Die drei ??? Kids – Das außerirdische Buch

Die Handlung:

Justus, Peter und Bob dürfen eine Marsstation in der Wüste testen. Das heißt: leben, wie ein echter Astronaut! Doch schon bald kommt es zu Pannen und unheimlichen Vorkommnissen. Als die drei einen schleimigen Alien sichten, ist eines ganz klar: ohne die Hilfe ihrer Fans kommen sie nicht mehr weiter. Wer den drei ??? Kids helfen will, muss herausfnden, was sich auf den verschlossenen Seiten des außerirdischen Buchs verbirgt (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Der Weltraum, unendliche Weiten … jetzt auch mit japanischer Bindung!“. Der Langzeitfan weiß längst, was es mit der „japanischen Bindung“ auf sich hat. Für Neueinsteiger die TL;DR-Erklärung: Jede zweite Seite ist mit der folgenden außen am Rand verbunden, sodass man die vor dem Lesen erst mal vorsichtig voneinander lösen muss. Das bremst in der Regel nicht den Lesespaß, sondern fördert die Aufregung und steigert die Spannung. Eine Art Biathlon … schnelles Lesen wird allle zwei Seiten abgelöst von langsamem, vorsichtigem Öfnnen …

Was hat sich der Autor nun für die offenen und verschlossenen Seiten ausgedacht, zumal wir schon mal eine MISSION MARS und einen AUFBRUCH INS ALL erlebt haben? Im Vergleich zum normalen Umfang kann er sich hier ja auf 64 zusätzlichen Seiten ideentechnisch austoben. Wobei das aber eher nicht wirklich genutzt wird. Denn auf den verklebten Seiten gibts zumeist übergroße, zur Story passende Zeichnungen, die wir auch von den „normalen“ KIDS-Romanen in viel kleinerer Version kennen. Ob das und der erhabene Druck auf dem Cover den Aufpreis wert sind, kann jeder Leser für sich entscheiden. Das Aufschneiden allerdings macht schon Spaß, keine Frage.

Aber … jetzt mal ganz im Vertrauen … sind sie unter uns? Wer? Na die Aliens! Und … wie schleimig sind sie wirklich? Iiiiiiihhhh!

Der Autor versucht auf jeder Seite vor dem eigentlichen Roman, dem Leser Angst einzujagen und ihn vom Aufhören zu überzeugen … bevor wir überhaupt mit dem Lesen angefangen haben. Das passt doch nicht wirklich zur Aufbruchsstimmung Richtung Weltall, oder? Wir sind doch nicht beim „Gruseligsten Buch aller Zeiten“. Das Schlimmste, was hier passieren könnte, ist, dass wir uns beim hektischen Auftrennen der zusammengetackerten Seiten schneiden … oder?

Auch eher witzig gehts dann weiter, denn der UFO-ALARM IN ROCKY BEACH entpuppt sich schnell als Bastelwettbewerb von Mr Porter, der damit sein Geschäft ankurbeln will. Lustig … nicht gruselig … kurz gelacht und ab zum Mars. Na ja, nicht ganz, aber fast … denn nach den UFOs gucken wir uns eine „Wir fliegen zum Mars und üben das Bewohnen schon mal zu Hause“-Station auf der Erde an.

Und das Coolste ist, die Jungs dürfen einen Tag einziehen und erleben, wie die Wissenschaftler sich einen Marstag in einer Station so vorstellen. Ob der wirklich so abläuft, das kann man erst vergleichen, wenns mal einer „in echt“ gemacht hat.

Was auf der Station echt ist und was nicht, das erleben wir mit den Jungs im Folgenden. Und … ich gebs ja zu … hier wirds dann doch gruselig. Wie viele Gebühren der Zeichner aber an die Rechteinhaber des ALIEN-Franchise überweisen musste, damit er die sonst nämlich zu ähnlichen Aliens (nebst Face-Hugger-Ei) nachmalen durfte, das steht nirgends.

Auf jeden Fall muss hier alles extrem groß sein … denn die Jungs steigen nicht nur in Raumanzüge (die seltsamerweise NICHT zu groß für sie sind), sondern düsen auch mit einem Marsmobil über eine Marslandschaft … sehr beeindruckend. Darf ich auch mal? Äh, den Kirschkuchen aus der Tube könnt ihr aber behalten … Die Aliens übrigens auch, die sich offenbar in der Station breit gemacht haben!

Woher die kommen, das finden wir mit den Jungs dann spannend erzählt noch raus … nicht aber, ohne uns vorher noch mal ordentlich gegruselt zu haben!

Der Autor:

Ulf Blanck ist „Die drei ??? Kids“-Autor der ersten Stunde und produziert auch die Hörspiele. Wenn er sich gerade keine Abenteuer für die drei Detektive ausdenkt, schreibt er Drehbücher und Theaterstücke. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Was die Gruselwarnungen vor der Geschichte bedeuten, das erfährt der Leser mit jeder durchschmökerten Seite. Erst ists ja noch ganz lustig, aber dann gehts in die Mars-Station … in der dich niemand schreien hört … mit Aliens … deren Eiern … und Nachwuchs! Wir düsen mit dem Marsmobil über die (nachgebaute) Planetenoberfläche und hören eine fremde Sprache.

Dass hier dann am Ende doch alles mit einem Abschlusslacher endet, verrate ich an dieser Stelle einfach mal all denen, die jetzt denken, das Buch wäre vielleicht doch nichts für die jüngeren KIDS-Fans. Doch, doch … alles bleibt im kindgerechten Grusel- und Abenteuerrahmen und macht jede Menge Spaß.

Hardcover mit japanischer Bindung: 192 Seiten
Illustrationen von Kim Schmidt
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
1. Auflage, Juli 2017
ISBN-13: 978-3-440-15433-5

www.kosmos.de

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