Die weiße Lilie – Tödliche Stille (Staffel 1)

Die Verlagsinfo:

Die Hörspielserie DIE WEISSE LILIE vereint gekonnt die Genres Actionthriller und Politkrimi. Sie überzeugt mit hervorragenden Sprechern, einem eigens komponierten Soundtrack sowie einem unvergleichlich lebendigen Sounddesign. Spannend geschrieben und absolut hörenswert ein wahrer Blockbuster fürs Ohr.

Daniel Porter ist Auftragskiller und überlässt nichts dem Zufall. Doch als er auf einen Warlord im Osten des Kongo angesetzt wird, kommt er stets einen Schritt zu spät und sieht sich in der Stadt Goma mit verhängnisvollen Ereignissen konfrontiert. Ehe er richtig begreift wird er vom Jäger zum Gejagten und tappt in eine mörderische Falle, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt.

Unterdessen fühlt sich der eigenbrötlerische Detective Henry Miles in Boston vor den Kopf gestoßen, als man ihm einen jungen Partner zuteilt, der frisch von der Akademie kommt. Doch spätestens als den beiden nach einer zermürbenden Geiselnahme eine Frau vor das Auto läuft, ist Miles froh über den Neuen an seiner Seite. Das Unfallopfer führt die beiden Polizisten auf die Spur eines beispiellosen Gewaltverbrechens, das unmittelbar mit dem Geschehen in Afrika zusammenzuhängen scheint.

Mein Eindruck:

Die Hörspiele dieser Box gabs und gibts schon als Eigenregievertriebsproduktionen bei Lily Sound zu kaufen. Allerdings sind die einzelnen Kapitel ab November 2015 mit Abständen von gut einem halben Jahr erschienen und der Abstand zwischen Kapitel 1 und 2 der aktuellen 2. Staffel war sogar noch viel länger.

Da weiß selbst der interessierteste Hörfreund nicht mehr, warum er sich so auf die Folge gefreut hat, weil er sich nicht mehr an den Cliffhanger des letzten Kapitels erinnern kann … wann auch immer das erschienen ist.

Zum Hörglück haben wir also hier jetzt die folgenreiche Komplettausgabe sämtlicher … drei … erschienenen Kapitel der ersten Staffel und können unseren CD-Player direkt nach Abschluss einer Episode neu befüllen.

Auch wenn dieses Erstlingswerk der Produzenten kein Horror ist … endlich mal … so betiteln die Macher die Serie ausdrücklich als „Erwachsenenhörspiel mit brutalen Szenen“ … woher dann die Altersempfehlung „ab 12“ kommt, frage ich mich schon.

Mühe haben sie sich mit Sicherheit gegeben, denn allein das Lesen (vom Abtippen mal ganz abgesehen) der Sprecherliste dauert ja unfassbar lange.

Halten wir also fest: Neue Serie, neues Team, KEIN Horror und auch nicht die 42. Sherlock-Holmes-Serie oder H.-G.-Wells-Vertonung.

Was also haben der Kongo und Boston außer der gleichen Anzahl an Os und Ns noch gemeimsam?

Kapitel 1

Los gehts im Kongo … im Regen … im Jeep … gefesselt und geknebelt. Und offenbar haben wir es nicht geschafft, unseren Klappentextauftrag zu erfüllen, denn der Gefesselte ist der Auftragsmörder Daniel Porter und sein vermeintliches Opfer befragt ihn zu seinen Motiven.

Bevor er aber plaudert oder ohnmächtig wird, was auch immer als Erstes eintritt, gibts eine Rückblende und wir sitzen auf einmal im Flugzeug, auf dem Weg in die Demokratische Republik Kongo. Und dann im Taxi. Und immer mehr erfahren wir über die Zustände in dem Land und das Setting, in dem die Geschichte spielt. Viel Militärgewalt, Gebrüll und Waffen. Jede Menge Drama und Hektik … ein roter Faden oder die Story ist erst mal nicht zu erkennen.

Dann gibts einen Anruf, der tontechnisch so schlecht zu verstehen ist, dass man ihn mehrfach hören muss. Klingt wie eine zerkratzte, alte Schallplatte, die unter einer Blechdose abgespielt wird und nicht wie ein schlecht verdrahtetes Telefon. Und auch das Worträtsel (?), das der Anrufer ablässt, hätte prima zu den DREI ??? gepasst … was soll das hier?

Das sagt uns keiner, denn wir sind auf einmal beim zweiten Handlungsfaden, der in Boston spielt und Detective Henry Miles im Mittelpunkt hat. Der wird von der Einsatzzentrale geduzt, siezt aber zurück … Während wir uns noch darüber wundern, fahren wir mit ihm fluchend zum nächsten Einsatzort, lernen seinen neuen Partner und eine Geiselnahme kennen.

