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Nina George – Das Lavendelzimmer

Mit zielsicherem Blick verkauft der Buchhändler Jean Perdu seinen Kunden in seiner literarischen Apotheke, einem zu einem Bücherschiff umgebauten Lastkahn, genau das Buch, das sie in der jeweiligen Situation benötigen, um Rat und Trost zu finden. Er will „Gefühle behandeln, die nie von Ärzten diagnostiziert werden. All diese kleinen Gefühle, Regungen, für die sich kein Therapeut interessiert, weil sie angeblich zu klein und zu unfassbar sind. Das Gefühl, wenn wieder ein Sommer zu Ende geht. Oder zu erkennen, nicht mehr ein ganzes Leben Zeit zu haben, um seinen Platz zu finden. Oder die kleine Trauer, wenn eine Freundschaft doch nicht in die Tiefe geht und man weitersuchen muss nach einem Lebensvertrauten. Oder die Schwermut am Morgen des Geburtstags. Heinweh nach der Luft seiner Kindheit. So etwas.“

So erfolgreich er damit bei seinen Patienten ist, so sehr ist er jedoch bei der Auseinandersetzung mit seinem eigenen Verlust gescheitert: Vor zwanzig Jahren hat ihn Manon, die große Liebe seines Lebens verlassen und ihm nichts weiter als einen Brief hinterlassen, den Perdu bis heute nicht einmal zu lesen wagte. Seine Erinnerung hat er im Lavendelzimmer eingesperrt, das er nach Manons Fortgang nie wieder betreten hat. Doch als die von ihrem Mann verlassene Catherine in das Mietshaus in der Pariser Rue Montagnard einzieht und nicht einmal einen Tisch oder einen Stuhl besitzt, öffnet Perdu das Lavendelzimmer, um ihr zu helfen. Damit setzt er ungewollt auch einen Prozess in Gang, der ihn samt seinem Bücherschiff und dem von Fans und Presse verfolgten, erfolgreichen Jungautor Max aus der Großstadt hinaus in die Weite der Provence treibt. Es beginnt eine Reise, die für alle Passagiere des Bücherkahns „Lulu“ gleichsam eine Suche nach der Vergangenheit und nach der Zukunft wird.

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[NEWS] JEAN-CHRISTOPHE GRANGÉ – Die Wahrheit des Blutes

Neues von Jean-Christophe Grangé bei Lübbe: „Die Wahrheit des Blutes“.

Olivier Passan, Polizeikommissar und Einzelgänger, steht kurz davor, einen raffinierten Serienkiller zu stellen, der es auf schwangere Frauen abgesehen hat. Zugleich versucht er zu begreifen, warum die Ehe mit seiner japanischen Frau Naoko offenbar gescheitert ist. Als in ihrem gemeinsamen Haus bedrohliche Dinge geschehen, vermutet Passan zunächst einen Racheakt des Killers. Doch dann stellt sich heraus, dass die Anschläge mit der geheimnisvollen Vergangenheit Naokos zu tun haben.
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 432 Seiten
Originaltitel: Kaiken