Die drei ??? und die schweigende Grotte (Folge 210)

Die Handlung:

Die verfallene Ruine des einstigen Sanatoriums lädt Justus, Peter und Bob zum Abenteuerausflug ein. Das bröckelige Gemäuer und die verschüttete Grotte darunter hat seit Jahren niemand mehr betreten. Die drei ??? gelangen in das verlassene Gebäude und finden eine verschlossene Kiste mit unerwartetem Inhalt. Sind sie etwa doch nicht allein? (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Eine Grotte genießt und schweigt … oder so. Aber, viel interessanter wäre zu erfahren, was sie erzählen könnte, wenn sie in Plauderlaune wäre, oder nicht? Um einen Wettbewerb zu gewinnen, wollen die drei Detektive coole Schüsse schnappen, auf einer Insel, die der Autor just erfunden hat und auf der sich ein Sanatorium befindet. Na ja, oder das, was davon noch übrig ist. Da also soll geknipst werden … warum auch nicht.

Ein Unbekannter taucht auf und … verschwindet wieder. Kann interessant sein, muss nicht. Im Gegensatz zu dem deponierten Fisch, den sie bei der Verfolgung des Mannes finden. Den gibts tatsächlich und er sieht wirklich … na ja … bunt aus.

Justus scheint der Fotowettbewerb sofort egal zu sein, denn ihn beschäftigen ganz andere Sachen: Wer ist der Typ? Wer hat den Fisch da abgestellt? Und … wo ist der Typ denn jetzt hin? „Die Verfolgung aufnehmen“ könnte zum Ziel führen … tuts auch.

Wir erfahren mit den Jungs zusammen einige interessante Sachen über Delfine, die die älterne Hörer und Justus sicher schon wussten. Aber, wir können uns auch mit dem Mann unterhalten … und wenn wir vorher noch keinen Fall gehabt haben, ab jetzt haben wir einen.

Aber was ist eigentlich mit der titelspendenden Grotte, besuchen wir die auch irgendwann mal oder wird sie zumindest in die Story eingebaut? Wird sie … und direkt danach gibts nichts mehr zu ermitteln. Spoiler? Na ja, aber … wir haben noch jede Menge Hörzeit über und jede Menge offene Fragen, die es zu beantworten gilt.

Bislang wars leider eher mäßig spannend, geht da noch was? Es geht! Denn die offenen Fragen lassen uns einiges des bislang erlebt und Gehörten noch mal ganz neu überdenken!

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Axel Milberg
Justus Jonas, Erster Detektiv – Oliver Rohrbeck
Peter Shaw, Zweiter Detektiv – Jens Wawrczeck
Bob Andrews, Recherchen und Archiv – Andreas Fröhlich
Tante Mathilda – Karin Lieneweg
Zac Cannings – Martin May
Nicole – Saskia Weckler
Sarah Roskin – Elke Reißert
Cayden Devlin – Werner Wilkening
Mitarbeiter – Achim Funk
1. Offizier – Torsten Lausch
2. Offizier – Andreas Birnbaum

Trackliste:

1. Ein Mann verschwindet
2. Der Tausend-Dollar-Fisch
3. Delfine und begeisterte Fans
4. Im Zwielicht
5. Visite bei der Privatärztin
6. Zugang zur Vergangenheit

Technik-Credits:

Buch und Effekte: André Minninger
Redaktion: Meike Mülle
Geräusche: Wanda Osten
Regie und Produktion: Heikedine Körting
Titelmusik: Simon Bertling & Christian Hagitte (STIL)
Musik: Jan Friedrich Conrad, Peter Morgenstern, Betty George, Constantin Stahlberg
(P) & © 2021 SONY MUSIC ENTERTAINMENT (GERMANY) GmbH

Die Ausstattung:

Die schwarze CD steckt in einem Jewel-Case. Das Bookletchen enthält ein paar ausgewählte Cover bereits erschienener Fälle und etwas ???-Werbung. Dazu kommt noch eine Aufstellung der Sprecher und ihrer Rollen und eine kleine Bildvorschau für die kommende Folge. Auf der Rückseite des Case finden wir eine kurze Inhaltsangabe und die Trackliste.

Mein Fazit:

Ordentlich zusammengestrichen konnte mich dieses Abenteuer als Hörspiel-Fassung wesentlich kurzweiliger unterhalten als die Romanvorlage.

Vom Ausflug zur Insel, über Fische und Meeressäuger, eine Delfinshow und einigen Leuten, die vielleicht doch nicht so sind wie sie vorgeben, gibts hier einiges zu erfahren.

Und so wird aus einem anfangs leidlich fesselnden Fall am Ende doch noch ein rundes Abenteuer, das mehr zu bieten hat, als es lange den Anschein hat.

Da im Grunde alle EUROPA-Hörspiele immer super abgemischt und soundtechnisch genial bearbeitet sind, erwähne ich das eigentlich nie … weil, das ist der EUROPA-Standard:
Leider sind hier aber alle Telefongespräche und Unterhaltungen, die unterirdisch stattfinden, so unfassbar leise abgemischt, dass ich Schwierigkeiten hatte, alles zu verstehen, während ich mit offenem Fenster über Lautsprecher zugehört habe. Und das, obwohl ich an den betreffenden Stellen reflexartig die Lautstärke von 4 auf 18 gedreht habe.

Audio-CD mit 61:07 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 9 Jahren
1. Auflage, Juni 2021

www.play-europa.de

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