Diana Gabaldon – Outlander – Feuer und Stein

Die Highland-Saga von Diana Gabaldon:

1.) Feuer und Stein
2.) Die geheime Zeit (erscheint im Herbst 2015)
3.) Ferne Ufer (erscheint im Herbst 2016)
4.) Der Ruf der Trommel
5.) Das Flammende Kreuz
6.) Ein Hauch von Schnee und Asche
7.) Echo der Hoffnung
8.) Ein Schatten von Verrat und Liebe

Worum gehts?

Schottland in den vierziger Jahren. Ein englisches Pärchen verbringt gerade ihre zweiten Flitterwochen in den schottischen Highlands. Als Claire einen alten Steinkreis entdeckt, ist sie fasziniert von den mannshohen Steinen und zugleich neugierig. Als sie in diesen Steinkreis tritt, scheint die Welt sich plötzlich um sie zu drehen bis sie schließlich ohnmächtig wird. Als sie kurze Zeit später wieder zu sich kommt, befindet sie sich plötzlich im Jahre 1743. Umgeben von wilden Highländern, die für ihre Clans kämpfen, ist sie von eine Sekunde auf die andere eine Fremde – ein Outlander.

Inhalt

Der Zweite Weltkrieg ist gerade zu Ende gegangen und die junge, englische Krankenschwester Claire Randall ist wieder mit ihrem Ehemann Frank, der sein Land verteidigte, vereint. Gemeinsam verbringen sie ihre zweiten Flitterwochen in den schottischen Highlands. Claire verbringt den Nachmittag alleine, da ihr Ehemann sich mit einem ortsansässigen Pfarrer trifft. Sie erkundet die Umgebung und ist fasziniert und entzückt von der Natur Schottlands. Als sie plötzlich vor einem alten Steinkreis steht, tritt sie neugierig näher bis sie schließlich einen Fuß hineinsetzt. Ihr Kopf scheint in diesem Moment zu schwirren und in ihren Ohren beginnt es zu rauschen, als wäre ein Bienenschwarm über ihr – sie wird ohnmächtig. Als sie unsanft wieder aufwacht, muss sie ihre Gedanken zuerst einmal sammeln, denn sie weiß nicht wo sie sich befindet. Alles sieht so anders aus und sie ist umgeben von Männern, mit langen zerzausten Haaren und karierten Röcken. Sie braucht einige Sekunden um zu verstehen, dass sie sich scheinbar in der Vergangenheit befindet, um genau zu sein 200 Jahre zurück, im Jahre 1743. Von nun an ist sie in diesem Land eine Fremde, ein sogenannter Outlander.

 

Die Männer, die sie gefunden haben, gehören dem MacKenzie-Clan, dessen Oberhaupt das Geschwisterpaar Colum und Dougal ist, an. Zunächst sind die Männer der Fremden gegenüber skeptisch und ratlos, was sie mit ihr machen sollen. Der einzige, der sich gleich zu Beginn auf ihre Seite schlägt, ist der junge Jamie Fraser. Auch er ist es, der Claire versucht dabei zu helfen, sich in dieser für sie so fremden Zeit zurechtzufinden. Schließlich wird sie mit aufgenommen auf Burg Leoch, das Zuhause des Clans. Sie merkt jedoch immer noch die Skepsis, mit der man ihr gegenübertritt. Sie ist schließlich eine Engländerin, dem Feind der Schotten. Zunächst vermuten die Clan-Mitglieder, dass sie eine Spionin des englischen Hauptmanns Jack Randall ist. Der einzige, der ihr nach wie vor wohl gesonnen ist, ist Jamie, den sie immer besser kennenlernt, je länger sie auf der Burg ist.

Irgendwann kommt ein Punkt, an dem es unausweichlich ist zu handeln, den Claire befindet sich als Engländerin zu dieser Zeit in Schottland in großer Gefahr. Sie muss sich nun entscheiden, ob sie durch eine Heirat mit einem Schotten aus diesem Fokus der Gefahr, ausbrechen möchte. Die Entscheidung ist für sie alles andere als einfach, da sie eigentlich permanent an ihren Mann Frank denkt, der sicherlich umkommt vor Sorge um sie. Und außerdem wünscht sie sich nichts sehnlicher, als wieder den Steinkreis zu finden und dort einzutreten, um wieder in ihr alten Leben zurückzukehren. Doch in einem Land des Aufruhrs, auf einer Burg, die von Wachtposten umgeben ist, ist es für sie nahezu unmöglich unbemerkt zu entkommen. Sie muss eine schwere Entscheidung treffen.

