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Cassandra Clare – City Of Glass (Chroniken der Unterwelt 3)

Die Chroniken der Unterwelt:

Band 1: „City of Bones“
Band 2: „City of Ashes“
Band 3: „City of Glass“
Band 4: „City of Fallen Angels“
Band 5: „City of Lost Souls“
Band 6: „City of Heavenly Fire“

Gerade hat sich Clary einigermaßen in ihre Rolle als Schattenjägerin eingefunden und die schockierende Nachricht überwunden, dass Jace ihr Bruder ist, schon tun sich wieder neue Herausforderungen vor dem Mädchen auf. Valentin ist dabei, ein Dämonenheer zu erschaffen, um in einen fatalen Krieg gegen die Schattenwesen zu ziehen und Jocelyn, Clarys Mutter, liegt noch immer im Koma. Als sich Jace, die Lightwoods und andere Schattenjäger sodann auf eine Reise nach Alicante, der sagenumwobenen gläserenen Hauptstadt des Schattenjägerreichs Idris, aufmachen, schließt sich Clary kurzerhand unbemerkt an, um in Idris ein Heilmittel für ihre Mutter zu finden. Dort angekommen, wird sie jedoch alsbald mit neuen Schwierigkeiten konfrontiert. Auch Simon ist versehentlich nach Idris gereist und wird vom Rat der Schattenjäger gefangen genommen. Darüber hinaus rückt die finale Schlacht gegen Valentin und seine Schergen, die mit einem Angriff auf Alicante drohen, näher und schnell wird klar, dass nur Clary Schattenwesen und Schattenjäger gegen diesen gemeinsamen Feind vereinen kann.
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Cassandra Clare – City Of Ashes (Chroniken der Unterwelt 2)

Die Chroniken der Unterwelt:

Band 1: „City of Bones“
Band 2: „City of Ashes“
Band 3: „City of Glass“
Band 4: „City of Fallen Angels“
Band 5: „City of Lost Souls“
Band 6: „City of Heavenly Fire“

Seit die schüchterne und unsichere Clary erfahren hat, dass ihre Eltern Schattenjäger waren und auch sie dazu bestimmt ist, mehr als nur ein normaler Teenager zu sein, hat sich ihr Leben von Grund auf verändert. Angriffe von Dämonen und anderen gefährlichen Schattenwesen bestimmen nun ihren Alltag, täglich gibt es neue Rätsel um ihre Vergangenheit und ihre Familie, insbesondere ihren abtrünnigen Vater Valentin, zu lösen. Nur zu gern würde Clary das alles gegen ihr altes, früher so ungeliebtes Leben eintauschen, doch zugleich gewinnt das Mädchen durch ihre neuen Fähigkeiten und die Herausforderungen, denen sie sich stellen muss, mehr und mehr Selbstbewusstsein und Stärke. Ihre Welt gerät jedoch erneut aus den Fugen, als eine Serie von Morden und Angriffen auf unschuldige Kinder von Feen, Hexen, Werwölfen und Vampiren die Schattenwelt New Yorks erschüttert. Und erneut scheinen die Spuren zu Valentin und seinen Schergen zu führen.
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Andreas Eschbach – Aquamarin


Futuristischer Jugendroman: Das Erwachen der Nixe

Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Berührung mit Wasser. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha.

Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt… (Verlagsinfo)

Der Autor

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Cassandra Clare – City Of Bones (Chroniken der Unterwelt 1)

Die Chroniken der Unterwelt:

Band 1: „City of Bones“
Band 2: „City of Ashes“
Band 3: „City of Glass“
Band 4: „City of Fallen Angels“
Band 5: „City of Lost Souls“
Band 6: „City of Heavenly Fire“

Die 15-jährige Clarissa Fray, von ihren Freunden Clary genannt, lebt mit ihrer Mutter in Brooklyn/New York und führt das Leben eines ganz gewöhnlichen Teenagers. So denkt sie jedenfalls, bis das Mädchen eines Abends beim Besuch in einer Diskothek mit ihrem besten Freund Simon einige Jugendliche – u.a. den attraktiven und mysteriös aussehenden Jace – bei einem Mord beobachtet. Nur scheint außer ihr niemand etwas davon gesehen zu haben. Schlagartig wird das Leben der 15-Jährigen auf den Kopf gestellt, als sie erfahren muss, dass die Welt, die sie zu kennen glaubte, von Dämonen bedroht wird und um sie herum längst ein Kampf zwischen den gefährlichen Schattenwesen und den Halbengeln, den Nephilim, um das Schicksal der Menschheit tobt. Doch nicht nur das, ihre eigene gutbürgerliche Familie, insbesondere ihr totgeglaubter Vater, scheinen eine Schlüsselrolle in diesem Konflikt zu spielen. Als Clarys Mutter kurz darauf unter mysteriösen Umständen entführt wird, bleibt Clary keine andere Wahl als selbst in diese für sie neue, gefährliche Welt einzutauchen und ihre Ängste und Selbstzweifel zu überwinden, um das Geheimnis um ihre Familie zu lüften und sich dem erbitterten Kampf gegen die Dämonen zu stellen.

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Andreas Eschbach – Aquamarin

Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt …
(Verlagsinfo)

Andreas Eschbach sprengte schon vor Jahren die Genreschublade, doch kehrt er mit schöner Regelmäßigkeit im Jugendbuchsektor zur Science Fiction zurück. Zuletzt veröffentlichte er dort die dystopische Trilogie um die absolute Kontrolle, verwirklicht durch ständige Vernetzung – mit dem ersten Titel »Black*Out« -, in diesem Jahr deutet nichts auf eine mehrteilige Geschichte hin, wenn er sich mit »Aquamarin« einer jungen Außenseiterin annimmt und in eine Zukunft abtaucht, die augenscheinlich ihre schönen Seiten hat, jedoch nicht minder dystopisch ist …

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[NEWS] ANDREAS ESCHBACH – Aquamarin

Bei Arena wird es nass, kalt und unheimlich: Andreas Eschbach malt in Aquamarin:

Hüte dich vor dem Meer! Das hat man Saha beigebracht. Eine seltsame Verletzung verbietet der Sechzehnjährigen jede Wasserberührung. In Seahaven ist Saha deshalb eine Außenseiterin. Die Stadt an der Küste Australiens vergöttert das Meer. Wer hier nicht taucht oder schwimmt, gehört nicht dazu. So wie Saha. Doch ein schrecklicher Vorfall stellt alles in Frage. Zum ersten Mal wagt sich Saha in den Ozean. Dort entdeckt sie Unglaubliches. Sie besitzt eine Gabe, die nicht sein darf – nicht sein kann. Nicht in Seahaven, nicht im Rest der Welt. Wer oder was ist sie? Die Suche nach Antworten führt Saha in die dunkelsten Abgründe einer blauschimmernden Welt …
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 408 Seiten
ISBN: 9783401600222

ORIGINALAUSGABE
Arena

Stephen King – Die Arena. Under the Dome

King auf Speed: Armageddon im Dampfkochtopf

An einem gewöhnlichen Herbsttag wird die Stadt Chester’s Hill in Maine auf unerklärliche Weise durch ein unsichtbares Kraftfeld vom Rest der Welt abgeriegelt. Klingt nach den Simpsons und Marlen Haushofer, ist aber echt: Flugzeuge zerschellen daran, einem Gärtner wird beim Herabsausen der Kuppel die Hand abgehauen, Familien werden auseinandergerissen, Autos explodieren beim Aufprall.

All dies ist nicht sonderlich lustig, doch alle rätseln, was diese Wand ist, woher sie kommt und ob sie bald wieder verschwindet. Ein Entrinnen ist unmöglich, deshalb gehen bald die Vorräte zur Neige. Der bestialische Kampf ums Überleben in dieser unerwünschten Arena tobt zunehmend stärker. Wird es Überlebende geben?

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Chris Columbus / Ned Vizzini – House Of Secrets

Handlung:

Familie Walker zieht um, in die alte Villa eines Schriftstellers namens Denver Kristoff aus San Francisco. Die drei Kinder der Familie, Cordelia, Brendan und Eleanor, sind anfangs begeistert von dem neuen Haus. Doch als Brendan den Garten erkundet, fällt ihm auf, dass die alte Engelsstatue, die ihm bereits beim ersten Besuch unheimlich war, verschwunden ist. Stattdessen begegnet ihm jetzt eine alte Frau, sehr groß und mit dem Aussehen einer ungepflegten, glatzköpfigen Hexe.

Als sich kurz danach ihre neue Nachbarin Dahlia vorstellt, ist Brendan ihr gegenüber sehr misstrauisch, da sie ihn zu sehr an die Frau aus dem Garten erinnert. Während die Familie wenig später im Wohnzimmer einen Film ansieht, klingelt es an der Haustür. Ohne dass sie hereingebeten wäre, kommt die Nachbarin Dahlia ins Haus. Sie verwandelt sich in ein riesiges Monstrum und nennt sich selbst die „Windfurie“. Kurzerhand verbannt sie Cordelia und ihre Geschwister in drei der Bücher seines Vaters, sodass sie nun in ihnen gefangen sind. Sie stellt ihnen eine Aufgabe: Wenn sie das Buch des Verderbens und Verlangens finden können, dürfen sie wieder in ihre Welt zurück. Doch die Suche nach dem Buch bringt viele Gefahren mit sich …
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Eschbach, Andreas – steinernen Schatten, Die (Das Marsprojekt 4)

_Spannendes Abenteuer: auf einer fremden Welt gestrandet_

Arianna, Ronny, Carl und Elinn – alle zwischen 13 und 15 Jahren alt – sind als erste Kinder auf dem Mars geboren worden und aufgewachsen. Doch im Jahr 2086 sollen sie gemeinsam mit anderen Marssiedlern zur Erde zurückkehren, weil machthungrige Politiker behaupten, das Marsprojekt sei gescheitert. Die Vorbereitungen zur Stilllegung der Forschungsstation laufen bereits auf Hochtouren, als die Kinder eine aufregende Entdeckung machen.

