Poe, Edgar Allan / Hala, Melchior / Sieper, Marc / Hank, Dickky / Weigelt, Thomas – Schatten (POE #21)

_Makaber: der Kannibale von New York_

In letzter Sekunden hat der Verlag den Titel geändert. Statt „Die Scheintoten“ heißt der einundzwanzigste Teil der Edgar-Allan-Poe-Reihe von |Lübbe Audio| nun „Schatten. Die Reihe bringt unter Mitwirkung von Ulrich Pleitgen und Iris Berben, eingebettet in eine Rahmenhandlung, Erzählungen des amerikanischen Gruselspezialisten zu Gehör.

Poe hat eine gefährliche Macht in die Hände bekommen: Dr. Bakers Forschungsunterlagen. Um sich in Sicherheit zu bringen, bis er mit diesem Verbrecher verhandeln kann, verbirgt er sich mit Hilfe eines alten Bekannten in einem unheimlichen Versteck: einem Totenschiff, der „Rachel“. Doch die Toten scheinen ins Leben zurückzukehren. Was verbirgt sich hinter der verbotenen Tür im unteren Deck des Schiffs?

„Schatten“ basiert auf einer Story von Edgar Allan Poe, die den Titel „Shadow – A Parable“ trägt

Ulrich Pleitgen und Iris Berben haben auch an den ersten 20 Hörbüchern der Serie mitgewirkt:

#1: Die Grube und das Pendel
#2: Die schwarze Katze
#3: Der Untergang des Hauses Usher
#4: Die Maske des roten Todes
#5: Sturz in den Mahlstrom
#6: Der Goldkäfer
#7: Die Morde in der Rue Morgue
#8: Lebendig begraben
#9: Hopp-Frosch
#10: Das ovale Portrait
#11: Der entwendete Brief
#12: Eleonora
#13: Schweigen
#14: Die längliche Kiste
#15: Du hast’s getan
#16: Das Fass Amontillado
#17: Das verräterische Herz

Die vier neuen Folgen sind:

#18: Gespräch mit einer Mumie
#19: Die Sphinx
#20: Scheherazades 1002. Erzählung (auch: Die 1002. Erzählung)
#21: Schatten (ursprünglicher Titel: Die Scheintoten)

Die (am 30.3.2007) kommenden Folgen sind:

#22: Berenice
#23: König Pest
#24: Der Fall Valdemar
#25: Metzengerstein

_Der Autor_

Edgar Allan Poe (1809-49) wurde mit zwei Jahren zur Vollwaise und wuchs bei einem reichen Kaufmann namens John Allan in Richmond, der Hauptstadt von Virginia, auf. Von 1815 bis 1820 erhielt Edgar eine Schulausbildung in England. Er trennte sich von seinem Ziehvater, um Dichter zu werden, veröffentlichte von 1827 bis 1831 insgesamt drei Gedichtbände, die finanzielle Misserfolge waren. Von der Offiziersakademie in West Point wurde er ca. 1828 verwiesen. Danach konnte er sich als Herausgeber mehrerer Herren- und Gesellschaftsmagazine, in denen er eine Plattform für seine Erzählungen und Essays fand, seinen Lebensunterhalt sichern.

1845/46 war das Doppeljahr seines größten literarischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Erfolgs, dem leider bald ein ungewöhnlich starker Absturz folgte, nachdem seine Frau Virginia (1822-1847) an der Schwindsucht gestorben war. Er verfiel dem Alkohol, eventuell sogar Drogen, und wurde – nach einem allzu kurzen Liebeszwischenspiel – am 2. Oktober 1849 bewusstlos in Baltimore aufgefunden und starb am 7. Oktober im Washington College Hospital.

