Alle Beiträge von Corinna Hein

Preethi Nair – Die Freischwimmerin

Bhanu ist 59 Jahre alt, hat zwei erwachsene Kinder, ein nettes Häuschen und blickt auf 40 Ehejahre zurück. Das soll gebührend gefeiert und auch das Ehegelübte mit ihren Mann Hiten erneuert werden. Da begegnet Bhanu plötzlich der großen Liebe ihrer Jugendjahre wieder. Deepak ist der Mann, der ihr als Heranwachsende das Gefühl gegeben hatte, ein wertvoller Mensch zu sein und sie als geliebte Erinnerung durch ihr ganzes Leben begleitet hat. Nun ist er endlich wieder da und Bhanu stellt ihre ganze Existenz in Frage.

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Anne Perry – Nachts am Paragon Walk (Die Thomas-&-Charlotte-Pitt-Reihe, Teil 3)

Seit sich die gutbürgerlich aufgewachsene Charlotte Elisson und der gebildete, aber wenig manierliche Polizist Thomas Pitt im Zusammenhang mit dem Fall um den „Würger von der Carter Street“ kennengelernt haben, sind nun schon ein paar Jahre vergangen. Charlotte hat Thomas geheiratet und führt das Leben einer Hausfrau und Mutter der unteren Mittelschicht. Ihre Schwester Emily hingegen hat ihr Ziel erreicht und in die Aristokratie eingeheiratet. Die Sommermonate verbringt sie mit anderen Familien ihres Standes im Sommerhaus am Paragon Walk. Während die Männer sich in ihren Clubs vergnügen, ist das Leben der Frauen relativ eintönig. Im Wesentlichen putzt man sich und besucht sich gegenseitig, um belanglose Floskeln auszutauschen und sich gegenseitig auszuhorchen. Dann wartet man darauf, dass es Abend wird und man eventuell zu einer Gesellschaft gehen kann. Da wird plötzlich ausgerechnet die fade und kaum attraktive Fanny Nash vergewaltigt und stirbt in den Armen ihrer Tante Jessamyn.

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Anne Perry – Der Würger von der Cater Street

Charlotte Ellison, laut dem örtlichen Pfarrer eine „äußerst streitlustige junge Frau“,  wächst als eine von drei Schwestern in einer begüterten Familie der noblen Carter Street im spätviktorianischen London der Gaslaternen auf. Ihre ältere Schwester Sarah ist bereits verheiratet und ihre jüngere Schwester Emily hat sich fest vorgenommen, die Frau von Lord Ashworth zu werden, um in die Aristokratie einzuheiraten.

Das behütete Leben der Frauen spielt sich vornehmlich zu Hause oder bei Freunden in der Nähe ab und dreht sich hauptsächlich um Besuche bei Nachbarn, Feste, sowie Klatsch über Liebesaffairen und Mode. Gelegentlich tut man etwas für die Armen, deren Not man mit selbstgestrickten Schals zu lindern glaubt. Ihr Vater wählt aus, welche Nachrichten bis zu den Frauen der Familie vordringen dürfen. Die werden dann aus der Zeitung vorgelesen. So kommt es auch, dass sie von dem ersten Mord in ihrer Straße erst mit Verspätung erfahren, während der zweite sie unmittelbar trifft, da es sich um das eigene Dienstmädchen handelt.

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Robin Cruise und Valeria Decampo – Lunette, die Zahnfee. Die wahre Geschichte

Jeder hat von ihr gehört. Manchen hat sie bereits ein glitzerndes Geldstück im Tausch gegen einen Zahn unter dem Kopfkissen gelegt. Und einige wollen sie dabei sogar gesehen haben. Doch niemand weiß, woher sie kommt, wer sie ist und warum sie es sich eigentlich zur Aufgabe gemacht hat, ausgefallene Milchzähne einzusammeln. Bis jetzt.

