Schlagwort-Archive: Roger Zelazny

Zelazny, Roger – Clan der Magier, Der

_Happy Halloween mit Sherlock_

Der richtige Fantasy-Roman für Halloween (oder die Walpurgisnacht). Eine Mischung aus Tierfabel, Douglas Adams‘ Satire und Neil Gaimans Dark Fantasy à la „Sandman“, mit Zutaten aus H. P. Lovecrafts Gruselwerk.

Die unheimlichen Illustrationen von Gahan Wilson sorgen für den zusätzlichen makabren Kick!

_Handlung_

Snuff ist ein Wachhund. Kein hundsgewöhnlicher Wachhund natürlich. Er betrachtet es zwar als seine wichtigste Aufgabe, die Behausung seines Herrchens vor zudringlichen und neugierigen Besuchern freizuhalten. Das ist keine einfache Aufgabe, bedenkt man, dass zu diesen Besuchern Fledermäuse und Schlangen, Ratten und Katzen gehören, die ihren jeweiligen Herrchen bzw. Frauchen berichten sollen, was sie bei Snuffs Herrchen fanden. Snuffs Herrchen ist Jack the Ripper. Wir befinden uns also im viktorianischen England, nahe London.

Doch noch etwas wichtiger ist für ihn herauszufinden, wer von den sonderbaren Gestalten in der Umgebung den Weltuntergang herbeiführen will – und vor allem, an welcher Stelle. Zu den Methoden, dies herauszufinden, gehört eine Art kabbalistische Mathematik: Snuff ist ständig am Kalkulieren.

Snuffs Heim ist wenig heimelig. Es ist seine Aufgabe, das DING IM KREIS, das DING IM KLEIDERSCHRANK und die GLITSCHIGEN DINGER in Jacks magischem Spiegel in Schach zu halten. (Ups, ich habe das DING IM ÜBERSEEKOFFER vergessen! Und das DING IM SPEICHER!) Zum Glück kann Snuff mit Jack, den WESEN und anderen Tieren sprechen und hat immer die entsprechenden schlagenden Argumente parat, sollte mal eines der WESEN ausbüchsen wollen.

In der Umgebung von Jacks Haus in London haben sich, wie gesagt, unheimliche Gestalten eingefunden. Denn es ist mal wieder so weit: Halloween, das alte keltische Samhain, steht vor der Tür, die Nacht, in der sich die Grenze zwischen der Welt der Lebenden und der der Geister und Götter als unerwartet löchrig erweisen kann. Snuff findet heraus, dass sich die Kollegen seines Herrchens in einem Kreis angesiedelt haben, in dem ein mysteriöses Ritual abgehalten werden soll, bei dem sie die Alten Götter herbeirufen wollen. Jawohl: Lovecrafts Alte Götter! Cthulhu, Nyarlathotep und dergleichen Gelichter mehr!

Zu den illustren Gestalten gehören der GROSSE DETEKTIV (Sherlock Holmes nebst Watson), der DUNKLE GRAF (Dracula nebst Fledermaus Needles), die VERRÜCKTE JILL (eine Hexe nebst Katze Graymalk), der GROSSE DOKTOR (Frankenstein nebst Igor und Monster), außerdem ein verrückter Mönch (= Rasputin) und ein geheimnisvolles Paar namens Morris und & McCab (nebst Schlange mit dem aparten Namen Quicklime, also ‚Löschkalk‘).

Als Jack und seine Kollegen als Zutaten fürs Ritual auch Leichenteile und frische Leichen benötigen, wird die Sache kriminell. Nicht genug, dass bereits ein verrückter Vikar die Atmosphäre aufheizt, nach dem Tod eines Bobbys patrouillieren auch noch Polizisten das Areal. Wenig später muss Snuff einen toten Bobby von seiner Türschwelle entfernen, und auch der GRAF gibt vorzeitig den Löffel ab: Ein unsichtbarer Killer geht um.

Die Lage spitzt sich zu, je näher der 31. Oktober rückt. Doch Snuff tut sein Möglichstes, um zum Erfolg beizutragen, das Öffnen zu verhindern: Er ist einer der Schließer, hat aber mächtige Widersacher. Aber auch er kann nicht ahnen, was auf ihn zukommt, als sich die Pforten der Hölle tatsächlich öffnen.