Während die Forscher noch über den Zweck der seltsamen blauen Türme grübeln, machen sich die Marskinder daran, ihr Geheimnis zu lüften. Was niemand weiß: Die Kinder halten den Schlüssel zu einer anderen Welt in der Hand. Ein kleiner Schritt, die Passage öffnet sich, die Türme sind ein Portal! Bald finden sie sich auf dem geheimnisvollen Planeten wieder und müssen feststellen, dass ihnen der Rückweg nach Hause abgeschnitten ist. Auf sich allein gestellt, schlagen sie sich auf dem unbekannten Planeten durch – einer Welt, die alles andere als verlassen ist …

Das Marsprojekt:

01: [„Das ferne Leuchten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5497
02: [„Die blauen Türme“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1165
03: [„Die gläsernen Höhlen“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2484
04: [„Die steinernen Schatten“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4301
05: [„Die schlafenden Hüter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5266

_Handlung_

Elinn ist überzeugt davon, dass die Marsianer sie gerufen haben. Als sie dies jedoch im Rat der fünf Marskinder (da sind noch Carl, Ariana, Ronny und Urs), lehnen diese ihren Plan als zu gefährlich ab. Deshalb macht sie sich auf eigene Faust auf den Weg zum Löwenkopf, wo die zwei blauen Türme der Marsianer stehen. Seit Carl aus einem dieser Türme getreten ist, obwohl er 5000 Kilometer von hier eingetreten war, weiß jedes der Marskinder, dass es sich um das Tor in eine fremde Welt handelt. Nur Elinn jedoch ist überzeugt, dass das marsianische Artefakt mit ihrem Namen darauf ein Schlüssel sein muss – genau wie bei Carl.

Doch der blaue Turm ist umlagert von den Zelten, Männern und Messgeräten Professor Caphurnas, der hier die Aliens untersucht. Dennoch gelingt es ihr, unerkannt mit dem Frachtflugzeug herzukommen und bis zum Zaun vorzudringen – ein Hüpfer in der schwachen Schwerkraft, und sie ist drüber. Noch ein paar Schritte zum Turm, das Artefakt als „Schlüssel“ vorgestreckt, und sie ist durch: auf einer fremden Welt! Doch da packt sie eine gewaltige Kraft und streckt sie zu Boden. Elinn hat eines nicht bedacht: dass die Schwerkraft viel höher ist als auf dem Mars. Und wenn man sie nicht bald rettet, wird sie hier sterben.

Als Carl das Verschwinden seiner Schwester entdeckt, schlägt er Alarm. Seine Mutter erleidet einen Nervenzusammenbruch, doch Tom Pigrato, der Gouverneur, behält die Nerven. Er ruft bei Caphurna an. Der ist überrascht, bestätigt aber bald, dass er Elinn jenseits der Barriere auf dem Boden liegen sehen kann. Pigrato bittet Carl und Urs, Elinn zu retten, denn sie sind die Einzigen, die ebenfalls über diese „Schlüssel“ der Aliens verfügen. Ein Versuch von anderen Helfern, zu Elinn vorzudringen, scheitert.

Urs und Carl schleppen ein in aller Eile vorbereitetes Messgerät durch die Barriere. Dann streckt auch sie die hohe Schwerkraft nieder: 1,06 g zeigt das Messgerät, aber auch Sauerstoff, Stickstoff und Kohlendioxid. Dieser fremde Planet hat eine Atmosphäre, doch es herrscht Nacht, während auf dem Mars die Sonne aufgeht. Erleichtert stellen sie fest, dass Elinn noch lebt, aber sie atmet schwer. Jeder auf dem Mars weiß seit den Tests, die Pigrato durchführen ließ, dass Elinns Lunge nicht unter Erdbedingungen arbeiten kann. Sie hat höchstens zwei Wochen zu leben. Und sie können alle drei nicht zurückkehren: Die Schlüssel funktionieren nur in einer Richtung – und der Turm ist von ihrer Seite aus nicht zu sehen. Sie brechen auf, um diese Welt zu erkunden – und erleben eine große Überraschung!

|Unterdessen …|

Auf dem Mars herrscht große Aufregung wegen der verschwundenen Kinder, die in der fremden Welt gestrandet sind. Und seit der Turm die Barriere geschlossen hat, sind sie auch nicht mehr zu sehen. Da bemerkt Prof. Caphurna, dass auch der andere Turm sich verlangsamt – in sieben Wochen wird auch er zum Stillstand kommen. Wird sich dann ein weiteres Tor öffnen? Leider zu spät, um Elinn zu retten.

Um sicherzugehen, dass keine weiteren Türme mit Tarnvorrichtungen auf dem Mars existieren, lässt Pigrato jenen Motorsegler starten, mit dem der Tarnschirm der Türme zuerst unterflogen wurde. Der einzige Pilot, der das Ding fliegen kann und leicht genug ist, ist Ronny, das Fliegerass. Ronny findet es absolut „galaktisch“, diese Chance erneut geboten zu bekommen und sagt sofort zu. Wenige Stunden später steigt er vom Löwenkopf auf, um den Flieger zur zerstörten Asiatischen Marsstation zu steuern, wo es noch ein Startkatapult für solche Flieger gibt.

|Die fremde Stadt|

Doch bei der Erkundung und Überführung passiert Ronny etwas Merkwürdiges. Als er eigentlich über den Valles Marineris sein sollte, der großen Marsschlucht, fällt sein Blick auf eine große Stadt voller Licht, in der sechs blaue Türme stehen. Da senkt sich ein riesiges Raumschiff auf den Zentralplatz zwischen den Türmen und eröffnet das Feuer. Alles im Umkreis wird zerstört. Dann schließt sich der Blick auf dieses Spektakel wieder. Ronny gelingt es, den Flieger sicher zu landen, als wäre nichts gewesen.

Doch als Pigrato diese Szenen auf den Aufnahmen der automatischen Kamera des Fliegers sieht, bekommt er Zweifel, ob es eine so gute Idee war, alles alleine machen zu wollen. Er wird die Erde informieren müssen, das heißt den Chef der Raumfahrtbehörde, den strengen, zwielichtigen Senator Bjornstadt. Und wenn die „Heimwärtsbewegung“ von den Vorgängen auf dem Mars Wind bekommt, wird sie Himmel und Hölle in Bewegung setzen, um jegliche Raumfahrt zum Stillstand zu bringen und die Marssiedler zur Erde zurückzuholen. Dem Statthalter Pigrato stehen schwere Zeiten bevor. Von der Ungewissheit über den Verbleib seines einzigen Kindes Urs ganz abgesehen.

Einige Stunden später erhält Ariana DeJones, Urs’ Freundin, eine erstaunliche, kurze Mail von ihrem Freund …

_Mein Eindruck_

Ich habe diesen spannenden Abenteuerroman in nur zwei Tagen gelesen und bin sicher, man kann ihn auch in nur einem Tag schaffen. Die Geschichte entwickelt sich wendungsreich und unvorhergesehene Richtungen, sodass man stets gespannt ist, wie die Handlung weitergeht. Wird Elinn überleben? Wo befinden sich die Marskinder überhaupt? Wird es für sie eine Rückkehr geben?

Gut fand ich, dass der Autor nicht auf den bisherigen Funden herumreitet und die Leute ewig rätseln lässt, wie die Technik der Aliens auf dem Mars funktioniert. Das bringt nämlich einfach nichts und wäre nur Anlass zu endlosen Diskussionen gewesen, wie sie noch im ersten Band zu finden waren. Stattdessen ergreift wie schon zuvor jeweils eines der Marskinder die – mehr oder weniger vernünftige – Initiative und macht sich daran, eben diese Technik zu nutzen.

Für Elinn könnte dies allerdings fatale Folgen haben. Deshalb müssen ihr Carl und Urs, als personalisierte Inhaber der „Schlüssel“, ihr folgen und helfen. Natürlich macht auch Carl die hohe Schwerkraft zu schaffen, aber Urs hat die Erdschwerkraft noch nicht lange verlassen (er ist erst zwei Monate auf dem Mars) und hält sich am besten auf der fremden Welt, die sie betreten haben. Was das Trio dort vorfindet, soll hier nicht verraten werden, damit die Überraschung erhalten bleibt.

Ziemlich witzig bemerkte ich, dass sich der Autor à la Hitchcock selbst in die Geschichte hineingeschrieben hat. Der Astronaut Peter Eisenhardt ist an Bord eines den Mars umkreisenden Raumschiffs und erzählt seinem Kollegen von einem Großvater, der Science-Fiction-Romane schrieb, darunter auch Zeitreisegeschichten. Da kam mir doch gleich „Das Jesus Video“ in den Sinn. So was nennt man bei Filmen einen Cameo-Auftritt, aber diesmal ist er selbstironisch gemeint.

