Yoshida, Sunao / Kyujo, Kiyo – Trinity Blood 3

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_Story_

Seit nunmehr fünf Monaten lebt Esther Blanchett im Vatikan, zunächst als Novizin und nun, nach erfolgreicher Ausbildung, als ordentliche Schwester. In dieser Zeit war sie von Pater Tres und Abel Nightroad getrennt, arbeitet jetzt aber wieder an ihrer Seite. Doch Schwester Blanchett, die sich mittlerweile sehr in den tollpatschigen Priester Nightroad verguckt hat, ist skeptisch, was ihre neue Stellung angeht. Besonders das seltsame Verhältnis zwischen Kardinal Sforza, der Herzogin von Mailand, und Abel macht ihr zu schaffen, weil sie in ihr eine starke Konkurrentin sieht. Esther möchte gerne mehr über die Leiterin der Abteilung Ax in Erfahrung bringen und folgt Pater Nighroad auf Schritt und Tritt. Der wiederum ist gerade mit einem Attentat auf seine Vorgesetzte beschäftigt, welches augenscheinlich von einem Methusalem vollführt wurde. Mitten in den Verhandlungen mit zwei Vampiren, die offensichtlich zum näheren Täterkreis gehören, kommt Esther dem Pater schon wieder in die Quere, erlebt dabei jedoch auch ihre erste echte Bewährungsprobe als Angestellte des Vatikans.

_Meine Meinung_

Der dritte Teil der noch immer recht frischen Manhwa-Serie „Trinity Blood“ ist zugleich auch schon ein komplett neues Kapitel innerhalb dieser Reihe. Die Umstände bzw. die Voraussetzungen für die Story haben sich durch den neuen Aufenthaltsort der Protagonisten geändert, und so beginnt auch prinzipiell ein neues Abenteuer für Esther, Tres und Abel, welches nur noch sehr lose mit den Ereignissen der Reise in den Vatikan zusammenhängt.

Mittlerweile haben die drei Hauptfiguren ihre Stellung in der neuen Umgebung gefunden. Esther Blanchett hat sich konsequent hochgearbeitet, Tres ist ebenfalls seinen Weg gegangen und hat sich allerorts Respekt erarbeitet, und Abel Nightroad ist ebenfalls wieder in den Schoß seiner Heimat zurückgekehrt, wo er an der Seite von Schwester Catherina die Bedrohung durch die Vampire des ‚Reichs‘ bekämpft.

Das Trio trifft wieder aufeinander, als das Haus der Herzogin durch ein Attentat erschüttert wird. Nightroad und seine nun offizielle Gefährtin Esther begeben sich auf Geheiß ihrer Vorgesetzten auf die Suche nach den Verursachern, die offenkundig vampirischer Herkunft sind. Jedoch ist Schwester Blanchett mit ihrem Herzen nicht voll bei der Sache; sie empfindet Eifersucht für die Zuneigung, die Pater Nightroad Lady Catherina schenkt, und realisiert dabei, dass sie selber starke Gefühle für den unnahbaren Priester entwickelt. Doch in ihrem Bestreben, diese Beziehung zu analysieren, erleidet sie immer wieder Rückschläge und tritt gleich in mehrere Fettnäpfchen, so dass sie unbewusst vor ihrem offenbar Geliebten bloßgestellt wird. Andererseits gelingt es ihr aber auch, sich erstmals als Angestellte des Vatikans zu beweisen und Nightroad auch heimlich zu imponieren. Und auch der scheint seiner Begleiterin gegenüber nicht ganz abgeneigt zu sein.

Die Geschichte im dritten Band verläuft gleich auf mehreren Handlungsebenen, die jedoch allesamt auch direkt mit den Ereignissen zwischen dem Pater und der Schwester in Zusammenhang stehen. Weiterhin geht Sunao Yoshida dieses Mal etwas näher auf die Gegenseite ein und beschreibt ihre Motivationen. Und dennoch ist das Ganze von einigen Rätseln bestimmt, denn als Nightroad und die beiden Vampire Tovaras und Radu aufeinander treffen und auch freundschaftlich miteinander umgehen, ist kaum noch durchschaubar, auf welcher Seite die beiden wirklich stehen. Ebenso wenig wird die Rolle von Lady Catherina deutlich. Insgeheim plant sie Verhandlungen mit den Vertretern des ‚Reichs‘, wohl wissend, dass weitere Kontakte mit dem Vampirbund auf wenig Gegenliebe im Vatikan stoßen würden. Es stellt sich die Frage, ob die Dame wirklich so rechtschaffen ist, wie sie ihren Kollegen gegenüber auftritt. Oder ist doch alles nur Fassade? Und in welcher Beziehung stehen Nightroad und die Lady wirklich?

Alles in allem bleibt der Autor einige Fragen schuldig und verrät auch noch nicht so recht, in welche Richtung der Plot weitergeführt werden könnte. Zu viele Überraschungsmomente prägen den dritten Teil der Serie und zwischendurch auch einige kleine Ungereimtheiten. Dennoch gelingt es Yoshida, die Geschichte voranzubringen und das Verhältnis und die Interaktion der einzelnen Protagonisten zueinander zu intensivieren, dabei aber trotzdem einige Geheimnisse aufzubauen und als Letztes auch noch weitere, prägende Charaktere einzufügen. Insofern kann man auch bei der zweiten Fortsetzung von „Trinity Blood“ von einem absolut gelungenen Band reden, nicht minder spannend als die beiden Vorgänger, dieses Mal aber ein bisschen ernster und gewissermaßen auch weniger humorvoll. Doch der nicht ganz so offensichtlich präsente Witz wird hier größtenteils durch den Charme von Blanchett und Co. wieder wettgemacht und ist auch kein Anlass zur Skepsis. Eine gute Story ist nun mal eine gute Story – und diejenige in „Trinity Blood“ ist sogar sehr gut!

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