Dabei wird uns ein Klischee-Cop gezeichnet, der vom Verhalten und der Ausdrucksweise vielleicht in eine 1970er- oder 1980er-TV-Serie oder eine „Groschenromanserie“ gepasst hätte … oder als Comic Relief vielleicht … der Art „Ich bin zu alt für diese Scheiße!“. Grummeliger Einzelgänger, extrem unsympathisch, flucht viel, will sich von niemanden etwas sagen lassen und meckert an allem und jedem rum. Und ich dachte, solche Charaktere wären längst ausgestorben … offenbar nicht. Dann folgt eine Unterhandlung wie wir sie in unzähligen US-Filmen schon erlebt haben. Ein Cop redet auf einen überdrehten, bewaffneten Mann ein. Letzterer macht übrigens einen prima Sprecherjob dabei.

Dann überfahren wir noch schnell eine Frau, finden eine weiße Lilie und verlassen den Handlungsort … das hat die Frau vor uns übrigens auch schon gemacht.

Nächster Halt, Hafenkneipe, diesmal sind wir ein Afrikaner und bekommen einen Zettel zugesteckt. Was drauf steht, sagt uns aber keiner.

Zurück zu Haden und Miles … good cop, bad cop … macht die Nummer heute noch einer? Und, finden sie die vorhin überfahrene Frau? Was sie finden, ist ziemlich eklig und warum das so dargestellt werden muss, kann man sich schon fragen.

Und dann gibts wieder diese unpassend ruhige Klaviermusik, die das erste Kapitel beendet.

Kapitel 2

Wer die im ersten Kapitel vorgestellten Handlungsorte und Figuren nicht zu nervig oder uninteressant fand, der ist auch bei dieser CD wieder mit dabei. Fragen haben wir jede Menge, ob wohl hier mal eine davon beantwortet wird? Bislang passte noch nicht viel bis gar nichts zusammen und einen plausiblen Bogen von Boston nach Afrika hat auch noch keiner für uns geschlagen.

Apropos geschlagen … wie gehts eigentlich unserem erfolglosen Auftragskiller? Das erfahren wir später … womöglich … denn erst mal gibts ein „Was bisher geschah“, das eigentlich in einer CD-Box wenig bis nix zu suchen hat. Jeder Hörer weiß, was bisher geschah, im Zweifel hat er doch grad eben gehört, was bisher geschah. Das hätte man für diese Veröffentlichung gut rausschneiden können/sollen/müssen.

Ob irgendwer Daniel Porter noch was rausschneidet, erfahren wir immer noch nicht. Wir stecken noch in der „48 Stunden vorher“-Warteschleife, die im nicht so geplanten Aufeinandertreffen mit seinem eigentlichen Opfer endet.

Stattdessen gibts wieder endlos wirkende Monologe über die Zustände vor Ort in Afrika … wir hatten es eigentlich im ersten Kapitel schon verstanden. Zu denen passt die ruhige (und wie immer sehr lange) Klaviermusik übrigens prima, die wie gewohnt jede aufkeimende Spannung in die Unendlichkeit des Ruheraums hinausbegleitet …

Sprung über den Teich zu Miles und Haden, die noch mit der Aufarbeitung ihres Falles beschäftigt sind … die unfallgeflohene Frau, das „Horrorhaus“ und ein seltsamer Brief. Den soll eine Altbekannte von Henry Miles entschlüsseln … so es denn da was zum Entschlüsseln gibt. Gibts … und wenn man nicht gerade Kryptologe oder Geocacher ist, dann kommt man da auch nicht so schnell zur Lösung und zum versteckten Text. Den haben wir nun und können weiter recherchieren.

(Mutmaßlich) Zwischenzeitlich in Afrika … Porter trifft einen Kontaktmann, der ihm eine Waffe besorgt hat. Und dann gibts … mal wieder … Drama, Hektik, Gebrüll und Gewalt.

Zurück zum DREI-???-Brief-Rätsel von Miles und Haden … zu dem übrigens super der Sprecher von Frank Monroe passt. Holger Mahlich spricht bei den Jungdetektiven nämlich den Inspector Cotta. Interessant ists ja schon, wie sie sich so weiterhangeln an den Sachen, die sie herausfinden … aber fesselnd nicht wirklich.

Und dann ist die nur knapp 38 Minuten EUROPA-Klassiker-LP-lange Folge auch schon vorbei, nachdem wir noch mal über 1,5 Minuten Abschlussmusik gehört (oder vorher abgeschaltet) haben.

