Libba Bray – Gemmas Visionen (Der geheime Zirkel 1)

‚Der geheime Garten‘ trifft ‚Club der toten Dichter‘

England im 19. Jahrhundert: Die 16-jährige Gemma wird auf der „Spence-Akademie“ zur heiratsfähigen jungen Dame erzogen. Um dem strengen Schulalltag zu entkommen, gründet sie mit ihren Freundinnen einen geheimen Zirkel. Als die Mädchen das Tagebuch einer ehemaligen Schülerin finden und darin lesen, wird Gemma von unerklärlichen Visionen heimgesucht. Und die scheinen mit dem ausgebrannten Ostflügel des Internats zusammenzuhängen …

Die Autorin

Libba Bray, geboren 1964 in Alabama / Texas, schreibt Theaterstücke, Romane und Kurzgeschichten. Ihr erster Roman „Der geheime Zirkel – Gemmas Visionen“ sowie dessen Fortsetzung sind in den USA laut Verlag sehr erfolgreich. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Brooklyn / New York.

Die Sprecherin

Julia Nachtmann, geboren 1981 in Filderstadt bei Stuttgart, absolvierte von 2001 bis 2005 ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg. Nach Gastspielen am Volkstheater München, am Nationaltheater Weimar, am Schauspielhaus Stuttgart und einem Engagement am Thalia-Theater Hamburg gehört sie seit 2005 zum Ensemble des Schauspielhauses Hamburg. Sie tritt außerdem in TV-Produktionen auf. Julia Nachtmann erhielt den Boy-Gobert-Preis der Körber-Stiftung. Sie lebt in Hamburg.

Die Hörfassung erstellte Barbara Meerkötter, Regie führten Franziska Paesch, Uticha Marmon und Jens Kronbügel, der auch den Ton steuerte. Aufnahme, Schnitt & Mastering übernahm das Studio WunderWelt in Hamburg.

Handlung

Am 18. Juni 1895 ist Bombay noch fest in britischer Hand und demzufolge können sich die beiden Memsahibs Mrs. Virginia Doyle und ihre sechzehnjährige Tochter Gemma unbehelligt durch den Basar der Kolonie bewegen. Sie haben ihre Dienerin Sarita dabei, die ihre Einkäufe schleppt. Mrs. Doyle trägt wie immer ihr Amulett mit dem Auge über dem Halbmond um den Hals, das ihr eine Dorfbewohnerin geschenkt hat. Gemma streitet sich mit ihrer Mutter, weil diese sie nicht, anders ihren Bruder Tom, nach London reisen lässt. Ein Mann rempelt ihre Mutter plötzlich an, und Gemma bemerkt einen zweiten, jüngeren Mann, der sie anstarrt. Der ältere Mann flüstert ihrer Mutter warnend zu: „Circe ist nahe!“ Dann verschwinden die beiden im Gewühl des Basars.

Gemma denkt sich nichts dabei, und ihre Mutter lässt sich nicht anmerken, ob sie Angst hat. Aber sie gibt Gemma ihr Amulett und schickt sie nach Hause. Allein irrt Gemma durch die Gassen, bis sie wieder auf den starrenden jungen Mann stößt. In diesem Moment hat sie eine Vision, in der ihr Geist sie zu ihrer Mutter führt. Diese geht in einen Laden mit einem Auge-und-Mond-Symbol. Der Inder, der sie vor Circe gewarnt hat, zieht seinen Dolch. Das Dunkel im Innern des Ladens scheint sich zu bewegen und stürzt sich auf den Mann mit dem Dolch. In letzter Sekunde ergreift Gemmas Mutter dessen Dolch und stößt ihn sich selbst ins Herz.

Gemma schreit auf und kommt zu sich. Der junge Mann fragt sie, was Gemma gesehen habe – seinen Bruder? Als Gemma zu einer Menge vor einem Laden geht, bemerkt sie die Leiche ihrer Mutter neben der des Mannes, der den Dolch hatte. Fortan gibt sich Gemma die Schuld am Tod ihrer Mutter und bereut, was sie Gehässiges zu ihr gesagt hat.

