Alle Beiträge von Björn Backes

Robert Jordan – Die Jagd beginnt (Das Rad der Zeit 2 – Das Original)

Die letzte Schlacht gegen den Dunklen König steht bevor. Wandernde Gaukler berichten unterdessen von der Wilden Jagd nach dem Horn von Valere, dessen Klang die toten Helden ins Leben zurückruft. Als das Horn gestohlen wird, muss Rand al’Thor einmal mehr seine magischen Kräfte einsetzen, gegen die er sich so heftig zur Wehr setzt. Denn nur mittels des magischen Instruments können die düsteren Mächte zurückgeschlagen werden … – »Das Rad der Zeit. Das Original« vereint Robert Jordans Romane – vollständig neu bearbeitet – in der kompletten Fassung der amerikanischen Originalausgabe. (Verlagsinfo)
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Chris Claremont (Autor) / Frank Miller (Zeichner) – Wolverine

Wolverine – die beliebteste Figur unter den X-Men

Egal ob nun in den unzähligen Comics oder doch in den nunmehr drei Hollywood-Verfilmungen der legendären X-Men: Diejenige Persönlichkeit, die stets im Vordergrund steht und auch über den eigenwilligsten Charakter verfügt, ist zweifelsohne Wolverine. Der unbesiegbare, nahezu unsterbliche Logan ist beliebt wie kein anderer Vertreter der X-Men, hat seit einiger Zeit bereits eine eigene Comic-Serie und wird neben Charles Xavier als einzige Person auch sofort mit den X-Men in Verbindung gebracht.

Die Geschichte von Wolverine geht auf das Jahr 1974 zurück, als er seinen ersten großen Auftritt in „The Incredible Hulk“ hatte. Doch seine Zukunft war zunächst ungewiss; man war nicht wirklich überzeugt von Wolverines Durchschlagskraft. Dennoch bekam er seinen Part bei den X-Men, weil sein Erfinder Leo Wein an ihn glaubte.

1982 griff Chris Claremont in Kooperation mit Comic-Ikone Frank Miller (Zeichnungen) und Josef Rubenstein (Farben) erneut die Idee auf, Wolverine ein größeres Forum zu verschaffen. Die drei schufen gemeinsam eine Miniserie und legten somit den Grundstein für den weiteren Erfolg dieses |Marvel|-Charakters: Ein neuer Superheld war geboren, und heute ist er absolut nicht mehr aus dem großen Universum der Mutanten wegzudenken.
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Isabel Abedi – Whisper. Jugendroman

Die Autorin

Isabel Abedi, geboren 1967, hat dreizehn Jahre lang als Werbetexterin gearbeitet. Abends, am eigenen Schreibtisch, hat sie Kinder- und Bilderbuchgeschichten geschrieben und davon geträumt, eines Tages davon leben zu können. Dieser Traum hat sich längst erfüllt: Isabel Abedi hat inzwischen zahlreiche sehr erfolgreiche Kinderbücher veröffentlicht, von denen manche bereits ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt wurden. Nach „Imago – Die geheime Reise“ ist „Whisper“ ihr zweiter Jugendroman. Isabel Abedi lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Hamburg.

Bilderbücher

10 Marienkäfer sagen Gute Nacht. arsEdition (2010), ISBN 978-3-7607-4090-4.
Das 99. Schaf. arsEdition (2010), ISBN 978-3-7607-3640-2.
Das 99. Schaf und der kleine Wolf.
Das 99. Schaf reist um die ganze Welt.
Blöde Ziege – Dumme Gans. arsEdition (2009), ISBN 978-3-7607-2985-5.
Verschwunden!, ruft die kleine Ziege.
Hurra, gewonnen!
Torro sieht rot.
Leila Schwein schreit Nein!
Du bist mein größter Schatz.
Hexus-Plexus.
Verschwunden/Gefunden.
Ein Wunsch für die kleine Fee.
Glück gehabt, Pechbär!
Lisa und der Krachdrache.
Abschied von Opa Elefant.
Alberta geht die Liebe suchen.
Traumschuhe für Lilian.
Der Baum ist mein Haus.
Der Nikolaus kommt heut!
Weihnachtsrabe Rasputin findet das Glück.
Keine Angst, kleines Nachtgespenst!
Wie lange noch?
Drei Jahre noch, dann halte ich es nicht mehr aus!

Kinderbücher

01 Lisbeth – Und hier kommt Tante Lisbeth! ISBN 978-3-7855-7914-5.
Kleiner Wolf sucht ein Zuhause.
Kleiner Wolf in Not.
Käpten Klonk und seine Piraten.
01 Lola – Hier kommt Lola! ISBN 978-3-7855-5169-1.
02 Lola – Lola macht Schlagzeilen. ISBN 978-3-7855-5337-4.
03 Lola – Lola in geheimer Mission. ISBN 978-3-7855-5534-7.
04 Lola – Applaus für Lola! ISBN 978-3-7855-5692-4.
05 Lola – Lola Löwenherz. ISBN 978-3-7855-5674-0.
06 Lola – auf Hochzeitsreise. ISBN 978-3-7855-5675-7.
07 Lola – Schwesterherz. ISBN 978-3-7855-5676-4.
08 Lola – Fünf Sterne für Lola. ISBN 978-3-7855-5677-1.
09 Lola – Lola und die einzige Zeugin. ISBN 978-3-7855-5678-8.
Lola – das Buch zum Film. ISBN 978-3-7855-7139-2.
Lola – Meine Freunde. (Freundebuch)
Lola – Macht Lola zum Star.
Verbotene Welt. Loewe Verlag, ISBN 978-3-7855-6300-7.
Unter der Geisterbahn. Loewe Verlag, ISBN 978-3-7855-6766-1.
Los Angeles.
Leselöwen: Popstargeschichten. Mit Bildern von Silke Brix. Loewe Verlag, (2008), ISBN 978-3-7855-4126-5.
Leselöwen: Freundinnengeschichten. Loewe Verlag

Jugendbücher

Imago. Arena, Würzburg (2004), ISBN 3-401-05572-0.
Whisper. Arena, Würzburg (2005), ISBN 3-401-02999-1.
Isola. Arena, Würzburg (2007), ISBN 978-3-401-06048-4.
Lucian. Arena, Würzburg (2009), ISBN 978-3-401-06203-7.
Die längste Nacht. Arena, Würzburg (2016), ISBN 978-3-401-06189-4

Hörbücher (Auswahl)

Hier kommt Lola! Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2005), ISBN 3-8337-1211-2.
Lola macht Schlagzeilen. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2005), ISBN 3-8337-1345-3.
Lola in geheimer Mission. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2006), ISBN 3-8337-1499-9.
Unter der Geisterbahn. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2006), ISBN 3-8337-1629-0.
Applaus für Lola! Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2007), ISBN 978-3-8337-1775-8.
Imago. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2007), ISBN 978-3-8337-1855-7.
Verbotene Welt. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2007), ISBN 978-3-8337-1908-0.
Lola Löwenherz. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2008), ISBN 978-3-8337-2063-5.
Isola. Arena Verlag, Würzburg (2008), ISBN 978-3-401-26048-8.
Lola auf Hochzeitsreise. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2008), ISBN 978-3-8337-2196-0.
Lucian. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2009), ISBN 978-3-8337-2535-7.
Lola Schwesterherz. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2010), ISBN 978-3-8337-2634-7.
5 Sterne für Lola. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2012), ISBN 978-3-8337-2994-2.
Lola und die einzige Zeugin
Superstarke Kindergartengeschichten. Jumbo Neue Medien & Verlag, Hamburg (2014), ISBN 978-3-8337-3286-7.