Poe gilt als der Erfinder verschiedener literarischer Genres und Formen: Detektivgeschichte, psychologische Horrorstory, Science-Fiction, Shortstory. Neben H. P. Lovecraft gilt er als der wichtigste Autor der Gruselliteratur Nordamerikas. Er beeinflusste zahlreiche Autoren, mit seinen Gedichten und seiner Literaturtheorie insbesondere die französischen Symbolisten.

_Die Sprecher/Die Inszenierung_

Ulrich Pleitgen, geboren 1946 in Hannover, erhielt seine Schauspielerausbildung an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater in seiner Heimatstadt. Pleitgen wurde nach seinen Bühnenjahren auch mit Film- und Fernsehrollen bekannt. Er hat schon mehrere Hörbücher vorgelesen und versteht es, mit seinem Sprechstil Hochspannung zu erzeugen und wichtige Informationen genau herauszuarbeiten, ohne jedoch übertrieben zu wirken. In der POE-Reihe interpretiert er den Edgar Allan Poe und andere Figuren

Iris Berben gehört zu den bekanntesten und profiliertesten Schauspielerinnen hierzulande. Ihr Repertoire umfasst Krimis („Rosa Roth“) ebenso wie Komödien und klassische Werke. Für ihre Leistungen wurde sie u. a. mit dem Bambi und mit der Goldenen Kamera ausgezeichnet. In der POE-Serie interpretiert sie die weibliche Hauptrolle Leonie Goron und andere Figuren.

Der deutsche Prolog wird von Heinz Rudolf Kunze vorgetragen, der englische von Laurie Randolph, die Ansage erledigt André Sander. Die deutsche Hörspielfassung stammt von Melchior Hala nach einer Idee von Marc Sieper, Dickky Hank und Thomas Weigelt. Für Regie, Musik und Ton waren Christian Hagitte und Simon Bertling vom |STIL|-Studio verantwortlich.

_Vorgeschichte_

Ein Mensch ohne Namen. Und ohne jeden Hinweis auf seine Identität. Das ist der Fremde, der nach einem schweren Unfall bewusstlos in die Nervenheilanstalt des Dr. Templeton eingeliefert und mittlerweile entlassen wurde. Diagnose: unheilbarer Gedächtnisverlust. Er begibt sich auf eine Reise zu sich selbst. Es wird eine Reise in sein Unterbewusstsein, aus dem schaurige Dinge aus der Vergangenheit aufsteigen. Woher kommen sie? Was ist passiert? Was hat er getan?

Schon zwanzig Stationen hat der Fremde durchwandert, stets begleitet von Alpträumen. Nach einem Aufenthalt in einem Gasthaus begibt sich der Fremde ohne Gedächtnis auf eine Seereise, die ihn zunächst nach New Orleans führt. Aus einem Schiffswrack rettet er eine schöne Landsmännin, Leonie Goron. Sie weist ihn darauf hin, dass man ihm möglicherweise nach dem Leben trachtet. Nur zu wahr, denn auf der letzten Station vor dem Ziel New Orleans muss sie ihm das Leben retten. Selbst in der großen Stadt bleibt Poe nicht von Alpträumen nicht verschont. Doch er findet etwas über seine und Leonies Vergangenheit heraus und welche finstere Rolle Dr. Templeton als Francis Baker darin spielt. Selbst in der großen Stadt bleibt Poe nicht von Alpträumen nicht verschont. Doch er findet etwas über seine und Leonies Vergangenheit heraus und welche finstere Rolle Dr. Templeton darin spielt.

Am Anfang rekapituliert Poe sehr knapp die unmittelbare Vorgeschichte bis hin zum Inhalt von „Die Sphinx“, der 19. Folge der Serie, später dann Leonie die der 20. Episode. Das erleichtert den Einstieg in die Serie ein wenig, aber nur minimal.