England, zwei Monate später.

Ihr Bruder Tom bringt Gemma, die einige Wochen bei ihrer Großmutter verbracht hat, in die „Spence-Akademie“, ein Mädcheninternat für junge Damen, die hier heiratsfähig gemacht werden. Was Tom unter „heiratsfähig“ versteht, sagt er ihr klipp und klar. Die ideale Frau soll einem Mann alle Alltagssorgen vom Leib halten, Kinder großziehen und den Haushalt führen. Für die Aufnahme in die höheren Stände muss eine Frau zudem Französisch beherrschen und tanzen können, Kunst kann nicht schaden. Vor allem soll sie einem Mann niemals widersprechen, denn er hat immer Recht. Über diesen Punkt denkt Gemma jedoch ganz anders, aber das bindet sie Tom nicht auf die Nase.

Als sie sich dem Eingang des schlossartigen Komplexes nähern, hält eine Zigeunerin die Kutsche auf. Die alte Frau nennt sich Mutter Elena und glaubt Gemma wiederzuerkennen, bevor sie sie nach ihrer Tochter Carolina fragt. Die Haushälterin Bridget begrüßt die Neuankömmlinge. Tom vergattert Gemma zum Schweigen über die Ursache von Mutters Tod. Auch bei der Direktorin bleibt Gemma wohlweislich bei der offiziellen Version: Mutter sei an Cholera gestorben. Denn alles andere brächte Schande über die Familie Doyle. Und diesen Ärger könnte ihr Vater, der seit dem Tod seiner Frau drogensüchtig ist, nicht verkraften.

Das verborgene Reich

Ihre Zimmergenossin Ann Bradshaw, ein mittelloses Mündel, warnt Gemma vor den beiden Wortführerinnen unter den Schülerinnen, Felicity Worthington und Pippa Cross. Wie fies diese beiden sind, kann Gemma schon bald bezeugen, denn sie versuchen, Ann Bradshaw den Diebstahl eines wertvollen Saphirrings in die Schuhe zu schieben. Gemma lässt sich für die hilflos stotternde Ann eine schlaue Ausrede einfallen, der Miss Moore, die beaufsichtigende Kunstlehrerin, beipflichtet, ist es doch ein eleganter Ausweg aus der misslichen Lage, die die Intrige hervorgerufen hat.

Felicity und Pippa warten nicht lange, um es ihr heimzuzahlen. Um in ihren geheimen Klub aufgenommen zu werden, soll Gemma eine Mutprobe ablegen: Sie soll Reverend Waites Messwein stehlen. Doch als sie in der Kapelle ist, wird sie eingeschlossen. Zu ihrer Bestürzung taucht der junge Inder aus Bombay auf. Er stellt sich als Katik vor, wohne bei den Zigeunern im Park und sei der Bruder von Amar, der sich für Gemmas Mutter geopfert habe. Amar war ihr Beschützer. Katik zeigt Gemma den verborgenen Ausgang aus der Kapelle und warnt sie vor weiteren Visionen, bevor er verschwindet.

Auf dem Weg zurück in das Internat ereilt Gemma prompt eine weitere Vision. Ein kleines Mädchen mit einer Puppe führt sie in eine Höhle im Wald und zeigt, wo ein Buch verborgen ist. Als sie es in ihrem Zimmer liest, entpuppt es sich als das Tagebuch einer früheren Schülerin des Internats. Mary Doubt führte es vom 31.12.1870, ihrem 16. Geburtstag, bis zum 7. April 1871, als etwas Schreckliches geschah. Am 12.2. 1871 berichtet Mary nach langem Zögern endlich von dem Reich, das sie entdeckt und durch ein Tor aus Licht betreten habe. Ihre Freundin Sara Rhys-Tomb will ebenfalls in dieses wunderschöne Land.

