Arina Tanemura – 31 I Dream 02

Klappentext

Mit ihren 31 Jahren hatte Chikage Deguchi noch nie einen Freund. Als ihr die Wunderpille I Dream in die Hände fällt, mit der sie sich kurzzeitig in ihr 15-jähriges Ich verwandeln kann, bekommt sie die Gelegenheit, ihre Jugend ein zweites Mal zu durchleben. Durch Zufall landet sie im Showbusiness und trifft dort auf Hibiki, der Chikages erster große[r] Liebe wie aus dem Gesicht geschnitten ist … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

„Eine Magical-Girl-Serie für Erwachsene“ – so die Autorin Arina Tanemura. Hm, ob sie Recht damit hat? Lasst uns „31 I Dream“ mal genauer unter die Lupe nehmen …

Verwandelt sich in der Geschichte irgendein Mädchen? Ja, unsere Protagonistin, schon eine Frau, verwandelt sich in ihr 15-jähriges Ich.

Gibt es eine Transformierungshilfe, z. B. einen Zauberstab? Ja, in dem Fall ist es die Wunderpille „I Dream“.

Hat das Mädchen als „Magical Girl“ einen Auftrag? Nun ja, zunächst einen sehr persönlichen, denn der Protagonistin hilft die Verwandlung in ihr jüngeres Ich aus einer schwierigen Lebenskrise heraus. In diesem zweiten Band besteht ihr Auftrag darin, sich im Showbusiness einen Namen zu machen und die Menschen mit ihren Songs mitzureißen und zu berühren.

Hat das „Magical Girl“ treue Helfer? Ja, ihren Schulfreund Tokita und den, wenn auch nur im verwandelten Zustand, bereits im Showbusiness erfolgreichen Hibiki.

Und was ist an dem Ganzen nun so erwachsen? Zum einen ist die „Heldin“ im normalen Zustand eine erwachsene Frau, die bereits über einige berufliche Erfahrung verfügt. Ihr treuer Helfer Tokita ist ein ebenso erwachsener Mann. Zum anderen handelt es sich bei dem Transformierungsgegenstand nicht um irgendein leicht kitschiges magisches Accessoire, sondern um eine Pille. Auch die Themen sind ernster, denn in einer Geschichte für 10-14-Jährige würde nicht unbedingt ein Suizidversuch angesprochen werden. Und noch etwas, obwohl sie nach der Verwandlung wie eine 15-Jährige aussieht, so ist unsere Protagonistin im Inneren doch weiterhin eine 31-Jährige, die sich in der „heutigen Jugend“ erstmal zurechtfinden muss.

Ihr Suizidversuch spielt auch noch in diesem zweiten Band wieder eine (allerdings nur kleine) Rolle. Die Gedanken hierzu, die Chikage rückwirkend hat, werden kurz erläutert. Schließlich hat dieses Ereignis dazu geführt, dass sie jetzt immer nach Einwurf einer „I Dream“-Pille das Leben eines Teenagers, der noch dazu im Rampenlicht steht, führen kann. Wir erfahren diesmal auch mehr über ihre tatsächliche Jugend und zwar als Rückblende aus der Sicht von Tokita, der damals noch nicht so cool war. Allerdings werden wir noch nicht so richtig schlau daraus, warum aus Chikage eine derart unsichere junge Frau geworden ist. Da gibt es also noch jede Menge Stoff zum Erzählen.

Hauptsächlich wird in Band zwei viel aus ihrem neuen Leben als Akari (das ist Deguchis verwandeltes 15-jähriges Ich) erzählt. Deguchi lernt ihren „Mentor für Showgeschäft“ Hibiki von seiner sehr privaten Seite kennen. Dies zeigt, dass Stars oft nach außen hin eine Maske tragen (im guten wie im schlechten Sinne), weil es sehr oft so gnadenlos ist. Doch Akari ist mit dem Wieder-Jungsein schnell überfordert, zum einen weil sie keine Ahnung hat, worauf die Teenager heute so stehen und zum anderen ist sie immer noch Jungfrau. Dass sie vom männlichen Geschlecht keine Ahnung hat, merkt auch Hibiki rasch und die Autorin lässt ihn mit viel Situationskomik eine Art Studie dazu führen. Bei den Szenen des gemeinsamen Tanztrainings habe ich mich kaputt gelacht und zu diesen immer mal wieder zurück geblättert.

Apropos gnadenloses Showgeschäft! Es ist ein ständiger Wettkampf und was hat man bei einem Wettkampf? Richtig: Konkurrenten! Blöd nur, wenn einem, wie in Deguchis Fall, Wettkämpfe so gar nicht liegen. Doch genau jetzt ist es für Akari besonders wichtig Kampfgeist zu zeigen, denn Yuko tritt auf den Plan. Sie ist das Mädchen für das Akari im ersten Band eingesprungen ist und sie will Akari nun wieder aus dem Showbusiness kicken. Ob Yuko das wohl gelingen wird? Oder kann Akari mit Hilfe von Hibiki und Tokita beweisen, was wirklich in ihr steckt?

Bonus: ein ausführliches Interview mit der Autorin zu „31 I Dream“.

Fazit:

Der zweite Band hat mir um einiges besser gefallen als der Erste. Die Story nimmt so richtig an Fahrt auf und ich bin schon gespannt darauf, wie es weitergeht und wie sich die Figuren noch entwickeln werden.

Taschenbuch: 192 Seiten
ISBN-13: 978-3842014701

www.tokyopop.de

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