Der Roman

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The Beatles – The Beatles Bible. 100 unverzichtbare Beatles-Songs mit Text und Akkorden

Sie sind die wohl wichtigste Band der gesamten Musikgeschichte und gleichzeitig die erste und für viele einzig wahre Boygroup. Ihre Lieder erreichten vor mehr als drei Dekaden ein Millionenpublikum, sind seitdem unvergessen und gelten als Inspiration für eine Heerschar von mittlerweile ebenfalls prominenten Musikern. Was John Lennon, Ringo Starr, George Harrison und Paul McCartney auch anpackten, es wurde zu Gold. Wie viele Hits haben THE BEATLES geschrieben? Man mag sie kaum noch zählen, und eine Auswahl der bekanntesten Stücke zu benennen ist wohl eine ebenso knifflige Aufgabe wie ihre besten Songs herauszusuchen.

Die Bosworth Music GmbH hat uns diese undankbare Arbeit abgenommen und in einem Sammelband 100 der unverzichtbarsten Lieder dieser unsterblichen (man verzeihe mir, wenn dies makaber anmutet, doch damit ist lediglich der Status gemeint) Kapelle zusammengefasst. Völlig zu Recht heißt dieses schmucke Taschenbuch-Sammelwerk „The Beatles Bible“, denn für die vielen nach wie vor verbliebenen Fans wird dieses simpel aufgemachte Büchlein garantiert die Stellung eines Gebetbuches einnehmen.

100 Songs, darunter Sachen wie ‚I Am The Walrus‘, ‚Come Together‘, ‚Day Tripper‘, ‚Penny Lane‘, ‚Yellow Submarine‘, ‚Let It Be‘, ‚Eleanor Rigby‘, ‚Hey Jude‘, ‚Help‘ und natürlich der wohl bekannteste McCartney-Hit ‚Yesterday‘ sind enthalten, und dies sowohl in der reinen Notenfassung mit Text als auch mit Grifftabelle für die Gitarre. Somit ist das Teil nicht nur ein recht umfassendes Songbook, sondern auch eine gute Einstiegshilfe für gerade mit der Ausbildung beginnende Gitarrenspieler, denn wirklich schwer zu spielen sind die BEATLES-Songs in der Regel nicht.

Das Schöne dabei: Die hier vorliegende Ausgabe ist sehr handlich, kann überall hin mitgeschleppt werden und braucht nicht so viel Stauraum wie die ansonsten immer im DIN-A4-Format herausgegebenen Notenbücher. Mit anderen Worten ist dieses kleine aber feine Werk ein echter Goldschatz, den man nicht mehr aus der Hand geben will, sobald man sich in all die alten Kamellen wieder eingesungen hat.

Ich bin zum Beispiel eben bei ‚Let It Be‘ stehen geblieben, habe mir dazu die fabelhafte Version von TORI AMOS angehört und bin der Sache total verfallen. Was bleibt also noch zu sagen? Whisper words of wisdom …

Unterm Strich

Tolle Idee, kompaktes Format, geniale Songs – so sieht eine Musikerbibel aus.

Gebunden: 213 Seiten
ISBN-13: 978-3865431905

https://www.bosworth-print.de/

Der Autor vergibt: (5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (2 Stimmen, Durchschnitt: 1,00 von 5)

Angelika Janssen – Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Das Spiel zum Buch

Die Idee zum Spiel

Aufgrund der ständigen Modernisierung der deutschen Sprache und des unliebsamen Gebrauchs von seltsamen Anglizismen und ähnlichen Unarten ist der Umgang mit den im Duden beschriebenen Vorgaben in den letzten Jahren partiell zur Willkür geworden. Eine bedenkliche Entwicklung, nicht nur im Hinblick auf die gerne zitierte PISA-Studie, sondern auch ganz allgemein betrachtet. Ein Mann, dem dieser Missstand allmählich auf den Zeiger ging, ist Bastian Sick, der Verfasser der nunmehr schon dreiteiligen Buchreihe „Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod“. Mit seiner teils satirischen Wiedergabe des alltäglichen Sprachgebrauchs hat er die Not zur Tugend gemacht und eines der wichtigsten Kulturgüter unseres Landes bissig parodiert. Das Resultat waren Spitzenpositionen in den Bestseller-Listen und damit auch ein außergewöhnlicher Erfolg für ein Sachbuch, das mit den Fehlern seiner Leser aufräumt.
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Neil Daniels – Robert Plant – Led Zeppelin, Jimmy Page & die Solo-Jahre

Wenn man sich bereits mit „Hammer Of The Gods„, der Mutter aller Led -Zeppelin-Biografien auseinandergesetzt hat, darf man ruhigen Gewissens der Ansicht sein, dass man die wichtigsten Details über die Karriere der Band sowie den individuellen Werdegang ihrer Mitglieder bereits aufgesogen hat. Die skandalträchtige Ansammlung der wichtigsten Stationen einer wohlverdienten Legende mag sich zwar vorrangig von ihren düsteren Episoden nähren, gehört aber als nahezu lückenlose Zusammenstellung einer klischeehaften, daher vielleicht auch typischen Band-Laufbahn zu den essenziellen Werken des gesamten Musikbusiness‘.
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Nesbø (Nesboe), Jo – Leopard

Mit dem „Schneemann“-Fall hat Jo Nesbø im Grunde genommen alles aus seinem Lieblingsermittler Harry Hole herausgeholt, was der verbitterte Mitvierziger in seiner Midlifecrisis bieten konnte: Ein genialer Fall, eine komplexe Ermittlungsreihe, ein skrupelloses Storyboard, faszinierende, manchmal sogar krankhaft-wahnsinnige Figuren und Wendungen, wie man sie selbst im hoch gelobten skandinavischen Thriller/Krimi-Sektor nur selten aufs Tablett gelegt bekommt. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Fortsetzung gewesen, die Nesbø ein wenig nach hinten verlegt hat, nun aber mit einem lauten Knall zur Diskussion bringt. „Leopard“ soll nun den Schneemann ersetzen, ihm zumindest ebenbürtig sein. Eine schwere Aufgabe, wie auch der Autor weiß. Doch der würde sich nicht an eine solche Herausforderung wagen, wüsste er nicht, dass seine Geschichten jedes Mal wieder das Potenzial haben, an solche Geniestreiche anzuknüpfen.

_Story:_

Harry Hole knabbert immer noch an den Depressionen, die ihm der letzte Fall und die Trennung von seiner Geliebten Rakel beschert hat. Seit sechs Monaten lebt er im Untergrund von Hongkong, hat sich hier dem Opium verschrieben und steht auch bei den Triaden mit größeren Schulden tief in der Kreide. Als die norwegische Ex-Kollegin Kaja Solness plötzlich in seiner neuen Umgebung auftaucht und ihn bittet, zurückzukehren und an der Aufklärung eines weiteren Serienmords teilzuhaben, ist dies für Hole eine Art Chance, die er sich nicht nehmen lassen sollte. Doch Harry lässt sich nur schwer überreden, weil er nicht mehr zulassen will, dass ihn ein Fall emotional derartig berührt. Die Aussicht, seinen im Sterben liegenden Vater ein letztes Mal am Krankenbett zu sehen, überzeugt ihn letzten Endes doch, den Flieger nach Oslo zu nehmen und Solness zu begleiten.

