Die drei ??? und das Tuch der Toten (Band 171)

Die Handlung:

Ein Zeltausflug wird zum neuen Fall für die drei ???: In einem sagenumwobenen Waldgebiet in den Santa Monica Mountains streift eine düstere Gestalt umher. Ein Wesen aus der Urzeit? Justus, Peter und Bob stoßen auf rätselhafte Spuren. Was sie nicht wissen: Sie sind nicht die Verfolger, sondern die Beute … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ok, hier muss es also eindeutig um Bigfoot gehen, oder? Und da wir aus der Serie FINDING BIGFOOT wissen, wie das Urzeitmonster zu finden ist … schließlich finden die Leute es da in jeder einzelnen Folge und das schon unfassbare sechs Staffeln lang … sollte diesef Fall schnell abgefrühstückt sein und wir können mal früher Feierabend machen … richtig?

Aber nicht bevor wir uns ein paar Vorträge von Justus darüber angehört haben, was ein Kalumet ist, wozu Kohletabletten gut sind und und und … Das mag wohl daran liegen, dass er mal als Kind in eine Buchstabensuppe gefallen ist und in ein Lexikon auch … behauptet zumindest Peter.

Dennoch und gerade deswegen begeben wir uns mit ihm also auf die Jagd nach einem Schmalkopf-Pferdemenschen, der vielleicht oder vielleicht auch nicht lebt … oder schon seit zigtausend Jahren tot ist … eines von beiden ist definitiv der Fall … ganz bestimmt. Daran glaubt auch die Auftraggeberin des heutigen Falls, die Anthropologin Grace Powell (ja, was „Anthropologie“ ist, weiß und erklärt uns Justus natürlich auch) von der Uni von LA. Der Glaube sollte sich allerdings schnell in Wissen wandeln, denn sonst ists Essig mit der finanziellen Unterstützung ihres Geldgebers.

Und da wir eh schon das Buch in der Hand haben und es mal wieder eines der beliebten Satzrätsel gibt, können wir ja mit den Jungs zusammen in den Wald gehen … als moralische Unterstützung … oder so ähnlich. Und als hätten sie eine der unzähligen Folgen der Fernsehserie gesehen, finden sie Bigfoot auch und plötzlich schlägt der Fall eine ganz andere Richtung ein, die vorher bis auf dem Autor niemandem bekannt war.

Auf einmal steht ein mächtiger Hund mit einer besonderen Fähigkeit im Mittelpunkt des Interesses … nein, nicht Krypto, der Hund von Superman … aber auch ein besonderer. Aber was hat der denn jetzt mit dem Bergmonster-Revival-Fall zu tun, das wir hier erleben? Und warum heißt die Rockerkneipe, in die Justus gehen will „Schwarze Acht“ und nicht „Schwarze Sieben“ oder hätte das copyrighttechnische Probleme gegeben? Egal, aber dass Just nicht als Biker durchgeht, hätte ihm eigentlich klar sein müssen und seine Sprüche passen irgendwie auch nicht so richtig … das fällt aber nicht nur dem Leser auf, sondern auch den echten Motorradfahrern.

Und als es dann auch noch um Raubkopien auf CD geht … da stellt sich der eine und andere die berechtigte Frage, was das denn alles noch mit einem Tuch zu tun hat oder gar mit dem toten oder untoten Bigfoot, den wir ganz am Anfang der Story noch gesucht haben.

Man wirds nicht glauben, aber der Autor schließt diesen Gedankenkreis tatsächlich und kehrt am Ende wieder zum eigentlichen Auftrag der Jungs zurück und klärt den dann ganz nebenbei auch noch schnell auf … als Zugabe sozusagen.

Der Autor:

Marco Sonnleitner ist seit seiner Kindheit großer Fan der drei ??? und seit dem Frühjahr 2003 im Autorenteam. Er sprüht nur so vor Ideen und es gelingt ihm mühelos, diese gekonnt in Texte mit starken, witzigen Dialogen umzusetzen. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Die Jungs suchen das Bergmonster … ach ne, hatten wir ja schon … einen Höhlenmenschen … auch … einen tanzenden Teufel … dicht dran. Man siehts, die Idee eines Monsters, das sein Unwesen treibt, ist in der Vergangenheit schon öfter mal aufgegriffen worden. Die Handlung, die sich der Autor hier dazu ausgedacht hat, weicht ziemlich schnell von diesem Thema ab und wird fix zu etwas ganz anderem. Logisch nachvollziehbar ist das Ganze am Ende dann schon und auch sicher recht spannend geschrieben, dennoch fühlte sich alles für mich ein wenig zu konstruiert und wie am Reißbrett entworfen an.

Laminierter Pappband: 144 Seiten
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
ISBN-13: 978-3-440-13582-2

www.kosmos.de

Der Autor vergibt: (3/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 2,00 von 5)

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