Marion Zimmer Bradley – Dämonenlicht

Die weiteren Abenteuer der Magierin Truth Jourdemayne

In das verschlafene Bergnest Morton’s Fork in den Appalachen verirrt sich selten ein Fremder. Bis zu diesem Sommer, als Truth, die Tochter des Magiers Thorne Blackburn und von Beruf Parapsychologin, mit einem Forscherteam dorthin kommt.

Unheimliche Dinge geschehen an diesem Ort – Menschen verschwinden auf unerklärliche Weise. Truth findet heraus, dass das Tor zur ‚Anderwelt‘ offen steht und demnächst ein weiteres Opfer fordern wird. Sie gerät in ihrem Kampf gegen die Zeit in einen tödlichen Strudel von Ereignissen.

Dies ist die eigenständige Fortsetzung von „Geisterlicht“. Es schadet aber nichts, wenn man „Geisterlicht“ kennt, denn dort wird die Heldin Truth Jourdemayne sowie ihr gesamter Hintergrund gut eingeführt. Dennoch scheint eine Lücke zum neuen Roman zu klaffen. Es fehlen etwa ein bis zwei Jahre sowie ein Großteil der esoterischen Lehrzeit Truths. Sie werden von dem Roman „Die Engel der Dämmerung“ (s.u.) abgedeckt.

Die Autorin

Marion Zimmer Bradley (* 3. Juni 1930 in Albany, New York; † 25. September 1999 in Berkeley, Kalifornien) war eine US-amerikanische Schriftstellerin, die mit Fantasy-Romanen wie „Die Nebel von Avalon“ weltweit bekannt wurde. In den 1960er Jahren verfasste sie aus finanziellen Gründen auch Groschenhefte, Schauerromane, Lebensbeichten, Krimis und Softpornos unter diversen Pseudonymen. Zunächst wurde sie erfolgreich mit ihrer Fantasy-Serie über den Planeten DARKOVER.

Mit ihren Romanen hatte Bradley großen Einfluss auf feministische und neuheidnische Kreise. Bradley hat in der US-amerikanischen Fantasy & Science-Fiction das Thema Homosexualität enttabuisiert und es vorurteilsfrei dargestellt. Unter Pseudonymen schrieb sie Mitte der 1960er mehrere Romane mit LGBT-Inhalten, die sie selbst allerdings als Brotschreiberei und „Schundromane“ bezeichnete.

DARKOVER-Romane

in der Reihenfolge des Erscheinens der Originalausgabe. Eine Darstellung in der inneren Chronologie findet sich im umfangreichen Artikel Darkover ((https://de.wikipedia.org/wiki/Darkover)).

• Retter des Planeten. 1962, ISBN 3-426-60982-7, The Planet Savers. 1962.
• Das Schwert des Aldones. 1971, ISBN 3-8118-2860-6, The Sword Of Aldones. 1962, unter dem Titel Sharras Exil später völlig neu geschrieben[20]
• Die blutige Sonne. 1967, ISBN 3-426-60953-3, The Bloody Sun. 1964 rewritten 1979.
• Die Kräfte der Comyn. 1966, ISBN 3-426-60955-X, Star of Danger. 1965.
• Die Winde von Darkover. 1971, ISBN 3-426-60956-8, neuer Titel: Sturmwind. 2001, The Winds of Darkover. 1970.
• Die Weltenzerstörer. 1973, ISBN 3-426-60957-6, The World Wreckers. 1971.
• Landung auf Darkover. 1973, ISBN 3-426-60958-4, neuer Titel: Die Landung. 2000, Darkover Landfall. 1972.
• Das Zauberschwert. 1976, ISBN 3-426-60959-2, The Spell Sword. 1974.
• Hasturs Erbe. 1980, ISBN 3-426-60960-6, The Heritage of Hastur. 1975.
• Die zerbrochene Kette. 1978, ISBN 3-426-62554-7, The Shattered Chain. 1976.
• Die Amazonen von Darkover. 1978, Pabel, Terra TB 298, The shattered chain. 1976, übersetzt von Leni Sobez, Originaltitel-Angabe dieser VÖ The chattered chain.
• Der verbotene Turm. 1981, ISBN 3-426-60962-2, The Forbidden Tower. 1977.
• Herrin der Stürme. 1979, ISBN 3-426-62966-6, Stormqueen. 1978.
• Herrin der Stürme. 1979, ISBN 3-426-05717-4, Stormqueen. 1978, Knaur SF Fantasy 5717, übersetzt von Bernd Holzrichter.
• Die Zeit der hundert Königreiche. 1982, ISBN 3-426-63478-3, Two To Conquer. 1980.
• Sharras Exil. 1983, ISBN 3-426-60965-7, Sharra’s Exile. 1981.
• Herrin der Falken. 1984, ISBN 3-426-62965-8, Hawkmistress. 1982.
• Gildenhaus Thendara. 1986, ISBN 3-426-62555-5, Thendara House. 1983.
• Die schwarze Schwesternschaft. 1986, ISBN 3-426-62556-3, City Of Sorcery. 1984.
• Die Erben von Hammerfell. 1991, ISBN 3-426-60969-X, The Heirs of Hammerfell. 1989.
• An den Feuern von Hastur. 1994, ISBN 3-426-60970-3, Rediscovery of Darkover. 1993 (mit Mercedes Lackey)
• Asharas Rückkehr. 1998, ISBN 3-426-60971-1, Exile’s Song. 1996 (mit Adrienne Martine-Barnes)
• Die Schattenmatrix. 2000, ISBN 3-426-62148-7, The Shadow Matrix. 1997 (mit Adrienne Martine-Barnes)
• Der Sohn des Verräters. 2002, ISBN 3-426-70305-X, Traitor’s Sun. 1999 (mit Adrienne Martine-Barnes)
Zusammen mit Deborah J. Ross arbeitete Zimmer Bradley bis zu ihrem Tod an weiteren Darkover-Romanen. Ross hat bisher fünf davon beendet.[21] Posthum wurde die Trilogie Die Feuer von Darkover (The Clingfire Trilogy) veröffentlicht:
• Der Untergang von Neskaya. 2002, ISBN 3-442-24194-4, The Fall Of Neskaya. 2001, ISBN 0-7564-0034-1)
• Zandrus Schmiede. 2004, ISBN 3-442-24195-2, Zandru’s Forge. 2003, ISBN 0-7564-0149-6.
• Die Flamme von Hali. 2006, ISBN 3-442-24196-0, A Flame in Hali. 2004, ISBN 0-7564-0218-2.
• Hastur Lord. 2010, ISBN 978-0-7564-0622-6.