Zurück im Polizeidienst hat die Koryphäe des Morddezernats jedoch direkt Startschwierigkeiten. Ein Kollege vom Kriminalamt will ihn fertigmachen und duldet keine Nebenbuhler bei der Suche nach dem Mörder der Personen, die vor kurzem unabhängig voneinander eine Berghütte besucht und dort genächtigt haben. Erst nach einigen Tagen entsteht dieser Zusammenhang, den Hole mit sehr freizügigen und nicht immer konventionellen Mitteln verfolgt, und der ihm nicht nur den Widerstand seiner Vorgesetzten, sondern auch immer mehr den Unmut seiner Kollegen einbringt. Als er schließlich suspendiert zu werden droht und ihm gleichzeitig die Parallelen zum Schneemann-Fall zu Kopf steigen, ist Harry nahe dran, endlich die Brocken hinzuschmeißen. Doch die hinterhältige Art und Weise, sowie die brutalen Folgen der Mordserie lassen ihm keine Ruhe und fordern seinen Einsatz – und auch wenn seine Methoden inzwischen deutlich in Frage gestellt werden, das Gerangel mit einigen zwielichtigen, korrupten Gestalten beim Kriminalamt seinen Tribut fordert und er bei einem Einsatz in den Bergen nur knapp dem Tod entrinnt, weiß er im Inneren, dass nur er es ist, der Ergebnisse bringen kann. So düster diese auch sein mögen …

_Persönlicher Eindruck:_

Zweifelsohne stand Jo Nesbø nach dem beeindruckenden „Schneemann“ unter gehörigem Druck; das Buch wurde seinerzeit in allen erdenklichen Bestseller-Listen an der Spitze geführt, konnte sich dort zu Recht längerfristig halten und zeigte nicht nur einen Kriminalfall in seiner pikantesten Inszenierung, sondern auch Protagonisten, wie sie eindringlicher und intensiver kaum wirken könnten. An deren Front stand selbstredend des Autors langjähriger Wegbegleiter Harry Hole, seines Zeichens eigenbrödlerischer Hauptkommissar der Osloer Polizei, Draufgänger, Miesepeter, suizidgefährdeter, stets vom Alkohol verfolgter Trinker und in der Quintessenz schließlich ein Mensch, der stets am Limit lebt, dort aber gar nicht leben mag. Die extremere Variante von Indridasons Erlendur kehrt also nun zurück und liefert sich unfreiwillig ein weiteres Gefecht mit einem Serientäter. Doch genau das ist es letzten Endes nicht, was „Leopard“, den schon im Vorfeld reservierten Bestseller-Leader von Nesbø, eigentlich ausmacht!

Stattdessen wird der Eindruck erweckt, als wolle der Autor in erster Linie eine Geschichte um seinen Liebling herumstricken, nicht jedoch einen Mordfall bzw. eine Serie, die einer intensiven Aufklärung von Seiten der entsprechenden Ermittlungsbehörden bedarf. Natürlich ist der Fall spannend. Natürlich ist auch die Art und Weise, wie die Geschichten innerhalb der Story verstrickt sind und wie die Morde schlussendlich umgesetzt wurden, grandios erzählt und unglaublich verzwickt zu einem Puzzle kombiniert worden. Doch es ist dieses Mal wirklich der Charakter Hole, der das Charisma des Romans beschreibt. Seine düstere, undurchdringliche Seele, seine stete Unberechenbarkeit, der Wahnsinn, der seine Taten lenkt, dann aber auch wieder die Genialität, mit der er der Leidenschaft für seinen immer geliebten und nur unfreiwillig aufgegeben Job nachgeht – all das vereint sich in „Leopard“ noch fokussierter und spezifischer, so dass es den Mordfällen so manches Mal schwer fällt, einfach nur für sich zu sprechen und nicht immer wieder vom Rummel um den Störenfried Hole eingeholt zu werden.

Vielleicht mag diese Darstellung auch ein wenig überspitzt sein, doch zusammengefasst befasst sich Nesbø weitaus umfassender mit seinem Antihelden als dies in all seinen vorherigen Episoden der Fall gewesen ist. Dies mag mehrere Gründe haben, von denen in der Gesamtbetrachtung jedoch nur einer wirklich in Frage kommt: Es ist der Schwanengesang auf eine der besten, wenn auch nur sehr schwer greifbaren Romanfiguren, die mit „Leopard“ womöglich seinen Abgang zelebriert. Verständlich wäre es vor dem Hintergrund dessen, wie sich die Story entwickelt sicherlich, denn Hole ist noch destruktiver seinem eigenen Körper und Geist gegenüber als noch im schwer verdaulichen „Schneemann“ und bringt viele Beispiele dafür, warum es wohl besser wäre, den Hut zu nehmen. Beispiele, die auch dem Leser eine unbeschreibliche Hoffnung suggerieren, dass jetzt Schluss sei – ohne dass hierbei negative Assoziationen zur Story und deren Verlauf eröffnet werden sollen.

Letztere ist nämlich gewohntermaßen stark, packend, gemein, fies und Hole-typisch ungerecht. Nicht nur der Fall an sich wirft zahlreiche Fragen auf, auch die intriganten Machenschaften in den einzelnen Dezernaten bringt Unruhe in die Sache und heizt die Spannung nachhaltig an. An gewissen Punkten der Handlung weiß man absolut nicht mehr, wem man überhaupt noch trauen kann und welcher Charakter nun zu welcher Seite gehört. Alles ist so perfide inszeniert, dann wieder schnell auf den Punkt gebracht, um direkt im nächsten Moment wieder wie Dynamit zu explodieren und einen Scherbenhaufen aus tausenden Puzzlestücken zu hinterlassen – Nesbø-like, fantastisch, auf jeden Fall aber auch sehr kontrolliert und niemals hektisch.

Hektik wäre bei einer Distanz von beinahe 700 Seiten aber auch eine Komponente, die kaum erträglich wäre – und dabei sollte man berücksichtigen, dass es dem Autor nach dem furiosen Auftakt tatsächlich gelingt, das hohe Tempo bis kurz vor Schluss durchzustehen. Leider leidet in den Schlusssequenzen die Glaubwürdigkeit ein wenig an den sich überschlagenden Ereignissen. Was beim „Schneemann“ alles noch passte und homogen wirkte, scheint hier einen Schritt zu weit hergeholt – wenn auch nicht völlig weltfremd. Aber vielleicht hätte man die Story dann doch auf den europäischen Kontinent verlagern und sich den Exkurs nach Kongo sparen sollen. Doch das ist sicherlich alles nur eine Frage der Betrachtungsweise. Für meinen Geschmack ist die Lösung jedenfalls nur semi-elegant.

