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[NEWS] Stephen King – Das Institut

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch: 768 Seiten
Heyne

 

King, Stephen – Puls (Lesung)

Wie Silvester in der Hölle

Das Grauen steckt in jeder Hand- und Hosentasche. Das Handy ist ein moderner Heilsbringer, doch in Kings „Puls“ kommen mit dem Klingelton auch Wahnsinn und Tod.

Dieses Buch ist Richard Matheson, Autor der verfilmten Endzeitvision „Ich bin Legende“, und dem Zombie-Spezialisten George Romero gewidmet. Der kundige Leser ist gewarnt.

Der Autor

Stephen King, geboren 1947 in Portland, Maine, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftsteller. Schon als Student veröffentlichte er Kurzgeschichten, sein erster Romanerfolg, „Carrie“ (verfilmt), erlaubte ihm, sich nur noch dem Schreiben zu widmen. Seitdem hat er weltweit 400 Mio. Büchern in mehr als 40 Sprachen verkauft. Im November 2003 erhielt er den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk. (Verlagsinfo) Er lebt in Bangor, Maine, und Florida. Seine Erstleserin ist immer noch seine Frau Tabitha King.

Sein Hauptwerk, das zeigt sich immer deutlicher, ist der Zyklus um den dunklen Turm. Er besteht aus folgenden Bänden:

Schwarz (ab 1978); Drei; Tot; Glas; Wolfsmond; Susannah; Der Turm (2005).

Dazu gibt es zwei empfehlenswerte Erläuterungsbände von Kings Assistentin Robin Furth. Sie hat auch bei „Puls“ recherchiert, z. B. über Handys. King selbst besitzt kein Handy(!).

Der Sprecher

David Nathan, geboren 1971 in Berlin, gilt laut Verlag als einer der besten Synchronsprecher Deutschlands. Er leiht seine Stimme Darstellern wie Johnny Depp, Christian Bale und Leonardo DiCaprio. In „The Green Mile“ erweckt er die Spannung und den Horror zum Leben.

Die Aufnahme erfolgte im d.c. Studio Berlin durch Klaus Trapp, der unter der Regie von Dicky Hank arbeitete.

Handlung

Clay

Der PULS ereignet sich am 1. Oktober um 15:03 Uhr Ostküstenzeit. Der Lehrer und Comiczeichner Clay Riddell spaziert gerade beschwingt von einem erfolgreichen Verkaufsgespräch bei einem Bostoner Verlag zurück zu seinem Hotel, als ihm ein paar merkwürdige Vorfälle aufzufallen beginnen. Ein Mädchen – er nennt es wie eine Comicfigur „Pixie Light“ – beißt eine ältere Dame in den Hals, direkt vor seiner Nase. Die Halsschlagader der Dame – er nennt sie auf gleiche Weise „Power Suit Woman“ – spritzt wie eine Fontäne, so dass Clay vor Schreck erstarrt. Doch schon vorher hat er gesehen, wie ein Mann im Geschäftsanzug einem Hund ein Ohr abgebissen hat. Alles nur Zufall? Drehen die Leute durch? Aber warum?

Doch es fängt gerade erst an, und allmählich checkt Clay, dass es auf der Straße nicht mehr sicher ist. Ein Terroranschlag? Eine Wiederholung des 11. September? Sieht ganz danach aus, denn an allen Ecken der Bostoner wohlhabenden Innenstadt, die er durchquert, kracht und rummst es gewaltig. Nun springen auch noch Leute aus dem Hotel „Four Seasons“. Ein Touristenbus der Linie „Duck Tours“ kracht mit Karacho in ein Eisverkäuferauto. Die Freundin von Pixie Light, nämlich Pixie Dark, scheint den Verstand verloren zu haben: Sie ruft ständig „Wer bist du? Wer bin ich?“ und knallt gleich zweimal gegen einen Laternenpfahl.

Tom

Ein stämmiger kleiner Mann mit einem Schnurrbart schließt sich Clay an. Er stellt sich als Tom McCourt vor. Ihm ist etwas aufgefallen. Alle Leute, die ausgerastet sind, telefonierten gerade mit ihrem Handy. Ja, jetzt fällt es auch Clay auf. Power Suit Woman und die beiden Pixies hingen auch gerade am Handy, als „ES“ sie erwischte. Aber was ist es? Tom und Clay nennen es einfach den PULS.

Nun macht sich aber Clay erhebliche Sorgen um seine von ihm getrennt lebende Frau Sharon und seinen geliebten Sohn Johnny. Sharon hat garantiert ein Handy benutzt, aber das von Johnny hat bestimmt leere Akkus. Er muss die beiden unbedingt suchen. Doch bis Kent Pond in Maine sind es 150 Meilen (241,2 Kilometer) nach Norden. Durch ein Katastrophengebiet. Der Verkehr ist zum Erliegen gekommen, die Flugzeuge stürzen reihenweise ab. Am Logan Airport rummst es am laufenden Band. Die Feuerwehr ist ebenso wie die Polizei im Großeinsatz – sie haben ja Funksprechgeräte, die nicht vom PULS betroffen sind. Aber wie lange noch?

Alice

Auf dem Weg zu Clays Hotel laufen ihnen nackte Amokläufer und verängstigte Mädels über den Weg. Das Hotel selbst ist verbarrikadiert. Sie verschaffen sich Einlass und retten das Mädchen, das sie gesehen haben, vor einem der Irren, die jetzt die Straßen unsicher machen. Clay nennt die Handygeschädigten der Einfachheit halber die „Phonies“, im Unterschied zu den „Normies“, wie er einer ist. Die 15-jährige Alice Maxwell steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch, weil sie fast von ihrer telefonierenden Mutter umgebracht worden wäre. Deshalb nehmen die beiden Männer sie mit, als sie sich auf den Weg in die Vororte machen, zu Toms Haus.

