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Katzenbach, John – Das Rätsel (Lesung)

Im 51. Bundesstaat: Wild West oder Faschismus?

Eine junge Frau wird grausam ermordet – in einem von der State Security streng überwachten Territorium, das seinen wohlhabenden Bewohnern absolute Sicherheit verspricht. Jeffrey Clayton, Psychologieprofessor und Profiler, soll bei der Aufklärung des geheim gehaltenen Mordes mithelfen. Die Suche nach dem Täter führt Clayton zurück in seine eigene, dunkle Familiengeschichte, zurück zu dem Mord in seiner Nachbarschaft, der sich vor 25 Jahren ereignete. Damals zählte sein Vater zu den Verdächtigen – bis dieser kurz darauf auf mysteriöse Weise ums Leben kam … (Verlagsinfo)

Der Autor

Katzenbach ist der Sohn einer Psychoanalytikerin und des früheren US-Justizministers Nicholas deB. Katzenbach. Er war ursprünglich Gerichtsreporter für den „Miami Herald“ und die „Miami News“ und hat mittlerweile elf Spannungsromane veröffentlicht. Katzenbach ist mit der Journalistik-Professorin und Pulitzer-Preisträgerin Madeleine Blais verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Die Familie lebt im westlichen Massachusetts, USA.

Mehr von John Katzenbach auf |Buchwurm.info|:

[„Das Rätsel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4627
[„Der Fotograf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4360
[„Das Opfer“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3414
[„Der Patient“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2994
[„Die Anstalt“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2688

Der Sprecher

Simon Jäger, geboren 1972 in Berlin. Seit 1982 arbeitet er als Synchronsprecher bei Film und TV. Er lieh u. a. Josh Hartnett, James Duvall, Balthazar Getty und River Phoenix seine Stimme, aber auch „Grisu dem kleinen Drache“, und war auch in TV-Serien wie „Waltons“, „Emergency Room“ zu hören. Seit 1998 arbeitet er zudem als Autor und Dialogregisseur. (Homepage-Info)

Regie führte Tanja Geke.

Handlung

Susan Clayton entwirft die Rätsel für die lokale Zeitung und bedient sich dabei des Pseudonyms „Mata Hari“, nach der berühmten Spionin. Sie besitzt standesgemäß eine halbautomatische Pistole und ein vollautomatisches Sturmgewehr, das sie in dem Haus, in dem sie mit ihrer Mutter Diana lebt, versteckt hat. Die Zeiten sind hart und rau, denn gewalttätige Jugendbanden beherrschen die Straße. Sogar vor ihrem Bürogebäude bekommt sie bewaffneten Geleitschutz, wenn sie zu ihrem geparkten Auto will.

Heute bekommt Susan einen anonymen Brief, den ersten von dreien: „Die erste Person besitzt das, was die zweite Person versteckt hat.“ Einfaches Rätsel! Lösung: „Ich habe dich gefunden.“ Susan läuft ein Schauder über den Rücken. Denn vor rund 25 Jahren hat ihre Mutter Diana Susan und ihren Bruder Jeffrey geschnappt und ihren gewalttätigen Mann Joseph Mitchell verlassen. Diana nahm als Tarnung den Namen ihrer Großmutter mütterlicherseits an: Clayton. Sie versteckte sich im südlichsten Florida, wo Joseph sie nie vermutet hätte. Wie konnte er sie jetzt nur aufspüren? Susan versucht Jeffrey zu erreichen, doch er scheint verreist zu sein …

Jeffrey Clayton, Professor der Psychologie, bekommt Besuch von einem Agenten der Staatssicherheit. Der Mann nennt sich Robert Martin. Jeff ist keineswegs entzückt, diesen Besucher in seiner Vorlesung über psychopathische Serienmörder zu finden, noch dazu bewaffnet. Der stille Alarm des Metalldetektors an der Tür seines Hörsaals hat Jeff gewarnt und nun zielt Jeff nach der Vorlesung auf ihn. Der Typ bleibt jedoch eiskalt. Er sagt, er gehöre der Regierung des geplanten 51. Bundesstaates an, einem Hochsicherheitsgebiet, das den ganzen Mittleren Westen durchzieht und in dem nur Privilegierte leben dürfen. Und er will Jeffs Mitarbeit an der Aufklärung dreier Mordfälle, die unangenehmerweise in einem Gebiet stattfanden, wo Waffen für Normalbürger streng verboten sind.