Mein Eindruck

Alleine schon das wunderschöne Cover dieses Buchs besticht die Leser. Trotzdem bin ich diesem Historien-Schinken zunächst misstrauisch gegenüber getreten. Zwar ist diese Highland-Saga eine der Berühmtesten, dennoch hatte ich meine Zweifel, ob ich Freude beim Lesen erfahren würde. Diese Zweifel hielten jedoch nicht lange an, als ich gemerkt habe wie flüssig sich diese Geschichte lesen lässt und war von Beginn an gepackt. Mit jeder Seite die man liest, rückt Schottland näher und wird lebendiger. Obwohl die Geschichte von Claire und Jamie zu einer historisch sehr ereignisreichen Zeit spielt, ist das Buch in einfacher Sprache geschrieben und wirkt somit keineswegs zäh oder langatmig.

Die beiden Protagonisten sind total authentisch und lassen die Geschichte so auch nicht inszeniert oder ähnliches wirken. Man taucht richtig in diese Zeit und an diesen Ort ein und sobald man das Buch aufklappt, scheint man in einer anderen Welt zu sein. Man lernt so viele Dinge aus dieser Zeit kennen, in der es die für uns heute normalsten Dinge nicht gibt. Beispielsweise ist es dort gang und gäbe, bei einer Infektion einer Gliedmaße diese zu amputieren, statt mit Antibiotika zu behandeln, da es so etwas schlicht und einfach gar nicht gibt. Erwähnenswert sind auch die zwischenmenschlichen Beziehungen, die für unser heutiges Empfinden teilweise doch sehr animalisch wirken, sei es das Sexleben zwischen den Menschen, als auch die Strafen für sämtliche Vergehen, die einen erschaudern lassen. Auf der anderen Seite ist es sehr interessant zu lesen, mit welch einfachen Mitteln sich die Leute in den verschiedensten Situationen zu helfen wusste, dazu wären wir heutzutage wahrscheinlich gar nicht mehr imstande. An dieser Stelle ein großes Kompliment an die Autorin, die sich unzählig viele Stunden mit dieser Zeit und Methoden vertraut gemacht haben muss, um diese so niederlegen zu können, wie sie es getan hat.

Es macht wahnsinnig viel Spaß an der Seite der sympathischen Figuren durch Schottland zu reiten und spätestens jetzt, ist bei mir der Wunsch geweckt, dieses Land irgendwann einmal zu bereisen. Es ist schön, dass die Autorin nicht nur Wert auf die Geschichte von Claire und Jamie legt, sondern gleichzeitig auch die Umgebung beschreibt. Dadurch bekommt der Plot Tiefe und sorgt für das eben bereits erwähnte Eintauchen in die Geschichte. Ich bin gefesselt von der Geschichte und freue mich auf den zweiten Teil dieser Reihe.

Fazit

Bei der besprochenen Auflage von „Feuer und Stein“, handelt es sich um die neu überarbeitete, ungekürzte Version des Klassikers. Dabei herausgekommen ist ein Buch mit über 1100 Seiten, bei dem ich mich auf keiner einzigen gelangweilt habe. In den Stunden, in denen ich dieses Buch gelesen habe, habe ich fast ein Doppelleben geführt. Auf der einen Seite war ich im Hier und Jetzt und auf der anderen Seite im Jahre 1743 in Schottland bei den Highländern, in der ich mich auch sehr wohl gefühlt habe.

Dieses Buch ist absolut gelungen und bereitet große Freude beim Lesen. Trotz meiner anfänglichen Zweifel, dass dieses Buch zu historisch und geschwollen geschrieben ist, kann ich es nun guten Gewissens weiterempfehlen.

Über die Autorin

Diana Gabaldon, geboren 1952 in Arizona, war Professorin der Meeresbiologie, bevor sie zu schreiben begann. Mit »Feuer und Stein« begründete sie die international gefeierte und millionenfach verkaufte »Highland-Saga«. Diana Gabaldon ist verheiratet und hat drei Kinder. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 1136 Seiten
Originaltitel: Outlander
Ins Deutsche übersetzt von Barbara Schnell
ISBN: 3426518023

www.droemer-knaur.de
www.dianagabaldon.de
www.bschnell.de

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