Schlagwort-Archive: Simon Jäger

[NEWS] Sebastian Fitzek – AchtNacht

Es ist der 8. 8., acht Uhr acht. Sie haben 80 Millionen Feinde. Werden Sie die AchtNacht überleben? Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie. Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen. In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen. Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei. Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten – und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt. Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst. Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder läuft. Und jetzt stellen Sie sich vor, Ihr Name würde gezogen … (Verlagsinfo)

6 CDs
Sprecher: Simon Jäger
Lübbe Audio

[NEWS] Kerstin Engel – Entschuldigung, ich habe mich verwünscht

Gegensätze ziehen sich magisch an!

Immer wieder schafft es Rosalie sich in den falschen Mann zu verlieben. Ihr neuer Traumprinz Henry ist nicht nur ihr Chef, sondern auch noch verheiratet. Trotzdem geht ihr der adrette Experte für alte Schriften nicht mehr aus dem Kopf. Dabei ist der neurotische Ordnungsfanatiker das genaue Gegenteil von Rosalie, die das Chaos magisch anzieht. Die selbsternannte Schamanin Stella möchte mit Hilfe geheimnisvoller Zaubersprüche neuen Schwung in Rosalies Leben bringen. Tatsächlich gehen die ersten Wünsche schnell in Erfüllung. Als Rosalie sich wünscht, Henry möge Single sein, wird ihr Leben nur noch chaotischer…

Sprecher: Tanja Geke und Simon Jäger sprechen seit Jahren beide erfolgreich Hörbücher ein meist jedoch getrennt voneinander. Für diese charmante Komödie allerdings treten die bekannten Stimmen von Maggie Gyllenhaal und Zoe Saldana sowie Matt Damon und Heath Ledger nun mal wieder gemeinsam vors Mikrofon. (Verlagsinfo)

Gekürzte Lesung: 4 CDs, ca. 300 Min.
audio media

Porterville – Staffel 1 – Folge 1-6

Die Handlung:

In sechs Lesungen, bei denen der Prolog jeweils inszeniert ist und Hintergrundgeräusche enthält, erzählen die Autoren von der Stadt Porterville, die im Osten der USA liegt. Und das tun sie jetzt schon das zweite Mal, denn bereits in der Reihe DARKSIDE PARK gings düster und mysteriös zu in diesem Ort. Offenbar sind aber noch nicht alle Ideen erschöpft und noch nicht jeder Mitbürger befragt worden, also gibts jetzt eine Fortsetzung, die als Titel direkt den Ortsnamen trägt und keinen Zusatz mehr.

Jede Story spiegelt die Eindrücke und das Schicksal eines anderen Bewohners wider. Was denn nun das Besondere an der Stadt ist, verrät der Klappentext nicht … da geht der Mystery-Teil schon los. Insgesamt werden es drei Staffeln werden, die jeweils sechs Episoden erzählen … gehen wir also mal davon aus, dass wir 18 Schicksale präsentiert bekommen und am Ende alles aufgelöst wird … das zumindest kann man vermuten, denn einen Abschluss versprechen die Macher.

Folge 1 – „Von draußen“ – von Raimon Weber, gelesen von Leyla Rohrbeck, Prolog: Jürgen Thormann, 10 Tracks, 1:31 Std.

Die junge Emily lebt in Porterville. Die Stadt ist umzingelt vom sogenannten “Draußen”. Es heißt, dass dort der Schmerz von allen Seiten angreift. Ein Mensch würde dort keine fünf Minuten überleben. Aber auch Porterville ist nicht mehr sicher. Es sind die Erdbeben. Sie reißen Lücken in die Struktur der Stadt. Meistens sind sie nur groß genug, um Greybugs durchzulassen. Graue Käfer ohne Kopf und sichtbare Sinnesorgane. Aber manchmal reichen sie auch für mächtigeren Besuch. Emily folgt ihrem Freund in längst vergessene Geheimgänge. Sie führen ins “Draußen” … (Verlagsinfo)
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Damian Dibben – Jake Djones und die Hüter der Zeit (The History Keepers 1)

_|The History Keepers|:_

Band 1: _“Jake Djones und die Hüter der Zeit“_
Band 2: „Circus Maximus“ (noch ohne dt. Titel)

