TKKG – Verfolgungsjagd vor Mitternacht (Folge 199)

Die Handlung:

Nur noch 15 Stunden bis zum neuen Jahr. TKKG bereiten ihre Silvesterfeier bei Familie
Sauerlich vor und rechnen nicht damit, so kurz vor dem Jahreswechsel noch in einen
Kriminalfall verwickelt zu werden. Aber es kommt anders. Bei Stefan Thomsen, dem Besitzer eines Feuerwerkladens, wurde eingebrochen. TKKG gelingt es, die Verfolgung der Schwarzpulverbande aufzunehmen. Doch bald wird die Angelegenheit hochexplosiv und Tim, Karl, Klößchen und Gaby müssen auf der Hut sein, um nicht selber Opfer der
kaltblütigen Ganoven zu werden! (Verlagsinfo)

Mein Eindruck:

Warum geschieht die Verfolgungsjagd denn vor Mitternacht? Ist doch klar, die TKKG-Bande ist noch nicht volljährig! Nicht lustig? Ok … aber warum können Willi und Tim problemlos Feuerwerkskörper kaufen? Wie alt sind wir denn mittlerweile in der Serie wirklich?

Davon ab, wer klaut denn Feuerwerk, für dessen Abbrennen man eigentlich sogar eine Genehmigung braucht? Ist ja auch nicht so, als könnte man damit eine unbemerkte Party feiern. Während wir noch darüber nachdenken, bekommen wir eine ungemein ausführliche Info darüber, woraus Silvesterknaller eigentlich bestehen und welcher Teil einer Rakete wofür zuständig ist.

Nachdem wir einen Verdächtigen ermittelt haben und fest davon überzeugt sind, dass nur er der Täter sein kann, zeigt uns der Autor der Folge, wie unclever es als Bösewicht ist, in „sozialen Medien“ alles von sich zu teilen … und das auch noch minutengenau nachvollziehbar.

Ein wenig schwer nachvollziehbar fand ich allerdings, warum Tim seinen „Meisterdetektivtrick“ so verkauft, als hätte noch niemand je davon gehört … und der gesamten TKKG-Bande fallen ob seines Tricks die gesammelten Kinnladen runter. Die Möglichkeit, auf eingedrücktem Papier zuvor Geschriebenes wieder sichtbar zu machen, ist so alt, dass sie in jeder Hörspielserie schon ziemlich oft vorgekommen ist. Dass Gaby dafür zufällig einen Bleistift in der Tasche hat, halte ich für sehr ungewöhnlich. Ein Kajal-Stift oder Ähnliches wäre an dieser Stelle kreativer und nachvollziehbarer gewesen.

Dass die Bösewichter auf Flucht in bester Bomberman-Manier Knaller hinter sich werfen, damit Macho-Tim nicht aufschließen kann … ok … nachvollziehbar. Dass die Dinger sich aber wie Weltkriegsbomben inklusive StuKa-Heulen vor der Explosion anhören … und das auch noch extrem dumpf, das passt soundtechnisch so gar nicht. Vielleicht wäre es an der Zeit, die alten Magnetbänder mit den Geräuschen auszutauschen …

Zum Augen verdrehen ist auch der Plan der TKKGs, sich mit Wasserflaschen zu bewaffnen, damit sie die Bombenwerferei „spielend“ vereiteln können. Es ist schon bekannt, dass so eine Zündschnur nur ein paar Sekunden brennt, oder? Und selbst wenn der Kracher in der Zeit nicht in Gabys Frisur explodiert ist, wie schnell haben sie wohl exakt die Zündschnur mit ihrem Wasser erwischt und gelöscht?

Na ja … immerhin wissen wir jetzt aber … womöglich … wer die Knaller wofür braucht, das ist doch schon mal was. Dass es aber doch nicht ganz so durchsichtig ist, das hat mich gefreut. Die Auflösung ist interessant und nicht wirklich unvorstellbar weit hergeholt … das hätte gut alles so gewesen sein können.

Nur Karl als Bombenentschärfer … das war mir eine Idee zu viel … aber auch ohne die hätte die Story des Autors nicht funktioniert.

Die Sprecher und ihre Rollen:

Erzähler – Wolfgang Kaven
Tim – Sascha Draeger
Karl – Tobias Diakow
Klößchen (Willi) – Manou Lubowski
Gaby – Rhea Harder
Kevin Schmierek – Timo Kinzel
Nick Röhnsbüttel – Marco Schaeffler
Stefan Thomsen – Peter Weis
Kommissar Schalavsky – Stephan Schad
Albert Vierstein – Volker Bogdan
Molnár – Thomas Ritter-Fent
Johanna Friedel – Barbara Schipper
Herr Döring – Guido Schick
Frau Schmierek – Manuela Dahm
Lars Röhnsbüttel – Detlef Tams

Trackliste:

1. Einbruch mit Sprengkraft
2. Übereinstimmung!
3. Der Übernachtungstrick
4. Tim, der Meisterdetektiv
5. Explosive Verfolgungsjagd
6. Rettung in letzter Sekunde
7. Ein ziemlich großes Baby
8. Bange Minuten

Technik-Credits:

Buch: Martin Hofstetter nach Motiven von Stefan Wolf
Produktion und Regie: Heikedine Körting
Redaktion: Wanda Osten, Maike Müller
Geräusche und Effekte: Wanda Osten, André Minninger
Cover Illustration: Comicon S.L. nach Artworkvorlagen von R. Stolte
Rahmendesign: KB&B – Gestaltung: Atelier Schoedsack
„TKKG – Die Profis in spe“: Bonda / Büscher
Eine Produktion der Sony Music Entertainment Germany GmbH (c) 2016

Die Ausstattung:

Die Hörspiel-CD steckt in einem Jewel-Case und ist in „TKKG-Blau“ bedruckt. Das Booklet-Faltblatt enthält eine Aufstellung der bereits veröffentlichten Abenteuer ab Nummer 100 und sechs ausgewählte Cover. Dazu gibts noch die Sprecher und ihre Rollen sowie die Technik-Credits auf der Rückseite nachzulesen.

Mein Fazit:

TKKG auf der Jagd nach Bombenbauern, wow! Mit dem neuen Sprecher wurde Karl offenbar auch ein neues Persönlichkeitsprofil eingepflanzt. Als Recherchemaschine fand ich ihn glaubhaft, als furchtloser Bombenentschärfer passt er nicht ins 198-Folgen-alte Charakterbild.

Die Auflösung des Falls ist durchaus interessant, jedoch ist der Weg bis dahin immer wieder gespickt mit Dingen, die ich wenig nachvollziehbar fand. Irgendwie lässt mich dieses Abenteuer mit Zweifeln zurück, in welche Richtung die Serie denn nun gehen wird.

1 Audio-CD mit 52 Minuten Spieldauer
Vom Verlag empfohlen ab 8 Jahren
EAN: 888751804623

www.natuerlichvoneuropa.de
www.tkkg.de

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