Schwärme

Die dort eingelegte Verschnaufpause gibt den drei Flüchtlingen Gelegenheit, die Lage zu studieren, sich auszutauschen, die Angst zu verarbeiten und schließlich einen Plan zu schmieden. Ihre Beobachtungen legen nahe, dass die Phonies beim Telefonieren quasi neu „programmiert“ wurden, so als habe man ihre mentale Festplatte gelöscht. Deshalb haben sie zwar keine Identität mehr, aber auch keine abweichenden Verhaltensmuster. So etwa schwärmen sie alle gleichzeitig in den Morgenstunden aus, um Nahrung zu suchen, doch abends geht’s wieder zurück in die provisorischen Quartiere, ähnlich wie ein Vogelschwarm, der nachts ruht. Beunruhigend ist die Erkenntnis, dass sich dieser Schwarm durch Telepathie verständigt und seine Handlungen koordiniert.

Unsere drei Flüchtlinge bewaffnen sich und ziehen los, natürlich nachts. Und ohne Handy. Etwa auf halber Strecke kommt es zu einer folgenschweren Katastrophe. Der Rektor einer Schule lädt sie ein, es sich bei ihm und seinem Schüler, dem zwölfjährigen Jordan, bequem zu machen. Erst später eröffnet er ihnen, was er von ihnen erwartet. In einem nahe gelegenen Stadion legen sich nachts rund 1000 Phonies zur Ruhe nieder und lassen sich von seichter Musik beschallen – gerade so, als würden sie dadurch neu programmiert werden.

Clay & Co. haben vorerst kein Problem damit, so viele Phonies umzubringen, denn es handelt sich nicht mehr um Menschen im herkömmlichen Sinn, sondern quasi um eine neue Spezies. Doch die Albträume, die Clay und die anderen davor plagen, sind besorgniserregend. Es ist, als würde ihnen jemand im Schlaf Botschaften schicken. Sie können sich nicht dagegen wehren. Was, wenn sie die Phonies töten und diese Botschaften oder künstlichen Träume nicht mehr nur im Schlaf, sondern bereits im Wachen zu wirken beginnen? Könnten sie dann noch Wirklichkeit von Traum unterscheiden? Natürlich nicht.

Kehraus

Sie machen sich trotzdem ans Werk. Es wäre nicht das erste Mal, dass Normies einen Schwarm vernichten. Das Vernichtungswerk ist gar nicht so einfach, und um ein Haar gehen Tom und Clay selbst dabei drauf. Dann taucht der Phonie auf, den Clay gerne den „Lumpenmann“ nennt. Er kennt ihn bereits aus seinen Albträumen. Der Typ in der Harvard-Jacke verständigt sich rein telepathisch. Und prophezeit Tom, Clay, Alice und Jordan ein ganz besonderes Schicksal, an einem speziellen Ort des Gerichts. Am Rektor statuiert der Lumpenmann ein Exempel dessen, wozu er und Seinesgleichen mittlerweile fähig sind …

Mein Eindruck

Ein landesweite, wahrscheinlich sogar globale Katastrophe und eine kleine Gemeinschaft Aufrechter, die gegen das Böse kämpft – wer würde dabei nicht an Kings Klassiker „The Stand / Das letzte Gefecht“ denken? Die Parallelen sind offensichtlich, und King hat sie in den Comicfantasien seiner Hauptfigur Clay auch gleich treffend eingefangen, sozusagen als ironischen Kommentar auf sein eigenes Werk. Die Grundkonstruktion ist ein beliebtes Handlungsfundament vieler Horror- und Spannungsautoren, deshalb ist sie inzwischen nichts Besonderes mehr. Für Action und Grusel ist also gesorgt.

Doch wo King früher mit Lust die Blutfontänen spritzen ließ und Monster aller Spielarten ins Leben rief, übt er sich nun in Zurückhaltung und Realismus. Das klingt vielleicht angesichts des „Handy-Komplotts“ etwas seltsam, aber King weiß, wovon er schreibt (siehe die oben erwähnte Recherche von Robin Furth, aber auch seine Nachbemerkung). Abgesehen von zwei Elementen – dem PULS und der Telepathie – gibt es keine phantastischen Elemente in der Handlung.

Folglich muss er diese beiden Elemente in allen Details beschreiben, ausschmücken und zu erklären versuchen, sonst nähme ihm keiner die restliche Story ab. Diese Story ist ziemlich simpel: Als väterliches Gegenstück von E.T. („Nach Hause telefoniahn!“) macht sich Clay auf den Weg, um seinen Sohn zu finden und möglichst vor dem Zombifizierung zu warnen. Er ahnt nicht, dass er damit den Zombies des „Lumpenmannes“ genau in die Arme läuft …

Der PULS

Ich habe die Phrase [„Handy-Komplott“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2576 nicht grundlos verwendet. Zufall oder nicht, jedenfall heißt so ein Hörspiel in der Reihe „Offenbarung 23“, in der allerlei neue und alte Verschwörungstheorien aufgegriffen, aufgedeckt oder neu erklärt werden. Da das Mobiltelefon inzwischen in den Händen von rund zwei Milliarden Menschen benutzt wird, lag es nahe, auch darüber mal eine Verschwörungstheorie zu stricken: der PULS der modernen Telekommunikation. So ein Handy ist ja nicht bloß zum Telefonieren, Simsen, Spielen und Mailen gut, sondern eignet sich auch hervorragend zum Überwachen und Abhören des Benutzers! Alles, was der Hacker dazu braucht, ist ein kleines Stückchen Software, dass ihm den Rückkanal (Virus) oder ein Hintertürchen (dann ist’s ein Trojaner) im Gerät öffnet.

Der Handy-Virus

Doch der Autor von „Handy-Komplott“ lässt es dabei ebenso wenig bewenden wie King. Damit das Handy oder vielmehr das übertragene Zombiesignal etwas mit Gehirn und Geist des Benutzers anstellen kann, muss eine entsprechende Einwirkung stattfinden. Im Hörspiel wird dazu Strahlung und Suggestion benutzt, bei King scheint ein entsprechender Ton und die Suggestion zu genügen, um die biologische Festplatte zu formatieren und den schlummernden aggressiven Zombie zu wecken.

