David, Peter A. / Rio, A. / Weeks, L. / Phillips, S. – World War Hulk: Prolog

_Story_

Die Nachwehen des [Civil War]http://www.paninicomics.de/?s=CivilWar sind auch an Bruce Banner nicht spurlos vorübergezogen. Der |Hulk|, der seit jeher als ziviler Risikofaktor betrachtet wird, wurde nach einem Gefecht mit Iron Man Tony Stark ins Weltall verbannt, wo er ohne Hoffnung auf Wiederkehr Zuflucht auf dem Planeten Sakaar findet. Obschon er dort respektiert wird, seine Frau findet und als Freiheitskämpfer großen Ruhm genießt, wird das grüne Monster jedoch nicht wirklich glücklich. Und als er schließlich seinen Nachwuchs opfern muss, wird ihm wieder bewusst, wem er seine missliche Lage zu verdanken und wem sein Racheplan zu gelten hat.

Unterdessen ist Jennifer Walters zutiefst bestürzt über die neuen Maßnahmen von Tony Stark und kündigt ihren Posten als She-Hulk bei Shield. Als ein alter Kollege sie kurze Zeit später aufsucht, um sie vom Gegenteil zu überzeugen, beharrt sie auf ihrer Moral – wohl wissend, dass die Rache durch ihren Blutsverwandten kurz bevorsteht …

_Persönlicher Eindruck_

Das erste Quartal ist bereits verstrichen, und immer noch zehrt das |Marvel|-Universum von den Nachwirkungen des letzten gigantischen Crossovers, der in seinen letzten Zügen allerdings auch noch mal mächtig ausgeschlachtet wurde. Erst nach einer kurzen Ruhephase kündigt sich daher das nächste heiß ersehnte Mammutprojekt an, welches inhaltlich aber immer noch in unmittelbarem Zusammenhang mit dem |Civil War| steht.

Nach einer halben Ewigkeit wird dabei auch dem lange vernachlässigten Hulk wieder eine Hauptrolle gegönnt, wenngleich dieser als einer der trivialsten und gleichsam ambivalentesten Charaktere der |Marvel|-Serie sicherlich auch jemand ist, dem man nicht jede Rolle leichtfertig auf den Leib schneidern kann. Die vielen Ungereimtheiten des neuen Regierungsbeschlusses, die schließlich zur Verbannung in „Planet Hulk“ führten, bieten aber nun einen geradezu perfekten Anlass für ein weiteres, epochales Gipfeltreffen, bei dem wieder die wichtigsten |Marvel|-Köpfe zugegen sein werden – Spannung auf absolut hohem Niveau ist also offenkundig wieder Programm!

Bevor es jedoch richtig losgehen kann, eröffnet Peter A. David die Handlung zunächst mit dem mittlerweile standesgemäßen Prolog, in dem die vorangegangenen Ereignisse noch einmal zusammenfassend aufgerollt werden, in welchem aber auch schon einmal ein kurzer Einblick in die Motive der beiden elementaren Figuren Jennifer Walters und Bruce Banner gewährt wird. Somit versteht sich der Prolog in erster Linie als Überleitung, wobei der Autor noch Zeit genug findet, um auf die beiden Hauptdarsteller einzugehen, die er hier in einem wechselseitigen Dialog ohne direkten Kontakt miteinander verbindet und in relativ kurzer Zeit auch zu optimalen Sympathieträgern aufsteigen lässt.

Faszinierend ist hierbei vor allem, dass die Spannung aus den |Civil War|-Geschehnissen auf direktem Wege übernommen wird und man die revolutionären Akte des letzten Crossover-Geschehens nicht wieder aus den Augen verliert. Scheinbar hat der Verlag aus einigen Fehlern der Vergangenheit gelernt und die unfassbaren Ereignisse so tief in Stein gemeißelt, dass das Gerüst des |Civil War|-Plots als unumstößlich betrachtet werden darf – schön, dass man so konsequent bleibt.

Dies alles soll den Fokus aber sicher nicht von der wirklich guten Auftaktstory weglenken. Diese überzeugt durch einen guten ersten Erzählstrang sowie eine lesenswerte Aufschlüsselung der Vorgeschichte im intensiven Interview mit „Planet Hulk“-Autor Greg Pak. Nach diesen ersten Eindrücken darf man sich sogar darauf gefasst machen, dass der „Civil War“ einen gleichwertigen Nachfolger bekommt – was einerseits schon überraschend ist, andererseits aber natürlich mit Kusshand angenommen wird. Schön, dass das Niveau in letzter Zeit auch bei |Marvel| konstant hoch bleibt!

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