Kapitel 3

Wer jetzt noch mit an Bord ist, der fragt sich, ob der Afrika-Aufenthalt vom Killer storytechnisch noch weiter in die Länge und Breite getreten wird, ohne dass was passiert. Und wie viele Stationen wohl die DREI-???-Fallaufklärungsrunde von Henry Miles und seinem neuen Partner wohl noch haben wird. Ach ja … und vielleicht auch, ob jetzt, auf der letzten CD, im letzten Kapitel der Staffel, dann doch mal jemand erzählt, was der Boston-Fall mit dem Kongo zu tun hat … und warum der Killer überhaupt dort killen soll.

Und, wieder … Wer bitte braucht nach einer 38-Minuten-Kurzfolge ein „Was bisher geschah“, die ihm zusammenfasst, dass wenig bis gar nichts geschah in der letzten Stunde?

Dann aber dürfen sich die Tontechnik und das Sounddesign in einem ziemlich langen und lauten Rumgeballer in Afrika austoben. Grinsen musste ich trotz aller Dramatik aber darüber, dass dabei gefühlt 42 Millionen Quadratmeter Glas zerbricht, wieder zusammengefegt und noch mal auf den Boden geworfen wurde.

Und irgendwie bekommt der Afrikaner Unterstützung aus der Heimat, über Satellit, auf den nur die CIA Zugriff hat … oder haben sollte. Dabei pirscht sich der Killer in einem Tempo voran, das für eine TV-Serie angemessen, für ein Hörspiel aber zu lang ist. Dann kommt ein Schreckmoment. Aber nur für ihn, wir wissen ja schon seit Kapitel 1, was auf ihn wartet … und noch mehr (ziemlich lange) Synthie-Übergangsmusik … ohne Klavier, aber mit Konservenstreichern.

Weil wir jetzt mehr oder weniger wieder da sind, wo wir beim Start der ersten CD waren, gehts zurück nach Boston. Da wars zwar nicht so laut und bleigetränkt, aber ungleich interessanter. Und endlich gibts den seit (Hör-)Stunden erwarteten Zusammenhang zwischen Boston und Kongo! Bevor aber zu viel verraten wird, wird der Tippgeber ermordet … wer hätte das gedacht? Ich zum Beispiel, weil auch das vorhersehbar war.
Und der Täter? Entkommt … ach was!

Nun hören wir von einer dritten, neuen Partei, die ihre eigenen Interessen wahren möchte. Und die weiß von Geschäften zwischen Boston und den Kriegstreibern in Afrika … weil sie daran profitiert. Von dem Killer wissen sie auch. Und wenn ichs recht verstanden habe, nennen die Leute sich „Die weiße Lilie“ … das kann aber auch für eine extravagante Frau stehen, die den Kopf der Organisation bildet … oder für etwas ganz anderes. Auf jeden Fall hat „Die weiße Lilie“ irgendwas vor, das … wer hätte das gedacht … uns keiner weiter erläutert, damits spannend bleibt.

Und weils so mysteriös ist, klingt die (sehr lange) Überblendemusik jetzt verdächtig nach AKTE X …

Wieder ab nach Boston … wo der niedergeschlagene Detective Miles in der gleichen Situation ist, wie der Killer am Anfang des ersten Kapitels … gefesselt in der Hand seines ursprünglichen Angriffsziels. Und wie Klischee-Antagonisten in der Spannungsunterhaltung gern mal sind … sie reden viel und überheblich lange.

Das möchte auch das eigentliche Ziel des Killers in Afrika vom Killer … aber der will nicht auspacken. Wir gucken zehn Minuten vor Staffelende noch mal nach Afrika, wo wir jetzt zeitlich tatsächlich da angekommen sind, wo wir angefangen haben. Hier gibts dann eine von ihm und dem Hörer nicht erwartete Wendung und es fällt sogar der Begriff „Tödliche Stille“.

Und zum Schluss bekommen auch Miles und Haden den Namen Porter schwarz auf weiß serviert … und der Hörer satte zwei Minuten Synthie-Abschlussmusik.

Die Sprecher und die Geräusche und die Musik

… müssen sich natürlich mit jeder anderen groß beworbenen Prdouktion vergleichen lassen. Die Sprecherleistung konnte mich nicht wirklich überzeugen. Der Erzähler klingt, als würde er normalerweise Tierdokumentationen als Off-Stimme vertonen, der Auftragskiller möchte cool und abgeklärt souverän klingen, das klappt aber nicht überzeugend und der Detective bekommt oftmals Schriftsprache vorgesetzt, sodass ich kaum erkennen konnte, ob er es nicht schafft, authentisch zu klingen, obs am Skript lag oder er einfach nur übertreibt und wie ein 1970er-Klischee-Cop einer US-Fernsehserie klingen will.