_Die Handlung:_

Jake Djones führt ein ganz gewöhnliches Leben – bis er eines Tages vom Geheimbund der Geschichtshüter erfährt. Die Agenten dieses Bundes eröffnen Jake nicht nur, dass er durch die Zeit reisen kann, sie benötigen auch noch seine Hilfe. Der skrupellose Prinz Xander Zeldt will die Vergangenheit nach seinem Willen verändern und der Welt damit für alle Zeit seine Herrschaft aufzwingen. Gemeinsam mit den besten Agenten der Geschichtshüter begibt Jake sich auf eine gefährliche Mission ins Venedig des 16. Jahrhunderts. Das Schicksal der Menschheit hängt allein von ihrer Entschlossenheit ab – in der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Die Buchrechte für diesen Jugend-James-Bond-in-der-Vergangenheit-Roman wurden bereits vor dem Erscheinen in 22 Länder verkauft, das ist ordentlich. Und auch die Filmrechte sind schon veräußert worden, auch das könnte auf wirklich gute Unterhaltung hindeuten. Für jung und alt, denn über die Hälfte der Leserschaft von Jugendromanen sind Erwachsene. Viele erwachsene Leser in Deutschland stehen aber offenbar noch nicht dazu, also werden einige Bücher, wie dieses hier auch, bei uns nicht explizit als Jugendbuch angeboten oder beworben.

Jake fügt sich seiner Entführung direkt zu Anfang des Abenteuers ein wenig seltsam gegenwehrslos. Ein bisschen naiv für einen 14-Jährigen, wie ich finde. Wenigstens glaubt er nicht sofort auch noch die Zeitreiseagentenstory, die ihm im Zusammenhang mit dem angeblichen Verschwinden seiner Eltern aufgetischt wird, sonst hätte ich beim Hören nicht nur die Stirn gerunzelt, sondern auch die Augen verdreht. Und schon gar nicht glaubt er, dass ausgerechnet er das Talent zum Reisen in die Vergangenheit hat. An dieser Stelle hätte wohl jeder Hörer direkt nachgefragt, wie das denn gehen soll. Jake tut das leider nicht und so müssen wir darauf noch eine Weile warten.

In der Zwischenzeit erfahren Jake und wir aber reichlich Interessantes. Jakes Eltern sind tatsächlich verschwundens und das nicht nur im Raum, sondern sogar in der Zeit. Und sie sind auch keine Verkäufer, sondern Geheimagenten, die die Geschichte vor Veränderung durch Bösewichte beschützen. Und während Jake das Ganze ganz langsam verdaut und der Hörer sich schon darauf freut, mit ihm zusammen auf die Suche nach seinen Eltern zu gehen, gibts noch einen obendrauf: Auch sein Bruder war Teil der Organisation und ist nicht bei einem Kletterunfall ums Leben gekommen, wie man Jake immer erzählt hatte, sondern vielleicht sogar noch am Leben. Tja, dann ist Jake also auch zum Zeitgeheimagenten geboren … und es kann endlich losgehen. Mittlerweile haben wir nämlich schon zwei Stunden vorbereitend Simon Jäger zugehört, jetzt wollen wir endlich Action.

Die gibts dann zum Glück auch im zweiten Teil der Lesung, denn jetzt ist das Setting erklärt und die Hauptpersonen vorgestellt, das Team rund um Jake steht und ist interessant zusammengesetzt. Obwohl alle fast im gleichen Alter sind, so stammen sie doch aus unterschiedlichen Epochen und sind ganz unterschiedliche Charaktere. Das bringt eine Dynamik und einen ganz besonderen Humor mit sich, die wirklich gut unterhalten. Und dieses Team stürzt sich nun in die italienische Vergangenheit. Eine Menge passiert und einen Hauptgegner gibts auch, Prinz Zeldt. Der verfolgt seine ganz eigenen Pläne, möchte er doch eine Welt nach seinen Vorstellungen schaffen. Und der eine oder andere Hörer wird bald eine CD nach der anderen in den Player schieben, weil er wissen will, wie es weitergeht.

