Luceno, James / Döring, Oliver – Star Wars – Labyrinth des Bösen. Teil 1: Gunrays Geheimnis

Die Jedi-Ritter Anakin Skywalker und Obi-Wan Kenobi sind auf der Suche nach Vizekönig Nute Gunray. Dieser kann den Jedis zwar in letzter Minute entkommen, doch dafür fällt ihnen ein eigens für Gunray angefertigter Hightech-Stuhl in die Hände, mit dessen Hilfe der Vizekönig holografische Nachrichten seines Verbündeten Darth Sidious erhielt. Der Rat der Jedi weiß, dass der Sith vernichtet werden muss, wenn in der Galaxis wieder Frieden wieder einkehren soll …

_Meine Meinung:_

Die Idee, wichtige |Star Wars|-Romane, welche die Lücken zwischen den Filmen füllen sollen, als hochwertige Hörspiele herauszubringen, ist schlicht genial. Wo George Lucas sich ziert, die Rechte für die Verfilmungen herauszugeben, ist das Medium Hörspiel ideal dazu geeignet, das echte |Star Wars|-Feeling hervorzurufen. Hinzu kommt, dass eine Lesung keineswegs dem Stoff gerecht werden würde, und |WortArt| hat sich sichtlich Mühe gegeben, um die Hörspiele zu produzieren.

Durch die Bank konnten Oliver Döring und sein Team sämtliche Synchronsprecher der Filme ins Boot holen, und allein Philipp Moog als Obi-Wan Kenobi und Wanja Gerick als Anakin Skywalker sind genauso grandios wie in den Kinostreifen. Als Commander Cody beziehungsweise als dessen Klone brilliert wieder einmal Martin Kessler, der ansonsten Nicolas Cage oder Vin Diesel seine Stimme leiht. Besonders eindrucksvoll ist auch Friedhelm Ptok, der auch hier wieder Kanzler Palpatine verkörpert. Doch auch die Nebenrollen, welche nur in der literarischen Vorlage von James Luceno vorkommen, wurden von Döring ideal besetzt. So sind hochkarätige Sprecher und Schauspieler wie Dietmar Wunder, Raimund Krone, Matthias Haase und Karlheinz Tafel mit von der Partie und maßgeblich daran beteiligt, das Hörspiel zumindest stimmlich auf das Niveau der Filme zu heben.

Dasselbe gilt für die Effekte und die Musik, welche direkt den Filmen entnommen wurden und so für die richtige Atmosphäre sorgen. Ansager und Erzähler ist – wie schon in den Kinofilm-Adaptionen von |WortArt| – Joachim Kerzel. Dabei gebührt Oliver Döring ein riesiges Lob für das Skript, denn die meisten Szenen erklären sich selbst, so dass die Passagen nicht durch langwierige Monologe seitens des Erzählers gestört werden. Dem Hörspiel zugute kommt außerdem, dass die Vorlage von James Luceno frei von Albereien im Stile von Jar Jar Binks und dergleichen ist. Des Weiteren bleibt der Fan von Gefühlsduseleien verschont und bekommt das unverfälschte und originale |Star Wars|-Gefühl zu spüren. Ein würdiger Auftakt zu einem spannenden Dreiteiler.

Auch äußerlich macht das Hörspiel einen mehr als guten Eindruck und präsentiert eindrucksvoll das Konterfei des neuen Bösewichts General Grevious.

_Fazit:_

„Gunrays Geheimnis“ ist ein atemberaubendes Weltraum-Spektakel mit Wahnsinns-Effekten und echter Filmmusik. Erstklassige Synchronsprecher und eine packende Handlung machen dieses |Star Wars|-Hörspiel zu einem Erlebnis. Das sollte sich kein Fan entgehen lassen.

|55 Minuten auf 1 CD
ISBN 3-8291-1884-8 / 978-3-8291-1884-2|
http://www.WortArt.de
http://www.karussell.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Star__Wars
http://www.starwars-union.de
http://www.starwars.com
http://www.jedipedia.de

_Florian Hilleberg_

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