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Dan Simmons – Endymion – Pforten der Zeit

„Sie lesen diese Seiten aus dem falschen Grund …“, so beginnt der Ich-Erzähler die neue Geschichte aus dem Hyperion-Universum. Ich muss zugeben, dass ich tatsächlich erwartet hab, eine direkte Fortsetzung der Hyperion-Saga zu lesen – genau wie der Erzähler mir und jedem Leser vorhält. Es gehe nicht um die Charaktere, die der Erzähler nicht einmal persönlich kennt, sondern nur aus den bekannten Cantos von Martin Silenus, dem Leser der Hyperion-Bände eine vertraute Figur. Trotzdem stellt sich heraus, dass jene Ereignisse ihre Arme bis in diese Jahrhunderte entfernte Zukunft ausstrecken und Wege markieren, denen zu folgen dem Erzähler angeraten ist.

Inhalt

Raul Endymion ist (mal wieder) zum Tode verurteilt. Warum? Und wie kann man mehrfach zum Tode verurteilt werden? Diese Fragen werfen sich schon bei den ersten Sätzen auf und fangen den Leser sofort. Dan Simmons gelingt dieses Spiel mit dem Interesse mit überragender Meisterschaft, wie uns schon die Begegnung mit dem Hegemoniekonsul auf den ersten Seiten von „Hyperion“ deutlich zeigt.

Endymion ist der Ich-Erzähler der Geschichte und geleitet uns durch das ganze Buch. Er sitzt in einer Raumkapsel und wartet auf den Tod durch Blausäure, ausgelöst von einem System, durch das dem unbeteiligten Zuschauer diese Todesstrafe wie ein Experiment nach „Schrödingers Katze“ erscheint. Endymion wartet und schreibt seine Erinnerungen auf.

Bei seiner ersten Todesstrafe auf Hyperion (verurteilt wegen Mordes an einem reichen Sonntagsjäger) wird Endymion auf geheimnisvolle Weise gerettet und trifft in der gleichnamigen Stadt Endymion auf den uralten, durch Poulsen-Behandlungen überlebenden Martin Silenus, Verfasser der Cantos und ehemaliger Shrike-Pilger. Hier erhält er die Aufgabe, das Mädchen Aenea, die Tochter von Brawne Lamia (einer weiteren Pilgerin) vor den Schergen des Pax zu retten, sobald sie die Sphinx verlassen würde. Vor einigen Jahrhunderten verließ Aenea auf gleiche Weise Hyperion, und aus ungenannten Quellen wissen sowohl der Pax als auch Silenus das genaue Datum ihrer Ankunft aus der Zeit.

In den Jahren seit dem Fall der Hegemonie ist die katholische Kirche erstarkt und hat mit Hilfe der Kruziform genannten Auferstehungs-Symbionten die Herrschaft über das ehemalige Weltennetz ergriffen. Der Pax ist die militärische Polizei- und Kontrollinstanz der Kirche.

Aenea, als Tochter eines Cybrids, wird als große Gefahr für die Kirche und den Pax eingeschätzt und soll überwältigt werden. Irgendwie gelingt es Raul Endymion mit Hilfe der alten Hawking-Matte (ein fliegender Teppich), das Mädchen vor dem Zugriff zu erretten – dabei leistet das unheimliche Shrike uneingeladen blutige Unterstützung. Mit dem alten Raumschiff des Konsuls entkommen die beiden von Hyperion und fliehen zu einer Welt, auf der in Zeiten der Hegemonie ein Teil des Tethys floss – ein gigantischer, über Farcaster weltenverbindender Fluss.

Die Farcaster-Portale sind unzerstörbar durch Menschenhand, doch seit dem Fall unbrauchbar. Nur in Begleitung Aeneas gelingt die Passage – womit sich die Frage stellt, ob der kurz vor dem Fall vernichtet geglaubte Techno-Core (eine KI-Zivilisation und Erbauer der Farcaster) tatsächlich nicht mehr existiert.