Deshalb ist bei King stets die Rede von einem Virus, nur ist der nicht wie in „The Stand“ ein Grippevirus, sondern ein elektroakustisches Signal. Der Virus kann dadurch Updates erhalten und die Befallenen, die Phonies („phony“ bedeutet ursprünglich „nicht authentisch, ein Schwindel“), zu neuem Verhalten befähigen, z. B. zu besserer Sprachbeherrschung oder verbesserter Telepathie. Diese Zusammenhänge erklärt der Computerspezialist Jordan in einfacher, verständlicher Art und Weise, obwohl (oder weil) er erst zwölf ist.

Die Frage ist natürlich, wer ein Interesse daran haben könnte, solch einen Virus auf alle Handybenutzer der USA (ob auch andere Netze mit anderen Frequenzen betroffen sind, interessiert Kings Helden vorerst nicht) loszulassen. Sind es Terroristen oder harmlose Spinner? Der Unterschied ist nicht zu erkennen und vielleicht auch angesichts der katastrophalen Auswirkungen des PULSes nicht wirklich von Bedeutung.

Die neue Gesellschaft

Wirklich relevant ist hingegen, dass eine neue Gesellschaftsordnung entsteht, wie in so vielen SF-Romanen, die Clay (und mit ihm natürlich King) gelesen hat. Die Schwärme der Telepathen stellen nach 14 Tagen bereits eine herrschende Klasse dar, die die flüchtenden „Normalen“ jagt und zu „Phonies“ konvertiert – einfach anrufen, das genügt! Da die Konvertiten ihre Identität verlieren, haben sie auch keine Vergangenheit mehr.

Clay trifft seine Frau Sharon wieder, doch das Wiedersehen löst bei ihm keine Freude aus. Und sie erkennt ihn sowieso nicht. Er erinnert sich zwar an gewisse Freuden, die er mit ihr erlebt hat, doch die haben mit dem Zombie vor ihm nichts zu tun. Sie ist eine völlig Fremde, und dementsprechend unfreundlich fällt sein Verhalten aus. Später nimmt er ihren Tod billigend in Kauf, denn für ihn ist sie kein Mensch mehr. Er hofft nur, dass sein Sohn noch kein Zombie ist. Diese Hoffnung wird leider ebenfalls enttäuscht. Alles andere wäre auch ein wenig unwahrscheinlich.

Menschen und Würde

Die Definition, was ein Mensch ist und was nicht, diskutieren Kings Hauptfigur Clay und dessen Begleiter mehrfach. Was macht einen Menschen aus und wo hört er auf, diese Bezeichnung zu verdienen? Diese humanistische Diskussion scheint mir der eigentliche Kern der Geschichte zu sein. Hören Clay und Co. auf, Menschen zu sein, wenn sie von Zombies gesteuert werden? Nein, denn dann hätte man jeden durch Gehirnwäsche (vgl. [„The Manchurian Candidate“)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1069 umgedrehten Agenten als Nichtmenschen klassifizieren müssen. Was aber eindeutig nicht der Fall ist.

Aber dennoch tötet sich einer aus Clays Gruppe genau aus diesem Grund: Diese Fremdsteuerung ist Menschen-unwürdig. Er jagt sich ein Dumdumgeschoss durchs Hirn, damit auch wirklich keine Wiederbelebung stattfinden kann. Und er gibt Clay den Schlüssel zur Freiheit mit auf den Weg. (Clay braucht dann eine ganze Weile, bis er das kapiert.) Die Definition der Würde des Menschen wird in der VR China sicherlich anders aussehen als in den USA. An diesem Punkt wird das Buch also ziemlich amerikanisch.

Und da wir Europäer uns den Werten der Amerikaner und der Menschenrechtskonvention angeschlossen haben, wird das Buch auch für uns relevant. Ich muss mich also fragen, ob ich bereit, willens und fähig wäre, einen Nicht-Menschen zu töten, selbst wenn dieser ein menschliches Gesicht trägt. Das ist ganz schön knifflig: Wie weit würde ich gehen, um meine Werte gegen „Terroristen“ zu verteidigen? Für Kings Figur Clay ist der Fall klar: Schickt sie alle in die Hölle! Doch noch besser wäre, was Clay am Schluss versucht: Wie schafft man es, einen vom PULS seiner Identität beraubten Menschen, hier Clays Sohn Johnny, wieder ins Reich der „normalen“ Menschen zurückzuholen? Knifflige Frage. Genügt wirklich ein Anruf? Telepathie hilft Clay bekanntlich nicht, ist er doch nicht „infiziert“.

Offener Schluss

Die Frage bleibt offen, und das ist das erste Mal, dass King den Schluss unentschieden lässt. Ich finde das sehr positiv. Der Leser soll selbst entscheiden, wie er dem Problem gegenüber steht. Wir haben zwar Mitgefühl für Clay, aber auch die Phonies haben Errungenschaften vorzuweisen, die vielleicht besser sind als das, was der Mensch jetzt hat: Telepathie beispielsweise. King selbst lässt die Dinge in der Schwebe.

Eine einfache Frage

Die Story beinhaltet auch die – vielleicht naive – Frage, ob uns die Handytechnik mittlerweile weniger menschlich gemacht hat. Die Höflichkeit hat bereits schwer nachgelassen, wie Clayton Rydell eingangs bemerkt: In aller Öffentlichkeit mit fremden Leuten, die nicht präsent sind, reden, so etwas tat man früher nicht.

Aber wie steht es mit dem Rest menschlicher Verhaltensweisen? Inzwischen werden ja auch Beziehungen per SMS beendet – es kommt nicht einmal mehr zu einer Aussprache, wenn schon nicht von Angesichts zu Angesicht, so doch wenigstens am Mobiltelefon. Genauso gut könnte man auch eine Mail schicken – auch das bürgert sich zunehmend ein. Man könnte fast meinen, die Normies würden zunehmend zu Phonies mutieren. Ein Hinweis darauf liefert Clays Methode, die seltsamen Leuten, die er am Eisstand trifft, als Comicfiguren zu betrachten. Er verwandelt sich die Umgebung durch seine kreative Fantasie an. (Der Vorgang ist als „transmogrification“ bekannt.) Ironisch ist dann allerdings, wie sich diese Umgebung unter der Einwirkung des PULSes in die Comicversion der Apokalypse verwandelt. Der Autor hat dies mit Sicherheit sehr bewusst so ausgeführt.

