Wizards of the Coast – Dreamblade – Chrysotic Plague

_Insekten in der Dreamscape_

Bereits kurze Zeit nach der „Baxar’s War“-Erweiterung legen |Wizards of the Coast| nach: Im neuen Booster-Set „Chrysotic Plague“ toben sich Königin Chrysota und ihre Insekten aus und sorgen für neuen Horror in der [Dreamscape.]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3402 Neuartige, sehr spezielle Designs und einige vollkommen neue Spezialeigenschaften zieren die 60 Figuren, die dieses Set umfasst, und damit ergeben sich natürlich auch wieder zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Warband zu verstärken. Dank der zusätzlichen Eigenschaften verspricht also auch „Chryotic Plague“ eine effektive Verstärkung für die „Dreamblade“-Sammlung zu sein – und wie sich nach mehreren Partien bestätigt hat, ist dieses neue Set tatsächlich eine absolute Bereicherung und damit auch eine erneute Härteprobe für den stark geschröpften Geldbeutel …

_Neue Zusatzregeln_

Auch „Chrysotic Plague“ bringt einige Regelerweiterungen mit sich, die sich einerseits auf frische Blade-Eigenschaften, andererseits aber auch auf Möglichkeiten, die sich in der Spawn-Phase ergeben, beziehen. Eine genaue Übersicht folgt hier:

– Dampen: Diese Eigenschaft ist eigentlich nicht von Vorteil, denn sobald sie zum Tragen kommt, kosten alle Kreaturen in der Spawn-Phase einen zusätzlichen Punkt.

– |Respawn|: Mittels ‚Respawn‘ ist es möglich, eine bereits zerstörte Kreatur wieder zum Leben zu erwecken und sie wie eine Miniatur aus der eigenen Reserve zu behandeln. Allerdings sind dafür auch Spawn-Kosten aufzubringen, die sich im Beispiel des Gutsoup Golems etwa auf sechs Punkte belaufen. Sollte zur gleichen Zeit ‚Dampen‘ aktiviert sein, werden die Zusatzkosten beim ‚Respawn‘ außer Acht gelassen.

– |Deathrip|: Mit dieser Spezialfähigkeit kann eine Kreatur Blade-Eigenschaften eines Monsters aus dem eigenen Friedhof kopieren, sofern diese Eigenschaft nicht mehr als einen Blade-Punkt als Voraussetzung erfordert. Im Laufe des gesamten Zuges stehen ihr nun diese kopierten Fähigkeiten zur Verfügung. Mit ‚Deathrip Enemies‘ darf man indes eine Kreatur aus dem Friedhof des Gegners auswählen und dessen Eigenschaften imitieren.

– |Mimic|: Auch hier ist es möglich, Eigenschaften einer anderen Kreatur zu kopieren, jedoch nur, wenn diese sich auch in der gleichen Zelle befindet. Dann nämlich darf man aus den eigenen Kreaturen diejenige mit der größten Angriffspower (Spezialeigenschaften mit einbezogen) auswählen und diese Kraft nun für seine Figur nutzen.

– |War Cry|: Mittels ‚War Cry‘ darf man Figuren in eine angrenzende Zelle bewegen, muss dabei jedoch das Stacking-Limit von maximal vier Miniaturen pro Seite und pro Zelle beachten.

– |Wound Self|: Eine selbstzerstörerische Kraft, die der eigenen Kreatur beträchtlichen Schaden zufügt. Der Buzzkill Clown zum Beispiel fügt sich gleich fünf Schadenspunkte zu, sobald drei Blades geworfen werden und ist damit zumindest schon einmal gezwungen, seine Figur wegen entsprechender Schadenstoleranz zurückzubewegen.

_Meine Meinung_

Ich war sofort nach dem Öffnen der beiden dieser Rezension zugrunde liegenden Booster vollends begeistert, weil die Spieldesigner sich dieses Mal mit dem Design der Kreaturen völlig übertroffen haben. Fällt „Dreamblade“ eh schon mit den am phantasievollsten gestalteten Miniaturen unter den |Wizards of the Coast|-Tabletops aus dem Rahmen, hat man dem Ganzen mit den 60 neuen Kreaturen noch einmal eins draufgesetzt und einige echte Highlights erschaffen. Alleine wegen der visuellen Eleganz ist eine Erweiterung mit dem „Chrysotic Plague“-Ergänzungsset daher schon einmal dringend empfehlenswert.

Die Erweiterung des Systems ist jedoch auch sehr gelungen, wenngleich sich die neuen Möglichkeiten lediglich auf bestimmte Figuren beschränken lassen. Doch die hinzugefügten Fähigkeiten, allen voran ‚Respawn‘, ‚Deathrip‘ und ‚War Cry‘ sind enorm effektiv und haben einen nachhaltigen Einfluss auf den Verlauf einer Runde, so dass schon die Bestückung mit einer solchen Spezialeigenschaft beim Aufbau der Warband ein entscheidender Punkt sein kann.

Allerdings ist „Chrysotic Plague“ nicht als einzelne Erweiterung zum Starter-Set zu empfehlen, denn bevor man sich näher mit der Insektenplage beschäftigt, sollte man schon über ein ausgeprägteres Basiswissen verfügen und gut mit den Regeln vertraut sein; ansonsten wird es mitunter schwer sein, die neuen Spezialfähigkeiten sofort effektiv zu nutzen, weil schlichtweg Hintergründe und Erfahrungswerte fehlen – was aber jetzt nicht bedeuten soll, dass auch diese Variante nicht funktionieren würde.

Letzten Endes sollte man aber sowieso davon ausgehen, dass sich Fans des noch immer recht neuen Tabletop-Spiels auf jeden Fall der neuen Booster annehmen werden, und nach den ersten Eindrücken kann ich sie darin nur bestärken. Lediglich die Tatsache, dass die Komplettierung aufgrund der gleichmäßigen Verteilung von Commons, Uncommons und Rares (jeweils 20 Stück) unheimlich schwer sein wird – in jedem Booster befindet sich schließlich nur eine Rare-Kreatur -, trübt das Ganze ein wenig, ist aber mittlerweile ja auch Standard im Miniaturenspielgenre. Also muss man entweder viel Geld in das Ganze stecken oder geschickt tauschen, wenn die Faszination für die optisch exzellent aufgemachten Figuren schließlich in Fanatismus umschlägt. Bei „Chrysotic Plague“ ist so etwas nämlich zu befürchten …

http://www.dreamblademinis.com/
http://www.universal-cards.com/

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