Außerdem gibt es einen ziemlich witzigen Auftritt eines afrikanischen Künstlers, der sich Kibbi nennen lässt. Wieder mal hat der Autor seine Kultur- und Geschichtskenntnisse ausgegraben und angewandt. Dieser Kibbi hat die Kunst für ein Museum geschaffen, das die Menschheitsgeschichte darstellt, aber mit einer so innovativen Konzeption, der er jeden Handwerker einzeln anleiten muss, um alles richtig zu machen.

Das Museum steht nahe der kenianischen Olduvai-Schlucht, die unter Anthropologen als Ursprung der Menschheit gilt, seit die Familie Leakey hier Knochen von Frühmenschen fand. Doch nun hat man hier einen verstörenden Fund gemacht, der die ganze schöne Theorie von der Entstehung des Menschen über den Haufen wirft: die titelgebenden „steinernen Schatten“ …

_Unterm Strich_

Ich fand diesen vierten Teil des Zyklus‘ fast noch spannender und witziger als den Vorgänger, obwohl der auch schon ziemlich haarsträubend ist. Für Jugendliche ab zwölf bis vierzehn Jahren (und natürlich erwachsene Junggebliebene) bietet der Roman einige überraschende Wendungen, sodass ich mich gut unterhalten fühlte.

Immer wieder beeindruckte mich der Kenntnisreichtum des Autors in der Luft- und Raumfahrttechnik – Kunststück, hat er doch beides studiert. Außerdem finde ich seine süddeutsche Umgangssprache immer sympathischer. Das hebt seinen Erzählstil nämlich wohltuend von den Übersetzungen aus dem Englischen ab, mit denen der deutsche SF-Markt regelmäßig überflutet wird. Genauso würde ich als Schwabe auch erzählen, wenn ich die Zeit (und den Mut) dazu hätte.

|Zur Taschenbuch-Ausgabe|

In dieser Taschenbuchausgabe des 2007 bei Arena veröffentlichten Romans fehlen allerdings die Illustrationen. Trotzdem behauptet der Bastei-Lübbe Verlag, diese Ausgabe sei „Vollständig“. Wahrscheinlich bezieht sich diese Behauptung nur auf den Text.

Die Umschlaginnenseiten der Leinenausgabe bieten nämlich zwei hilfreiche Zeichnungen. Die Hintere ist dem Löwenkopf-Areal gewidmet. Eigentlich hätte sie an den Anfang gehört, weil dort die Handlung einsetzt. Im vorderen Umschlag ist die Raumstation MIR-3 abgebildet, die dem reichsten Mann der Erde, dem Erfinder Yules Whitehead, gehört, und die im letzten Viertel der Handlung eine kleine Rolle spielt. Sie dient als Habitat für Leute, die zum Mars wollen oder von dort kommen. Sie verfügt über einen Mechanismus zur Erzeugung künstlicher Schwerkraft, wie man ihn aus dem Film „2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen“ kennt (der Mittelteil der „Leonov“ rotiert).

Aber dennoch kann sich der Leser freuen: Die Taschenbuchausgabe ist mit knapp neun Euro einen Fünfer billiger als die Leinenausgabe. Obendrein weist sie ein viel schöneres Titelbild auf, als es die Arena-Ausgabe zu bieten weiß. Natürlich könnte sich der kundige Astronom fragen, was das für ein Riesenplanet sein soll, der da am Himmel hängt. Aber man sollte Titelbilder sowieso nur als poetische Interpretationen des jeweiligen Künstlers auffassen.

|Taschenbuch: 334 Seiten
ISBN-13: 978-3404243952|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de

_Michael Matzer_

Über 25 weitere Besprechungen zu Titeln von _Andreas Eschbach_ finden Sie in unserer [Datenbank]http://buchwurm.info/book .

Andreas Eschbach – Black*Out (Lesung)

Nun ist es endlich soweit. Nach dem „Marsprojekt“ gewährt Andreas Eschbach seinem Geist und seiner Schöpfungskraft einen neuen Ausflug in die Sciencefiction, ein Bereich, den er weitgehend seinen Jugendromanen überlässt. So kündigt sich auch „Black*Out“ als Erster mehrerer Teile an, deren vordergründige Zielgruppe Jugendliche sind. Doch wissen wir nicht alle, dass Eschbachs erwachsene Leser vor seinen vermeintlichen Jugendromanen keinen Halt machen?

Chris, Serenity und ihr Bruder sind in der Wüste Nevadas auf der Flucht. Vor wem, ist den beiden Geschwistern noch nicht richtig klar, doch spätestens, als sie von Militärhubschraubern verfolgt und beschossen werden, nehmen sie Chris‘ Paranoia ernst. Serenitys Vater, der Aussteiger Jeremiah Jones, wird neuerdings ebenfalls von der Regierung verfolgt und für Attentate und Terroranschläge verantwortlich gemacht. Chris behauptet, ihm helfen zu können und bittet die Geschwister deshalb, mit ihm die vagabundierende Gruppe um Jones zu finden. Denn bei Jones, das ist Chris‘ persönlicher Anreiz, befindet sich ein alter Bekannter seiner Familie:

Als Neurologe und Neurochirurg besitzt er die Fähigkeiten, die Christopher braucht, um ein unheimliches Geheimnis und gefährliche Bürde loszuwerden. Ihm wurde ein Chip implantiert, mit dessen Hilfe ihm eine direkte Verbindung ins Internet möglich ist. Der Haken: Alle Träger dieser Chips bilden einen geistigen Verbund, in Folge dessen sie ihre Individualität verlieren und absolut gleichgeschaltet werden – ihre Gedanken sind kohärent wie das Licht eines Lasers, ihr gemeinsames Ziel ist – alles. Und nur Christopher ist durch einen Defekt in der Lage, seinen Chip zu deaktivieren. Er kennt die Kohärenz, wie sich die gleichgeschalteten Menschen nennen. Er ist eine Gefahr für ihr Ziel. Er ist der Sohn eines ihrer Entwickler. Und er soll zurückgeholt werden …

Das Hörbuch ist natürlich eine gekürzte „autorisierte Lesefassung“. Das Manko bei diesen Produkten ist natürlich, dass tiefer gehende Erklärungen und Zusammenhänge oft dem Rotstift zum Opfer fallen und so in manchen Details nach dem Hören weiterer Erklärungsbedarf besteht. Das führte bereits zu Fehlinterpretationen oder auch schlechteren Beurteilungen, als einem Roman angemessen und würdig wäre. Im vorliegenden Fall ist dieser Mangel zu vernachlässigen, denn es wurde eine gute Balance geschaffen zwischen erzählerischem Tempo und nötigen Erklärungen, so dass die Spannung und der innovative Wert der Geschichte erhalten bleiben.

Die letzten Jahre kristallisieren sich immer stärker zu Jahren der medienbezogenen utopischen Literatur, und die Steigerung ist noch nicht abgeschlossen. Denken wir an Autoren wie Cory Doctorow oder Charles Stross, treffen wir auf abgefahrene Abhandlungen – nein, Erzählungen – über Weiterentwicklungen der Medientechnik, des Internets und der Breitbandverbindungen. Gefahren werden aufgezeigt, Möglichkeiten beschworen und dem Trend gefolgt, denn die Apps und Blogs und Plattformen für Handy und Co. bleiben kaum hinter den Utopien zurück.

Griff Eschbach letztens das Thema der computerbasierten Manipulation sehr ernsthaft auf, beschäftigt er sich im vorliegenden Roman zwar noch beängstigender, dennoch aber sehr utopisch, mit den Gefahren, die aus überbordender Vernetzung erwachsen könnten. Direkte Vernetzung von Gehirnen mit dem Internet über implantierte Chips sind doch trotz aller beschworener Schrecken echte Sciencefiction und rufen deshalb neben dem wohligen Schauer das beruhigende Gefühl hervor, davon noch weit entfernt zu sein. Gleichwohl spielt Eschbach auf diese Art kritisch mit dem Problem der Beeinflussung und Gleichschaltung von Gesellschaften. Noch leistet bei uns die Werbeindustrie die Arbeit, die bei Eschbach unumgänglich durch Kohärenz erledigt wird.

Genug der Interpretationen, widmen wir uns lieber den greifbaren Aspekten der Erzählung. Die Charakterentwicklung ist typischerweise bei Eschbach gut nachvollziehbar. So bleibt auch nicht verwunderlich, dass ein junger Mann, der stets allein und mit seinem Genie einsam vor seinen Problemen stand, seinen Plan zwar mit Hilfe von Anderen ausführen will, die wahren Details aber für sich behält. Dass er dabei für seine Helfer eine andere glaubhafte Geschichte inszeniert und sie damit ebenso verkackeiert wie seine Gegner, zeigt nur deutlich, dass er sich weiterhin als Einzelgänger betrachtet.