Jeff, der zunächst ablehnt, muss einsehen, dass er keine Wahl hat. Denn Martin macht ihm klar: Wenn er ablehnt und die Abstimmung im Kongress über die Einrichtung des 51. Bundesstaates wegen der Publikation der Morde scheitert, dann wird er Jeff die Hölle heiß machen. Und so wie Jeff den Typ Serienmörder kennt, um den es geht, hat der Killer gerade erst angefangen. Die religiöse Motivation ist unverkennbar, denn die jungen Mädchen liegen mit ausgebreiteten Armen da und ihnen wurden Haare als Trophäen abgeschnitten. Nach der postmortalen Vergewaltigung. Und eine davon war eine Studentin Jeffreys. Obendrein: Der Hauptverdächtige ist sein Vater. Bei diesem Argument kapituliert Jeffrey.

Jeff richtet sich in der Hauptstadt New Washington ein. Aber der Auftrag hat auch eine politische Dimension, und deshalb wird er in dem Gespräch mit dem Chef der Staatssicherheit und dessen Stellvertreter zusätzlich noch von einem Regierungsbeamten auf Verschwiegenheit vergattert. Jeff benennt die namenlosen Herrschaften nach drei berühmten Massenmördern. Das tangiert sie nicht; Hauptsache, er macht seinen Job.

Doch schon bald merkt er, dass jemand in sein maximal gesichertes Büro eingedrungen ist. Es kann nur jemand vom autorisierten Personal sein. Sein Vater, den er als Ersten verdächtigt, hat also einen Komplizen, wahrscheinlich eine Ehefrau, die er als Tarnung benutzt und die entsprechende Zugangsberechtigungen besitzt. Jeff ist also nirgendwo sicher.

Als er Susan endlich am Telefon erreicht, erfährt er, dass sein Vater seine krebskranke Mutter und seine Schwester bedroht hat. Daher lässt er sie umgehend zu sich kommen. Zusammen ziehen sie in ein Haus der Staatsregierung. Doch er hat nicht damit gerechnet, dass seine Familie der ideale Lockvogel für den Mörder in New Washington darstellt. Er erkennt ein wenig spät, dass es Agent Robert Martin von Anfang an darauf angelegt hat, den Mörder in dieser Falle zu fangen. Mit den Claytons als Köder.

Mein Eindruck

Wie man sicher schon gemerkt hat, gibt es den hier vorgestellten 51. Bundesstaat mit seiner Hochsicherheitspolitik (noch) nicht. Denn es handelt sich nicht um einen Zukunftsroman im klassischen Sinne, sondern um eine Spekulation, wie sie jedem frei erfindenden Schriftsteller erlaubt ist. Erzählen bedeutet schließlich stets auch Erfinden, Erdichten.

Diese spekulative Wirklichkeit erscheint zunächst denkbar erschreckend, wenn sie auch in dieser Hinsicht wesentlich hinter anderen Schreckensvisionen der sogenannten Science-Fiction zurückbleibt. Wie Susans Beispiel zeigt, kann man auch in den von Jugendbanden beherrschten Straßen leben, wenn auch nur schwer bewaffnet. Diesen Zustand haben gewisse Viertel von US-amerikanischen und lateinamerikanischen Metropolen schon längst erreicht, so dass es für den Autor anno 1998 kein großer Gedankensprung war, sich diese Zukunft vorzustellen.

Doch wie sieht es nun im Paradies aus, das totalen Schutz bietet? Um totale Freiheit von Gewalt zu erlangen, müssen die Bürger, die sich hier niederlassen wollen, etlicher ihrer Freiheiten entsagen. Es ist ein wenig wie in China unter der Kulturrevolution oder in einem faschistischen oder stalinistischen System. Jeder wird maximal registriert und reglementiert. Fehlt nur noch die Heirats- und Kindergenehmigung, aber darüber lässt sich der Autor leider nicht aus. Jeffrey, der liberale Ami, nennt den Staatssicherheitsdienst, dem Bob Martin angehört, jedenfalls „SS“, und damit liegt er nicht weit von der Wahrheit entfernt (die echte SS verstand sich als Eliteorden, und davon kann bei Martin keine Rede sein).

Und dennoch kommen mir all die Sicherheitseinrichtungen, die sich der Autor hier ausmalt, wie Pippifax vor im Vergleich zu dem, was heute, nach dem 11. September, der Fall ist. Eine Vision à la Orwells [„1984“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=1373 lag aber auch gar nicht in der Absicht der Autors, denn schließlich will er mit einer Thrillerhandlung unterhalten. Nach Vorstellung des Polizeistaates wendet er sich der Familie Clayton alias Mitchell zu. Im letzten Drittel gerät das Buch deshalb schier zu einem Familiendrama.

Auftritt Joseph Mitchell, Jeffs Vater. Er ist ein psychopathischer Killer, so viel ist auch Jeff klargeworden. Doch interessanterweise betrachtet sich Mitchell keineswegs als durchgeknallt, sondern vielmehr als Freiheitskämpfer, quasi als Ein-Familien-Guerilla, zusammen mit Frau und Sohn. Und er bekämpft den Polizeistaat auf dessen Territorium da, wo es meisten wehtut: in puncto Sicherheit. Die Abstimmung im Kongress, bei welcher der 51. Staat gegründet werden soll, droht wirklich auf der Kippe zu stehen, wenn die Morde Mitchells publik werden.