Der Sprecher

David Nathan gelingt es, mit seinem nuancenreichen Vortrag sowohl Figuren zu charakterisieren als auch emotionale Untertöne darzustellen. Wenn eine Frau spricht, so ist seine Tonlage entsprechend höher und zarter, die Emotionen sind deutlicher. Wenn die Männer sprechen – und das gilt für den Großteil des Textes – ist die Tonlage selbstverständlich tiefer.

Immer wieder ist mir aufgefallen, dass Nathan sehr emotional artikuliert. Dies ist eigentlich zu erwarten, wenn die Welt im Eingangskapitel aus den Fugen gerät. Tom ruft „Jesus Christus! Mein Gott!“, Clay ruft „Nein!“, eine Frau schreit entsetzt „Jesus, Maria und Josef!“ – es ist wie in einem Katastrophenfilm – oder am 11. September. „Sie setzen wieder Flugzeuge ein!“ ruft Tom, der die richtige Assoziation hat. Es ist wie „Silvester in der Hölle“, denkt Clay. Am besten fand ich den Moment, in dem Nathan die Aliensprache eines attackierenden Phonies hinausbrüllt.

Was die korrekte Aussprache des Englischen anbelangt, so zeigt sich Nathan weitaus sattelfester als viele seiner Kollegen. Mir ist nur ein einziger Fehler aufgefallen. In der Eingangsszene lehnt sich Clayton an das Schaufenster des Buchladens „Colonial Books“ (sicherlich für den Autor ein geheiligter Ort; darin steht sogar eine alte Schreibmaschine der Marke Royal). Nathan betont auf der ersten Silbe von „Colonial“, korrekt wäre die Betonung auf der zweiten Silbe. Also keine große Sache.

Begrüßenswert fand ich hingegen, dass die Danksagung vorgelesen wird. Darin sind nämlich einige sachdienliche Hinweise untergebracht, so etwa zu Mobilfunkmasten und eventuell vorhandenen Notstromaggregaten. Sicher nicht unbeachtet bleibt der Hinweis, dass der Autor selbst kein Handy besitzt, genau wie Clayton Rydell.

Unterm Strich

Kein Anschluss unter dieser Nummer, nur Wahnsinn – so könnte das Motto für die Handlung lauten. Der Virus, der den Wahnsinn bringt, stammt nicht von der Grippe wie noch in „Das letzte Gefecht“, sondern aus der Handyhörmuschel. Ansonsten ist vieles wie gehabt: Ein Häuflein Aufrechter macht sich auf, Angehörige zu finden und das Böse zu bekämpfen. Ihre Odyssee ins No-fo-Land (= kein TeleFON) macht den Großteil der Handlung aus.

Doch statt religiöse Kategorien zu bemühen, stellt der Autor diesmal die vom Virus Infizierten nur als Andersartige dar, die über eine neue, alte Kommunikationsform verfügen: Telepathie. Allerdings werden sie gleich durch ihre fehlende Hygiene und ihr hässliches Aussehen diffamiert, so dass sie eigentlich keine Alternative für unsere drei oder vier Helden darstellen. Und dass sie levitieren können, fand ich einfach nur putzig.

Als die Anderen vernichtet sind, stellt sich der Hauptfigur das Problem, wie er den infizierten / mutierten / zombifizierten Sohn zurück auf seine Seite der Normalos holt. (Der Roman ist nicht umsonst George Romero gewidmet.) Weder gutes Zureden noch Gehirnwäsche helfen da, und über Telepathie verfügt der brave Papi (noch) nicht. Den Schluss lässt er absichtlich offen: Wir können nur hoffen, dass das Handy, das Sohnemann verzaubert hat, ihn auch zurückverzaubern kann. Daumen drücken, Leute!

Ich fand die Geschichte zwar interessant, aber auch ein wenig langweilig. Die Figuren sind mit Ausnahme von Clay Riddell nicht wirklich voll ausformt, so dass ich nur an seinem Schicksal Teilnahme empfinden konnte. Von gewissem Interesse sind hingegen die Erklärungsversuche für die Katastrophe des PULSes sowie die Entstehung einer neuen Post-Holocaust-Gesellschaft.

Eigentlich hat King damit einen alten Topos der Science-Fiction ganz nah an die heutige Wirklichkeit der Post-9/11-Ära heranholen wollen. Für Mainstream-Leser dürfte er allerdings übers Ziel hinausgeschossen sein, und bei SF-Lesern rennt er nur offene Türen ein – was bei Leuten wie mir nur Gähnen auslöst. Nicht Fisch, nicht Fleisch, bleibt der Roman eigentlich im Ansatz stecken, hat aber dennoch starke Szenen. Diese sind leider viel zu selten, und nur das Finale konnte mich einigermaßen überzeugen. Den Epilog hätte sich King sparen können.

Das Hörbuch wird von David Nathan, einem unserer besten Synchronsprecher, zu einem lebhaften Erlebnis gestaltet. Insbesondere die apokalyptischen Eingangsszenen unterstützt er in deren erschütternder Wirkung durch emotionale Ausrufe und sogar ein Brüllen. Danach wird alles etwas ruhiger, aber auch ein wenig unheimlicher. Auch das Finale im Lager der Phonies hat wieder den Charakter einer Schlachtfeldbeschreibung, doch diesmal hält sich Nathan geradezu pietätvoll zurück.