Durch die Farcaster des alten Verlaufs des Tethys entkommen Aenea und Endymion den Schergen des Pax mehrmals, immer auf der Suche nach Möglichkeiten, ihr Ziel – die Vernichtung des Pax und der Kruziformen als Joch der Menschheit – zu erreichen. Als plötzlich eine neue Instanz eingreift und Silenus‘ Extraauftrag – „… und finde heraus, was der Core im Schilde führt!“ – eine neue Bedeutung erhält …

Kritik

Bei mir wirkt er: Simmons‘ Erzählstil. Am Anfang rätselhaft, langsam einem Höhepunkt zustrebend und dabei an den richtigen Stellen Informationen einstreuend, mit einer spektakulären Klimax und einem etwas beruhigenden Spannungsabfall auf den letzten zwei Seiten. Es ist einfach unglaublich. Sogar jetzt, wo ich dies schreibe, überschüttet mich mein Körper mit Adrenalin, die Herzfrequenz ist aufgeregt hoch.

Mit dem „Fall von Hyperion“ hätte die Saga ein befriedigendes Ende finden können. Oder doch nicht? In „Endymion“ sprüht Simmons wieder nur so von Ideen, allesamt perfekt zum Kontext der vorher erzählten Geschichte um die Pilger und das Weltengebilde von „Hyperion“ passend. Da ist das Shrike, das seinen Meister findet; die Farcaster, die plötzlich doch funktionieren; Widersprüche, die aufgeklärt werden – und nicht zuletzt Gedankengänge zu der unbekannten Macht, die den „Fall“ perfekt gemacht hat mit der Sperrung des Fatline-Raums. Die Tiger, Löwen und Bären der Metasphäre spielen ebenso eine Rolle wie die Entdeckungen des Keats-Cybrids. Aenea, als Jene Die Lehrt vom Pax gefürchtet, scheint Fähigkeiten zu besitzen, die sie selbst bisher nur erahnen kann. Ob uns diese Fähigkeiten im zweiten Teil die großen Antworten bescheren, die wir – nun auch im Nachhinein bezüglich mancher Hyperion-Aussage – so dringend suchen und erwarten?

Es ist ein fesselndes Gedankenkonstrukt, das Dan Simmons mit diesem gigantischen, großartigen Meisterwerk „Hyperion“ und „Endymion“ entworfen hat. Man merkt jetzt wirklich, dass „Hyperion“ zwar für sich allein stehen kann, aber einige offene Enden tatsächlich noch zu verknüpfen sind, was wahrscheinlich in der Wucht des Hyperion-Endes einfach untergeht. Endymion führt uns zu Wahrheiten, die wir nicht in den abwegigsten Träumen hätten erahnen können.

Fazit

Atemberaubend im Zusammenhang mit der Hyperion-Saga; für sich allein stehend komplex und verwirrend. Neue Ideen knüpfen nahtlos an alte Aspekte an, unverstandene oder offene Fäden aus Hyperion finden ihre überraschende Weiterführung. „Endymion – Pforten der Zeit“ ist absolut empfehlenswert und führt uns wieder einmal Dan Simmons‘ große Meisterschaft vor Augen.

Jeff Long – Im Abgrund

Long Abgrund Cover kleinDas geschieht:

Auf einem der vielen Schlachtfelder des ehemaligen Jugoslawiens untersuchen 1996 NATO-Ärzte ein Massengrab. Die Leichenberge werden aufgewühlt – und zwar von unten! Als Blauhelm-Major Elias Branch dem nachgeht, wird seine Gruppe ausgelöscht. Nur Branch überlebt. Seine Geschichte von gehörnten Leichenfressern mag ihm niemand glauben. Doch Branch kehrt zurück nach Bosnien und findet einen alten Minenschacht. Er öffnet sich in tiefe Höhlen und Gängen, die sich über Kilometer hinziehen – und das ist nicht das Ende: Die Basaltsockel, auf denen die Kontinente ruhen, sind durchlöchert wie ein Schweizer Käse! Weltweit werden unter der Erde unglaubliche Entdeckungen gemacht, von denen die Öffentlichkeit wenig erfährt. Die Armeen der Welt schicken Truppen in den unterirdischen Kosmos.

