Die drei ??? – Das weiße Grab (Band 201)

Die Handlung:

Eigentlich freuen sich die drei ??? auf ein entspanntes Wochenende in den Rocky Mountains. Doch ein geheimnisvoller Unfall lastete auf dem einsamen Bergdorf. Auf den Spuren des Rätsels geraten die Detektive in eine abgelegene Hütte. Da löst sich eine Lawine … (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Ski und Rodel scheinen hier alles andere als gut zu sein, wenn man sich den Klappentext und das Cover so betrachtet. Und wenn ein harmloser Ski-Ausflug schnur und stracks in ein „weißes Grab“ führt … na, ich weiß ja nich‘. Die Jungs auch noch nich‘, deshalb fahren sie ja auch los …

Fast wären sie da aber gar nicht angekommen, weil … Glatteis und so. Dann wirft eine zufällig vorbeifahrende Person, die auch zufällig sofort weitermuss den Begriff „Weißes Grab“ in den Raum … und muss dann aber auch wieder. Klar, wär auch kein Klischee, wenns anders wäre.

Also lassen wir uns erst mal nieder … ach, ne … erst müssen wir noch auf dem örtlichen Friedhof durch den Schnee stapfen … weil Justus da so eine Ahnung hat. Klar, wäre auch kein ???-Abenteuer, wenn die Jungs (Peter und Bob im Speziellen) einfach nur mal das machen würden, was sie sich eigentlich vorgenommen hatten.

Wird das Ganze nun ein Teenie-Slasher im Schnee … so mit Geist und mysteriösem Leuchten und so … oder gehts doch noch heiß her? Apropos „gehen“ … ist schon jemals jemand in der Geschichte von jemals, jemals irgendwo NICHT hingegangen, wo er NICHT hingehen sollte? Nein, oder? Die Jungs werden keine Ausnahme machen, außerdem sind sie ja auf ihrer Ski-Tour, um uns zu bespaßen … na ja … und um rauszufinden, was dieses „Weiße Grab“ nun ist und obs da Geister gibt … die nachts leuchten.

Zwar heißt es ja eigentlich, dass drei einer zu viel sind … aber in diesem Fall sind drei Detektive offenbar nicht genug, um eine spannende Geschichte zu erzählen. Sie sind nämlich nicht die einzigen, die sich … wie erwartet … nicht an die Regeln halten und na klar da schauen, wos interessant ist.

Da hätten wir also noch ein paar Unsympathen mit im Spiel und können uns fragen, was DIE denn da wollen. Unsere Rocky Beachboys wollten ja eigentlich ’ne Ski-Tour machen … und die anderen so? Möchte irgendjemand direkt ein Verbrechen gestehen, damit wir zeitig das Lawinengebiet wieder verlassen können? Keiner? War zu erwarten, es sind ja auch noch ein paar Seiten bis zum anderen Klappendeckel.

Um genau zu sein, die Hälfte des Romans … die stecken wir nämlich in der Hütte fest. Und gelinde gesagt interessierte es mich nicht wirklich, was drinnen dann vor sich gehen würde. Im Grunde gibts nur viele „Gespräche“ und es wird geklärt, wer hier aus welchem Grund wirklich ist. Aber, dass die Jungs da rauskommen würden, das war klar. Ist jetzt nicht so das, was durch unerwartete Wendungen glänzen und Leser wie mich fesseln könnte.

Der Autor:

Ben Nevis ist seit seiner Kindheit begeisterter Fan der drei Detektive aus Rocky Beach. Souverän versteht er es, in seinen Geschichten eine dichte Atmosphäre geheimnisvoller Spannung zu schaffen. (Verlagsinfo)

Mein Fazit:

Die Prämisse schien ganz interessant, aber, dass die Jungs das halbe „Abenteuer“ zusammen mit einigen Leuten in einer Hütte eingesperrt sind, fand ich jetzt nur so mittel.

Dass sie da rauskommen, war klar … schließlich ist die Serie verkaufsstark und dies nicht der letzte (ziemlich unspektakuläre) Teil. Wer zusätzlich noch da ist, hat mich nicht wirklich interessiert, weil es keinen Unterschied für das Entkommen aus der Hütte machte, das ich hier daher auch problemlos spoilern kann.

Wer aber auf Hintergrundstory und Ursachenforschung steht, der kann sich hier durchaus unterhalten lassen, denn der Autor hat sich schon bemüht, ein interessantes Storykonstrukt zu entwerfen. Meins wars leider nicht, denn das wirklich Interessante erleben die Jungs ja auch nicht, das wird nur erzählt und ermittelt. Ich habe mich streckenweise schon gelangweilt. Und das passiert mir selten bei den Drei ???.

Hardcover: 144 Seiten
Vom Verlag empfohlen ab 10 Jahren
1. Auflage, September 2018
ISBN: 978-3-440-14844-0

www.kosmos.de

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