_Mein Eindruck_

Die Kapitel entsprechen den einzelnen 31 Tagen des Oktober. Auf den ersten 50 Seiten ist der Eindruck, den die Story hinterlässt, recht positiv: Viele neue Ideen, die wundervollen Zeichnungen, und man muss sich erst einmal zurecht finden. Auch Snuffs Redeweise ist von erfrischender Ungekünsteltheit – ein Yankee in London. Doch dann tauchen immer wieder die gleichen Figuren auf, und es tut sich nur wenig. Stattdessen quasselt Snuff mit einem halben Dutzend Figuren, meist Tieren, die ganze Zeit. Rund neunzig Prozent des gesamten Buches bestehen aus Dialogen. Es ist nötig, sich die Namen der Gesprächsteilnehmer gut zu merken.

Erst ab Seite 150 ist wieder richtig was los: Der erste der SPIELER findet ein unschönes Ende, der GRAF. Snuff und seine Freundin, die Katze Graymalk, gehen auf Erkundung ins Lovecrafts Katzenparadies im „Traumland Kadath“, genauer: nach Ulthar. Das ist allerdings fast ein wörtliches Zitat des alten Meisters, das sich über mehrere Seiten erstreckt. Etwas für Nostalgiker.
Die Spannung des recht überraschungsreichen Schluss sollte man sich bewahren, indem man das letzte Kapitel über den 31. Oktober, also Halloween, nicht zuerst liest.

_Unterm Strich_

Um den 20. herum erreicht der Monat Oktober wie auch dieser Roman eine Art toten Punkt. Diesen gilt es zu überwinden. Ansonsten bietet dieses Buch eine Art fantastisches Puzzle- und Ratespiel wie in den besten der Sherlock-Holmes-Romane. Da dies aber Dark Fantasy ist, treten ein paar unkalkulierbare Horrorelemente in die Gleichungen ein – sie sorgen für mehr Spannung und etwas düstere Farbe.

Ironisiert wird das grimme Geschehen vor dem Öffnen der Höllenpforte durch Snuffs (und seiner Freunde) Bemühen, allem rational auf die Spur zu kommen. Die Tiere sprechen untereinander wie in Disneyfilmen, um Infos auszutauschen und zu argumentieren. Gegenüber Menschen jedoch kann Snuff schaupielern, ein treudoofes Hundchen zu sein, das nicht sprechen kann. Zelazny, ein Meister seines Fachs seit den 70er Jahren, sorgt so auf der fast vergessenen Ebene der Tierfabel für hintergründigen Humor.

|Die Illustrationen|

Jedem Kapitel ist eine Schwarzweißzeichnung von Gahan Wilson beigefügt. Gahan Wilson muss man wohl nicht mehr vorstellen, denn seine Illus sind in den wichtigsten Magazinen der Welt zu finden. Dennoch: Seine Figuren sind in deutlichen Strichen gezeichnet, die jedoch so angeordnet sind, dass a) eine sehr merkwürdige Perspektive und b) eine recht verzerrte, geradezu unheimliche Darstellung der jeweiligen Figur erzielt wird.

|Originaltitel: A night in the lonesome October, 1993
Aus dem US-Englischen übertragen von Peter Pape|

Roger Zelazny – Die Insel der Toten (Francis Sandow 1)

Der Torso eines Buches: Kampf um eine Welten-Schöpfung

Francis Sandow gehört im 32. Jahrhundert zu den hundert reichsten Leuten der Galaxis, deren 1500 Welten von 17 intelligenten Rassen bewohnt werden. Eines Tages wird der Mann, der aus dem 20. Jahrhundert stammt, von drei Nachrichten aufgeschreckt. Ein Unbekannter hat einen Rachefeldzug gegen ihn begonnen, der Sandows Vernichtung zum Ziel hat. „Die Schatten der Vergangenheit werden real und drohen den Weltenbauer in einen apokalyptischen Strudel zu reißen“, tönt der uralte Klappentext vollmundig.
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Roger Zelazny – Die Burgen des Chaos (Die Chroniken von Amber 5)

Zyklus-Finale: Die Endschlacht vor den Toren der Hölle

Amber ist die unsterbliche Stadt, nach deren Vorbild alle anderen Städte geformt wurden. Alle anderen Welten, auch die Erde, sind nur Schatten dieser einen Realität. Wird das MUSTER vernichtet, geht Amber unter – und mit ihm alle SCHATTEN. „Corwin sieht sich gezwungen, eine Kopie des ursprünglichen MUSTERs zu erschaffen. Währenddessen bläst sein Bruder Brand zum Angriff, bei dem es nur einen Sieger geben kann und dessen Ausgang über die Zukunft Ambers entscheiden wird.“ (Verlagsinfo)

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[NEWS] Roger Zelazny – Die Burgen des Chaos (Die Chroniken von Amber 5)

Corwin sieht sich gezwungen, eine Kopie des ursprünglichen Musters zu erschaffen. Währenddessen bläst Brand zum Kampf gegen Corwin, bei dem es nur einen Sieger geben kann und dessen Ausgang über die Zukunft Ambers entscheiden wird.