Dass „Leopard“ allerdings ein durchweg starker Thriller ist, steht außer Frage, ebenso wie die Tatsache, dass man mit Nesbøs Neuem nur dann wirklich was wird anfangen können wird, wenn man den Vorgänger genossen hat. Mit dieser Startvoraussetzung darf man sich jedoch wiederholt auf richtig starkes Krimi-Entertainment freuen, vielleicht sogar auf Holes letzten Auftritt. Wie auch immer: Im Vergleich mit der saisonalen Konkurrenz dürfte „Leopard“ definitiv in der Spitzengruppe liegen!

|Gebunden: 698 Seiten
Originaltitel: The King Maker
Übersetzt von Günther Frauenlob und Maike Dörries
ISBN-13: 978-3-550-08774-5|

_Jo Nesbø bei |Buchwurm.info|:_
[„Das fünfte Zeichen“ (Hörbuch) 2768
[„Die Fährte“ (Hörbuch) 2939
[„Der Erlöser“ (Hörbuch) 4847
[„Schneemann“ 5347

Jackson, Steve / Kovalic, John – Munchkin beißt!

Von Vampiren und Werwölfen

Nachdem man sich bereits als Agent, Sternenkrieger und Dungeonmaster versuchen durfte, geht es für den handelsüblichen „Munchkin“ nun in die Szene der Düsterheimer: In „Munchkin beißt!“ kämpft man in der Gruft gegen allerlei finsteres Geziefer.

Angeführt von Höllenfürsten wie Asmodeus, Thesaurus und der Dunkelheit im Allgemeinen, verfolgt eine Horde düsterster Schergen die Spieler und versucht ihnen mit allerhand Flüchen und Fallen das Leben zur Hölle zu machen. Also beschließt man kurzerhand, das Ruder herumzureißen, selber in die Rolle von Vampiren, Werwölfen und Wechselbälgern zu schlüpfen und sich der Bedrohung aus dem Jenseits zu stellen. Doch es ist Vorsicht geboten, denn dieses Mal scheinen die Gegner stärker als je zuvor.
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Qiu Xiaolong – Die Frau mit dem roten Herzen. Ein Inspector Chen Krimi


Schöner kann der Tag gar nicht beginnen, denkt sich Oberinspektor Chen, bis er nur wenige Schritten später über eine übel zugerichtete Leiche stolpert. 17 rituelle Axtwunden: Ist der Tote dem Geheimbund der Triaden zum Opfer gefallen? Kaum im Kommissariat, erhält Chen jedoch einen anderen Auftrag: Er soll eine amerikanische Kollegin während ihres Aufenthalts in Shanghai begleiten – eine politisch heikle Mission.

Gemeinsam müssen sie die hochschwangere Wen finden, deren Mann in New York als Kronzeuge gegen einen gefürchteten Triaden-Boss vor Gericht steht und erst aussagen will, wenn seine Frau in die USA ausreisen darf. Doch die Chinesin ist spurlos verschwunden. Das ungleiche Ermittlerpaar macht sich auf die gefährliche Suche in die dunkelsten Ecken des Reichs der Mitte. (Verlagsinfo)
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Boltendahl, Chris – Koch, Holger mit Schöwe, Andreas – Grave Digger – Die definitive Biografie

Macht eine Autobiographie im Falle einer Band wie GRAVE DIGGER wirklich Sinn, bzw. gibt es überhaupt einen Absatzmarkt hierfür? Eine Frage, die ich mir vor dem Lesen dieses Buches noch nicht eindeutig beantworten konnte. Doch allerspätestens zum Ende dieser ungewohnten Veröffentlichung wurde mir klar, dass die Geschichte von GRAVE DIGGER, so wie sie hier dargestellt wird, mit Sicherheit einige Käufer verdient hat, die nicht zum treuen Anhängerstamm der Band gehört.

Doch beginnen wir von vorne:
Die Erzählung beginnt kurz vor der Bandgründung 1980 und beschreibt die Einflüsse, die Mastermind Chris Boltendahl dazu bewegt haben, selber aktiv Musik zu machen. Ein wenig selbstironisch werden die ersten Gehversuche dargestellt, um anschließend über diversen Proberaumkrach in der Heimatstadt Gladbeck zu ersten Achtungserfolgen in Form der Teilnahme am „Rock For Hell“-Sampler zu führen.
Chris erzählt immer wieder von seinem Traum, ein Metal-Gott zu werden, nur wird dieses Wort im weiteren Verlauf der Geschichte stark überstrapaziert und ist der einzige harsche (weil nervige) Kritikpunkt. Dieser Traum scheint sich dann mit dem ersten Plattenvertrag bei Noise Records zu erfüllen, wo man dann 1984 das heute als Kultalbum geltende „Heavy Metal Breakdown“ veröffentlicht. Gerade der Aufnahmeprozess wird ausführlich belichtet und ein besonderes Augenmerk wurde den zahlreichen Alkoholexzessen gewidmet, die der Band und vor allem Chris selber so einige Probleme einhandelten.
GRAVE DIGGER steigern sich Mitte der Achtziger trotz stetiger Besetzungswechsel immer weiter zu einem der bekanntesten deutschen Szenevertreter, woran die Tourneen mit HELLOWEEN (damals noch als Vorband!) auch einen maßgeblichen Anteil hatten. Der anschließende Abstieg im Zuge des etwas kommerzieller ausgefallenen „War Games“ bis hin zum totalen Exitus bei der Namensänderung und dem damit verbundenenen „Stronger Than Ever“ wird ebenfalls angeschnitten und auch aus heutiger distanzierter Sicht als absoluten Fehler eingestanden. Besonders gut gefällt die Tatsache, dass Herr Boltendahl in den stets eingeworfenen Zitaten im Haupttext auch mit sich selbst des öfteren hart ins Gericht geht und sich nicht in pure Selbstdarstellung ergibt.

Im zweiten Teil beschreiben die Autoren dann das Comeback zu Beginn der Neunziger, welches der Band wesentlich größeren Erfolg einbringen konnte, aber auch weitere Probleme nicht außenvor ließ. Boltendahl geht dabei gerade bei den Querelen mit Tomi Göttlich und Uwe Lulis, die nach internen Meinungsverschiedenheiten die Band verlassen mussten, nicht zu sehr ins Detail und betont, er möchte „keine schmutzige Wäsche waschen“.
Für Fans viel wichtiger ist jedoch der langsam voranschreitende Aufstieg zurück an die Spitze, der über die Comeback-Platte „The Reaper“ sowie „Heart Of Darkness“ und die Mittelalter-Trilogie dahinführte, wo GRAVE DIGGER heute, meiner Meinung nach verdientermaßen, stehen.
Wichtig dafür war die professionelle Einstellung der Musiker, die im Falle Boltendahl sogar zur totalen Entsagung jeglicher bewusstseinsstimulierender Mittelchen führte, die zwar in der Vergangenheit den Party-Drang steigerten aber andererseits auch viel kaputt gemacht hatten.