Und auch wenn es nach der ganzen wilden Abenteuerjagd noch einige offene Fragen gibt, so ist der Hörer trotzdem zufrieden, hat über sieben Stunden eine Menge Spaß gehabt und freut sich auf den nächsten Teil der Reihe. Dass er ganz nebenbei auch noch etwas über die Weltgeschichte gelernt hat, merkt er fast gar nicht. So kann Infotainment auch sein.

|Das Hörerlebnis|

Was noch vor dem Einsatz des eigentlichen Sprechers auffällt: Die Aufnahme ist ziemlich leise. Wenn man also seinen Lautstärkeregler um einige Stufen nach oben geschoben hat, kann Simon Jäger den Hörer nun auch mit Jake Djones bekannt machen. Das tut er dann leider genauso teilnahmslos, wie er auch recht unbeeindruckt dessen Entführung schildert. Seltsam hebt er Wörter durch Betonung hervor, wo es nicht passt, legt eine seltsame Sprachmelodie an den Tag und man hat zusätzlich das Gefühl, als würde er das Skript am Bettrand einem Kleinkind vorlesen, das sich bloß nicht zu sehr aufregen soll. Der Märchenonkel, den er hier gibt, der passt so gar nicht zu dem, was man sonst von ihm gewohnt ist. Zum Glück für den Hörer ändert sich das ab etwa der Hälfte. Dann nämlich, wenn das eigentliche Abenteuer losgeht.

Spätestens, wenn er Dialoge zu sprechen hat, merkt man, dass er eigentlich viel fesselnder und vor allem auch lebendiger lesen kann, wenn er denn will. Eine schnelle Variation der Sprechgeschwindigkeit hier, eine Nuance in der Stimmhöhe da, selbst einen nicht albern wirkenden französischen Akzent nimmt man ihm ab und schon erwacht die Kopfkinoleinwand des Hörers zu strahlendem Leben, voller wirklich fesselnder Abenteuer. Alle Charaktere sind gut unterscheidbar und haben einen hohen Wiedererkennungswert. Und wenn es zur finalen Konfrontation kommt, dann geht Simon Jäger richtig ab … erschreckend … erschreckend gut.

|Die Ausstattung|

Die aufwendig in schwarz-weiß bedruckten CDs stecken in einem Plastik-Jewelcase und zeigen das Covermotiv der Box erneut.

Das Bookletfaltblatt ist zwar vorn schick mit dem Titelbild des Hörbuchs bedruckt, innen aber gibts viel Weißes zu sehen und sehr wenig Schrift. So bekommen wir hier noch mal eine Inhaltsangabe zum Hörbuch und Infos zu Autor und Sprecher und ein paar Technik-Credits. Das hätte sogar auf eine der kleinen Seiten gepasst. Auf der Rückseite wirbt der Verlag für zwei weitere Hörbuchproduktionen.

_Der Autor und der Sprecher_

|Damian Dibben| hat als Drehbuchautor gearbeitet und an Projekten wie „Phantom der Oper“ und „Puss In Boots“ mitgewirkt. Er ist ein Entdecker und lässt sich von allem inspirieren, von Archäologie bis hin zur Kosmologie. Er ist stolzer Londoner und lebt im South Bank zusammen mit seinem Hund Dudley. „Jake Djones und die Hüter der Zeit“ ist sein erster Roman.

|Simon Jäger| iSimon Jäger, geboren 1972, ist u.a. die deutsche Stimme von Matt Damon. Außerdem arbeitet er als Schauspieler, Dialogbuchautor und -regisseur. Als Hörbuchsprecher hat er u.a. die Romane von John Katzenbach und Sebastian Fitzek gelesen. (Verlagsinfo)

_Mein Fazit:_

„Jake Djones und die Hüter der Zeit“ erleben jugendgerecht erzählte Abenteuer, die auch Erwachsene in ihren Bann ziehen. Zeitreisen sind immer faszinierend und das Team, mit dem Jake reist, ist so interessant zusammengesetzt und bietet so unterschiedliche Charaktere, dass für jeden einer dabei ist, den er schnell zu seinem Favoriten erklärt.

Und auch wenn dies erst der erste Teil einer Reihe ist und am Ende noch einiges ungeklärt bleibt, so gibts dennoch eine Menge Spaß und Action zu erleben, sodass zum Schluss nur Vorfreude auf den nächsten Teil bleibt.

Simon Jäger gibt hier zwar anfangs streckenweise den Märchenonkel, der zu Kleinkindern liest, dreht aber bei Dialogen richtig auf und kann im späteren Verlauf der Lesung die zunehmende Spannung gut und sehr lebendig vermitteln. Er bringt so einen tollen Jugend-Abenteuerfilm ins Kopfkino der Hörer.