Die Gefahrenentwicklung für die anderen Beteiligten erleichtert Chris natürlich die Überzeugungsarbeit, um sie für sich zu gewinnen. So bedingen alle Geschehnisse einander und führen zu logischen Konflikten, denen sich die Protagonisten dynamisch nähern und – angewiesen aufeinander – gemeinsam zu Lösen versuchen. Es rennt also nicht ein Teenager durch Amerika und überzeugt ein paar Erwachsene von seinen Ideen, sondern die Ereignisse reißen alle mit in ihren Strudel und sorgen für gegenseitige Abhängigkeit, was die gesamte Geschichte glaubwürdig macht.

Da es sich offenbar um den Start eines Mehrteilers handelt, verbleiben ein paar lose Fäden und offene Fragen in der Geschichte. So das Rätsel um die von der Kohärenz unbemerkt vorgenommene Manipulation an Christophers Chip: Ist er also doch kein Einzelfall? Gibt es noch andere Möglichkeiten, sich von der Masse der Gehirne abzukapseln? Die Gefahr ist alles andere als gebannt, der Überraschungseffekt ist dahin und die Kohärenz wird mit jedem Tag stärker – eine gute Ausgangsbasis für weitere spannende Geschichten.

Ein Wort zum Sprecher: Stefan Kaminski, der seine Fähigkeiten selbst als „Stimmen-Morphing“ bezeichnet, trifft bei jedem Auftritt einer Figur deren Stimme in gleicher Weise, wie er sie einführte. Er liefert eine ausgezeichnete Leistung und ein Hörbuch, bei dem es Spaß macht, zuzuhören.

Ein neuer jugendlicher Eschbach, der weit näher vorstellbar ist als die Vorgänger zum Marsprojekt und neben gefährlichen Visionen auch die Hoffnung für die Zukunft nicht aus den Augen verliert. Und das Wichtigste: Spannende Unterhaltung für Jedermann!

6 Audio-CDs mit ca. 406 Minuten Laufzeit
Gelesen von Stefan Kaminski
ISBN 13 978-3-401-26062-4

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Prévost, Guillaume – magische Reif, Der (Das Buch der Zeit, Band 3)

_Frech wie Sam: Besuch bei Kaisern und Päpsten_

Wer Bücher liebt, lebt gefährlich. Das hätte sich der 14-jährige Sam niemals träumen lassen, als er eines Tages auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater ein mysteriöses Buch entdeckt. Seltsam: Seine Seiten sind alle gleich. Doch als Sam auf einen Stein, in den ein Sonnensymbol eingeritzt ist, eine Münze legt, wird er in eine andere Zeit transportiert.

Sieben Münzen, verstreut über Länder und Zeiten, müssen Sam und seine Cousine Lili in Band zwei zusammentragen, um Sams Vater aus Vlad Tepes‘ Gefangenschaft zu befreien. Aber sie werden offenbar von einem Mitglied der Geheimorganisation Akreos verfolgt, der alle Sonnensteine zerstört. Zum Glück werden die beiden Zeitreisenden vom Hüter der Sonnensteine, dem ägyptischen Priester Setni, in die Hintergründe eingeweiht. Nun erfährt Sam endlich, was sein gefangener Vater eigentlich in Draculas Burg Bran wollte: einen Armreif mit ganz besonderen Eigenschaften …

In Band drei wird Sams Freundin Alicia entführt, und nur gegen den magischen Armreif sowie ein wertvolles Buch über Magie will der Entführer sie wieder freilassen. Doch nicht irgendwo, sondern im Rom des Jahres 1527, als die Ewige Stadt von kaiserlichen Truppen erobert und gebrandschatzt wird!

_Der Autor_

Guillaume Prévost, geboren 1964 auf der Insel Madagaskar, ist ein Geschichtsprofessor, der unter anderem ein Werk über den Zweiten Weltkrieg veröffentlichte. Er hat mehrere Romane veröffentlicht, in denen er Fiktion und historische Persönlichkeiten kombinierte, darunter die „Die sieben Verbrechen von Rom“ (2000), in dem Leonardo da Vinci auftritt, sowie „Das Geheimnis der verborgenen Kammer“ (die deutschen Titel stammen von mir).

„Das Buch der Zeit“ ist eine Jugendbuch-Trilogie, in der Prévost seine Hauptfigur in verschiedene Zeiten und Schauplätze schickt, wie es vor ihm Madeleine L’Engle [(„Die Zeitfalte“)]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5081 getan hat.

1) [Die steinerne Pforte]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3595
2) [Die sieben Münzen]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5666
3) Der magische Reif

_Vorgeschichte_

Der 14-jährige Samuel Faulkner ist ein ganz normaler Schüler in einer ganz normalen Stadt in Kanada. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem er versucht, eine Spur auf den Verbleib seines seit 13 Tagen verschollenen Vaters Allan zu finden. Sams Mutter ist vor drei Jahren gestorben, und so lebt er nun bei seinen Großeltern, neben dem Zimmer seiner fast zwölfjährigen Cousine Lilli.

Sam stibitzt die Schlüssel zum Antiquariatsbuchladen seines Vaters, der sich in einem heruntergekommenen Stadtviertel befindet, und stößt auf Vaters Anrufbeantworter auf eine ominöse Warnung des Nachbarn Max. Nach einer Weile des Suchens findet Sam hinter einer sehr guten getarnten Wand ein kleines Kämmerchen, in dem sich ein kleines rotes Buch und eine niedrige Steinstele befinden. In diesen Steinsockel ist eine sechsstrahlige Sonne eingraviert.

Leider gibt es keinen Hinweis, keinen Brief oder dergleichen, der Sam helfen würde, diese Funde zu verstehen. Aber er kann kombinieren – und legt eine Münze mit einem Loch darin auf die Vertiefung in dem Stein, in die sie zu passen scheint. Eine sengende Hitze scheint seinen Arm zu verbrennen, dann erwacht er an einem anderen Ort …

Nach Reisen, die ihn nach Irland, Nordfrankreich, Ägypten und Brügge führen, macht sich Sam auf den Weg, um seinen Vater aus dem Kerker von Vlad Tepes zu befreien, des Woiwoden der Walachei, den die Welt als Dracula kennt. Auf Burg Bran findet Sam den goldenen Armreif, aber auch die Armbrust des Tyrannen auf seine Brust gerichtet …

_Handlung_

Sams Vater ist unter den Strapazen, die ihm sechs Monate Kerkerhaft und die Zeitreise aus dem Rumänien des 15. Jahrhunderts angetan haben, zusammengebrochen. Sam besucht ihn im Krankenhaus, bemitleidet von seinen Großeltern, aber misstrauisch befragt von seiner Jugendliebe Alicia Todds. Obwohl er sie gerne zurückgewinnen möchte, kann er ihr doch sein größtes Geheimnis nicht anvertrauen: seine Zeitreisen mit Hilfe der Sonnensteine.

Drei Tage sind vergangen, als Alicias Mutter weinend bei seinen Großeltern auftaucht und ihn fragt, ob er einen Hinweis habe, wo sich Alicia sich befinde: Sie sei verschwunden. Sam fährt der Schrecken in die Glieder und er hat eine Vorahnung. Auf seinem Handy ist keine SMS von dem Mädchen, doch auf seinem Computer befindet sich eine Mail von Ratewer@arkeos.biz. Darin teilt ihm der Tätowierte, den er im Museum beim Münzenraub störte, mit, dass er Alicia entführt habe. Schließlich liege Sam ja so viel an ihr, oder? Er bietet Sam eine Partnerschaft und die Freilassung Alicias an – im Austausch für den magischen Armreif und ein paar andere Dinge, auf die er ein Auge geworfen habe.

Sam bleibt nichts anderes übrig, als zähneknirschend zuzustimmen und sich auf den Handel einzulassen. Während Lili im Ferienlager ist und seine Großeltern seinen Vater besuchen, macht er sich auf den Weg, um gegen den Entführer zu ermitteln. Sonnenstein, Armreif und sechs Münzen führen Sam jedoch nicht nach China, sondern nach Ägypten vor 20 Jahren.

In Theben, wo sein Vater an Ausgrabungen teilnahm, wird er fündig. Er nimmt den Expeditionsleiter Daniel Chamberlain in die Mangel, der ihm einige erstaunliche Informationen zu seinen Münzen preisgibt. So führt die goldene Münze ins Jahr 1527, als kaiserliche Truppen Karls V. die Ewige Stadt plünderten und brandschatzten. Genau dort ist Alicia gefangen, hat der Entführer angedeutet. Und eine graue Münze führt ins alte China des ersten Kaisers Qin bzw. in dessen monumentales Grabmal. Das blaue Buch aus dem alten Rom, das Sam dort besuchen soll, befindet sich in Chamberlains Besitz: Doch zu früh gefreut! Dieser Kopie fehlen die entscheidenden letzten Seiten.

Als Sam wieder zurück zum Sonnenstein am Grund des Grabmals von Hohepriester Setni klettert, hört er wütende Stimmen: Es sind sein Vater, 20 Jahre jünger, und dessen Gegenspieler, der Allan zum Komplizen machen wollte. Sam schlägt den Mann nieder, als dieser Allan erwürgen will, und rettet seinem Vater so das Leben. Allan macht sich jedoch wegen Verständigungsproblemen aus dem Staub. Während Sam den Sonnenstein für die nächste Etappe aktiviert – er hat jetzt alle sieben Münzen beisammen -, erblickt er das Gesicht des Mannes, den er niedergeschlagen hat. Er traut seinen Augen kaum – seine Familie ist in höchster Gefahr!