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Katharina Kramer – Die Sprache des Lichts

Es ist 1582 und das christliche Europa aufgrund der Reformation in katholische und protestantische Christen gespalten, wobei die protestantischen Herrscher im südfranzösischen Bearn an der Grenze zu Spanien so radikal sind, dass sie alles bei Todesstrafe verbieten, was den Menschen Vergnügen bringen könnte. Es ist die Zeit der Spione, der Alchimisten und der Hexenverbrennungen auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Zeit technischer Entwicklungen und wissenschaftlicher Entdeckungen. Es ist auch die Zeit derer, die so wie der englische Hofastronom John Dee auf der Suche nach der Ursprache Gottes sind. So gerät der sprachbegabte, aber naive und unerfahrene Lateinlehrer Jacob Grewe aus der behüteten Welt der Internatsschule für Knaben in Pforta als polyglotter Code-Knacker und vermutlicher Spion zwischen die Fronten der Religionskriege. Dabei macht er die Bekanntschaft von Edward Kelley, seines Zeichens gewiefter Betrüger und talentierter Chemiker, sowie der sprachlich talentierten Spionin Margaréte Labè, die auf Jacob angesetzt wird.

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Afrika! – Menschen, Tiere und Natur der Savannen

Im letzten Jahr hat die die freischaffende Illustratorin und Autorin Katharina Vlcek ihre Leser in einem wunderschön gestalteten All-Age-Sachbuch nach Amazonien entführt. In diesen Jahr lädt sie zu einer Reise in die afrikanischen Savannen ein. Optisch und gestalterisch an seinen Vorgänger angelehnt, bietet „Afrika!“ im quadratischen Großformat wieder detailreiche Zeichnungen, kurze, kindgerechte und informative Texte sowie jede Menge Themen zum Entdecken und Staunen für Leser ab 9 Jahren.

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Hamburger Strich, Norbert Klugmann: Was nun, Huhn?!: Tiere, Menschen, Sensationen. Texte & Cartoons

Der pompöse Titel des Buches macht deutlich, was man immer schon geahnt hat: Das Huhn wird unterschätzt. Es handelt sich keinesfalls um ein dummes Federvieh zum Eierlegen und als Suppenbasis, sondern um einen sensationellen Nachfahren der Dinosaurier, der schon seit Jahrmillionen zu den besten Freunden des Menschen gehört. Jetzt ist es sogar „Trendthema“.

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Ingebjørg Berg Holm – Wütende Bärin

Schon der Prolog des ungewöhnlichen Romans „Wütende Bärin“ lässt nichts Gutes verheißen und zeigt das Programm für den ganzen Roman. Da wird ausführlich und eindringlich beschrieben wie eine Leiche im hohen Norden verwest und wie die einzige Bedeutung des Menschen in seiner Funktion als Nahrungsquelle von Tieren und der Düngung der norwegischen Erde besteht. An dieser Stelle glaubt man es noch, es mit einem Kriminalroman zu tun zu haben.

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Jean-Luc Engelbert – Anna, die kleine Hexe

Anna wohnt mit ihrer Mutter in einem gemütlichen Haus am Rande des Waldes. Es ist Herbst und die Blätter rascheln unter ihren Füßen, als sie in einem roten Kleid und mit Kastanienkörbchen in „ihren“ Wald hinauszieht. Entfernt erinnert sie an das Rotkäppchen, das zur Großmutter möchte.

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Karin Kalisa – Fischers Frau

Er wird zwar „der Perser der Ostsee“ genannt, doch wer bisher noch nie von Fischerteppichen gehört hat, dem sei an dieser Stelle verziehen und stattdessen Karin Kalisas Roman „Fischers Frau“ ans Herz gelegt. In der Neuerscheinungen des Droemer Verlags werden diese unscheinbaren bis biederen Teppiche, die „nichts darstellen wollen, als sie sind“, zum Star eines Romans.

