Perry Rhodan NEO – Exodus der Liduuri / Roboter-Revolte (Folgen 117+118)

NEO 117 – Exodus der Liduuri

Im Jahr 2049: Mit der CREST, dem mächtigsten Raumschiff der Menschheit, hat es Perry Rhodan in den Leerraum weit außerhalb der Milchstraße verschlagen. Dort stößt Rhodan auf eine mächtige Roboterzivilisation: die Posbis.

Sie suchen das »wahre Leben« – und vernichten jegliche anderen Geschöpfe. Rhodan muss bald feststellen, dass die aggressiven Maschinenwesen einen mörderischen Feldzug gegen die gesamte Milchstraße vorbereiten.

Um diesen Krieg zu verhindern, sucht Rhodan Verbündete – und gerät in die Fänge der Nabedu, einer Splittergruppe der Posbis. Die Nabedu wollen mit der gekaperten CREST den Untergang der Erde herbeiführen. Perry Rhodan muss fliehen und erreicht die Heimat – jedoch unter völlig anderen Umständen, als er es sich je vorstellen konnte … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Mit einem Grinsen erinnere ich mich noch an die Anfänge im NEOversum, als noch ständig durch Transmitter gerannt wurde, um möglichst schnell den Handlungsort wechseln können. Es ist mal wieder soweit, dass ganz zufällig einer parat steht und Perry zur Flucht verhilft. Schließlich hat ein böser Posbi sein Erscheinen im SOL-System angekündigt. Spannend fand ich allerdings die Idee, dass hier nicht der Ort gewechselt wird, sondern die Zeit.

Und den Rest der Lesung erleben wir dann, was Perry anno 50.939 v.Chr. so alles mit den Liduuri erlebt, deren Exodus ja laut NEO-Titel ansteht. Das ist durchaus interessant und hat am Ende dann … womöglich … auch Auswirkungen darauf, was Perry so alles anstellen kann, wenn er dann mal wieder in seiner eigenen Zeit angekommen ist. Schön fand ich, dass es diesmal im Grunde nur einen Handlungsfaden gab.

Hanno Dinger liest gewohnt ruhig und betont. Gerade in der ersten Hörstunde schafft er es dabei, dass sich sogar seine Dialoge so anhören wie die Beschreibungen außen herum. Das trägt jetzt nicht gerade zum Hörspaß bei, ändert sich aber später, wenn er zumindest bei der wörtlichen Rede einen Zacken zulegt … leider aber auch nicht immer. Das lockert das Ganze dann wesentlich auf und klingt dann auch nicht mehr abgelesen.

Männchliche Sprecher klingen dann auch gern mal ein wenig rau und schroff, während die Mutantin Tani Hanafe einen höheren Tonfall zugewiesen bekommt und sehr weich und leicht zerbrechlich klingt.

NEO 118 – Roboter-Revolte

Das Jahr 2049: In einer schier aussichtslosen Lage sehen sich Menschen von der Erde einer uralten Zivilisation aus Robotern gegenüber. Auf Dunkelwelten, die sich durch den Leerraum weit außerhalb der Milchstraße bewegen, bauen die sogenannten Posbis an riesigen Maschinen und Raumschiffen.
Sie suchen das »wahre Leben« – und vernichten jegliche anderen Geschöpfe. Perry Rhodan muss feststellen, dass die aggressiven Maschinenwesen einen mörderischen Feldzug gegen die gesamte Milchstraße vorbereiten.
Es gelingt seinen Begleitern und ihm, wertvolle Informationen über die Posbis zu erlangen. Mit ihnen steuert er sein nächstes Ziel an. Doch dort erlebt der Raumfahrer von der Erde eine Roboter-Revolte … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

In diesem NEO hören wir von den Bemühungen Eric Leydens, den Konstruktionsfehler bei den Posbis zu reparieren. Der andere Handlungsfaden beschäftigt sich mit Perry Rhodan, der aus der Vergangenheit wieder zurückgekehrt ist und sich auf der Posbi-Heimatwelt mit durchgedrehten Halb-Robotern herumschlagen muss.

Beide Handlungsfäden tragen jeder für sich prima zur spannenden Hörbespaßung bei und bieten dabei mehr Abwechslung als ich erwartet hatte. Gerade das, was Leyden erlebt, ist eigentlich recht schnell erzählt, weil er die Lösung des Problems zügig gefunden hat. Dass der Autor aber am Ende dieses Handlungsfadens einen spannenden Cliffhanger einbaut, das hat mich sehr positiv überrascht und gefreut, auch wenn Cliffhanger sonst so gar nicht meins sind.

Aber auch von Perry Rhodan und seinem Kampf um die CREST gibts eine Menge Interessantes zu berichten und Geballer zu erleben. Es kracht zwangsläufig ordentlich, wenn 18000 Fragmentraumer loslegen.

Axel Gottschick legt flüssig los und holt den Hörer direkt ab. Wer diese Lesung hier direkt im Anschluss an die erste hört, der kommt fast mit dem Hören nicht mehr hinterher. Nicht nur klingen die Szenenbeschreibungen des Sprechers sehr lebendig … er liest auch einfach schneller. Irgendwo müssen die 20 Minuten Längenunterschied zwischen den beiden NEO-Lesungen dieser Ausgabe ja herkommen.