Die Print-Form der GRAVE-DIGGER-Biographie ist ein absolut lesenswertes Buch, das durch einen recht simpel gehaltenen, leicht verständlichen Schreibstil einen direkten Einstieg erleichtert und so die wahre Geschichte einer Kapelle offenbart, die über den exzessiven Rock`n`Roll-Lifestyle mitsamt allen Fehlern zu einer Gruppe aus professionell agierenden Musikern herangereift ist. Der Wechsel zwischen erzählter Form und eingeworfenen Direktberichten von Sänger Chris Boltendahl stellt viele Situationen sehr klar dar. Der Humor bleibt auch nicht auf der Strecke, wovon zahlreiche Anekdoten (man stelle sich nur mal den Frontmann beim Betteln auf einem japanischen Flughafen vor) zeugen, die immer wieder den rein faktischen Teil auflockern, so dass es gar nicht erst zu langweiligen Passagen kommt. Ergänzt wird der Text zudem noch von CD-Kritiken aus dem Rock Hard zu der jeweiligen Zeit (und das, obwohl Andreas Schöwe vom Metal Hammer, der vermeintlichen Konkurrenz, dieses Buch lektoriert hat) und teilweise lustig dahergekommenen Photos aus älteren Dekaden.

Wer sich jetzt noch immer nix darunter vorstellen kann, dem möchte ich zum Schluss noch den Beipacktext auf dem Buchrücken nahebringen, in dem der „Reaper“ sehr gut erläutert, wovon diese Biographie handelt:
„Dieses Buch soll unseren Fans zeigen, was wir waren, woher wir gekommen sind, welchen Weg wir gegangen sind, wie wir auf- und abgestiegen, auf die Schnauze gefallen sind, verarscht und bejubelt, beschissen und hochgelobt wurden und wie wir dabei immer versucht haben, wie Metal-Götter zu leben, aber Menschen zu bleiben. Das Buch enthält lustige und traurige, träumerische und wirkliche Geschichten über die Band und mein Leben mit ihr.“
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Tony Hillerman – Das goldene Kalb (Navajo Tribal Police 15)

Nachdem mich Tony Hillerman mit „Das Labyrinth der Geister“ ausgesprochen begeistert hat, hat mich mein Interesse für den „Meister des Ethno-Thrillers“ dazu geführt, mir mehr Lektüre dieses Autors zu besorgen.

Das nächste Buch in meiner persönlichen Reihe hieß „Das goldene Kalb“ und spielt rein zeitlich eine ganze Weile später als der oben angeführte Thriller. Der Hauptdarsteller Joe Leaphorn ist mittlerweile schon berentet und hat seinen Posten dem ehemaligen Kollegen Jim Chee überlassen. Trotzdem hat Leaphorn das Interesse für spannende Kriminalfälle nicht losgelassen, so dass er hin und wieder doch wieder ins Geschehn eingreift und die Navajo-Polizei unterstützt. So zum Beispiel in der Geschichte um die Golden-Calf-Mine …
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W., Moses (Wieczorek, Moses) – Das rockt! Bekenntnisse eines Heavy Metal Fans (Roman)

„Das Rockt! – “Bekenntnisse eines Heavy Metal Fans“ ist die Geschichte eines Hard Rock Fans auf seiner Odyssee, sich selber, seine Musik und den Rest der Welt in einen harmonischen Dreiklang zu bringen. Was Rocko Shamoni mit „Dorfpunks“ und Heinz Strunk mit „Fleisch ist mein Gemüse“ für den Punk und die Unterhaltungsmusik geschrieben haben, liefert Moses W. für den Hard Rock: eine authentische Fanbiographie, die als amüsante Lebensbeichte offen und laut viel Schönes, aber auch viel Unschönes an den Tag legt. ATZE SCHRÖDER, COMEDIAN: “Dieses Buch, nein Werk, war überfällig. Mit gewaltiger, facettenreicher Sprache schildert Moses ein musikalisches Beziehungsdrama, bei dem Einsamkeit, Wahnsinn, Sex und Liebe die Dramaturgie übernommen haben.“ (Verlagsinfo)

Moses Wieczorek ist ein echtes Ruhrpott-Original. Aufgewachsen in einem Essener Stadtteil, erkannte der Mann in den Achtzigern die Zeichen der Zeit und widmete sich der besonders in der Industriezone Rhein/Ruhr geliebten harten Musik. Bands wie AC/DC und KISS waren es, die ihn lockten, bevor er dann bei Veranstaltungen wie dem |Monsters Of Rock| schon zum Edelfan geschlagen wurde, der jedoch stets sein Dasein als Fan mit ein wenig Ironie betrachtet hat – zumindest nachdem er selber als Musiker diverser Bands erkannt hat, wie die Mühlen des Business mahlen. Heuer verdingt sich Wieczorek als Comedian und neuerdings auch als Schriftsteller.

Während eines Auftritts seiner letzten Band erkannte er, welche Entertainer-Qualitäten in ihm steckten, und entwickelte sich auf diesem Gebiet immer weiter. Heuer zählt er mit diversen Live-Programmen zu den angesagtesten Comedy-Stars der Bühnenszene und hat mit Kollegen wie Atze Schröder auch Fürsprecher auf seiner Seite, die im witzigen Geschäft ein gewichtiges Wort mitreden dürfen. Doch wie es überhaupt dazu gekommen ist, wie aus dem Heavy-Metal-Fan Moses W. der Mann wurde, der er heute ist, und wie ihn die Musik in seiner Jugend und im frühen Erwachsenenalter geprägt hat, das erzählt er in seinem unterhaltsamen 2007er Buchdebüt „Das rockt!“.

Und die Geschichte des Essener Jung rockt in der Tat, denn das, was er in „Das rockt!“ beschreibt, sowie sein zynischer Überblick über all die Dinge, die sich innerhalb der Szene Jahr für Jahr wiederholen, sorgt nicht nur für ständige Lacher, sondern ist auch noch intelligent verfasst, ohne dass sich Wieczorek hierbei über die allseits beliebten Klischees auskotzt. Klar, Gruppen wie MANOWAR und die SCORPIONS werden natürlich mächtig auf die Schippe genommen, die soften Vertreter der Metal-Zunft bekommen ihr Fett weg, und der Autor maßt sich auch an, zu analysieren, für wen der Metal bestimmt ist und für wen eher nicht, aber Herr W. rezitiert nicht ständig das, was im Blätter- und Buchwald ständig als angesagt gilt. Andererseits ist „Das rockt!“ auch kein sarkastischer Faustschlag in die Tiefenzone wie etwa die bisherigen Werke von Till Burgwächter.

Wieczorek bleibt niveauvoll, stichelt aber dafür in einem Rundumschlag in allen Teilen der Szene herum. Die Frisuren der 80er-Standard-Rocker – Stichwort: vorne Rostock, hinten Woodstock – werden noch einmal näher befönt, die Diskussion um die Lautstärkeregelung erneut gestartet, die Bedeutung von Cover-Zeichnungen und Germanismen innerhalb der Texte englischsprachiger Bands einer Untersuchung unterzogen und dies alles im Kontext der Entwicklung der gesamten Szene betrachtet. So ist sich der Autor auch der neuesten Strömungen ‚unserer‘ Musik bewusst, was sich in seinen kurzen Seitenhieben Richtung LORDI zeigt. Aber der Mann erweist sich selbst hier verständnisvoll, schließlich ist auch ihm mächtig einer abgegangen, als KISS anno ’96 die Reunion-Maskerade gestartet haben – selbst wenn auch dem Autor klar war, dass sich hinter all dem oberflächlichen Rock ’n‘ Roll eigentlich nur Beutelschneiderei verbarg.