Gemma wird selbst kurz darauf von einer Vision in dieses Land getragen und erhascht einen Blick auf ihre Mutter, deren Kleid auf der Flucht durch den Wald zerreißt. Gemma nimmt den Streifen blauer Seide an sich. Aber sie sieht auch Amar wieder, der vor ihr in einer eisigen Winterwelt flieht, und die Dunkelheit lockt: „Komm zu uns!“ Trotz Katiks Warnung beschließt Gemma, in diesem magischen Land ihre Mutter zu suchen. Felicity, der sie kurz danach begegnet, entdeckt in Gemmas Mieder einen blauen Stoffstreifen. War Gemma wirklich dort?

Mein Eindruck

Die Autorin von „Der geheime Zirkel“ – es gibt bislang zwei Bücher darüber – wandelt auf wohlbekannten Pfaden, versucht aber dennoch, ihren eigenständigen Ton und Blickwinkel zu realisieren. Gemma verfügt wie Harry Potter über eine geheime magische Fähigkeit, die sie allmählich zu erproben versucht. Über Nacht verliert sie wie Harry ihre Eltern, die Mutter durch Selbstmord und den Vater durch den damit ausgelösten Schock. (Dass er noch dahinvegetiert, ist fürs Gemmas Entwicklung nicht von Belang.)

Wie Harry braucht auch Gemma eine Ausbildung, und zwar sowohl hinsichtlich der Vervollkommnung ihrer „Heiratsfähigkeit“, als auch hinsichtlich ihrer Kräfte, die sie im Reich der Magie einzusetzen vermag. Anders als Harry, der meist in der gleichen Hogwarts-Umgebung bleibt (die diversen Invasionen aller Art ausgesetzt ist), wechselt Gemma mehr oder weniger durch einen Willensakt in eine komplett andere Welt über. Diese Welt ist so romantisch, wie es sich die viktorianischen Dichter vorstellten: Wald, Rehe, Grotten, Schmetterlinge. Pippa schafft es sogar, sich einen strammen jungen Ritter herbeizuwünschen, der nichts Eiligeres zu tun hat, als sich zu ihrem ergeben Diener zu erklären.

Doch in dieser Märchenwelt, wo Wünsche buchstäblich wahr werden, gibt es eine verborgene Herrscherin: Circe, die ihre Macht durch das Auftauchen Gemmas in Gefahr sieht und sie durch allerlei Illusionen zur Räson zu bringen versucht, bis das Reich selbst an den Rand des Ruins gebracht ist. Circe, eine wahre Lilithfigur in diesem Paradies, macht sich zunutze, dass Gemma vergessen hat, einen Eintrittspreis zu bezahlen: Sie kennt die Wahrheit nicht.

Die Suche nach dieser Wahrheit ist der eigentliche Reiz, den diese Geschichte bietet. Den Schlüssel stellt das Tagebuch der Mary Doubt (= Zweifel) dar. Angespornt von ihrer Freundin Sara Rhys-Tomb (tomb = Gruft), die nach Macht und Kontrolle über die Magie des Reiches strebt, begeht Mary ein unglaubliches Verbrechen: die Opferung eines Menschen. Da durch das Opfer die Verehrung des finsteren Geistes Circe bestätigt ist, der im Reich herrscht, entscheidet sich das Schicksal von Mary und Sara auf dramatische Weise. Dies und noch mehr herauszufinden, kommt einer diffizilen Detektivarbeit gleich, doch Gemma und Co. sind viel zu emotional, um streng logisch zu Werke zu gehen. Die Entdeckung der Wahrheit verändert Gemma unwiderruflich.

Um mit den Entdeckungen und ihren Folgen umgehen zu können, müssen Gemma und ihre Gefährtinnen rasch wachsen, indem sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und anderen Menschen zu verzeihen.

Das rasche innere Wachstum reicht aber nicht aus, um die arme Pippa vor einem traurigen Los zu bewahren. Pippa soll ja den grässlichen Mr. Bartleby Bumble heiraten, damit dieser weiterhin die Spielschulden ihres Vaters begleicht. Pippa wird quasi verschachert, denn junge Frauen haben nun mal nichts zu melden. Selbst eine List, an der Gemma teilnimmt, fruchtet nichts. Um diesem Schicksal zu entgehen, greift Pippa zum leichtesten Ausweg, der sich ihr bietet: das magische Reich. Ihre Not kann Circe leicht ausnutzen. Als Gemma ihrer Freundin beispringen will, wird sie selbst leichte Beute der Zauberin und ihres Ungeheuers.

