkämmt Carson ein immer größeres Gebiet. Darin stößt er auf den einsam lebenden Alexander Caulfield. Steckt er etwa hinter Avas Entführung?

_Mein Eindruck_

Wie schon in dem phänomenal konstruierten „Buried Alive“ (siehe meinen Bericht) gelingt Kerley in seinem Romandebüt ein spannendes Garn, das mich mit zahlreichen herausragenden Eigenheiten nicht nur überzeugt, sondern mit seinem actionreichen Finale auch völlig begeistert hat.

Zunächst fängt die Ermittlung ebenso verwirrend an, wie es für die Emittler sein muss. Carson Ryder ist jedoch ein ehemaliger Psychologiestudent, der von Nautilus zur Polizeiarbeit gebracht wurde. Er verfügt nicht nur über Einfühlungsvermögen, sondern auch über Einfallsreichtum und Kombinationsgabe. Allerdings ist er kein zweiter Sherlock Holmes, denn er lässt sich von seinem verbrecherischen Bruder helfen, wenn es um das Finden ausgefallener psychologischer Zusammenhänge geht. Mit dem Bruderherz Jeremy verbindet ihn eine leidvolle Familiengeschichte. Sie spielt auch in späteren Bänden immer wieder eine Rolle, denn psychisch sind die beiden Brüder aneinandergekettet.

Während sich Carson und Nautilus auf den üblichen Krümelpfad von Hinweisen begeben, gibt es zwei folgenreiche Entwicklungen. Captain Squill hat Ryder weiterhin auf dem Kieker, denn er will zum stellvertretenden Polizeipräsidenten gewählt werden. Und Squill unternimmt zusammen mit Brewley alles, um dieses Ziel zu erreichen. Zum Glück ahnen wir bereits, dass er dabei gegen Ryder den Kürzeren ziehen wird.

Die andere Entwicklung ist Carsons wachsende Zuneigung zu der alkoholkranken Ava Davanelle. Diese tiefer werdende Beziehung dient nicht etwa bloß der Vermenschlichung des Junggesellen Ryder, sondern führt später auch direkt zum Serientäter; denn dieser hat es auf Ava abgesehen. Abgesehen davon zeigt sich im Umgang mit der Frau nicht nur Carsons humanes Engagement, sondern auch sein Humor.

Der Serientäter entfernt den Opfern nicht nur den Kopf, er hinterlässt auch Botschaften. Die Botschaften, die er in die Haut eintätowiert, muten Ryder zunächst völlig rätselhaft an. Doch sobald er einen Schlüssel hat, ergeben auch diese Inschriften einen – nicht wenig perversen – Sinn. Leider ist ihm der Mörder immer einen Schritt voraus, und Ryder fragt sich nach dem Grund. Dann endlich schaut er sich die Installationen der Gerichtsmedizin mal genauer an …

Wie gesagt, hat mich am meisten jedoch das Finale überzeugt. In einem Regensturm suchen Carson und Harry den Fluss ab, der nach Mobile fließt, um nach dem Versteck von Avas Entführer zu suchen. Einfacher gesagt als getan. Erst kentert das Boot, dann müssen sie auch noch den reißenden Fluss überqueren. Carson entkleidet sich bis auf die Haut – und wo steckt er jetzt sein Messer, seine einzige Waffe, hin? Da kommt guter Rat teuer, aber wir kennen Ryder nicht: Er steckt das Messer unter die eigene Haut (autsch!), um beide Hände freizuhaben. Wie sich bald zeigt, wird er das Ding noch dringend nötig haben …

Der Showdown ist nicht nur packend und voller Überraschungen, sondern auch, wie es sich für Amis gehört, höchst explosiv. Da kann man nur hoffen, dass Ryder und Nautilus diesmal den Richtigen erwischt haben.