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Victoria Jamieson und Omar Mohamed: Wenn Sterne verstreut sind

Über 200.000 überwiegend somalische Flüchtlinge leben heute in Kenia im Flüchtlingslager Dadaab. 1991 ursprünglich als Notlösung in Folge eines blutigen Bürgerkriegs in Somalia eingerichtet, ist es inzwischen zum weltweit größten Flüchtlingscamp angewachsen. 30 Jahre nach seiner Eröffnung beherbergen die Zeltstädte von Dadaab nun schon die zweite oder gar dritte Generation der Immigranten. Kinder wurden hier geboren, die jetzt selbst schon Kinder haben und keine andere Realität als das Leben im Camp kennen. Während die United Nations und andere Menschenrechtsorganisationen sich kaum um mehr kümmern können, als den Geflüchteten das Notwendigste zum Leben zu geben, und versuchen, sie in westlichen Ländern unterzubringen, droht Kenia immer wieder damit das Lager zu schließen, um die Welt darauf aufmerksam zu machen, dass hier eine Flüchtlingskatastrophe, die schon zu lange andauert, vergessen wird. Gegen dieses Vergessen schreiben und zeichnen auch Omar Mohamed und Victoria Jamieson in der autobiografischen Graphic Novel „Wenn Sterne verstreut sind“ an.

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Jan Kaiser – Der Mumpel

Wer hat nur die Kekse gegessen, die gerade noch auf dem Tisch lagen, und bloß Krümel übrig gelassen? Wer hat die Socke versteckt, die eben noch da war? Und wer hat die Kanne ausgetrunken, die eigentlich noch fast voll sein müsste? Auf all diese Fragen hinsichtlich mysteriöser Vorgänge in menschlichen Wohnungen gab es bisher nur die eine Antwort: Niemand. Doch Dank Jan Kaiser hat dieser Niemand jetzt einen Namen und zwar: der Mumpel.

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Mona Nicolay – Rosenkohl und tote Bete

Der Berliner Schrebergartenverein „Harmonie“ ist ein durchstrukturierter Mikrokosmos mit festen Regeln, einem eingeschworenen Team an Gartenexperten und Manne Nowak, ihrem Vorsitzenden, seines Zeichens pensionierter Kommissar der Berliner Kriminalpolizei. Da hinein stolpern Eike und Caroline von Ribbek, die „irgendwas mit Medien“ arbeitet, vom gärtnern keine Ahnung hat und schon am ersten Abend auf ihrer neu-erworbenen Parzelle den Leichnam des besten Freundes ihres Schrebergartennachbarn Manne findet.

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Mena Kost – Funzel, Reisszahn und Säge. Die abenteuerliche Reise zum Leuchtblumenfeld

Der winzige Laternenfisch Funzel, der Sägefisch Säge und der enorme Hai Reisszahn sind die allerbesten Freunde. Alle drei lieben sowohl Algeneiscreme als auch Meerapfelsaft und freuen sich schon sehr auf das alljährliche Leuchtblumenfest, das bald in den dunklen Tiefen ihres Ozeans stattfinden soll. Doch leider sind alle Leuchtblumen ausverkauft und der Blumenladenbesitzer hält sich für zu alt, um noch einmal die gefährliche Reise zum Leuchtblumenfeld zu wagen. Ein Leuchtblumenfest ohne Leuchtlumen – unmöglich! Daher fassen die drei ungleichen Freunde den mutigen Beschluss, durch die finsteren Schwarzschwarzen Berge, einen wirbelnden Hohlstrudel und einen fürchterlichen Brennalgenwald bis zum Leuchtblumenfeld zu schwimmen, um genügend Leuchtblumen zu holen, damit das Fest schließlich doch stattfinden kann.