Und so erzählt er seine Geschichte parallel zu der des Heavy Metal, beschreibt Erfahrungen und macht den Leser hier und dort auch schon mal neidisch, schließlich hat der Mann innerhalb dieser Szene auf allerlei Ebenen schon etwas erlebt. Dennoch möchte er keinesfalls über den Dingen stehen oder sich sogar als kritischer Prediger und Verfechter wahrer Werte präsentieren, das verbietet ihm alleine sein toller, intelligenter Humor, aber auch seine nach wie vor anhaltende Stellung als echter Fan. Denn so sehr er sich über manche Sachen auch amüsiert, genauso steht er auch wieder hinter manchen Dingen, die er ausschlachtet, und das macht seine Schreibe ebenso sympathisch wie der wirklich abwechslungsreiche, teils autobiografische Inhalt von „Das rockt!“

Unterm Strich

Was genau verbirgt sich also nun hinter dem Buch? Nun, kurz gefasst hat Moses W. aus vielen Aspekten, die das Leben des Hardrockers seit dem Anbeginn des Fandaseins beschäftigen, eine ganze Reihe Elementares herausgefischt, es kurz, kritisch und vor allem witzig in seinen Gedanken porträtiert und Texte erschaffen, mit denen sich (anders wie zum Beispiel bei Burgwächter) niemand angegriffen fühlen muss und über die selbst Betroffene sicherlich augenzwinkernd grinsen werden. Kurzum: Ein richtig tolles Buch eines aufstrebenden Comedy-Stars und Heavy-Rockers, dessen stets spontane Berichterstattung das Salz in der Suppe auf dem diesjährigen hart rockenden Büchermarkt darstellt. Uneingeschränkt empfehlenswerte Lektüre!

Der Autor

Moses W. macht Stand up- und Musik-Comedy. Er war mit Kurzauftritten u.a. bei NightWash, Starsearch sowie im Quatsch Comedy Club zu Gast, spielt darüber hinaus seit sieben Jahren abendfüllende Soloprogramme. 2002 war er bei Rock am Ring und Rock im Park, zeitgleich mit Ozzy Osbourne, als Comedian im „House of Comedy“. Moses W. ist Gitarrist der Queen-Comedy-Tribute-Band „Burger Queen“. Ein wichtiges Thema in seinen Programmen ist die Liebe zur Musik und speziell zum harten Rock. Moses W. ist Deutschlands einziger Komiker, der dieses Thema auf die Comedy-Bühnen bringt. (Amazon.de)

Taschenbuch: 196 Seiten
ISBN-13: 978-3939106074

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (2 Stimmen, Durchschnitt: 1,00 von 5)

Mötley Crüe & Neil Strauss – Dirt, The

Es gibt da so eine Band, die heißt |GUNS ‚N ROSES|, war zu Beginn der Neunziger ganz, ganz oben, fetzte sich dann aber derart heftig, dass man statt der sicheren Millionen den Split in Kauf nahm, woraufhin ein gewisser Axl Rose seinen ehemaligen Mitstreitern allen Frust heimzahlen wollte und es fortan unter altem Namen mit neuer Band solo versuchte. Wie’s weiter ging, ist bekannt: „Chinese Democracy“ ist nach jahrelanger Ankündigung und massiven Vorscusszahlungen noch immer nicht in den Läden, die Band aber trotzdem ständig in den Schlagzeilen. Nicht schlecht für jemanden, der seit gut einer Dekade keine neue Note mehr von sich hat hören lassen.

Doch all diese Eskapaden sind nichts im Vergleich zu einer anderen Band aus derselben Ära: |MÖTLEY CRÜE|. Vince Neill, Mick Mars, Tommy Lee und Nikki Sixx gehören wohl zweifelsohne zu den größten Skandalnudeln, mit denen das Rockbusiness sich jemals auseinander setzen musste, und haben diesen Ruf auch über mehrere Jahrzehnte tapfer verteidigt.

Welche Band hatte schon mehr prominente Groupies als das verruchte Skandalquartett? Immerhin hat sich ungefähr die halbe „Baywatch“-Belegschaft in den Betten von Lee, Sixx und Co. eingenistet. Oder die Drogen – während vergleichbar große Rock-Acts wie |AEROSMITH| nie einen großen Hehl aus ihren Problemen gemacht haben und zwischenzeitlich sogar so tief am Boden waren, dass der Tod wahrscheinlicher als das Comeback war, wurden die Experimente der |CRÜE| nie an die große Glocke gehängt. Gut, wenn man heute einen Mick Mars wie eine Mumie auf der Bühne stehen sieht, werden einem die Spuren, die die unerlaubten Substanzen hinterlassen haben, schon bewusst, aber damals war es halt nicht das große Ding.

Doch warum schreibe ich dies alles überhaupt? Nun, ganz einfach: MÖTLEY CRÜE waren schon immer eine Band, die sämtliche Rock-’n‘-Roll-Klischees bis zum Exzess ausgelebt hat und im Nachhinein auch immer verdammt stolz auf sein ‚Geleistetes‘ war. Das macht die Band nicht zum Abziehbild von |SINAL TAP| – dafür ist die Musik auch viel zu gut –, lässt aber eindeutige Parallelen zur Trash-Ikone erkennen. Und weil sich die ganzen Storys, die die Viererbande in ihrer langen Karriere gesammelt hat, ziemlich gut verkaufen lassen, haben sich |MÖTLEY CRÜE| zur Jahrtausendwende dazu entschlossen, gemeinsam an ihrer offiziellen Biografie zu arbeiten, die in den Staaten auf sofortigem Wege in die Bestsellerlisten schoss.

„The Dirt“ ist der Titek des unheilvollen Buches, in dem die Vielzahl der Eskapaden aus der Perspektive der verschiedenen Bandmitglieder dargestellt wird. Die Highlights, der rasante Aufstieg, das große Chaos, der Zwist und die abertausenden Affären – all das ist in dieser dreckigen Lektüre zu finden, und entgegen allen Befürchtungen ist dieses Buch dabei alles andere als ein langweiliger Ritt auf dem Klischeepferd. Gut, sieht man mal von den ganzen Geschichten um Alkohol und sonstige zweifelhafte Mittelchen ab. Was „The Dirt“ so unheimlich lesenswert macht, sind die verschiedenen Ansichten der einzelnen Bandmitglieder. Auf der Bühne sind sie der pure Rock ’n‘ Roll, abseits aber vier vollkommen unterschiedliche Individuen, bei denen man sich im Anschluss an diese Lektüre wundern muss, dass sie als Einheit überhaupt funktionieren können.

Besonders die Betrachtung des Mick Mars lassen mich bisweilen daran zweifeln, dass dieser Mann ein Teil dieser Band ist. Kühl und nüchtern, meist auch sehr sachlich wird seine Sicht der Dinge erzählt, und selbst im Bezug auf die zahlreichen Exzesse prahlt er nicht mit den Erfahrungen, die ihn teilweise zu einem echten Wrack haben verkommen lassen. Wirklich bewegend, und das überrascht sicherlich die meisten, sind auch die Schilderungen von Frontmann Vince Neill. Die Geschichte mit Razzle von |HANOI ROCKS|, der auf Neills Mitverschulden hin den Tod fand, wird erstmals etwas intensiver und auch persönlich abgehandelt – und dies gänzlich, ohne dass man den Eindruck bekommt, Neill würde hier eine Pflichtaufgabe erledigen, um diesen festen Bestandteil der |CRÜE|-History nicht ausklammern zu müssen. Auch die hier etwas detailreicher beschriebene Auseinandersetzung mit dem Tod von Vinces Tochter geht unter die Haut und zeigt den Sänger von einer eher ungewohnten, sehr nachdenklichen Seite.