Es sind nicht irgendwelche Opfer, die er sich aussucht, sondern junge Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren, Marke „All American Girl“ und Cheerleader, sozusagen der ganze Stolz und die Hoffnung ihrer behütenden Eltern. Wenn es der Polizeistaat nicht einmal schafft, diese künftigen Mütter stolzer Söhne des Vaterlandes zu beschützen, wer dann? Moralisch gesehen ist der Polizeistaat im Recht, sich zu wehren, aber in der fiktiven Wirklichkeit tritt Robert Martin als dessen Vertreter um keinen Deut moralischer auf als der Killer selbst. Das ist die eigentliche Kritik des Autor am Polizeistaat.

Der Showdown ist dann thematisch gesehen nur noch eine notwendige Fußnote. Aber man möchte sie in einem Thriller auf keinen Fall missen. Wie sich zeigt, ist das Warten auf dieses packende Finale die Mühe wert. Es geht nicht nur um das Töten Mitchells, sondern auch um die Rettung seines jüngsten Opfers aus seinem Folterkeller. Und wie sich herausstellt, fällt dabei Diana, Mitchells todkranker Exfrau, eine besondere Aufgabe zu: die der Nemesis, deren moralische Berechtigung keiner infrage stellen kann.

Der Sprecher

Simon Jäger, die deutsche Stimme von Heath Ledger und Josh Hartnett, ist ein sehr fähiger Sprecher für diesen gruseligen Text. Er lässt sich jede Menge Zeit, spricht deutlich und kitzelt die unterschwelligen Bedeutungen des Textes hervor. So entsteht ein deutliches Bild der Vorgänge.

Indem er die Figuren mit einer individuellen Ausdrecksweise und Stimmhöhe ausstattet, macht er sie leicht erkennbar. Doch erst in emotionalen Situationen erwachen sie zum Leben, wenn der Sprecher sie rufen, klagen und brüllen lässt. Simon Jägers Vortragsweise ist zwar nicht so emotional wie die von Johannes Steck, doch viel fehlt nicht mehr.

Und ab und zu macht er sich auch mal einen Spaß und lässt einen Professor nuscheln oder jemand anderen lispeln. Zum Kichern fand ich die doofe Sekretärin im Polizeiministerium, die Jeff so bereitwillig Auskunft erteilt. Andere mögen dies klischeehaft nennen, doch dieser ganze Roman strotzt nur so vor Klischees, wozu also noch ein weiteres beklagen?

Unterm Strich

Als der Autor seinen Thriller im Jahr 1998 veröffentlichte, mag er gedacht haben, seine Schreckensvision eines Polizeistaates auf US-amerikanischem Boden sei abschreckend. Seit dem 11. September 2001 ist sein Szenario jedoch von den Ereignissen rasch überholt worden. Tatsächlich sind die gesamten USA heute ein 51. Bundestaat und nicht nur die Behörden bis an die Zähne bewaffnet. Insbesondere Muslime dürfen sich heute glücklich schätzen, überhaupt im Land bleiben zu dürfen – oder hineingelassen zu werden. Der Patriot Act sorgte für die maximale Bespitzelung und die Wahl Barack Obamas für die maximale Individualbewaffnung.

Katzenbach wollte mit seinem Thrillerszenario wahrscheinlich abschrecken. Denn unsere Sympathien gelten sofort Jeffrey Clayton, der ja den Polizeistaat und die Staatssicherheitspolizei Robert Martins als faschistisch ablehnt. Und tatsächlich legt Martin genauso wenig Skrupel an den Tag, Bürger wie die Claytons als Köder zu benutzen, wie bei der Jagd auf den eigentlichen Killer. Die Obrigkeit und ihre Vertreter legen also keine höhere Moral als Verbrecher an den Tag. Das reicht, um die Kritik vernichtend werden zu lassen. Doch angesichts heutiger Bedrohungen hat der Patriot dieses Szenario als veraltet erscheinen lassen: Die Behörden in den USA gehen noch weiter als Robert Martin. Siehe Guantanamo.

Und was die Individualbewaffnung anbelangt, so wird sie in Katzenbachs Thriller in jeder Hinsicht gerechtfertigt, weil nur mit entsprechenden Waffen die Familienmitglieder ihren Showdown erfolgreich ausfechten können. Ob dieser Aspekt so vorbildlich ist, möchte ich jedoch stark bezweifeln. Wer die Wahl zwischen Wild West und Faschismus hat, würde wohl am liebsten auswandern.