Bis auf die „Einheimischen“ in Afrika, die einen guten Sprecherjob machen … da sie zumeist nur kurze Drohungen oder Anweisungen ausstoßen, klingt so gut wie jeder andere Sprecher, der nur wenig zu sagen hat, „bemüht vorgelesen“.

Die Geräuschkulisse ist sehr lebendig gestaltet und mit viel Liebe zum Sounddetail zusammengestellt worden. Für mich waren die Geräusche auch das eigentliche Highlight dieser Produktion und müssen sich vor keiner anderen Produktion der größeren Labels verstecken.

Die für meinen Geschmack viel zu langen (und langweiligen) Synthie-Streicher-mit-Klavier-Zwischenmusiken sollen wohl einen Kontrapunkt zu dem hektischen und gewalttätigen Treiben bieten und passten für mich überhaupt nicht ins Bild. Hier wurde ich extrem an die sanfte Klavier-Musik der GABRIEL-BURNS-Horror-Serie erinnert. Da hat sie noch gut in das schräge Setting gepasst. Hier passt das Ruhige so gar nicht zum Dramatischen vorher. Selbst wenn das Absicht gewesen sein sollte, um den Hörer zum (zu langen) Nachdenken anzuregen … bei mir hats nicht funktioniert und jegliche aufkommende Spannung im Keim erstickt. Sogar der Erzähler bekommt die Zwischenklaviermusik untergelegt und in einer Bar hören wir sie auch.

Trackliste und Sprecher:

Kapitel 1:

1. Ausweglos
2. Schmerz
3. Ankunft in Goma
4. Miles
5. Ein perfekter Schuss
6. Der Unfall
7. Ajamus Schicksal
8. Krieg in Boston

Sprecher:

Erzähler – Mark Bremer
Daniel Porter – Martin Sabek
Henry Miles – Stephan Benson
Samuel Haden – Timo Kinzel
Frank Monroe – Holger Mahlich
Emmanuel Besongua – Michael Ojake
Scott – Sven Matthias
Miguel Fernandez – Johannes Semm
Charles Bané – Clemens Gerhard
Soldat 1 Camp – Ibrahima Sanogo
Soldat 2 Camp – Michael Oyegunle
Soldat Flughafen – Moussa Issiaka
Soldat Kreuzung – Eugene Boateng
Wache – Rorisang Kgwathe
Anonymer Anrufer – André Beyer
Ansager – Robert Levin
Wirt – Stefan Schlabritz
Fluggast – Justus Beckmann
John – Ulrich Hilke
Obdachloser – Wolfgang Riehm
Killer – Tilman Borck
Pilot – Philipp Scharfe
Angefahrene Frau – Friederike Solak
Nachrichtensprecherin – Manuela Bäcker
Ajamu – Benjamin Oechsle
Junge – Kevin Thiel
sowie Doumbia Mandiou, Komi Mizraiim Togbonou und Aloysius Itoka

Kapitel 2:

1. Rückblick (Tödliche Stille – Kapitel II)
2. Fahrt nach Birere
3. Carol
4. Miles‘ Trauma
5. Bilaterale Verschlüsselung
6. Safi
7. Sackgasse
8. Linie 88
9. Kingsanis Geheimnis

Sprecher:

Erzähler – Mark Bremer
Daniel Porter – Martin Sabel
Henry Miles – Stephan Benson
Samuel Haden – Timo Kinzel
Frank Monroe – Holger Mahlich
Carol Nolasco Sonja Szylowicki
Safi – Jan David Rönfeldt
Kingsani – Dela Dabulamanzi
Soldat 1 Eugene Boateng
Soldat 2 David Debrah
Carols Begleiter – Wolfgang Riehm
Rezeptionsdame – Annika Tenter
Busfahrer – Fabian Monasterios
Kellnerin – Laura Büssing
Ansager – Robert Levin
sowie Doumbia Mandlou und Mousse Issiaka

Kapitel 3:

1. Rückblick (Tödliche Stille – Kapitel III)
2. Flucht
3. In der Falle
4. Olas Geheimnis
5. Die Weisse Lilie
6. In letzter Sekunde
7. Tödliche Stille
8. Daniel Porter und Henry Miles

Sprecher:

Erzähler – Mark Bremer
Daniel Porter – Martin Sabel
Henry Miles – Stephan Benson
Samuel Haden – Timo Kinzel
Frank Monroe – Holger Mahlich
Carol Nolasco – Sonja Szylowicki
Lamar Johnson – Sascha Rotermund
Iris Fairchild – Ulrike Johannson
Michael Howard – Andrä Beyer
Jerry Finnigan – Tim Knauer
Greg Huxley – Tilman Borck
Ola – Oliver Böttcher
Soldat 1 Camp – Ibrahima Sanogo
Soldat 2 Camp – Michael Oyegunle
Ansager – Robert Levin
Soldat 1 Lichtung – Marc Schülert
Soldat 2 Lichtung – Detlef Tams
Mädchen – Angelina Kamp
Funkgerät Lichtung – Benjamin Oechsle
sowie Eugene Boateng, David Debrah Doumbia Mandjou, Komi Mizrajim Togbonou und
Moussa Issiaka

Hinter den Kulissen:

Benjamin Oechsle – Autor, Sounddesigner, Produzent
Timo Kinzel – Autor, Sprachregisseur, Produzent
Jochen Mader – Komponist
Florian Schäfer – Film- und Visual FX Artist
Alexander Maus – Illustrator, Grafiker
Robin Großkopff – Sounddesigner

Sowie Johannes Arzberger (Musik), Nikos Titokis (Musik), Maximilian Zemke (Musik), Jakob Rosemann (Sounddesign), Martin Sabel (Sounddesign), Lukas Bischoff (Illustration), René Dlugosiewicz (Sprachaufnahmen), Stefan Schläwicke (Fieldrecording), Gianna Podeschwa (Fieldrecording), Benjamin Ruske (Video), Dennis Gehrmann (Video), Hannes Jürgens (Tester), Jan Meier (Tester), Christiane Körner (Testerin), Catrina Lerch (Testerin), Friedrich Oechsle (Tester), Brigitte Schäfer (Testerin), Katrin Kinzel (Besondere Unterstützung), Martin Kinzel (Besondere Unterstützung)

Idee & Buch: Benjamin Oechsle & Timo Kinzel
Produktion: Lily Sound, Benjamin Oechsle & Timo Kinzel
Regie: Timo Kinzel & Benjamin Oechsle
Sounddesign: Benjamin Oechsle
Sounddesign Assistent: Robin Großkopff
Musik: Jochen Moder, Johannes Arzberger
Grafik: Alexander Maus, Florian Schäfer, Lukas Bischoff
Layout: Michaela Ollesch
Label: Folgenreich – Doerte Poschau & Ronia Wolf

Die Ausstattung:

Die CDs stecken in einem faltbaren Digipak und sind mit einer in frischem Herbstgrau gehaltenen, stilisierten Lilie bedruckt. Im beiliegenden Booklet finden wir die Tracknamen und die Sprecherlisten der jeweiligen Kapitel.

Mein Fazit:

Ein ambitioniertes Hörspielprojekt mit ambitionierten Sprechern, prima Effekten und unpassend langer, oft zu ruhiger und zu klinischer, synthetischer Zwischenmusik, die an andere Hörspielserien erinnert und jeder Spannung gleich wieder die Kraft nimmt.

Ein Briefrätsel, das prima in einen DREI-???-Fall gepasst hätte und eine Menge Gebrüll, Gewalt und Geballer. Ein in die Länge gezogener Handlungsfaden in Afrika auf der einen und ein Klischee-Cop aus den US-TV-1970ern auf der anderen Seite des Atlantiks.

Viele Fragen, einige Antworten …

Mich konnte das Komplettpaket nicht wirklich begeistern, auch wenn die Effekte am Ende für mich das Rating gerettet haben. Die Charaktere, die für Neuzeitgeschichten zu einfach konzipiert sind. Die Schriftsprache, die die Sprecher teilweise zu lesen haben, und eine Story, die ein hauchdünner, roter Faden ist, an dem man sich entlanghangeln lassen kann, wenn man möchte …

Nach dem Hören aller Kapitel in einem Rutsch verspüre ich kaum einen Drang zu erfahren, wer hinter allem steckt und was „Die weiße Lilie“ noch so alles vorhat. „Das Internet“ sagt, es sollen insgesamt 30 Kapitel werden. Da kanns mit der Auflösung noch etwas dauern.

3 Audio-CDs im Falt-Digipak
CD1: 45:03 Min., 8 Tracks
CD2: 37:53 Min., 9 Tracks
CD3: 51:54 Min., 8 Tracks
Empfohlen ab 12 Jahren

www.folgenreich.de
www.dieweisselilie.com

Der Autor vergibt: (3/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (4 Stimmen, Durchschnitt: 3,75 von 5)