_Handlung_

Kapitän Hardy, der süffelnde Kommandant der untergegangenen „Independence“, hat Poe geraten, sich vor seinem unsichtbaren Verfolger ein gutes Versteck zu suchen. Wie wär’s mit dem Totenschiff der Armen, das im nördlichen Hafen vor Anker liegt? Die „Rachel“ durchsucht bestimmt keiner. Gesagt, getan. Allerdings macht dieser abgetakelte Segler keinen besonders vertrauenerweckenden Eindruck. Der einzige Lebende an Bord ist der alte Ismael. Als Poe ihm zwei Flaschen guten Whiskys in die Hand drückt, ist er überredet. Poe darf frei logieren. Ismael warnt ihn aber vor den Ratten, die recht groß werden können. Und eine der Türen sei für ihn verboten, da habe er keinen Zutritt. Alles klar? Alles klar.

Ismael geht von Bord, denn er wolle einen Freund besuchen. Auf Blackwell Island (dort liegt Dr. Bakers Klinik!) sei die Cholera ausgebrochen, und schon bald werde es die ersten Leichen abzuholen geben. Nach ein paar Stunden, in denen sich Poe auf dem Kahn umsieht, ohne die verbotene Tür zu öffnen, nähern sich Schritte. Doch sie klingen leichter als die eines Mannes wie Ismael. Poe packt seine Axt fester. Nebel wallt zur Luke herein, durch welche die Gestalt herabsteigt, so dass sie nur undeutlich zu erkennen ist. Poe schlägt zu …

|Ein Besucher|

Und bereut es sofort. Es ist Leonie! Er verbindet ihre Kopfwunde und sie umarmen einander. Sie vergibt ihm, dass er sie in New Orleans hat sitzenlassen, denn inzwischen weiß sie ja, dass überall, wo er hingeht, Gefahr lauert. Er wollte sie durch seinen Fortgang davor beschützen. Doch nun kann sie ihn endlich vor Deibler warnen, Dr. Bakers Schergen, von dem Poe immer noch glaubt, dass er ihn in New Orleans getötet habe. Ist Deibler etwa sein unsichtbarer Verfolger, vor dem er sich versteckt? Aber da erzählt Leonie ihm den Hammer: Dr. Baker ist hier, in New York!

|Stimmen der Vergangenheit|

Als Poe ihr einen Brief von Lucy Monahan gibt, den er in Bakers Unterlagen gefunden hat, hält Leonie das Papier an das Licht des Ofens – und siehe da! Eine mit Zitronensaft geschriebene Geheimschrift wird sichtbar. Leider sind nur ein paar Wörter zu entziffern: „Francis [Baker] … Maske … Poe-“ Ein Fleck verdeckt den Rest des Wortes „Poe“. Ist es … Blut?

Während ein paar Stunden des Ausruhens hat Poe wieder einen seiner Albträume. Diesmal scheint es eine reale Erinnerung zu sein. New Orleans, der Karneval Mardi Gras, er mit Lucy Monahan, allein in einem Hotelzimmer. Ist dies ein heimliches Stelldichein? Da taucht am Fenster ein Gesicht auf, das wie ein Totenschädel aussieht! Lucy schreit auf – der Traum endet abrupt und Poe erwacht …

|Todeskampf|

Gerade noch rechtzeitig, denn schon wieder sind Schritte an Deck zu hören. Und sie stammen weder von einer Frau noch von Ismael. Eine Gestalt springt den überraschten Poe an …

_Mein Eindruck_

Das Totenschiff „Rachel“ ist einer der unheimlichsten Schauplätze der gesamten Serie. Angesichts von bislang 21 Episoden will das schon etwas heißen. Ratten groß wie Hunde, womöglich Leichen unter Deck und Zerfall allerorten. Entsprechend hoch ist das Gefühl der Beklemmung, aber auch die Geräusch- und Musikkulisse tragen zur Furcht vor dem Unbekannten an Bord bei. Dann ist da noch die verbotene Tür, vor der sich Poe hüten soll. Und wie sich herausstellt, ist das Verbot völlig berechtigt, denn was dahinter lauert, dreht auch einem hartgesottenen Horrorkonsumenten den Magen um.

