Die drei ??? Kids – Detektivhandbuch. Die besten Tricks von Justus, Peter und Bob

Die Handlung:

Das Handbuch für Meisterdetektive! Alles über Geheimschriften, Spurensuche und Spezialausrüstungen, exklusiv erklärt von den drei ??? Kids. Mit vielen Fotos, Bastelanleitungen und Tipps, wie man seinen eigenen Detektivclub gründen kann. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, die älteren unter den ???-Fans … also die, die rein rechtlich keine Kinderkarte mehr an der Achterbahn lösen dürfen … haben mit Sicherheit in ihrer Jugend alle einen Detektivclub gegründet. Und ich wage zu behaupten, dass viele davon ihren Betrieb mangels Verbrechen in der näheren, abradelbaren Umgebung schnell wieder eingestellt haben.

Der Teil mit den wenigen Verbrechen bleibt zwar … hoffentlich …, aber die ermittlungsfreudigen Jungdetektive von heute bekommen jede Menge Hilfen an die Hand gegeben. So macht dann wenigstens die Vorbereitung schon mal Spaß … auch wenns später vielleicht gar nichts zu ermitteln gibt. Wobei … verdächtig ist pauschal schon mal alles und jeder … wessen, das kann man ja noch herausfinden …

Und zur Unterstützung finden wir in diesem Handbuch für (extrem ambitionierte, aber noch komplett unerfahrene) angehende Meisterdetektive alles über Geheimschriften, Spurensuche und Detektivausrüstung … sagt zumindest der Verlag.

Was also bekommen wir wirklich und wie nützlich ist das Ganze in der jungen Detektiv-Praxis tatsächlich?

Jeder Tipp .. hier „Trick“ genannt, hat ein eigenes Kapitel und davon gibts immerhin 30 Stück … angereichert mit den von der Serie gewohnten, schönen Zeichnungen. Besonders gefiel mir dabei die tolle Kombination aus Wissen, Story und Praxisbezug, die bei mir keine Wünsche offengelassen hat.

So sind alle „Tricks“ komplett in eine kleine KIDS-Rahmenhandlung eingebettet, in der die Jungs immer wieder schnelle Lösungen für akute Probleme suchen. Dabei erfahren wir natürlich, wie man die „Tricks“ anwendet oder nachbaut, wozu sie gut sind und auch noch die physikalischen Gründe dafür, warum das so gut klappt und gerade in dieser Situation eine prima Idee ist.

Und so bauen wir uns ein Dosentelefon, verstellen die Stimme, überprüfen, ob jemand unberechtigt in unserm Zimmer war … Mutti zum Beispiel … jagen ihr mit unserer selbstgebastelten Alarmanlage gleich einen Höllenschrecken ein, gucken um die Ecke, schauen klar durch verschwommene Scheiben, richten einen geheimen Briefkasten für unseren Detektivclub ein, verstecken einen Schlüssel in einem Buch und bauen uns eine Do-It-Yourself-Lupe … Und das sind erst die ersten zehn „Tricks“ .. die restlichen verrate ich an dieser Stelle nicht, ich will ja nicht alles spoilern. Nur so viel … sogar das Buch selbst kann am Ende in die Detektivarbeit mit eingebunden werden.

Alles habe ich allerdings nicht anstandslos gekauft. Wenn jemand an meine Geldbörse will, dann gehe ich nicht davon aus, dass er sich mein veraltetes Passfoto in meinem (Kinder-)Ausweis anschauen möchte, sondern an mein Geld will. Das aber als Hinweis dafür zu verwenden, um herauszufinden, ob jemand an meinem Portemonnaie war, halte ich für wenig sinnvoll … denn … Ausweispapiere sind in der Regel nach einem Einbruch noch da … das Geld nicht. Und wenn das weg ist, weiß ich auch ohne dessen Positionierung, dass jemand da war …

Wie sinnvoll es ist, einem Achtjährigen beizubringen, wie er einen Dietrich baut, um damit Zimmertüren öffnen zu können … das müssen sich die Eltern des Achtjährigen auch überlegen, bevor sie ihn mit diesem Buch beschenken. So was macht Spaß, keine Frage, das weiß ich aus eigener Erfahrung … nur muss dabei eine gewisse Reife beim „Einbrecher“ vorhanden sein. Nur weil man etwas kann, heißt es nicht, dass mans auch darf oder es generell ok ist.

Im letzten Kapitel gibts noch mal Tipps für den Detektivclub an sich … mit Ideen zu Trainings, Vorlagen für ein wenig notwendige Bürokratie, bis hin zu Ideen für eine eigene Visitenkarte.

Der Autor:

Ulf Blanck leitet eine Werbeagentur und ist als Autor und Radiomoderator für verschiedene Rundfunksender tätig. Er hat zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und gehört seit Start der Reihe „Die drei ??? Kids“ zum Autorenteam. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Ich klinge jetzt wie ein Fan-Boi und ich stehe dazu, dass ich einer bin. Dieses Buch ist so voller toller Ideen, die jeder, der auch nur einen Funken Abenteuerlust in sich trägt, sofort nachbauen, nachmachen und nachtesten muss.

Abgesehen von kleinen Kritikpunkten trägt das DETEKTIVHANDBUCH nicht nur seinen Namen zurecht, es bindet auch alle präsentierten „Tricks“ in eine fortlaufende Handlung ein und gibt wissenschaftlich fundierte Erklärungen zu jedem einzelnen.

Laminierter Pappband: 144 Seiten
Mit 106 Illustrationen von Jan Saße
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
ISBN-13: 978-3-440-15269-0

www.kosmos.de

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