_Mein Eindruck_

Diesmal begibt sich Sam auf eine Reise durch mehrere Epochen, um besondere Fähigkeiten und Erkenntnisse zu erwerben. Die zunächst wichtigste Station ist das Grabmal des ersten chinesischen Kaisers. Der Zugang ist gespickt mit tödlichen Fallen, die bereits einem Bekannten Sams aus Brügge, dem Magier Klugge, zum Verhängnis geworden sind. Doch mit seiner Kombinationsgabe gelingt es Sam, auch dieses Hindernis zu überwinden. Schließlich gelangt zu jenem unterirdischen Gebäude, in dem der Kaiser bestattet ist. Doch was tot sein sollte, lebt!

Der ehrwürdige und autoritäre Kaiser [Qin Shi-Huangdi,]http://de.wikipedia.org/wiki/Qin__Shihuangdi der auf diesen besonderen Gast lange gewartet hat, hat eine ganz besondere Geschichte zu erzählen, aber wichtiger noch ist, dass Sam die besondere Fähigkeit erwirbt, die es Qin erlaubt hat, die Wartezeit zu überleben. Die Fähigkeit besteht darin, den eigenen Herzschlag an den Puls der Sonnenstein anzupassen, bis die Resonanz zu einem Gleichklang geworden ist. Wenn Herz und Sonnenstein synchron langsam schlagen, kann sich Sam so schnell bewegen, dass ihn andere nur als eine Art hellen Schatten wahrnehmen können.

Eine zweite Aufgabe besteht darin, einen eigenen Sonnenstein zu meißeln. Auch dies gelingt nur durch die neu erworbene Synchronharmonie. Bevor Sam weiter ins Rom des Jahres 1527 reist, um Alicia zu holen, gibt ihm der ungewöhnlich gütige und gnädige Kaiser eine Warnung Setnis, des Hüters der Sonnensteine, auf den Weg: „Zwei Sonnen können nicht zur gleichen Zeit scheinen!“

Mit seiner neuen Fähigkeit ist es Sam ein Leichtes, das verbotene Buch der Magie (die Abhandlung Klugges aus Brügge) aus einem Geheimversteck der Vatikansbibliothek zu stibitzen. Damit soll er bei einem Söldnerführer, der in Diensten von Alicias Entführer steht, seine Freundin auslösen. Leichter gesagt als getan – der Söldnerführer ist schlau und fragt sich, warum er die Macht über die Zeit wieder abgeben soll, wo er sie doch gerade in Gestalt des Buches und des kundigen Zeitreisenden Sam in Händen hält!

Wird es Sam gelingen, Alicia zu befreien und seine Mutter vor dem sicheren Tod am 11. Juni zu bewahren? Elisa Faulkners Tod war beileibe kein Unfall, wie Sam zu seinem Entsetzen herausfindet, sondern ein Unfall mit nachfolgendem Mord. Doch wer ist dieser skrupellose Mörder, der die heiligen Sonnensteine zu seiner persönlichen Bereicherung benutzt und anschließend zerstört?

Um diesen Schurken zu bezwingen, muss Sam auch eine Reihe von menschlichen Eigenschaften hinzugewinnen und bis zur Selbstaufgabe gehen. Er ist bereit, sich selbst zu opfern, um das Leben seiner Lieben zu gewinnen. Ohne diese Opferbereitschaft wäre Sams Entwicklung zu einem Supermann auch völlig unglaubwürdig und moralisch verwerflich – er wäre dann keinen Deut besser als sein skrupelloser, völlig egoistischer Gegenspieler. Ja, am Schluss kann er sogar spielerisch mit seiner neuen Rolle als Hüter der Sonnensteine umgehen. Wir wollen es ihm gnädig durchgehen lassen. Und was es mit dem Ring der Ewigkeit auf sich hat, soll hier nicht verraten werden.

|Die Aufmachung|

Das Buch ist ganz in edlem Gelb und Gold gehalten, das Cover sieht aus, als sei das „Buch der Zeit“ bereits zur Hälfte zerstört worden. Denn die obere Schließe ist bereits abgegangen und nur noch der Abdruck ist zu sehen. Der Prägedruck vermittelt zusätzlich den Eindruck, man halte ein uraltes Buch in Händen. Hinzukommt noch, dass der Buchrücken aussieht, als sei er bereits abgenutzt und abgestoßen – genau so, wie ein antiquarisches Buch eben aussehen würde.

Ein goldfarbenes schlüsselförmiges Ornament im unteren Drittel von Vorder- und Rückseite (das obere fehlt, wie gesagt) legt den Schluss nahe, dass es sich hier um einen Verschluss handeln könnte, der das Buch, wenn es wirklich ein altes wäre, zusammengehalten hätte. Auf der Vorderseite ist der titelgebende Armreif abgebildet, ebenfalls tief eingeprägt. So viel Design- und Druckaufwand ist sehr sympathisch und hebt das Buch aus der Masse der Jugendbücher heraus.

Diesmal enthält das Buch auch eine Information über den Autor, die mir im Startband noch gefehlt hat.

_Unterm Strich_

Für junge Leser um 14 Jahre ist dieses Buch ein rundum gelungenes Leseerlebnis. Der Held ist sympathisch und sehr menschlich: Er weiß auch nicht mehr als du und ich, geht mit Computern Foto-Handys und E-Mails um wie alle Jugendlichen, hat aber ein gewisses menschliches Verständnis zu entwickeln. Diesmal geht seine Liebe zu Alicia und zu seiner Mutter so weit, dass er bereit ist, für sie sein Leben hinzugeben, denn er weiß, dass nur so auch sein Vater vor dem Tod bewahrt werden kann. Denn was wäre das Leben wert, wenn er alle verlöre, nur weil er nicht bereit war, alles, was er draufhat und erwarb, für sie zu geben? Er könnte sich ja nicht mehr in die Augen sehen.

Doch mit Mut und Geistesgegenwart sowie der Hilfe Alicias gelingt es ihm, den Kampf gegen seinen Gegenspieler zu seinen Gunsten zu wenden. Doch das heißt noch längst nicht, dass der Sieg nahe ist. Denn auch sein Gegner hat große Pläne, um Ruhm, Reichtum und Ansehen zu gewinnen, wie ein Trip in die Zukunft zeigt. Feststeht, dass es bis zum Schluss spannend bleibt.

Erst wenn alle Lieben Sams beisammen sind, können wir uns entspannt zurücklehnen. Doch bis dahin ist es ein weiterer und verschlungenerer Weg als sonst – das Buch hat rund hundert Seiten mehr als die Vorgängerbände. Die zusätzlichen Seiten sind auch nötig, um all die Wunder und Kämpfe zu schildern, die Sam erlebt. In einem regelmäßigen Rhythmus von Aktion, Überlegung, Wandlung (oder Erkenntnis) und wieder Aktion bewegt sich die Handlung ihrem Ziel zu. Wie dieses aussieht, soll nicht verraten werden. Auf jeden Fall setzt Band drei die Kenntnis der Vorgängerbände voraus.

Wem dieses Abenteuer gefällt, der sei auf die ähnlichen Zeitreiseabenteuer „Die Zeitfalte“ von Madeleine L’Engle und die Serie um Justin Time von Peter Schwindt hingewiesen (1. Zeitsprung; 2. Der Fall Montauk; 3. Das Portal; 4. Verrat in Florenz). Die Rezensionen hierzu findet ihr auf unseren Magazinseiten.

Fazit: ein Volltreffer.

|Originaltitel: Le livre du temps; Le cercle d’or, 2008
Aus dem Französischen von Anke Knefel
426 Seiten, gebunden
ISBN-13: 978-3-401-06072-9|
http://www.arena-verlag.de

Andreas Eschbach – Die schlafenden Hüter (Das Marsprojekt 5)

Dies ist das Ende einer Geschichte – und der Anfang einer hoffnungsvollen Zukunft für die Marssiedler. Seit das Mädchen Ellin auf dem Mars von einem unerklärlichen Leuchten auf Artefakte aufmerksam gemacht wurde, die sich schließlich als Schlüssel zu einer alten außerirdischen Station entpuppten, ist viel passiert. Ariana hat sich verliebt, Ellin, Carl und Urs sind durch einen der »Blauen Türme« auf die Erde gelangt und nun mit dem Milliardär und Erfinder des Fusionsreaktors unterwegs zurück zum Mars. Eine radikale Organisation, die »Heimwärtsbewegung«, schreckt selbst vor brutalen Anschlägen und Überfällen nicht zurück, um das Raumfahrtprogramm und vor allem das Marsprojekt zu stoppen.

Die Ereignisse und Interessengruppen bewegen sich in diesem Roman auf einen Höhepunkt zu, in dem das große Finale der Romanquintologie statt finden soll. Die Außerirdischen erwachen. Außerirdische! Bis zum vierten Band waren sie wenig mehr als Hirngespinste der kleinen Ellin, die sich von ihnen gerufen fühlte. Im vierten Band gibt es erstmals echte Beweise für ihre Existenz, und im finalen Roman erwachen sie. Der Titel legt nahe, dass alles gut ausgeht. Dem Leser wird ab einem gewissen Alter auffallen, dass die Gefahren für die Aliens und die Türme erstens nur ein schriftstellerischer Trick sind, der Spannung erzeugt und die Handlung bereichert, und zweitens für die Lösung des Knotens nötig sind, damit die Menschen wieder ungestört den Mars besiedeln können und nicht Hunderttausend heuschreckenähnliche Aliens auf der Plaza ihre Fiesta feiern. Den Wesen wird ein Ausweg geboten, den Menschen ihre technische Überlegenheit demonstriert und dadurch zu neuer Einheit und gemeinsamer Stärke verholfen. Das große Abenteuer für die Marskinder geht zu Ende, sie werden langsam erwachsen.