Neben den zahlreichen AVALON-Romanen ist noch der WITCHLIGHT-Zyklus relevant:

1. Geisterlicht. 1998, ISBN 3-453-87874-4, Ghostlight,1995
2. Die Engel der Dämmerung. 1998, ISBN 3-453-16137-8, Witchlight. 1996.
3. Dämonenlicht. 1999, ISBN 3-453-72028-8, Gravelight. 1997.
4. Magier der Nacht. 2000, ISBN 3-453-72060-1, Heartlight. 1998.

Alle Angaben aus der Wikipedia.de. Komplettes Werkverzeichnis: https://de.wikipedia.org/wiki/Marion_Zimmer_Bradley#Werke.

Handlung

In Morton’s Fork, einem winzigen Weiler irgendwo in den Appalachentälern, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Fremde verirren sich nur selten hierher. Doch in einem heißen Juli in den neunziger Jahren gibt es gleich zwei Gestrandete der modernen Welt im Dorf: die erfolgreiche Broadway-Schauspielerin Sinah Dellon, die hier ihren familiären Wurzeln auf die Spur zu kommen hofft; und Wycherly Musgrave, der „verlorene Sohn“ einer reichen Ostküstendynastie, der nach einem Autounfall mit seinem schicken Ferrari beschließt, an diesem Ort das Trinken aufzugeben.

Allmählich verknüpfen sich die Pfade der beiden Außenseiter. Sie wird von den Dörflern als Hexe angesehen, er als Schutzbedürftiger aufgenommen. Beide interessieren sich auffallend für das 1917 niedergebrannte Sanatorium auf dem Berg. Dort, in den Katakomben der Ruine, entdecken sie einen Altar für einen Ritus der Alten Kirche, die der Magier Thorne Blackburn wieder auferstehen ließ.

Auch als die Parapsychologin Truth Jourdemayne, die Tochter von Blackburn, als Beraterin des Forscherteams ihres Verlobten Dylan in dem Dorf auftaucht, erweist sich erneut die hohe Anziehungskraft des alten Sanatoriums. Mit ihren ausgebildeten Sinnen geht sie in die Anderswelt und entdeckt und entdeckt, dass hier ein Dimensionstor, das in die Äußeren Bereiche der Sidhe-Welt führt, unbewacht offensteht.

Dort trifft sie die Inkarnation eines Vorfahren ihres Vaters: Quentin Blackburn. Sie muss ihn bekämpfen und das Tor schließen. Bald erkennt sie, dass sie nicht die Macht hat, das Tor alleine zu schließen. Sie wendet sich an Sinah, die unwissende Wächterin des Tores seit 300 Jahren. Wird es ihnen gelingen?

Unterm Strich

Die Autorin ist eine der besten Erzählerinnen des Genres, entsprechend routiniert entspinnt sie die verzweigte Handlung, die ja 300 Jahre in die Vergangenheit reicht. Langsam steigert sie die Spannung ob der Frage, ob Truth trotz aller Gefahren und Hindernisse Erfolg beschieden sein wird. Erst am Schluß löst sich die Spannung, doch das Happyend erscheint ein wenig aufgesetzt.

Jedem Kapitel ist ein Zitat zum Thema „Grab“ vorangestellt. Dies verweist auf den Titel des Originals: „Gravelight“. Leider hat der Verlag dies nicht stehen gelassen. Von richtigen Dämonen ist im Buch jedenfalls kaum etwas zu finden.

Hardcover: 464 Seiten
Originaltitel: Gravelight, 1997;
Aus dem Englischen von Andreas Nohl
ISBN-13: 9783453143050

www.heyne.de

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