John Sinclair Classics – Hochzeit der Vampire (Folge 24)

Die Handlung:

Geister, Wölfe, alte Schlösser – und als Höhepunkt der Reise in die Karpaten eine Hochzeit der Vampire! Mit diesen Worten wirbt das Unternehmen „Horror-Tours“ um neue Kunden. Auch Bill Conolly erliegt der Verlockung und ordert zwei Tickets – für sich und John Sinclair. Und damit beginnt die Reise ins Verderben … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des GESPENSTER-KRIMI-Heftromans mit der Nummer 110 gemacht, der erstmalig am 21. Oktober 1975 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war. Später erschien die Geschichte auch in der zweiten Auflage der JOHN-SINCLAIR-Heftromanserie als Nummer 23. Das Titelbild des Hörspielcovers ist dabei eine komplette Neuinterpretation der Thematik. Dieses ist übrigens die erste Story, in der Johns spätere Freundin Jane Collins auftaucht und somit ein Meilenstein im Sinclairversum.

Interessanterweise sollen hier nicht die üblichen Jungfrauen zwangsverheiratet werden, sondern unser Freund und Mitstreiter Bill Conolly. Davon ahnt er aber noch nichts als die Story startet …

Die Sprecherin erzählt uns mit hörbarem Schnupfen und verstopfter Nase … gute Besserung nachträglich an dieser Stelle … monologartig vom Auftrag, den Janosch Rufanu zu erledigen hat und der unseren Lieblingsgeisterjäger in die Finger von Dr. Tod und die Fänge einer runzeligen Vampirin treiben soll. Also ab mit uns zum Schloss Montesi in die Karpaten … mit „Horror-Tours“ zur Vampir-Hochzeit.

Vor Ort treffen wir dann ein Klischee nach dem Nächsten und wären da nicht die ganzen wirklich tollen Soundeffekte, die Story hätte noch weniger Spaß gemacht. Denn im Grunde passiert nicht wirklich viel, Abwechslung gibts wenig und spannend ist das nur durch die eben schon erwähnte Soundkulisse. Bill soll verheiratet werden, Dr. Tod will John töten … wann will er das mal nicht … und Jane ist kräftig mit am Kämpfen. Allein sie scheint hier das Schmankerl zu sein, denn irgendwie ist das Ganze weder Krimi, noch echter Horror, sondern eine von unzählig vielen Vampir-Geschichten, die schon viel zu oft wiedergekäut wurden.

Die Sprecher und ihre Rollen:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange
Bill Conolly – Detlef Bierstedt
Jane Collins – Franziska Pigulla
Dr. Tod – Wolfgang Rüter
Haduk – Andreas Mannkopff
Dino Zachew – Walter Wigand
Vera Montesi – Katja Brügger
Janosch Rufanu – Frank Felicetti
Sir James Powell – Achim Schülke
Ansage – Jürgen Holdorf

sowie: Tim Kreuer, Patrick Bach, Robin Brosch, Dagmar Dreke, Konstantin Graudus, Frank Gustavus, Torben Liebrecht, Karin Rasenack und Alexander Rieß

Technik-Credits:

Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
Gitarren im John Sinclair Theme: Jan Frederik
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

Die Ausstattung:

Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält die Cover der bereits veröffentlichten Folgen der „Classics“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits.

Mein Fazit:

In diesem GESPENSTER-KRIMI trifft John seine spätere Geliebte Jane Collins. Das ist aber auch schon das Aufregendste an dem Fall. Alles andere sind Klischees rund um ein Vampirschloss in Rumänien, die wir schon in zu vielen Geschichten gehört haben, seit es Graf Dracula auf die Tonträger der Hörspielfreunde geschafft hat.

Allein die Soundkulisse bringt hier mehr Spannung ins sehr gradlinig erzählte Geschehen, als es der Konflikt zwischen John und Dr. Tod allein schafft. Jane kämpft mit, das ist interessant, aber der Rest … nicht wirklich fesselnd.

Zu allem Übel hat die Erzählerin nicht nur Schnupfen und ich wollte ihr die ganze Folge über ein Taschentuch reichen, sie hat auch noch einen extrem hohen Wortanteil und sorgt mit ihrer wie üblich abgehackten Erzählweise und Sprachmelodie für weitere Spannungsbeseitigung. Für mich diesmal kein Klassiker, den es sich zu vertonen gelohnt hätte.

Audio-CD
Spieldauer: 60:08 Min.
Tracks: 15
ISBN-13: 978-3-7857-4991-3

www.luebbe.de

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