Schlagwort-Archive: Hexen

Terry Pratchett – Die Krone des Schäfers

Als Terry Pratchett im März 2015 viel zu früh verstarb, hinterließ er mehr als eine Lücke. Über die Tragödie für seine Familie steht uns nicht zu, zu sprechen, doch auch im literarischen Sinne ging eine Ära zu Ende.

Nun liegt die Deutsche Erstausgabe seines letzten Romans vor, der auf der Scheibenwelt spielt, und mit »Die Krone des Schäfers« bringt Pratchett auch ein Ende in die Entwicklung seiner Lieblingshexe Tiffany Weh, die in viel zu große Fußstapfen treten muss und die teilweise uneinige Hexenschaft vereint. Es ist bezeichnend, dass eine von Pratchetts großen Figuren in diesem Buch die Reise an TODs Seite antritt, und die Gelassenheit, mit der das geschieht, wirft, bei aller Trauer der Freunde und Verwandten, eine warme und positive Stimmung auf das Thema – vielleicht eine Hilfestellung Pratchetts für seine eigene Familie – oder auch für sich selbst -, um dem Schicksal in Gelassenheit zu begegnen.

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Stuart MacBride – Das Knochenband

Bekiffte Killer, beknackte Ermittler

„Das Opfer wurde nicht einfach stranguliert. Man hat es angezündet. Und mit Messerstichen gequält. Wer verübt einen derart grausamen Mord? Und noch einen. Und noch einen. Und wer hinterlässt kleine Knochenbündel vor der Tür von Detective Inspector Logan McRae? Die Zeit läuft. Gegen die Polizei. Und für einen Serienkiller, der Aberdeen in die reinste Horrorkulisse verwandelt.“ (Verlagsinfo)

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Roald Dahl – Hexen hexen

Der Darth Vader aller Hexen

«Im Märchen haben Hexen immer alberne schwarze Hüte auf, tragen schwarze Umhänge und reiten auf dem Besen. Diese Geschichte ist jedoch kein Märchen. Sie handelt von echten Hexen … echte Hexen tragen ganz normale Kleider und sehen auch wie ganz normale Frauen aus. Sie wohnen in normalen Häusern, und sie üben ganz normale Berufe aus. Deshalb ist es so schwer, sie zu erwischen.» (Verlagsinfo)

Zu empfehlen ab acht oder elf Jahren, je nachdem, wie gruselig die Eltern oder Kinder das Buch empfinden.

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Robert Rescue – Der Intimitätendieb

Robert Rescue ist Lesebühnenautor. Sein angestammtes Metier sind die kurzen, knackigen, pointierten Texte über Berlin (seine Wahlheimat), seinen Kiez (Wedding), das Leben und was es im Allgemeinen so für Fallstricke für einen bereithält. Diese Texte trägt er dann auch regelmäßig auf den Lesebühnen der Stadt vor, unter anderem als Mitglied der Brauseboys. Dass so einer irgendwann den Wunsch verspürt, sich auch an der längeren Form des Romans zu versuchen, ist vielleicht nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist eher, dass sich der Autor mit „Der Intimitätendieb“ in ein ziemlich artfremdes Genre vorgewagt hat – das der Fantasy nämlich.

Es geht um Hexen. Genauer gesagt, es geht um Hexen in Berlin. Und zwar nicht in erster Linie um die, die lange Röcke tragen und Heilsteine in Esoterikgeschäften kaufen (die kommen im Roman allerdings auch vor). Nein, es geht um waschechte Hexen, die teilweise schon ein paar Jahrhunderte auf dem Buckel haben. Sie können Menschen verhexen und ihren Erzfeinden eine fiese Migräne verpassen. Allerdings reiten sie nicht auf Besen und leben in ganz normalen Mietwohnungen. Das Gesetz der Anonymität gebietet jedoch, keinen Namen auf dem Klingelschild zu haben und keinen Kontakt zu Nicht-Hexen zu pflegen. Dieses Gesetz wird zwar von den meisten Hexen zumindest teilweise missachtet, doch die Berliner Oberhexe Mathilda warnt immer wieder vor den Gefahren einer neuen Inquisition – schließlich hat sie die im Mittelalter mitgemacht. Und sie soll recht behalten, denn plötzlich werden Hexen ermordet und es gilt herauszufinden, wer dahinter steckt.

Diese Aufgabe fällt der jungen Hexe in Ausbildung Tasha Me quasi unverhofft in den Schoß. Plötzlich wird sie von Mathilda darauf angesetzt, dem Mörder auf die Spur zu kommen. Allerdings lässt ihr kriminalistischer Spürsinn etwas zu wünschen übrig und überhaupt ist sie eher an der Fehde mit ihrer Ausbilderin interessiert … und so braucht Tasha Me die Unterstützung einer ganzen Reihe skurriler Charaktere, bis sie dem Mörder endlich auf den Fersen ist.

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[NEWS] SABINE STÄDING – Hexennebel

Bei Boje erscheint der dritte Band mit der Junghexe Magnolia Steel: „Hexennebel“ von Sabine Städing.

Zurück in Rauschwald vermisst Magnolia Leander, der in Neuseeland ist, und freut sich über jede Ablenkung. Schule und Hexenunterricht halten sie ordentlich auf Trab – und der neue Laden, der in Rauschwald aufgemacht hat, ist eine weitere willkommene Abwechslung. Besonders beliebt sind die Parfums, die Meister Schnuck verkauft und denen eine geradezu zauberhafte Wirkung nachgesagt wird. Der Laden zieht Magnolia sofort in seinen Bann und sie sagt freudig zu, als Schnuck ihr einen Job als Aushilfe anbietet. Schon bald bemerkt sie jedoch merkwürdige Dinge an sich selbst: Sie ist ständig gereizt, belügt ihre Freunde – und bringt sie schließlich sogar in Lebensgefahr! Was ist nur los mit ihr? Doch als Magnolia erkennt, dass hinter der Fassade des harmlosen Ladenbesitzers ihr Erzfeind Graf Raptus steckt, ist es fast schon zu spät! Jetzt muss sich zeigen, ob sie ihre Hexenlektionen gelernt hat. Gemeinsam mit Tante Linette und ihren Freunden tritt Magnolia noch einmal zum Kampf gegen das Böse an.
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 320 Seiten

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.