Andreas Eschbach steht inzwischen für extrem gute Unterhaltung. Jeder kann ihn lesen oder hören, ohne Kopfschmerzen zu bekommen, und trotzdem behandelt er bewegende Themen und geht auch ins Detail dabei. Man kann ihn auf verschiedene Weise lesen: Eine in eine packende Story verpackte mahnende Erinnerung an die Zukunft, einen Einblick in unbekannte Bereiche unserer Gesellschaft, einfach als entspannende und spannende Lektüre, als eine Studie genialer Stilentwicklung und meisterhafter Sprachgestaltung, und so weiter.

Die Leser der ersten Stunde wissen gerade seine Science-Fiction zu schätzen, und genau dadurch ist Andreas Eschbach ins Rampenlicht getreten. Zu ihrem Leidwesen verlagerte sich Eschbachs Schwerpunkt recht schnell – raus aus der Schublade, möglichst weit weg von Aliens, Raumschiffen und Laserkanonen. Der Qualität seiner Bücher tut das keinen Abbruch und die Allgemeinheit gewann ein begeisterndes Talent. Natürlich bleibt der SF-Fan trotzdem am Ball, immer auf der Suche nach dem Hauch von Eschbachs Visionen, der bisher jedem seiner Romane anhaftet. Außerdem: einmal Eschbach, immer Eschbach! Seine Schinken sind einfach gut.

Mit dem »Marsprojekt« tröstete Eschbach seine Leser über die SF-freie Durststrecke der »Erwachsenen-Bücher« hinweg und nutzte das Medium der Jugendromane für die Utopie. Die ist jedoch mit dem vorliegenden fünften Band der Reihe abgeschlossen. Und was jetzt? Erwartet uns eine düstere Zukunft ohne Eschbach’sche Zukunftsvisionen?

Auch beim »Marsprojekt« bewahrheitet sich die Erkenntnis über Fortsetzungen erfolgreicher Geschichten: War der erste Roman – später subtituliert mit »Das ferne Leuchten« – ein typischer, nicht zu übertreffender Wurf aus seiner Ideenkiste voll Charisma, sind die Fortsetzungen »nur noch« gute Unterhaltung und kreative Storyentwicklung, lassen aber dieses Eigenleben eines überragenden Romans vermissen. Mit »Die Schlafenden Hüter« hat Andreas Eschbach einen würdigen Abschluss des Abenteuers geschrieben und dabei ein echtes Ende geschaffen, eine dem Erzählten angemessene endgültige Situation. Zurück bleibt der Wunsch nach einem Roman ohne vorhersagbare Wendungen und mit diesem Offenbarungsgefühl, dem Erahnen großer Zusammenhänge und der Bedeutungslosigkeit des Menschen. Eschbach for SF, und wenn’s nur hin und wieder ist!

361 Seiten, gebunden
ISBN-13: 978-3-401-06061-3

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

Beatrix Gurian – Prinzentod

Dass verbotene Liebe unschöne Konsequenzen haben kann, weiß man spätestens seit Shakespeares „Romeo und Julia“. Diese Erfahrung muss auch Lissie machen, die Heldin in Beatrix Gurians Thriller „Prinzentod“.

Lissie lebt in München und soll nun zu ihrer Freundin Bernadette ziehen, da ihr Vater, ein Koch, für längere Zeit mit einem Kreuzfahrtschiff unterwegs ist. Bernadette hat eine eigene Wohnung im Haus ihrer Eltern, so dass die beiden Mädchen ihre Ruhe vor den Erwachsenen haben. Oder besser gesagt: haben sollten. Bereits bei ihrem Einzug läuft Lissie Kai, Bernadettes Stiefvater, über den Weg und es kommt zu einem verhängnisvollen Kuss zwischen Umzugskartons. Obwohl Kai deutlich älter als Lissie ist, verlieben sich die beiden ineinander, und bald wird mehr aus den romantischen E-Mails, die er ihr schreibt.

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Cassandra Clare – City of Bones (Chroniken der Unterwelt 1)

Als die fünfzehnjährige Clary einen Abend mit ihrem besten Freund in einer Disco verbringt, wird sie Zeugin davon, wie drei Jugendliche einen Mord begehen. Was Clary aber neben dieser Tatsache weitaus mehr beunruhigt: Es scheint, als könnte außer ihr die drei Jugendlichen niemand sehen! Nach der Tat verschwinden die Jugendlichen spurlos. Erst später soll Clary erfahren, dass es sich bei ihnen um Dämonenjäger handelt, die dazu ausgebildet sind, Dämonen zu finden und zu töten.

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Martina Dierks – Zauber der Johannisnacht

Deutschland zu Beginn des 20. Jahrhunderts: Auf dem Landgut Fünf Eichen von Baron und Baronin von Steckel in der Mark Brandenburg wachsen zwei ungleiche Schwestern auf. Die dreizehnjährige Tessa ist ein rothaariger Wildfang. Sie liebt es, in den Wäldern umherzustreifen und Abenteuer zu erleben. Die kleine Florentine dagegen ist ein sanftes blondes Mädchen, das von den Eltern behütet wird. Seit Jahren leidet Tessa darunter, dass ihre Schwester bevorzugt wird, obwohl Florentine nichts für die Zurücksetzung kann.

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Lassiter, Rhiannon – 2367 – Experiment Hex

Die junge englische Schriftstellerin Rhiannon Lassiter ist in Deutschland noch nicht sonderlich bekannt. Gerade mal drei ihrer Bücher haben es aufs Festland geschafft, obwohl ihr Werk wesentlich mehr umfasst. Ihren Debütroman, im Original „Hex“, verfasste sie im Alter von siebzehn. Das Science-Fiction-Buch ist der Auftakt zu einer Trilogie, die im 24. Jahrhundert spielt, deren Folgebände aber leider nie übersetzt wurden. Es stellt sich die Frage, warum dies so ist, denn „2367 – Experiment Hex“, so der deutsche Name, ist das spannende Debüt einer vielversprechenden Jungautorin.

Die Geschichte spielt im London des 24. Jahrhunderts. Die Stadt ist in die Höhe geschossen und besteht aus mehreren Ebenen, wobei die Oberschicht ganz oben und der Abschaum der Gesellschaft ganz unten lebt. Die Fortbewegung funktioniert per fliegenden Autoscootern, das Essen kommt aus dem Automaten. Computer sind allgegenwärtig und bestimmten das tägliche Leben. In dieser Welt ist nur wenig Raum für diejenigen, die sich keinen Platz an der Sonne sichern können. Sie leben im Untergrund, in den so genannten Ganglands, und fristen ein Leben, das ohne Kriminalität zumeist nicht zu bewältigen ist.

So ähnlich geht es White und Raven. Die beiden Geschwister haben sich lange im Untergrund von Denver aufgehalten, doch nun sind sie nach London gekommen, um ihre kleine Schwester Rachel zu suchen. Die Elfjährige war von einem englischen Ehepaar adoptiert worden, doch mittlerweile hat sich ihre Spur verloren. Es scheint, als hätte sie nie existiert. White, ein praktisch veranlagter junger Mann, der dem Gangleben den Rücken gekehrt hat, befürchtet das Schlimmste, und er hat auch allen Grund dazu. Raven ist nämlich eine Hex, das heißt, dass sie aufgrund einer Genmutation eins mit Computern werden und mit ihrem Geist im Netz surfen kann. Selbstverständlich duldet die Regierung die Gefahr, die von Hexen ausgeht, nicht, doch Raven, die sich in der Hackerszene einen Namen gemacht hat, hat es geschafft, unentdeckt zu bleiben. White befürchtet, dass die Genmutation auch bei Rachel entdeckt worden ist und sie daher eliminiert wurde. Doch Raven glaubt nicht daran. Bei ihren Recherchen im Netz findet sie heraus, dass nicht alle verdächtigen Hexe eliminiert werden. Einige von ihnen, vor allem die jungen, werden in das Labor eines gewissen Dr. Kalden gebracht.