Das Hörbuch

Simon Jägers Vortrag ist lebhaft und emotional, er kann die Figuren in den emotionalen Szenen wirklich zum Leben erwecken. Dass es weder Geräusche noch Musik gibt, finde ich weniger schön, aber wahrscheinlich würden sie bloß stören.

Audio: 399 Minuten
Originaltitel: State of Mind
Aus dem Englischen von Anke Kreutzer
ISBN-13: 9783866104518

www.argon-verlag.de

Katzenbach, John – Rache, Die (Lesung)

_Der Banker als Bankräuber: Lebenslüge adieu!_

Megan und Duncan Richards haben Karriere gemacht und sich in ihrem bürgerlichen Wohlstand bequem eingerichtet – aber das war nicht immer so: Als naive Weltverbesserer hatten sie sich in ihrer Studentenzeit einer radikalen Gruppe angeschlossen und bei dem Überfall auf einen Geldtransporter mitgemacht. Doch nur Olivia Barrow, die Rädelsführerin, war dafür ins Gefängnis gewandert. Nun wird sie aus der haft entlassen und hat sich geschworen, an den Verrätern von damals blutige Rache zu nehmen … (abgewandelte Verlagsinfo)

_Handlung_

Megan und Duncan Richards haben sich 1986 fein eingerichtet in ihrem bürgerlichen Leben an der Ostküste der USA. Er ist Bankmanager, Sie Immobilienmaklerin. Und eigentlich wollten sie ihren gemeinsamen Abend dieses erfolgreichen Tages – sie ist wieder ein Haus losgeworden – zusammen mit ihren Kindern verbringen. Doch es gibt eine kleine Störung. Opa Tom Pearson sollte Tommy von der Schule abholen und ihn schnurstracks zu Megan nach Hause bringen – aber er ist bereits eine Stunde überfällig. Duncan beruhigt sie erst am Telefon, doch dann bekommt er selbst einen unangenehmen Anruf – von einer Stimme aus der Vergangenheit. Tommy und Opa seien als Geiseln entführt worden …

|Rückblende aufs Jahr 1968|

Megan und Duncan sind noch nicht miteinander verheiratet, aber schon zusammen, als sie beide bei einer Art Stadtguerilla und politischen Rebellengruppe an der Westküste mitmachen. Die Anführerin Olivia Barrow schwört die kleine Gruppe aus Männern und Frauen, Weißen und Schwarzen auf den Kampf gegen das Establishment ein, angeblich im Namen der Gerechtigkeit.

Doch wie gerecht kann ein Banküberfall schon sein, fragt sich zweifelnd Megan, die wirklich die Hosen voll hat. Und dass ihr wegen ihrer neu entdeckten Schwangerschaft morgens stets übel wird, trägt auch nicht gerade zu ihrem Kampfeseifer bei. Kurz bevor die Gruppe zum Überfall ausrückt, offenbart sie Duncan ihren Zustand. Er ist zum Glück höchst erfreut über die Aussicht, Vater zu werden. Doch nun kommen auch ihm Bedenken: Was, wenn dieses Unternehmen schiefläuft? Was wird dann aus Megan und dem Baby?

Der Überfall auf die Bank, den Olivia angeblich fein säuberlich ausgetüftelt haben will, gerät zum Fiasko. Nicht nur, dass der eine Wachmann des Dow-Chemical-Geldtransportes sofort Lunte riecht, bringt den Ablauf durcheinander, nein, auch einer der Wachleute innerhalb der Bank feuert aus allen Rohren. Olivias Geliebte bricht im Kugelhagel zusammen, was Olivia aus dem Konzept bringt. Es gibt weitere Tote in und vor der Bank. Duncan soll den Fahrer beim Rückzug spielen, doch als er merkt, dass die Sache schiefläuft und bereits die Sirenen der Polizeiautos nahen, gibt er die Sache auf und überlässt Olivia sich selbst. Kurz darauf nimmt er Megan mit, gemeinsam und unerkannt machen sie sich aus dem Staub. Bis heute dieser Anruf gekommen ist …

|Gegenwart (1986)|

Richter Tom Pearson und sein Enkel Tommy sitzen im Auto ihrer Entführer. Es sind drei: Olivia Barrow, die freigelassene Exterroristin, ihr Liebhaber Bill Lewis sowie Ramón, ein Helfer. Olivia ist interessanterweise die Anführerin. Sie lässt die beiden Geiseln in eine Dachkammer sperren, ie sich in einem alten Haus am Waldrand befindet. Dann setzt sie mit ihren zwei Helfern ihren Plan in die Tat um.