Dem entgegen stehen mit Tommy Lee und Nikki Sixx die beiden Partykanonen der Band, die auch in ihren Schilderungen ausschließlich das darstellen wollen, was ihrem wüsten Image als absolute Rockstars gerecht wird. Während die Geschichte von Mr. Sixx noch halbwegs glaubwürdig erscheint, ist der Bericht des ehemaligen Pamela-Anderson-Lovers ziemlich flach, ganz so nach dem Motto „20 Jahre Sex, Drugs, Rock ’n‘ Roll und gar nichts anderes“. Vielleicht hätte der Mann mal ein wenig mehr von seiner Persönlichkeit preisgegeben als lediglich das zu pinseln, was die Leser eh schon wissen. Aber das macht das Buch jetzt auch nicht dringend schlechter …

Was mich ein wenig überrascht, ist die Tatsache, dass man auch dem kurzzeitig eingesprungenen Sänger John Corabi Gelegenheit gegeben hat, ein paar vernichtend ehrliche Worte zu seiner Zeit bei der Band zu verlieren. Vielleicht ist dies sogar die interessanteste Handlungsebene in der ganzen Biografie, da sie eine sehr schwierige Periode dieser Band beschreibt und dazu als einziger Beitrag völlig ohne Klischees auskommt. Selbst die wenigen Sätze, die Manager und Leute aus dem Bandumfeld loswerden durften, orientieren sich da eher am Stil der Band und treffen dabei genau das, was die Egomanen sich für diesen Part wohl gewünscht haben.

Aber warum ist „The Dirt“ jetzt so herausragend, dass man gerade sogar intensiv an einer Verfilmung arbeitet? Nun, ganz einfach: Weil so etwas noch nie dagewesen ist. Es ist tatsächlich wahr. Fast alle Bandbiografien sind lediglich ein Überblick über das Schaffen der Künstler, enthalten aber meist nichts wirklich Persönliches. „The Dirt“ ist da anders; man taucht tiefer in das Seelenleben der Musiker ein und entdeckt so an vielen Stellen Dinge, die in einer ‚herkömmlichen‘ Geschichtsaufarbeitung nicht zu lesen sind. Sicherlich, die Inhalte sind berechnend und deutlich auf ein gewisses Zielpublikum zugeschnitten. Und damit ist der Infogehalt auch auf einem gleichen Level mit dem Unterhaltungsfaktor. Aber ist es nicht genau das, was man von einer Biografie erwartet? Gerade dann, wenn die beschriebene Band zu den wohl interessantesten Phänomenen der gesamten Geschichte der Rockmusik gehört? Und in Sachen Entertainment kommt „The Dirt“ nun wirklich nicht zu kurz.

Ich legte mir das Buch bereits vor drei Jahren bei einer Stockholm-Reise in englischer Sprache zu und amüsierte mich bereits damals in der Originalvariante über die vielen schmeichelhaften Zitate. Daran hat sich bei der deutschen Fassung nichts geändert; die Übersetzung ist astrein und gibt das Flair des Ursprungsbuches authentisch wieder. Stellenweise fühlt man sich dabei selber wie ein Teil der |CRÜE| und kann vieles nachvollziehen. Und ehrlich gesagt fühlt sich dies ziemlich cool an!

Ein Wort noch zum Buchtitel; ja, das Buch ist der pure Dreck! Hier wird eine Menge schmutziger Wäsche gewaschen und dazu werden zahlreiche skandalöse Schoten neu aufgebahrt. Die Band nimmt wie auch sonst kein Blatt vor den Mund, treibt es aber dabei nicht zu weit. Oberflächlichkeit und Plattitüden liegen den Autoren des Buches fern, Ernsthaftigkeit in Kombination mit Humor und Ironie sind bei den Herren da schon gefragter. Bissig bis zur Gürtellinie, aber nur selten darunter, im Rahmen des Erlaubten, aber in jedweder Hinsicht bis ans Limit – wenn ich selber auch einmal eine solche Biografie schreiben müsste, dann soll sie mit diesem Vorzeigewerk verglichen werden.

Endlich ist das Buch nun auch hierzulande regulär als preiswerteres Paperback erhältlich, und zwar über das neue Sub-Label |Heyne Hardcore|. Abgerundet mit einigen Fotos, ergibt sich hier ein vorzügliches Beispiel einer Bandbiografie, an der sich alles Folgende wird orientieren müssen. Egal ob man diese Band jetzt mag oder nicht, „The Dirt“ sollte man gelesen haben!

http://www.heyne-hardcore.de

Kirsten Boie – Der kleine Ritter Trenk (Lesung)

Story

Der ungeliebte Bauersjunge Trenk ist verzweifelt: sein Vater, Haug vom Tausendschlag, wird ständig vom gemeinen Rittersmann Wertold der Wüterich verprügelt, weil er seine Steuern nicht begleichen kann. Und dabei hat der stets bemühte Haug gar keine Chance, sich dieser Misere zu entziehen, denn die Äcker, die er bestellen muss, bieten kaum Ertrag und werfen dementsprechend auch nichts für den Wüterich ab.

Als Trenks Vater schließlich ein weiteres Mal zum Ritter gebeten wird, um nach einer kräftigen Tracht Prügel auch noch in den Kerker seines Schlosses eingesperrt zu werden, platzt Trenk der Kragen. Auf eigene Faust verlässt er gemeinsam mit seinem Ferkel das Dorf und seine Familie und zieht mit Hilfe eines reisenden Gauklers in die Stadt.

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Dick Matena (Autor) / Lawrence, Don (Zeichner) – Storm 3: Das Wüstenvolk

Band 1: [„Die tiefe Welt“
Band 2: [„Der letzte Kämpfer“

Story

Storm und Rothaar finden sich in einer erbarmungslosen Wüste wieder und laufen einem tödlichen Schicksal entgegen. Gerade als sie in den Weiten des einstigen Ozeans einen Unterschlupf vor der grausam blendenden Sonne gefunden haben, stoßen sie auf einen flüchtigen, grauhäutigen Menschen und kurze Zeit später auf seine Jäger, die Abgesandten von Prov, dem schurkischen Betreiber eines nahe liegenden Salzwerkes.
Dick Matena (Autor) / Lawrence, Don (Zeichner) – Storm 3: Das Wüstenvolk weiterlesen

Die Ärzte – Die Ärzte – Notenfreund (Noten – Der falsche Weg zum Punkrock)

Notenbücher sind mitunter ein ziemlich teures Vergnügen, leider aber auch oft zwingend notwendig, um die Partituren und Texte einer Band richtig zu erfassen. Aber müssen die dünnen Heftchen wirklich immer so teuer sein und dann nur wenige Stücke (meist die Songs des entsprechenden Albums) enthalten? Ich finde nicht. DIE ÄRZTE aus Berlin wohl auch nicht, denn die deutsche Vorzeigeband hat nun ihr Gesamtwerk in Form eines riesigen Ordners als Notenbuch herausgebracht und damit auch wirklich jeden Song, der je von Farin Urlaub, Rod, Bela B. und den geschiedenen Musikern Sahnie und The Incredible Hagen aufgenommen wurde, erfasst.

