Stackpole, Michael A. / Strnad, Jan / Erskine, Gary – Star Wars Sonderband 38: X-Wing Rogue Squadron – Requiem für einen Rogue

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_Story_

Acht Monate nach der Schlacht um Endor: Captain Wedge Antilles und seine Staffel unternehmen eine Routinemission zum Planeten Malrev 4, auf dem kürzlich ein Schiff der Allianz verschollen war. Doch der Suchtrupp gerät alsbald in Gefahr, als eine Überzahl imperialer Jäger auftaucht und die Rogue Squadron angreift. Während der Großteil der Truppe entkommt und auch tatsächlich das vermisste Schiff mit den Bothanern auffindet, stürzt Antilles während des Luftkampfes ab. Doch seine Verbündeten geben die Hoffnung um ihn nicht auf, verharren in ihrer neuen Situation allerdings skeptisch, weil die Besatzung des entdeckten Raumers ihnen nicht allzu freundlich gesonnen ist.

Als schließlich auch noch eine Horde der beheimateten Irrukiine den Frieden auf Malrev 4 stört und die Rebellen angreift, wachsen die Sorgen der Rogue Squadron. Die Merkwürdigkeiten nehmen stündlich zu, und als Wedge schließlich mit ungeheuren Nachrichten zu seiner Mannschaft zurückkehrt, wird allen klar, welche verheerende Bedrohung sowohl von den Bothanern als auch von der versteckten Kraft, die sich im Tempel von Malrev 4 verbirgt, ausgeht. Der Planet ist nämlich nichts Geringeres als ein ehemaliger Außenposten von Imperator Palpatine – und ein Erbe der Sith-Magie treibt dort nach wie vor sein Unwesen.

_Persönlicher Eindruck_

Es ist schon seltsam, dass ausgerechnet die Geschichten um die Rogue Squadron immer einen recht biederen Eindruck hinterlassen; doch auch in diesem Fall ist das aktuelle Abenteuer um Wedge Antilles lediglich eine Durchschnittsausgabe unter den Sonderbänden der „Star Wars“-Comics, einerseits viel zu vorhersehbar, andererseits auch noch ziemlich schwach gezeichnet. Dies ist noch umso schwerwiegender, wenn man bedenkt, dass niemand anderer als Michael A. Stackpole der Urheber dieser bereits damals über |Carlsen Comics| aufgelegten Story ist, verspricht der bekannte Autor doch ansonsten immer Qualität im oberen Bereich.

Das Problem an „Requiem für einen Rogue“ ist definitiv die allzu steife, wenn auch nicht actionarme Entwicklung der Story. Es mangelt dem Plot zwar sicher nicht an Tempo, und auch die Charaktere sind eindeutig und einprägsam, aber im Grunde genommen lahmt das Ganze zunehmend, weil man zu jedem Punkt genau absehen kann, in welche Richtungen der Comic sich inhaltlich bewegen wird. Dass man den Bothanern nicht trauen kann, scheint ebenso offensichtlich wie die Tatsache, dass Wedge Antilles den Absturz überlebt hat, und auch die Kampfhandlungen sind in ihrem Verlauf absehbar und unflexibel, was den Spannungsverlauf ebenfalls eher hemmt als vorwärts bringt.

Und so häufen sich nach und nach die allzu gewöhnlichen Eckpunkte und somit Facetten, die man im Universum von „Star Wars“ schon etliche Male erlebt hat, deren man jedoch langsam aber sicher auch überdrüssig ist. Der Versuch, kurz vor Schluss noch Emotionen in die Geschichte einzubringen, erscheint in diesem Sinne löblich, kommt aber viel zu spät und wirkt zum entsprechenden Zeitpunkt auch nicht mehr glaubwürdig – geradezu als würde die Extraportion Pathos die inhaltlichen Defizite rückwirkend auslöschen können. Doch zum Ende bleibt lediglich der Eindruck haften, dass hier weitestgehend Bekanntes neu aufgewärmt wurde, ohne der Handlung eine markante, eigene Note zu verpassen.

Möglicherweise mag dieses Fazit auch eng damit verbunden sein, dass der Fan in dieser Hinsicht mittlerweile ziemlich verwöhnt ist und gerade die aktuellen Mehrteiler in den „Star Wars“-Comics richtig guten Stoff bieten, aber gewissermaßen ist der 38. Sonderband einfach zu uninspiriert und unmotiviert, als dass man hier unkritisch von einer guten Standard-Story sprechen könnte. Standard bedeutet in diesem Zusammenhang nämlich Durchschnitt, und selbst diesen Status muss man hier ziemlich enttäuscht noch in Frage stellen.

http://www.paninicomics.de/

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