_Die Übersetzung _

Andree Hesse übertrug nicht nur in den meisten Fällen genau in der Bedeutung, sondern auch im Jargon und Tonfall. So etwas findet man selten. Deshalb merkt man beim Lesen auch schnell, dass sich die Ermittler immer etwas sarkastisch und schnoddrig ausdrücken. Kann man ihnen ja angesichts ihrer meist blutigen Arbeit nicht verdenken. Leider wurde Hesse schon im nächsten Kerley-Roman abgelöst.

Seite 96: „Gesicht …, das an der Decke prankte“. Richtig heißt es „prangte“.

Seite 276 und 288: Zunächst kann sich der Leser nichts unter einer „lividen Verfärbung“ der Haut einer Leiche vorstellen. „Livid“ kommt in unserem täglichen Wortschatz einfach nicht vor, wenn man kein Mediziner ist. Nur aus dem Kontext können wir allmählich erschließen, dass es „bläulich“ bedeutet. Der Übersetzer wollte den Fachjargon offenbar beibehalten.

Seite 297: Was hat sich der Leser denn unter „Diätsodawasser“ vorzustellen? Ganz einfach: eine kalorienarme Limo. Das hätte man aber auch so ausdrücken können, oder? Möglicherweise ist diese umständliche Ausdrucksweise auf das Redigieren des Textes zurückzuführen, so dass eine zusätzliche Zeile vor einem Absatz gewonnen wurde. Sprache geht manchmal seltsame Wege.

_Unterm Strich_

Die Ermittlung selbst ist nicht gerade eine Offenbarung für den Krimikenner, und selbstverständlich führt sie erst einmal in die Irre. Dass die Vorgesetzten die Ermittlung sabotieren, um sich selbst zu profilieren, kennt man ja schon von anderen Krimiautoren, so etwa Michael Connelly. Auch die obligatorische Romanze des Detektivs gehört zum Standardrepertoire.

Ungewöhnlich ist hingegen die Beziehung Ryders zu seinem Bruder, dem Frauenmörder: Kann er ihm wirklich trauen? (Natürlich nicht.) Etwas verblüffender ist da schon die Psychologie des Serientäters, über die hier leider nichts verraten werden darf. Einigermaßen umwerfend fand ich hingegen die Auflösung des Falls und das explosive Finale. Lediglich die Klischees und die Druckfehler hindern mich daran, diesem Thrillerdebüt die volle Punktzahl zuzusprechen.

Der Buchtitel bezieht sich auf das Bewerbungsverfahren, bei dem „einer von hundert“ zum Zuge kommt. Denn wenn nicht Caulfield von Peltier ausgewählt worden wäre, dann wäre Ava Davanelle die Kandidatin mit den hundert Punkten gewesen – und mit der Bombe …

|Taschenbuch: 458 Seiten
Originaltitel: The Hundredth Man (2004)
Aus dem US-Englischen von Andree Hesse
ISBN-13: 978-3548259499|
[www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteinhc]http://www.ullsteinbuchverlage.de/ullsteinhc

_Jack Kerley bei |Buchwurm.info|:_
[„Der letzte Moment“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2124
[„Buried Alive“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6817
[„Bestialisch“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7063
[„Den Wölfen zum Fraß“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7064

Jo Nesbo – Messer

Worum gehts?

Harry Hole geht es schlechter denn je. Nicht nur, dass er seinen Job bei der Kriminapolizeit los ist, nein, auch seine Ehe mit Rakel ist endgültig gescheitert. Kein Wunder, dass er der Versuchung des Alkohols dieses Mal nicht länger widerstehen konnte.

Als er eines Morgens ohne jede Erinnerung der letzten Nacht aufwacht und seine Kleidung voller Blut ist, beginnt jedoch erst der wahre Albtraum.