Branch, der Entdecker, warnt vor den unheimlichen Bewohnern, die er in der Tiefe vermutet. In der Tat ist die Unterwelt bewohnt. Die „Hadal“ üben seit Jahrtausenden ihr Schreckensregiment aus. Immer wieder kommen sie an die Oberfläche kommen, wo sie rauben und Menschensklaven verschleppen. Auch jetzt wollen sie sich ihre Herrschaft nicht streitig machen lassen.

Die Existenz der Hadal lässt sich nicht mehr geheim halten. Im Untergrund bricht ein erbitterter Krieg aus, denn der Mensch will sich nicht vertreiben lassen. Bodenschätze und Ölfelder locken große Konzerne. Im Zusammenspiel mit den örtlichen Regierungen und dem Militär pumpen sie Geld in die Erschließung der Unterwelt. C. C. Cooper. Eigentümer des „Helios“-Konzerns, träumt gar von einem eigenen Reich im Inneren der Erde. Er rüstet eine Expedition aus. Sie soll die Grenzen ‚seines‘ Landes abstecken – und die Hadal durch eine neu entwickelte Virenwaffe ausrotten. Wissenschaftlich beschäftigt sich die „Beowulf-Gruppe“ mit den Hadal. Sie geht der Frage nach, ob sich hinter den Bewohnern der Unterwelt womöglich der biblische Satan verbirgt. Dabei kommt man der tragischen Geschichte einer „zweiten Menschheit“ auf die Spur.

An der Oberfläche eskaliert der Konflikt. Kranke Hadal suchen Asyl und werden umgebracht. Andere Hadal tragen den Krieg unter die Menschen und offenbaren dabei die erschreckende Fähigkeit der „bewussten Wiedergeburt“ im Körper des Feindes. Der Countdown läuft – „Helios“ kann die biologische Zeitbombe im Inneren der Erde jederzeit zünden, während die Hadal eigene, weiterhin völlig undurchschaubare aber für ihren menschlichen Gegner lebensbedrohliche Kriegspläne verfolgen …

Fantasie schlägt Routine

Der Liebhaber phantastisch-unheimlicher Romane ist wird in der heutigen Buchwelt theoretisch gut versorgt. Deutlich mehr Titel, als der Leser verkraften kann, werden Jahr für Jahr auf den Buchmarkt geworfen. Allerdings entstehen dabei vor allem Monokulturen. Das Publikum wird mit immer denselben pseudo-erotischen Vampiren, dem schleimigen Bösen aus der Urzeit oder telepathischen Serienmördern gelangweilt; dies schon seit Jahren und gern in Serie. Die Stars des handfesten, das Grauen nicht ausschließlich in den Abgründen der menschlichen Psyche ortenden Horrors spulen routiniert ihr Standardprogramm ab und vermeiden es sorgfältig, ihr Publikum durch neue Ideen zu verschrecken.

Jeff Long unternimmt den Versuch, die ausgetretenen Pfade wenigstens ansatzweise zu verlassen. Zwar hat „Im Abgrund“ kaum die Chance, als Meilenstein der phantastischen Literatur in die Geschichte einzugehen, da der Plot weist noch tiefere Löcher aufweist als die bodenlosen Katakomben, in denen die Hadal hausen. Jeff Longs Reise zum Mittelpunkt der Erde ist ebenso ‚realistisch‘ wie die klassische Vorlage von Jules Verne, auf die der Autor immer wieder anspielt. Aber das macht nichts, denn Long erzählt seine Geschichte so rasant, dass man sich gern von ihm manipulieren lässt. Besonders die ersten 160 Seiten – Elias Branchs bizarre Erlebnisse auf einem bosnischen Gräberfeld – gehören zum Besten, was das Genre in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat.

