Charlotte Link – Die Suche

Worum gehts?

Nordengland. Im abgelegenen und weitläufigen Gebiet der Hochmoore wurde eine Mädchenleiche gefunden. Die 14-Jährige Saskia Morris wurde bereits einige Monate gesucht. Kurze Zeit später verschwindet erneut ein junges Mädchen, die ebenfalls 14-jährige Amelie Goldsby. Handelt es sich etwa um ein und denselben Täter oder nur um einen unglaublichen Zufall? Die Polizei von Scarborough, das Team um DCI Caleb Hale ist in Habachtstellung und auch die Bevölkerung spricht bereits vom sogenannten Hochmoor-Killer. Der Zeitdruck auf Caleb Hale steigt enorm. Kate Linville ist ebenfalls gerade in der Gegend um ihr ehemaliges Elternhaus zu veräußern und gerät zufälligerweise an Amelies verzweifelte Eltern und wird dadurch unfreiwillig in den Fall involviert. Doch die Spitze des Eisbergs scheint noch nicht erreicht, denn als ein drittes Mädchen verschwindet, spitzt sich die Lage weiter zu.

Inhalt

Amelie ist ein ganz normales Mädchen im Teenageralter, ständig mit Kopfhöreren in den Ohren und des Öfteren miesgelaunt. Nur widerwillig begleitet sie ihre Mutter zu einem Einkauf. Amelies Klassenfahrt steht an und es gibt noch einiges, was besorgt werden will. Ihre Mutter besteht darauf, dass Amelie Eigenverantwortung entwickelt und besteht darauf, dass Amelie sie begleitet. Doch noch auf dem Parkplatz des Supermarktes wächst Amelies Widerstand weiter an, so dass Deborah schließlich einlenkt und den Weg des geringsten Widerstandes wählt – sie gestattet ihrer aufsässigen Tochter im Auto zu bleiben. Als Deborah nach einer halben Stunde zum Auto zurückkehrt, fehlt von ihrer Tochter jede Spur.

Am selben Tag wird die Leiche der vermissten Saskia Morris in den Hochmooren gefunden. Handelt es sich um einen Zufall, dass diese Leiche gerade jetzt gefunden wird, wo Amelie verschwunden ist. Sollte dies so sein, würde es sich tatsächlich um einen unfassbaren Zufall handeln, wo doch Saskias Leiche bereits seit Monaten erfolglos gesucht wird. Saskias Leiche weist zweifellos darauf hin, dass sie über eine ganze Zeit gefangen gehalten wurde und sie letztendlich durch Verhungern und Verdursten ums Leben gekommen ist.

Kate Linville ist gerade in Scarborough um ihr Elternhaus zu verkaufen und mietet sich für diese Zeit ein günstiges Zimmer. Zu dieser Zeit ahnt sie noch nicht, dass die Betreiber der Unterkunft Jason und Deborah Goldsby sind, deren Tochter gerade als vermisste gemeldet wurde. Kate hat eine andere Sichtweise auf die Dinge als der offizielle Ermittler Caleb Hale. Kate weiß, dass sie sich nicht in diesen Fall einmischen sollte, doch wie viel Zeit bleibt Amelie noch? Und dann verschwindet ein drittes Mädchen…

Mein Eindruck

Ein neuer Fall für die sympathischen Ermittler Caleb Hale und Kate Linville. Passend zur aktuellen Jahreszeit spielt auch dieser Kriminalroman zur Herbstzeit in der grauen, trüben Hochmoorgegend in Nordengland. Während des ganzen Buches hat man den Eindruck, dass es nicht richtig hell wird.

Die Geschichte beginnt im November 2013, mit den Schilderungen, dass ein junges Mädchen auf der Zugrückfahrt von ihrer Großmutter nach Hause verschwindet. Ihre Freundin Sheila, ist die Letzte, die Hannah lebendig gehört hat, danach fehlt von der 14-Jährigen jede Spur.

Gemeinsam wickelt man den Fall an der Seite von DCI Caleb Hale immer wieder neu auf. Streckenweise begleitet man auch Kate Linville, die den Fall deutlich anders sieht als Hale, sich jedoch offiziell nicht einmischen darf, da dieser Fall nicht in ihren Verantwortungsbereich fällt. Und als Drittes meldet sich hin und wieder sogar der Täter zu Wort. Durch diese Art und Weise des Erzählens gelingt es der Autorin ganz automatisch für die nötige Spannung zu Sorgen. Und es wäre nicht Charlotte Link, wenn es nicht so wäre, dass sie es auch dieses Mal wieder schafft, ihre Leser in eine falsche Richtung rennen zu lassen und am Ende für das nötige Überraschungsmoment zu sorgen.

Auch in diesem Band lernt man die Ermittler wieder privat kennen und sieht einmal mehr, dass jeder sein Päckchen zu tragen hat. Caleb Halt kämpft jeden Tag erneut gegen die Versuchung des Alkoholgenusses an und die mauernblümchengleiche Kate Liville sucht mit ihren 42 Jahren immer noch vergeblich nach einer Partnerschaft. Doch auch was das Privatleben der Ermittler angeht, tut sich in diesem Buch so einiges und sorgt dadurch für das gewisse Salz in der Suppe und rundet die Geschichte ab.

Über die Autorin

Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch „Die Betrogene“ und zuletzt „Die Entscheidung“ eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang 28,5 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main. (Verlagsinfo)

Fazit

„Die Suche“ von Charlotte Link ist erwartungsgemäß wieder einmal ein Kriminalroman mit Bestsellerpotenzial, zu Recht. Dieses Buch hat alles, was ein guter, spannender Krimi braucht. Meiner Meinung nach ist es zwar nicht das beste Werk von Link, aber ganz sicher auch nicht eines der Schwächeren. Im Grunde genommen bestätigt auch dieser Fall wieder, was ich bereits vorher wusste: Mit Charlotte Link kann der Leser eigentlich nichts falsch machen und wird immer wieder aufs Neue mit hochkarätigem Lesematerial versorgt.

Gebunden: 656 Seiten
ISBN: 9783764504427

www.randomhouse.de/blanvalet

Der Autor vergibt: (4/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (No Ratings Yet)