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Sarah Stankewitz – Perfectly Broken

Inhalt

Als Brooklyn Manchester verlässt, will sie nur eines: mit ihrer schmerzhaften Vergangenheit abschließen und den Tod ihrer großen Liebe verarbeiten. Die neue Wohnung in Bedford ist ihre letzte Rettung. Sie sieht sogar darüber hinweg, dass ihr Apartment durch eine Tür mit dem Schlafzimmer ihres Nachbarn Chase verbunden ist. Immer wieder dringen Geräusche und Gesprächsfetzen durch die verschlossene Tür, und Brooklyn erfährt viel über Chase. Sie fühlt sich von dem Fremden, dem sie noch kein einziges Mal begegnet ist, auf unerklärliche Weise angezogen. Als Chase dann beginnt, ihr Nachrichten zu schreiben und ihr auf dem Klavier ihr Lieblingsstück vorzuspielen, gerät Brooklyn in einen Strudel aus widersprüchlichen Gefühlen: In ihr kämpft die Anziehung zu einem Fremden mit ihrem eigenen Widerstand. Denn sie hatte ihr Herz für immer einem anderen versprochen … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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Sarah J. Naughton – The Other Couple – Böses Erwachen

Inhalt

Asha schwebt im siebten Himmel: Ausgerechnet sie, das unscheinbare Mädchen von nebenan, hat eine gute Partie gemacht. Oliver ist attraktiv, charismatisch und erfolgreich, und ihre Vorfreude auf die Flitterwochen in Vietnam entsprechend groß. Doch kaum sind sie dort, ist Oliver seltsam distanziert und sucht ständig Streit.
Als Asha im Krankenhaus langsam zu Bewusstsein kommt, kann sie sich an nichts erinnern. Nur eines weiß sie: Die Idylle ist zum Albtraum geworden. Denn Oliver ist tot. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Bis auf winzige Ausnahmen – die ich nicht nenne, weil das die Überraschung verderben würde – gibt drei Zeitstränge, die sich abwechseln: Die Hochzeitsfeier in England, die ersten Tage der Hochzeitsreise in Vietnam und die Geschehnisse nach Olivers Tod. Die Zeitabschnitte enden oft mit einem Cliffhanger, was enorme Spannung erzeugt, da man erst zwei Kapitel später erfährt wie es weitergeht. Dabei sind die jeweiligen Handlungseinheiten sehr gut strukturiert, so dass keine Verwirrung aufkommen kann.

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Wilson Tucker – Zeit-Bombe

Ungeachtet aller Schutzmaßnahmen werden die Mitglieder einer Partei gezielt umgebracht. Ein unkonventionell ermittelnder Polizist findet heraus, dass der Attentäter unter Einsatz der Zeitreise mordet; eine Erkenntnis, die ihm der Täter selbst nicht grundlos ermöglicht hat … – Heiligt der (gute) Zweck alle Mittel? Autor Tucker spielt diese Frage vor allem spannend, aber durchaus auch moralisch sowie konsequent durch, wobei der Text dem Inhalt nicht immer gewachsen ist, d. h. Abschweifungen und Logiklöcher aufweist: dennoch interessant (und angenehm kurz). Wilson Tucker – Zeit-Bombe weiterlesen

[NEWS] Tania Carver – Jetzt gehörst du mir (Marina Esposito 8)

Colchester: In kurzer Abfolge werden drei Männerleichen gefunden, die alle große Ähnlichkeit mit DI Phil Brennan haben. Bei jedem Opfer hat der Täter außerdem eine Tarotkarte mit dem Motiv des Gehängten hinterlassen. Auf der Rückseite: Phils Name. Steckt hinter den Morden die Stalkerin, die ihm schon seit Langem nachstellt?
Um das herauszufinden, muss Phil nach Colchester. Doch er kommt nie dort an. Seine Frau, Profilerin Marina Esposito, setzt alles daran, ihren Mann zu finden, bevor es zu spät ist. (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 400 Seiten
Originaltitel: The Lost Girl
Ullstein

Nele Neuhaus – Muttertag

Worum gehts?