Originaltitel: Cell, 2006
Aus dem US-Englischen von Wulf Bergner
852 Minuten auf 12 CDs

http://www.randomhouseaudio.de

_Stephen King bei |Buchwurm.info|_ (Auswahl):

[„Brennen muss Salem – Illustrierte Fassung“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3027
[„Friedhof der Kuscheltiere“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3007 (Audio)
[„Puls“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2383
[„Trucks“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2327 (Audio)
[„Colorado Kid“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2090
[„The Green Mile“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1857 (Audio)
[„Das Leben und das Schreiben“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1655
[„Atemtechnik“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1618 (Audio)
[„Todesmarsch“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=908
[„Der Turm“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=822 (Der Dunkle Turm VII)
[„Der Sturm des Jahrhunderts“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=535
[„Tommyknockers – Das Monstrum „]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=461
[„Achterbahn“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=460
[„Danse Macabre – Die Welt des Horrors“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=454
[„Christine“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=453
[„Der Buick“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=438
[„Atlantis“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=322
[„Das Mädchen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=115
[„Im Kabinett des Todes“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=85
[„Duddits – Dreamcatcher“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=45

Stephen King – Blutige Nachrichten

Die Handlung:

In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht nährende Kreatur wiedererwacht?

Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, wer den „Outsider“ von Stephen King noch nicht gelesen oder die HBO-Fernsehverfilmung noch nicht gesehen hat, brauchts nun nicht mehr zu tun, der Klappentext spoilert mehr oder weniger schon das Wichtigste. Wer das Buch aber gelesen hat, wird sich über ein Wieder-Wiedersehen mit Holly Gibney freuen, die wir vor dem „Outsider“ schon bei „Mr. Mercedes“ getroffen haben.

Stephen King – Blutige Nachrichten weiterlesen

Stephen King – Blutige Nachrichten

Die Handlung:

In der Vorweihnachtszeit richtet eine Paketbombe an einer Schule nahe Pittsburgh ein Massaker an. Kinder sterben. Holly Gibney verfolgt die furchtbaren Nachrichten im Fernsehen. Der Reporter vor Ort erinnert sie an den gestaltwandlerischen Outsider, den sie glaubt vor nicht allzu langer Zeit zur Strecke gebracht zu haben. Ist jene monströse, sich von Furcht nährende Kreatur wiedererwacht?

Die titelgebende Geschichte »Blutige Nachrichten« – eine Stand-alone-Fortsetzung des Bestsellers »Der Outsider« – ist nur einer von vier Kurzromanen in Stephen Kings neuer Kollektion, die uns an so fürchterliche wie faszinierende Orte entführt. Mit einem Nachwort des Autors zur Entstehung jeder einzelnen Geschichte. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, wer den „Outsider“ von Stephen King noch nicht gelesen oder die HBO-Fernsehverfilmung noch nicht gesehen hat, brauchts nun nicht mehr zu tun, der Klappentext spoilert mehr oder weniger schon das Wichtigste. Wer das Buch aber gelesen hat, wird sich über ein Wieder-Wiedersehen mit Holly Gibney freuen, die wir vor dem „Outsider“ schon bei „Mr. Mercedes“ getroffen haben.

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[NEWS] Stephen King – Brennen muss Salem

Ben Mears kehrt nach Salem’s Lot zurück und interessiert sich dort für das Marsten-Haus. Von diesem Haus geht eine unheimliche Kraft aus, und bald zeigt sich, wer in Salem’s Lot sein Unwesen treibt: ein Vampir. Ben wagt es mit einigen Helfern – darunter ein alter Mann, eine junge Frau und ein Kind –, den Kampf gegen die Macht des Bösen aufzunehmen. Doch dieses Wagnis kostet furchtbare Opfer. (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 656 Seiten
Heyne

[NEWS] Stephen King – Der Outsider

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also? (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 768 Seiten
Heyne

[NEWS] Stephen King – Das Institut

In einer ruhigen Vorortsiedlung von Minneapolis ermorden zwielichtige Eindringlinge lautlos die Eltern von Luke Ellis und verfrachten den betäubten Zwölfjährigen in einen schwarzen SUV. Die ganze Operation dauert keine zwei Minuten. Luke wacht weit entfernt im Institut wieder auf, in einem Zimmer, das wie seines aussieht, nur dass es keine Fenster hat. Und das Institut in Maine beherbergt weitere Kinder, die wie Luke paranormal veranlagt sind: Kalisha, Nick, George, Iris und den zehnjährigen Avery. Sie befinden sich im Vorderbau des Instituts. Luke erfährt, dass andere vor ihnen nach einer Testreihe im »Hinterbau« verschwanden. Und nie zurückkehrten. Je mehr von Lukes neuen Freunden ausquartiert werden, desto verzweifelter wird sein Gedanke an Flucht, damit er Hilfe holen kann. Noch nie zuvor ist jemand aus dem streng abgeschirmten Institut entkommen. (Verlagsinfo)


Gebundene Ausgabe: 768 Seiten
Heyne

Stephen King – Die Arena. Under the Dome

King auf Speed: Armageddon im Dampfkochtopf

An einem gewöhnlichen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Hill in Maine auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Klingt nach den Simpsons und Marlen Haushofer, ist aber echt: Flugzeuge zerschellen daran, einem Gärtner wird beim Herabsausen der Kuppel die Hand abgehauen, Familien werden auseinandergerissen, Autos explodieren beim Aufprall.

All dies ist nicht sonderlich lustig, doch alle rätseln, was diese Wand ist, woher sie kommt und ob sie bald wieder verschwindet. Ein Entrinnen ist unmöglich, deshalb gehen bald die Vorräte zur Neige. Der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena tobt zunehmend stärker. Wird es Überlebende geben?

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[NEWS] Stephen King – Flug und Angst

Nichts ist Stephen King ein größerer Gräuel, als fliegen zu müssen. Zusammen mit Mitherausgeber Bev Vincent teilt er nun seine Flugangst mit seinen Lesern. Die Anthologie versammelt alles, was gründlich schiefgehen kann, wenn man sich auf 10 Kilometer Höhe mit 500 Knoten in einem Metallgefährt (einem Sarg?) durch die Lüfte bewegt. Flugreisen verwandeln sich hier schnell in Albträume, auf die man nie im Leben gekommen wäre. Da überlegt man es sich lieber zweimal, ob der Weg zum Ziel nicht in einer letzten Reise mündet. (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 448 Seiten
Heyne

Stephen King – L.T.s Theorie der Kuscheltiere (Lesung)

Diese wunderschöne Geschichte gibt es auch als Story in dem Erzählband [„Das Kabinett des Todes“]http://www.powermetal.de/book/anzeigen.php?id__book=85.

