Die drei ??? Kids – Duell der Ritter (Folge 43)

Die Handlung:

„Was war das?“, rief Peter erschrocken und sah sich unsicher um. Auf der obersten Treppenstufe stand ein Mann in einem schwarzen Umhang. Seine Augen waren mit einer Maske bedeckt und in der Hand trug er einen langen Säbel. „Tod dem König!“, brüllte er. Auf Burg Drachenfels finden Ritterspiele statt, mit einer Menge spannender Wettkämpfe. Dem Sieger winkt viel Geld und die Tochter des Königs. Doch nicht alle kämpfen mit fairen Mitteln. Bald schon sind die drei ??? einem gefährlichen schwarzen Ritter auf der Spur … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Wenn schon die älteren Versionen der drei Jungdetektive ihre Abenteuer im GESPENSTERSCHLOSS erleben durften, dann baut der Autor für die jüngeren KIDS halt einfach mal eine Burg bei Hollywood. Und wenn ich mir den Klappentext so betrachte, dann wirds da nicht minder spannend werden.

Abenteuerlich finde ich auch, dass die drei Jungs genau wie in der vorletzten Folge schon, direkt zu Anfang mit jemandem mitfahren, den sie überhaupt nicht kennen. Gerade weil dieses Hörspiel für (noch) jüngere Hörer gemacht ist, sollte man schon immer wieder anmerken, dass man nicht einfach so mit fremden Leuten mitfährt, nur weil die einem abenteuerliche Sachen erzählen. Auch wenn die so cool klingen wie die Story von der Burg von Herrn Drachenfels, dem wir zusammen mit den Detektiven gleich am Start des Abenteuers begegnen.

Der hier heißt natürlich auch wirklich so, hat in der Tat eine Burg und nimmt die Jungs auch wirklich mit, um sie ihnen zu zeigen … na ja, und damit sie ihm die Einkäufe über die Zugbrücke tragen. Dass sie dann aber auch noch selbständig entscheiden, über Nacht dazubleiben, fand ich schon krass … immerhin baut der Autor noch einen Anruf bei den Eltern mit ein, sodass es nicht ganz so schlimm ist.

Und während die Jungs noch die Einkäufe mit reintragen, erfahren wir nebenbei, was Waffenschmiede im Mittelalter so alles auf einer Burg zu tun hatten. Was aber ein „Harnisch“ ist, wird uns leider ebenso wenig erklärt, wie die Benutzung einer „Schießscharte“. Dann gibts was zu essen … und wie haben die Leute das damals gemacht? Mit den Händen … na das ist ja was für Justus … beides.

Nicht ganz so lustig ist allerdings „Adebar, der Schreckliche“, der unvermittelt ins Essen platzt. Wenn man sich aber den Namen mal anschaut, dann fragt man sich schon, wie ein Storch Schrecken verbreiten soll … und so könnte man sich schon vorstellen, welche Dimensionen das Ganze annimmt, wenn er den Tod des Königs fordert. Das holde Burgfräulein findet das alles übrigens voll peinlich … Warum? Das wird Justus schnell klar, denn der behält trotz Drama den Durchblick.

Ob das wohl so bleibt … denn wenn der Schwarze Ritter auftauchte, dann gabs auch im Mittelalter schon Stress. Zumal er ja auch nicht der Einzige ist und bleibt, der nach dem Schatz des Königs trachtet. Und wenns um Geld geht, dann hört die Freundschaft auf und wenns um viel Geld geht, dann kennen einige Menschen gar keine Skrupel mehr. Das sind die Vorzeichen der Ritterspiele, die wir zusammen mit den Jungs im Burghof erleben.

Tatsächlich wird nicht fair gekämpft … und wie es im echten Leben so ist … die Bösen gewinnen leider ziemlich oft. Damit das hier am Ende nicht auch so ist, schalten sich die Fragezeichen ein und nehmen teil. Bei einer der Aufgaben, die der König den Anwärtern stellt, kann der Hörer sogar mitraten und seine Logikkünste unter Beweis stellen. Da es bei mir damit leider nicht so gut bestellt ist, wie ichs gern hätte … kamen die Jungs schon auf die richtige Lösung, als ich noch fest am Grübeln war.

Und den Rest des Fests machen sie dann auch allein. Da passiert nämlich noch so einiges und es geht turbulent zu. Und bis zum Schluss ist nicht klar, wer denn nun die Hand der zarten Prinzessin gewinnt … neben der Kohle.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Justus Jonas – Jannik Schümann
Peter Shaw – Yoshij Grimm
Bob Andrews – David Wittmann
Erzähler – Johannes Steck
Drachenfels – Lutz Mackensy
David Hooks – Daniel Montoya
Leibgarde – Stefan Metrenge
Amalie – Julia Casper
Adebar – Michael Krüger
Schwarzer Ritter – Raul Semmler

Trackliste:

1. Burg Drachenfels, 2. Tod dem König, 3. Heldentat, 4. Ritterspiele, 5. Geheimgänge, 6. Duell der Ritter

Technik-Credits:

Erzählt von Ulf Blanck
Buch & Regie: Ulf Blanck
Produktion: Blanck & Blanck GmbH
Aufnahme: Studio Funk, Hamburg • Studio Johannes Steck, München
Ton- und Sprachregie,
Post-Produktion: Live Audio Medienproduktion, Hamburg – Tonmeister: Ansgar Döbertin
Titelsong „Die drei ??? Kids“
Musik & Text: Frank Ramond / Ulf Blanck (SONY ATV)
Kinderchor der Hamburger Alsterspatzen unter der Leitung von Jürgen Luhn
Arrangement und Mix „Art of music studio“, Jens Lück
Illustrationen: Kim Schmidt
Design: Atelier Schoedsack

Die Ausstattung:

Die mit dem Covermotiv bedruckte CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält eine Doppelseite Werbung für Produkte aus der DIE-DREI-???-KIDS-Schiene, die Technik-Credits und die Sprecherliste. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe der Folge und die Trackliste.

Mein Fazit:

Auf Burg Drachenfels gibts zwar keine Drachen, aber jede Menge spannende Unterhaltung während des Ritterturniers. Und wenn die bösen Ritter mit gezinkten Karten spielen, dann lassen sich die Jungs auch etwas einfallen und das gleich mehrfach. So bleibt der Hörer bis zum Schluss gespannt, kann zwischendurch sogar mitraten, drückt kräftig die Daumen und wundert sich beim Abschlusslacher, dass schon wieder über eine Hörstunde vergangen ist. Ein kurzweiliger Spaß, der bestens unterhält.

1 Audio-CD mit 74:34 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 6 Jahren

www.natuerlichvoneuropa.de
www.dreifragezeichen-kids.de

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