Es besteht also eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass die Schwester der beiden noch lebt. Sie setzen nun alles daran, in dieses Labor einzudringen und Raven, die eine skrupellose, manchmal gefühlskalte Einzelgängerin ist, riskiert dafür sogar ein Menschenleben. Als sie herausfindet, dass Ali Tarrell, Tochter eines reichen Medienmoguls, ebenfalls die Hexmutation besitzt, manipuliert sie ihre Daten, so dass sie abgeholt und ins Labor gebracht wird. Vorher instruiert sie das verängstigte Mädchen allerdings, um die Umgebung auszuspionieren und nach Rachel zu suchen. Raven ist fest von ihren Fähigkeiten überzeugt und glaubt, dass sie Rachel und Ali ohne Probleme aus dem Labor retten kann, wenn sie erst in das abgeschlossene Computernetz des Labors eingedrungen ist. Ein vorschneller Gedanke, wie sich noch zeigen wird …

Rhiannon Lassiter hat „2367 – Experiment Hex“ laut Autoreninfo im Alter von siebzehn Jahren geschrieben. Stellenweise merkt man dies der Geschichte an. Es fehlt häufig an solchen Beschreibungen, die für einen lebendigen und anschaulichen Hintergrund der Geschichte sorgen. Das London der Zukunft bleibt manchmal ein wenig blass, beinahe skizzenhaft. Mit der richtigen Portion Fantasie lassen sich diese Leerstellen zwar auffüllen, dennoch wäre ein strafferes Lektorat hier wünschenswert gewesen.

Das ist aber der einzige negative Kritikpunkt an Lassiters Debütroman. Für ihr Alter schreibt sie unglaublich souverän. Ihre Figurenzeichnung und die Handlung entpuppen sich als überaus reif und geradezu brillant. Die Geschichte um die drei ungleichen Waisenkinder ist wahnsinnig gut konstruiert. Die Handlung ist rasant, beinahe schon zackig und lässt keine Langeweile aufkommen. Ein Ereignis folgt auf das nächste, und trotzdem bleibt genug Zeit, damit sich Dynamik und Spannung entwickeln. Immer wieder kommt es zu actionreichen Szenen, die aber nie platt oder zu bemüht wirken. Im Gegenteil baut die junge Autorin brisante Personenkonstellationen ein, die nicht irrelevant für die Geschichte sind und das Buch zu weit mehr als einem einfachen Science-Fiction-Massaker machen.

Überhaupt wirkt Science-Fiction, gerade bei Jugendbüchern, häufig mehr wie eine Jungensache. Rhiannon Lassiter schafft es, auch Mädchen mit ihrer Geschichte anzusprechen, woran ihre starke Protagonistin Raven sicherlich nicht unschuldig ist. Dabei ist die Fünfzehnjährige alles andere als sympathisch. Ravens Leben im Untergrund und auf der ständigen Flucht vor dem CPS, das für die Eliminierung von Hexen zuständig ist, hat sie zu einer knallharten, egoistischen, beinahe schon soziopathischen Einzelgängerin gemacht. Ohne Skrupel nutzt sie Menschen aus oder spielt mit ihnen, ihre Launen sind unvorhersehbar. Im einen Moment ist sie die Liebe in Person, im anderen hasst sie alles und jeden. Dieses Verhalten sorgt immer wieder für Reibereien und interessante zwischenmenschliche Konstellationen innerhalb der Gruppe, die Lassiter gut zu beschreiben weiß.

Nicht nur Raven wird von der Autorin auf eine fantastische und ansteckende Art und Weise dargestellt. Auch die anderen Hauptfiguren wie White oder der Straßenjunge Kez, der sich den Geschwistern anschließt und Raven heimlich bewundert, sind gut ausgearbeitet, authentisch und düster. Sie zu mögen, fällt nicht einfach, sich mit ihnen zu identifizieren dagegen schon. Sie repräsentieren die schlechten Stimmungen, mit denen jeder einmal zu kämpfen hat, und für ihr Alter hat die Autorin diese sehr anschaulich dargestellt.

Anders als bei anderen Jungautoren definiert sich Lassiter nicht über einen möglichst flapsigen und geschwätzigen Schreibstil. Sie schreibt eine Geschichte, nicht das Lebensgefühl einer Generation, und dementsprechend zeitlos fällt ihre Sprache aus. Sie benutzt kaum Schimpfwörter oder Slang, sondern schreibt präzise und beinahe schon analytisch. Ihre Sätze sind karg, nüchtern und von einer atmosphärischen Düsternis geprägt. Wie die rasante Handlung enthält auch der Schreibstil der Engländerin kaum Ballast. Sie reduziert ihre Worte auf das Nötigste, dies aber so geschickt, dass sich der Leser viele Dinge, beispielsweise Konflikte oder Beziehungen unter den Charakteren, selbst erschließen kann. Lassiters Wortschatz ist überaus abwechslungsreich und es gibt kaum Unsicherheiten in der Formulierung.

In der Summe weiß Lassiter trotz einiger fehlender Beschreibungen zu begeistern. Während der Lektüre von „2367 – Experiment Hex“ vergisst man gerne, dass man es nicht mit einer erwachsenen Autorin zu tun hat. Handlung, Personen und Schreibstil sind so ausgefeilt und abwechslungsreich, dass es kaum Grund für Beschwerden gibt. Und auch, wenn die eifrige Engländerin in Deutschland bislang noch nicht wirklich gewürdigt wurde, gibt es Grund zur Hoffnung: Nach „Dreamwalker“, das 2005 bei aare erschien, veröffentlicht der |Fischer|-Verlag 2008 die Horrorgeschichte „Böses Blut“.

|Originaltitel: Hex
Aus dem Englischen von Angelika Eisold-Viebig
290 Seiten
Empfohlen ab 14 Jahren|
http://www.arena-verlag.de
http://www.rhiannonlassiter.com

Andreas Eschbach – Die steinernen Schatten (Das Marsprojekt 4)

In nicht allzu ferner Zukunft existiert auf dem Mars eine Siedlung, die Menschen haben eine Art Weltregierung und sind bis zum Asteroidengürtel im Sonnensystem vorgedrungen. In der Marssiedlung gibt es sogar Kinder, die weltbekannten Marskinder, die gerade zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen werden. Seit Neuestem gibt es ein fünftes Kind: Urs, den Sohn des Siedlungsverwalters Pigrato, gerade frisch von der Erde eingetroffen.

Die Kinder entdeckten unter anderem gigantische Blaue Türme, Artefakte außerirdischer Besucher oder Bewohner des Mars, die der menschlichen Technik bislang unzugänglich bleiben. Doch seit der eine Turm durchsichtig geworden ist und das Bild einer fremden Umgebung zeigt, hat sich die Situation geändert. Scheinbar stellt er eine Passage auf einen fremden Planeten dar und gilt damit als potenzielle Gefahr, da die Außerirdischen durchaus feindlich gesinnt sein könnten. Zumal die Passage bisher nur Carl, dem Ältesten der Marskinder, von einem anderen Marsbereich her möglich war.

Was die Erwachsenen noch nicht wissen, ist, dass inzwischen neue Artefakte aufgetaucht sind. Diese anfangs von Carls jüngerer Schwester Ellin gefundenen »Steine« tragen mittlerweile die Namen der Marskinder Urs, Carl und Ellin, während Arianas Artefakt bei der ersten Berührung zerbröselte. Ronny, der Jüngste der Marssiedler, hat bislang noch kein Artefakt mit seinem Namen entdeckt, dafür gibt es eines für »Curly«. Wer sich dahinter verbirgt, ist bisher unbekannt. Und was die Erwachsenen daher auch nicht wissen, ist, dass diese Artefakte demjenigen, dessen Namen sie tragen, die Passage durch die blauen Türme gestatten. Und natürlich treiben widrige Umstände die Kinder durch dieses Tor, das sich anschließend schließt und den Rückweg verwehrt …

Eschbachs Marsprojekt geht langsam in die finale Phase. Mit diesem vierten liegt der vorletzte Band um die Marssiedlung und ihre Kinder vor. Kinder: Ein teilweise unglücklicher Begriff, wenn man die Zielgruppe im gleichen Alter sucht wie das der jüngsten Marsbewohner. Carl, Ariana und Urs sind inzwischen »beziehungsreif« und damit in einem Alter, in dem man ungern als Kind bezeichnet wird. Für die Welt des Marsprojekts ist es jedoch ein gewachsener Begriff, dem die Betroffenen langsam entwachsen.

Die Spannung steigt. War im ersten Band noch gar nicht von Außerirdischen auszugehen, entwickelte sich über die nächsten Romane die Gewissheit ihrer Anwesenheit, so dass die Marssiedlung zwar noch eine extrapolierte Möglichkeit darstellt, mit dem Verlauf ihrer Geschichte inzwischen aber deutlich fantastische Züge angenommen hat. Wir stellen uns jetzt die Fragen: Wer sind die Aliens, woher kommen sie? Warum kennen sie die Marskinder, und warum gerade jene, die zur Zeit des verschollenen Vaters von Carl schon bekannt waren? Wer ist Curly? Vielleicht der Spitzname für Ellins Mutter. Ellin selbst hat einen Moment lang den vollen Durchblick, doch reißt ihr gedachter Faden im Chaos ihrer Atemnot und verschwindet wieder in die Tiefe ihres Unterbewusstseins. Schade, oder zum Glück, denn so kommen wir in den Genuss des finalen Bandes dieser spannenden Serie.

Streckenweise fragt man sich, ob Eschbach wirklich für die hypothetische Zielgruppe der Teenager schreibt oder ob nicht in Wahrheit seine Fans die Zielgruppe sind. Er verschweigt keineswegs physikalische Zusammenhänge, sondern holt sie auf ein allgemein verständliches Niveau herab, lässt die Kinder als DAU agieren und benutzt Professoren, Präsidenten oder einfach Erwachsene als Decoder für die wissenschaftlichen Erklärungen. Aber Ronny ist etwa 13. Ob all dies für einen hypothetischen Dreizehnjährigen auch verständlich ist, ist schwer einzuschätzen. Wahrscheinlich muss in diesem Fall einfach nur die Geschichte fesseln und fließen, und das tut sie.