_Der Autor_

Stephen King – was kann man noch sagen, was nicht schon allgemein bekannt ist? Er ist einer der erfolgreichsten Autoren aller Zeiten. Und nicht ohne Grund. Das sollte eigentlich genügen.

_Der Sprecher _

Ulrich Pleitgen, geboren 1946 in Hannover, erhielt seine Schauspielerausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in seiner Heimatstadt. Pleitgen wurde nach seinen Bühnenjahren auch mit Film- und Fernsehrollen bekannt. Er hat schon mehrere Hörbücher vorgelesen und versteht es, mit seinem Sprechstil Hochspannung zu erzeugen und wichtige Informationen genau herauszuarbeiten, ohne jedoch übertrieben zu wirken.

_Die Handlung_

Seit fast einem Jahr erzählt L.T. deWitt seine Leidensgeschichte, wenn er in der Kantine der Fleischkonservenfabrik, in der er arbeitet, einen hebt. Er ist ein schlichtes Gemüt, leidet aber dennoch an der Tatsache, dass ihn seine anfangs so innig geliebte Frau Lulubelle Simms vor fast einem Jahr verlassen hat. Und schuld daran war offenbar ihre Unverträglichkeit mit einem Kuscheltierchen, das L.T. ihr geschenkt hatte: Sie nannte das Kätzchen schon bald nur noch „Ballaballa-Lucy“, weil Lulu es offenbar nicht ausstehen konnte und sich ihr gegenüber „verrückt“ benahm.

Doch L.T. hatte ein Jahr zuvor von Lulu ebenfalls ein Haustier geschenkt bekommen: einen Jack-Russell-Terrier namens Frank (nicht wie der in MIB2), der leider in L.T.s Schuhe kotzte und pisste, was diesen natürlich auf die Palme brachte. L.T.s Theorie über die Kuscheltiere geht also dahin, dass sie die betroffenen Ehepartner unweigerlich auseinander bringen. Insbesondere dann, wenn es sich dabei um Katzen- und Hundefreunde handelt.

Was aber L.T. in seinem Kummer nicht ahnt, ist, dass es wahrscheinlich der von der Polizei gesuchte „Axtmann“ war, dem die ausgezogene Lulu zum Opfer gefallen ist. Das vermutet jedenfalls L.T.s Freund, der Erzähler, der auch einiges über seine eigene Ehe berichtet.

_Mein Eindruck_

Die ganze Story ist sprachlich so realistisch wie möglich und zugleich so wunderbar schräg erzählt, dass man sich in manche Szenen direkt hineinversetzt fühlt. Wie King in seiner Anmerkung in „Das Kabinett des Todes“ berichtet, hatte er selbst zwei Haustierchen bekommen: einen Corgi-Hund namens Marlowe und eine „durchgeknallte“ Siamkatze namens Pearl. Sie kamen ebenso gut miteinander aus wie Frank, der Terrier, und Lucy, die Katze, in der Geschichte.

Dass das geschenkte Tier in der Story seinen neuen Besitzer nicht ausstehen kann, wohl aber dessen Partner, ist ein weiterer amüsanter Kunstgriff des Autors. Die Tiere sind der stellvertretende Kriegsschauplatz für die Auseinandersetzungen zwischen ihren Besitzern: Sie müssen es ausbaden. Doch am Schluss erwischt King den Leser dann eiskalt, wenn er den Axtmann erwähnt und verrät, wie es L.T. in Wirklichkeit geht.

_Der Sprecher _

Ulrich Pleitgen spricht, nein: deklamiert die verschiedenen Sprechrollen, die dieses erzählerische Kabinettstückchen bietet, mit Verve und hörbarem Gusto. Er legt sich so richtig ins Zeug, wenn er das Leiden unter Franks Untaten schildert oder über Lulubelles Fortgang lamentieren darf.

Das bedeutet aber auch, dass Pleitgen ziemlich schnell vorliest. Und so muss der Zuhörer entweder eine Pause machen (es gibt zwei oder mehr „Akte“) oder fortwährend die Ohren spitzen, um alles mitzubekommen. Am besten hört man sich die kurze Novelle, die nur knapp eine Stunde lang ist, mehrmals an.

_Unterm Strich_

Zunächst klingt die Story wie eine ganz gewöhnliche Ehekrach-und Trennung-Geschichte. Doch schon der erste Satz über den „Axtmann“ eröffnet einen Spannungsbogen, der im letzten Drittel wieder aufgenommen und stark ausgebaut wird. Nur dadurch qualifiziert sich die Geschichte als Thriller King’scher Prägung.

Das mag für manchen Zuhörer zu wenig sein, und Äkschn gibt es sowieso nicht. Aber wie in so vielen Storys des späten King spielt sich der Horror eher im Kopf ab, und das ist auch hier der Fall. Es geht um Gewalt und Groteske. Und wenn der Axtmann Lulu nicht geholt hätte, wer weiß? Vielleicht hätte eines Tages L.T. selbst nicht mehr an sich halten können…

Dieses Hörbuch ist eindeutig eine der besten Lesungen, die ich von Ulrich Pleitgen kenne – und das sind schon ein paar. Ich vergebe daher gerne die volle Wertung.

Spieldauer von 55 Minuten auf einer CD

_Michael Matzer_ © 2003ff

Stephen King – Der Musterschüler (Lesung)

Diese Geschichte erzählt nicht nur von der seltsamen „Hassfreundschaft“ zwischen einem alten Nazi und einem jungen Amerikaner. Sie beschreibt, wie sich der Geist des Rassenwahns und der Unmenschlichkeit aufgrund der Faszination, die er auf unvorbereitete Menschen ausübt, fortpflanzen kann. Der Autor warnt davor, wozu die entsprechende Indoktrination führt: Zuerst müssen die Hilf- und Wehrlosen dran glauben – und dann?