Duncan Richards sieht sich konsterniert Olivias Forderung gegenüber, die sie persönlich in seinem Büro überbringt: Er soll seine eigene Bank ausrauben! Erst dann bekommt er die beiden Geiseln lebend wieder zu sehen. Duncan bleibt nichts anderes übrig, als auf Olivias Forderung einzugehen. Er fühlt sich ihr gegenüber auch ein wenig schuldig. Zu Megan erwähnt er von dieser Aufgabe kein Sterbenswörtchen.

Doch die Kidnapper lassen die Familie Richards keineswegs in Ruhe, sondern üben eine Art Psychoterror aus. Als auch noch Ramón ins Haus einbricht, bringt dies für Megan das Fass zum Überlaufen. Sie ergreift Maßnahmen, um das Versteck der Entführer ausfindig zu machen. Nach einer Weile wird sie fündig und spioniert die Hütte am Waldrand aus. Olivia hat sich Opas Auto als letzten Fluchtweg beiseite gestellt. Sie hat offenbar ihre eigenen Pläne – ohne die beiden Kerle.

Während Duncan seine eigene Bank ausraubt, haben die beiden entführten Tommys in der Dachkammer Todesängste auszustehen. Während sich Richter Pearson bereits an die Arbeit macht, um sich durch die morschen Wandbretter zu graben, erholt sich sein Enkel von einer Panikattacke. Allerdings macht Olivia weiterhin Terror. Nicht mehr lange, wenn es nach Richter Pearson geht.

Als Duncan das geraubte Geld übergeben will, zickt Olivia so lange herum, bis er gründlich gedemütigt ist. Doch dies ist nicht das Ende seiner Qualen: Sie kündigt an, ihn fortan jedes Jahr heimsuchen zu wollen, wie ein Vampir, der ihn aussaugt, bis von seinem Familienglück nichts mehr übriggeblieben ist. Da platzt auch beim ängstlichen Duncan die Hutschnur.

Zusammen mit Megan und den beiden Zwillingen Karen und Lauren staffieren sie sich für ein Überfallkommando aus, um im Morgengrauen die Geiseln zu befreien.

_Mein Eindruck_

Wie schon in „Das Rätsel“ endet die Geschichte mit einem bleigeladenen, explosiven Showdown. Und mir drängt sich der Verdacht auf, der Autor habe seine frühen Romane, wie „Die Rache“, nur deshalb geschrieben, um einen actiongeladenen Showdown inszenieren zu können. Eine Art Western der Gegenwart sozusagen.

Zum Western gibt es allerdings einen gravierenden Unterschied, nämlich die Gegenüberstellung zweier Zeitebenen: hier 1986, dort 1968. Die Figuren erzählen es immer wieder: 1968 herrschte in den USA der Ausnahmezustand. Mit Robert Kennedy und Martin Luther King waren zwei Führer der Landes ermordet worden. 1963 wurde John F. Kennedy getötet und 1966 Malcolm X. Kein Wunder also, dass sich auf der einen Seite Paranoia entwickelte und sich eine Gegenkultur bildete, die das kriegsführende „System“ nicht bloß unterminieren, sondern auch erschüttern und schließlich beseitigen wollte.

An der Westküste trieben die „Weathermen“ ihr terroristisches Unwesen, und so erscheinen Olivia Barrows Kämpfer durchaus plausibel. Sie wollen eine Bank ausrauben, um geld für Waffen zu beschaffen – und um Dow Chemical zu schädigen. Sie hätten sich, wie die RAF in Deutschland, kein schlechteres Ziel aussuchen können.

Das Jahr 1986 liegt mitten in der Amtszeit Ronald Reagan, als der Kapitalismus fröhlich gedieh und „der militärisch-industrielle Komplex“ (Eisenhower) blendende Geschäfte machte. Die Wirtschaft blühte, und die Bank verdienten fleißig am verliehenen Geld. Erst 1987 kam dann der erste Warnschuss in Form eines Börsencrash. 1986 ist also noch alles in bester Ordnung. Bis sich für die Richards die Nemesis wieder erhebt und zuschlägt.

Das Witzigste an Olivia Barrows Plan ist wohl, dass sie den Banker Duncan zwingt, zum Bankräuber zu werden. Dadurch wird Duncan wieder zu dem gemacht, was er schon 1968 sein sollte. Doch diesmal macht er alles viel besser, nach seinem eigenen System. Und dieses System sieht vor, alles nach dem Einbruch eines Dritten aussehen zu lassen. Seine Raffinesse und Umsicht ist dabei sehr zu bewundern. Erstaunlich, welche kriminelle Energie immer noch im alten, gemütlichen Duncan steckt, würde Olivia jetzt lästern. Mittlerweile wissen wir ja nach 2008, dass auch viele andere Banker kriminelle Energie entwickelten. Diese war allerdings systemimmanent aktiv, siehe Bob Madoff. Gesprengte Tresortüren würden dabei in die Kategorie „Grober Unfug“ fallen.