Die Lady of Shalott

Die entscheidende Szene findet am Fluss statt: Pippa halb ertrunken im Boot, das den Fluss hinabtreibt. Dieses Bild entspricht exakt dem Gemälde der „Lady of Shalott“, das im Schulunterricht des Internats von Miss Moore vorgestellt wird und eine Szene aus Alfred Lord Tennysons (1809-92) 1832 entstandenem Gedicht darstellt. Diese romantisch-elegische Ballade ist im Booklet auszugsweise abgedruckt, weil das Motiv so wichtig ist.

Die Lady lässt sich im Fluss des Lebens treiben und hat keine Steuerungsmöglichkeit über das Boot, auf das sie ihren eigenen Namen geschrieben hat. Sie singt ihr Sterbelied, bis sie stirbt (vermutlich aus Liebeskummer). Ihre schön in Weiß gekleidete Leiche treibt an Arthurs Schloss Camelot vorüber. Das Bild fasst metaphorisch das Schicksal zusammen, das für eine traurige, vom Weg abgekommene viktorianische Frau vorgesehen ist: Sie wird umhergetrieben, da ihr nicht gestattet wird, einen eigenen Willen und eigene Wünsche zu haben. Dass Pippa dieses Bild im magischen Reich realisiert, ist folgerichtig: Hier werden nicht nur Wünsche wahr, sondern auch tiefere Wahrheiten.

Gemmas Aufgabe besteht danach darin, diese Katastrophe zu verarbeiten, die Wahrheit aufzudecken und darauf hinzuarbeiten, alles, was schiefgelaufen ist, wieder zu richten. Insbesondere ihre Auseinandersetzung mit Circe steht noch bevor. Das folgt in der Fortsetzung „Circes Rückkehr“.

Die Sprecherin

Julia Nachtmann verfügt über eine junge, aber nicht mädchenhafte Stimme, die sie energisch erheben, aber auch zu einem Flüstern senken kann. Besonders die Direktorin des Internats, eine Dame mit dem bezeichnenden Namen Nightwing (= Nachtflügel), klingt äußerst befehlshaberisch und duldet keinen Widerspruch. Nur Felicity, die kommandierende Anführerin des geheimen Zirkels um Gemma Doyle, kann ihr das Wasser reichen. Alle anderen Mädchen sind weitaus zurückhaltender und drücken sich zaghafter aus. Dies geht bis hin zu einem Stottern der armen Ann Bradshaw. Das zischende Flüstern Circes „Komm zu uns!“ ist sicherlich nicht als Zeichen von Zaghaftigkeit zu missdeuten.

Die männlichen Figuren sind recht unterschiedlich gezeichnet. Tom Doyle hat eine tiefe Stimmlage und er redet mit autoritärer Überzeugung. Ganz anders hingegen Katik, der Hindu aus Bombay. Er spricht zögerlich vor allem, weil er in einer Fremdsprache (Englisch) reden muss. Recht lustig ist hingegen Mr. Bartleby Bumble, eine Dickensianische Karikatur, deren gemütliche, aber hinterlistige Wohlbeleibtheit durchklingt. Am schwächsten klingt naturgemäß Gemmas drogensüchtiger Vater, der durch geistige Abwesenheit nicht gerade glänzt.

Fremdsprachen

Das britische Kaiserreich kennt viele Kulturen, und einige davon sind auch klanglich vertreten. Das Französisch von Mademoiselle Lefarge, das die Sprecherin fehlerfrei ausspricht, glänzt durch seine Makellosigkeit. Aber in der Nähe der Schule treiben sich auch Zigeuner herum. Felicitys Lover ist einer davon. Die Sprecherin verleiht ihm einen gutturalen Akzent, der zur Not passt. Aber auch die russische Séance-Betrügerin „Madame Romanoff“ hat eine gutturalen Akzent, und ob das ein russischer Zungenschlag ist, da bin ich mir nicht sicher.