_Der Autor_

Stephen King, geboren 1947 in Portland/Maine, begann schon in jungen Jahren mit dem Schreiben. Inzwischen ist sein Name gleichbedeutend mit guter, wirkungsvoller Horrorliteratur. Fast jedes seiner Bücher ist verfilmt worden, angefangen bei „Carrie“ bis hin zu „Der Sturm des Jahrhunderts“ und „Dreamcatcher/Duddits“. Die Novelle „Der Musterschüler“ {– die ebenfalls verfilmt wurde, und das als recht eindrucksvolles Kammerspiel mit einigen inhaltlichen Abwandlungen, Anm. d. Lektors –} wird hier ungekürzt gelesen.

_Die Sprecher_

Oliver Rohrbeck ist als Theaterschauspieler und Synchronsprecher bekannt geworden. Er machte sich v.a. in der Hörspielreihe „Die drei ???“ einen Namen. Er leiht dem Musterschüler Todd Bowden seine Stimme.

Till Schult, ein erfolgreicher Schauspieler und Sprecher, interpretiert hintergründig und flexibel den Lagerkommandanten Kurt Dussander: Man brüllt er demütigend, mal flüstert er einschmeichelnd. Er ist der ideale Gegenspieler, der den Hörer in seinen Bann zieht. Seine Stimme ist weitaus tiefer als die für „Todd Bowden“.

_Handlung_

Das Böse übt auf Todd Bowden eine gewisse unheilvolle Faszination aus. Der nette, aufgeweckte Junge von 13 Jahren sucht den Kontakt zu einem ehemaligen Lagerkommandanten der Nationalsozialisten, den er nach dem Durchstöbern von Zeitungsberichten zufällig auf der Straße erkennt. Er erpresst den alten Mann: Wenn er ihm nicht zu Willen sei, werde er ihn an die Nazijäger aus Israel und Wien verraten. Der Alte muss zähneknirschend einwilligen, doch er wartet auf seine Chance.

Von Kurt Dussander alias Arthur Denker lässt sich Todd die Verbrechen im Konzentrationslager des ehemaligen Kommandanten haargenau schildern. Er bekommt davon Alpträume, die auch erotischer Natur sind. Seine Schulzensuren gehen in den Keller. Immer mehr gerät er in den Strudel der Sucht nach Macht und in die Gedankenwelt des Dritten Reiches. Bis er selbst zu morden beginnt.

Inzwischen hat Dussander eine Handhabe gegen Todd gefunden. Er werde ihn nach seinem Tod verraten, weil er der Polizei nichts von dem gesuchten Kriegsverbrecher Kurt Dussander erzählt habe, wie es Todds Pflicht gewesen wäre. Und Dussander geht noch weiter: Er rettet Todds Zensuren durch strenge Anleitung zum Lernen und durch ein Gespräch mit dem zuständigen Rektor, Ed French. Hier tritt Dussander sogar als Todds Großvater auf.

Die Jahre vergehen. Todds Bekanntschaft mit Dussander begann im Jahr 1974. Mehrere Jahre später hat er nun einen guten Schulabschluss hingelegt und soll in die Footballmannschaft von Santo Donato, seinem Heimatort, aufgenommen werden, eine besondere Ehre. Doch sein Foto in der Zeitung bringt gewisse Leute auf seine Fährte.

Denn was soll man von der anhaltende Mordserie an Pennern und Landstreichern in der Gegend um Santo Donato halten? Als Dussander einen Herzinfarkt erleidet, bricht das unsichtbare Geflecht aus Erpressung und Schutz, das Todd und Dussander aneinander band, zusammen. Todd, der eine glänzende Karriere nach einem Collegeabschluss vor sich gesehen hatte, sieht seine Zukunft gefährdet. Als auch noch Polizei, Nazijäger und Ed French bei ihm auftauchen, brennen bei ihm die Sicherungen durch.

_Mein Eindruck_

Mit 511 Minuten Länge ist diese Erzählung schon keine Story mehr, sondern ein ausgewachsener Roman. Dafür spricht auch, dass hier nicht nur die Perspektive von einer oder zwei Figuren im Mittelpunkt steht, sondern auch Nebenfiguren wie Todds Eltern oder Ed French mit langen Szenen bedacht werden. Das kommt in Kurzgeschichten recht selten vor und ist eher das Vorrecht eines Romans.

Gespannt verfolgt der Zuhörer, wie sich die beiden Hauptfiguren kennen lernen, sich eine psychische Bindung entwickelt und wie sie sich schließlich gegenseitig erpressen: ein klassischer „double-bind“, der eine stabile kriminelle Partnerschaft gewährleistet. Doch als eine der beiden Seiten (Dussander) geschwächt wird und ausfällt, beginnt das auf dieser Konstruktion errichtete Leben von Todd Bowden auseinander zu fallen.

Es ist dies das Leben eines Serienkillers. Todd hat seine Opfer, die Landstreicher und Obdachlosen, das Äquivalent zum „lebensunwerten Leben“ der Nazis, systematisch umgebracht, um ein Ventil für seine Gewaltfantasien und seinen Hass auf den alten Lagerkommandanten zu finden. Dass der alte Knacker schlauer und skrupelloser ist als er, der amerikanische, wohlausgebildete Junge, wurmt Todd ganz besonders.

Obwohl er sich selbst für clever genug hält, um die am Ende bei ihm aufkreuzende Polizei zu überlisten, macht er doch kleine Fehler, die den Polizisten stutzig machen. Sein Selbstbewusstsein, das ihm erlaubt, Hilflose abzustechen, ist zu übersteigert, um ihn daran zu hindern, vorsichtig zu sein. Seine Überheblichkeit, die er wie ein echter Nationalsozialist oder Lagerkommandant entwickelt und kultiviert hatte, wird ihm doch noch zum Verhängnis.

Denn Todd ist ein Nazi geworden. Nicht dem Namen nach natürlich, aber im Geiste. Und das bedeutet, dass die Ideologie der Nazis, ihr Rassenwahn und ihre Überheblichkeit, prinzipiell überall in den Vereinigten Staaten Wurzeln schlagen können. Sie haben dies in der Tat bereits getan: Die meisten „arischen“ Publikationen im Internet stammen laut Dokumentationen aus den USA. In Oregon und Idaho existieren rechtsgerichtete Gruppierungen und sogar bewaffnete Milizen, die vom FBI (angeblich) scharf beobachtet werden. (Der Roman „Ausgeliefert“ von Lee Child beschreibt ein solches Milizenlager ausführlich als Schauplatz der actionreichen Handlung.)