Vorher gibt es jedoch noch solide Action zu genießen. Der Zweikampf zwischen Poe und dem Unbekannten, dessen Namen ich nicht verrate (Eingeweihte können leicht darauf schließen), lässt an Dramatik nichts zu wünschen übrig. Leonie greift zudem ein – das volle Programm. Doch dann passiert etwas Merkwürdiges. Der Fremde wird plötzlich ganz anderen Sinnes – eine 180-Grad-Wendung, die sich nur durch zwei Aspekte erklären ließe: Entweder ist der Fremde eh schon psychisch labil oder die Szene wurde radikal gekürzt. Ich tippe auf Letzteres.

_Die Sprecher / Die Inszenierung_

|Mr. Poe|

Pleitgen spielt die Hauptfigur, ist also in jeder Szene präsent. Er moduliert seine Stimme ausgezeichnet, um das richtige Maß an Entsetzen, Erstaunen oder Neugier darzustellen. Im ersten Teil des „Eleonora“-Traumes schwelgt sein Poe in verliebter Seligkeit, und das kann man deutlich hören. Umso gequälter klingt Poe in der zweiten Traumhälfte, als ihn die tote Geliebte in seinen Albträumen heimsucht.

Dieser Stimmungswandel leitet die Trennung von Leonie ein und macht diesen abrupten Schritt ein wenig nachvollziehbarer. Außerdem will er sie vor der Gefahr, die ihm droht, schützen. In den Episoden 16 und 17 jedoch ist Poe überzeugt, dass es ein Fehler, Leonie zu verlassen. Seine Träume in diesen Episoden belegen dies überdeutlich. Die Episode 21 sieht sie endlich wieder vereint.

|Miss Leonie Goron|

Iris Berben bietet Pleitgens melancholischem und nachdenklichem Poe einen lebhaften Widerpart mit ihrer Leonie Goron. Und wie der grüblerische Poe sogar selbst merkt, zeichnet sich Leonie durch ungewöhnlichen Scharfsinn und eine kluge Feinfühligkeit aus. Sie hat erheblichen Anteil an Poes Rettung in der Rahmenhandlung von Episode 5 („Mahlstrom“). Spätestens ab „Der Goldkäfer“ wirkt sie wie eine kluge Freundin, die durch ruhige Überlegung und kluge, verständnisvolle Fragen bald zu seiner unverzichtbaren Ratgeberin wird. In Episode 15 „Du hast’s getan“ steht sie selbst ihren Mann als Detektivin und Ein-Frau-Polizeitruppe. In Episode 18 tritt sie als Ägyptologin auf, unter dem Namen Leonie Sander. Sie spielt Scully an der Seite von Poes Mulder.

|Musik und Geräusche|

Mindestens ebenso wichtig wie die Sprecher sind bei den POE-Produktionen auch die Geräusche und die Musik. Hut ab vor so viel Professionalität! Die Arbeit des Tonmeisters beim Mischen aller Geräusche ist so effektvoll, dass man sich – wie in einem teuren Spielfilm – mitten im Geschehen wähnt. Die Geräuschkulissen sind entsprechend lebensecht und detailliert gestaltet. Es gibt die realistische Umgebung eines stillliegenden Segelschiffes zu hören, aber unter Deck auch die Geräusche einer Kabine – und schließlich die eines Kampfes.

Auf die Dreidimensionalität wurde stärker geachtet: Stimmen von links und rechts, in der Ferne (leiser) und im Vordergrund (lauter), ja sogar innerer Monolog (spezielle Musikuntermalung mit ausgeblendeten Geräuschen) vermitteln den Eindruck einer Welt, in der sich ein Betrachter wie im Zentrum des Geschehens fühlen könnte.

