Colleen Hoover – Looking for Hope

Worum gehts?

Dean Holder ist seit dem Tod seiner Zwillingsschwester Leslie nicht mehr derselbe. Mit ihr ist auch ein Teil von ihm gestorben. Er verdrängt die Vergangenheit und versteckt sich stattdessen hinter einem Bad Boy-Image. Doch dann trifft er zufällig auf Sky, ein Mädchen, dass ihn von Anfang an bezaubert und die es schafft, ein Stück von seinem Herzen zu gewinnen. Doch je näher er Sky kennenlernt, desto näher rückt auch automatisch seine Vergangenheit an ihn, bis es schließlich kein Entfliehen mehr gibt.

Inhalt

Zwischen Dean Holder und seiner Zwillingsschwester Leslie passt kein Blatt Papier. Sie verstehen sich super und sind immer füreinander da. Als Les sich jedoch eines Tages das Leben nimmt, bricht für Holder eine Welt zusammen. Er macht sich große Vorwürfe und kann die Erinnerung an seine geliebte Schwester, die er nun nie wieder sehen wird, kaum ertragen. In ihren Sachen findet er ein Tagebuch, in das sie jedoch scheinbar nie reingeschrieben hat und so nutzt er es, um seine Gefühle niederzuschreiben – immer wenn er das Bedürfnis hat, schreibt er ihr einen Brief.

Durch Leslies Tod, hat Holder sich sehr verändert und auch in der Schule hat er nichts als Ärger, besonders nach einer Prügelattacke, die er selbst angezettelt hat. Nachdem er sich für ein Jahr in eine andere Stadt zurückgezogen hat, spielt er nun mit dem Gedanken die Schule zu schmeißen. Doch dann trifft er in einem Supermarkt auf ein Mädchen, dass in verändert – ihr Name ist Sky. Beim ersten Anblick meint er, sie schon einmal gesehen zu haben, ist sich jedoch nachdem er sie angesprochen hat, unsicher. Eines steht fest, er möchte die unbedingt näher kennenlernen, doch das gestaltet sich als recht schwierig, da sie ihm gegenüber ziemlich abweisend ist. Seine Hartnäckigkeit zahlt sich allerdings aus, als sie sich breitschlagen lässt, sich bei ihrer morgendlichen Laufrunde von ihm begleiten zu lassen.

Er wird einfach den Gedanken nicht los, Sky schon einmal gesehen zu haben. Und je mehr Zeit vergeht und je näher sich die beiden kommen, desto mehr wird er mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Mit der Vergangenheit, die er so sehr hasst und die er seit Monaten erfolgreich zu verdrängen versucht. Schließlich ist der Tag, an dem es kein Zurück mehr gibt, nur noch eine Frage der Zeit. Jedoch stellt sich die berechtigte Frage, wie sich die Wahrheit auf die Beziehung zwischen Sky und Holder auswirkt…

Mein Eindruck

Dies ist die Geschichte von Sky und Holder, die man bereits aus dem Buch „Hope forever“ kennt. Während jedoch im ersten Band dieser Reihe Sky ihre Gefühlslage und Sichtweise beschreibt, haben wir es in „Looking for Hope“ mit Holders Ansicht zu tun. Man kennt also die Geschehnisse, die sich zwischen und um die beiden Protagonisten drehen. Und genau das ist die Tatsache, die ich recht enttäuschend fand. Zwar ist es interessant, auch mal Holders Sicht auf die Dinge zu sehen, jedoch hat man nahezu das Gefühl ein und dasselbe Buch zweimal zu lesen, so dass man zwischenzeitlich überlegt, gar nicht weiterzulesen, da alles, aber wirklich alles, total voraussehbar ist.

Der Schreibstil ist wie schon bei dem Vorgängerbuch sehr einfach gehalten und wird somit der Zielgruppe, nämlich Jugendlichen, durchaus gerecht. Es lässt sich sehr flüssig und zügig durchlesen. Es ist auch nicht so, als würde man sich nicht an die Geschichte festbeißen, aber dennoch hofft man auf Neuigkeiten, die man vorher nicht erfahren hat – vergebens.

Ein Unterschied zum ersten Buch allerdings ist, dass die Kapitel hier nicht in Tagebuchform geschrieben sind. Stattdessen wiederholen sich hier regelmäßig Kapitel in kursiver Schrift, die ein Brief an Leslie darstellen sollen, geschrieben aus Holders Feder.

Fazit

Ich bin zwar nach wie vor der Meinung, dass die Geschichte sehr ergreifend und berührend ist, dennoch überwiegt eher die Enttäuschung, dass die beiden Bücher wirklich komplett identisch sind. Wenn man böse ist, könnte man der Autorin unterstellen, dass sie mit nur einer Idee versucht zwei Bestseller rauszuhauen. Sorry Frau Hoover, aber nachdem ich „Hope forever“ gelesen habe, hätte ich „Looking for Hope“ auch selber schreiben können, das war wirklich kein Hexenwerk.

Wo ich bei dem ersten Buch noch volle Punktzahl gegeben habe, kann ich leider bei dem zweiten nur die Hälfte geben. Das liegt wie bereits erwähnt nicht an der Geschichte selber, sondern vielmehr an der mangelnden Kreativität der Autorin.

Über die Autorin

Colleen Hoovers Erfolgsgeschichte ist beinahe unglaublich: Eigentlich schrieb sie „Weil ich Layken liebe“ als Weihnachtsgeschenk für ihre Mutter, aufgrund der guten Resonanz in ihrem Umfeld veröffentlichte sie es dann aber selbst als E-Book – und verkaufte zwei Monate später bereits 200 Bücher am Tag. „Weil ich Layken liebe“ landete noch vor „50 Shades of Grey“ auf der New-York-Times-Bestsellerliste! (Verlagsinfo)

Mittlerweile hat sie drei Romane publiziert, die alle Bestseller wurden.

Colleen Hoover lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Texas.

Taschenbuch: 416 Seiten
Originaltitel: Losing Hope
Ins Deutsche übersetzt von Katarina Ganslandt
ISBN: 3423716258

www.dtv-dasjungebuch.de
www.colleenhoover.com

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