Wer Rick Riordans „Percy Jackson“ und seine „Kane-Chroniken“ mag, der findet hier ebenbürtig spannende Unterhaltung.

|6 Audio-CDs mit 57 Tracks
Laufzeit: 7:23 Std. (gekürzte Lesung)
Vom Rezensenten empfohlen ab 12 Jahren
Originaltitel: The Storm Begins (The History Keepers 1)
ISBN-13: 978-3-8371-1712-7|
http://www.randomhouse.de/randomhouseaudio

Sebastian Fitzek – Der Augenjäger

_|Augen…|:_
Band 1: [„Der Augensammler“]http://buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6334
Band 2: _“Der Augenjäger“_

_Die Handlung:_

Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen.

Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein – und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen … (Verlagsinfo)

_Mein Eindruck:_

Wer den „Augensammler“ nicht kennt, sollte sich im Vorfeld überlegen, ob er nicht doch erst das erste Buch aus der Zorbach-Reihe liest oder sich von Simon Jäger vorlesen lässt. Denn ein Zurück gibt es nach ein paar Minuten nicht mehr, wobei, schon, aber ein sehr langweiliges Zurück. Gleich zu Anfang des Hörbuchs wird nämlich „Der Augensammler“ noch einmal kurz zusammengefasst und die Lösung nebst Stellungnahme des Täters bekanntgegeben. Wirklich abgeschlossen war der Teil ja nicht, denn Zorbach selbst war ins Visier des Täters geraten und sein Sohn war entführt worden. Von daher hat der Hörer mit Vorkenntnissen das Gefühl, es ginge direkt weiter und der Zugereiste ist nach der kurzen Einleitung auch auf dem gleichen Stand.

Wir lernen erst kurz den „Augenjäger“ kennen, bevor sich Zorbach erstmal weiter mit dem „Augensammler“ befassen muss. Den Teil mit dem „Augenjäger“ übernimmt seine Mitstreiterin aus dem Vorgängerband, Alina Gregoriev, die den gefangenen Dr. Suker physiotherapeutisch behandeln soll. Das könnte im Prinzip auch jeder andere tun, aber man verspricht sich von ihren Berührungen wieder Visionen, mit denen sie im letzten Fall bereits helfen konnte. So haben wir also hier zwei Handlungsfäden. Alexander auf der Suche nach seinem Sohn und Alina, die der Polizei beim Kampf gegen Dr. Suker hilft, der mich direkt an Hannibal Lecter aus „Das Schweigen der Lämmer“ erinnert hat.

Und genauso geistesgestört genial, genauso verwirrend widerlich und den Hörer schon nach kurzer Zeit nicht mehr loslassend, stürzt uns der Autor dann in den Abgrund der menschlichen Psyche. Da stellt sich dem Hörer schnell die Frage: Wer ist hier eigentlich gestört? Der, dem solche Dinge einfallen und der sie dann aufschreibt oder der, der das lesen will?

Ein Hörbuch wie ein Unfall: Man weiß, dass man eigentlich nicht sehen will, was passiert ist, aber man kann einfach nicht wegsehen, weil die Faszination des Unfassbaren seinen eigenen, verstörenden Reiz hat. Und so muss der Hörer auch hier wieder viele Stunden „durchleiden“ und eine Spannung „ertragen“, die kaum noch auszuhalten ist.

Durch seine schnörkellose Erzählweise und seinen authentischen Sprachstil entfacht Fitzek einen psychologischen Flächenbrand im stockdunklen Kopfkino des Hörers. Und während man sich immer weiter ins Hörbuch und die Geschichte hineinhört, immer mehr Grausamkeiten erlebt, die so unter die (Netz-)Haut gehen, dass man eigentlich zwischendurch eine Pause einlegen sollte, um sich draußen ein paar Blümchen anzuschauen, ist man Fitzek auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

Wie immer bei Fitzek bräuchte man sich während des Hörens eigentlich gar keine eigenen Theorien zurechtzulegen, weil er sie am Ende eh wieder über den Haufen schmeißt. Aber Theorien schmieden macht Spaß, das weiß auch der Autor, also wirft er uns immer wieder ein paar gemeine Brocken hin.