Prinz Corwin lebte nach einem Gedächtnisverlust auf der Erde, ohne zu wissen, wer er ist. Als eines Tages ein Mitglied seiner Familie versucht, ihn zu töten, beginnt er, nach seiner Vergangenheit zu forschen. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 222 Seiten
Klett-Cotta

Roger Zelazny – Die Hand Oberons (Die Chroniken von AMBER 4)

Höllenritte und Monsterjagden: Spannende Action-Fantasy

Amber ist die unsterbliche Stadt, nach deren Vorbild alle anderen Städte geformt wurden. Alle anderen Welten, auch die Erde, sind nur Schatten dieser einen Realität. Wird das MUSTER vernichtet, geht Amber unter – und mit ihm alle SCHATTEN.

Um Kräfte zu sammeln, zieht es Corwin und seine Geschwister immer wieder in ein „Muster“ genanntes Labyrinth, das demjenigen, der es löst, spezielle Fähigkeiten verleiht. Doch das ursprüngliche Muster trägt Schäden davon, als Blut von Corwins Familie auf ihm vergossen wird. Corwins Bruder Brand will das Muster endgültig zerstören. Da findet Corwin die Wahrheit über ihn und seinen Vater Oberon heraus. (Verlagsinfo)

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[NEWS] Roger Zelazny – Die Hand Oberons (Amber 4)

Um Kräfte zu sammeln, zieht es Corwin und seine Geschwister immer wieder in ein »Muster« genanntes Labyrinth, das demjenigen, der es löst, spezielle Fähigkeiten verleiht. Doch das ursprüngliche Muster trägt Schäden davon, als Blut von Corwins Familie auf ihm vergossen wird. Corwins Bruder Brand will das Muster endgültig zerstören. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 280 Seiten
Originaltitel: Chronicles of Amber 4
Klett-Cotta

Roger Zelazny – Im Zeichen des Einhorns (AMBER 3)

Fantasy-Krimi trifft ‚Game of Thrones‘

Amber ist die unsterbliche Stadt, nach deren Vorbild alle Städte geformt wurden. Alle anderen Welten, auch die Erde, sind nur Schatten dieser einen Realität. Das Wappen Ambers zeigt das Einhorn…

Neun Prinzen in Amber sind definitiv acht zuviel. Der Kampf um den vakanten Thron König Oberons ist voll entbrannt. Als Corwins Bruder Caine im Wald hinter dem Palast von Amber tot aufgefunden wird, kann Corwin zwar eine Ork-ähnliche Kreatur als Täter identifizieren und töten, aber wer würde ihm schon glauben, dass er nicht selbst der Mörder ist? Er wendet sich an seinen Bruder Random, dem er halbwegs vertraut. Zusammen müssen sie versuchen, Corwin zu entlasten, indem sie den wahren Mörder finden, der die Kreatur ausgesandt hat…
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[NEWS] Roger Zelazny – Im Zeichen des Einhorns (Die Chroniken von Amber 3)

Corwin hat es geschafft: Er ist der Regent von Amber. Doch als sein Bruder Caine ums Leben kommt, gerät er in Verdacht, der Mörder zu sein. Caines Tod wirft ungeklärte Fragen über die Familienvergangenheit auf. Da gerät Corwin selbst ins Visier: Auf ihn wird ein Anschlag verübt.

Prinz Corwin lebte nach einem Gedächtnisverlust auf der Erde, ohne zu wissen, wer er ist. Als eines Tages ein Mitglied seiner Familie versucht, ihn zu töten, beginnt er, nach seiner Vergangenheit zu forschen. (Verlagsinfo)

Taschenbuch: 280 Seiten
Originaltitel: Chronicles of Amber 3
Klett-Cotta

Roger Zelazny – Die Gewehre von Avalon (Amber 2)

Zwischen Rittern und Amazonen: Corwins neue Abenteuer

Amber ist die unsterbliche Stadt, nach deren Vorbild alle Städte geformt wurden. Alle anderen Welten, auch die Erde, sind nur Schatten dieser einen Realität.

