John Sinclair – Die Kreuzweg-Legende (Folge 118)

Die Handlung:

Wo sich die beiden Wege unter der alten Eiche kreuzen, lauert das Unheil – so sprach man früher im kleinen polnischen Dorf Szetisch und hängte an den Ästen des Baumes Mörder, Vergewaltiger und Ehrlose. Aber dann begann die Madonna in der Kirche von Szetisch zu weinen … und die Kreuzweg-Legende wurde blutige Wirklichkeit! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Diesmal hat sich der Verlag an die Hörspielumsetzung des Taschenbuchs mit der Nummer 46 gemacht, das erstmalig am 8. Januar 1985 am gut sortierten Bahnhofskiosk oder manchmal auch in einer Buchhandlung zu bekommen war.

Es regnet … aber wir sind nicht in London, sondern in Polen. Und da folgen wir Wanda, die der Flüsterstimme ihres „Gebieters“ folgt … die für Lautsprecherhörer nicht wirklich gut zu verstehen ist. Der scheint eine Art Burning Man zu sein, züngeln doch Flammen um ihn herum … ganz so wie auf dem Hörspielcover. Brennt er vor Liebe zu ihr? Eher nicht so … und deshalb wird er von der Dorfmeute gemeuchelt. Er aber geht nicht davon aus, dass er auf immer sterblich ist. Was macht man da am besten? Erschießen, aufhängen und verbrennen … in dieser Reihenfolge. Klappt aber nicht so ganz …

Keine 400 Jahre später sind wir wieder in dem Dorf und „er ist wieder da“. Warum jetzt und nicht früher … oder später? Das erklärt uns niemand. Währenddessen taucht auch John hier auf. Warum? Weil die Madonna in der Kirche nicht nur weint, sondern sich sogar bewegt … ein klarer Fall für den Geisterjäger. Viel zu jagen hat er aber nicht, denn beides macht die hölzerne Dame nicht lange.

Tja, dann essen wir halt noch ’n Happen und machen uns wieder auf nach London, oder?

Ach so, da ist ja noch dieser Mann, der vom Retoure-Grafen verletzt, in einem Haus vor sich hinfault. Und das sagt man John erst jetzt? Nu aber los, sonst ist das Hörspiel vorbei und wir haben noch keine Geister und Dämonen vertrieben … oder Zombies? Die Jagd ist eröffnet … und John radelt los, um die junge Martha vor dem Grafen und dem Strang und seinen verfluchten Mädchen zu retten … ja, radelt …

Aber so langsam, wie John vorwärtskommt, steigt der Spannungsbogen nicht. Der schnellt immer weiter nach oben, als sich die Lage zuspitzt. Musik, Geräusche, Zombies, Schüsse und ein Bumerang … auf zum Showdown mit dem Grafen.

Die Sprecher und ihre Rollen:

John Sinclair – Dietmar Wunder
Erzählerin – Alexandra Lange

Technik-Credits:

Hörspielskript und Regie: Dennis Ehrhardt
Sounddesign, Schnitt und Mischung: ear2brain productions
Musik: Andreas Meyer
John Sinclair Theme 2015 by CAIN
Produktion: Marc Sieper (Lübbe Audio)

Die Ausstattung:

Die komplett schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Liste der bereits veröffentlichten Folgen der „2000er“-Serie und der „Classics“-Serie. Zusätzlich werden noch die Sprecher und ihre Rollen aufgeführt sowie die Technik-Credits und etwas Eigenwerbung gemacht.

Mein Fazit:

„Die Kreuzweg-Legende“ erzählt eine Geschichte, wie wir sie schon zigmal bei JOHN SINCLAIR erlebt haben: Ein böser Bub wird von einer Meute umgebracht, schwört Rache und kommt nach hunderten von Jahren wieder. Warum wir dieses Motiv schon wieder zu hören bekommen oder warum es immer „hunderte von Jahren“ dauert, bis die Leute wiederkommen … man weiß es nicht.

Unterhaltsam erzählt und technisch prima umgesetzt ist die Story aber dennoch. Auch die Sprecher machen einen guten Job, sodass dieses Zombie-Abenteuer ordentlich unterhalten kann … auch wenn das Strickmuster bekannt ist.

Audio-CD
Spieldauer: 56 Min.
Tracks: 15
1. Auflage, September 2017
ISBN-13: 978-3785754290

www.luebbe.de

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