Außerdem fühlt es sich für mich bei Gottschick-Lesungen grundsätzlich so an, als hätte er mehr Dialoge zu sprechen als sein Kollege. Das wird aber eher daran liegen, dass Axel Gottschick mehr Schauspiel und Intensität am Mikro bietet und die von ihm vertonten Charaktere unterschiedlichere Merkmale von ihm bekommen. Das kann dann auch schon mal ins Laute und Krächzige abdriften … besonders, wenns um den Ober-Posbi Aashra geht.

Frauen klingen bei diesem Sprecher auch weicher als männliche Figuren, aber nicht so hoch von der Tonlage her … das hat mir ein wenig besser gefallen als bei der Vorherigen.

Die Sprecher:

Hanno Dinger (geb. 1969) wuchs in Wuppertal auf und besuchte die Hochschule für Musik und Theater in Bern (CH). Danach folgten zahlreiche Bühnenengagements u.a. in Konstanz, Linz, Basel, Zürich, Düsseldorf, bis er sich entschloss, vor allem in eigener Verantwortung zu arbeiten. Sein Weg führte nach Köln, wo er sich neben Rundfunk und Fernsehtätigkeiten in zahlreichen Theaterprojekten engagierte und die freie Bühne Raketenklub leitet. (Quelle: Perrypedia)

Axel Gottschick kann auf 25 Jahre Theatererfahrung und 13 Jahre Rundfunk-, Film- und Fernseharbeit zurückblicken. Er spricht Voice-Over für Dokumentarproduktionen und Radiohörspiele.

Die MP3s

Die Qualität der MP3s entspricht dem Eins-A-Medien-Standard: 192 kbps, 41,1 kHz und Joint Stereo. Die Tracks sind fortlaufend nummeriert, wobei die Tracknummer im Dateinamen vorn steht und im ID3-Tag am Ende. Auch der Name des Autors ist vorhanden, der des Sprechers nicht.

Das Cover des jeweiligen Taschenhefts ist auch im ID3-Tag zu finden und liegt dem jeweiligen Hörbuch zusätzlich als JPG- und als PDF-Datei in der Auflösung 2400 x 2400 und als JPG noch mal in 500 x 500 bei. Außerdem gibts noch eine TXT-Datei, in der die Technik-Credits, ein Urheberrechtshinweis und noch mal der Klappentext zur Lesung nachzulesen sind.

Die Ausstattung:

Die beiden MP3-CDs, die mit den jeweiligen Taschenheft-Cover bedruckt sind, stecken in einem Digipak auf dessen Front das Titelbild von Perry Rhodan NEO 118 zu sehen ist. Auf der Rückseite gibt es Inhaltsangaben zu den beiden Folgen zu lesen.

Technik-Credits:

Executive Producer und Regie: Hans Greis
Technik und Sounddesign: Michael Sonnen, Jan Gerhard
Sprecher: Hanno Dinger, Axel Gottschick
Cover- und CD-Illustration: Dirk Schulz, Horst Gotta

Fazit:

Mit Mutanten und Zeitreisen kriegt man mich immer … ums Letztere gehts in der ersten NEO-Lesung. Da erlebt der Hörer zusammen mit Perry den Exodus der Liduuri. Ob das Auswirkungen auf die aktuelle Posbibedrohung hat, bleibt abzuwarten.

Die zweite NEO-Geschichte führt nicht nur Perrys Handlungsfaden fort, sondern treibt auch die Haupthandlung voran. Eric Leyden versucht unter extremem Zeitdruck den Fehler in der Architektur der Posbis zu finden und hat Erfolg … oder?

Hanno Dinger lässt es in der ersten Lesung ruhig angehen, geht nicht aus sich heraus und nimmt nur selten Tempo auf. Das kennt der Langzeit-NEO-Hörer ja schon von ihm … zumindest bei den beschreibenden Szenen. Hier war er mir auch bei einigen Dialogen ein wenig zu träge unterwegs.

Das Gegenteil lässt Axel Gottschick in der zweiten Lesung hören. Seine Dialoge klingen sehr „gefühlsecht“, die Charaktere haben eine Vielzahl an unterschiedlichen Hörmerkmalen und auch bei den beschreibenden Szenen gibts jede Menge Schauspiel vor dem Mikro.

Mir gefällt die flotte Vortragsweise mit mehr Feuer drin besser, aber auch die ruhige Variante hat durchaus seinen Reiz. Fans gibts bestimmt auf beiden Seiten.

2 MP3-CDs im Digipak
NEO 117 – Exodus der Liduuri: 5:56 Std. Spieldauer (ungekürzt), 61 Tracks, gelesen von Hanno Dinger
NEO 118 – Roboter-Revolte: 5:35 Std. Spieldauer (ungekürzt), 60 Tracks, gelesen von Axel Gottschick
ISBN-13: 978-3-95795-073-4

www.einsamedien.de

Die Reihe „Perry Rhodan NEO“ ist beim Verlag auch als Download-Version erhältlich.

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