Die Musik erhält eine wichtige Bedeutung: Sie hat die Aufgabe, die emotionale Lage der zwei Hauptfiguren und ihres jeweiligen Ambientes darzustellen. Diese untermalende Aufgabe dient diesmal mehr der Gestaltung der ganzen Episode, denn an Bord des Totenschiffes ist die Gestaltung der beklemmenden Atmosphäre besonders wichtig, um die Aufmerksamkeit des Hörers zu fesseln und seine Emotionen zu steuern.

Ein Streichquartett, Musiker des Filmorchesters Berlin sowie die Potsdamer Kantorei an der Erlöserkirche wirken zusammen, um eine wirklich gelungene Filmmusik zu den Szenen zu schaffen. Das Booklet führt die einzelnen Teilnehmer detailliert auf, so dass sich niemand übergangen zu fühlen braucht.

_Der Song_

|Mara Kim: A Dream within a Dream|

Die Sängerin Mara Kim wurde unter anderem mit dem Hessischen Songpreis sowie bei den Berliner Festspielen ausgezeichnet. Die erste Veröffentlichung „Infinite Possibilities“ erschien 2003 auf der |Frankfurt Lounge|-CD mit dem Produzententeam „Superflausch“. Die 21-jährige Künstlerin, die sich auch selbst am Klavier begleitet, schreibt ihre Texte in verschiedenen Sprachen und arbeitet an ihrem ersten Soloalbum. Ihre Stimme ist einfach ein Ereignis und muss man gehört haben.

Die elegische Ballade „A Dream within a Dream“ wird im englischen Original vorgetragen, und zwar mit so viel Intensität, dass sie bei mir einen starken Eindruck hinterließ. Natürlich wird der klassische Gesang von einem Piano und den obligaten Streichern (gutes Cello) begleitet, insofern alles wie gehabt. Im direkten Vergleich mit der Vorlage fand ich heraus, dass der Teil der Strophen besser verteilt und am Schluss etwas gekürzt wurde. Dadurch erklingt der Refrain mit der Titelzeile häufiger und eindringlicher, der Song wirkt weniger wie ein Gedicht, sondern mehr wie ein Lied. Das Ergebnis der Bearbeitung spricht für sich.

_Unterm Strich_

„Schatten“ basiert zwar ebenfalls auf einer Story von Edgar Allan Poe, nämlich „Shadow – A Parable“, besitzt aber wie Folge 13 eine Übergangsfunktion. Denn noch ist nicht Feierabend für Edgar Allan Poe: Es stehen noch mindestens vier Epsioden aus, an deren Ende es zum aufschlussreichen Zusammentreffen zwischen Poe und Dr. Baker kommen sollte, der sich wie Victor Frankenstein an Poes Geist zu schaffen gemacht hat, wie Poe erfährt. Diese Information bringt er seiner geliebten Leonie recht schonend bei und es ist erstaunlich, dass sie ihm nicht nur verzeiht, sondern ihm, dem geistig Manipulierten, auch weiterhin vertraut.

Die Episode wartet nicht nur mit handfester Action und schöner Romantik auf, sondern schließlich auch mit magenumdrehendem Grauen, das aber reichlich makaber präsentiert wird. Zeit, von diesem schrägen Kahn runterzukommen und Land zu gewinnen.

Neben viel ereignisloser Vorlaufszeit hat die Episode nur noch eine Schwäche: der relativ abrupte Sinneswandel des Fremden, der Poe ans Leder will. Das führe ich auf eine radikale Kürzung der Szene zurück (die Zeitkapazität auf einer CD ist ja begrenzt). Das ist keine besonders gelungene Darstellung von Psychologie, aber in anderen Hörspielen geht es diesbezüglich noch viel haarsträubender zu. Hoffentlich halten sich solche Szenen künftig in Grenzen.

|75 Minuten auf 1 CD|
http://www.poe.phantastische-hoerspiele.de/
http://www.luebbe-audio.de

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