Der Showdown ist eine Umkehrung des Überfalls von 1968: Der Schatz besteht in den beiden Entführten, und die Richards-Familie setzt alles daran, sich diesen Schatz zu holen. Selbst Megan muss eine Knarre nehmen, ebenso die beiden 18-jährigen (und somit wohl volljährigen) Zwillinge. Als sich die beiden Mädels ihrem Erzfeind Olivia Barrow gegenübersehen, schlägt die Phantasie des Autors allerdings über die Stränge: Sie sollen sich an ihre Zeit im Mutterleib erinnern und so den Erzfeind erkennen, auf dass sie keinerlei Gnade üben. Das ist natürlich blanker Blödsinn.

_Der Sprecher_

Simon Jäger, die deutsche Stimme von Heath Ledger und Josh Hartnett, ist ein sehr fähiger Sprecher für diesen gruseligen Text. Er lässt sich jede Menge Zeit, spricht deutlich und kitzelt die unterschwelligen Bedeutungen des Textes hervor. So entsteht ein deutliches Bild der Vorgänge.

Indem er die Figuren mit einer individuellen Ausdrucksweise und Stimmhöhe ausstattet, macht er sie leicht erkennbar. Doch erst in emotionalen Situationen erwachen sie zum Leben, wenn der Sprecher sie rufen, klagen und brüllen lässt. Simon Jägers Vortragsweise ist zwar nicht so emotional wie die von Johannes Steck, doch viel fehlt nicht mehr.

Simon Jägers Vortrag ist lebhaft und emotional, er kann die Figuren in den emotionalen Szenen wirklich zum Leben erwecken. Dass es weder Geräusche noch Musik gibt, finde ich weniger schön, aber wahrscheinlich würden sie bloß stören, so wie im Simon-Beckett-Hörbuch „Leichenblässe“.

Simon Jäger, geboren 1972 in Berlin. Seit 1982 arbeitet er als Synchronsprecher bei Film und TV. Er lieh u.a. Josh Hartnett, James Duvall, Balthazar Getty, River Phoenix seine Stimme, aber auch „Grisu dem kleinen Drache“, und war auch in TV-Serien wie „Waltons“, „Emergency Room“ zu hören. Seit 1998 arbeitet er zudem als Autor und Dialogregisseur.(Homepage-Info) Jäger liest eine von Dicky Hank gekürzte Fassung.

_Der Autor_

John Katzenbach war ursprünglich Gerichtsreporter für den „Miami Herald“ und die „Miami News“. Er hat bisher zehn Spannungsromane veröffentlicht. Er lebt mit seiner Familie im westlichen Massachusetts, USA.

_Unterm Strich_

Die Familie Richards begegnet ihrer Nemesis und konfrontiert sie mit ihrer Lebenslüge – das ist eigentlich eine gute Ausgangslage, um ein paar ätzende Kommentare auf die Reagan-Ära loszuwerden. Pustekuchen! Familie Richards wird mit der Spät-Terroristin durchaus allein fertig, indem sie ihr Waffenarsenal auspackt und selbst gegen die Gefahr aus dem Innern der Gesellschaft vorgeht.

Und die beiden Tommys in der Dachkammer, die zwei andere Generationen verkörpern, berappeln sich auf ähnliche Weise: Opa hat immer noch ein paar knackige Weisheiten an den Enkel zu vermitteln, bis dieser endlich Mut genug aufbringt, die Flucht zu wagen. Wahrscheinlich wird Klein-Tommy später mal ein Marine werden und den Kameltreibern im Irak den Hintern versohlen.

Das einzig Gute an dem Roman sind wahrscheinlich die witzigen Pläne Olivia Barrows, die den Banker wieder zum Bankräuber machen, sowie der explosive Showdown. Ansonsten ereignet sich vor allem Psychoterror, und das kann ganz schnell langweilig werden. Zum Glück hat es nie eine Verfilmung dieses Garns gegeben. Der Produzent hätte sich ja mit einer womöglich politisch interpretierten Aussage weit aus dem Fenster lehnen müssen. Das tut selten gut.

|6 Audio-CDs mit 429 Minuten Spieldauer
Originaltitel: Day of Reckoning
Aus dem Amerikanischen von Anke und Eberhard Kreutzer
Regie: Tanja Fornaro
Aufnahmeleitung im Studio XBerg: Jochen Simmendinger
ISBN-13: 978-3-86610-758-8|
[www.argon-verlag.de]http://www.argon-verlag.de

_John Katzenbach bei |Buchwurm.info|:_
[„Die Anstalt“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2688
[„Der Patient“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=2994
[„Das Opfer“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=3414
[„Der Fotograf“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4360
[„Das Rätsel“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=4627
[„Das Rätsel (Hörbuch)“]http://www.buchwurm.info/book/anzeigen.php?id__book=5843

[NEWS] John Katzenbach – Der Bruder

Wenn du bleibst, wird er dich töten.
Wenn du fliehst, wird er dich finden.
Du hast keine Chance – also nutze sie!