Geräusche

Es gibt zwar keine Musik, aber ein einziges Geräusch. Es ist ein tiefes Rumpeln oder Grollen, und es wird stets dann eingesetzt, wenn die Magie Gemmas eine Rolle spielt. Aber auch im Reich der Magie selbst erklingt dieses Geräusch. Vermutlich soll es so etwas wie eine Gefahr oder Bedrohung signalisieren. Das leuchtet ein, denn an einer Stelle begleitet es das Auftauchen von Circes Ungeheuer.

Unterm Strich

Auch wenn es sich zunächst so anlässt (s. o.), so ist doch der erste Teil von „Der geheime Zirkel“ kein weiterer Harry-Schotter-Abklatsch, sondern setzt sich im Stile eines Robert Holdstock mit den Gesetzmäßigkeiten auseinander, die dem Reich der Magie und seinem Betreten innewohnen. Der Eintrittspreis ist zunächst für die Mädchen, die ihrer trostlosen viktorianischen Umgebung entflohen sind, unsichtbar, doch sie werden gewarnt. Es gibt auch hier ein Reich des Todes, wo die verlorenen Seelen, die die herrschende Zauberin Circe gefangen hat, umherirren. Und es nicht möglich, die Vergangenheit hinter sich zu lassen. Für Potter-Fans mag dies selbstverständlich und banal klingen, aber das Thema der Sterblichkeit wird auf mehrfache Weise durchgespielt und sehr ernst genommen.

Abgesehen von den Verwicklungen, die sich daraus ergeben, enthält das Buch durch das von Gemma gefundene Tagebuch der Mary Doubt einen spannenden Handlungsstrang, an dessen Ende, wie so oft, die Enthüllung einer schrecklichen Wahrheit wartet. Diese hat wiederum eine Katastrophe zur Folge. Es gibt für die Heldin jede Menge zu tun, was sie im Folgeband zu erledigen hat. Sie ist nun die Leiterin eines Ordens von magisch begabten Frauen, die gegen einen gegnerischen Orden namens Rakshana zu kämpfen zu haben. Was im ersten Band nur ein Geplänkel ist, dürfte sich im zweiten Band zu einer Schlacht ausweiten.

Das Hörbuch

Julia Nachtmann gestaltet die Handlung mit energischer und flexibel eingesetzter Stimme. Besonders beeindruckt hat mich ihre perfekte Beherrschung des Französischen, die sie mehrfach unter Beweis stellt. Es wäre schön, wenn sie ihr Talent noch mehr in Richtung Charakterisierung von Einzelpersonen ausbauen würde, denn noch sind ihre Figuren recht typisiert. Aber diese Typen passen zumindest genau in die viktorianische Ära.

Das Geräusch, das mehrmals zu hören ist, um Gefahr und Magie zu signalisieren, wird nur hinsichtlich der Lautstärke variiert, was ich wenig gelungen finde. Sicherlich stand der Aufnahmeleitung noch eine breitere Palette von Toneffekten zur Verfügung, oder?

Insgesamt haben mir Story und Buch sehr gut gefallen. Dies ist nicht das übliche Fantasygeschwurbel, sondern eine auf das wachsende Selbstbewusstsein der Hauptfiguren setzende Auseinandersetzung mit Schuld, Vergangenheit und Sterblichkeit. Hier wird nicht weggesehen und die Heldin durch ein literarisches Videogame gejagt, sondern Gemma muss sich innerlich rasch weiterentwickeln, um überleben zu können. Ihre Freundin hat es bereits erwischt. Wer ist das nächste Opfer Circes?

Hinweis: Das gleichnamige Buch ist im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen (480 Seiten, 12,95 EU, ISBN 978-3 423-71228-6).

305 Minuten auf 4 CDs
Originaltitel: A great and terrible beauty, 2003
Aus dem US-Englischen übersetzt von Ingrid Weixelbaumer
www.jumboverlag.de
www.libba-bray.de

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