Mandy Baggot – Winterzauber in Manhattan

Worum gehts?

Vorweihnachtszeit. Die Engländerin Hayley sitzt im Flieger nach Amerika. Sie möchte die Weihnachtsfeiertage in New York verbringen. Denn genau dort wurde vor zehn Jahren bei einem One Night Stand ihre nun neunjährige Tochter Angel gezeugt. Und deren größter Herzenswunsch ist es, ihren Vater kennenzulernen. Um ihrer Tochter jedoch einen möglichen Misserfolg bei der Suche zu ersparen, behält sie ihr Vorhaben zunächst einmal für sich. Gemeinsam genießen Mutter und Tochter das Wintertreiben in der Stadt die niemals schläft, sie unternehmen Kutschfahrten im Central Park, laufen Schlittschuh und besichtigen viele Sehenswürdigkeiten.

Während Hayley alles unternimmt um den Mann, mit dem sie damals eine folgenreiche Nacht verbracht hat, ausfindig zu machen, läuft ihr Oliver über den Weg. Er ist nicht nur der millionenschwere Vorgesetzte ihres Bruders Dean, nein, er ist auch noch ein unsympathischer Weihnachtsmuffel – jedenfalls bis jetzt.

Inhalt

Nachdem die junge Hayley mehr als einmal von ihrem fiesen Chef angegraben wurde, hängt sie ihren Job kurzerhand an den Nagel. Tief in ihrem Inneren weiß sie natürlich, dass es für eine Alleinerziehende klügere Entscheidung gibt. Hinzukommt, dass ihre anstrengende Mutter ihr eigentlich permanent nur Vorhaltungen macht, zum einen weil sie sich von einem Fremden hat schwängern lassen, zum anderen, weil sie angeblich nicht so intellektuell gebildet sei wie ihr Bruder Dean, der generell alles deutliche besser meistert als sie – ihrer Meinung nach.

Nicht zuletzt aufgrund dieser Umstände beschließt sie, die Weihnachtsfeiertage in Amerika, New York zu verbringen. Die Krönung dieser Reise wäre es, wenn sie dort Michel de Vos, den Erzeuger ihrer Tochter Angel ausfindig machen würde, denn in einem Selbstgespräch ihrer Tochter hat sie erfahren, dass dies ihr größter Wunsch zu Weihnachten sei. Schließlich klappert sie vor Ort alle möglichen Galerien ab, in der Michel damals seine Kunstwerke ausgestellt hat.

Als sie eines Abends mit Angel und ihrem Bruder Dean asiatisch Essen geht, trifft sie dort einen attraktiven Mann in einer ziemlich prekären Situation. Dieser junge Mann entpuppt sich später als Deans Vorgesetzter, der laut Erzählungen alles andere als gut weg kommt. Er kann sich weder die Namen seiner Angestellten, noch deren Funktion in seiner eigenen Firma merken. Außerdem hasst er Weihnachten, warum? Das wird sich noch herausstellen. Doch es scheint so, als würde dieses Weihnachtsfest für alle Beteiligten viele Veränderungen mit sich bringen.

Mein Eindruck

Alleine das Cover verspricht Weihnachtsstimmung und Kitsch pur. Es glitzert und glänzt an allen Ecken und Kanten und man möchte die ganze Zeit nur mit der Hand über das Cover streichen. Im Buch selbst wird weiterhin Weihnachtsfeeling versprüht, denn am Beginn jedes neuen Kapitels findet man einen aufgedruckten Eisstern.

Die Kapitel sind generell eher kurz und in einem leicht zu lesenden Schreibstil gehalten. Die erste Hälfte des Buches fand ich persönlich sogar relativ flach und zu simpel geschrieben, danach wendete sich das Blatt und die Geschichte bekam endlich mehr Tiefgrund. Auch blieben die Figuren lange Zeit eher farblos und mir fiel es schwer Zugang zu ihnen zu bekommen. Mit Abstand am nervigsten fand ich Angel, die nie ohne ihr Lexikon unterwegs ist und ziemlich altklug daher kommt.

Zum Ende hin wird die Geschichte jedoch wie gesagt richtig schön, wenn auch Klischeehaft. Aber wenn man sich dazu entscheidet einen Weihnachtsroman zu lesen, möchte man wahrscheinlich auch gar nichts anderes erhalten als so etwas.

Über die Autorin

Mandy Baggot ist preisgekrönte Autorin romantischer Frauenunterhaltung. Sie hat eine Schwäche für Kartoffelpüree und Weißwein, für Countrymusic, Reisen und Handtaschen – und natürlich für Weihnachten. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann, ihren beiden Töchtern und den Katzen Springsteen und Kravitz in der Nähe von Salisbury. (Verlagsinfo)

Fazit

Vom Ansatz her eine gute Geschichte mit zahlreichen Ereignissen. Jedoch hat es anfangs für mich persönlich etwas an der Umsetzung gehapert. Wären die ersten Kapitel ebenso schön wie die letzten, so würde ich eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen. Da dies aber leider nicht der Fall war, muss ich sagen, dass es ein schöner Zeitvertreib und unterhaltsam ist, dieses Buch zu lesen, diese aber sicher nicht die Beste aller Weihnachtsgeschichten ist.

Taschenbuch: 576 Seiten
Originaltitel: One wish in Manhattan
Ins Deutsche übersetzt von Ulrike Laszlo
ISBN: 978-3442485161

www.randomhouse.de/Verlag/Goldmann/4000.rhd
www.mandybaggot.com

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