Eine ahnungslose junge Frau, ein schwerreicher Psychopath – ein eiskaltes Spiel um Leben und Tod:
Der Psycho-Thriller »Der Bruder« von Bestseller-Autor John Katzenbach ist ebenso raffiniert konstruiert wie meisterhaft erzählt. (Verlagsinfo)


Broschiert : 624 Seiten
Droemer

[NEWS] John Katzenbach – Der Verfolger (Dr. Frederick Starks 2)

Fünf Jahre lang hatte er geglaubt, er wäre diesem perfiden Killer endgültig entkommen. „Rumpelstilzchen“ hatte sich der Mann genannt, den er bei einer Schießerei auf Leben und Tod schließlich erledigt hatte. Vermeintlich.
Denn wie aus dem Nichts taucht in der Praxis des Psychiaters Dr. Frederick Starks in Miami auf einmal genau dieser Killer auf. Und seine Drohung ist unmissverständlich: Wenn Starks ihm nicht helfe, den Unbekannten aufzuspüren und zu töten, der seit einiger Zeit ihn und seinen Bruder, einen erfolgreichen Anwalt, mit Morddrohungen überziehe, werde er ihn umbringen. Dem Psychiater bleibt keine Wahl. Unversehens findet er sich in ein albtraumhaftes Katz-und-Maus-Spiel verstrickt, in dem alle Beteiligten, auch er selbst, nur die Auslöschung ihres Widersachers im Sinn haben. Nichts ist, wie es scheint, bei dieser mörderischen Verfolgungsjagd, Starks‘ Leben steht auf Messers Schneide … (Verlagsinfo)

Broschiert: 496 Seiten
Originaltitel: Book #2 – The Analyst / Sequel
Droemer

[NEWS] John Katzenbach – Die Grausamen

Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson von ihrer besten Freundin aus nach Hause gelaufen. Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern. Offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Schnell wird klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachforscht, spielt mit seinem Leben… (Verlagsinfo)


Taschenbuch: 576 Seiten
Droemer

[NEWS] John Katzenbach – Der Reporter

Ein Katz-und-Maus-Spiel mit fatalen Folgen
Malcom Anderson ist Polizeireporter in Miami, abgebrüht und erfolgsbesessen. Daher ist die ermordete junge Frau zunächst nur eine weitere gute Story für ihn. Doch das ändert sich, als der Mörder ihn anruft: Ausführlich berichtet er Anderson von seiner Tat. Und er stellt in Aussicht, dass er wieder töten wird. In den folgenden Wochen gibt es weitere Todesfälle, und jedes Mal erhält Anderson einen Anruf. Seine Artikel darüber machen die erhofften Schlagzeilen, doch der psychische Druck, unter dem er steht, wird immer größer. Erst viel zu spät merkt er, dass er zum Opfer seines eigenen Sensationsjournalismus geworden ist – und sich im Visier des Killers befindet. (Verlagsinfo)

6 CDs, 7 Std. Lauzeit
Sprecher: Uve Teschner
argon

[NEWS] John Katzenbach – Die Grausamen

Der erste Ermittler-Krimi von US-Bestsellerautor John Katzenbach: genial geschrieben, abgründig, packend!

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen.
Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe“) ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta … (Verlagsinfo)

Broschiert: 576 Seiten
Originaltitel: By Persons Unknown
Droemer

[NEWS] John Katzenbach – Die Grausamen

Marta, ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen. Ihr Kollege Gabe hängt seit einer Familientragödie an der Flasche. Die beiden »Wracks« sind dem Polizeichef ein Dorn im Auge und werden in die Abteilung für Cold Cases abgeschoben. Beim Blättern in den Akten fällt Gabe der 20 Jahre alte Fall der verschwundenen Tessa auf. Kurz darauf stolpert er über vier Morde an jungen Männern, damals fast zur selben Zeit verübt. Die Taten wurden nie aufgeklärt – obwohl die zwei besten Ermittler des Dezernats damit befasst waren. Marta und Gabe forschen nach, doch je tiefer sie graben, desto größer werden die Widerstände, auf die sie stoßen … (Verlagsinfo)

