Die drei ??? Kids – Der goldene Drache (Band 67)

Die Handlung:

Ein heftiges Unwetter tobt über Rocky Beach. Plötzlich streckt ein Drache seinen Kopf zwischen den Wolken hervor und speit Gold! Die drei ??? Kids gehen dieser mysteriösen Erscheinung auf den Grund. (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Der goldene Drache? Klar kenn‘ ich den, das ist doch dieses China-Restaurant in der Bahnhofstraße! Hab ich den Fall jetzt gelöst? Yay! Aber im Ernst … Monster in den Wolken hatten wir doch auch gerade erst … und der Fall hieß auch noch „Monster-Wolken“ (Band 63). Sind derzeit Story-Recyclingtage bei den KIDS? Zum Glück nicht, denn dieser Fall ist ein anderer, ein ganz anderer.

Wie ein Märchen klingt es … das von „Sterntaler“ um genau zu sein … wenn wir am Anfang der Geschichte die Grundlagen für unsere Detektivarbeit gelegt bekommen. Nicht nur die Jungs werden Zeuge, wie der Drache vom Klappentext am Himmel erscheint und auf einmal Wertvolles versprüht. Lustig fand ich die des Autors, dass Tante Mathilda diesmal schneller dem Ursprung entgegendüst, als die Jungs es mit ihren Rädern können.

Wir haben also einen „Drachen“, der alles, was er bei seinem Flug verteilt hat, punktgenau auf dem Grundstück eines Rocky Beachers landen ließ, dem es die meisten gönnen … sehr merkwürdig … alles. Schnell tauchen die ersten beiden Personen auf, die wir in die Ermittlungen mit einbeziehen sollten und eine Legende über einen Drachen gibts in der Gegend angeblich tatsächlich … oder ist die nur Seemannsgarn?

Immer seltsamer wirds, wenn wir zuerst einen Kredithai und dann den tatsächlich oder vielleicht doch nur gespielt verwirrten Besitzers des Grundstücks kennenlernen. Wieso ist denn sein Boot verschwunden? Hängt das alles zusammen? Wer hat wovon einen Vorteil? Fragen über Fragen … aber Justus behält den Durchblick und kombiniert wie gewohnt sehr zielsicher. Denn er weiß, wie Banken Geld verdienen und auch Kredithaie gehen genauso „brutal“ mit Menschen um, die sich Geld leihen wollen.

Die Recherche der Jungs ist so dermaßen erfolgreich und geht so zügig voran, dass die Geschichte eigentlich schon 40 Seiten vor Schluss zu Ende wäre, denn die Hintergründe sind klar. Ein paar Kleinigkeiten gilt es aber immer noch aufzuklären, damit wir zu einem runden Ende kommen. Außerdem reicht Aufklären allein ja nicht aus, es muss auch noch etwas passieren, denn die Bösen müssen schließlich immer eins aufs Dach kriegen, damit wir ordentlich abschlusslachen können.

Und damit genau das eintreten kann, dafür hat Justus auch schon einen raffinierten Plan …

Der Autor:

Boris Pfeiffer wurde 1964 in Berlin geboren, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Er machte Abitur, wurde Buchhändler und Taxifahrer, studierte Sprachwissenschaften und Landschaftsplanung an der TU-Berlin und Drehbuch an der Berliner Filmhochschule. Anschließend arbeitete er als Regieassistent und Regisseur an verschiedenen Theatern. 1994 wurde sein erstes Theaterstück für Kinder am Berliner GRIPS Theater uraufgeführt. 2003 erschien sein erstes Kinderbuch: ‚Kira und Buttermilch. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Was es mit dem Gold speienden Drachen aus den Wolken auf sich hat, das haben die Jungs relativ fix ermittelt. Was aber dahinter steckt und wer hier was von wem will, das ist spannend genug, um über die gesamte Länge des Buches gut zu unterhalten. Und das, obwohl wir lange vor Erreichen der letzten Seite schon wissen, worum es hier eigentlich geht.

Die Story ist gut durchdacht und prima umgesetzt, bietet kurzweilige Unterhaltung und ist auch für die jüngsten Leser bestens geeignet.

Laminierter Pappband: 128 Seiten
Illustrationen von Kim Schmidt
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-440-14887-7

www.kosmos.de

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (1 Stimmen, Durchschnitt: 3,00 von 5)

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