Corwin ist aus dem Verlies Ambers, in das ihn sein verhasster Bruder Eric gesteckt hatte, geflohen. Zurück in der Schattenwelt Erde baut er heimlich eine Armee auf. Da lernt er Dara kennen, die behauptet, die Enkelin von Corwins Bruder Benedict zu sein. Aber Dara verfolgt ihre eigenen Pläne und entwickelt sich zu einer noch größeren Gefahr als Eric. (Klett-Cotta-Verlagsinfo)
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Roger Zelazny – Corwin von Amber (Amber-Zyklus 1)

Fantasy-Startband in edler Ausstattung und überarbeiteter Übersetzung

Ein Mann erwacht ohne Erinnerung in einer Privatklinik auf dem Lande. Er merkt schnell, dass man ihn hier bloß ruhigstellen will und erkämpft sich seinen Weg nach draußen. Einziger Anhaltspunkt: seine „Schwester“. Hat er eine? Doch sie ist der Schlüssel zu seiner wahren Existenz: Er ist Corwin, einer der neun Prinzen von Amber, der wahren Welt. Und er muss gegen die anderen acht Brüder und vier Schwestern antreten, will er den Thron von Amber erringen, der ihm zusteht…
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Roger Zelazny – Die Burgen des Chaos (Amber 5)

Zyklus-Finale: Die Endschlacht vor den Toren der Hölle

Neun Prinzen in Amber sind definitiv acht zuviel. Der Kampf um den vakanten Thron König Oberons ist voll entbrannt, denn der Verräter Brand hat sich mit dem Chaos verbündet. Als die Truppen und Monster des Chaos gegen Amber vorrücken, müssen sich die übrigen Geschwister verbünden, um sowohl Brand als auch den Horden der Hölle standhalten zu können.
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Roger Zelazny – Heut wählen wir Gesichter

Actionthriller in einer befriedeten Welt der Zukunft

Ein Killer lässt sich auf einer anderen Welt mehrfach klonen. Jahrhunderte später ist aus der Weltgemeinschaft das HAUS geworden, in dem alle befriedet sind – bis auf die Klone des Nexus. Eines Tages aber müssen sie der Tatsache ins Auge sehen, dass es immer wieder Angriffe auf den Nexus gegeben hat. Sie nennen ihren Verfolger Mr. Black. Doch was hat die schöne Glenda Glynn mit ihm zu tun?

Der Autor

Während Roger Zelazny, geboren 1937 in Ohio, eher für seine ausgezeichneten Science-Fiction-Romane und Novellen („He Who Shapes“, 1965, oder „A Rose for Ecclesiastes“, 1966, ebenfalls HUGO) bekannt ist, wird seine Fantasy weniger geschätzt. Eine Ausnahme bilden die zehn Romane aus dem Amber-Zyklus. Es gab sogar Fortsetzungen von der Hand anderer Autoren.

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Roger Zelazny – Jack aus den Schatten

Luzifer, der Weltenschöpfer

„Dies ist die Geschichte des legendären Diebs, den man Jack aus den Schatten nennt. Man kann ihn töten und verstümmeln – eines Tages kehrt er wieder aus dem Schattenreich durch die Dämmerungszone nach der Tagseite zurück.

Und dort holt er sich die Macht, mit der es ihm gelingt, seine Widersacher zu zerschmettern und über die Nachtseite, das Land der Seelenlosen, zu herrschen. Bis eines Tages auch seine Macht zerbricht und ein neues Zeitalter heraufdämmert.“ (Verlagsinfo)

Der Autor

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Roger Zelazny – Die Hand Oberons (AMBER 4)

Höllenritte & Monsterjagden: Spannende Action-Fantasy

Neun Prinzen in Amber sind definitiv acht zu viel. Der Kampf um den vakanten Thron König Oberons ist voll entbrannt. Nach den beiden Attentaten im dritten Band sucht Corwin, der Thronanwärter mit den besten Chancen, nach den Verdächtigen. Handelt es sich um Randoms Sohn Martin, dessen Trumpf gefunden wurde, oder gar um ein liebes Schwesterherz? Um Antworten zu erhalten, muss Corwin bis zur Hölle und zurück reiten…

Der Autor

Während Roger Zelazny, geboren 1937, eher für seine ausgezeichneten Science-Fiction-Romane und Novellen („He Who Shapes“, 1965, oder „A Rose for Ecclesiastes“, 1966, ebenfalls HUGO) bekannt ist, wird seine Fantasy weniger geschätzt. Eine Ausnahme bilden die zehn Romane aus dem AMBER-Zyklus. Es gab sogar Fortsetzungen von der Hand anderer Autoren.