Nun mag man sicher fragen, wer so was braucht, schließlich spielen DIE ÄRZTE jetzt nicht gerade die anspruchsvollste Musik, und wenn man dazu in der Lage ist, die Noten und Texte selber herauszuhören, hat man bei den drei Jungs aus Berlin eh leichtes Spiel. Doch wenn man sich dann mal vor Augen hält, was man alles für sein Geld – selbst wenn das Teil ca. 50 € kostet – bekommt, fallen jegliche Zweifel schnell wieder unter den Tisch. Wahre Hundertschaften an Songs sind in „Notenfreund (Noten – Der falsche Weg zum Punkrock)“ enthalten, und dies wunderbar aufgemacht in einem Ringbuch, das man sich jederzeit so zusammenstellen kann, wie es einem selber am meisten beliebt. Die einzige Gefahr, die dabei besteht, ist, dass man die einzelnen Notenblätter schnell knickt, denn die Anfangsfassung, so wie man sie im Handel erwirbt, gilt es auf jeden Fall erst einmal richtig zu ordnen, und danach sieht das Teil schon ‚bearbeitet‘ aus, obwohl die eigentliche Beschäftigung mit dem Inhalt noch gar nicht stattgefunden hat. Irgendwie ist die hier vorhandene Katalogiserung nach den bisher erscheinenen Alben ein wenig verwirrend, zumal es keine richtigen Register gibt, an denen man sich orientieren kann. Lediglich einige Einlegeblätter zwischen den Noten der jeweiligen Platten helfen ein wenig, den Überblick zu behalten, doch ansonsten muss man sich bei dem Wust an Liedern immer wieder eine ganze Weile auf die Suche begeben, bis man mal einen Song gefunden hat. Von außen ist somit gar nicht erkennbar, an welcher Stelle man jetzt was findet, und dies ist letztendlich auch der einzige, wenn auch wesentliche Kritikpunkt, den man bei dieser umfassenden Notensammlung anmerken muss.

Ansonsten ist dieses Mammutwerk natürlich erstklassig. „Notenfreund“ ist nicht nur komplett, sondern in richtiger Anordnung auch super zu händeln. Man muss nicht mehr irgendwelche Gegenstände auf die Seiten stellen, damit diese beim Spielen nicht plötzlich von alleine umblättern, man kann sich einzelne Sachen herausnehmen und ist nicht immer verpflichtet, den ganzen Ordner mitzuschleppen, und, am allerwichtigsten: Man besitzt nun jede einzelne Note dieser Band.

Dass das in einem schönen Ledereinband veröffentlichte Ringbuch natürlich nur etwas für Fans der Band ist, versteht sich von selbst. Denen jedoch kann dieses Teil trotz des zunächst mal abschreckend hohen Preises nur dringend empfohlen werden, gerade wenn sie zufällig selber die Gitarre bedienen. Denn wie bereits geschrieben: Man bekommt eine ganze Menge für sein Geld und wird wochenlang damit beschäftigt sein, das Teil durchzuarbeiten. Ein so ausführliches und toll aufgemachtes Werk hat es meines Wissens auch noch nie gegeben, da haben DIE ÄRZTE und der Verlag wirklich Pionierarbeit geleistet. Und wer jetzt kommerzielle Ausschlachtung ruft, macht sich bitte sofort auf den Weg zu seiner Buchhandlung, wirft selber mal einen Blick in den „Notenfreund“ und lässt sich dabei bestätigen, wie genial die Idee und die Umsetzung tatsächlich sind.

DIE ÄRZTE haben es mal wieder geschafft und auf diesem Markt eine neue Referenz eingeführt. Sicher werden andere Bands in Kürze folgen, aber warum auch nicht? Beenden wir doch die Zeit, in der man für die Hälfte des Preises ein Zehntel des hier vorliegenden Inhalts ‚ausgezahlt‘ bekommt! Also, ich warte nur darauf, dass ähnliche Veröffentlichungen von AC/DC, DREAM THEATER, MOTÖRHEAD, IRON MAIDEN und Co. folgen werden …

http://www.bosworth.de/

The Game Extreme

„The Game“ entpuppte sich seinerzeit zum absoluten Verkaufsschlager, dessen einfaches und dennoch forderndes Spielsystem eine regelrecht vereinnahmende Wirkung zeigte, die zur Folge hatte, dass man teilweise stundenlang am Spieltisch verbrachte, um die gemeinsame Aufgabe endlich zu lösen – oder sich dem Spiel sogar alleine zu stellen. Um den Reiz weiter aufrechtzuerhalten, hat der Nürnberger Spielkartenverlag im zunächst einige Erweiterungen ins Rennen geschickt und schließlich ein Update veröffentlicht, an dem man sich fortan die Zähne ausbeißen durfte. Und das darf man im Fallee von „The Game Extreme“ durchaus wörtlich nehmen!

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Shadowrun: Ein ganz normaler Auftrag

Mel Odom gehört zu den fleißigsten und auch wichtigsten Schreiberlingen auf dem Fantasy/Science-Fiction-Markt und steht mit einer Reputation aus mehr als 140 Werken ganz vorne auf der Liste der seitenschwangersten Autoren der Szene. Aus dem „Shadowrun“-Universum hatte er sich aber schon zum Ende des letzten Jahrhunderts zurückgezogen, obschon seine bis dato abgelieferten Beiträge sicherlich zu den wichtigsten der epischen Serie gehörten. Im vergangenen Jahr kehrte Odom dann aber überraschenderweise zurück und steuerte gleich zwei Beiträge bei, von denen der erste nun auch für den deutschen Markt lizenziert wurde.

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Shadowrun: Für alle Fälle Kincaid

Story:

Im verkommenen Ghetto von Seattle regiert die Sünde – und mit ihr Korruption und organisiertes Verbrechen. Jimmy Kincaid ist in Puyallup aufgewachsen und hat den stetigen Zerfall leibhaftig miterlebt, sich über die Jahre aber dennoch ein Standing in der Gesellschaft erarbeiten können. Doch seine Berufung als Cop hat er sausen lassen, um sich auf eigne Faust durch die Straßen zu schlagen und das Verbrechen zu bekämpfen, wo es ihn unmittelbar berührt. Denn Kincaid ist der festen Überzeugung, dass im tiefsten Sündenpfuhl auch ein Hoffnungsschimmer lauert, der die Stadt wieder in die richtige Spur bringen kann.

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Kingdomino

Nach einer kleinen Durststrecke scheint Bruno Cathala sich im Laufe des vergangenen Jahres wieder zur Höchstform gepusht zu haben. Bereits die Messeneuheit „Seven Tribes“ wurde allerorts gefeiert und gehört zu den vielen Days Of Wonder-Titeln aus seiner Feder, die man als tapferer Abenteurer und gewiefter Stratege keinesfalls verpassen sollte. Doch auch auf dem Markt der kompakteren Familienspiele hat der französische Autor nun zugeschlagen und mit „Kingdomino“ seinen ersten gezielten Angriff auf den prestigereichen Preis des „Spiel des Jahres“ unternommen. Und ganz ehrlich: Cathala’s Neuling hat beste Chancen, zumindest in die Auswahlliste aufgenommen zu werden, da inhaltlich und auch technisch alle Kriterien bestens erfüllt werden!

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