Die Kunst, eine Geschichte richtig zu erzählen, ist eine offensichtlich seltene Gabe, die man deshalb gar nicht hoch genug wertschätzen kann. Wenn dieser Rezensent – der viele gewollt (und noch mehr unfreiwillig) unheimliche Romane gelesen hat – sich an Titel erinnern möchte, die das gerade Gesagte beherzigen, sieht die Bilanz düster aus. Die Kombination von High Tech und Grusel ist an sich nichts Neues; man denke beispielsweise an Douglas Preston und Lincoln Child, die eine ganze Schriftstellerkarriere mit dieser Formel bestreiten.

Bewährtes und Neues in gelungener Mischung

Jeff Long kann sich mit „Im Abgrund“ nicht nur sehen lassen. Dabei war er als Autor ein Neuling und sein erster (in Deutschland erschienener) Roman „The Ascent“ („Tödliches Eis“) ein konventioneller Polit- und Abenteuer-Thriller, der den furiosen Nachfolger an keiner Stelle ahnen ließ. Ohnehin sorgte der Lebenslauf des Autors zunächst für Misstrauen: Hier schrieb ein ehemaliger Extrem-Bergsteiger, der offensichtlich allmählich zu alt für seinen seltsamen Job wurde und nun versuchte, seine Erfahrungen auf anderem Gebiet zu Geld zu machen.

Aber Long verfügt über echtes erzählerisches Talent, und er hat seine Hausaufgaben gemacht. Das phantastische, oft geradezu irreale Ambiente wirkt dank sorgfältiger Recherchen durchweg überzeugend. Natürlich bleiben gewisse inhaltliche und formale Schwächen bei einem Roman dieses Seitenumfangs nicht aus. Abgesehen von der Schwierigkeit, vor die Longs Konzept einer ‚hohlen‘ und von allerlei Getümen bevölkerten Unterwelt jeden Leser stellt, der sich in der Geologie unseres Heimatplaneten nur ein bisschen auskennt, überzieht der Autor immer dort, wo er vom roten Faden seiner Geschichte abweicht.

Da trifft die Menschheit nicht nur ihr (in jeder Beziehung) dunkles Gegenstück; nein, die unheimlichen Hadal praktizieren auch noch aktive Seelenwanderung und werden womöglich vom Teufel höchstpersönlich regiert! Hier manifestiert sich wohl die für schriftstellernde Bergsteiger typische Mischung aus epiphanischer Naturmystik und höhenbedingtem Sauerstoffmangel.

Die (nicht ganz) üblichen Verdächtigen

Im Rahmen eines reinen Unterhaltungs-Thrillers ist Long die Figurenzeichnung gut gelungen. Natürlich sind Militärs beschränkt, Konzerne böse, Wissenschaftler weltfremd und Politiker immer verdächtig. Aber dennoch entgleist Long eigentlich nur ein einziger Charakter wirklich: Ali, die aufsässige Nonne – ein Zugeständnis an die politisch korrekte Feministinnen-Front oder die im Hinblick auf einem mögliche Verfilmung unbedingt notwendige ‚starke‘ Frauenrolle? Ansonsten glaubt man Long aufs Wort, wenn er den dämonischen Hadal die nur scheinbar ‚normalen‘ Menschen gegenüberstellt, die rücksichtslos in das profitable Innere der Erde vordringen und sich bald von ihren Gegnern kaum mehr unterscheiden lassen.

Vom einem grundsätzlichen Problem unheimlicher Geschichten (und Filme) musste Long ebenfalls kapitulieren: Seine Hadal sind nur solange wirklich geheimnisvoll und furchterregend, wie sich ihr Schöpfer auf Andeutungen beschränkt. Sobald sie persönlich auftreten, kommen sie rasch zum „Monster der Woche“ diverser TV-Serien herunter. Doch an diesem Punkt sind schon weitaus größere literarische Geister als Jeff Long gescheitert!

„Im Abgrund“ ist trotz dieser kleinen Einschränkungen ein rundum gelungenes Stück Unterhaltungsliteratur, das einem möglichst breiten Publikum als Lesetipp ans Herz gelegt werden kann. Deshalb ist es doppelt schade, dass „Deeper“, die 2007 veröffentlichte Fortsetzung von „Im Abgrund“, hierzulande bisher nicht erschienen ist.