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Roger Zelazny – Im Zeichen des Einhorns (AMBER 3)


Fantasy-Krimi trifft ‚Game of Thrones‘

Neun Prinzen in Amber sind definitiv acht zuviel. Der Kampf um den vakanten Thron König Oberons ist voll entbrannt. Als Corwins Bruder Caine im Wald hinter dem Palast von Amber tot aufgefunden wird, kann Corwin zwar eine Ork-ähnliche Kreatur als Täter identifizieren und töten, aber wer würde ihm schon glauben, dass er nicht selbst der Mörder ist? Er wendet sich an seinen Bruder Random, dem er halbwegs vertraut. Zusammen müssen sie versuchen, Corwin zu entlasten, indem sie den wahren Mörder finden, der die Kreatur ausgesandt hat …

Der Autor

Während Roger Zelazny, geboren 1937, eher für seine ausgezeichneten Science-Fiction-Romane und Novellen („He Who Shapes“, 1965, oder „A Rose for Ecclesiastes“, 1966, ebenfalls HUGO) bekannt ist, wird seine Fantasy weniger geschätzt. Eine Ausnahme bilden die zehn Romane aus dem AMBER-Zyklus. Es gab sogar Fortsetzungen von der Hand anderer Autoren.

Roger Zelazny – Im Zeichen des Einhorns (AMBER 3) weiterlesen

Roger Zelazny – Die Gewehre von Avalon (AMBER 2)

Amber, das wirkliche Königreich, von dem die Erde eine Parallelwelt, ein „Schatten“ ist, ging für Corwin verloren. Eric, sein mächtiger Bruder, hat ihn um das Erbe gebracht, ihn geblendet und in die Verliese der Festung werfen lassen. Doch mit Hilfe eines Vertrauten gelang ihm die Flucht.

Nachdem er sein Augenlicht wiedergewonnen hat, bricht Corwin auf, um sich auf den gefahrvollen Weg durch die Schatten zu machen. Er besucht die Erde, um Schusswaffen zu kaufen und Munition herstellen zu lassen, die auch unter den besonderen Bedingungen von Amber funktioniert, wo irdisches Schießpulver ein harmloses, nicht brennbares Material ist. Er wirbt Söldner an, um sein Erbe zurückzugewinnen.

Wiederholt kreuzt er auf seiner Reise die „Schwarze Straße“ und begegnet ihren scheußlichen Geschöpfen, die der Hölle entsprungen zu sein scheinen und die Sinne der Menschen zu narren vermögen. Und als Corwin mit seinen Truppen auf Amber rückt, muß er feststellen, dass die „Schwarze Straße“ quer durch Avalon bis nach Amber führt und die Kreaturen der Finsternis sein Reich belagern und zu vernichten drohen. (Verlagsinfo)

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Roger Zelazny – Der Tod in Italbar

Showdown: Krankheit als Waffe

„Die Menschen nennen ihn H, weil sie seinen Namen nicht auszusprechen wagen. H, der mit allen Krankheiten der Galaxis Geschlagene. Wenn er sein Blut spendet, hilft er den Leidenden, rettet die Todkranken; doch wo er seinen Fuß hinsetzt, erlischt das Leben, wo er wandert, geht ein Pesthauch übers Land, dem Tausende zum Opfer fallen. Die Menschen verehren ihn wie einen Gott, denn oft ist er ihre letzte Hoffnung, und sie schlagen und bespucken ihn, wenn er Leid bringt und Tod sät.“ (aus der Verlagsinfo)

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Roger Zelazny – Corwin von Amber (Die Chroniken von Amber 1)

Die Chroniken von Amber:

Band 1: „Corwin von Amber“
Band 2: „Die Gewehre von Avalon“
Band 3: „Im Zeichen des Einhorns“
Band 4: „Die Hand Oberons“
Band 5: „Die Burgen des Chaos“

Spannender Startband einer legendären Fantasyreihe

Ein Mann erwacht ohne Erinnerung in einer Privatklinik auf dem Lande. Er merkt schnell, dass man ihn hier bloß ruhigstellen will und kämpft sich seinen Weg nach draußen. Einziger Anhaltspunkt: sein „Schwester“. Hat er eine? Doch sie ist der Schlüssel zu seiner wahren Existenz: Er ist Corwin, einer der neun Prinzen von Amber, der wahren Welt. Und er muss gegen die anderen acht Brüder und vier Schwestern antreten, will er den Thron von Amber erringen …

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Zelazny, Roger – Fluch der Unsterblichkeit

„Fluch der Unsterblichkeit“ ist ein echter Klassiker des Science-Fiction-Genres. Das 1966 veröffentlichte Buch „This Immortal“ wurde ausgezeichnet mit dem |HUGO Award|, der begehrten Trophäe, die von den amerikanischen SF-Lesern verliehen wird.