Gekürzte Lesung auf 6 CDs
Laufzeit: ca. 7 Std.
Sprecher: Uve Teschner
argon

[NEWS] John Katzenbach – Der Reporter

Malcolm Anderson ist Polizeireporter in Miami, abgebrüht, mit allen Wassern gewaschen. Zunächst ist die ermordete junge Frau nur eine weitere gute Story. Doch alles wird anders, als der Mörder ihn anruft: Der Killer mag Andersons Storys, stellt weitere Morde in Aussicht und will ihm exklusiv Auskunft geben. Und er macht seine Ankündigung wahr. In den folgenden Wochen gibt es weitere Opfer, und jedes Mal bekommt Anderson einen Anruf. Er lässt sich auf das Spiel ein, macht durch seine Reportagen Schlagzeilen, erlangt Ruhm – und bemerkt nicht, dass er genau deshalb das nächste Opfer des Killers werden könnte … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 432 Seiten
Originaltitel: In the Heat of the Summer
Knaur

[NEWS] John Katzenbach – Der Reporter

Malcolm Anderson ist Polizeireporter in Miami, abgebrüht, mit allen Wassern gewaschen. Zunächst ist die ermordete junge Frau nur eine weitere gute Story. Doch alles wird anders, als der Mörder ihn anruft: Der Killer mag Andersons Storys, stellt weitere Morde in Aussicht und will ihm exklusiv Auskunft geben. Und er macht seine Ankündigung wahr. In den folgenden Wochen gibt es weitere Opfer, und jedes Mal bekommt Anderson einen Anruf. Er lässt sich auf das Spiel ein, macht durch seine Reportagen Schlagzeilen, erlangt Ruhm – und bemerkt nicht, dass er genau deshalb das nächste Opfer des Killers werden könnte … (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 432 Seiten
Originaltitel: In the Heat of the Summer
Knaur

[NEWS] JOHN KATZENBACH – Der Psychiater

Timothy Warner, Spitzname »Moth«, studiert Geschichte an der University of Miami – und er hat ein massives Drogenproblem. Jetzt ist er seit hundert Tagen »clean«, doch das hat er nur mit Hilfe seines Onkels Ed geschafft, eines prominenten Psychiaters und so etwas wie Moths Rettungsanker. Als Ed tot in seiner Praxis aufgefunden wird, stürzt Moth ins Bodenlose. Niemals war dies Selbstmord, auch wenn die Polizei noch so sehr davon überzeugt ist. Moths neue Aufgabe im Leben wird es, den Mörder zu stellen. Seine Nachforschungen führen ihn zu dem pensionierten Psychiatrieprofessor Jeremy Hogan, der seit einiger Zeit anonyme Drohanrufe bekommt. Ein unbekannter »Student Nr. 5« kündigt an, ihn umbringen zu wollen. Jedes Mal eröffnet er seinen Anruf mit der Frage: »Wessen Schuld ist es?« Es scheint, als wolle er Rache nehmen für ein Unrecht, das ihm vor Jahren während seines Studiums angetan wurde …
(Verlagsinfo)

Gebundene Ausgabe, 576 Seiten
Droemer

[NEWS] JOHN KATZENBACH – Der Wolf

Der Psychothriller„Der Wolf“ von John Katzenbach erscheint bei Knaur als Taschenbuch.

Er ist ein Mörder und erfolgloser Schriftsteller – und will mit einem spektakulären Verbrechen unsterblich werden. Seine Inspiration: das Märchen vom Rotkäppchen. Seine Opfer: drei rothaarige Frauen. In einem anonymen Brief kündigt ihnen der »böse Wolf« an, dass er sie jagen und zur Strecke bringen wird. Die Opfer wissen nichts voneinander. Und sie haben keine Ahnung, wann und wie der Täter Jagd auf sie machen wird. Zermürbt von ihrer Angst versuchen sie, ihr Leben zu retten …
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 512 Seiten

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.

[NEWS] JOHN KATZENBACH – Der Sumpf

Neues von John Katzenbach bei Knaur: „Der Sumpf“.

Matt Cowart, Reporter aus Miami, bekommt Post aus der Todeszelle. Der Fall des College-Studenten Robert Earl Ferguson scheint besonders schreiendes Unrecht zu sein. Der junge Schwarze wurde für den Mord an einem elfjährigen weißen Mädchen verurteilt, doch offenbar ist er Rassismus und Korruption innerhalb der Polizei zum Opfer gefallen. Seine Nachforschungen überzeugen Matt von Roberts Unschuld. Seine flammenden Artikel über den Fall Ferguson bringen Matt schließlich sogar den Pulitzer-Preis ein, über Nacht ist er eine Berühmtheit, wird als Bürgerrechtler gefeiert – und bemerkt zu spät, dass er in einem gefährlichen Sumpf aus Hass und Niedertracht zu versinken droht …
(Verlagsinfo)

Taschenbuch, 720 Seiten
Originaltitel: Just Cause

Der Verlag bietet unter dieser Adresse eine Leseprobe an.