Bleibt als Abschluss
nur zu sagen, dass »Die steinernen Schatten« eine schöne, spannende, flüssig und flott zu lesende wunderbar leichte Unterhaltung ist, die hoffentlich auch den Teenies gefällt – warte auf das nächste Jahr zum Finale!

gebunden, 347 Seiten
Originalausgabe

Der Autor vergibt: (3.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

Susan Gates – Dusk. Jagd in der Dämmerung

Curtis ist ein ziemlicher Versager. Er ist Alkoholiker, lebt von seiner Familie getrennt und droht demnächst wegen schlampiger Arbeitsweise seinen x-ten Job zu verlieren. Da sowieso schon alles egal zu sein scheint, verschafft der nachlässige Laborassistent sich aus purem Trotz Zugang zu einem Raum, der ihm eigentlich streng verboten ist. Aber ehe ihn jemand dort erwischen kann, führt seine eigene Unachtsamkeit zu einem Großbrand …

Susan Gates – Dusk. Jagd in der Dämmerung weiterlesen

Marzi, Christoph – Malfuria – Die Hüterin der Nebelsteine

Mit [„Malfuria“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3398 hat Christoph Marzi vor ein paar Monaten den ersten Teil einer neuen, vielversprechenden Trilogie geschaffen. Eine Fantasygeschichte, die sich für Jugendliche wie auch für Erwachsene angenehm liest und von den Abenteuern der Catalina Soleado berichtet.

Catalina lebt in Barcelona in einer Zeit voller Wunder und hat eine besondere Fähigkeit: Mit einem einzigen Federstreich kann die junge Kartenmacherin die Welt verändern. Darum kamen die Schatten nach Barcelona und suchten das Mädchen. Doch Catalina ist den Schatten entwischt. Ihren neu gewonnen Gefährten, den Lichterjungen Jordi, hat sie dabei leider aus den Augen verloren, doch kurz bevor die Schatten sie zu packen bekommen konnten, gelang Catalina die Flucht nach Malfuria.

Malfuria ist kein spezifischer Ort, sondern ein Sturm aus wirbelnden Rabenfedern, deren Form und Erscheinungsbild sich stetig verändern. In Malfuria trifft Catalina die Zigeunerhexe Makris de los Santos und die große Hexe Agata la Gataza. Mit Makris schließt Catalina schon bald Freundschaft, und gemeinsam machen sich die drei auf die Suche nach Catalinas Großmutter Nuria Niebla, eine verschollene mächtige Hexe, die im Kampf gegen die Schatten helfen soll …

Währenddessen irrt Jordi durch die zunehmend von der Dunkelheit verschluckten Gassen Barcelonas. Er hat seine Erinnerung verloren, weiß weder, wer er ist, noch kann er sich an Catalina erinnern. Er trifft zufällig auf einen Mann namens Kopernikus, dem die Schatten eigenartigerweise nichts anhaben können. Gemeinsam mit dem Mann flieht Jordi in Richtung Hafen und trifft im Leuchtturm auf einen verloren geglaubten Teil seines alten Lebens: seinen Vater, der ihnen bei der weiteren Flucht vor den alles verschlingenden Schatten hilft …

„Die Hüterin der Nebelsteine“ knüpft nahtlos an die Geschehnisse des ersten Bandes an, was insofern sehr gut ist, als dieser sehr abrupt endete. Man kann also direkt weiterlesen, was auch durchaus ratsam ist, da Marzi nicht viel Zeit auf Wiederholungen und Zusammenfassungen verschwendet. Man sollte also schon noch halbwegs frisch im Gedächtnis haben, was im ersten Teil passiert ist, damit man nicht den roten Faden verliert.

Jordi und Catalina gehen nun getrennter Wege. Der Plot gabelt sich in zwei unterschiedliche Erzählstränge, wird zum Ende hin aber wieder zusammengefügt, wenn sich die Wege der unterschiedlichen Protagonisten erneut kreuzen. Catalina flieht mit den beiden Hexen und Malfuria aus Barcelona und macht sich auf die Suche nach ihrer Großmutter. Sie werden von den Schatten verfolgt und begegnen einigen eigenartigen feindlichen Kreaturen, z. B. magischen Buchstabenwesen und unheimlichen Mosaikschlangen.

Malfuria und damit dem gesammelten Wissen der Hexenheit droht Gefahr. Agata la Gataza weiß um diesen Umstand, und darum müssen die drei Frauen Catalinas Großmutter finden, die nach dem von Catalinas Mutter begangenen Verrat von entscheidender Bedeutung wäre.

Insgesamt betrachtet passiert in diesem Handlungsstrang eigentlich eher wenig. Catalina ist in Malfuria sicher vor den feindlichen Häschern, wenngleich sie über den Verlust von Jordi sehr unglücklich ist. Und so läuft Jordi Catalina in diesem Band ein bisschen den Rang ab; seine Geschichte ist wesentlich spannender. Seine Flucht mit Kopernikus führt ihn zunächst auf den Leuchtturm seines Vater und dann hoch hinaus in die Lüfte.

Auch Kopernikus als sein rätselhafter Begleiter ist als Figur interessant. Er ist immun gegen die Macht der Schatten, was allerdings nicht bedeutet, dass die beiden vor den dunklen Mächten sicher wären. So verläuft dieser Handlungsstrang recht spannend und unterhaltsam, während die Erzählung um die eigentliche Hauptfigur Catalina gemächlich vor sich hinplätschert.

Konnte der erste Band noch durch seine schön skizzierte Welt und seine fantastischen Einfälle überzeugen, so liefert Marzi im zweiten Teil leider nicht viel Neues. Der Funke mag nicht so recht überspringen, und es schleicht sich das Gefühl ein, „Die Hüterin der Nebelsteine“ könnte ein etwas unausgegorener Schnellschuss sein. Fand ich bislang noch alle Marzi-Romane sehr gelungen, so kam mit diesem Band zum ersten Mal eine gewisse Langeweile auf.

Der Plot ist nicht so temporeich, Marzis Einfälle wirken blasser und farbloser als sonst und nicht zuletzt ist es auch die Hauptfigur Catalina, die einen faden Beigeschmack hinterlässt. Sie tappst irgendwie leidenschaftslos durch den Plot, tut nicht viel, aber wenn, wird sie nur durch ihre Intuition gesteuert und macht – ohne dass viel erklärt würde, warum – direkt alles richtig. Wäre als Gegengewicht nicht noch der Plot um Jordis Erlebnisse mit Kopernikus, so wäre „Die Hüterin der Nebelsteine“ eher als Schlafmittel denn als unterhaltsame Lektüre geeignet.

So schafft man es dann leider auch nicht so recht, in die Geschichte einzutauchen und mitzufiebern. Marzi reicht mit dem zweiten Band der „Malfuria“-Reihe bei weitem nicht an die Qualitäten des ersten Bandes heran, und das drückt leider ziemlich die Motivation, die Geschichte weiterzuverfolgen. Man schlägt das Buch am Ende ziemlich unbeeindruckt zu und staunt höchstens über das viele verschenkte Potenzial in Anbetracht der Vorzüge des ersten Teils.

Bleibt also unterm Strich ein schwacher Eindruck zurück. „Malfuria – Die Hüterin der Nebelsteine“ setzt leider nicht konsequent fort, was Marzi in „Malfuria“ angefangen hat. Die Geschichte plätschert teilweise spannungsarm und unmotiviert vor sich hin. Die Figuren (insbesondere Protagonistin Catalina) wirken teilweise blass und aufgesetzt. An Ideen liefert Marzi nicht viel Neues und man fiebert kaum mit. Der Erzählstrang um die Erlebnisse von Jordi kann zwar noch einiges wettmachen, dennoch ist „Malfuria – Die Hüterin der Nebelsteine“ allenfalls als mittelmäßig zu bezeichnen. Schade, denn eigentlich wissen wir mittlerweile ja, dass Christoph Marzi es wesentlich besser kann, aber hier wird er den Erwartungen einfach nicht gerecht. Hoffen wir, dass das nur ein Ausrutscher war und die nächsten Bücher wieder fesselnder und leidenschaftlicher ausfallen.

http://www.malfuria.de/
http://www.christophmarzi.de/
http://www.arena-verlag.de

_Christoph Marzi auf |Buchwurm.info|:_

[„Lycidas“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1081
[„Lilith“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2070
[„Lumen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3036
[„Malfuria“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3398

Guillaume Prévost – Die steinerne Pforte (Das Buch der Zeit 1)

Bitte eine Münze! Zeitreise mit Sonnensteinen

Wer Bücher liebt, lebt gefährlich. Das hätte sich der 14-jährige Sam niemals träumen lassen, als er eines Tages auf der Suche nach seinem verschwundenen Vater ein mysteriöses Buch entdeckt. Seltsam: Seine Seiten sind alle gleich. Doch als Sam auf einen Stein, in den ein Sonnensymbol eingeritzt ist, eine Münze legt, wird er in eine andere Zeit transportiert.

Guillaume Prévost – Die steinerne Pforte (Das Buch der Zeit 1) weiterlesen