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Marthe Kelling – Fremde Kindheit

Die Menschen, die man am besten kennen müsste, sind man selbst und seine Familie. Jedenfalls würde man das annehmen, hat man doch mit ihnen einen wesentlichen Teil seines Lebens auf engem Raum verbracht und wurde von ihnen geprägt. Doch was, wenn das, was man über sie weiß, nur die halbe Wahrheit ist? Was, wenn das, was man zu wissen glaubt, einen sogar krank macht? Die Autorin Marthe Kelling führt ihre von Schmerzen gepeinigte Protagonistin Rena Brandt in ihrem Debütroman „Fremde Kindheit“ eben aus diesem Grund auf eine Reise in die Familiengeschichte, die zwar ihre persönliche Geschichte ist, aber auch ein Stück weit die Geschichte vieler deutscher Familien sein dürfte.

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Maximilian Zech – Aus einer Zeit

Auf den ersten Blick scheint Matthias Bode es geschafft zu haben: Er hat erfolgreich sein Medizinstudium in Göttingen abgeschlossen und arbeitet seitdem in der gleichen Stadt in einem Privatkrankenhaus. Und doch spürt man schon auf den ersten Seiten von Maximilian Zechs Roman „Aus einer Zeit“ eine grüblerische Melancholie, denn Bode beobachtet sich und seine Umgebung genau und lässt uns an seinen ausufernden Gedanken teilhaben, die von Erinnerungen und einem ungewissen Fernweh dominiert werden. Schließlich wird es klar, dass Bode nur für seine Arbeit lebt und vor allem eines ist: einsam.

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Nita Prose – The Maid. Ein Zimmermädchen ermittelt

Ein wohlhabender Dauergast des Londoner Regency Grand Hotels wird tot in seinem Zimmer aufgefunden. Ausgerechnet von Molly Gray, dem pflichtbewusstesten und gründlichsten Zimmermädchen Londons. Sie könnte viel über den tyrannischen Mr. Black und seinem Verhalten gegenüber dessen wesentlich jüngerer Ehefrau Giselle erzählen, aber sie tut es nicht. Molly sieht zwar alles und bemerkt vieles, aber sie behält es diskret für sich. Schon gar nicht möchte sie die einzige Person, die ihr so etwas wie eine Freundin geworden ist, in Schwierigkeiten bringen. Also gerät sie selbst in Schwierigkeiten und wird sogar verdächtigt, den Mord begangen zu haben.
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Katharina Vlcek – Amazonien. Entdecke die Wunder des Regenwaldes

Wunderschön gezeichnete Illustrationen, interessante, kurzweilige Texte und wichtige Zusammenhänge einfach erklärt: Das großformatige Bilderbuch „Amazonien“ aus dem Haupt Verlag macht neugierig auf den artenreichsten Lebensraum auf der Welt.

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Norman Bridwell – Clifford. Der große, rote Hund

Was erwartet man eigentlich von einem Hund? Treu sollte der beste Freund des Menschen sein. Man sollte mit ihm spielen können; also die Fähigkeit zu apportieren wäre nicht schlecht. Und wäre er dazu noch lieb und freundlich, könnte man sicher auch über ein paar unschöne Angewohnheiten wie das Hinterherrennen von Autos oder Jagen von Katzen hinwegsehen.

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Gerda Maria Pum und Stefanie Jeschke – Pups, die Maus

Irgendwann kommt jedes Kind in das Alter, in dem es sich für Ausscheidungen interessiert. Bei Kaka, Pipi und Pupsen geraten Eltern nicht selten in Erklärungsnot oder wissen nicht, wie sie das Thema ansprechend und kindgerecht verpacken sollen. Bilderbücher sind dann eine gute Hilfe, um sich damit auseinanderzusetzen. In „Pups, die Maus“ macht eine kleine Maus, welche Süßigkeiten schlecht verträgt und davon Blähungen bekommt, ihrem Namen alle Ehre und pupst sich durch eine gereimte Geschichte von Gerda Maria Pum und Stephanie Jeschke.

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