_Die Sprecher_

Till Schulte spricht die Szenen, in denen die Perspektive des Alten, Kurt Dussanders, bestimmend ist. Es kommen also auch andere Figuren zu Wort, besonders Todd. Seine tiefe Stimme ist beeindruckend, fein moduliert und der jeweiligen Figur angemessen. Das, was er ruhigen Tones schildert, lässt einem manchmal die Haare zu Berge stehen.

Oliver Rohrbeck, der die Perspektive Todds spricht, ist ein ganz anderes Kaliber. Nicht nur ist seine Stimme angemessen höher, aber es fehlt ihm auch hörbar an Erfahrung (oder ausreichend Übung), um jeden Satz optimal zu betonen. Außerdem hat er Mühe, französische und spanische Wörter korrekt auszusprechen (aber das ist bei vielen Sprechern so, selbst noch bei englischen Wörtern).

_Unterm Strich_

„Der Musterschüler“ ist ein Hörbuch für die Geduldigen. Wie eingangs gesagt, beinhaltet die romanartige Erzählung eine Warnung des Autors an den Leser/Hörer, gewissen Ereignisse der jüngsten Geschichte nicht zu vergessen. Sonst werden sie unweigerlich wiederholt.

Die Qualität der Sprecher erscheint mir höchst unterschiedlich. Während Till Schulte eine erfahrener Profi ist, so muss Oliver Rohrbeck noch hart an seinem zweifellos vorhandenen Können arbeiten, um die gleiche Meisterschaft zu erlangen.

Hinweis: Die Beschreibungen von gewalttätigen und sexuellen Szenen machen die King-Hörbücher „Der Musterschüler“ und „Die Verurteilten“ {ebenfalls herausragend gut verfilmt – Anm. d. Lektors} in diesem Doppelpack „Frühling und Sommer“ nicht für Jugendliche unter 16 Jahren geeignet.

Laufzeit von 511 Minuten auf 7 CDs

_Michael Matzer_ © 2002ff

[NEWS] Stephen King – Sleeping Beauties

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 976 Seiten
Originaltitel: Sleeping Beauties
Heyne

[NEWS] Stephen King – Erhebung

Scott nimmt rasend schnell ab. Sein korpulentes Aussehen ändert sich trotzdem nicht. Und noch unheimlicher: Wenn er auf die Waage steigt, zeigt sie jeweils das gleiche Gewicht an, egal wie viel er momentan trägt, ob Kleidung oder gar Hanteln. Scott hat Angst, dass man ihn zum medizinischen Versuchskaninchen macht. Aber er muss es jemand erzählen. Zu Dr. Ellis hat er Vertrauen, aber auch der weiß keinen Rat. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 144 Seiten
Originaltitel: Elevation
Heyne

Stephen King – Mind Control (Bill Hodges 3)

Nach Jahren im Koma erwacht „Mercedes-Mörder“ Hartsfield und entdeckt, dass er die Hirne seiner Mitmenschen manipulieren kann, was ihm die Gelegenheit verschafft, wieder als Killer tätig zu werden sowie Rache an denen zu nehmen, die ihn einst aufhalten konnten … – Der letzte Band der Bill-Hodges-Trilogie greift auf die Ereignisse des Auftaktromans zurück. Während der Krimi-Anteil so gut wie verschwindet, kehrt Stephen King zum Übernatürlichen zurück und legt ein routiniert geschriebenes Garn vor, das sich autorentypisch sehr gut lesen lässt, obwohl es keineswegs originell ist. Stephen King – Mind Control (Bill Hodges 3) weiterlesen

Stephen King – Der Outsider

Die Handlung:

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

Stephen King – Der Outsider weiterlesen

Stephen King – Der Outsider

Die Handlung:

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also?

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[NEWS] Stephen King – Der Outsider

Im Stadtpark von Flint City wird die geschändete Leiche eines elfjährigen Jungen gefunden. Augenzeugenberichte und Tatortspuren deuten unmissverständlich auf einen unbescholtenen Bürger: Terry Maitland, ein allseits beliebter Englischlehrer, zudem Coach der Jugendbaseballmannschaft, verheiratet, zwei kleine Töchter. Detective Ralph Anderson, dessen Sohn von Maitland trainiert wurde, ordnet eine sofortige Festnahme an, die in aller Öffentlichkeit stattfindet. Der Verdächtige kann zwar ein Alibi vorweisen, aber Anderson und der Staatsanwalt verfügen nach der Obduktion über eindeutige DNA-Beweise für das Verbrechen – ein wasserdichter Fall also? (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 752 Seiten
Originaltitel: The Outsider
Heyne

Stephen King & Owen King – Sleeping Beauties

Die Handlung:

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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Stephen King & Owen King – Sleeping Beauties

Die Handlung:

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

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[NEWS] Stephen King – Sleeping Beauties

Die Welt sieht sich einem faszinierenden Phänomen gegenüber. Sobald Frauen einschlafen, umhüllt sie am ganzen Körper ein spinnwebartiger Kokon. Wenn man sie weckt oder das unheimliche Gewebe entfernen will, werden sie zu barbarischen Bestien. Sind sie im Schlaf etwa an einem schöneren Ort? Die zurückgebliebenen Männer überlassen sich zunehmend ihren primitiven Instinkten. Eine Frau allerdings, die mysteriöse Evie, scheint gegenüber der Pandemie immun zu sein. Ist sie eine genetische Anomalie, die sich zu Versuchszwecken eignet? Oder ist sie ein Dämon, den man vernichten muss? Schauplatz und Brennpunkt ist ein kleines Städtchen in den Appalachen, wo ein Frauengefängnis den größten Arbeitgeber stellt. (Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe: 960 Seiten
Originaltitel: Sleeping Beauties
Heyne