TKKG – Iwan, der Schreckliche (Folge 189)

Die Handlung:

Eigentlich wollen Tim, Karl, Gaby und Klößchen Robert nur einen Gefallen tun. Robert, der wie TKKG die Internatsschule besucht, hat nämlich Probleme mit einem zwielichtigen Kneipenbesitzer namens Heiner Seidel. Was den vier jungen Detektiven erst harmlos scheint, entpuppt sich schnell als ziemlich heißer Fall: Spielmanipulation, illegale Wetten und Betrug. Die Spur führt zu einem äußerst kaltblütigen Verbrecher, dem die Polizei schon lange auf den Fersen ist. Niemand kennt seine wahre Identität. „Russe“ nennt er sich – und „Iwan, der Schreckliche“. Und schrecklich ist er wirklich – das müssen TKKG am eigenen Leib erfahren … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Kurzer Geschichts-Exkurs vorweg. „Iwan, der Schreckliche“ hat es im 16. Jahrhundert tatsächlich mal gegeben … das erzählen uns die Beteiligten dieser Folge später auch irgendwann. Allerdings ist „der Schreckliche“ eine übertriebene Übersetzung des Beinamens des Zaren Iwan IV. Eigentlich hieß er nur „der Bedrohliche“ … klingt aber nicht so werbewirksam, von daher … Wenn unser „Russe“ hier aber nur halb so gemein ist, na dann gute Nacht.

Aber, lange Gedanken darüber kann sich der Hörer gar nicht machen, es geht nämlich direkt und ohne langes Vorspiel in die Vollen in dieser Folge. Denn obwohl Glücksspiel Unter-18-Jährigen untersagt ist, hat sich TKKGs Mitschüler Robert dennoch daran versucht und ist, wie für den Hörer und dem gesunden Menschenverstand erwartet, gescheitert. Und so schwingen sie sich auf, gegen die Unterwelt anzutreten … auch wenn der Robert ziemlich nervig, undankbar und nicht der nettesten Einer zu sein scheint. Das stellt auch Tim irgendwann mal fest.

Dann folgt eine Moralpredigt über Spielsucht, deren Zeigefinger so hoch erhoben ist, dass sie dem Hörer die Augen verdreht und den Spaß vermiest. Falls einer der jüngsten Hörer aber noch nicht wusste, dass Glücksspiele nicht nur doof sind, sondern auch krank machen können … jetzt wissen sies. Und was „Untergeschosswohnung“ auf Französisch heißt, das wissen sie auch, nachdem Karl auch das noch schnell zwischendurch erklärt. Wofür auch immer diese Info in diese Folge eingebaut wurde.

Und das sollen nicht die Letzten gewesen sein, die wir hier erzählt bekommen. Denn Karl hat recherchiert, wie Ganoven Spielautomaten manipulieren, um die Gewinnwahrscheinlichkeiten per Hand einzustellen. Das allerdings hatte ich auch noch nicht gewusst und fands durchaus interessant, denn darum scheint es hier im großen Stil tatsächlich zu gehen und nicht nur um ein geklautes Handy.

Warum ein verdeckter Ermittler der Polizei den Jungs, Mädel und Hund direkt erzählt, dass er in der gleichen Gegend verdeckt ermittelt, das fand ich dann doch ein wenig sehr seltsam. Noch seltsamer und eigentlich viel zu naiv für die Gruppe ist, dass sie ihm direkt alles glauben und sogar zu ihm ins Auto steigen …

Ob das eine gute oder eher eine schlechte Entscheidung war, das erfährt der Hörer zusammen mit der Clique schon wenig später. Dann nämlich wirds dramatisch und richtig spannend, dass die Fäuste fliegen. Wo sie übrigens richtig fliegen, ist beim „Vale Tudo“. Was das ist, erklärt uns „der Russe“ höchstpersönlich später auch noch. Und noch einen weiteren Fremdsprachenunterricht erteilt uns dann Karl, wenn er Lateinisches zitiert.

Ganz ohne Latinum schildert Tim uns nun seinen finalen Abschlussplan im Kampf gegen den „Russen“. Das Vorhaben ist so lang, dass man schon fast die Übersicht verlieren könnte … könnte aber auch klappen. Na dann drücken wir der Truppe mal die Daumen …

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Wolfgang Kaven
Tim – Sascha Draeger
Karl – Niki Nowotny
Klößchen (Willi) – Manou Lubowski
Gaby – Rhea Harder
Robert Tschara – Woody Mues
Heiner Seidel – Sven Dahlem
Günther Blank – Christoph Wiatre
Kommissar Schalavsky – Stephan Schad
Hans-Peter Schulz – Udo Schenk
Boris – Tim Grobe
Carlos Carvallo – Daniel Montoya
und Oskar, der schwarz-weiße Cockerspaniel

Trackliste:

1. Das ganze Taschengeld
2. Wer Pech hat, hat am Anfang Glück
3. Die Schaltzentrale im Tiefparterre
4. Dicker Fisch
5. Wer ist der Russe?
6. Ein sicherer Tipp
7. Gar nichts machen
8. Spratts Hundekuchenfabrik
9. Ein doppelt krummes Ding
10. Was schieflaufen kann… …läuft schief
11. Da war ja noch was!

Technik-Credits:

Buch: Martin Hofstetter nach Motiven von Stefan Wolf
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Maike Nagel und Wanda Osten
Geräusche: Wanda Osten
Effekte: André Minninger
Cover Illustration: Comicon S.L. nach Artworkvorlagen von R. Stolte
Rahmendesign: KB&B – Gestaltung: Atelier Schoedsack
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Eine Produktion der SONY MUSIC ENTERTAINMENT (Germany) GmbH
(c) 2014

Die Ausstattung:

Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Folgen ab Folge 100 und sechs ausgewählte Cover-Bilder. Dazu gibts noch die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits auf der Rückseite nachzulesen.

Mein Fazit:

„Iwan, der Schreckliche“ heißt eigentlich gar nicht Iwan, aber gemein ist er trotzdem … ein gemeiner Betrüger sogar. Diese und andere Seiten lernt die TKKG-Bande in dieser spannenden Folge kennen, die auch mit Dramatik nicht geizt. Sympathen und Nervköpfe gibts hier genauso wie reichlich Infos zu diversen Fachbegriffen in verschiedenen Sprachen, die Karl und andere hier zitieren.

Hier und da ists ein wenig naiv, was die Jungs, das Mädchen und ihr Hund da abliefern, wo doch grad am Anfang die Autorin den Zeigefinger in den Himmel erhebt. Wenn man das nicht hinterfragt, dann gibts hier eine Stunde spannende Unterhaltung im Zocker-Milieu.

1 Audio-CD mit 55:45 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 888430745629

www.natuerlichvoneuropa.de
www.tkkg.de

Der Autor vergibt: (4.5/5) Ihr vergebt: SchrecklichNa jaGeht soGutSuper (2 Stimmen, Durchschnitt: 5,00 von 5)

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