Im Wohnhaus einer stillgelegten Fabrik wir die Leiche eines Mannes gefunden. Bei den sterblichen Überresten handelt es sich um den ehemaligen Besitzer und Bewohner des Hauses, Theo Reifenrath. Doch bei seiner Leiche soll es nicht bleiben, denn Pia Sander und Oliver von Bodenstein entdecken auf demselben Grundstück menschliche Knochen. Diese liegen neben einem verwahrlosten, fast verhungert Hund. Die rechtsmedizinische Untersuchung hat ergeben, dass es sich bei den Knochen um mehrere Frauen handelt, die bereits vor vielen Jahren starben. Auch wenn Theo Reifenrath ein merkwürdiger Kauz war, so kann sich niemand im Dorf vorstellen, dass es sich bei ihm um einen Serienmörder handelt.

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John Fowles – Mantissa

Amüsant: Der Schriftsteller im Clinch mit seiner Muse

Ein Mann erwacht unversehens in einem Krankhausbett. Nacheinander bekommt er Besuch von einer Gruppe weiblicher Gestalten, allen voran die strenge Dr. A. Delfie. Erst im Verlaufe der geschliffenen Dialoge à la Menippus stellt sich heraus, dass unser „Held“ ein Schriftsteller ist und mit den Musen (https://de.wikipedia.org/wiki/Muse_(Mythologie)) seiner Schaffenskraft ringt, insbesondere mit Erato (https://de.wikipedia.org/wiki/Erato).

Der Autor

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Wilson Tucker – Die Unheilbaren

Ein Blitzkrieg verheert den Osten der USA. Der halbe Kontinent ist verwüstet, die Bevölkerung verseucht. Da kein Gegenmittel bekannt ist, werden die wenigen Überlebenden mit Waffengewalt ferngehalten. Im Osten herrschen Hunger und Tod. Ein Ex-Soldat versucht die Grenze zu durchbrechen … – Diese scheinbar typische „Doomsday“-Science-Fiction aus der Ära des Kalten Krieges überrascht durch eine differenzierte Weltsicht. Der Angreifer wird nie enthüllt; Autor Tucker konzentriert sich auf den Überlebenskampf der Opfer, die von ihren eigenen Mitbürgern ausgegrenzt werden, bis sie hoffentlich bald gestorben sind: keine Lektüre für Trump-eltiere. Wilson Tucker – Die Unheilbaren weiterlesen

Ed McBain – Acht schwarze Pferde (87. Polizeirevier 38)

Zum vierten Mal fordert ein genialer Verbrecher das 87. Polizeirevier zu einem ‚Ratespiel‘ heraus, an dessen Ende ein ganz großes Ding steht. Der Wettlauf beginnt, und am Laufbahnrand bleiben Leichen zurück … – Der 38. Roman der Serie um das 87. Revier bringt den mysteriösen, psychopathischen, unterhaltsamen „Tauben“ zurück. Dabei wird deutlich, dass zum ‚Spiel‘ auch Mord gehört, was der Story einen ernsten Unterton verleiht; auch aufgrund der (inzwischen reizvoll veralteten) Detailschilderung der Polizeiarbeit ist dies ein lesenswerter Krimi. Ed McBain – Acht schwarze Pferde (87. Polizeirevier 38) weiterlesen

Ed McBain – Totes Ohr am Telefon (87. Polizeirevier 27)

Auch die Kriminellen der Großstadt Isola erleben Frühlingsgefühle, weshalb die Polizisten des 87. Reviers gut beschäftigt sind. Ausgerechnet jetzt meldet sich „der Taube“, ein ebenso genialer wie psychopathischer Verbrecher, der einen neuen Coup ankündigt, um die Polizei herauszufordern … – Der 27. Roman der Serie um das 87. Revier gewinnt durch den dritten Auftritt des charismatischen „Tauben“ an Schwung, bietet aber auch sonst alltägliche und bizarre Übeltaten, die vom eingespielten Team des besagten Reviers unterhaltsam gelöst werden: wie üblich ein Lektüre-Vergnügen. Ed McBain – Totes Ohr am Telefon (87. Polizeirevier 27) weiterlesen

Per Mertesacker – Weltmeister ohne Talent: Mein Leben, meine Karriere

Worum gehts?