_Handlung_

Nach dem atomaren Holocaust ist die menschliche Zivilisation nur noch ein Schatten ihrer selbst. Immerhin haben die Menschen Kolonien auf dem Mond, den Planeten und den Saturnringen einrichten können.

Die Aliens von der Wega haben auch ein paar Menschen aufnehmen können, doch scheinen sie ihnen nur als Arbeitstiere recht zu sein.

Auf der Erde selbst ist eine verstreute Bevölkerung von Mutanten und anderen Veränderten zurückgeblieben, darunter ein gut betuchter Mann, der sich Conrad nennen lässt und, wenn man entsprechende Recherchen anstellt, sich als praktisch unsterblich entpuppt. „Call me Conrad“ hieß die Story, auf der der Roman basiert.

Conrad verlässt seine griechische Insel und seine Geliebte Kassandra, um einem Ruf des Erdrates zu folgen, den Führer für einen wichtigen Alien-Journalisten zuspielen. Als der zuständige Kommissar für Artefakte, Kunst und antike Stätten soll er diesen bläuhäutigen Alien namens Cort Myshtigo zu den Monumenten des Altertums führen. Wie sich herausstellt, auch als sein Leibwächter.

Die Tour führt von Haiti zu den Pyramiden, dann nach Athen und schließlich in das thessalische Hochland, wo eine Atombombenexplosion jede Menge Mutanten hervorgebracht hat, darunter Satyrn und Albinos.

Genau wie die irdische Widerstandsbewegung befürchtet auch Conrad insgeheim, daß Myshtigo ein verkappter Kundschafter für die Immobilienmakler der Aliens ist, der den Ausverkauf des Disneylands namens Erde vorbereitet. Wie in einem Spionagethriller versucht Conrad die Identitäten und wahren Absichten seiner zahlreichen Begleiter auf dieser Tour zu ergründen. Dabei gerät er in die Lage, Myshtigo bei Anschlägen der Widerstandsbewegung mehrmals das Leben zu retten.

Wie die „Encyclopedia of Science Fiction“ richtig bemerkt, bewältigt er bei diesem Unterfangen einige der zwölf Arbeiten des Herakles, wie etwa den Kampf mit der Lernäischen Schlange und mit einem riesigen thessalischen Eber. Aus dieser speziellen Patsche wird ihm von Kassandra geholfen. Myshtigo kehrt nach diesem glücklichen Ende zur Vega zurück, wo er sich bei seinen Verwandten für die Erde einsetzt.

_Fazit_

„Fluch der Unsterblichkeit“ ist eine faszinierende Mischung aus James Bond, Post-Holocaust- und Picaro-Roman, barock und farbig illustriert mit Elementen aus der griechischen Antike und neuartigen Mutanten. Conrad selbst spielt eine zweideutige Rolle: der Retter des ausbeuterischen Alien wird schließlich zum Hüter und Bewahrer der Erde ernannt. Nun, auch Herakles durfte nach seinem Tod als Halbgott in den Olymp eintreten.

„Fluch der Unsterblichkeit“ stellt unter anderem die Frage, ob es noch eine Zeit für Helden geben kann und unter welchen Umständen sie helfen, die Zivilisation und die Würde des Menschen zu bewahren. Aus dem Fundus der Mythologie bedient er sich dabei, um deren Vorbilder wie zum Beispiel Herakles zu hinterfragen und relativieren. Conrad ist nicht nur der bekannte „Held mit tausend Gesichtern“, sondern auch ein Trickster. Die Dekonstruktion von Mythen hat der New-Wave-Vertreter Zelazny mit großem Erfolg wiederholt: in seinem preisgekrönten Roman „Lord of Light“ (1967; deutsch bei |Heyne|).

|Originaltitel: This Immortal, 1966
Aus dem Amerikanischen von Roland Fleissner|