Autor

Jeffrey B. Long wurde am 24. November 1951 in Bay City, US-Staat Texas, geboren. Dank eines ausgeprägten publizistischen Talents wurde er schon vor in den 1970er Jahren bekannt – als Reisender und Bergsteiger, der Tibet und den Himalaja erforschte und einige der höchsten Gipfel erklomm. 1976 verbrachte Long drei Monate in einem nepalesischen Gefängnis. Man bezichtigte ihn des Schmuggels – und weckte dadurch sein Interesse am der unterdrückten und verfolgten politischen Opposition des Landes, mit dem er sich seitdem oft und ausführlich als kritischer Journalist beschäftigt hat.

In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre begann Long Romane zu schreiben. „Angels of Light“ (1987) und „The Ascent“ (1992, dt. „Tödliches Eis“) spielten im vertrauten Bergsteiger-Milieu. „The Descent“ (1999, dt. „Im Abgrund“) entstand nach einem ausgedehnten Aufenthalt in Bosnien, wo Long 1996 im Auftrag der „Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa“ (OSZE) die ersten demokratischen Wahlen beobachtete.

1986 entstand nach Longs „True-Crime”-Biographie „Outlaw” der TV-Spielfilm „Manhunt for Claude Dallas”. Für Furore sorgte in den USA der Tatsachen-Roman „Duel of Eagles: The Mexican and U.S. Fight for the Alamo“, der viele, oft rassistisch gefärbte Fakten und Schuldzuweisungen korrigierte.

Taschenbuch: 544 Seiten
Originaltitel: The Descent (New York : Crown Publishers/Random House 1999)
Übersetzung: Gerald Jung
http://www.randomhouse.de/blanvalet

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)

Robin Hobb – Der Ring der Händler (Die Zauberschiffe 1)

Schon einmal im Hafen mit der Galionsfigur eines Handelsschiffes gesprochen? Schlimmer noch, hat sie sich bewegt und geantwortet? Wird es Zeit, geistigen Getränken völlig zu entsagen?

Keine Panik, alles ganz normal. Zumindest in Bingtown.

Solche Dinge, die man gewöhnlicherweise als unter Alkoholeinfluss enstandenes Seemannsgarn abtun würde, sind dort Realität: Die aus Hexenholz gebauten Lebensschiffe der alteingesessenen Händlersippen sind im wahrsten Sinne des Wortes lebendig. Sie haben ihren eigenen Charakter, können sprechen und sich bewegen – sobald sie erwacht sind. Mindestens drei Angehörige einer Familie müssen auf den Planken eines Hexenholz-Schiffes versterben, um es mit Leben zu erfüllen. Hexenholzschiffe sind schneller, widerstandsfähiger und in nahezu jeder Beziehung gewöhnlichen Schiffen überlegen – welches normale Schiff könnte selbständig einer Sandbank ausweichen, wenn der Steuermann unachtsam ist?

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Simon Scarrow – Im Zeichen des Adlers

Das geschieht:

Für Gaius Julius Cäsar endete der Britannien-Feldzug des Jahres 54 v. Chr. mit einer doppelten Niederlage. Der spätere Herrscher des Römischen Imperiums wurde von den Inselbewohnern vertrieben. Im Tumult blieb eine riesige Truhe mit geraubten Schätzen zurück; sie konnte im letzten Augenblick versteckt werden.

Knapp einhundert Jahre später plant Imperator Claudius eine neue Invasion Britanniens. Außerpolitischer Erfolg tut Not, denn der Herrscher ist unbeliebt. Truppen werden in Gang gesetzt. Darunter befindet sich auch die in der germanischen Provinz stationierte Zweite Legion, genannt „Augusta“: fünfeinhalbtausend Männer, die zu den besten Soldaten des Reiches gehören. Simon Scarrow – Im Zeichen des Adlers weiterlesen