Per Mertesacker – der blonde, lange Schlacks, oder wie man ihn in England liebevoll nennt – „Big Fucking German“. Nicht nur aufgrund seiner für den Fußball nicht optimalen Körpergröße von 1,99 Meter sticht er aus der breiten Masse heraus. Darüber hinaus ist er für seine faire Spielweise und sein taktisches Verständnis bekannt.

„Weltmeister ohne Talent“ ist die packende Autobiografie eines sympathischen Mannes, dessen Karriere ganz klein begann und groß geendet ist. Er beschreibt zahlreiche emotionale Momente wie seine Wechsel zu den unterschiedlichen Vereinen, mehrere verpasste Titel bei großen Turnieren und als Höhepunkt den Gewinn der Weltmeisterschaft in Brasilien.

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Jo Nesbø – Durst

Worum gehts?

Eine neue Mordserie versetzt die Bewohner Oslos in Angst und Schrecken. Ein Serienkiller findet seine Opfer über die Dating-App Tinder. Die Ermittler der Mordkommission suchen vergeblich nach dem entscheidenden Hinweis, der zum Täter führt und dem Grauen ein Ende setzt – vergeblich.

Wer könnte das Team besser unterstützen als die Serientäter-Koryphäe Harry Hole. Leider ist dieser aus seiner aktiven Amtszeit als Ermittler bereits vor einiger Zeit ausgeschieden. Doch sein ehemaliger Chef Mikael Bellmann setzt alles daran, ihn für die Aufklärung dieses Falles zurückzugewinnen und zwingt ihn mit allen Mitteln in die Ermittlung.

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Eric Frank Russell – Gedanken-Vampire

Jenseits der Barriere der Wahrnehmung

„Irgendjemand, irgendetwas hat es auf die Wissenschaftler der Erde abgesehen. Sie müssen sterben, weil sie einer unheimlichen Bedrohung auf die Spur gekommen sind: den Gedanken-Vampiren… “ (Verlagsinfo) Doch Bill Graham, ein Regierungsagent, kommt den Zusammenhängen auf die Spur und entdeckt die Barriere der Wahrnehmung, hinter der sich die Aliens verbergen. Nun macht er sich an die Arbeit, ein Kampfmittel gegen die Schmarotzer zu finden, die sich den Geist der Menschen untertan machen…
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Jo Nesbø – Der Auftrag (Blood on Snow 1)


Serienkiller-Serie mit schiefem Preis-Leistungsverhältnis

Olav lebt das einsame Leben eines Killers. Als Killer ist es nicht unbedingt leicht, anderen Menschen nahezukommen. Doc jetzt hat Olav die Frau seiner Träume getroffen. Zwei Probleme stellen sich: Sie ist die Frau seines Chefs. Und Olav wurde gerade beauftragt, sie zu töten. (Verlagsinfo)
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Carter Brown – Insel des Todes (Danny Boyd 14)

Detektiv Danny Boyle sucht auf einer abgelegenen Insel den Mörder einer Frau und gerät in die Gruppe der Verdächtigen, die sich rasch recht handfest des lästigen Schnüfflers zu entledigen suchen … – Dieses rasante Krimigarn aus der Feder eines Hochleistungs-Zeilenschinders bietet Sex & Crime pur ohne den Hauch von Anspruch, ist eingebettet in einen simplen, routiniert entwickelten Plot und unterhaltsam vor allem als nostalgisch-entlarvende Rückschau in eine Zeit, als die Männer noch hart und die Frauen willig waren …
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Jo Nesbø (Nesboe)- Rotkehlchen (Harry Hole 3)

Ein alter Mann will sich für längst vergessenes Unrecht rächen und den norwegischen Kronprinz ermorden. Ihm kommt ein psychisch derangierter Polizeibeamter auf die Spur, die tief in die Vergangenheit und die aktuelle Neonazi-Szene des Landes führt … Eindrucksvoller Krimi mit dem skandinavisch üblichen sozialkritischen Touch, aber ohne Wallander-Tristesse, sondern spannend und mit trockenem Witz erzählt.
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