_Das Hörerlebnis:_

Simon Jäger, der Fitzek-Stammsprecher, macht den Job, den man von ihm gewohnt ist: Er geleitet den Hörer ins Psycho-Kopfkino und bietet ihm Popcorn an. Nur, um ihn im Anschluss direkt an den Sitz zu fesseln und die Kopfhörer an seinen Ohren festzukleben, damit er ihm nicht mehr entkommen kann.

Beschreibende Handlung, gesprochener Text, Sprechpausen im richtigen Moment, Modulation der Stimme … Jäger beherrscht die ganze Palette und wendet sie gekonnt und immer im richtigen Moment an. Und wenn er die ganzen Grausamkeiten beschreibt, dann tut er das mit so viel widerlichem Einfühlungsvermögen, dass man am liebsten vorspulen möchte, weil das kaum zu ertragen ist.

Jäger und Fitzek bieten zusammen dem, der sich traut, ein verstörend spannendes Psycho-Erlebnis.

_Der Autor:_

Sebastian Fitzek, Jahrgang 1971, geboren in Berlin, entschied sich nach dem Studium der Rechtswissenschaften und der Promotion zum Dr. jur. gegen einen juristischen Beruf und für eine kreative Tätigkeit in den Medien. Nach dem Volontariat bei einem privaten Hörfunksender wechselte er als Unterhaltungschef und später als Chefredakteur zur Konkurrenz und machte sich danach als Unternehmensberater und Formatentwickler für zahlreiche Medienunternehmen in Europa selbständig. Er lebt in Berlin, wo er derzeit in der Programmdirektion eines großen Hauptstadtsenders tätig ist. (Verlagsinfo)

_Der Sprecher:_

Simon Jäger, 1972 in Berlin geboren, ist neben seiner Tätigkeit als Synchronsprecher auch Autor und Regisseur. Bekannt ist er unter anderem als deutsche Synchronstimme von Matt Damon („Die Bourne Verschwörung“), Heath Ledger („Brokeback Mountain“), Josh Hartnett („Pearl Harbour“, „40 Tage und 40 Nächte“) und River Phoenix („Indiana Jones III“). (Verlagsinfo)

_Die Ausstattung:_

In einer umweltfreundlichen Papp-Klappbox stecken die vier CDs in Einschubschlitzen. Innen sind große Bilder von Autor und Sprecher abgedruckt und ein paar Infos zu ihnen. Die Fotos laden zum Schmunzeln ein, blickt Sebastian Fitzek doch übertrieben mysteriös und hält die Hände wie ein Boxer (obwohl es wohl so wirken soll, als würde er seinen Mantelkragen nach oben ziehen) und Simon Jäger schaut, als hätte er ein dringendes menschliches Bedürfnis oder die Frage „Wirklich? Noch ein Foto? Habt ihr nicht langsam genug?“ im Kopf. Dazu gibt es noch ein wenig Eigenwerbung des Verlags und eine kurze Klappeninfo … und auf der Rückseite noch ein Foto von Simon Jäger mit noch mehr Infos zu ihm.

_Mein Fazit:_

Fitzek gehen die Grausamkeiten, die aus der Tiefe der gestörten menschlichen Seele entspringen, offenbar nie aus. Immer neue Einfälle zaubert er aus seinem Psycho-Hut, um den Hörer mit immer neuen Ideen zu „quälen“. Perfekt gelesen von Simon Jäger, der im Kopfkino des Hörers einen Psycho-Sturm entfacht. Nichts für schwache Nerven, nichts für Weicheier, aber alles für Thriller-Fans, die auf „derbe Kost“ stehen. „Der Augenjäger“ ist ein packender Thriller, der den Zusatz „Psycho“ mehr als verdient hat.

Und, nein, ich bin nicht vom Verlag bestochen worden, um solch eine Werbung für den Titel zu machen, es hat halt einfach alles gestimmt.

|4 Audio-CDs
Spieldauer: 284 Minuten
Gelesen von Simon Jäger
ISBN: 978-3-7857-4561-8|
[www.luebbe.de]http://www.luebbe.de

Eine Hörprobe bietet der Verlag [hier]http://www.luebbe.de/Hoerbuecher/Spannung/Details/Id/978-3-7857-4561-8# an.

_Sebastian Fitzek bei |Buchwurm.info|:_
[„Amokspiel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3503
[„Das Kind“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4601
[„Die Therapie“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5230
[„Der Seelenbrecher“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5280
[„Splitter“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=6044