Jonathan Stroud – Bartimäus – Der Ring des Salomo

_Die |Bartimäus|-Serie:_

Band 1: [„Das Amulett von Samarkand“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=353
Band 2: [„Das Auge des Golem“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1613
Band 3: „Die Pforte des Magiers“
Band 4: [„Der Ring des Salomo“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7964

_Wir schreiben das Jahr 950 v. Chr._ Israel wird von König Salomo beherrscht, der durch einen geheimnisvollen Ring unzählige gewaltige (und gewalttätige) Dämonen zugleich beschwören kann, die ihm eine unvorstellbare und nahezu uneingeschränkte Macht verleihen. Der heimtückische und gewitzte Dschinn Bartimäus allerdings steht nicht im Dienste des Königs, sondern in dem Khabas, des Grausamen, einem Zauberer an Salomos Hof, dem es anvertraut ist, die schwierigen Fälle, die widerspenstigen und aufbegehrenden Dämonen unter Kontrolle zu halten. Doch Bartimäus wäre nicht Bartimäus, würde er sich nicht auch gegen diesen Zauberer zu behaupten zu versuchen, was ihm schnell einen besonders lästigen Auftrag einbringt: Er soll die Wüste nach Banditen durchsuchen, die immer wieder Händler überfallen.

Als einzige Überlebende eines solchen Überfalles lernt Bartimäus schließlich die schöne und geheimnisvolle Asmira kennen. Was er und sein Gebieter allerdings noch nicht wissen, ist, dass das Mädchen von der Königin Sabas ausgesandt wurde, um sich an den Hof Salomos zu schleichen, den König zu töten und seinen Ring an sich zu nehmen. Ohne Hilfe allerdings kann ihr dieses wahnwitzige Unterfangen unmöglich gelingen, also befreit sie kurzerhand Bartimäus. Schnell muss Asmira allerdings erkennen, dass sie sich damit nicht nur einen Gefallen getan hat, denn Bartimäus ergreift natürlich wie immer jede Gelegenheit, es seinem Gebieter schwer zu machen. Dazu kommt, dass nicht nur König Salomo, sein hochgesicherter Palast und seine unzähligen Handlanger noch die ein oder andere Überraschung für die beiden parat haben, sondern auch der ehrgeizige Khaba und sein scheinbar ein Eigenleben führender Schatten für ihre Ziele über Leichen gehen würden …

_Nachdem ich die ersten drei Bartimäus-Bände_ ausgelesen hatte und damit rechnete, dass es keinen weiteren Teil der Reihe geben würde, war ich wirklich bitter enttäuscht, denn schon lange hatte ich kein Buch mehr gelesen, das mich vergleichbar mit seiner spannenden Geschichte fesselte, zum Mitfiebern bewegte oder mit seinem schrägen Humor so zum Lachen brachte. Umso höher allerdings waren die Erwartungen an „Der Ring des Salomo“, als ich hörte, dass es noch einen vierten Band geben sollte. Und enttäuscht wurden diese Erwartungen alles in allem keineswegs, auch wenn ich leider sagen muss, dass ich „Das Amulett von Samarkand“, „Das Auge des Golem“ und „Die Pforte des Magiers“ als einen Hauch besser empfinde als das neue Werk.

Das hat verschiedene Gründe; dazu gehört allerdings nicht, dass „Der Ring des Salomo“ in einer ganz anderen Zeit an einem ganz anderen Ort als die ersten Bände spielt. Zwar ist es etwas schade, nicht mehr vom jungen Zauberer Nathaniel zu erfahren, doch auch eine solche Vorgeschichte hat ihren Reiz, insbesondere, da viele neue Charaktere und Orte auftauchen, die Stroud gewohnt kreativ und farbenfroh mit Leben gefüllt hat. Negativ fällt allerdings ins Gewicht, dass die grundlegende Story dieses Buches schlichtweg etwas schwächer ist als die der Vorgänger. Zwar hat sich Stroud alle Mühe gegeben, die Geschichte mit spannenden Details auszuschmücken, doch jede Dekoration kann nur begrenzt punkten, wenn das darunter liegende Gerüst etwas blass ist. Die Story ist in ihren Grundzügen einfach zu vorhersehbar und wartet mit zu wenigen wirklich unerwarteten Wendungen auf, wodurch der Spannungsbogen alles in allem nicht so zum Zerreißen gespannt ist wie bei den ersten Bänden.

Glücklicherweise tut dies allerdings dem Unterhaltungswert des Buches insgesamt kaum Abbruch, denn allein schon der unglaublich hochmütige und zugleich makabere und fiese Humor des Dschinns, seine sarkastischen Sprüche in der Geschichte und Hintergrund-Erklärungen in den Fußnoten lassen den Leser das Buch einfach nicht aus der Hand legen.

Man kann von Bartimäus einfach nicht genug kriegen! Aus diesem Grund kann ich auch nur zum Kauf dieses Werks raten, auch wenn es sich hierbei nicht um die Weiterführung der Story, sondern den relativ typischen Vorgeschichten-Band der Reihe handelt, der in anderen Serien zumeist auf mangelnden Einfallsreichtum seitens des Autors schließen lässt. In diesem Fall allerdings würde ich mich sogar über weitere Vorgeschichten freuen, und da Bartimäus bereits über 5000 Jahre alt ist, bietet sich da doch bestimmt das ein oder andere Erlebnis an …

|Taschenbuch, 478 Seiten
Originaltitel: Bartimaeus – The Ring Of Salomo
Ins Deutsche übersetzt von Katharina Orgaß und Gerald Jung
ISBN-13: 978-3570223048|
http://www.bartimaeus.de
http://www.facebook.com/Bartimaeus.Dschinn
http://www.randomhouse.de/cbjugendbuch/

_Jonathan Stroud bei |Buchwurm.info|:_
[„Bartimäus – Das Amulett von Samarkand“ (Hörspiel)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=7020
[„Bartimäus – Das Amulett von Samarkand“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=711
[„Bartimäus – Das Auge des Golem“ (Lesung)]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1861
[„Drachenglut“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3381
[„Die Eisfestung“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3513
[„Die Spur ins Schattenland“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4635
[„Die Spur ins Schattenland (Lesung)“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4795
[„Valley – Tal der Wächter“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5596

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