Arleston, Christophe & Latil, Dominique (Autoren) / Labrosse, Thierry (Zeichner) – Morea 5: Die Flamme der Finsternis

Band 1: [„Das Blut der Engel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4350
Band 2: [„Das Rückgrat des Drachen“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4561
Band 3: [„Das Feuer der Zeit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5028
Band 4: [„Der Duft der Ewigkeit“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5275

_Story:_

Als Moreas unsterblicher Butler Jeeves von einer sonderbaren Miliz erfährt, die in einigen afrikanischen Staaten gewaltsam das Regime stürzen will und dabei scheinbar auch mit dem DWC-Vize Gregor Nonce in Verbindung steht, entsendet der vermeintliche Hausdiener seinem rothaarigen Schützling eine Nachricht mit dem nächsten Auftrag. Doch die Botschaft kommt nicht rechtzeitig an, denn der Privatjet der reichen Erbin wird mitsamt Besatzung über dem afrikanischen Luftraum vom Himmel geschossen.

Morea und ihre Gefährten überstehen den Absturz mit einigen Blessuren und erfahren auf ihrem Trip durch die Steppe vom Rebellenführer Mupata, dessen teuflischer Plan tausende von Menschenleben kosten soll. Doch der Versuch, die Rebellen zu stürzen und sie mit ihren eigenen Waffen zu schlagen, wird schon im Keim erstickt. Lediglich der kompromisslose Ritter Terkio scheint noch eine Idee dazu zu haben, mit welchen Mitteln Mupata in die Schranken zu weisen ist …

_Persönlicher Eindruck:_

Ende des ersten Zyklus – eine fatale Botschaft für die „Morea“-Fangemeinde, die sehnlichst darauf gewartet hat, dass sich der Konflikt zwischen Engeln und Drachen zuspitzt und das Überirdische, das die Serie bislang immer nur im Hintergrund ausgetragen hat, langsam aber sicher einmal zum Kernthema werden würde. „Die Flamme der Finsternis“, die fünfte Episode der Comic-Serie, bietet diesbezüglich dann auch kaum Befriedigendes, wenn man mal von der Tatsache absieht, dass Morea und Terkio gleich mehrfach von den Toten auferstehen. Doch den urzeitlichen Konflikt, den die beiden Parteien der Unsterblichen zu bewältigen haben, schneidet Arleston in seinem vorläufig letzten Beitrag nicht mehr an.

Stattdessen gibt es zum Grand Finale noch einmal Comic-Action-Feinkost der ganz besonderen Sorte, liebevoll inszeniert, humorvoll arrangiert, aber auch knallhart umgesetzt. Die Action steht in „Die Flamme der Finsternis“ deutlicher denn je im Zentrum, wird durch Schusswechsel, ziemlich brutale Nahkampfaktionen und stilechtes Gemetzel zusätzlich genährt, führt aber erstmals auch dazu, dass die Jugendfreigabe der Serie in Grenzbereiche vorstößt. Die Szene, in der eine Kettensäge als Mordwaffe instrumentalisiert wird, ist jedenfalls in diesem Zusammenhang grenzwertig.

Inhaltlich wiederum bleibt das Niveau konstant hoch, sicherlich auch durch das hohe Tempo bedingt, vor allem aber forciert von den steten Wechseln in der Story, in deren Mittelpunkt still und heimlich nun auch Jeeves rückt, der im letzten Band zwar schon einen großen Auftritt hatte, sich nun aber immer mehr als Fadenzieher entpuppt – leider aber erst zum Abschluss dieses Zyklus. Außerdem hat Arleston noch einmal alles in den Plot hineingepackt, was für die Serie bislang von Bedeutung war: die ständige Rangelei um den Führungsposten in der DWC, die eigenartigen Liebeleien der Titelheldin, das vorlaute Mundwerk von Terkio, dazu der stete Kampf gegen einige gefährliche Untergrundorganisationen und natürlich die beispielhaft ausgearbeitete Interaktion der Hauptdarsteller, wobei man an dieser Stelle sagen muss, dass der stets unsensible Terkio der Titelfigur in der letzten Runde noch die Show zu stehlen droht.

Doch gerade dies ist auch eine der nicht zu verachtenden Stärken dieser Serie: Sie wird nicht bloß von einer Figur getragen, sondern verteilt die Last auf mehrere Schultern, die wiederum auch allesamt dazu imstande sind, ihre Verantwortung als Protagonisten zu tragen. Insofern ist es schade, dass dieser Zyklus nun hier ein überraschend schnelles Ende findet, gerade auch deshalb, weil der abschließende Part die bisherigen Ereignisse mit einem starken Action-Plot krönt. Doch die Hoffnung, dass es hier schon sehr bald Nachschlag gibt, ist sicher nicht unberechtigt, da die Geschichte ihr Potenzial bei weitem noch nicht ausgeschöpft hat und Arleston und seine Gehilfen mit Sicherheit wissen, was für einen Brocken sie hier geschaffen haben. Also, danke für fünf starke Comics und Blick voraus zur nächsten Edition!

|Originaltitel: Morea – La brûlure des ténèbres
47 Farbseiten, gebunden
ISBN-13: 978-3-939823-94-0|
http://www.splitter-verlag.de

Schreibe einen Kommentar